Impfung

Gestern abend sehr sehr leichte Kopfschmerzen (könnte auch von der Anspannung kommen) und relativ früh ins Bett um zu schlafen.

Heute um drei war ich dann wach und bin aufgestanden. Vormittags nochmal drei Stunden geschlafen und das wars – ich fühl mich weder krank noch müde noch sonst was.

Hab offensichtlich Glück und bin von größeren Impfreaktionen verschont geblieben.

Veröffentlicht unter kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | Schreib einen Kommentar

dies und das

Vormittags mit MissMutig im Gartenmarkt (nachdem sie eine Bonsai-Tiger-Sitting-Einweisung bekommen hat), ich hab jetzt eine Wanzenpflanze und freu mich am meisten über den Zwergkrug, der eigentlich 30 Euro kosten sollte, aber halt halb tot aussah und den ich dann für quasi umsonst bekommen hab. Zuhause dann festgestellt, dass die Wurzeln auch von denen, die ganz schlimm aussahen ober der Erde noch ziemlich gut ausschauen – und so sind all meine Terrarien wieder gut mit Fleisschis bestückt, mit Lieblingsfleischis und „Raritäten“ (da muss ich erst schauen, ob das wirklich Raritäten sind, das wird im Gartenmarkt ja gerne mal auch zu denen gesagt, die nur die nicht ganz so oft haben) und jetzt eben einigen Ablegern Zwergkrug zusätzlich zu den Ablegern vom letzten Jahr.

Am besten finde ich meine Venusfliegenfalle „Freaky Star“ und nach wie vor meine Scorpioides und mit dem Zwergkrug und der Wanzenpflanze sind es jetzt schon vier „Lieblingsfleischis“.

Nachmittags ging es dann zur zweiten Impfung. Letztes mal hat das ja mehrere Stunden gedauert – heute war ich nach nicht mal einer Stunde fertig und ja – ich bin froh jetzt geimpft zu sein, auch wenn die Wahrscheinlichkeit für deutliche Nebenwirkungen bei mir hoch ist. Bis jetzt juckt nur die Einstichstelle ein bisschen, aber das Meiste ist eh erst morgen zu erwarten.

Sonst gilt nach wie vor nicht denken, nicht fühlen, nicht sein und ablenken. Klappt dank Streamingdiensten immer noch ganz gut.

Positiver Nebeneffekt: ich bin weder wegen der OP, noch wegen des Krankenhausaufenthaltes nervös oder besorgt oder ängstlich. Denn dafür müsste ich ja denken oder fühlen und  vor allem nicht ablenken.

Für den Moment definitiv gut und die richtige Strategie.

Wochenende also viel Ruhe und dann schauen wir weiter. Listen für den Koffer und was in der Wohnung noch gemacht werden muss sind fertig und werden dann mit dem Betreuer Montag und Dienstag abgearbeitet.

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik | Schreib einen Kommentar

Ruhe in Frieden J.!

Leider grade erst erfahren, dass J., der Mann der lieben Ingrid, leider am Samstag nach schwerer Krankheit gestorben ist.

Liebe Ingrid – ich denke fest an dich und bin für dich da, wenn du das magst! Vor allem wünsche ich dir viel Kraft und Menschen, die für dich da sind und die ein Stück weit tragen in der Trauer.

Lieber J., ruhe in Frieden!

Ich schließe euch in meine Gebete mit ein.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte | Schreib einen Kommentar

Rundumschlag

Heute Arzttermin. Mit langer Liste, weil ja PIA und bariatrische OP und zweite Impfung (und dafür benötigter Transportschein) und Medis abklären und überhaupt.

Er meinte nur: „wenn Sie schon sagen es ist viel, dann heißt das schon was“ und wir arbeiteten die Liste nach und nach ab. Das mag ich an ihm – er vergibt die Termine doppelt in 15 Min-Abständen – und meist braucht man ja auch weniger und so geht sich das schon gut aus. Aber wenn es halt mal auch länger braucht, nimmt er sich die Zeit auch dafür. Zumal wenn er weiß, dass ich das sonst ja schon versuche immer schön kurz und knackig zu halten.

