Wieder Ärger mit Betreuung

Und schon wieder gibt es Ärger mit der Betreuung.

Aktuell habe ich ja zwei Betreuer. Einer ist für die Wohnungstermine zuständig (in der Regel Freitag vormittag) und der andere macht die restlichen Termine. Das sind aktuell auch Wohnungstermine in denen wir die Kruscht-Ecken so nach und nach sortieren.

Der Termin für morgen wurde abgesagt da die Tochter im Krankenhaus liegt und er die Begleitperson ist.

Diesen Termin soll aber der zweite Betreuer übernehmen.

Der hat mich dann heute angerufen um zum einen den Termin für morgen zu vereinbaren aber vor allem um mir mitzuteilen dass er zum ersten 12 aufhört.

Übernehmen soll der der die Krankheitsvertretung für ihn übernommen hatte.

Das geht für mich aber nicht weil der keine Wohnungstermine machen möchte, er möchte gar nichts in der Wohnung machen.

Durch Corona gibt es aber im Moment kaum Termine außerhalb der Wohnung und das möchte ich auch weiterhin so handhaben.

Hingegen wären Wohnungstermine dringend mehrere nötig, damit ich hier endlich mal wirklich Grund in der Wohnung ist, und ich diesen auch halten kann.

Das da ohne Rücksprache mit mir einfach ein Betreuer festgelegt wird lasse ich mal außen vor.

Fakt ist, dass selbst wenn er sich jetzt bereit erklären würde in der Wohnung was zu machen, ich das nicht hinbekomme. Denn ich weiß ja dass er das gar nicht möchte.

Ich habe schon genug Probleme die Wohnungstermine anzunehmen, wenn ich weiß dass da jemand das eigentlich nicht möchte Therme auf was ich auch sehr gut verstehen kann), bekomme ich das überhaupt nicht mehr auf die Reihe.

Der Betreuer kann mir auch nicht erzählen dass sich das erst jetzt entschieden hat wenn er doch nächste Woche schon aufhört. Entsprechend bin ich im Moment einfach auch sauer, dass mir das so kurzfristig einfach übergestülpt wird. Zumal bekannt ist das der, der übernehmen soll, keine Wohnungstermine machen möchte und auch in der Vertretungszeit, die ja immerhin auch über 6 Wochen war, keine gemacht hat.

Gestern war ich mit dem der freitags die Termine macht beim boostern Punkt da hatten wir noch darüber gesprochen, dass ich hoffe, dass jetzt endlich wieder mehr Stabilität in die Btreuungstermine kommt.

Dass das Kind plötzlich ins Krankenhaus muss kann keiner vorhersehen und er ist auch sicher kein Thema. Das aber auch er offensichtlich nichts vom Weggang des zweiten Betreuers wusste, finde ich auch ihm gegenüber unfair.

Ich hoffe und bete, dass sich da jetzt ein zweiter Betreuer findet mit dem ich gut klar komme, der auch kein Problem mit den Wohnungsterminen hat und hoffentlich auch zuverlässiger ist als der bisherige.

In die fehlende Struktur durch Wegfall der Buchbinderei, regelmäßiger Therapietermine, Arzttermine und so weiter, hat hier schon genug Schaden angerichtet.

Entsprechend wäre es noch wichtiger dass wenigstens die Betreuungstermine gut klappen.

Im Moment hebelt mich diese Situation leider gerade wieder aus.

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dies und das

Das geführte Ernährungstagebuch zeigte dass ich in der Regel zwischen 1300 und 1500 Kilokalorien liege, was an sich nichts Neues ist. So ist es schon eine geraume Weile und ich bin gespannt auf die Detail-Auswertung.

Leider habe ich den Hund nur noch bis morgen. Das ist einerseits sehr traurig, andererseits vielleicht für meine Achillessehne auch mal ganz gut.

Am Mittwoch werde ich geboostert. Da ich meinen Hausarzt schon eine Weile nicht erreiche, habe ich mich entschieden mit dem Betreuer ins Impfzentrum zu fahren.

