Licht und Schatten

Ich bin immer noch sehr froh wieder daheim zu sein – und ich freu mich auf MissMutig und die Bonsai-Tiger morgen.

Solange ich mich ablenke geht es mir gut.

Da ist viel Licht und Sonne und genießen können.

Ich darf nur nicht hinspüren, dann schwindet das Licht und die Schatten übernehmen.

Zweifel, Ängste, Täterintrojekte und Co.

Manchmal ausgelöst durch Flashbacks. Denn dummerweise bekomme ich das blöde Fass nicht zu, dass letzte Woche doch angedacht war. Dass ich aufgemacht hab, als es um die Frage nach einer Traumaexposition ging.

Es ist nicht wirklich offen, nur leider auch nicht zu. So als reines Bild – krieg ich es gut hin. Schwieriger sind die Körpererinnerungen.

Die krieg ich auch hin, aber dann sind die vielen Themen da – der Klinikaufenthalt, die Schwierigkeiten dort aber auch die Themen die dort waren.

Sobald dann die Traurigkeit dazu kommt – blockiere ich. Konzentriere ich mich wieder aufs Ablenken, merke wie die Schatten zurückweichen und es wieder heller wird.

Irgendwann wird es auch da wieder ein „dazwischen“ geben. Im Moment ist es gut so – ist für mich das mit dem Ablenken auch in Ordnung.

Denn es fehlt noch die Struktur – es fehlen die vertrauten Termine, der vertraute Alltag. Den wird es in nächster Zeit auch nicht geben. Also schaue und suche ich nach Alternativen. Auch das ist gut so.

Vielleicht ist es die Angst in ein Loch zu fallen – zu viel Zeit allein, zu  viel unverarbeitetes und brodelndes im Inneren, ein zu sehr ans Funktionieren klammern – damit ich es mit mir selbst aushalten kann.

Es ist eine Übergangszeit – und für diese Zeit ist es so auch ok. Es wird wieder Alltag geben, es wird ein sortieren und damit umgehen können geben. Und es wird auch wieder sein, dass Licht und Schatten da sein können ohne einem „entweder-oder“.

Ich brauche Zeit, für manches brauche ich auch Hilfe. Mir diese zugestehen – das ist das, woran ich grad zu knabbern hab. Aber auch das wird sich wieder regeln.

Viel Kopf, wenig Gefühl und der Versuch dem Körper trotzdem genug Raum zu geben. Sei es mit Crosstrainer oder raus gehen oder einfach gut für ihn sorgen.

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