dies und das

Gestern dann Wohnungstermin mit kleiner Runde um den Rasen.

Nachmittags dann mit MissMutig doch einkaufen gefahren, weil ich einfach Fertigprodukte holen wollte – für 3 Löffel kochen, ist irgendwie – blöd.

Statt der Obstbreie aus den Babygläschen hab ich Bananen und Tiefkühlobst geholt und kann mir das dann kurz im Mixer klein machen.

Dummerweise hab ich die Tiefkühle wohl nicht ganz zugemacht, daher war die bei -10 (statt -18) Grad und so hab ich das Hackfleisch wieder rausgenommen und kleine Frikadellen (ohne Zwiebel und arg mild gewürzt) gemacht, die schmurgeln grade im Ofen und werden dann jeweils portionsweise mit etwas Sosse eingefroren.

Eine werde ich nachher vielleicht noch pürrieren und mit vielleicht etwas KaPü als Abendessen essen – mal schauen. Im Moment bin ich noch vom Trinken satt.

Essen und Trinken müssen mit Sleeve ja getrennt erfolgen – also mind. eine halbe Stunde Abstand zum Essen. Das gestaltet sich hier noch etwas schwierig, weil halt die Flüssigkeitsmenge bei mir immer noch viel über Essen läuft.

Da das mit Wasser und Co grad gar nicht mehr klappt, hab ich gestern eine  (noch im Kühlschrank gefundene) Fruchtmolke getrunken – werde also am Montag sicherheitshalber Fruchtmolke kaufen, in der Nähe vom Hausarzt ist ein Laden, da müsste ich das kriegen.

Werde aber auch versuchen Molkepulver zu kriegen und das mit den Instick vielleicht zu was trinkbaren mixen kann. Denn nur Milch wird grad langsam auch schwieriger, weil dann Essen quasi wegfällt. Außerdem hoffe ich, dass ich in der Molke dann das Eiweispulver unterschmuggeln kann – denn ich nehme zu wenig Eiweis zu mir und das Pulver in Milch ist mit dem ekelig bitteren Geschmack im Mund (das soll sich in ein paar Wochen geben – hoffe ich!) zu „nicht trinkbar“ entwickelt. Fruchtmolke hat ja mehr Geschmack – vielleicht kann ich da ein bisschen dann unterrühren.

Zur Not gab es heute dann also heute Minty-Melon – damit wenigstens überhaupt mal was Flüssiges runterkommt und Essen und Trinken tatsächlich mal getrennt werden konnte.

Nicht ideal, aber grad eine Notlösung. Hoffe echt dass ich mit Molkepulver und Instick da was zusammengebraut bekomme, was dann auch funktioniert.

Außerdem müsste nächste Woche das CO2-out-Glas ankommen, das wurde mir ja wärmstens empfohlen von der Adipositasambulanz und ich hoffe dann in 3-4 Wochen wieder auf Kohlensäure umsteigen zu können (vorher darf ich nicht.)

Die Zeit muss ich halt jetzt irgendwie überbrücken und nächster Versuch ist nun halt Molke und wenn gar nichts geht – wird es halt für die nächsten Woche Fruchtmolke und Buttermilch (letztere hat aber das selbe Problem wie die Milch – macht zu satt).

Was die Pflegeleistung angeht, hab ich entschieden, das aktuell nicht zu beantragen. Erstmal die Fahrtkosten klären. Mein Nervenarzt (Neurologe und Psychiater) hat seinen Antrag am Freitag weggeschickt und der Hausarzt wird das hoffentlich am Montag machen.

Was echt cool war, war gestern das mit dem Einkaufen – ich fühlte mich so fit und gut und das Laufen klappte super usw (Angsttraining war es leider dennoch, aber ich mein jetzt körperlich).

Heute ist es leider anders – bis gegen 14 Uhr bin ich ab fünf quasi im Wechsel eine Stunde auf, eine Stunde wieder ins Bett, eine Stunde auf und dann wieder ins Bett.  Vielleicht war das Frühstück dann doch etwas zu anspruchsvoll (auch wenn der Magen da nicht motzte – war halt das erste Mal nur zu Brei kauen und nicht von vornherein pürrieren, war aber natürlich immer noch im erlaubten Bereich), danach ging es aber.

Ist aber auch ok für mich so.

Abends werde ich nicht alt – selbst wenn ich abends um kurz nach acht noch was schauen möchte – ich bin einfach platt.

Von daher wird es auch jetzt dann gleich ins Bett gehen (und doch nicht noch was essen oder so)

Und nur für mich als Information zum später mal Nachlesen: Ab Start der Eiweisphase bis OP waren es 4,5 Kilo, seit OP 5 Kilo weniger.

 

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ein Schritt nach dem anderen

Ich hab keine Ahnung wie ich das mit dem Antrag auf Pflegeleistung hinkriegen soll.

Aber klar ist – erstmal muss ich das mit den Fahrtkosten klären. Dem Nervenarzt hatte ich eine mail mit Bitte dazu geschrieben, beim Hausarzt hab ich nächste Woche einen Termin und ich hoffe, dass der das auf die Reihe kriegt.

Hab immerhin drei Tage Daueranrufen gebraucht um den überhaupt mal zu erreichen und er ist grad total überfordert. Wäre das mit den Fahrtkosten nicht, hätte ich wohl jetzt einen neuen gesucht/angerufen. Aber das jetzt alles noch zu erklären usw – ist mir dann grad zuviel.

