dies und das

Sie fehlt.

*****

Die Entscheidung, dass ein weiterer Bonsai-Tiger hier einziehen wird, war schon vor einem Jahr gefallen. Das bin ich dem Gnom schuldig, die ist zu jung und braucht einfach noch einen Spiel- und Tobekameraden.

Das ist auch eine gewisse Erleichterung – dass ich das jetzt nicht entscheiden muss, dass das klar ist.

*****

Sowohl die Kleine Maus als auch der Gnom sind grad verändert. Bei der Kleinen Maus kenne ich das – sie war nie gut Freund mit den anderne, aber schon als Noa damals weg war, fand sie das doof. Das ist diesmal nicht anders. Sie braucht die anderen Bonsai-Tiger, aber halt auf Abstand. Der Gnom weiß grad gar nicht recht was los ist und beide sind grad extrem anhänglich.

*****

Der Wirbelwind war für mich immer eine ganz besondere Katze. Sie war die erste Katze oder überhaupt das erste Lebewesen, mit dem ich wirklich eine Bindung eingehen konnte. Sie hat mich da einiges gelehrt und das war für mich was ganz besonderes.

Es war leider ein sehr unschöner Abschied, sie hatte eine Aortenthrombose (die Hinterbeine sind plötzlich gelähmt und es sind höllische Schmerzen). Ich wurde von ihren Schreien wach und es war eine ungünstige Zeit, da ich weder Taxi noch Tierklinik sofort erreichte. Es dauerte eine gute halbe Stunde, bis ich endlich Taxi und Tierärztin erreicht hab – weitere 20 Min bis das Taxi endlich da war und wir mussten vor der Tierklinik noch etwas auf die Tierärztin warten).

Der Wirbelwind tat mir so leid, sie schrie vor Schmerzen und ich konnte sie nicht mal im Arm halten, weil ihr das noch mehr weh tat. Erst nach  einer Stunde konnte sie endlich erlöst werden.

Der Taxifahrer war super – denn hier in der Gegend sind die Geldautomaten alle erst ab 6 Uhr zugänglich. Er ersparte mir dann sogar den großen Umweg zur Zentrale (da kommt man auch nachts an Geld) und er holte sich das Geld dann abends bei MissMutig ab.

Zuhause wich der Gnom dem Wirbelwind nicht von der Seite, sie hat mich auch immer wieder angesprungen, damit ich aufstehe und helfe. So sehr der Gnom den Wirbelwind auch immer wieder nervte, hier war ihre Verbindung sehr deutlich spürbar.

Das Schlimme ist für mich nicht so sehr der Tod an sich – sondern das wie. Das verfolgt mich immer noch und hat am Wochenende große Probleme bereitet  (z.Bsp auch massive Flashbacks ausgelöst). Mittlerweile geht es wieder besser, bekomme ich das wieder besser getrennt.

*****

Der Wirbelwind hat mir nach ihrem Tod eine Botschaft geschickt und MissMutig und ich werden dieser auch folgen. (Ja ich weiß, dass das arg schräg klingt, ich hab das auch als wirklich arg schräg empfunden, aber es ist mir wichtig).

MissMutig und ich werden uns heute Abend einen Wurf Kätzchen anschauen, die aber erst Ende November ausziehen dürfen (was mir persönlich ganz recht ist – es ist noch etwas früh für mich).

Ich bin gespannt und kann das grad gar nicht wirklich einschätzen, ich weiß nur, es ist wichtig.

*****

Im Anschluss werden wir dann auch einkaufen fahren.

*****

Am Wochenende bekomme ich wieder die Trulla und ich freu mich drauf. Ablenkung ist grad gut und ich merke auch an den Bonsai-Tigern – ihre Anwesenheit hilft mir über diese Zeit.

*****

Ich kämpfe mich so durch, versuche mich so gut wie möglich abzulenken. Gleichzeitig bin ich ziemlich weit weg von mir.

Es wird werden.

 

 

Dieser Beitrag wurde unter Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.