Weihnachten

Viele, die keine Familie haben, wünschen sich grade zu Weihnachten so sehr eine.

Ich bin grade zu Weihnachten froh keine zu haben.  Kein Stress, kein „müssen“, kein Getue und kein Gestreite.

Weihnachten war zu Hause schwierig. Oh es gab durchaus auch sehr schöne Sachen, aber irgendwie war spätestens um 20 Uhr die Stimmung gekippt.

Eben weil nicht alles so perfekt war, irgendwann das Spiel der perfekten Familie eben auch auffliegt und kippen muss.

Sobald es möglich war, hab ich dann Dienst gemacht (als Sanitäter). Bloss fliehen – weg von dem erzwungenen „alles super und fröhlich“.

Ich lieb(t)e die Adventszeit, aber Weihnachten war eher ein Graus.

So ist es bis heute.

Ich genieße es, Weihnachten einfach nur tun und lassen zu können was ich will. Feiern, wenn mir danach ist, nicht feiern aber genauso ok ist.

Dieses Jahr fällt es mehr oder weniger für mich aus. Schon in der Adventszeit merkte ich, dass ich keine Lust zu schmücken oder ähnliches hatte. Nicht mal die Krippe hab ich aufgestellt – und das heißt bei mir schon was.

Vermutlich bin ich einfach zu weit weg von mir. Zu weit weg vom Leben. Das ist ok so für  den Moment.

Ich stricke, sehe fern, kuschel ausgiebig mit den Bonsai-Tigern, vor allem mit dem kleinen Gnom, der es offensichtlich sehr genießt, dass ich so viel zu Hause bin.

Ruhige Tage, die gut tun.

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1 Antwort zu Weihnachten

  1. Karin sagt:

    Genauso sehe ich das auch!

    Herzliche Grüße aus Bayern

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