Morgen wird mir viel Blut abgenommen. Es sollen alle Werte inklusive Nährstoffe und Vitamine überprüft werden.

Nächste Woche werde ich vor meinem Termin in der Adipositas Ambulanz die Werte abholen um sie dort besprechen zu können.

Wiederum eine Woche später habe ich meinen Arzttermin und hoffe sehr dass dieser sich bereit erklärt, eine Stellungnahme für die Krankenkasse zur weiteren Übernahme der Fahrtkosten zu schreiben.

Allerdings möchte ich schon versuchen ein bis zweimal die Woche mit dem Rad in die Stadt und im Anschluss nach Hause zu fahren. Als Übung sozusagen.

Theoretisch hoffe ich dass ich auch wenn der Hund wieder weg ist, es trotzdem schaffe eine Runde rauszugehen. Leider ist das ja immer ein Problem aber vielleicht schaffe ich es mit Hilfe des Rades. Mal sehen.

Insgesamt geht es mir psychisch im Moment relativ gut, körperlich ist es etwas schwieriger. Auf der einen Seite bin ich so viel fitter und kann daher auch sehr viel aktiver sein, auf der anderen Seite zicken Achillessehne und manche Gelenke doch sehr.

Der Körper ist so viel Aktivität schlicht nicht mehr gewohnt. Diese möchte ich aber auf jeden Fall beibehalten.

Von der Pia werden mir weiterhin die Stellungnahmen meines früheren Therapeutin verweigert. Das werde ich nun meiner gesetzlichen Betreuerin übergeben, zur Not werden wir einen Rechtsanwalt einschalten müssen.

In der Pia sind ja auch noch persönliche Gegenstände von mir, diese werde ich jetzt noch mal beim letzten Therapeuten anfordern und sehen ob er sie schickt, wenn nicht geht auch das an den Rechtsanwalt.

Das blöde daran ist, dass ich somit diese ganze Geschichte nicht wirklich abschließen kann, weil immer noch irgendwie Kontakt besteht. Auch wenn dieser über Dritte läuft.

 

 

 

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Luft ist raus

Irgendwie ist hier die Luft raus. Das Schreiben, das früher für mich so wichtig war um was zu sortieren oder einfach abzuhaken – ist grad einfach nicht.

Es ist ein in den Tag hinein leben, die Zeit halt rumkriegen und das Beste draus zu machen.

Ich arbeite dran fitter zu werden und mit dem Rad unabhängiger. Dann versuche ich die finanzielle Situation zu klären (da sind wir dran, im Moment warten wir auf Antwort vom Amtsgericht) und dann hoffe ich, dass sich die Betreuungssituation etwas stabilsiert – denn auch in der Wohnung muss es besser klappen.

Das sind die drei Bedingungen, die ich mir gestellt habe, bevor hier das Thema Assistenzhund konkret angegangen werden kann.

Hätte nichts dagegen wenn der Winter ausfiele – weil der bei der Fitness grad etwas im Weg ist. Klar kann ich an der Grundfitness auch drinnen arbeiten, aber am den Berg hochkommen eben nicht wirklich und da hab ich schon etwas Schiss, dass mir das zum Verhängnis wird.

Was das Gewicht angeht – es sind nach wie vor 20 Kilo – ich bin um Welten fitter, halte mich an alle Vorgaben, die Heißhungerattacken sind dank Erhöhung der Flüssigkeitszufuhr wieder weg und im Großen und Ganzen läuft alles soweit – bis auf die Abnahme.

Da stehen jetzt eben nochmal genaues Ernährungsprotokoll an (mach ich ja eh), nächste Woche gibt es dann eine ausführliche Laborkontrolle (mir wirklich allen Werten) und eine Woche drauf dann den Termin in der Adipositasambulanz – dann wird sich hoffentlich klären woran es hakt.

Diese Woche steht morgen Schwimmen an, Mittwoch Physio (und zwar mit dem Rad hin und retour), Donnerstag und Freitag sind Wohnungstermine und am Wochenende muss ich dann leider den Hund wieder abgeben.

