wie es ist

Die Abende, Nächte und Morgen sind schwierig. Die Nächte nach deutlicher Medikamentenerhöhung aktuell wieder ganz ok, hoffe nur das hält an und ist jetzt nicht nur die Anfangsnebenwirkung wegen der Erhöhung.

Tagsüber geht es aber, ich schaue viel Serien oder fern, vergrabe mich in Recherchen (da bietet ja die bariatrische OP quasi für einige Wochen genug Stoff, je nachdem wie tief man halt einsteigen will), versuche zu organisieren (nutze ja zum Beispiel als kalorienfreien „Geschmack“ Instick und da sind die Milchsorten eben für mind 500ml und die anderen für mind 700 – 1000ml – je nach Sorte – nach OP sind das ja viel zu große Mengen, also hab ich kleine Zentrifugenröhrchen und wiege die verschiedenen Sorten erstmal je für ca 100ml ab – naja – nicht ca – der innere Monk will es dann doch sehr genau usw und weil ich schon dabei bin, kann ich auch gleich das Eiweispulver in Tagesrationen packen und überhaupt und sowieso – man merkt: Beschäftigungstherapie de luxe) und verteilen und planen (z.Bsp wie ich auf genug Eiweiss komme, satt werde und trotzdem unter 1000kcal/Tag bleibe – von daher versuche ich grad Mahlzeiten zu generieren, die quasi immer die selbe Kalorien haben und ich dann in den 14 Tagen vor OP nur noch eben etwas daraus wählen muss oder so – inkl Bedenken, dass eben auch die Eiweissmenge dann stimmt (was mit Pulver ja anpassbar ist und ja ich hab tatsächlich dank der Proben von der Adipositasambulanz eins gefunden, dass geschmacksneutral ist).

Dann geht es um die Fahrtkosten – Anträge müssen gestellt werden, Fragen geklärt. Denn nach OP wird es erstmal mehr Kontrolltermine geben und die müssen geklärt werden. Außerdem kann ich mich woanders erst nach Therapiealternativen umschauen, wenn die Fahrtkosten unabhängig von der PIA übernommen werden – also generel für Arzttermine. Das steht zwar eigentlich auf der Genehmigung auch drauf, aber wie vermutet, war das ein Fehler und gemeint war halt doch nur die PIA.

Erweiterungsantrag stellen, evt. Widerspruch, evt Widerspruch mit Anwalt und naja- halt schauen wie es bis dahin anders geregelt werden kann.

Denn durch den Wegfall der PIA, werden es mehr Termine bei meinem Arzt (da bin ich sonst ja nur alle 2-3 Monate, aber der muss jetzt die psychologische Anbindung wegen OP übernehmen und somit muss ich da häufiger hin – das können die Betreuer nicht abfangen).

Immerhin: die Impfung ist nicht in Gefahr. Da gelten eh andere Bedingungen – und für den stationären Aufenthalt auch – inwieweit da die Nachsorgetermine übernommen werden, müssen wir auch noch klären.

Der Wechsel des gesetzlichen Betreuers macht sich grad deutlich bemerkbar, weil die neue das alles gar nicht mitbekommen hat und entsprechend auch gar nicht weiß wann was wo beantragt und durchgekämpft worden ist.

Abgesehen davon seit drei Tagen heiser und Halsschmerzen, aber sonst fit.

Wie es hier weitergeht – weiß ich nicht. Im Moment gibt es nicht täglich was zu schreiben – ich gehe ins Bett, mit viel medikamentöser Unterstützung schlafe ich, stehe morgens auf, hab da sehr zu kämpfen, bis ich mich in fremde Welten flüchte (Fernsehen, Serien, Recherchen usw) – das geht bis zum Abend, mal mit kleineren, mal mit größeren Tiefs über Tag, aber die gehen mit Ablenken ganz gut. Abends dann wird schwieriger, ich schau länger fern, bringe damit den Tag-/Nachtrhythmus noch mehr durcheinander, aber irgendwann greifen die Medis und ich schlafe – unruhig – aber immerhin.

Dann beginnt der neue Tag. Ich bin nicht wirklich da.

Das was da oben steht – hat sich seit dem letzten Eintrag ereignet – es wird also hoffentlich alle paar Tage mal was geben, aber ich kann und will mich aktuell nicht damit auseinander setzen wie es mir geht – was eigentlich für mich der Sinn eines Eintrages ist. Also werde ich keinen schreiben – und nur festhalten, was halt so passiert. Für später. Zum Nachlesen. Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass ich später von der jetzigen Zeit nicht mehr viel weiß. Dazu bin ich viel zu weit weg.

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