Es ist …

… wie es ist.

Soweit im Rahmen, aber ich muss sehr aufpassen und immer noch sehr viel Welt aussperren.

Dienstag seh ich den Thera nochmal und ich hoffe, dass sich am Dienstag auch eine Lösung für die Betreuung findet.

Ich muss auch dringend Rezepte einsammeln, da mir das ein oder andere Medikament die nächsten Tag ausgeht.

Eigentlich würde ich das Dienstag dann gern mit dem Rad machen, aber das muss ich spontan entscheiden, ob ich „fahrtauglich“ bin.

Vor allem muss ich schauen, dass ich wieder Überblick über die Finanzen kriege – da hat ich letzte Woche wohl ziemlich Mist gebaut und kann die Folgen noch nicht ganz abschätzen – einer der größten Nachteile von dissoziativen Zuständen, wenn die Zeit so komplett fehlt.

Freitag hab ich jedenfalls Geld abgehoben, das verschwunden ist – irgendwie hoffe ich ja noch, dass es noch irgendwo auftaucht, die Erfahrungen mit solchen Situation sind leider andere (da landete das Gelt dann meist in irgendeiner Spendenbox oder blieb verschwunden – zumindest konnte ich bisher keine Käufe oder so rekonstruieren).

Das wäre – doof. Bisher hab ich es noch nicht geschafft zu schauen, wie ich das jetzt regel, auch weil ich dazu auch zur Bank muss (bin auch überrascht, dass es noch Banken gibt, bei denen man einen Telefonnummer-Wechsel NICHT online machen kann – zumal man ja für alles – selbst fürs Anmelden! – das übers Telefon erstmal freischalten muss).  Grad ne blöde Situation.

Aber ist ja nicht das erste Mal und irgendwie werde ich das schon regeln können – irgendwie ging es bisher immer.

Beim Medis stellen hab ich auf ein Notsystem zurückgegriffen: eine Box nur für morgens (also in jedem Fach einmal alles für morgens) und eine Box nur für abends. So konnte ich für 4 Wochen stellen ohne dass alles durcheinander gerät. Zumal ja das ein oder andere Medikament noch fehlt. So sollte ich das dann auch hinkriegen.

Ich krieg die Tage irgendwie – hin. Mit medikamentöser und fachlicher Hilfe, mit Zeitplänen, Vereinbarungen und Co. Durch die Instabilität hab ich natürlich auch mehr mit Flashbacks und Co zu tun – das ist in solchen Phasen relativ normal – aber halt sehr mühsam und anstrengend.

Von daher übe ich mich im nicht-sein – was phasenweise klappt. Es geht vor allem darum möglichst das „dauerüberfordertsein“ zu reduzieren. Dinge in klitzekleinen Schritten zu machen – die eben – machbar – sind.

Und ja – es funktioniert. Die Schritte sind wirklich arg klein, aber es gibt mittlerweile welche, die ohne „alles-zuviel“-Gefühl machbar sind.

Aber ich bin unendlich müde, völlig ausgelaugt. Kraftlos. Von daher rutsch ich schnell wieder in dieses „zuviel“.

Es fällt mir schwer mir das „zuzugestehen“, zu akzeptieren, dass es halt grad so ist wie es ist.

Das ist grad wie ein Mantra: Es ist – wie es ist. (Und es wird wieder werden, wenn es für mich jetzt einfach so sein darf.)

 

Dieser Beitrag wurde unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik, Therapie veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.