Solange das Wetter mitspielt (also nicht glatt) möchte ich dann das mit dem Rad 3x die Woche hinkriegen – soweit zumindest der Plan. Mal schauen.

Außerdem möchte ich den Hausarzt endlich erreichen (irgendwie ist das wohl grad wieder schwierig) und mich für die Boosterimpfung anmelden.

 

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dies und das

Es ist grad ruhig hier, was daran liegt, dass ich tatsächlich den Laptop kaum noch nutze und über Handy zu schreiben zu anstrengend ist.

Nach wie vor geht es soweit ganz gut. Der Hund tut einfach gut, bietet Struktur und Fitness, beides tut einfach nur gut und ich genieße es sehr.

Dass ich gestern mit dem Rad nach Hause kam, war einfach nur toll – aber mir ist auch klar, dass das nicht gleich bedeutet, dass ich nun mobil bin.

Denn es reizt durchaus die Grenzen noch aus (also viel mehr geht auch nicht, Schwimmen oder ähnliches wäre nicht mehr schaffbar und Termine hängen davon ab wo und wie lange und welcher) und in Hinblick darauf, dass der Winter vor der Tür steht und dann fahren wieder wegfällt – und das rausgehen wegen der Fallangst ja auch“ – naja holt mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Was das Gewicht angeht – seit gut 2 Monaten tut sich da nichts mehr. Ende November werden alle Werte gecheckt und eine Woche drauf hab ich dann den Termin in der Adipositasambulanz – dann müssen wir weiter sehen.

Verstehen kann es aktuell keiner, mich frustet das nach wie vor, aber durch die Erhöhung der Flüssigkeitsmenge sind wenigstens die Heißhungerattacken quasi weg (die hormongesteuerten mal außen vor gelassen).

Psychisch geht es mir aber relativ gut. Flashbacks und Co krieg ich gut in den Griff, die Kraft reicht in der Regel für den Tag und Panikattacken und Angstzustände sind dank Hund weniger geworden.

Die Struktur stabililisiert und das Rausgehen genieße ich ja eh, schaffe es nur alleine (auch nach wie vor leider) nicht. Mit Hund ist es kein Problem.

Die Wohnung – naja – klappt nicht so wirklich – da merke ich dann halt doch, dass Hund und Bonsai-Tiger für Chaos sorgen und ohne Hilfe (Betreuer) schaff ich es nicht wirklich. Das wiederum war in letzter Zeit nicht wirklich regelmäßig, was sich aber hoffentlich in den nächsten Wochen wieder einpendelt. Dann sollte das auch klappen.

Finanziell – naja wir arbeiten dran. Ich hab mich entschieden das der gesetzlichen Betreuung zu übergeben und wir warten da noch auf das Ok vom Amtsgericht.

Renten usw gehen dann auf ein Konto, auf das ich dann keinen Zugriff mehr habe. Alle Fixkosten (auf das Jahr umgerechnet) gehen dann auch von diesem Konto ab und was über ist, wird mir auf „mein“ Konto überwiesen, über diesen Betrag kann ich dann frei verfügen.

Das letzte Jahr hat mir gezeigt, dass ich mich da nicht drauf verlassen kann, das nicht für selbstschädigendes Verhalten zu nutzen.

Es ist für mich jetzt einfach ein Sicherheitssystem. Auch wenn ich das schon seit ner Weile wieder gut hinbekomme, hat das letzte Jahr gezeigt, dass ich mich eben dann nicht melden kann, wenn es nicht geht – alos möchte ich da auf Nummer sicher gehen.

Auch in Hinblick darauf, dass ich ja irgendwann dann wirklich einen Hund hier einziehen lassen möchte und dessen Ausbildung nicht billig ist. Es wird eh noch lange dauern, bis das für mich finanziell machbar sein wird, das will ich einfach nicht wieder gefährden.

Der Schritt mag drastisch wirken, er mag vielleicht auch unnötig sein, mir gibt er aber eine gewisse Sicherheit, dass es nicht wieder so eskalieren kann/wird, wie es letztes Jahr passiert ist. Die Folgen vom letzten Jahr hab ich eh noch einige Jahre zu tragen.