Von der PIA hab ich von der Betreuerin die ganzen Unterlagen anfordern lassen. Ich hoffe dass dann nächste Woche das mit den Fahrtkosten einigermaßen geklärt werden kann (und dass sie NICHT auf den Schrieb von der PIA warten, denn der schon vor 6 Wochen fertige Bericht für die amb. Betreuung wurde ja auch nicht rausgeschickt, da kann ich mir ausrechnen wie lange das für einen noch nicht geschriebenene dauert) und dann wenigstens die Nachsorge und Physio wieder anläuft, die brauch ich nämlich grad dringend.

Psychisch ist es Ausnahmezustand.

Physisch – von der OP her ist es ziemlich gut, seit ich das hochdosierte Lefax nehme, hat sich auch das mit den Schmerzen und Blähungen gegeben, so dass ich keine Schmerzmittel mehr dafür brauche.

Was die Nebenniereninsuffizienz angeht, merke ich durchaus, dass mir die Addison-Krise noch nachhängt. Oder weniger nach hängt als dass eben das runterreduzieren auf Normaldosis da schon spürbar ist, dass ich mich da im Grenzbereich bewege.

Ich bin halt schnell alle, außer Puste, muss ich auch häufiger hinlegen (wenn auch nicht unbedingt schlafen), schlafe nachts deutlich länger als sonst und insgesamt merke ich da halt schon noch nötige Reconvalenz-Zeit. Die hab ich aber ja, von daher alles  gut.

Viele sagten mir ja, dass nach der Op anfangs auch der Gusti weg ist – das kann ich bei mir nicht bestätigen – ich hätte auf ne Menge Sachen total Lust, die grad aber eben nicht dürfen. Dafür bin ich halt wirklich nach ein paar Bissen satt (maximum bis jetzt waren 150 ml Suppe).

Dummerweise klappt das mit dem Trinken halt nicht wirklich, weil mir nichts wirklich schmeckt, so dass ich auf Milch/Buttermilch/Suppe zurückgreifen muss – entsprechend ist Essen und Trinken grad nicht wirklich getrennt.

Die einzig wirklich arg doofe „Nebenwirkung“ ist ein ekeliger Geschmack im Mund. Da hilft kein Zähneputzen und nichts und so hab ich deshalb schon immer wieder das Gefühl mir irgendwas in den Mund stecken zu müssen. Wo her der kommt – keine Ahnung – ich hoffe das pendelt sich irgendwann ein, denn das ist wirklich das einzige, was mir wirklich zu schaffen macht und mich stört.

Der Rest ist alles ok.

Morgen werde ich mit MissMutig dann wohl doch einmal einkaufen fahren. Denn ich merke, dass die Energie für selbst was machen nicht grad da ist. Daher gibt es halt Babygläschen und -brei und Fertigsuppen/-pürrees und da ich da Abwechslung möchte und brauche, werden wir mal die Babyabteilung plündern (und den Kram kaufen, über den ich mich immer lustig gemacht hab, weil braucht man ja nicht, kann man easy selber machen).

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Stolpersteine

– oder Gebirge, die in den Weg gestellt werden.

Es gibt immer noch Unklarheit wie jetzt eigentlich die Fahrtkosten für Arzttermine  beantragt werden sollen. Denn der letzte Stand ist, dass quasi bei jeder Fahrt ich einen Schein kriege und einer an die Kasse geht und dann ist die Fahrt ja aber schon gelaufen – dann können sie sie nicht mehr bewilligen – ähm.

Dann macht die Eingliederungshilfe (für ambulate Betreuung) Ärger. Sie bestehen darauf, dass ich Pflegeleistungen beantrage. Das ist aber – wegen der verpflichtenden Gutachten – gar nicht so einfach und dank dem Verhalten der PIA (die reagieren nämlich nun gar nicht mehr – keine Antwort auf Fragen oder der Bitte/Aufforderung, dass sie uns die Stellungnahmen der letzten Jahre schicken sollen), hab ich auch niemanden der eine Stellungnahme schreiben könnte.

Auch wenn die aktuell nur per Telefon begutachten – ist es eben trotzdem Kontakt, trotzdem ein Gutachten, trotzdem ein Problem. Wenn überhaupt dann total unter Medis und das Hauptproblem: es wird Krisen auslösen und es gibt grad kein Sicherheitsnetz für sowas.

Ich würde gerne einfach mal ne Weile mir keine Sorgen machen müssen wie ich zum Arzt komme oder ob die Betreuung weiter läuft oder sonst was existenzielles nicht nur mit unüberwindbaren Hürden gekoppelt ist – damit es dann wieder ein „selber schuld – wir bieten es ja an – wenn Sie das nicht können, ist das ja nicht unser Problem“.

Nein – es ist mein Problem, ein Problem, dass von außen geschaffen wird und Krisen auslöst und dafür sorgt das alles wieder in gefährliches Fahrwasser gerät.

Weil irgendwie rüberretten nicht mehr geht und die nötige Hilfe – nur samt unüberwindbarem Gebirge davor – angeboten wird.

Wären es keine unüberwindbaren Gebirge – bräuchte ich diese Hilfe übrigens nicht. Super Logik hinter der man ein „nein“ dann gut verstecken kann.

Könnte grad so kotzen.

Für heute Cut. Bedarfsmedikation ist fast ausgereizt und ich schiess mich mit dem Rest jetzt total ab und dann morgen mal schauen wie ich den Tag überlebe.

