Montag

Ich musste dringend zur Bank und Apotheke. Eh schon genervt, weil ich eigentlich bis nach Neujahr das Haus nicht mehr verlassen wollte, ging es also in die Stadt.

Kroketten hatte ich ja auch vergessen und so dachte ich, die könnte ich dann ja noch holen.

Großer Fehler. Alles voll und laut und grell und einfach nur Katastrophe.

Immerhin Bank und Apotheke hab ich aber geschafft und dann ging es mit Betreuer nach Hause. Dort war Wohnung angesagt – da ich grad nichts auf die Reihe kriege, war das dringend nötig.

Im Moment geht irgendwie nichts – ich krieg nichts auf die Reihe, die Luft ist einfach raus, alles ist mühsam und anstrengend und selbst Kleinigkeiten, wie sich was zu trinken zu holen oder ein Brot zu schmieren, überfordern.

Wenn ich nichts tun muss, geht es, aber jede kleinste Anforderung – naja – ist schon zu viel.

Das ist ja schon ne Weile so – von daher war klar, dass Stadt heute gar keine gute Idee ist.

Dafür klappte dann Wohnung nach einigen Anlaufschwierigkeiten ganz gut. Klare Ansagen und Aufgaben machten das dann auch umsetzbar.

Mehr ging dann heute aber auch nicht mehr.

Irgendwie bin ich froh über ein paar freie Tage. Tage, an denen ich nichts machen muss.

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