Inhaltlich sieht er das alles schon sehr ähnlich wie ich und ist arg überrascht über die PIA (hab ihm auch die mails mitgebracht, weil ich halt immer noch nicht weiß, warum da jetzt so reagiert wurde und er versteht es auch nicht – beruhigt mich dann doch etwas) und wünscht viel Glück und alles Gute für die OP.

Termine erstmal im 8-Wochen-Rhythmus – auf meinen Wunsch hin (sonst sind es ja mittlerweile 3 Monate).

Mit Einweisung, Transportschein, vielen Rezepten und neuem Termin ging es weiter zum Kaufland – letzter Einkauf für vor und die ersten Wochen nach OP.

Von dort zum Urologen, da steppte der Bär und ich musste für mein Rezept (ja nur ein Rezept!) über eine halbe Stunde warten. Dann weiter zum Hausarzt das letzte Rezept einsammeln und über Apotheke (hatte alle Medis schon vorbestellt) ging es nach Hause.

Da dann ein Anruf von der Apotheke, ein Medikament hätte ich wohl vergessen vorzubestellen, Rezept aber abgegeben und sie würden das jetzt bestellen und wir sammeln das im Laufe der Woche noch mit ein.

Danach war ich platt. Seit ein paar Tagen krieg ich richtig schlecht Luft, schwanke selbst in Ruhe mit einer Sauerstoffsättigung von 89 bis 94, ganz selten mal ne 95, meist krebs ich bei 91/92 rum.  Doof, aber nun denn.

Also erstmal hingelegt, versucht den Jungspund noch mit Wurfspielzeugen bisschen platt zu machen (im Moment apportiert er Haargummis) um dann auch wirklich in Ruhe schlafen zu können.

Freitag gibt es dann die zweite Impfung und im Anschluss geht es mit MissMutig in den Gartenmarkt – da ich dieses Jahr den Balkon nicht gestalte, bei meinen Fleischis die „Schusspflanze“ über den Winter alles überwuchert und getötet hat, hab ich die endlich aus dem Terrarium entfernt und in einen Glas und einen großen Topf  gepackt – da kommt dann halt nichts anderes rein (und dafür dass die sooooo selten sein soll – hab ich hier rauhe Mengen – wenn also jemand Interesse hat – gebe gegen Versandkosten da sehr gerne ab, weil ich hab noch einen kleinen Karton mit dem Zeug über.

Deko hab ich dann gleich mal ausgekocht – weil die wurzeln wirklich überall und winden sich in alles.

Meine Scorpioides sind irgnedwie auch – eher tot als lebendig. Mal schauen, ob die nochmal kommen – denn der andere Sonnentau kommt auch grad erst wieder.

Jedenfalls soll ins Terrarium wieder anderes und da müsste ich noch ein oder zwei Minipflänzchen im Gartenmarkt holen, damit es etwas vielfältiger wird. Wenn schon kein Balkon wenigstens in der Wohnung schön.

Ich trauere meinem Elefantenbaum nach. Den bekam ich, als ich hier einzog (unten noch) als grad mal 20-30 cm Pflanze und der war ja – dank der Bonsai-Tiger, die ihn regelmäßig abknabberten – mittlerweile etwa 1,20 und sehr ausladend.

Ein Gießunfall (der Betreuer meinte es etwas zu gut mit dem Wasser und ich hab das leider zu spät gesehen) erholte er sich dann nur langsam und als die Bosnai-Tiger dann den größten Stamm kappten, war das wohl zuviel für den Armen. Ich versuchte noch ein paar Rettungsversuche, aber leider erfolglos.  Theoretisch hätte MissMutig noch Elefantenbäume von mir, aber es geht mir weniger um den Elefantenbaum an sich, sondern eben um genau diesen. Weil der vom Wachstum her einfach für mich was besonderes war und irgendwie eine Symbiose mit meinen Bonsai-Tigern einging (die anderen liessen sich zwar auch abfressen, wuchsen aber nicht deshalb).