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Ein Tag zu Hause

Die Nacht war gut, aber morgens war es dann doch etwas – schwierig. Wobei ich glaube, dass es am Hydrocortison lag, das ist grad noch etwas arg wackelig. Andererseits hatte ich halt auch eine größere OP und auch das fordert seinen Tribut.

Das Hauptproblem sind die Medikamente. Mich reckt es schon allein beim Gedanken daran, die schlucken zu müssen.  Zum einen brauch ich halt realitv viele Tabletten (und mit dem erhöhten Hydrocortison sind es ja dann doch auch gleich ein Schwung mehr) und dann sollte ich da relativ viel zu trinken und eigentlich sagt der Magen nach 2 Löffel „Stopp“. Tabletten jetzt auf mehrere Gaben aufzuteilen würde nur dazu führen, dass noch häufiger dieses „mir ist schlecht“-Gefühl mit reinkommt und das Risiko besteht, dass ich dann generell Angst vor Essen und Trinken bekäme.

Trinken ist eh schon arg untere Grenze.

Zu den regelmäßigen und dem Hydrocortison kommen dann noch ein Schmerzmittel und jede Menge Kautabletten gegen Blähungen – die brauch ich nach jedem Essen/Trinken aktuell.

Das ist aktuell also eher ein Kampf, aber ansonsten geht es mit Essen/Trinken ganz gut. Trinken ist insofern schwierig, dass ich Wasser nicht mehr sehen kann und so halt über Buttermilch und Milch und Suppe die Flüssigkeit aufnehme. Zwischendrin auch das Wasser mit Instick „Cola“ – aber so wirklich ist auch das nicht so lecker – ohne Kohlensäure. Die darf ich nämlich erst nach 4 Wochen und eigentlich sollte ich ganz drauf verzichten, weil sie den Schlauchmagen dehnt.

Blöd ist halt vor allem, dass ich so Trinken und Essen nicht wirklich trennen kann – weil ich, um genug Flüssigkeit runter zu kriegen, eben auf Flüssignahrung zurückgreifen muss.

Ich hab mir heute vom Betreuer Bananen mitbringen lassen, das geht etwas  besser – so bleibt wenigstens keine Tablette in der Speiseröhre stecken, aber von der Menge her ist es halt dann noch ein Bissen mehr.

Dann versuchte ich – vergeblich – meinen Hausarzt zu erreichen. Nächste Woche Montag sollen ja die Fäden gezogen werden. Impfstatus möchte ich auch prüfen lassen (Tetanus ist fällig), aber es ging niemand ans Telefon.

Überlege ja schon länger den Hausarzt zu wechseln, bin nur unsicher, ob ich das grade aktuell machen soll.

Dann musste ich natürlich in der Endokrinologie anrufen – mit dem Ergebnis: Kein Anschluss unter dieser Nummer. Ähm.

Also eine mail geschickt, die sogar gelesen wurde – Telefonanlage sei defekt, sie melden sich wenn sie wieder geht.

Das war dann um elf oder so – die Ärztin würde zurückrufen. Das hat sie dann um halb vier gemacht.

1. hat sie („die Frau Chefin„) tatsächlich gesagt dass nach OP 100-200mg Hydrocortison gegeben werden kann (sie hätten mir also einfach den blöden Bolus relativ problemlos geben können!), und 2. soll ich jetzt halt langsam nach dem von der IMC vorgegebenen Schema (alle 3 Tage um 10 mg weniger) gehen und wenn ich dann auf einmal am Tag gehe, gut aufpassen und im Zweifel früher was nachnehmen. Außerdem die Abenddosis etwas vorziehen, weil das abends sonst auch den Schlaf beeinträchtigt.

Ich merke es schon – auch jetzt wieder, das ist auch so die typische Zeit bei mir, bei dem der Cortisolwert ziemlich absackt. Wenn es also grenzwertig ist, merke ich es meistes um diese Zeit rum. Von daher ist es halt aktuell schon noch – grenzwertig niedrig.

Das Nehmen war dann wieder echt eklig, weil die Hydrocortisontabletten einfach ekelig schmecken und ohne Überzug sind und sich dann oft schon im Rachen anfangen aufzulösen. Das ist eben auch passiert und so kämpfe ich seitdem gegen Erbrechen (vor Ekel).

Rezept geht direkt an die Apotheke, ob das für heute noch klappt wage ich zu bezweifeln, aber ich hab ja noch für ein paar Tage.

Bei der Apotheke hab ich schon gestern über WA die Rezepte eingereicht und Wundauflagen und Granulat gegen Blähungen bestellt – die hatten sich dann heute noch mal rückgemeldet und nachgefragt, weil eben Granulat und Kautabletten (ich schätze die Beratungen dort wirklich sehr) und gegen halb fünf wird alles gebracht.

Ich freu mich vor allem auf die Wundpflaster, weil ich die dringend wechseln möchte.

Das vom ZVK hab ich heute abgemacht und da hab ich ne doch dickere, schmerzhafte Schwellung, wobei eigentlich zwei nebeneinander, aber das ist soweit auch alles eher Nebensache.

Die Adipositasambulanz hat sich auch schon gemeldet, das war so abgesprochen, dass sie sich heute oder morgen meldet um eben abzufragen wie es so geht (und ob das mit Trinken und Essen trennen klappt – was ja grad noch nicht so wirklich absehbar ist).

