Sonntags-Gedanken

Bis nach drei konnte ich nicht einschlafen, dann so alle 2 Stunden ins Bad, zwischendrin dann mal ne Stunde schreiben/Pokemon-Go/mails am Handy und dann nochmal 2 Stunden schlafen (wobei geschlafen hab ich davon wohl eher nur ne halbe – aber hey).

Es war also schon nach 12 als ich dann endlich aufstand.

Das ist ok für mich – es stand ja jetzt auch nichts an und die wache Zeit war jetzt auch ok.

In Gedanken ging es heute viel um Freundschaften, Bekanntschaften, überhaupt um andere und meine Beziehungen zu ihnen.

Dass ich selbst Mitgefühl nicht wirklich fühle, hatte mich vor kurzem in der Thera echt getroffen.

Vom Kopf her war mir schon klar, dass das nicht bedeutet, dass mir andere nicht wichtig sind. Aber aufgrund einer Vergangenheit, in der ich und andere immer nur Werkzeug waren, es nie um uns oder den einzelnen ging, sondern nur um das, was wir „abliefern“ und meiner Angst eh zu sehr wie meine Mutter zu sein, hatte ich da echt dran zu knabbern.

Ich glaub erst heute ist mir wirklich klar geworden, dass das was anderes ist, dass ich Gefühle nicht wahrnehme, sie aber ja durchaus da sind (sonst müsste ich sie ja nicht wegschieben usw).

Es gibt Menschen, die mir wichtig sind, Menschen, um die ich mich sorge und die in Gedanken zu meinem Alltag gehören. Menschen, die ich in Gebete einschließe oder ihnen gute Wünsche schicke (in Gedanken).

Menschen, die mir was bedeuten. Dabei spielt es keine Rolle, ob wir regelmäßig Kontakt haben oder nicht. Es sind Menschen, die einen Weg in mein Herz gefunden haben und da nun mal da sind. An die ich denke und denen ich nur das allerbeste wünsche.

Es gibt Menschen, denen ich so gerne mehr helfen würde, etwas von den Sorgen und Nöten und auch Arbeiten abnehmen möchte.

Meine Beziehungen zu anderen sind oft das, was mich dran glauben lässt, dass ich vielleicht doch ein Mensch bin. Mit anderen kann ich eher mitfühlen – als mit mir.

Keine Ahnung was es war, aber da ist heute irgendwo ein Knoten geplatzt – heute war das klar, nicht mit dem zweifelnden Fragezeichen versehen, Ich kann mitfühlen, ich tu das meistens sogar zu sehr. Aber ich hab auch gelernt mich abzugrenzen, auch mal nein zu sagen, mich nicht dabei aufzugeben.

Und im Moment – ist fühlen einfach schwierig. Trotzdem sind mir andere Menschen und ihre Befindlichkeiten nicht weniger wichtig.

Ich bin nicht gut im Kontakt halten – ganz und gar nicht – aber auch das heißt nicht, dass mir jemand nicht wichtig ist.

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