Die Papyruspflanzen gedeihen gut – zumindest die im Licht. Da werde ich definitiv auch einige abgeben/verkaufen (müssen) – aber eher nach OP oder im Herbst – im Moment ist mir das glaub ich zu viel Stress (vor allem ist Kontakt in Kleinanzeigenportalen ja auch immer – eigen  – und ich finde das sehr mühsam, da hab ich grad nicht den Nerv für.

Essenstechnisch bin ich heute deutlich über die 1000kcal gerutscht, was vor allem daran lag, dass sowohl die Hühnerbrust als auch die Advocado dringend weg mussten. Bei ersteren halfen dann auch die Bonsai-Tiger tatkräftig mit.

Ist aber ok so. Darf nur nicht regelmäßig werden.

 

 

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Fragen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik | Schreib einen Kommentar

dies und das

Die NullKohlenhydrate-vielEiweiss-max1000kcal-überwiegendflüssigbreiig-Phase läuft nun heute den 5. Tag. Und es läuft erstaunlich gut – ich merke ich bin nicht zucker- sondern nur süßsüchtig. Das lässt sich ja mit Alternativen gut lösen.

In Milchprodukten mag ich auch die Instick-Sorten ganz gern, so dass ich auf die Mindestmenge Eiweiss sogar ohne Pulver komme. Die letzten zwei Tage war dann echt Hungergefühl da (konnte aber nicht sein, weil der Magen mit Eisbergsalat voll war, eins der wenigen nicht flüssig/breiig-Essen), aber heute geht es ganz gut – Magen-Darm und Kopfschmerzen zeigen an, dass ich wohl langsam in die Ketose komme.

Als Magenfüller gibt es die Instick-Dinger als „Götterspeise“ – aber die sind gar nicht mehr nötig.

Insgesamt hab ich mir das sehr viel schlimmer vorgestellt. Hab nicht mal Gelüste. Das süß lässt sich ja mit den Sticks lösen und der Rest ist gar nicht so tragisch. Hoffe nur das bleibt auch so – ist ja erst ein Drittel der Zeit um.

*****

Meine Video (Serien und Filme)-Festplatte ist wohl kaputt. Dachte erst es liegt am Kabel, aber auch mit neuen tut sich schlicht gar nichts. Sehr schade, aber nun denn. Ein Teil ist ja noch auf dem Computer. Der Rest ist halt jetzt weg. Gibt schlimmeres.

*****

Morgen Arzttermin. MissMutig fährt mich hin, der  Betreuer sammelt ein. Auf dem Rückweg müssen wir ein paar Ärzte anfahren um Rezepte, Einweisung für die Op, Transportschein für Imfung usw einzusammeln. Und theoretisch auch noch einkaufen. Hoffe wir schaffen das alles. Da auch für den Arzt viele Punkte auf der Liste stehen, hoffe ich, dass wir auch das alles abgearbeitet kriegen – die Zeit ist dort ja begrenzt.

*****

Tja 10 Tage noch – dann gehts in die Klinik. In 11 Tagen ist die OP. Noch immer ist es so, dass ich vor der OP an sich keine Angst habe (das kommt dann kurz vorher), sondern mehr vor dem KH-Aufenthalt, den Untersuchungen, den vielen Menschen, den fehlenden Rückzugsort usw.

*****

Insgesamt geh ich mit der Situation was die PIA angeht, relativ gut um. Ich bin weit weg von gut – keine Frage, aber ich glaube mich trifft mehr das drumherum. Das wie es gelaufen ist, dass damit eben auch der Rest wegfällt – Buchbinderei, Fahrten, ärztliche Stellungnahmen, wenn die gebrauch werden usw.