Draußen stürmt es grade in Weltuntergangstimmung. Ich bin hundemüde (was blöd ist, weil es sich jetzt nicht mehr lohnt sich kurz hinzulegen) und leider leistet mir der Flummi mit Kotzerei Gesellschaft. Das war schon absehbar, als ich seinen Magen so Grummeln gehört hatte, als er neben mir schlief. Er hat das manchmal, wenn er zu viel Gras oder sonst was gefressen hat, was er nicht sollte.

Ja ich merke schon, dass ich noch nicht fit bin, aber wenn ich überlege was ich hinter mir habe, bin ich immer wieder aufs Neue überrascht wie gut es schon geht. Der Körper und seine Selbstheilungskräfte sind schon was erstaunliches.

Der Betreuer war auch kurz da und wir müssten ja eigentlich mein Bett „sichern“ – also Puffer unter die Füße und das Gitter, damit die Matratze endlich da bleibt wo sie bleiben soll usw. Da ich da nicht mit anpacken kann, will er nun schauen, ob er mit dem zweiten Betreuer mal zusammen einen Termin macht, so dass sie das zu zweit machen können und hier einfach mehr anpacken, weil ich da grad nicht wirklich was machen kann grad.

Fand ich super nett und bin gespannt, was da draus wird.

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Bariatrische OP – Teil 3 – wieder auf Normalstation

Pfingstsamstag. Die OP war am Donnerstag in der Früh und ich fühlte mich endlich besser.

Schmerzen nahm ich ehrlichgesagt erst jetzt wirklich war, liesen sich mit Schmerzmitteln aber gut regeln, die Übelkeit war weg und ich war noch sehr schlapp, aber sonst ok.

Ich durfte trinken und auf der IMC dufte ich das erstemal an der Bettkante sitzen (das war aber noch sehr abenteuerlich ehrlichgesagt). Auf Station sollte ich dann mehrfach aufsitzen und aufstehen – natürlich mit Pflegepersonal oder Physio und keinesfalls alleine.

Die waren aber – wie immer eigentlich – unterbesetzt, so dass das völlig unterging. Ich hing an Infusionen, Perfusor, hatte eine Drainage und einen Blasenkatheter – und bekam zu allem Überfluss auch noch meine Tage.

Echt klasse. Nicht.

Waschen allein war noch nicht möglich – da brauchte ich noch Hilfe, doch insgesamt merkte ich, wie es aufwärts ging.

Nur die Medis nehmen (ab Trinken eben auch als Tabletten), war ein echtes Problem. Zum einen nehme ich halt wirklich sehr viele (da ist der verkleinerte Magen schon fast voll mit), zum anderen tat das halt auch weh und führte wieder zu Übelkeit und Brechreiz, weil immer die eine oder andere Tablette in der Speiseröhre feststeckte und der Magen das eben loswerden wollte.

Noch durfte ich nicht aufstehen.

Trotzdem: es wurde stetig besser und das war gut so. Pflege und Ärzte freuten sich zu sehen, dass es mir ja so viel besser ginge (ach ne!) und sonst lief ja nicht viel.

Abends nahm ich eine Schlaftablette und schlief entsprechend dann die Nacht auch gut.

Sonntag dann gab es Sleeve-Kost – morgens wurde das vergessen und ich meinte noch, das sei egal, die Tabletten ersetzen eh ne Mahlzeit und ich fang halt Mittag dann an. Ich bekam dann aber so eine komische Creme aus dem Kühlschrank (das ist wohl, wie sich später rausstellte, die Eiweisbeilage für Sleeve-Kost), die ganz ok war, wenn auch undefinierbar.

Ich sollte aber morgens endlich aufstehen dürfen! Dann sollte ich (mit so einem hohen und breiten Gehwagen) auch gleich Richtung Bad und mich da waschen soweit das mölgich ist (alles ging immer noch nicht) und dann zurück zum Bett.

Da saß ich dann auf der Bettkante – und merkte wieder Kreislauf wegsackte. Ich klingelte und bis die Pflegekraft da war, dauerte es dann etwas und bis dahin war dann halt wirklich Holland in Not.

Also im Bett liegend, Pflegekraft hält die Beine hoch, ich japse nach Luft und in genau diesem Moment – kam die Visite.

Yeah.

Der Arzt liess sich kurz erklären dass das Aufstehen wohl etwas viel war, ließ mich dann auch in Ruhe und ein paar Minuten später war ich zwar völlig fertig, aber wieder so weit fit. Ich schlief erstmal.

Mittags gab es Kartoffelpürree, Steckrüben-/Kolrabi-Pürree und Fisch. Letzteres vertrag ich ja nicht, aber ehrlichgesagt reichten mir die zwei Löffel Kartoffelpürree eh.

Nachmittags wurde dann die Drainage gezogen, Hydrocortison bekam ich auch als Tabletten (gleich fünf Stück – zusätzlich zu dem Schmerzmittel und dem Kram, den ich eh schon nahm – wer diese kleinen Becherchen kennt, in denen man die Tabletten oft kriegt – die waren gut halb voll), die letzte Infusion lief noch aus und so blieb noch der Blasenkatheter und weiter ein „nicht alleine aufstehen!“ – leider hatte aber den ganzen Tag niemand Zeit um das mal mit mir zu machen.

