wie es ist

Im Vordergrund ist nach wie vor das nicht-sein.

Abends bin ich einfach nur sau-müde. Und abends kippt es meist. Nicht lange – zwischen ner Minute und ner halben Stunde.

Da ist dann im Vordergrund die Überforderung – und das Gefühl einfach nicht mehr zu können. Die Angst, wie es weiter gehen kann, soll, wird. Wie ich die eingestürzten Stützpfeiler wieder aufbauen könnte.

Zuviel. Es nimmt mir manchmal die Luft zum Atmen.

Die Skills greifen und so krieg ich das auch in Griff, aber für einen kurzen Moment funktioniert das Funktionieren eben dann nicht mehr. Ich bin dann immer noch weit weg, aber offensichtlich nicht so weit wie sonst.

Irgendwann klappt das Stopp und das Ablenken und ich schlafe ein.

Trotzdem merke ich, dass ich das versuche rauszuschieben – später ins Bett, mehr Ablenkung im Vorfeld usw.

Die Nächte sind – manchmal sehr mühsam. Fast immer geht es um meine Eltern. Nichts Vergangenes, naja – meistens zumindest nicht. Eher Alltagssituationen oder Situationen die möglich wären, aber nicht so waren. Meist leider auch nicht grad schöne.

Das macht die Nächte nicht so wirklich erholsam. Ich schlafe lange, mit vielen Unterbrechungen, die nur kurz sind.

Tagsüber klappt das mit dem Ablenken besser, da merke ich ehrlichgesagt eigentlich nur, dass ich halt schnell unter Druck gerate, schnell alles zuviel ist, manches schon von vornherein. Da hilft dann nur Pause, es sein lassen, später nochmal probieren.

Es sind schon Kleinigkeiten – was kochen, duschen, ein Termin. Dann ist schon alles zu viel. Psychisch. Körperlich bin ich nach wie vor fit (mal davon abgesehen, dass die Kondition grad nicht gut ist, weil das Rad wegfiel und nicht wirklich durch was anderes ersetzt wurde, dazu schnelles und oft ungesundes Essen – keine gute Kombi).

Da hilft auch keine Bedarfsmedikation. Ich bin ja nicht unruhig oder so – es blockt eher etwas. Lähmt mich. Dann fällt selbst Denken schwer.

Vom Kopf her weiß ich natürlich, dass ich mich in einem Ausnahmezustand befinde und es mir schlecht geht. Aber durch das nicht-sein kommt es nicht an. Das ist ja der Grund fürs nicht-sein.

Irgendwann werde ich auf diese Zeit zurücksehen und nicht wirklich viel davon wissen. Grob den Überblick über das was halt von außen war, aber nichts was mein Inneres angeht.

 

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