Auch wenn jetzt wieder Stabilität da ist – keiner kann garantieren dass das so bleibt und ich wollte mir da die Möglichkeit mir damit wieder langfristig zu schaden (und darum ging es letztes Jahr ja) einfach blockieren.

Es fühlt sich nach wie vor als richtige Entscheidung an und wie gesagt – wenn ich das mit dem Hund durchziehen will, muss das auch irgendwie finanzierbar sein – dazu muss ich einiges ansparen, da ich mit laufenden Kosten zwar Futter usw hinbekäme, aber kein Hundetraining (und das ist richtig teuer).

Ein Ziel auf das ich hinstrebe und hoffe, dass es bald in erreichbare Nähe rutscht. Bis dahin werde ich mir wohl häufiger die Trulla ausleihen und hoffen, dass sie durchaus auch länger mal bei mir sein kann.

Dazu kommt der Winter – bei Schnee, Eis, Glätte usw – kann ich nicht raus – in der Zeit kann ich die Trulla nicht nehmen, weil sie sich auch nicht über Bälle jagen oder so auslasten lässt. Das wäre für „meinen“ Hund dann wichtig, dass ich den eben auch ohne lange Spaziergänge bei Schnee und Eis auspowern kann (und für eine länger Hunderunde dann jemand mitgeben könnte, gibt ja viele Hundebesitzer, die ihn sicher dann mitnehmen würden, dazu muss er aber auch mitgehen).

Wegen dem wenig hier schreiben muss sich grad keiner Sorgen machen, es geht mir wirklich recht gut und ich genieße die Zeit mit Hund und Bonsai-Tigern. Der Alltag ist aber auch „langweilig“ – weil quasi Tag für Tag das selber passiert – das macht dann das Schreiben hier auch schwieriger.

DAzu kommt, dass es immer auch eine Art Therapietagebuch für mich war und Therapie findet nicht statt – auch die Angsttraining sind grad nicht regelmäßig. Schwerpunkt liegt grad auf Hunderunden, Betreuungstermine (mit dem Versuch hier in der Wohnung wieder hinter her zu kommen) und einfach Real-Life.

Mir fehlt der Kontakt nicht – eher im Gegenteil – ich genieße es für mich zu sein. Durch Hund hat man automatisch eh mehr Kontakte draußen und das ist auch ok so – aber ich genieße auch die Zeit für mich.

Im Moment ist das grade richtig so wie es ist.

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geschafft!

Heute das erste mal mit dem Rad nach Hause gefahren, bis auf das letzte Bergstück, ging es soweit ganz ok.

Möchte jetzt mind. einmal die Woche hoch fahren, hin und zurück wird schon ne Herausforderung.

 

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WMDEDGT 11/21

Jeden 5. des Monats fragt Frau Brüllen in die Runde: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“

Das nutz ich gleich mal als Gelegenheit mal wieder zu Schreiben.

Vorneweg – mir geht es soweit ganz gut. Bedeutet: ich komme gut klar, kann mit Flashbacks und Co gut umgehen und lebe halt meinen Alltag.

Der ist seit einiger Zeit etwas anders als sonst, weil ich einen Hund in Pflege habe.

Für mich ein Glücksfall, weil damit klar wurde, dass hier irgendwann einer einziehen wird.

Denn mit Hund bin ich deutlich stabiler, es gibt zwangsläufig eine Tagesstruktur und körperliches Training und alles davon tut mir deutlich gut.

Daher darf der Hund auch in Absprache mit der Besitzerin noch etwas  bleiben.

Der Hund macht aber auch den Alltag hier eben „eintönig“ (was für mich ja gut ist).

Heute also:

Gegen halb eins das erste Mal wach, eine Folge einer Serie geschaut, versucht wieder zu schlafen, dann doch nochmal weiter geschaut und gegen halb drei dann wieder eingeschlafen.