Gott sei Dank hatte dann ein Pfleger Dienst, der das alles nicht so eng sah. Als er um 17 Uhr kam, strahlte ich ihn gleich an mit  „oh, darf ich endlich aufstehen, das ist ja super“ – worauf er nur irritiert meinte, natürlich dürfe ich aufstehen, wenn ich mir das zutraue, er wollte eigentlich nur das Abendessen bringen.

Statt Abendessen nutzte ich die Chance, er half mir auch und mit Rollator lief ich dann erstmal Richtung Bad, Einlage wechseln, Waschen (und dann erstmal japsend auf dem Stuhl im Bad wieder zu Atem kommen, endlich mal ne Hose anziehen! und dann wieder ins Bett. Was gegessen (naja – eigentlich hab ich nur die Tabletten genommen und mit einem Löffel eines Fruchtpürrees und einem Löffel Joghurt die Speiseröhre freigeschaufelt), dann bisschen gewartet (nach den Tabletten war halt immer noch Schmerz und Luft im Bauch und Übelkeit, aber das verging nach ein paar Minuten) und dann erneut hoch gehievt – es diesmal sogar alleine geschafft und dann mit dem Rollator den Flur entlang gedackelt.

Da wurde mir dann nochmal die Höhe eingestellt, der Tipp gegeben immer Richtung Stationszimmer zu laufen, dann würden sie mich wenigstens sehen, wenn ich zusammenklappe (und es standen da auch genug Stühle rum um genau das zu umgehen) und ich war fast high allein weil ich auf meinen zwei Beinen stand und gehen konnte.

Gehen ging auch weit besser als sich waschen oder sonst – auf und ab ist bis heute ein großes Problem, aber das Gehen an sich geht mit Rollator mittlerweile recht gut.

Abends dann nochmal Schlaftablette und gleich mal festgemacht, dass mir am nächsten Morgen der Blasenkatheter gezogen wird!

Montag früh also dann Blasenkatheter raus und endlich mal richtig saubermachen – ganz ehrlich die Menstruation hätte gerne wie eigentlich Termin gewesen wäre nächste Woche kommen können, die hat die Situation für mich echt unangenehm gemacht, weil da einfach nur morgens mal waschen echt nicht reicht.

Duschen wollte ich erst nach der Visite, denn ich hatte ja die Hoffnung heute schon nach Hause zu dürfen, wenn ich dann aber wieder japsend im Bett liege, wird das wohl nichts.

Visite kam, meinte, wenn ich mich fit genug fühle, gibt er sein ok, aber ich kann auch bis morgen noch bleiben und das sei meine Entscheidung.

Ich entschied mich für nach Hause.

Auch wenn Duschen dann nicht ging, weil halt doch noch zu viel, bekomme ich mich gewaschen und wenn die Haare noch ein paar Tage fettig sind, ist das halt so.

Dann ging alles relativ schnell – MissMutig wollte mich zwischen 10 und halb elf abholen und wir hatten halb neun. Ich hatte immer noch den ZVK, der ja auch noch gezogen werden müsste und Koffer packen war für mich auch nicht drin, der lag ja auf dem Boden und das Bücken ging nicht.

Also alles einfach in eine Tüte gepackt und dann wieder japsend im Bett erholen, bis mich dann der Transport (interner Krankenhaustransport) abholte und zum Auto brachte.

Für 2 Tage bekam ich noch Medis mit, einen Arztbrief (der mich dann auch das Schema für das Hydrocortison verriet und aufzeigte, dass sie es für abends eh falsch gestellt hatten) und Rezepte für eine Woche mit. Nächste Woche dann Fäden ziehen beim Hausarzt.

Fit? Es reicht für den Moment – ich kann mir was zu trinken/essen holen oder machen, komme ins Bad und kann mich – mit Hilfsmitteln, die ich zu Hause ja habe – am ganzen Körper waschen. In der Wohnung sind Hocker verteilt für alle Fälle, aber es geht eigenlicht.

Ich bin echt schnell außer Puste – sprich einmal aufstehen oder Zähne putzen oder was auch immer – bedeutet dann ziemlich rum japsen, aber auch das wird immer besser.

Der Kreislauf ist halt noch etwas unten, aber bisher bestand keine Gefahr umzukippen oder ähnliches. Für mich es richtig so heute nach Hause zu gehen.

So nett die Bettnachbarin ist – meine Ohren bluten und die immergleichen Geschichten ihrer Familie (und vor allem der ganz bösen Schwiegertochter natürlich) nervten, ich hatte sie jetzt in den Tagen mindestens 10x gehört.

Irgendwann heute wird es dann auch den 1. Stuhlgang nach OP geben und die nächsten Tage geht es halt darum den Kreislauf in Schwung zu bringen.

Wird schon werden!

Trinken ist tatsächlich ein bisschen ein Problem, ich kann Wasser nicht mehr sehen, werde jetzt mal mit Buttermilch auf mehr Flüssigkeit zu kommen versuchen.

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Bariatrische OP – Teil 2 – IMC-Station (Intermediate Care)

Im Endeffekt war die Nacht die Hölle. Mir ging es wirklich dreckig, Schmerzmittel wirkten, aber die Mittel gegen Übelkeit nicht wirklich. Der ständige Brechreiz (im Magen war ja nichts mehr, trotzdem versuchte der Schlauchmagen sein möglichstes da auch wirklich auf Nummer sicher zu gehen) tat natürlich auch höllisch weh, dazu versuchte die Lunge Schleim loszuwerden (ob da was reingeflossen oder sie schlicht auf den Tubus so reagierte weiß ich nicht), das alles war für die frischen Wunden dann doch eine große Herausforderung.

