Überlegungen

Ich war heute Schwimmen – wollte ich ja dreimal die Woche schaffen.

Morgen treffe ich mich mit H. – Computer(nach)hilfe.

Im Endeffekt ist es ok nach der Thera schwimmen zu gehen – davor schreib ich noch einiges was mit der Thera zu tun hat – und damit schließe ich das meistens auch ab.

Abgesehen davon dass ich richtig fertig bin jetzt.

Die Überlegungen sind jetzt schon ein paar Tage – aktuell versuche ich wirklich jeden Tag Sport zu machen, außer Di, weil da die Tischlerei als Sport für mich zählt.

Theoretisch weiß ich, dass ich dem Körper auch Regenerationsphasen gönnen muss. Das war bisher nicht wirklich ein Thema, da ich zwar für mich viel gemacht hab, aber jetzt im Gesamten doch nicht ganz so viel.

Mittlerweile bin ich deutlich fitter und so merke ich es jetzt doch manchmal, dass es vielleicht etwas viel wird. Vor allem, weil ich ja sonst auch noch ganz viele Termine habe. Es fällt mir schon schwer dass ich nur das Wochenende für mich habe und grade mit dem dritten mal Schwimmen ist das ja auch etwas in Gefahr.

Mir ist klar was mein Arzt sagen würde: mind 2 Tage „frei“ – zumindest Sportfrei (das mit den Terminen usw – da sagt er ja nur ich muss auf mich achten).

Im Endeffekt geht es jetzt für mich darum ob ich am Wochenende einen freien Tag einbaue – also den Joker nicht als eventuelle Möglichkeit, sondern eher als Pflicht.

Was mich hadern lässt ist, dass damit eine Regelmäßigkeit durchbrochen wird. Die Angst, dass ich wenn ich dann einen Tag nichts mache, den nächsten auch nichts mache und somit das ganze mit dem Sport wieder gefährde – oder dass ich es dann an den anderen Tagen übertreibe.

Der Sport tut mir gut – aber er ist für mich „mehr“. Manchmal hat er fast etwas von Sucht – aber eben weil ich da jetzt auch in einem Fahrwasser bin – ich merke das am Ergometer, das ist nicht regelmäßig und fällt damit dann auch häufiger mal weg. Wenn er mal länger ausfällt – fehlt was, aber letztes Wochenende zeigte auch, dass man sehr schnell wieder in alte Fahrwasser kommt – zu leicht.

Mir fehlt da die „Mitte“ – das merke ich grade daran, dass es mir so schwer fällt zu sagen: ok – am Samstag oder Sonntag mach ich nichts – bleiben ja immer noch fünf mal die Woche Sport.

Aber wenn es die Regelmäßigkeit durchbricht – ist das Risiko groß, dass das häufiger wird – außerdem müsste ich das mit den Jokern schon wieder anders machen (und wie?).

Ich weiß grad nicht ob ich mir mit oder ohne den „Ruhetag“ mehr schade – und was hinter all dem ganzen steht.

Nachtrag: ich muss das mit mir ausmachen – der Thera hat angeboten den Ruhetag zu „verordnen“ (und sogar die Begründung gleich dazugeliefert) – ja – natürlich würde mir das die Sache einfacher machen – weil ich die Entscheidung auf andere schieben könnte. Angeboten, damit es mir leichter fällt, nicht weil es unbedingt muss, weil er es wichtig findet, da er mich kennt und immer davon ausgeht, dass ich eher zuviel als zu wenig mache.

Aber Fakt ist: ich muss das für mich entscheiden – und mit den Konsequenzen leben. Ich will die Entscheidungen nicht abschieben. Mir ist klar welche Tendenz der Thera und auch der Arzt hat, ich hab Angst durch die Regelmäßigkeit mehr zu verlieren. Außerdem ist es wieder so die Sache, dass der Körper da halt was will, was ich nicht geben will – er „gewinnt“ wieder mal, schränkt wieder einmal ein (auch wenn das eine Einschränkung ist die eher „normal“ ist). Im Endeffekt muss ich es nicht mal entscheiden – denn die ist klar – ich muss einen Ruhetag einführen – ich hab nur Angst davor.

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