Montag

Großeinkauf. Der schon mal deutlich später als geplant startete, weil der Betreuer deutlich zu spät kam. Dazu dann wohl noch ein Missverständnis (ich dachte wir hätten 7.15 er 7.30 ausgemacht), so dass es für mich natürlich dann noch später war. Los kamen wir dann erst gegen acht.

Erst Endokrionologie Rezepte einsammeln und Sammelurin abgeben, dann zum Einkauf.

Körperlich bin ich ja schon ne Weile echt schlecht beinander, vor allem die Luft macht grad ziemliche Probleme. Entsprechend war der Einkauf sehr mühsam.

Wieder daheim haben wir erstmal alles weggeräumt, dann hab ich was gegessen und  dann nochmal 2 Stunden tief und fest geschlafen.

Sonst heute nicht wirklich viel – 2von3Bonsai-Tiger haben wieder gestutze Krallen.

Ja ich stutze die Krallen regelmäßig, bei der Kleinen Maus, weil ihre sonst mit der Spitze in ihre Ballen wachsen, bei den beiden Kleinen, weil die mich immer noch sehr als Lande- und Startbahn oder Klettermöglichkeit sehen – die etwas tieferen Furchen in meiner Haut der letzten Tage, machten deutlich, dass ich nicht die Wundheilung abwarten will/kann, das war nämlich der Grund, warum ich es noch nicht gemacht hatte, weil Don Caos findet das Krallen stutzen nämlich so richtig doof und muss da dann doch auch gut fest gehalten werden – wobei er heute total entspannt war und super mitgemacht hat – die Kleine Maus hat sich heute nicht locken lassen, aber da mach ich das die Tage mal.

Und ebenfalls ja – wir haben hier mehr als genug Kratzmöglichkeiten, die auch regelmäßig genutzt werden, was bei den Kleinen auch von der Länge funktioniert, aber ganz ehrlich – mir ist da meine Haut doch etwas wichtiger (sehe trotzdem immer aus, als wäre ich von einem Rudel attackiert worden) und daher werden auch bei denen die Spitzen regelmäßig gekappt. Bei denen daher sogar häufiger als bei der Kleinen Maus, die mich so gut wie nie kratzt.

Eine der Auffälligkeiten zwischen Katzen, die nie das Vertrauen in Menschen verloren haben und jenen, die da schon als Kitten schlechte Erfahrungen gemacht haben. Letztere sind nie groß auf mich gesprungen oder so – waren da immer sehr vorsichtig und laufen bis heute erstmal weg, wenn ich aufstehe.

Erstere kennen das nicht – da existiert man quasi nicht – wenn die Toben wollen, toben die auch über einen hinweg, wenn sie springen wollten, dann auch richtig und der Mensch ist halt einfach nur eine Start-/Landefläche wie alles andere auch. Nur halt „sicherer“, denn mit ausgefahren Krallen hat man da immer Halt.

Wie oft mir der Gnom schon auf Körper und Gesicht gesprungen ist, weil sie der Spielangel nachsprang oder Don Caos im Versuch, mir irgendwie auf den Kopf zu klettern, kann ich gar nicht mehr zählen.

Aber ich geniesse auch dieses Vertrauen, diese völlige Angstlosigkeit mir gegenüber. Skepsis ja – vor allem wenn sie merken, dass ich ich was von ihnen will, aber nie Angst. Das ist für mich was Neues, hatte ich vorher ja nur Notfellchen, die einen eher schlechten Start ins Leben hatten und vor allem oft auch negativen Kontakt mit Menschen.

Heute werde ich nicht mehr alt – schauen, dass ich bis 20 Uhr durchhalte, Abendroutine und dann schlafen.

 

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