Zwischen sieben und acht stehen wir dann auf – das hat sich so eingebürgert, weil ich nachts eigentlich immer ein oder zwei längere Schlafpausen habe.

Wir rütteln uns alle einigermaßen zurecht, die Bonsai-Tiger bekommen offene Türen und der Hund und ich gehen die erste, meist nicht allzulange, Runde. Länger wird die nur, wenn wir Hundekumpels treffen, ansonsten hat der Hund Hunger und will doch lieber schnell wieder rein.

Danach gibts Futter für den Hund, die Bonsai-Tiger werden ins Wohnzimmer gescheucht und nach dem Fressen zieht der Hund hinterher.

Hund und DonChaos sind gute Freunde und stellen dann gern mal die Wohnung auf den Kopf. Sind halt beide noch sehr jung und haben nur Flausen im Kopf.

Dann mach ich was zu Essen und schaue die ein oder andere Folge oder lese im Internet oder recherchiere für einen Produkttest oder was Assistenzhunde für PTBS angehen usw.

Mittags gibt es meist ein Schäferstündchen, manchmal schlafend, manchmal einfach nur warm eingemummelt im vorgewärmten Bett ruhend. Davor gibt es manchmal noch eine Hunderunde – je nachdem wie das Wetter und die Laune von Hund und mir ist – der Hund ist nämlich definitiv ein Couchpotato und mag es nur sehr kuschelig warm und warum das Bett verlassen, dass ja so kuschelig ist, wenn es draussen nicht mindestens sonnig und warm ist.

Ohne Runde ist das Schäferstündchen halt ein bisschen eher .

Danach klingeln wir den Nachbarn an, der uns auf der großen Hunderunde begleitet. Die geht durch den Wald und ich bin so froh, dass das wieder geht, dass ich das auch wieder schaffe – wenn auch oft noch „Bankl hupfend“ – also von Sitzbank zu Sitzbank wandernd.

Im Wald ist auch der Hund einfach nur glücklich und wenn wir dann noch Hundekumpel treffen – ist es sowieso perfekt.

Irgendwann kommen wir wieder zu Hause an und ich muss mich erstmal ausruhen, während Hund und Bonsai-Tiger wieder durch die Wohnung toben und schauen, was man noch so anstellen kann.

Irgendwann kommen alle bis auf mein Öhmchen ins Schlafzimmer. Das ist dann die Kuschelzeit für die Bonsai-Tiger-Oma hier, die ja nicht zu kurz kommen soll. Die genießt das auch sehr und irgendwann hat sie genug und ich wander zum Rest der Bande.

Die Bonsai-Tiger werden gefüttert, das Öhmchen  bekommt ihre Medis, Wassernäpfe werden gereinigt und aufgefüllt und das gröbste Chaos beseitigt und wir liegen dann zu viert im – wieder vorgewärmten – Bett und läuten das Abendritual ein – zwei Quizsendungen und dann noch ein oder zwei Folgen einer Serie.

Dann gibt es die letzte Hunderunde, die meist auch eher kürzer ausfällt – bevor wir alle im Bett schlafen.

 

Sonst passiert nicht wirklich viel – daher ist schreiben dann irgendwie – langweilig? Weil ja immer das gleiche irgendwie.

Jedenfalls – mir geht es soweit gut – der Hund stabilisiert sehr, die Panikattacken sind deutlich weniger, meine Skills funktionieren gut und tja – statt irgendwann zuviel, hilft mir der Hund wider Erwarten sehr. Daher ist das für mich ein Glücksfall, dass ich ihn so lange haben darf.

 

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Wochenanfang

Die Sorgen um die mir lieben Menschen reissen nicht ab. Ich kann nur da sein, zuhören, Arztbriefe übersetzen und damit etwas Realität rein bringen, beten und Lichter anzünden und viel Kraft wünschen.

Erste Todestage nähern sich – dazu die Erinnerung an letztes Jahr und die dunkelsten Stunden und deren Folgen.

