heute

Ein bisschen „angegriffen“ – psychisch. Körperlich bin ich dienstags ja immer eher jenseits von gut und böse. Leider half auch die Schmerztablette heute Mittag nichts.

Betreuung – wir haben eine Stunde abgewaschen -bzw. W. hat abgewaschen ich abgetrocknet, denn ich konnte nicht länger stehen und auch nicht bücken (sonst hätte ich vorgeschlagen heute die Böden zu machen und morgen den Abwasch) – dass es für W. so schweißtreibend war, war für mich schwierig – ich hatte deutlich größere Probleme mit dem „annehmen“ können als sonst (und die sind sonst ja schon groß). Aber ich bin jetzt froh, dass wir es gemacht haben. Es war wichtig für mich – grade auch in Hinblick darauf, dass wir nächste Woche keinen rechten Wohnungstermin haben, da wir überhaupt nur am Montag einen haben.

Dass der Landkreis sich noch nicht gemeldet hat, macht die Sache auch nicht einfacher – dieses „nicht wissen“ – denn zur Zeit bin ich offiziell bei keinem Anbieter – vom Neuen gab es ja noch kein „ok“ und vom Landkreis auch noch keine Bestätigung des Wechsels (und die 10 Tage sind schon eine Weile um).

Diese Woche wird der andere Betreuer dann auch eine mail an den österr. Rententräger schicken – wegen der Verlängerung der Rente. Seit er das macht, klappte es auch – ich hoffe, dass es auch dieses Jahr wieder so sein wird.

Aber all das ist irgendwie nur im „Hintergrund“, die Themen  der Thera heute dagegen sind sehr präsent. Die Frage des „warum kann ich das mit dem Kind im Mülleimer nicht anders sehen?“ aber auch das mit dem Krankenhaus – die Körpererinnerungen – und eben die Mutter, die permanent niedermacht und manipuliert und ihre Unberechenbarkeit. Dieses Gefühl „erdrückt“ zu werden von all den Anforderungen und „Regeln“ und „Verhaltensvorschriften“ – und dabei kann man es eh nie recht machen – diese ständige Überforderung und Angst. Psychoterror – rund um die Uhr, jeden einzelnen Tag.

Immer dieses „Überleben“ und hantieren von drei Realitäten  – die nach außen – die das absolut wichtigste ist, die, was wirklich passierte und lief und die, die meine Mutter sich bastelte. Teilweise so grundverschieden – und doch musste ich sie unter einen Hut bekommen.

Meine Mutter hat weit mehr zerstört in mir als mein Vater – ja es waren beide – und „sie haben sich gefunden“ – nur weil beide so waren wie sie sind, war das möglich was sie gemacht haben – doch die Mutter hat da weit mehr kaputt gemacht.

Ja ich bin „angegriffen“ – daher werde ich mir jetzt trotz eigentlich geplanten Obsttag (außer die beiden Brötchen mit Schweinsbraten für die Tischlerei) ein Eis schnappen, den Ventilator anmachen (heute finde ich es hier in der Wohnung so warm) und mich in die Welt des Schwertes der Wahrheit flüchten (lese grade den 2. Band und bin noch unschlüssig ob ich das weiterlesen will – was aber mehr daran liegt, dass da etwas Druck hinter ist, weil die Bände immer vorbestellt sind in der Bücherei).

Außerdem war heute alles etwas viel – auch körperlich – die Tischlerei fordert sehr – ich bin die letzten Male danach immer völlig alle gewesen und schmerztechnisch war es auch ziemlich heftig – trotzdem möchte ich dort weitermachen – die Arbeit macht mir Spass – aber die Koppelung mit Thera ist schon anstrengend genug – den Betreuungstermin dazu – das war heut einfach alles etwas viel. Zumal auch in der Thera es doch „heftiger“ war als sonst dienstags.

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