Hyperakusis und Gehörschutz

Freitag, 27. Januar 2012 - 11:12 No comments

Bei Hyperakusis sollte man keinen Gehörschutz tragen, da es die Überempfindlichkeit verstärkt. Klar – man nimmt ihn dann, ist froh dass es nicht so schlimm ist – aber erträgt dann die Geräusche ohne noch weniger. Wichtiger ist da, sich an die Geräusch zu gewöhnen – dosiert.

Die meiste Zeit komm ich ja klar – in Phasen wie aktuell wird es allerdings zu einem großen Problem, weil die Überempfindlichkeit zu Rückzug führt und vieles schlicht nicht mehr möglich ist.

Der Schlaf wird noch weniger und unruhiger, weil jedes noch so kleine Geräusch wie ein Paukenschlag ankommt und man hochschreckt – erholsam ist anders.

Ein Gespräch ist kaum noch möglich, weil alles so laut ist und ich mich einfach nicht auf mein Gegenüber konzentrieren kann, die Umgebungsgeräusche nicht ausgeblendet bekomme und auch hier immer wieder zusammenzucke.

Versuche mit dem MusicSafe Pro – einem Gehörschutz für Musiker – waren nicht wirklich ideal – zwar klappte das dämpfen – wobei Sprache noch ganz gut verständlich war, aber da mein Gehörgang komisch geformt ist, muss ich die Stöpsel sehr tief einsetzen, damit sie überhaupt funktionieren – und dann höre ich mich selbst so als würde ich ständig schreien  – spreche entsprechend leiser, werde angesprochen doch lauter zu sprechen – und krieg dann gar nichts mehr gesagt.

Da ich mit dem Mutismus grad eh wieder deutlich mehr Probleme habe, es sehr viel schwerer fällt, dauert es nicht lang bis gar nichts mehr geht.

(Wenn übrigens jemand einen neuwertigen, nur zweimal genutzten und vom Hörgeräteakustiger gereinigten MusicSafe Pro braucht – bitte melden!)

Gegen den individuell gefertigten hab ich mich bisher aus 2 Gründen entschieden:

1. er ist sehr teuer und das Geld hab ich nicht über und

2. schwirrt mir halt immer im Kopf rum, dass man bei Hyperakusis ja nicht damit arbeiten soll – um es nicht zu verschlimmern – und dann noch so viel Geld?

Trotzdem hab ich mich gestern dafür entschieden – und ausschlaggebend war, dass ich einen Gutschein zum Geburtstag bekommen sollte und gefragt wurde von wo ich ihn gern hätte – Amazon war angedacht und ob das für mich ok wäre.

Kurzentschlossen fragte ich nach ob für sie auch einen Gutschein vom Hörgeräteakustiker  in Ordnung wäre – tja – und das war dann der Ausschlag dafür.

Schon vorher wurde mir dazu geraten – da meine Ohren wie gesagt nicht so recht “normgerecht” sind, fallen Ohrenstöpsel (auch Kopfhörer) entweder ständig raus oder müssen recht tief getragen werden – wobei ich da selbst von den weichesten Druckstellen bekommen – die meist zu Ohrenschmerzen führen. Ein dünner Gehörgang tut sein übriges und so gehen Ohrenstöpsel immer nur kurz und damit schlafen nur für ein bis zwei Nächte – dann muss wieder eine Weile Pause sein.

Das Argument mit dem “soll man nicht ständig tragen” wurde auch entkräftigt – denn ich soll es dann einfach wie einen Skill einsetzen – dann wenn nötig – aber nicht ständig und überall – und im Prinzip geht es um zwei Situationen – die Nacht (wobei da eben nicht immer, aber in Phasen wie aktuell, da der Schlaf wichtig ist um überhaupt das alles so zu schaffen) und eben unterwegs – in der Stadt oder auch in der Therapie. Doch auch da eben dann wenn nötig und nicht generell.

Die Gründe sind vielseitig – es wurde ja deutlich, dass die Alternativen nicht gehen und teilweise auch für mich eher schädigend wären (das warum und dass ich da wohl nicht alleine mit bin hat mir dann der Hörgeräteakustiker sehr gut und nachvollziebar erklärt – mein Arzt nicht – der meinte nur darf ich halt nicht mehr nehmen), ausschlaggebend war das Angebot statt eines Amazon-Gutscheines zum Geburtstag mir eben einen vom Hörgeräteakustiker zu geben. Denn das war immer mein Hauptgegenargument – dass ich das Geld nicht habe und es immer noch als “Luxus” ansehe, anderes da wichtiger wäre.

Gleichzeitig weiß ich natürlich das Schlaf wichtig ist – und wenn ich bei jedem Getrappel der Katzen wach bin – auch gar nicht die Kraft haben kann den Tag durchzustehen.