Trotzdem geht es eigentlich soweit ganz gut. Der Hund stabilisiert doch deutlich und ab heute werde ich versuchen sie auf Hundepfeife zu konditionieren, in der Hoffnung, dass sie dann auch irgendwann mit Ablenkung/Panik abrufbar zu bekommen. Der Nachbar will dabei helfen – also mal schauen.

Ich freu mich auf die Arbeit mit ihr und hoffe natürlich, dass es relativ gut klappt und sie somit etwas mehr Freiheit bekommen kann, zumal ich selbst mit großen Hunderunden sie schlicht nicht auspowern kann – dazu muss sie einfach auch mal ein Stück frei laufen können (da geht sie dann auch ab wie Speedy). Von daher bin ich gespannt.

Sonst so: seit ich bei Heißhunger eine Buttermilch trinke, ist das fast kein Thema mehr. Gott sei Dank – das mit dem Flüssigkeitsmangel könnte also wirklich der Grund gewesen sein. Am Gewicht tut sich da natürlich noch nichts, aber ich trinke aktuell ein bis zwei Becher (also je 500ml) Buttermilch und insgesamt fühl ich mich damit besser. Gewicht werde ich dann Ende nächster Woche sehen.

Irgendwie ist mein Suppenhunger grad nicht wirklich vorhanden. Daher eben mein Kompromis mit der Buttermilch. Muss nur schauen, dass ich die dann auch ausreichend zu Hause habe.

Der Flummi hat leider schon wieder Herpes an der Lippe. Das L-Lysin hasst er und so muss ich erstmal wieder abwarten und schauen, wie ich das in die Katze kriege (über Futter gestreut oder untergemischt ist nicht wirklich der Hit hier). Gott sei Dank ist es kein Problem, wenn die anderen das auch mit kriegen – so geht es einfacher.

Der Bedarf an Leberwurst ist aber hier grad extrem gestiegen, das mögen nämlich alle super gern – also wird der Hund damit trainiert, der Katze damit das L-Lysin untergejubelt und die anderen damit auch entsprechend versorgt.

Fürs Training hab ich aber sicherheitshalber dann doch auch speziell Leberwurst für Hunde bestellt, da ist dann die Menge doch etwas größer.

Diese Woche steht sonst an:

morgen wieder Schwimmen (freu mich total drüber), Mittwoch Rad und Physio, Donnerstag und Freitag jeweils Wohnungstermin.

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Lichtermeer

Ich mach mir Sorgen um mir sehr lieb gewonnene Menschen. Irgendwie fallen die grad alle der Reihe nach um und teilweise geht es ihnen sehr schlecht. Körperlich und psychisch, mal mehr das eine, mal mehr das andere.

Viel kann ich nicht tun, da sein, zu hören und helfen soweit es in meinen Möglichkeiten liegt, aber das ist nur ein Tropfen auf einen heißen Stein.

Ich würde so gerne mehr tun, wünsche mir einen Zauberstab, der alles wieder gut und heile macht.

Bei mir nähern sich die Jahrestage, die letztes Jahr die dunkelste Zeit meines Lebens ausgemacht hatten. Im Moment sehe ich denen noch relativ gelassen entgegen – ich bin tatsächlich einigermaßen stabil grad. Ich bin dankbar – denn ich erinnere mich noch gut an diese dunkle Zeit und wünsche das niemanden Und ja – der Hund hilft dabei.

Deshalb darf ich sie auch noch ein bisschen behalten, wofür ich sehr dankbar bin.

Hier brennen wieder viele Kerzen, mit Wünschen – vor allem die nötige Kraft für all die Lieben, die grad arg zu kämpfen haben oder grad das Licht nicht wirklich sehen können – als Zeichen, dass es dennoch noch da ist und auch wenn sie es grad nicht am Leben halten können – es Menschen gibt, die das gerne für ne Weile übernehmen.  In der Hoffnung, dass es einen Weg weisst – der sie selbst aus den dunklen Zeiten wieder heraus führt.

Und ich wünsche auch Mut und Durchhaltevermögen – aber vor allem eben die nötige Kraft und das Aushalten können, dass das nach vorne schauen wieder Mut macht und nicht nur Überforderung, Angst oder Hoffnungslosigkeit auslöst.