Fahrten beantragen wir eine Erweiterung auf alle Arztpraxen und bei der Verlängerung eben gleich alle. Buchbinderei ist ja aktuell eh coronabedingt noch nicht und die Stellungnahmen – tja – keine Ahnung wie ich das mache.

Auch mach ich mir etwas den Kopf wegen der ambulanten Betreuung, die aktuelle gilt bis Ende Mai, eine neue ist noch nicht da. Ist ja noch etwas Zeit, aber ich hoffe sehr, dass es rechtzeitig kommt! Denn ohne bin ich aufgeschmissen.

*****

Mir ist klar, dass ich nur deshalb damit umgehen kann, weil ich eben nicht-bin. Nicht nachdenken, nicht fühlen, nicht sein. Ablenken und in Buch-, Serien-,  Film- und Internetwelten fliehen.

Doch das ist für mich jetzt auch ok so. Erstmal die OP hinkriegen, dann schauen wir weiter. Bis dahin ist das rumsandeln absolut ok.

Lufttechnisch ist eh nicht viel drin. Selbst in Ruhe teilweise schlecht Luft kriegen. Da ist dann eh nicht wirklich Aktivität möglich.

Ich bin froh meine Bonsai-Tiger zu haben. Die tun mir gut, fordern auch ein Mindestmaß an Struktur ein und ein deutlich größeres Maß an Beschäftigung und Kuscheln.

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik | Schreib einen Kommentar

WMDEDGT 05/21

Frau Brüllen fragt – wie jeden 5. des Monats: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“

Heute ist der gefürchtete Tag da, es beginnt die Flüssig-Eiweiss-PräOP-Phase. Ab heute gibt es 2 Wochen lang keine Kohlenhydrate, viel Eiweiss, überwiegend flüssig und maximal 1000kcal/Tag.

Für mich Zuckersüchtler der schlimmste Teil vor der OP. Am 19. geht es dann in die Klinik und am 20. bekomme ich – sofern alles gut geht – dann meinen Sleeve, einen Schlauchmagen.

Um sechs klingelt der Wecker. Das Frühstück bestand aus dem schon lange dafür besorgten körnigen Frischkäse, denn den Großeinkauf für diesen Monat machen wir erst heute. Eigentlich ist auch geplant für die ersten Wochen nach OP schon einzukaufen, aber irgendwie ist das mit dem „ich will trotz der keineKohlenhydrate und max 1000kcal/Tag“ auch satt werden doch teurer als gedacht.

Aber danach brauch ich ja nicht viel – von daher passt das schon. Getränke holen wir dann am Montag.

Um sieben wurde ich also eingesammelt – der Einkauf war – anstrengend. Ich bin körperlich so was von unfit. Die ständige Atemnot werde ich defintiv nicht vermissen nach OP! Ohne Hilfe geht quasi gar nichts mehr.

Es standen nur 3 Läden auf der Liste, wobei bei Lidl eigentlich nur die Hosen und bei Real der zuckerfreie Ketchup, der alternative Laden wäre dann leider doch sehr arg weit weg.

Im Endeffekt waren die ersten beiden Läden zu. Real hatte noch nicht auf und der Lidl ist diese Woche wegen Bauarbeiten geschlossen. Entsprechend blieb noch  Kaufland und dann am Ende ein anderer Lidl. Real hab ich gestrichen, da ich den eh schon so anstrengend finde und am Ende schlicht nicht schaffe.

Bekommen hab ich das meiste und so bin ich jetzt gut gerüstet für die kommenden Wochen.

Gegen elf waren wir wieder daheim und ich so fertig, dass ich mich erstmal hinlegen und schlafen musste.

