windig

Der Sturm ist noch immer nicht vorüber, aber er hat nicht mehr diese zerstörrerische Kraft. Er flaute gestern schon ab und da war nicht klar ob er noch mal aufdreht, heute scheint es klarer, dass er weiter abbauen wird, aber dennoch ist er immer noch da.

Das Schiff arg gebeutelt und mit reichlich Sturmschäden, und langsam kann ich mich von dem Mast losbinden, an den ich bis jetzt angebunden war, damit es mich nicht völlig wegweht.

Die Hoffnung dass es weiter abflaut und ich irgendwann an den Punkt komme,  an dem ich die Schäden prüfen kann. Bis dahin kann ich nur hoffen, dass es nicht irgendwo ein Leck gibt, dass das Schiff doch noch untergehen lässt.

Immer noch sehe ich das Bild des Kindes, vier oder fünf, dass in diesem Zimmer sitzt, den Stoffhund fest umklammert und verzweifelt versucht nicht loszuheulen – immer ängstlich den Blick zur Tür werfend, ob es ja niemand mitbekommt und gleichzeitig wird es von den Gefühlen innerlich zerrissen.

Darum geht es grade – um dieses Kind – und diese Gefühle.

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