Die Kerzen mehren sich und ich werde sie hüten – so lange es nötig ist.

 

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und weiter

Hatte dann auch an die Adipositasambulanz geschrieben und da den einen oder anderen Tipp bekommen. Am Stimmigsten klingt das mit zu wenig Flüssigkeit, denn ich hab zwar die Trinkmenge beibehalten, aber tatsächlich kaum Suppen oder Mahlzeiten mit mehr Flüssigkeit gegessen, es könnte daher einfach zu wenig gewesen sein, damit Niere und Leber wirklich gut arbeiten können und somit den Stoffwechsel auch am Laufen halten.

Da werde ich jetzt erstmal deutlich bewusster drauf achten und ic hhoffe, dass es sich dann wieder einpendelt.

Außerdem war die Psyche (ob ich den Schutzpanzer evt brauche oder mir weniger Gewicht Angst macht – das kann ich ziemlich ausschließen, weil ich mich echt drauf freue und da gar keine Angst hab) und die Frage nach Lipödem (weiß ich nicht, war mal im Gespräch, aber dann hieß es, es sei im Endeffekt eh egal, weil zu schwer ist zu schwer) Thema und ich bin wieder sehr froh, dass ich die im Hintergrund habe und man sich da wirklich immer melden kann, ohne dass man sich blöd vorkommen muss.

Dann bin ich mit der gesetzlichen Betreuung die finanzielle Situation angegangen – es wird konkreter und ich hab mich jetzt dazu entschieden, dass ich da mehr Unterstützung möchte und das ist bereits beantragt. Im Klartext heißt das dann, dass ich nur noch auf ein Konto direkt Zugriff habe (den auch völlig frei), Rente und Fixkosten jeweils aufs/vom anderen Konto automatisch ein-/ausgehen und ich somit den Betrag auf dem anderen Konte wirklich zur freien Verfügung habe.

Ich hab mich da letztes Jahr wirklich sehr reingeritten und auch wenn ich es mittlerweile wieder hinbekomme, will ich diese Angst nicht mehr haben, dass ich da wieder in dissoziativen Zuständen Mist baue.

So habe ich dann einfach ein Konto, über das ich mir keinen Kopf machen muss, weil alle Kosten da schon abgezogen sind und das Geld hab ich dann einfach zur Verfügung und wenns leer ist, ist es leer.

War etwas schwierig, weil ich es jetzt ja wieder hinkriege, aber ich will einfach der Möglichkeit, da wieder irgenwie Mist zu bauen, einfach zumachen – geht dann einfach nicht mehr.

Außerdem wird dann auch der Mist vom letzten Jahr nicht immer weitergetragen, sondern soweit geklärt, dasss ich mir auch da keinen Kopf mehr machen muss.

Der Kredit (vom Rad) wird weiter abbezahlt und wenn der erledigt ist, kann ich mich evt um die Finanzierung eines Assistenzhundes kümmern.

Das Schwierigste war dabei für mich, dass ich diese Hilfe wollte, aber das Gefühl hatte, dass ich es mir damit einfach mache, weil es anders ja auch wieder ging. Es hat gedauert bis ich mir eingestehen konnte, dass Hilfe nicht nur im äußersten Notfall da ist, sondern auch um diesen Notfall gar nicht erst eintreten zu lassen. Denn dummerweise geht es dann ja nicht so schnell das um zu stellen.

Wann das wirklich umgestellt wird muss ich schauen – das läuft ja übers Amtsgericht und mein Arzt muss da ein Gutachten zu schreiben und der ist erstens grad im Urlaub und zweitesn wird er mich dann erstmal anrufen, was er da überhaupt schreiben soll.

Aber ich merke die Erleichterung, dass ich das jetzt angeleiert habe. Das letzte Jahr, bzw mein extrem destruktives Verhalten, hat mich sehr verunsichert und bereitet mir bis heute Schwieigkeiten – nicht nur wegen der Rückzahlung, sondern auch die Angst, dass es wieder so eine Phase gibt, dass ich wieder alles gefährde oder Mist baue.  Hab da ja letztes Jahr auch nicht mit gerechnet.

