Sch….Tag

Die letzten Nächte waren mehr als nur mau. Seit ich Montag den sehr langen Mittagsschlaf gemacht hab, ist mein Schlafrhythmus hinüber.

Letzte Nacht dann bis halb zwölf in und her wälzen um um ein Uhr wieder wach zu sein und nicht mehr schlafen zu können.

Dann aufgestanden, was gegessen, fern gesehen usw – mich um sechs mehr oder weniger gezwungen doch noch mal das mit dem Schlaf zu versuchen und dann bis halb zehn tatsächlich geschlafen.

Um 10 kam der Betreuer.

Vorher schon mit gesetzlichem Betreuer telefoniert – weil ja weder die Bewilligung vom Landkreis vorliegt (Stunden und Fahrtübernahme für die Begleitung des Betreuers zum MRT) noch das ausgefüllte Formular von der Krankenkasse („das ist Montag schon in die Post gegangen“).

Also hat der gesetzliche Betreuer heute sehr sehr – sehr! – viel rumtelefoniert. Der Landkreis gab sein ok – wir sollen den Termin wahrnehmen und der Bescheid käme nächste Woche. Die Krankenkasse: kein Problem, sie soll den Termin nicht absagen – ich mach das heute noch fertig, schicke es per mail und per Post.

Tja – mittags dann „Entwarnung“ – Mail mit Anhang ist da.

Super.

Ich war grad mitten im Betreuungstermin, hab es mir also erst um 15 Uhr angeschaut und siehe da – völlig falsche Kosten (ca ein Fünftel der richtigen) und somit hab ich nur die Wahl: vorerst selbst bezahlen und es mir von der Kasse wiederholen (die würde das sofort machen, aber ich kann den Betrag nicht einfach so mal auslegen – das ist fast mein Monatseinkommen) oder eben Termin absagen. Eh doof, wenn man das so spät macht.

Wie kann man Fantasiezahlen aufschreiben, wenn doch beim Formular alle Kosten aufgelistet sind? Ich hab nicht die geringste Ahnung wie ihre Kosten zustandekommen (zumal da das MRT mit Kontrastmittel dann auch nur noch die Hälfte kostet wie ohne – ähm).

Gut.

Leider war ich vorher schon über dem Limit. Heute war nämlich großes Möbel umstellen und Regale an der Wand anbringen geplant – was sich (ich hab so ein Wandschienensystem) als deutlich komplizierter rausstellte als geplant.

Sowohl Betreuer als auch ich kamen da heute über unsere Grenzen fürchte ich. Ohne ihn wäre ich völlig durchgedreht.

Immerhin – die Regale sind an der Wand, sämtlicher Inhalt von Schränken und Regalen liegen jedoch im Wohnzimmer verstreut und zwar unsortiert. Nächste Woche dann.

Aber die Regale sind dran, die Möbel sind bis auch ein Schränkchen da wo sie hin sollen (und das eine muss ich einfach durch ein anderes ersetzen, das es aber noch nicht gibt – ideal wäre eine Art Servierwagen – mal schauen – bis dahin bleibt halt der aktuelle als Übergangslösung.

Nächstes Mal dann sortieren (gemeinsam, weil ich dallein damit hoffnungslos überfordert bin) und einräumen. Und zwar so sortieren, dass eben nur so viel bleibt, wie Platz hat – und zwar nicht gestopft, sondern jedes Teil bekommt seinen Platz. Und was keinen findet, kommt eben weg.

Das ist ein wichtiger Schritt um hier auf Dauer einfach wieder anständig Struktur rein zu kriegen. Auch wenn das heißt erstmal im Chaos zu leben.

Für heute bin ich aber platt – nichts geht mehr. Muss mich gleich noch was zu essen machen, weil ich seit 2 Uhr früh nichts mehr gegessen hab  und so langsam der Kreislauf auch schlapp macht (nicht nur wegen dem nicht essen) –  mehr wegen alles zuviel und Stress und überhaupt.

Von daher: Welt aussperren und die nächsten Tage nur tun was gut tut (und räume in Maßen)

 

Dieser Beitrag wurde unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.