Reset

Auf der einen Seite fehlt mir das bloggen, auf der anderen fällt es nach wie vor schwer – weil ich nicht recht weiß was schreiben.

Irgendwie sind die Tage alle gleich und es geht immer noch mehr darum mich abzulenken und nicht wirklich zu schauen was bei mir grad los ist.

Andererseits merke ich, dass ich körperlich so unfit bin, wie noch nie – dass selbst das warm machen vom Essen mich schon an körperliche Grenzen bringt, ich meinen Crosstrainer nicht mehr nutzen kann, weil ich mich da nicht nach vorne beugen kann und damit nach 2 Minuten schlicht nicht mehr kann (ohne nach vorne beugen spielt der Rücken verrückt und ich bin dann auch völlig aus der Puste) oder ich es nicht mehr ohne völlig außer Puste sein von der Wohnung bis zum Parkplatz schaffe.

Dass ich im Alltag nichts mehr auf die Reihe kriege, in der Wohnung verteilt Sitzmöglichkeiten stehen müssen usw.

Da muss ein Stopp her und zwar schon seit Wochen überfällig.

Zumindest das muss ich mir vor Augen halten – jeden Tag aufs Neue. Neu schauen, ob es essens- und bewegungstechnisch ein guter oder schlechter Tag war. Wobei es mir mehr ums bewusst werden geht.

Denn wenn ich dann hinschaue, merke ich deutlich zu große Essensportionen, zu häufig zwischendrin was, zu wenig Trinken und keine Bewegung. Und ich habe einen Punkt erreicht, an dem es nicht nur um Mobilität geht, sondern auch um Selbstversorgung, die mittlerweile in bestimmten Bereichen nicht mehr geht. Nicht wegen der Psyche, sondern wegen dem viel zu hohen Gewicht.

Also konsequent aufschreiben – es geht noch nicht darum was zu ändern oder alles abzuwiegen, ersmtal bewusst werden wo ich stehe. Hinschauen. Schauen wie ich Portionsgrößen einschätze (ohne wiegen oder Kalorienzählen) und dann im 2. Schritt überprüfen, wie real das ist, was ich da sehe.

Ohne Druck, weil der hat alles eskalieren lassen, sondenr wirklich nur mehr Achtsamkeit. Mal schauen obs klappt.

Wobei mir noch wichtiger wäre, wieder in Bewegung zu kommen. Aktuell fehlt mir da noch eine Idee. Also eine, die auch für mich geht. Denn erstmal mit 2 Minuten Crosstrainer oder Aerobic ode was auch immer anfangen – erscheint mir zu wenig (und gleichzeitig geht mehr grad nicht – stehend).

Ein Punkt ist: ich möchte wieder Rad fahren. Im Moment geht das nicht, weil ich nicht weiß, wie ich den Rollator dran montieren soll und auch mein Gewicht ist eh schon weit über der maximalen Zulassung und mit Rollator (der ist recht schwer) wird das schwierig.

Trotzdem – ich möchte das wieder hinkriegen und das bedeutet, dass ich wenigstens kurze Strecken wieder ohne Rollator schaffen muss. Ich rede hier von 200 – 300 Metern. Im Moment sind es eher 10 oder so.

Also ist das mein Ziel – dass ich das Rad wieder regelmäßig nutzen kann – zum Beispiel bei den Terminen in der Thera, die ja ab nächster Woche wieder wöchentlich sind. Also muss ich schauen, dass ich dafür fit genug werde.

Das hat nichts mit Neujahrsvorsätzen zu tun – ich bin heute einfach nur unendlich erschrocken, als ich merkte, dass ich nicht mal die 7 Minuten, die Nudeln zum Kochen brauchen – am Herd stehen kann. Und dass ich den Crossi nicht mehr nutzen kann.

Es ging nicht nur um Schmerzen, sondern auch um kaum Luft kriegen und nur weil ich im Bad war ein extrem hoher Puls.

Das alles war vor einem Monat noch anders – die letzten 3 Monate habe ich da massiv abgebaut und zugenommen. Und bin jetzt in einem körperlichen Zustand, der kritisch ist. Das wollte ich nicht sehen in den letzten Wochen und Monaten.

Also wieder hinschauen.  Bewusster mit mir umgehen.

 

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