Verantwortung übernehmen. Hinschauen und nicht ignorieren und Kopf in den Sand stecken oder mich auf Rückzahlungen einlassen, die einfach gar nicht realistisch sind, weil ich nun mal auch was essen oder die Miete zahlen muss.

Es ist richtig so.

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Frust

Die Schlauchmagen-OP ist ein halbes Jahr her.

Bisher hab 20 Kilo abgenommen. Aber ich bin deutlich fitter – bin wieder ohne Rollator und auch die Krücke brauch ich nur noch nach dem Schwimmen (vermutlich ist das sogar mehr ne Kopfsache) oder wenn ich wirklich sehr lange (tagsüber) unterwegs bin. Hunderunden gehen ohne.

Soweit so gut.

Was mich total frustet ist, dass ich seit 7. September eigentlich nicht mehr abgenommen habe. Ich schwanke um die 2-3 Kilo (hab ich schon immer) und das wars. An Essensregeln halte ich mich nach wie vor und ich dachte, grade mit Hund mach ich ja deutlich mehr und da müsste sich dann schon was bewegen auf der Waage. Pustekuchen.

Auch fitter werde ich seit drei Wochen nicht mehr – immerhin wird es auch nicht schlechter.

Dazu kommen seit ner Weile extreme Heißhunger und  generell eher das Gefühl hungrig zu sein – wenn ich was esse bin ich nicht satt, sondern halt voll – bisschen später könnte ich dann schon wieder.

Vielleicht liegt es am Trinken und ich bin nicht hungrig sondern durstig (da merke ich generell eher wenig Unterschied), aber was zu Trinken lindert es nicht wirklich, daher weiß ich nicht recht. Aber klar ist: ich trinke zu wenig und muss da mehr drauf achten.

Ist schwierig, weil es grad wieder mehr in „reinzwingen“-Richtung tendiert. Normalerweise gehen bei dem Wetter Suppen gut, aber auch das klappt grad nicht wirklich.

Eiweiss könnte sicher mehr sein, aber die Grundmenge krieg ich schon hin – wenn auch über Eiweiss-Eis (entweder mein Eiweissbrei aus Sauerkirschen, Bananen und viel Eiweisspulver oder Fruchteiweisspulver in Wasser gelöst und eingefroren).

Im Moment ist es einfach nur Frust – und ich merke dass sich Gedanken einschleichen wie „eh egal“, wenn ich gegen Heißhungerattacken ankämpfe oder eben zwischen den Mahlzeiten noch keine 4 Stunden liegen oder ähnliches. Im Moment kontrolliere ich das von „außen“ – sprich ich kaufe nichts ein, was ungut wäre, packe nicht mehr auf den Teller als eben für eine Mahlzeit ok ist und achte sehr bewusst auf das was ich esse.

Die Mengen usw kontrolliere ich aber über den Verstand, weil ich mich nicht auf ein „satt“-Gefühl verlassen kann und auch das „voll“ leider grade nicht zuverlässig funktioniert und dann plötzlich doch mehr gegessen als gut wäre (was sich dann in Beschwerden  zeigt, weil halt der Magen nur eine best. Menge aufnehmen kann – überfressen kennt wohl fast jeder).

Es ist grad einfach nur frustig.

 

Nachtrag: natürlich mach ich weiter und halte mich weiter an alles usw – ich bin ja nicht blöd und gefährde wieder alles – aber der Frust musste jetzt einfach mal raus.

Im Moment fehlt die Therapie doch sehr, was noch mehr Frust macht, weil die PIA mir immer noch keine Stellungnahmen oder ähnliches geschickt hat und ich mich daher  bei der anderen nicht anmelden kann. Was auch bedeutet – für die nächste Fahrtkostenverlängerung (die muss im Dez beantragt werden) hab ich niemanden, der mir die entsprechende Stellungnahme schreibt – wieder Frust.

 

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