Doch in der Nacht wurde das mit der Übelkeit nicht besser, die Schwäche immer mehr, dazu kam dann Atemnot. Alle 2 Stunden stand Pflegepersonal oder Ärzte am Bett, waren sehr mitfühlend aber irgendwie auch – hilflos.

Gegen vier wurde die Atemnot dann immer schlimmer und so wurde dann nochmal eine Manschaft ans Bett bestellt – Notfall-CT (um Lungenembolie auszuschließen), Notfall-EKG, Blutabnahme (Gott sei Dank über den ZVK), jede Menge Medikamente (ich hatte teilweise 5 Flaschen und einen Perfusor dran), aber leider immer noch kein Hydrocortison.

Schon seit dem Abend, als eben die Medikamente gegen Übelkeit so gar nicht mehr wirkten und es mir immer schlechter ging, war mir klar – ich brauche Hydrocortison.

Das habe ich auch mehr als deutlich gesagt, aber irgendwie trauten die sich einfach nicht das zu geben.

Deshalb dann eben notfallmäßig Ausschließen von allem anderen und ich bekam dann auch Fieber (ein weiteres Symptom der Unterversorgung mit Hydrocortison) und irgendwie war dann auch allen klar, dass es daran liegt, aber sie kannten sich nicht aus und wer weiß, vielleicht bekäme ich ja zuviel und überhaupt haben sich ja alle ans Schema gehalten usw.

Atmen ging nur noch mit Sauerstoff einigermaßen.

Googeln hätte geholfen (Symptome der Über- bzw Unterversorgung sind sehr unterschliedlich) und so rauschte ich dann in eine heftige Addison-Krise.

Im Prinzip versuchten sie dann von 7 Uhr an den Anästhesisten zu erreichen, denn vor Narkoseeinleitung hatte ich keine Schnellinfusion bekommen und so war nicht klar, ob die überhaupt verabreicht wurde und es vielleicht daran lag (hat er aber wohl gegeben und daher zögerten sie noch weiter)

Ich lag mittlerweile nur noch heulend im Bett – ich konnte nicht mehr, die ständige Übelkeit, ich konnte kaum noch den Arm heben um den Notfallknopf zu drücken und mein Kreislauf spielte ja eh nicht mehr mit, Atmen fiel selbst mit Sauerstoff schwer, mir war im Wechsel eiskalt (inkl. Zittern) und brühend heiß, das Fieber stieg auch und so wirklich reagieren war nicht mehr drin – ich bekam schon noch alles mit, war aber irgendwie einfach nur damit beschäftigt zu Atmen und nicht zu Kotzen – da war keine Kraft mehr über für sonst was.

Um 11 hieß es dann plötzlich, dass ich verlegt werde – auf die Intermediate Care. Das ist eine Art „Zwischenintensivstation“ – also ein Bindeglied zwischen Intensiv- und Normalstation. Dort ist volles Monitoring – also EKG, Blutdruck, Sauerstoffsättigung usw – also quasi alles was auch auf Intensiv überprüft wird, aber es ist nicht rund um die Uhr Personal neben dir (wenn auch dennoch sehr viel natürlich).

Dort angekommen erstmal die Frage was los ist – ich sagte nur brauche dringend Hydrocortison, sie hängten mir gleich eine Schnellinfusion damit an – und siehe da – so nach und nach stabilisierte sich alles wieder – vor allem die Übelkeit nahm endlich ab!

Ich fühlte mich immer noch wie unter den LKW geraten, aber endlich kam ich etwas zur Ruhe und konnte auch etwas schlafen.

Ich hätte diese Leute am liebsten einfach nur umarmt, nach 17 Stunden quasi flehen um Hydrocortison und dem Wissen – ich bräuchte nur diese blöde Infusion und dann ging es besser (das war dann auch das was mich so heulen liess, dass ich ja wusste was nötig war und dass das alles anders hätte laufen können).

Natürlich brauchte ich ein paar Stunden um da wirklich etwas aufzuholen, aber mit der Schnellinfusion war das Loch erstmal gestopft und es ging jetzt nur das mit der Erhaltungsdosis zu regeln. Es wird noch bis zum 2. Juni dauern, bis ich wieder auf meiner Normaldosis sein werde.

Sie behielten mich dann über Nacht noch dort und am nächsten Tag durfte ich wieder zurück auf Normalstation.

Natürlich erst nach einigem hin und her, ich hatte den Ärzten oben nämlich wohl einen gehörigen Schreck eingejagt und auch wenn die Ärzte der Intermediate Care schon am Abend grünes Licht für den nächsten Tag gaben, das da nochmal bestätigten und schon die Verlegung mit dem Pflegepersonal besprochen war, bestanden dann die Chirurgen doch noch auf einer Visite auf der IMC, in der sie sich (ich fand das schon fast lustig ehrlichgesagt) wirklich mind 5 Mal bei den Ärzten und 3x beim versichert hatten, dass ich auch wirklich stabil genug für die Normalstation sei.

Es war Pfingstsamstag – was die ganze Situation sicher nicht einfacher machte.

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Bariatrische OP – Teil 1 – Aufnahme- und OP-Tag

Vorneweg: ich habe einen Sleeve, einen Schlauchmagen bekommen. Dafür hatte ich die letzten 7 Monate hart gearbeitet und das komplette Programm mitgemacht.

