dies und das

Es ist grad ruhig hier, was daran liegt, dass ich tatsächlich den Laptop kaum noch nutze und über Handy zu schreiben zu anstrengend ist.

Nach wie vor geht es soweit ganz gut. Der Hund tut einfach gut, bietet Struktur und Fitness, beides tut einfach nur gut und ich genieße es sehr.

Dass ich gestern mit dem Rad nach Hause kam, war einfach nur toll – aber mir ist auch klar, dass das nicht gleich bedeutet, dass ich nun mobil bin.

Denn es reizt durchaus die Grenzen noch aus (also viel mehr geht auch nicht, Schwimmen oder ähnliches wäre nicht mehr schaffbar und Termine hängen davon ab wo und wie lange und welcher) und in Hinblick darauf, dass der Winter vor der Tür steht und dann fahren wieder wegfällt – und das rausgehen wegen der Fallangst ja auch“ – naja holt mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Was das Gewicht angeht – seit gut 2 Monaten tut sich da nichts mehr. Ende November werden alle Werte gecheckt und eine Woche drauf hab ich dann den Termin in der Adipositasambulanz – dann müssen wir weiter sehen.

Verstehen kann es aktuell keiner, mich frustet das nach wie vor, aber durch die Erhöhung der Flüssigkeitsmenge sind wenigstens die Heißhungerattacken quasi weg (die hormongesteuerten mal außen vor gelassen).

Psychisch geht es mir aber relativ gut. Flashbacks und Co krieg ich gut in den Griff, die Kraft reicht in der Regel für den Tag und Panikattacken und Angstzustände sind dank Hund weniger geworden.

Die Struktur stabililisiert und das Rausgehen genieße ich ja eh, schaffe es nur alleine (auch nach wie vor leider) nicht. Mit Hund ist es kein Problem.

Die Wohnung – naja – klappt nicht so wirklich – da merke ich dann halt doch, dass Hund und Bonsai-Tiger für Chaos sorgen und ohne Hilfe (Betreuer) schaff ich es nicht wirklich. Das wiederum war in letzter Zeit nicht wirklich regelmäßig, was sich aber hoffentlich in den nächsten Wochen wieder einpendelt. Dann sollte das auch klappen.

Finanziell – naja wir arbeiten dran. Ich hab mich entschieden das der gesetzlichen Betreuung zu übergeben und wir warten da noch auf das Ok vom Amtsgericht.

Renten usw gehen dann auf ein Konto, auf das ich dann keinen Zugriff mehr habe. Alle Fixkosten (auf das Jahr umgerechnet) gehen dann auch von diesem Konto ab und was über ist, wird mir auf „mein“ Konto überwiesen, über diesen Betrag kann ich dann frei verfügen.

Das letzte Jahr hat mir gezeigt, dass ich mich da nicht drauf verlassen kann, das nicht für selbstschädigendes Verhalten zu nutzen.

Es ist für mich jetzt einfach ein Sicherheitssystem. Auch wenn ich das schon seit ner Weile wieder gut hinbekomme, hat das letzte Jahr gezeigt, dass ich mich eben dann nicht melden kann, wenn es nicht geht – alos möchte ich da auf Nummer sicher gehen.

Auch in Hinblick darauf, dass ich ja irgendwann dann wirklich einen Hund hier einziehen lassen möchte und dessen Ausbildung nicht billig ist. Es wird eh noch lange dauern, bis das für mich finanziell machbar sein wird, das will ich einfach nicht wieder gefährden.

Der Schritt mag drastisch wirken, er mag vielleicht auch unnötig sein, mir gibt er aber eine gewisse Sicherheit, dass es nicht wieder so eskalieren kann/wird, wie es letztes Jahr passiert ist. Die Folgen vom letzten Jahr hab ich eh noch einige Jahre zu tragen.

Auch wenn jetzt wieder Stabilität da ist – keiner kann garantieren dass das so bleibt und ich wollte mir da die Möglichkeit mir damit wieder langfristig zu schaden (und darum ging es letztes Jahr ja) einfach blockieren.

Es fühlt sich nach wie vor als richtige Entscheidung an und wie gesagt – wenn ich das mit dem Hund durchziehen will, muss das auch irgendwie finanzierbar sein – dazu muss ich einiges ansparen, da ich mit laufenden Kosten zwar Futter usw hinbekäme, aber kein Hundetraining (und das ist richtig teuer).

Ein Ziel auf das ich hinstrebe und hoffe, dass es bald in erreichbare Nähe rutscht. Bis dahin werde ich mir wohl häufiger die Trulla ausleihen und hoffen, dass sie durchaus auch länger mal bei mir sein kann.

Dazu kommt der Winter – bei Schnee, Eis, Glätte usw – kann ich nicht raus – in der Zeit kann ich die Trulla nicht nehmen, weil sie sich auch nicht über Bälle jagen oder so auslasten lässt. Das wäre für „meinen“ Hund dann wichtig, dass ich den eben auch ohne lange Spaziergänge bei Schnee und Eis auspowern kann (und für eine länger Hunderunde dann jemand mitgeben könnte, gibt ja viele Hundebesitzer, die ihn sicher dann mitnehmen würden, dazu muss er aber auch mitgehen).

Wegen dem wenig hier schreiben muss sich grad keiner Sorgen machen, es geht mir wirklich recht gut und ich genieße die Zeit mit Hund und Bonsai-Tigern. Der Alltag ist aber auch „langweilig“ – weil quasi Tag für Tag das selber passiert – das macht dann das Schreiben hier auch schwieriger.

DAzu kommt, dass es immer auch eine Art Therapietagebuch für mich war und Therapie findet nicht statt – auch die Angsttraining sind grad nicht regelmäßig. Schwerpunkt liegt grad auf Hunderunden, Betreuungstermine (mit dem Versuch hier in der Wohnung wieder hinter her zu kommen) und einfach Real-Life.

Mir fehlt der Kontakt nicht – eher im Gegenteil – ich genieße es für mich zu sein. Durch Hund hat man automatisch eh mehr Kontakte draußen und das ist auch ok so – aber ich genieße auch die Zeit für mich.

Im Moment ist das grade richtig so wie es ist.

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