verlängertes Wochenende

Der freie Freitag war gut und für mich sehr wichtig.

Weil ich mich da wieder etwas stabilisieren konnte.

Samstag war dann auch recht ruhig – nachmittags mit K. getroffen, sonst war da auch nicht viel.

Heute war dann nochmal Ruhe und versuchen mal wieder mehr ins hier und jetzt und weg von Dissoziation zu kommen.

Die hab ich die letzten Tage bewusst eher aufrecht erhalten, erstmal musste etwas mehr Boden unter den Füßen her.

Das klappte leider nur so la-la. Es ist halt doch sehr verführerisch mich in Serien- oder Buchwelten zu flüchten. Oder in Schlaf.

Ich arbeite dran.

Bisschen Sorgen mach ich mir um die Bonsai-Tiger – die Kleine Maus erbricht immer wieder (scheint sonst aber ok), der Wirbelwind zieht sich zurück, was ich von ihr so nicht kenne (auch wenn die Atmung besser scheint, ich hoffe es kommt nicht vom neuen Medikament) und der nicht mehr kleine Gnom sprüht vor Energie und weiß grad gar nicht wohin damit (ok – da mach ich mir mehr Sorgen um meine Einrichtung als um sie – die ist defintiv fit).

Bei ihr ist übrigens das erst arg klein gebliebene eine Nasenloch dann auch noch gewachsen, so dass das wieder „normal“ aussieht – allerdings hat sich ihre Nasenatmung leider nicht verbessert und manchmal schnorchelt sie da ganz schön. Scheint aber weiterhin nur an der Nase zu liegen und nichts was ihr tiefergelegt Atemnot beschert. Von daher ist dann häufiger hecheln bei ihr halt – normal. Sie scheint nicht drunter zu leiden.

Sonntags ist ja quasi „Hundetag“ hier. Von Cesar Milan hab ich mehr über Umgang mit Ängsten, Flashbacks und Co gelernt als ich so mancher Therapie.

Doch manchmal denke ich, ich sollte nicht so viel Hundesendungen schauen – dann wird der Wunsch nach einem Assistenzhund doch immer wieder sehr groß. Vom Verstand her weiß ich, dass ich einem Hund nicht gerecht werden kann und es für mich besser ist mir ab und an die Trulla auszuleihen.

Auf Dauer kann ich einem Hund nicht geben, was dieser braucht – sowohl körperlich aber vor allem auch psychisch. Für mich ein absolutes Ausschlusskriterium – da ich der Meinung bin, dass man mit einem Tier (egal welches!), das man aufnimmt, auch eine Verantwortung hat und die beinhaltet eine möglichst artgerechte Haltung.

Der Verstand wird auch weiter gewinnen – hoffe ich. Und sonst hat MissMutig den Auftrag mir gewaltig den Kopf zu waschen.

Und ja – irgendwann kann das anders sein, doch davon bin ich aktuell weit entfernt.

Trotzdem – der Wunsch ist da und ich wollte ja schon als Kind einen Hund. Schon damals hat es mich zu Hunden (und interessanterweise auch die Hunde zu mir) gezogen. Das zu ignorieren macht es auch nicht besser.

 

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