Die letzten 14 Tage musste ich dann eine bestimmte Diät einhalten: max. 1000kcal/Tag, absolut keine Kohlenhydrate, mind 90g Eiweis pro Tag und nach Möglichkeit alles flüssig/breiig.

Für den Aufnahmetag sollte ich dann auch mein komplettes Essen mitbringen, es gab zwar Milch, Eiweispulver, Wasser, Tee und Brühe auf Station, aber da ich was das Eiweispulver etwas eigen bin, entschied ich alles mit zunehmen.

Am Vortag kochte ich noch eine Suppe und hatte  zusammen mit dem Betreuer alles gepackt und die Nacht dann doch noch erstaunlich gut geschlafen.

Generell war ich unerwartet – „entspannt“ – was eher daran lag, dass ich einfach sehr weit weg von mir bin und war. Da Funktionieren lief auf Hochtouren und hielt auch gut durch.

Der Betreuer fuhr mich zum Krankenhaus und begleitete mich zur Anmeldung (was nur möglich war, weil ich im Schwerbehindertenausweis das B für Begleitung erforderlich hab).

Dort füllte ich erstmal ne Menge Papierkram aus und kam dann ins Wartezimmer für die Aufnahme auf die Station.

Dort das übliche Prozedere: Zimmer zugewiesen bekommen, zum PCR-Test geschickt worden, wieder zurück auf Station Aufnahmegespräch mit der Pflege,  dann kam der PJ-ler – der grade bei seinem 4. Versuch war mir Blut abzuzapfen als auch schon der Stationsarzt zum Arztgespräch kam.

Alles übrigens im Patientenzimmer – 2-Bett-Zimmer, die Bettnachbarin bekam alles mit – das ist da so üblich dass da nichts groß getrennt wird. Ich war dankbar fürs Funktionieren, und dass es nicht um ein „wie gehts mir“ geht, sondern halt Fakten aufzählen, sonst wäre das mit so vielen Leuten gar nicht möglich gewesen.

Der Stationsarzt meinte dann zum „Vampier“, dass sie das gleich zusammen machen würden mit dem Abnehmen, machte das Arztgespräch und versuchte dann weitere 9x Blut zu zapfen – vergeblich. „Wir kommen dann später nochmal wegen dem Blut“ und schon waren sie wieder (nach einer Stunde oder so insgesamgt gg) raus.

Ich bekam von der Pflege einen „Laufzettel“ in die Hand gedrückt mit den Stationen im Haus, zu denen ich noch musste – erst Anästhesiegespräch, dann EKG und dann nochmal Adipositasambulanz.

Bis dahin hatte ich weder gegessen noch getrunken, weil morgens ging nicht, Suppe hatte ich in der Thermoskanne mit, aber es war ja bisher keine Zeit für irgendwas.

Also nutzte ich die Wartezeit beim Anästhesisten für die erste Suppenschlucke, den Rest gabs vorm EKG, da musste ich eh ewig warten.

Die Klinik ist eine Uniklinik und entsprechend wirklich riesig, die Wege sehr lang, die Menschenmenge riesig.

Danach ging es noch zur Adipositasambulanz, nochmal wiegen, messen und die Körpermaßen (Muskeln, Wasser, Fett, Trainingszustand usw) analysieren.

Es war kurz vor 12 als ich mit allem fertig war und wieder müde und erschöpft auf Station eintraf.

Essen musste ich ja eh mitbringen für den Tag, von daher ging das alles soweit ganz gut.

Dann kam auch schon der PJ-ler wieder und siehe da beim 3. Versuch konnte er seine Röhrchen endlich füllen.

Das wars im Prinzip auch für den ersten Tag.

Bisschen schwierig war die Zimmernachbarin, die einfach eine nette alte, leider aber auch verbitterte Dame war, die sehr sehr sehr großes Gesprächsbedürfnis hatte und von halb eins (da kam sie wieder auf Station) bis um 18 Uhr durcherzählte – immer das Gleiche übrigens. Da klingelte mein Handy (eine Erinnerung an den Quiz) und so setzte ich mich mit ihr dann vors Tablet und wir schauten gemeinsam – wo redete sie wenigstens weniger.

Ich hatte das Glück für den nächsten Tag gleich als erstes auf dem OP-Plan zu stehen – also um 7 Uhr Abholung.

Abends gab es dann OP-Kleidung, Thrombosestrümpfe (wurde vorher kurz gemessen) und das mit den Medis haben sie nicht wirklich hinbekommen, aber da wurde ja auch vorher gesagt, dass ich alles mitnehmen soll.

Ich brauchte nicht mal ne Schlaftablette und Tavor sollte ich wegen der Narkose nicht nehmen – aber ehrlichgesagt brauchte ich das auch nicht – ich war völlig fertig.

Am nächsten Morgen nahm ich noch meine Medis, duschte nochmal, man zog mir die Thrombosestrümpfe an (bekam ich nicht hin) und ich lag in diesem OP-Hemdchen im Bett und wurde auch schon abgeholt.

Dann ging es eigentlich recht schnell: OP-Bereich wurde ich angemeldet, dann umgelagert, dann in den Anästhesie-Raum gebracht und das war das einzig doofe irgendwie – mit dem Anästesisten wurde ich nicht wirklich warm, hatte auch das Gefühl er nimmt mich da nicht wirklich ernst usw. Vor allem ging es darum, dass alle meinten, dass ich einen ZVK  (also einen Zentralvenenkatheder am Hals) bekommen sollte, weil eh so schlechte Venen usw und er da irgendwie erst nicht wollte.

