Liebe

Donnerstag, 19. Januar 2012 - 06:00 Comments off

Die Verrücktheit der Liebe ist der größte Segen des Himmels.

 

Plato

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Geräusche

Mittwoch, 18. Januar 2012 - 06:03 2 comments

Wenn ich ziemlich zugemacht habe oder überreizt bin (sind zwei versch. Zustände), merke ich das meist an einer extremen Geräuschempfindlichkeit.

Generell bin ich was Geräusche angeht empfindlich und wenn ich denke, wie laut es hier in der Wohnung immer ist (Tiefkühle, Kühlschrank, Heizung, DVD-Recorder usw) wundert es mich manchen, dass ich das hier ganz gut hinbekomme.

Das ist wie mit dem Tinnitus – den ich zwar habe, der aber für mich weniger das Problem ist – den kann ich eigentlich ganz gut ausblenden, was mit bei der Geräuschüberempfindlichkeit leider immer wieder nicht gelingt.

Gestern war ja der Hausarzttermin (lief ganz gut, wir sehen uns erstmal einmal im Quartal – zumal er eh noch Blut braucht, weil er gestern keins bekommen hat) und ich hatte dann eine Dreiviertelstunde Zeit und bin zu einem Hörgeräte-Menschen gegangen (wie heißen die eigentlich?).

Dort wollte ich mich schon lange mal nach einem Gehörschutz informieren. Dabei ging es mir um zwei Situationen – die eine ist unterwegs (oder auch in der Thera) um Straßenlärm und Innenstadtgebrabbel zu dämpfen, aber Sprache dabei gut zu verstehen, die andere ist für Zuhause, wo es eher darum gehen sollte, dass der Geräuschpegel gedämpft wird und Sprache eigentlich keine Rolle spielt (wobei schon nett wäre, wenn ich den Fernseher trotzdem hören würde, aber das ginge auch mit Kopfhörer).

Im Endeffekt landeten wir beim Gehörschutz für Musiker, der ja eh schon mal im Gespräch war, aber mit fast 200 Euro einfach arg teuer – zumal es wohl so wäre, dass ich unterschiedliche Frequenzen hätte und zwei Filter bräuchte (immerhin kann man mittlerweile die Filter wechseln und muss nicht zwei Gehörschutz anfertigen lassen – so ein Filter kostet ca 70 – 80 Euro).

Das ist natürlich viel Geld (auch wenn es vor ein paar Jahren – es geht ja immer wieder mal darum – fast doppelt so teuer war).

Die Dame meinte aber, dass die Sprache damit auch gedämpft würde und dass ich doch erstmal mit den Ohrenstöpseln schauen sollte, ob das für mich ok wäre, ob ich genug verstehen würde – bevor ich da viel Geld investiere und es dann für mich nicht klappt.

Also bekam ich zwei vom wohl größten Hersteller und lief den restlichen Tag damit herum (auch beim Thera – bot sich ja an, dass ich das gleich teste gg)

Die Sprachverständigung war ok, anders, aber gut hörbar sofern der, der spricht in meine Richtung schaut und nicht zur Seite oder so (was ja in der Thera auch gegeben ist – in der Regel gg). die Dämpfung war einfach nur eine Wohltat.

Geplant war ja nur es für eine Stunde etwas zu probieren, aber im Endeffekt hab ich die Dinger einfach nicht mehr rausgenommen – bzw sie recht schnell wieder reingemacht.

Jetzt kosten 8 Stück von diesen um die 2,50, so dass natürlich die Überlegung da ist, erstmal mit denen zu arbeiten. Der große Nachteil (und das nervt gewaltig) ist, dass mir die immer aus den Ohren fallen – das Problem hab ich ja eher generell – auch mit In-Ear-Kopfhörern (und mir ist die richtige Anwendung durchaus bekannt), außerdem empfinde ich die Teile auf Dauer meist recht unangenehm im Ohr.

