Sonntag

Heute hab ich tatsächlich frei!

Also nachgeholt, was so liegen blieb: Testberichte schreiben (und vorher natürlich alles testen), den Nägeln einen neuen Streifenhörnchen-Look verpassen, Bonsai-Tiger bespielen (und Krallen stutzen usw), endlich den überbackenen Karfiol gemacht, auf den ich mich seit einer Woche freue, bisschen rumkruschteln, mich weiter mit Fahrradsicherheit gekümmert und ein paar Entscheidunen getroffen:

  • es werden jetzt doch für Speichenreflektoren, weil die meisten Autofahrer halt nicht Dreiräder erwarten und das somit früher deutlich wird
  • da ich nicht bereit bin (und es auch nicht drin ist) über 50 Euro für eine Sicherheitsweste in passender Größe aszugeben, werden es zwei dieser „Gurt“-Westen, aus der ich dann eine mache, die auch mir passt. Warum gibt es da nichts Gescheites in Übergröße, das auch bezahlbar UND sicher ist?
  • außerdem Aufklebereflektoren, die sowohl auf Helm, als auch an diverse Stellen aufs Rad kommen (muss noch klären, ob ich weiße zusätzlich zu den roten auch hinten anbringen darf, war aber zu sehr überrascht, dass mein sauteures Rad noch nicht mal die Mindestvorraussetzungen erfüllt um in D als verkehrssicher zu gelten um mich da jetzt noch einzulesen)
  • für die Arme gibt es diese Sicherheitsbänder, damit ein Abbiegen auch wirklich gesehen wird.
  • ich hätte noch gern so eine seitliche Fahne, aber das ist in D tatsächlich schwierig, daher schau ich erstmal wie viel ich da mit Reflektoren schon absichern kann.

Das mag alles übertrieben scheinen, aber wir sind eine Fahrradstadt, in der sich kaum ein Fahrradfahrer an die Regeln hält. Entsprechend rechnen Autofahrer da schon gar nicht mehr mit – und sind auch sauer auf Fahrradfahrer.  Das ist hier tatsächlich ein ewiger Kampf zwischen diesen zwei Parteien. Mit dem Dreirad hab ich da schon mehr Glück, weil knapp überholen geht nicht, solange Gegenverkehr herrscht.

Trotzdem werde ich regelmäßig geschnitten, die Autofahrer verschätzen sich beim Abstand und streifen meinen Rückspiegel oder übersehen mich ganz.  Besonders gern übrigens von den Stadtbussen, die dann zu früh wieder auf ihre Spur ziehen usw.

Daher will ich die Eckpunkte des Rades auf jeden Fall sichtbar haben – auch im Dunkeln.

Durch diesen „Dauerkampf“ ist leider auch keinerlei Rücksicht zu erwarten – weder von Rad- noch von Autofahrer.

Tagsüber geht es für mich, aber in der Dämmerung und im Dunklen fühle ich mich nicht wohl. Da reicht auch keine Lampe am Helm und ähnliches.

All das oben wird es also in den nächsten Wochen und Monaten nach und nach geben. Ich hoffe, dass ich genug geschafft hab, bis ich wirklich im Dunklen fahren muss. Im Moment ist es nnoch nur eine kurze Strecke, aber spätestens mit der Zeitumstellung bin ich morgens im Dunkeln unterwegs. Noch dazu im Berufsverkehr.

Zur Zeit kann ich das ja noch ausfallen lassen, wenn es mir zu riskant erscheint (bzw es auch im Kleinen üben), aber ab nächstes Jahr ist geplant, die Fahrten mit dem Rad zu machen und so von der Fahrtkostengenehmigung unabhängig zu sein. Da muss es dann klappen.

Ich bin froh, dass die Entscheidung jetzt gefallen ist. Die vielen Möglichkeiten und Varianten haben mich die letzte Zeit ziemlich kirre gemacht. So fühlt es sich erstmal stimmig an und der Rest wird sich finden.

So – jetzt weiter Bonsai-Tiger-Kuscheln und fern sehen, evt. Stricken und später gibt es die zweite Hälfte des überbackenen Karfiols. Vielmehr ist heute nicht mehr geplant.

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1 Antwort zu Sonntag

  1. Trude sagt:

    Und wenn ich dir eine Weste „spendiere“???
    Wäre das OK?
    Gib einfach bescheid. LG, die Trude.

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