Einsamkeit

Es gibt Momente, an denen die Einsamkeit kaum auszuhalten ist.

Dass es niemanden gibt, dem man wirklich was bedeutet, für den man was ganz besonderes ist ohne den man nicht leben möchte. Aber auch, dass es niemanden gibt, der für mich was ganz besonderes ist, der einen ganz zentralen Platz in meinem Leben einnimmt.

Dabei rede ich noch nicht mal nur von einem Partner, auch die „beste“ Freundin oder ähnliches.

Die meiste Zeit komm ich damit gut klar, aber es gibt Momente, da schmerzt mich dieses allein durchs Leben gehen so sehr – und all die vielen Jahre die ich nun hier auf der Erde bin kommen hoch – in denen es nie jemanden gab, für den ich diejenige war, die doch ein großes Stück Welt bedeutet.

Es sind die Momente in denen auch der Schmerz hochkommt, dass eben auch die Mutter mich als ihr Kind nie wirklich geliebt hat, es nie um mich ging. Und ich frag mich wie das ist – wie es sich anfühlt, wenn man jemanden wirklich viel bedeutet – einfach als Mensch, als Individuum, als ich.

Da interessiert es nicht, dass ich eh daran arbeite und ja viel Kontakt habe heute – so im Vergleich zu vor drei oder vier Jahren – oder zu sehen, dass es mir doch ganz gut geht und ich ja meistens auch gerne alleine bin.

In diesen Momenten tut es einfach nur weh – und droht mich zu zerreißen.

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2 Antworten zu Einsamkeit

  1. LexX Noel sagt:

    Alleine mit sich selbst sein, ohne einsam sein. So ist es bei mir, wobei ich auch ab und an den Gedanken an eine Partnerinn habe, was so gesehen aber eher selten vorkommt. Wirklich schmerzen tut es mich hingegen wie bei dir nicht.

  2. Ilana sagt:

    Es geht nicht nur einen Partner, es gibt auch keine „beste“ Freundin oder ähnliches. Ich kenne das auch nicht. Es gab auch nie jemanden der mich liebte – sei es als Tochter, Kind, Schwester, Freundin oder was auch immer. Meistens komm ich ganz gut klar, aber ich arbeite ja grade an der Sehnsucht des Kindes nach einer liebenden Mutter oder so – das ist in der Therapie das Thema der nächsten Wochen/Monate – und Sehnsucht nach jemanden – ist auch etwas das ich nicht selbst stillen kann – ich kann mich selbst trösten oder versorgen – aber dieses „nach jemanden“ kann ich nicht selbst stillen.

    Meistens komm ich ganz gut klar, aber es gibt Momente oder Tage, in denen es so sehr weh tut, dass mich der Schmerz zerreißt.

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