Was für ab und an in der Stadt ja noch geht, aber beim Donnerstagstermin eher ungut. Und zu Hause – einfach nervig und für nachts nicht zu gebrauchen, weil die ständig rausfallen.

Von daher stellt sich die Frage wirklich ob es nicht sinnvoll wäre, lieber doch statt der neuen Brille auf diesen Gehörschutz zu sparen.

Geplant habe ich jetzt erstmal eine Packung dieser Ohrenstöpsel zu holen und ein oder zwei mal kleiner zu schnippeln (bisherige Versuche zeigen, dass ich wohl die Spitze kappen muss, aber so ganz ideal ist es noch nicht) um zu schauen ob das vielleicht dann besser passt. Das muss ich bei den Kopfhörerteilen in der Regel auch machen, von daher ist das gut möglich. Denn das wäre natürlich eine deutlich kostengünstigere Lösung.

Auch wenn das “dumpfe” hören da natürlich sehr viel massiver ist als mit den individuell gefertigten, ist das etwas, womit ich zumindest zu Hause schon gut leben kann.

Es geht mir gar nicht darum die immer zu tragen, denn ich glaube das würde das Problem nur verstärken, aber in Zeiten, in denen eh schon eine Überreizung da ist, eine Art “Auszeit” zu schaffen und in der Thera die Außengeräusche auszublenden, damit das Konzentrieren auf die Inhalte und das Gespräch besser möglich ist.

Und um Wartezeiten in der Innenstadt zu überbrücken ohne mich jedesmal in die Bücherei flüchten zu müssen.

Mal sehen – aktuell ist es eh nicht so dass es finanziell ginge und somit hab ich ja noch Zeit um mich zu entscheiden.

 

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Tag

Mittwoch, 18. Januar 2012 - 06:00 Comments off

Töste dich, die Stunden eilen,
und was all dich dich drücken mag,
auch die schlimmste kann nicht weilen,
und es kommt ein andrer Tag.

In dem wen’gen Kommen, Schwinden,
wie der Schmerz liegt auch das Glück,
und auch heit’re Bilder finden
ihren Weg zu dir zurück.

Harre, hoffe. nichts vergebens
zählest du der Stunden Schlag:
Wechsel ist das Los des lebens,
und – es kommt ein andrer Tag.

Theodor Fontane

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Thera gestern

Mittwoch, 18. Januar 2012 - 04:40 Comments off

Wir hatten den Do nachbesprochen.

Es ging da ja um eine MB-Erinnerung, die bisher im dunkeln lag – zwar da war, aber nicht deutlich oder benennbar.

Schon nachdem ich die Do nach dem Theratermin aufgeschrieben und weggeschickt hatte, war es irgendwie weg – nicht der Inhalt, aber es war abgespalten – kein Gefühl mehr dazu, es beschäftigte mich auch nicht, keine Flashbacks – einfach nichts.

Am WE wurde dann auch mal deutlich, dass ich daran grad einfach nicht arbeiten will, dass eher das Gefühl da ist “das gehört (noch) nicht zu mir” – ist mir grad zu viel und will ich nicht.

Das hatte ich dann am Di auch gesagt, dass ich an diesem Punkt grad nicht weiter arbeiten möchte, dass ich dafür noch Zeit brauche, dass es sich erst “setzen” muss.

Im Moment ist es ja eher so, als wäre ich einfach “voll” – als hätten keine Gefühle, keine Gedanken, keine Wahrnehmung mehr Platz – als wäre der Speicher jetzt einfach voll und kann nichts neues mehr aufnehmen.

Am Donnerstag arbeiteten wir ja auch etwas mit dem Kind und das “lief” über, hatte die Tränen nicht mehr unter Krontrolle und es war einfach das Gefühl es ist voll mit Erlebnissen, Gefühlen, Gedanken, das hat alles gar nicht Platz und läuft jetzt halt über.

