Thera heute

War ein Termin in dem mehr geredet, erklärt, sortiert wurde, mit mehr Distanz, wenig Gefühl.

Dennoch wichtig, ich war überrascht, dass der Thera etwas, was für mich immer klar war, sehr anders sah. Dass die inneren Kämpfe nicht ein „das nur gute gegen das nur böse“ ist, sondern eher das Ringen um mehr Spielraum und Entscheidungsmöglichkeit.

Für mich war das immer klar, für ihn nicht. Grade deshalb sind solche Termine auch wichtig.

Aber auch für mich sortiert es sich natürlich anders, wenn ich es jemand anderen erklären muss. Und zwar so, dass es auch ankommen kann, sich also auch außerhalb des Drehwurms, den ich ja selbst oft hab, verständlich wird.

Für mich ist aber dann der Wechsel zu hinspüren oder Gefühle zulassen oder so – nicht so einfach. Zu sehr ist das getrennt. Zu sehr ging es heute dann eben auch um verstehen, erklären, Fragen beantworten. Um Worte, um Kopf und Verstand. Damit auch klar nicht ums Gefühl.

Das ist immer noch sehr  getrennt  – entweder oder. Was es oft ja auch so schwierig macht, weil eben hin und her wechseln nicht möglich ist. Aber wenn was ausgelöst wird, wäre es ja sehr hilfreich, wenn ich das dann auch erklären könnte, Worte hätte und diese auch sprechen könnte.

Der Wechsel hin zum Gefühl geht in der Thera eher als der zurück. Im Alltag ist es eher umgekehrt – da geht es nur darum weg vom Gefühl – hin zum Kopf, Verstand, Distanzieren und zur Not eben auch Funktionieren.

Da ich immer noch sehr distanziert von mir bin, war es heute auch gut so. Es klärte glaub ich ein paar wichtige Dinge. Öffnete neue Blickwinkel und vielleicht damit auch Möglichkeiten.

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