Es wird werden.

Zwei Dinge standen heute im Vordergrund.

Die körperliche Verfassung nervt.

Wach werden und schon mit Sehstörungen starten. Heute nur eine Seite und mit einem Flackern, dass leider auch bei geschlossenene Augen da war, also nicht wirklich „Seh“-Störung. Trotzdem nervig.

Beim Duschen (oder Anziehen, oder Post holen usw) meldet die Fitnessuhr: weiter so! und zeigt mir „hohen Intensivitätsbereich“ an.

Dafür hab ich das Gefühl dass die Erdanziehung grade etwa ein vielfaches vom Normalen ist. So sehr, dass auch der Kreislauf davon angezogen wird. Oder so.

Und ja – es könnte einen Zusammenhang geben mit dem Cortison (bzw der niedrigeren Dosierung über einige Tage) oder auch täglichem Training (da war ja eigentlich schon vor einigen Wochen klar, dass ca 4x die Wochen bedeutet, dass ich sehr viel fitter bin als mit täglich) oder einer Kombination von beidem. Vielleicht sind es aber auch nur Hormone oder die Psyche, die sämtliche Kraft aus dem Körper saugt. Achja – das Wetter hätten wir ja auch noch.

Im Endeffekt bin ich einfach genervt, grade weil ich nicht wirklich weiß, was es ist.

Tja und spätestens ab dem Moment, als ich das Taxi für morgen bestellte, lief der innere Monk Amok. Bin ich doch zu Fuß noch nie den Weg vom Betreuungsbüro bis zum Thera gelaufen. Also die Strecke an sich schon – aber halt nicht genau die, es war immer nur Teil einer anderen. Dabei sollte es egal sein ob ich da 10 oder 15 Minuten für brauche. Kann ja einfach mit den 15 rechnen.

Oder dass ich nicht genau weiß, wo der Eingang ist. Klar ich hab es mir auf GoogleMaps zeigen lassen, weiß wo ich lang gehen muss, hab sowieso zusätzliche Zeit dafür eingeplant usw.

Trotzdem – ich hatte solch unglaubliche Mühe (und Gott sei Dank nicht das nötige Geld auf dem Konto) um mir da ein Taxi zu rufen und mir das anzuschauen und die Strecke abzulaufen.

Also hab ich meine mails an den Thera ausgedruckt (für den Fall, dass er immer noch kein Internet hat), zig Listen gemacht, mich so verrückt gemacht, dass ich jetzt gar nicht mehr weiß, was ich morgen eigentlich der Koordinatorin sagen wollte (und mir für die Betreuung wirklich wichtig ist), weil der Monk verrückt spielte.

Sollte ich doch noch früher fahren? Oder lieber nochmal anrufen, damit die das auch wirklich schaffen mir jemanden pünktlich zu schicken (tun sie! Aber da ich am Telefon den erst nicht erreichte, dem Chef dann eine WA schickte, danach aber der Fahrer zurückrief, er weiß durchaus dass ich die WA geschickth hab udn ich weiß, dass der Chef eh nur ihn anruft und er alles verteilen muss) und nicht zwei kommen, soll ich wirklich die ausgedruckten mails mitbringen oder kommt das blöd rüber, wie mache ich das wenn ich doch 16 Minuten brauche (sehr unwahrscheinlich) usw usf.

Aber es geht natürlich überhaupt nicht darum ob die mir überhaupt einen anderen Betreuer stellen können oder was ich machen, wenn nicht.

Dafür hängt morgen mein Leben davon ab ob ich den Weg auf die Minute genau geplant kriege.

Ich sehe das, sehe mir da zu, schüttel den Kopf und hoffe einfach nur, dass es irgendwann vorbei geht.

Ehrlichgesagt bin ich froh, dass morgen da etwas Klarheit reinkommt. Zwar weiß ich noch nicht ob es so gut ist, dass das dirkt vor der Thera ist, aber das werde ich morgen ja sehen. Und in der Buchbinderei müsste ich nur anrufen (ha ha ha) oder eben vorbei kommen.

Wobei ich nichts dagegen hätte, wenn das „weit weg“ und „geht mich alles nichts an“ noch eine Weile anhalten würde.

Heute definitiv eine Schlaftablette möglichst früh und dann hoffentlich schlafen und morgen etwas weniger verrückt aufstehen.

Der Betreuer kommt heute später, da er für den Junior Garnelen mitbringt (er züchtet sie und der Junior hat ein neues Aquarium – ist schon seit Monaten geplant und heute findet es halt statt).  Daher fährt er vor der Arbeit bei sich nach Hause um diese einzufangen und eben mitzubringen.

MissMutig und der Junior kommen dann vorbei und holen sie ab. Auf die beiden freue ich mich wirklich. Auch wenn ich sie nur kurz sehen werde.

Es wird werden. Irgendwie. Das sag ich mir heute ständig – wie ein Mantra. Weil ich auch glaube, dass es s sein wird. Trotzdem ist da dieser verrückte Teil in mir, der hyperventilierend durchdreht, weil ich nicht auf die Sekunde genau sagen kann, wie lange ich von dem Büro zur Thera brauche (wir reden hier von grad mal 350 Metern – was soll das also? Warum um Himmels Willen sollte ich dafür mehr als 15 Minuten brauchen? Bin grad so von mir selbst angenervt!)

Stopp!

Es wird werden.

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