Im Anschluss noch gemütliches Bonsai-Tiger-Kuscheln und eine Liste für all die Lebensmittel erstellen, die in den nächsten 14 Tagen auf meinem Speiseplan stehen,  in der kcal und Eiweiss automatisch berechnet werden.

Nachmittags dann mit Bonsai-Tiger (im Wechsel) ein paar Serien schauen und bisschen im Internet recherchieren.

Da morgen und übermorgen sehr anstrengende Tage werden, wird heute nicht mehr viel auf dem Plan stehen.

19:00 Uhr: gegessen, mich drüber geärgert, dass ich die alte Festplatte nicht angeschlossen bekomme, versucht in kostengünstig ein 3,5 Zoll Festplattengehäuse zu finden – inkl aller Kabel, weil ich damit auch schauen könnte, ob es nur an einem Kabel liegt, endlich die Tasche und den Kissenbezug samt Farbe in die Waschmaschine gesteckt, übliche abendroutine mit Quizzen und den letzten Quiz gibts jetzt gleich im Bett noch. Danach evt noch eine Folge einer Serie – je nachdem wie müde ich bis dahin bin – im Moment sieht es nicht danach aus.

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik | Schreib einen Kommentar

wie es ist

Es ist – wie es ist.

Viel ablenken, mich auf die OP konzentrieren (übermorgen beginnt die Eiweiss-Flüssig-null!!Kohlenhydrate-max.1000kcal-Phase), entsprechend sieht auch der Einkaufszettel aus.

Die gesetzliche Betreuerin  versucht das mit den Fahrtkosten zu klären (das wird dauern – leider) und so sitze ich quasi zu Hause fest. Mal wieder.

Ansonsten – ablenken, viel Serien schauen, möglichst nicht nachdenken, keinesfalls fühlen – nicht-sein halt. Von Medikamenten unterstützt. Verlorene Zeit. Aber so wenigstens aushaltbar.

Bin grad unendlich froh über das restliche Netflixguthaben, so gibt es erstmal genug Nachschub an Serien/Filmen/könntemanschauen. Zumindest bis zur OP bin ich damit noch gut versorgt und ich werde das vermutlich verlängern.

Hier wird es weiter ruhig bleiben, weil ich gar nicht drüber nachdenken will, wie es mir grad geht – ich versuch das ja grad zu vermeiden über das jetzt und vor allem über die Zukunft nachzudenken. Da wäre ein Blogeintrag dann grad kontraproduktiv.

Es muss sich keiner Sorgen machen, im Moment steht die OP im Vordergrund und ich würde nichts tun um die zu gefährden. Danach kann ich dann neu schauen.

 

 

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik | Schreib einen Kommentar

wie es ist

Die Abende, Nächte und Morgen sind schwierig. Die Nächte nach deutlicher Medikamentenerhöhung aktuell wieder ganz ok, hoffe nur das hält an und ist jetzt nicht nur die Anfangsnebenwirkung wegen der Erhöhung.

Tagsüber geht es aber, ich schaue viel Serien oder fern, vergrabe mich in Recherchen (da bietet ja die bariatrische OP quasi für einige Wochen genug Stoff, je nachdem wie tief man halt einsteigen will), versuche zu organisieren (nutze ja zum Beispiel als kalorienfreien „Geschmack“ Instick und da sind die Milchsorten eben für mind 500ml und die anderen für mind 700 – 1000ml – je nach Sorte – nach OP sind das ja viel zu große Mengen, also hab ich kleine Zentrifugenröhrchen und wiege die verschiedenen Sorten erstmal je für ca 100ml ab – naja – nicht ca – der innere Monk will es dann doch sehr genau usw und weil ich schon dabei bin, kann ich auch gleich das Eiweispulver in Tagesrationen packen und überhaupt und sowieso – man merkt: Beschäftigungstherapie de luxe) und verteilen und planen (z.Bsp wie ich auf genug Eiweiss komme, satt werde und trotzdem unter 1000kcal/Tag bleibe – von daher versuche ich grad Mahlzeiten zu generieren, die quasi immer die selbe Kalorien haben und ich dann in den 14 Tagen vor OP nur noch eben etwas daraus wählen muss oder so – inkl Bedenken, dass eben auch die Eiweissmenge dann stimmt (was mit Pulver ja anpassbar ist und ja ich hab tatsächlich dank der Proben von der Adipositasambulanz eins gefunden, dass geschmacksneutral ist).