Und gestern wurde mir dann klar, dass es das auch ist – es ist grad einfach zu viel – nicht das heute, sondern das was so alles war – und so kommt nichts Neues mehr “an”.

Ich merke es an einer Geräuschüberempfindlichkeit (dazu in einem anderen Beitrag noch mehr) und dass ich auch sonst irgendwie “dicht” bin.

Also werden wir am Do mit dem Kind arbeiten und schauen wo es uns hinführt.

Es geht auch nicht darum diese Erinnerung zum Tabu zu machen oder ganz auszusperren, sondern nur darum es nicht konkret aufzugreifen, damit einzusteigen – wenn uns das Kind da hinführt – werde ich das anschauen, aber ich werde es nicht darauf anlegen oder das als Ziel im Hinterkopf haben.

Auffallend war gestern auch, dass ich zwar das Thema weit weg geschoben hatte, es nicht zu mir gehörte, als später aber ein paar Dinge benannt wurden (allgemein), das schon viel auslöste – was schon lange nicht mehr so ist.

Das Benennen ist einfach wieder deutlich mehr Thema grade, das fiel schon eine Weile auf, aber dieses Ausmaß hat mich gestern dann doch – überrascht. Passt aber – denn das ist meistens so, wenn grad das Kind wieder mehr dran wäre.

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Glück

Dienstag, 17. Januar 2012 - 06:00 Comments off

Im Wechsel von Steigen und Fallen

liegt der größte Reiz des Lebens,

da das Glück nur durch den Vergleich offenbar wird.

 

August Strindberg

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Überleben – Leben

Montag, 16. Januar 2012 - 10:09 4 comments

Für den morgigen Arzttermin sind die Befunde sortiert und was nötig kopiert (aber ehrlichgesagt war da wenig bei, was nicht schon für die Schmerzambulanz war).

Außerdem die Patientenverfügung und Vollmacht aktualisiert bzw neu geschrieben (und an die neuen Gesetzesvorlagen angepasst). Am schwierigsten war die “Persönliche Wertvorstellung” – wobei ich dann mit der Hilfe von Fragen anfing und dann lief es von selbst – und das Fazit hat mich erstaunt:

Selbst entscheiden zu können, selbst Grenzen setzen, klar machen zu können, sagen können was man möchte oder nicht, für sich selbst einstehen können, selbst bestimmen können was ich mache, wie ich lebe – ich sein, mich selbst kennen, spüren, wissen wer ich bin, was ich möchte, was mir gut tut und was nicht. (Natürlich im Rahmen der Möglichkeiten und ohne anderen zu schaden!)

Das ist für mich der Unterschied zwischen “Leben” und “Überleben”.

Und da gibt es nicht so sehr den Einfluß ob der Körper grad funktioniert oder nicht (für die Patientenverfügung beschränkt sich das natürlich darauf, dass der Körper das nicht mehr kann, dass ich wegen körperliche Prozesse nicht mehr in der Lage bin meinen Willen zu äußern oder verständlich zu machen. An diesem Punkt will ich dann nicht das alles getan wird damit dieser Körper überlebt. Da ich es da dann nicht mehr kann, ist es mir wichtig, das im Vorfeld klar zu machen, deutlich zu formulieren was dann mit mir passieren soll) – denn die ersten 30 Jahre meines Lebens war auch nur “Überleben” und bis vor gut 3 Jahren war es fast immer nur “Überleben” und nicht Leben – auch wenn ich es da dann schon kennengelernt hatte, dass es da einen Unterschied gibt.

Natürlich gehört für mich auch ein genießen können, einfach dastehen und das Gesicht in die Sonne oder den Wind halten, was leckeres essen oder trinken oder mich bewegen können dazu – zum Leben – aber der wirkliche Unterschied, das Minimum – ist für mich das oben – das “ich” sein, mit Grenzen, die ich selbst einhalte und anderen klar machen kann, nichts überstülpen lassen, selbst entscheiden  – und äußern – können.