Aber ich war eh schnell weg – von daher schon ok.

Gegen 14.45 wurde ich dann aus dem Aufwachraum wieder auf Station entlassen.  Mit ZVK übrigens, was sich später noch als großes Glück für mich rausstellen sollte.

Mir war einfach nur übel und ich war müde – Schmerzen hatte ich nur bisschen Ziehen im Bauchbereich, aber die Kotzerei war echt übel.  Doch irgendwann wurde das mit Medis dann auch etwas besser und so schlief ich halt recht viel.

Irgendwann kam der Operateur vorbei, meinte, die OP sei super verlaufen, hätte kaum geblutet und alles super. Heute also Ruhe, morgen dann Trinken frei, übermorgen Sleeve-Kost und dann kann ich auch schon nach Hause.

Gegen den späteren Nachmittag hatte ich das Gefühl dass das mit der Übelkeit vielleicht doch nicht nur Narkose ist, sondern mehr mit meiner Nebenniereninsuffizienz zusammenhing – das bedeutet, dass mein Körper zu wenig Cortisol produziert.#

Ich nehme täglich Hydrocortison um das auszugleichen.

Bei einer OP gibt es ein bestimmtes Schema: 100mg Hydrocortison als Schnellinfusion (=Bolus) vor Narkoseeinleitung und dann 100mg über 24 Stunden. Eben um einer Unterversorgung vorzubeugen, die zu einer Addison-Krise führen kann (und die ist echt scheisse sag ich euch).

Zu den Symtpomen der Unterversorgung gehören bei mir wechelnd warm/kalt, Übelkeit, Erbrechen, Schwäche und Durchfall. Letzteres hatte ich nicht – hatte ja nichts gegessen, aber der Rest.

Wie gesagt – noch war nicht ganz klar ob das jetzt einfach Narkosenachwirkungen sind oder doch was anderes, aber ich sagte abends dann schon, dass ich eben nicht sicher sei ob es nicht doch mehr mit dem Cortisolmangel zu tun haben könnte, dass ich immer noch spucke und mir heiss/kalt ist usw. Da war ich mir aber selbst auch noch nicht sicher.

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wieder daheim

Endlich wieder daheim, noch etwas wackelig und sehr schnell erschöpft, aber mit wohlaufgestellten Stühlen/Hockern und Co komm ich zurecht.

Vielen Dank für eure lieben Gedanken und Worte und Wünsche.

Ich versuche in den nächsten Tagen mal genauer zu schreiben wie es war.

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Impfung

Gestern abend sehr sehr leichte Kopfschmerzen (könnte auch von der Anspannung kommen) und relativ früh ins Bett um zu schlafen.

Heute um drei war ich dann wach und bin aufgestanden. Vormittags nochmal drei Stunden geschlafen und das wars – ich fühl mich weder krank noch müde noch sonst was.

Hab offensichtlich Glück und bin von größeren Impfreaktionen verschont geblieben.

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dies und das

Vormittags mit MissMutig im Gartenmarkt (nachdem sie eine Bonsai-Tiger-Sitting-Einweisung bekommen hat), ich hab jetzt eine Wanzenpflanze und freu mich am meisten über den Zwergkrug, der eigentlich 30 Euro kosten sollte, aber halt halb tot aussah und den ich dann für quasi umsonst bekommen hab. Zuhause dann festgestellt, dass die Wurzeln auch von denen, die ganz schlimm aussahen ober der Erde noch ziemlich gut ausschauen – und so sind all meine Terrarien wieder gut mit Fleisschis bestückt, mit Lieblingsfleischis und „Raritäten“ (da muss ich erst schauen, ob das wirklich Raritäten sind, das wird im Gartenmarkt ja gerne mal auch zu denen gesagt, die nur die nicht ganz so oft haben) und jetzt eben einigen Ablegern Zwergkrug zusätzlich zu den Ablegern vom letzten Jahr.

Am besten finde ich meine Venusfliegenfalle „Freaky Star“ und nach wie vor meine Scorpioides und mit dem Zwergkrug und der Wanzenpflanze sind es jetzt schon vier „Lieblingsfleischis“.

Nachmittags ging es dann zur zweiten Impfung. Letztes mal hat das ja mehrere Stunden gedauert – heute war ich nach nicht mal einer Stunde fertig und ja – ich bin froh jetzt geimpft zu sein, auch wenn die Wahrscheinlichkeit für deutliche Nebenwirkungen bei mir hoch ist. Bis jetzt juckt nur die Einstichstelle ein bisschen, aber das Meiste ist eh erst morgen zu erwarten.

Sonst gilt nach wie vor nicht denken, nicht fühlen, nicht sein und ablenken. Klappt dank Streamingdiensten immer noch ganz gut.

Positiver Nebeneffekt: ich bin weder wegen der OP, noch wegen des Krankenhausaufenthaltes nervös oder besorgt oder ängstlich. Denn dafür müsste ich ja denken oder fühlen und  vor allem nicht ablenken.

Für den Moment definitiv gut und die richtige Strategie.

Wochenende also viel Ruhe und dann schauen wir weiter. Listen für den Koffer und was in der Wohnung noch gemacht werden muss sind fertig und werden dann mit dem Betreuer Montag und Dienstag abgearbeitet.

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