Dann geht es um die Fahrtkosten – Anträge müssen gestellt werden, Fragen geklärt. Denn nach OP wird es erstmal mehr Kontrolltermine geben und die müssen geklärt werden. Außerdem kann ich mich woanders erst nach Therapiealternativen umschauen, wenn die Fahrtkosten unabhängig von der PIA übernommen werden – also generel für Arzttermine. Das steht zwar eigentlich auf der Genehmigung auch drauf, aber wie vermutet, war das ein Fehler und gemeint war halt doch nur die PIA.

Erweiterungsantrag stellen, evt. Widerspruch, evt Widerspruch mit Anwalt und naja- halt schauen wie es bis dahin anders geregelt werden kann.

Denn durch den Wegfall der PIA, werden es mehr Termine bei meinem Arzt (da bin ich sonst ja nur alle 2-3 Monate, aber der muss jetzt die psychologische Anbindung wegen OP übernehmen und somit muss ich da häufiger hin – das können die Betreuer nicht abfangen).

Immerhin: die Impfung ist nicht in Gefahr. Da gelten eh andere Bedingungen – und für den stationären Aufenthalt auch – inwieweit da die Nachsorgetermine übernommen werden, müssen wir auch noch klären.

Der Wechsel des gesetzlichen Betreuers macht sich grad deutlich bemerkbar, weil die neue das alles gar nicht mitbekommen hat und entsprechend auch gar nicht weiß wann was wo beantragt und durchgekämpft worden ist.

Abgesehen davon seit drei Tagen heiser und Halsschmerzen, aber sonst fit.

Wie es hier weitergeht – weiß ich nicht. Im Moment gibt es nicht täglich was zu schreiben – ich gehe ins Bett, mit viel medikamentöser Unterstützung schlafe ich, stehe morgens auf, hab da sehr zu kämpfen, bis ich mich in fremde Welten flüchte (Fernsehen, Serien, Recherchen usw) – das geht bis zum Abend, mal mit kleineren, mal mit größeren Tiefs über Tag, aber die gehen mit Ablenken ganz gut. Abends dann wird schwieriger, ich schau länger fern, bringe damit den Tag-/Nachtrhythmus noch mehr durcheinander, aber irgendwann greifen die Medis und ich schlafe – unruhig – aber immerhin.

Dann beginnt der neue Tag. Ich bin nicht wirklich da.

Das was da oben steht – hat sich seit dem letzten Eintrag ereignet – es wird also hoffentlich alle paar Tage mal was geben, aber ich kann und will mich aktuell nicht damit auseinander setzen wie es mir geht – was eigentlich für mich der Sinn eines Eintrages ist. Also werde ich keinen schreiben – und nur festhalten, was halt so passiert. Für später. Zum Nachlesen. Denn ich bin mir ziemlich sicher, dass ich später von der jetzigen Zeit nicht mehr viel weiß. Dazu bin ich viel zu weit weg.

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik, Therakrise | Kommentare deaktiviert für wie es ist

aus der PIA geflogen

[…]leider muss ich Ihnen mitteilen, dass eine weitere psychotherapeutische Behandlung in der PIA nicht mehr stattfinden wird. Nach intensiver Durchsicht Ihrer Behandlungsakten konnten wir keine klinisch relevante Reduktion belastender Symptome feststellen und gehen nicht davon aus, dass sich ein Behandlungserfolg erzielen lässt.[…]

… und ich weiß immer noch nicht, was ich gemacht hab, damit diese Reaktion kommt. Ich zermarter mir den Kopf und kann einfach nichts finden – und ich bin da echt einfallsreich. Hab selbst den früheren Ersatzthera angeschrieben, der einfach nur sauer ist und meint, dass das absolut nichts mit mir zu tun hat.

