Thera heute und sonst so

Der Start war – schwierig. Es gibt eine Neue vorne am Empfang und die ist dann erstmal hinter mir her und hat mich angesprochen – weil sie nicht wusste, dass ich nicht angesprochen werden soll im Flur.

Das löste dann erstmal Panik pur aus – ich floh in die Toilette und saß dann panisch im Flur. Sie ging dann zwar ein paarmal an mir vorbei ohne mich anzusprechen, aber irgendwie blieb die Panik dennoch.

Dazu kam, dass der Termin vor mir länger dauerte – so dass das Ganze eben – schwierig – war.

Thera selbst war dann ganz gut – es ist halt immer noch ein kennenlernen und versuchen zu erklären usw. Wir sprachen auch über Probleme, die aufgetreten sind in der Thera und naja – suchen und finden uns halt immer wieder zusammen.

Ich war mit dem Rad unterwegs – hauptsächlich, weil ich nicht wusste, wie ich sonst an das eine Rezept und die Verordnung kommen soll. Diese Praxis schickt nicht und mittwochs, wenn ich mit dem Betreuer unterwegs bin, hat sie zu.

Es war – interessant. Erst musste ich ja noch was dran machen (hinten musste ich einen Korb befestigen, was etwas komplizierter war, ich hatte zwar schon das Holz usw zugeschnitten, aber es musste halt alles noch irgendwie fixiert werden), das hat dann doch fast eine Stunde gedauert und ich war heilfroh, dass ich mittlerweile einen Stuhl dort stehen hab.

Dann ging es los – erst nieselte es nur ein bisschen, aber irgendwann wurde es dann sehr heftiger Regen. Entsprechend war ich bis auf die Haut durchnässt, als ich bei der Thera ankam. Zurück war dann schwieriger, weil ich mir dann ja erstmal die nasse und kalte Jacke und Co anziehen musste.

Finde ich immer schwieriger als wenn die beim Fahren halt nass wird.

Ich stelle immer wieder fest in den letzten Tagen, dass der Physiotherapeut recht hat mit dem Rollator. Es ist weniger das Gehen an sich – das ist – für kurze Strecken! – ohne Unteramrgehstütze sogar besser, einfach weil ich dann aufrechter laufe. Aber da ich mich dann hinsetzen müsste, geht es ohne nicht – weil ich ab da ohne Sitzmöglichkeit oder eben Stütze nicht mehr weiterkomme.

Und diese wirkliche Atemnot hab ich nur beim Gehen – eben dann, wenn ich eigentlich kurz sitzen müsste, das nicht kann, mich dann mehr auf die Unterarmgehstütze stützen muss, dadurch noch krummer laufe, der Rücken zur Hölle wird und dann gar nichts mehr geht.

Wenn ich mich hinsetze kann ich das umgehen – manchmal bedeutet das aber auch alle 20 Schritte hinsetzen.

Insofern fange ich langsam an mich mit dem Gedanken an einen Rollator anzufreunden. Ich tu mir da ja immer leichter, wenn ich den Sinn dahinter nicht nur sehe, sondern auch dahinter stehen kann. Trotzdem – schlucken muss ich trotzdem noch dabei.

Dieser Beitrag wurde unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik, Therapie veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.