Donnerstag

Thera heute war – anstrengend. Es tut sich was. Das ist ja auch Sinn der Sache, von daher passt das natürlich gut.

Danach im Sanitätshaus gewesen und mich über Rollatoren informiert. Ich soll nämlich statt Unterarmgehstützen auf Rollator wechseln. Macht in der Theorie durchaus Sinn, weil das Hauptproblem ist, dass ich alle paar Schritte mich mal hinsetzen muss – dann kommt es auch nicht zu sensorischen Ausfällen.

Und wenn ich den Sitz quasi immer mit hab, kann ich natürlich auch weitere Strecken in Summe zurücklegen und es geht ja darum, dass ich bald wieder ohne Hilfsmittel voran komme  – dazu muss ich halt auch – Gehen – können. Und um dieses Üben zu können eben auch ständig die Möglichkeit haben mich zur Not hinsetzen zu können.

Wegen Übergewicht, kaputten Handgelenken und Schotterweg vor der Tür usw wurde mir geraten, mich erstmal zu informieren. Aber das Sanitätshaus hat eh nur einen XXL-Rollator und somit muss da gar nicht groß was draufstehen.

Montag muss ich dann eh dringend mit meinem Arzt telefonieren, da auch Tavor alle ist und die Klinik sich da ziemlich anstellt – da fehlt mir ganz klar der Nerv für.

Zur Not kann mir da aber jemand aushelfen und von daher – Montag dann also Pflichttermin.

Bis zum Rollator dauert es dann eh noch ne Weile, weil der ja eh erst genehmigt werden muss und wer weiß wie das dann wieder weitergehen wird.

Vom Gefühl her bin ich da nicht so ganz für. Es ist halt wieder ein Eingeständnis was nicht geht. Ein Schritt zurück statt vorwärts.

Andererseits erhoffe ich mir dadurch, dass ich um die Termine herum dann wieder etwas Laufen kann – wenn schon Rad nicht klappt. Und wenn ich mit Rad unterwegs bin, reicht dann ja die Unterarmgehstütze.

Ich brauch da glaub ich noch ein bisschen – bis ich mich damit abfinden kann.

Wie auch immer: danach dann erstmal wieder hingelegt und geschlafen. Zur Zeit muss ich das nach Terminen eigentlich immer machen.

Aber so insgesamt ist es nicht mehr von morgens bis abends total überfordert. Vor allem merke ich körperlich, dass ich so langsam aus dem Cortisol-Tief wieder rauskrabbel. Da erschreckt mich allerdings wie sehr ich das davor ausgeblendet/ignoriert hab – der Körper hat mehr als deutlich gemacht, dass ihm Cortisol fehlt. Immer wieder erschreckend wie ich das „übersehe“ bzw auf die Psyche schiebe.

Es ist immer noch sehr schlecht, aber offensichtlich (und hoffentlich!) geht es jetzt langsam aufwärts.  Immerhin nicht mehr im freien Fall.

Dass die Wohnungssituation weitestgehend geklärt ist (und ich bi nsehr optimistisch, dass wir morgen auch im Wohnzimmer Grund rein kriegen) hilft da wirklich sehr.

Die hohe Therapiefrequenz tut dazu ihr übriges. Bin da wirklich sehr dankbar für.

 

 

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