Als würde da wer sitzen und sich fragen, wie man einen Worst Case auslösen kann. Drei Fliegen mit einer Klappe: Krise auslösen und dann allein lassen und damit ein Patient weniger – mit etwas Glück bringt er sich ja um und wir kriegen nicht mal Ärger weil wir dem SGBV §118 nicht nachkommen wollen.

Immerhin: so langsam werde ich auch wütend.

 

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik, Therakrise, Therapie | Kommentare deaktiviert für aus der PIA geflogen

dies und das

Die Therapiesituation ist immer noch ungeklärt. Nicht im Sinne, ob sie weitergeht o der nicht, denn das wird sie nicht – dazu ist da zu viel kaputt jetzt, aber ich verstehe es halt immer noch nicht.

Keine Ahnung, ob da eine Klärung möglich ist. Der Ball liegt im Feld des Theras.

Dem hab ich dann heute nochmal eine mail geschickt, denn für mich muss einiges geklärt werden. Wer ist nun in Ansprechpartner in der PIA, wer ist für die Stellungnahmen zuständig, wer für die Anbindung an Buchbinderei oder auch wegen der Magen-OP usw.

Ich hoffe wenigstens darauf eine Antwort zu bekommen.

Aber ich hab auch nochmal geschrieben, dass es nie in meiner Absicht war ihn zu verletzen/verärgern/enttäuschen und mir sehr leid tut, dass das offensichtlich doch passiert ist.

Und dass ich es gern verstehen würde, wissen würde, was ich falsch gemacht habe, was so unverzeihlich war. Denn ehrlichgesagt – ich weiß es schlicht nicht. Ich zermarter mir das Hirn und komme doch zu keinem Ergebnis. Vor allem weil ich mit „vielleicht dachte er es war so oder so und so wars ja nicht“ nicht wirklich weiter komme – ich kann ja nun mal nicht wissen, was ihn da so angetriggert hat (sonst hätte ich es ja nicht gemacht).

Es wiederholt sich halt – die Stelle, die eigentlich zuständig ist in Krisen – die PIA – ist für mich grad wieder mal nicht greifbar. Sch…

*****

Grade Wohnungstermin abgesagt – weil mir schon beim Gedanken daran übel wird und Tränen in die Augen steigen – totale Überforderung.

Beim Gedanken an die Physio geht es mir ähnlich, aber da hab ich letzte Woche schon abgesagt und von daher muss ich da heute hin – auch wenn wir dann heute wohl nicht viel hinbekommen.

Es überfordert grad alles irgendwie. Wobei ich glaube, dass es die sozialen Kontakte sind, die grad so massiv überfordern. Ohne geht es nämlich einigermaßen.

Wobei nein – auch alleine krieg ich Wohnung grad nicht hin – und auch Sport würde nicht gehen.

Ist einfach grad alles nur zuviel.

*****

DonCaos hat seine Liebe für Haargummis entdeckt. Vor allem wenn die auch fliegen, dann bringt er sie wieder und fordert zum erneuten werfen auf.

Leider ist er mittlerweile so fixiert darauf, dass er heute Nacht mein Haargummi-Depot geplündert hat. Bisher hab ich erst einen Teil wiedergefunden. Offensichtlich hat er die irgendwo gebunkert um mich auch dann auffordern zu können, wenn ich die Teile verstecke, damit das Spiel endlich ein Ende hat.

*****

Ich bin so weit weg und müde und bin einfach nicht.

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik, Therakrise, Therapie | Kommentare deaktiviert für dies und das