Nicht nur irgendwie überleben, irgendwie über den Tag kommen – das eher ein dahinvegetieren ist.

Das geht nicht nur körperlich, wenn man nichts mehr mitkriegt, sondern auch psychisch, wenn man am Leben gar nicht mehr richtig teilnehmen kann.

Grade weil ich mir das so hart erarbeiten musste, ist es für mich so wichtig, dass das auch so bleibt. Natürlich gibt es immer mal Phasen die schlechter sind und wieder mehr “Überleben” als “Leben” – das sind dann Phasen, in denen ich durchhalten muss und hoffe, dass ich Menschen hab die mir helfen, die das mit “durchstehen”, Wege aufzeigen, die ich nicht sehe – ohne zu überfordern, weil ich grad eh keinen Schritt mehr gehen kann – und zur Not auch Medikamente.

Aber mir geht es auch nicht darum dass “nachgeholfen” wird beim Sterben, sondern dass es nicht hinausgezögert wird, dass der Natur da ihren Lauf gelassen wird.

Ich bin froh, dass ich heute lebe und nicht nur überlebe. Und ich stellte fest – eigentlich leb ich sogar ganz gerne – und das ist immer noch eher “neu” – das Gefühl – nicht dass es so ist, sondern sich dessen so bewusst sein.

Trotzdem hab ich keine Angst vor dem Tod – aber ich sehne mich auch nicht mehr nach ihm. Kein “ach lass es einfach nur vorbei sein bitte” – sondern Leben.

Ohne Therapie, ohne Homöopathie und ohne Medikamente hätte ich das nicht geschafft. Auch wenn es 20 Jahre gedauert hat – 20 Jahre Therapie und Medikamente, über 30 Jahre nur kämpfen und “überleben”.

Der Preis war oft hoch und so manchesmal auch deutlich zu hoch.

Doch heute lebe ich – und das macht mich sehr glücklich und zufrieden.

 

Und für die, die grad hadern was es bringen soll:

Es lohnt sich weiter zu kämpfen, weiter auszuhalten.

 

Nur wer aufgibt, hat schon verloren.

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Mögliche

Montag, 16. Januar 2012 - 06:00 Comments off

Die Grenzen des Möglichen lassen sich

nur dadurch bestimmen,

dass man sich ein wenig über sie hinaus

ins Unmögliche wagt.

 

Arthur Clarke

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dies und das

Sonntag, 15. Januar 2012 - 09:45 Comments off

Fichtensprösslinge haben es nicht geschafft – ob sie zu warm oder zu nass hatten oder doch von den Katzen zu sehr geliebt – keine Ahnung. Wahrscheinlich alles zusammen.

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Der Rest gedeiht.

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Ich spiele zu viel Computerspiele – weshalb es heute einen spielfreien Tag geben wird.

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Und wieder einmal: ich hab es etwas übertrieben mit dem Sport und befinde mich in eine Zwangspause. Morgen geht es dennoch zum Schwimmen, zur Not halt Aquafitness in der Sole.

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Ich müsste dringend mal meine Tiefkühle sichten und schauen was überhaupt noch so da ist. Mal schauen ob ich das heute noch mache.

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Das Katzengras hat diese Hydrogelteile drin und ich glaub die gefallen mir richtig gut – mal schauen ob ich die bei den anderen Pflanzen mit reinnehme – vor allem dann bei den Kräutern im Frühjahr.

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Geduld

Sonntag, 15. Januar 2012 - 06:00 Comments off

Geduld ist die Kunst zu hoffen

 

Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues

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Etwas

Samstag, 14. Januar 2012 - 06:00 Comments off

Es ist jedenfalls besser,

ein eckiges Etwas zu sein

als ein rundes Nichts.

 

Christian Friedricht Hebbel

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