Was auch für mich dagegen sprach war, dass Gehörschutz bei Hyperakusis eigentlich nicht so gut ist – weil es die Überempfindlichkeit verstärkt.

Auch wenn ich den nur nachts und eben in der Stadt oder bei der Thera tragen will, besteht die Gefahr, dass man doch häufiger dazu greift – weil es angenehmer ist.

Andererseits wurde ich auch drauf angesprochen, dass man es ja auch wie einen Skill einsetzen kann – sprich erst ab einer best. Grenze und in Maßen – gezielt – nicht immer und irgendwie.

Ich weiß dass ich da schon verantwortungsvoll mit umgehen würde – und ich denke das weiß auch mein Arzt – deshalb wurde es ja immer wieder mal empfohlen. Thema ist das schon ca 2 Jahre, aber immer weggeschoben – weil halt doch teuer und für mich nach wie vor “Luxus” – mit dem Gedanken gekoppelt, dass anderes wichtiger wäre.

Als gestern dieses Angebot mit dem Gutschein kam hab ich mich kurz entschlossen – und klar sind da Zweifel und Gedanken wie “hättest dir lieber einen neuen Kratzbaum für die Katzen gewünscht” – aber im Endeffekt weiß ich tief in mir, dass es schon richtig war – dass ich nur grad eher mit der “Selbstfürsorge” so gar nicht umgehen kann – noch weniger als sonst schon.

Mit etwas Glück ist der neue Gehörschutz also nächste Woche da – ich werde dann berichten.

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sein

Freitag, 27. Januar 2012 - 06:00 No comments

Ich bin nicht der, für den ich mich halte.

 

Graffiti

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Thera heute

Donnerstag, 26. Januar 2012 - 13:46 Comments off

heftig, anstrengend, gefühlsintensiv – aber immerhin nicht vom Selbsthass blockiert.

Und wir haben überzogen – und zwar gewaltig – eine Dreiviertelstunde.

War schwierig das auch anzunehmen. aber ich glaub es war ganz gut so.

Und ich hab die Abgründe so satt – es ist gruselig.

Zu Wissen, dass ich da durch muss um es wirklich hinter mir lassen zu können (und ja das muss ich – das mag für andere nicht sein, für mich ist es der Weg) – hilft in dem Moment nur wenig.

 

Zu spüren, dass ich es schaffe, aber auch wieder auszusteigen – auch wenn meist erst später als ich es will – hilft aber sehr wohl.

Auch wenn ich erst dachte ich krieg es nicht hin – irgendwann war es dann ok.  Da hätte ich gerne eine präziseren Schalter. .

Wir arbeiten. Hart und intensiv. Und daran klammer ich mich fest.

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Achtsamkeit

Donnerstag, 26. Januar 2012 - 06:00 Comments off

Achtsamkeit ist eine spirituelle Kraft,

die meinem Leben neue Würze gibt.

Da habe ich das Gefühl, dass ich selber lebe

anstatt gelebt zu werden.

 

Anselm Grün

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Experiment

Mittwoch, 25. Januar 2012 - 06:00 Comments off

Jeses Experiment im Leben ist schon das leben selbst.

Es gibt keine Wiederholung

 

Manès Sperber

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Thera heute

Dienstag, 24. Januar 2012 - 18:54 Comments off

Gefahr erkannt – leider noch nicht gebannt.

Ein Thema, um das wir nicht herumkommen und allein wenn es Thema ist, steck ich in Selbsthass fest und blocke alles ab, weil nur noch Widersacher da.

Wir suchen einen Weg – es gibt ein paar – eher sehr waage – Ideen, die wir probieren wollen, aber im Endeffekt scheint es wieder mal eine patt-Situation zu sein.

Andere Themen werden aber durch dieses Thema blockiert (wär ja sonst auch zu einfach).

Es ähnelt einem Fischen im Trüben.

Das Thema wirkt wie ein Trigger, der mich sofort in das “du hast kein Recht” katapultiert, das jede Hilfe abblockt, weil ich im “verdiene nichts besseres/keine Hilfe” feststecke.

Solange noch ein bisschen Verstand mit bei ist – geht es – funktioniert es noch, kann ich mich darauf konzentrieren, habe ich – wenn auch erschwert – Zugriff auf das theoretische Wissen. Doch wenn es ums Gefühl gehen soll – ist das alles weg – und der Thera rausgeschmissen.

Dann ist nur noch Wut und Hass da – und Niedermachen.

Ein Therapeut der nicht aufgibt, aber auch etwas ratlos ist – und heute die Erlaubnis erbat sich mit einer Kollegin besprechen zu dürfen. Darf er natürlich.

Er ist optimistischer als ich dass wir schon irgendeinen Weg finden werden – wo es hinführt wissen wir beide nicht – aber das ist erstmal auch nicht so wichtig.

Mir ist wichtiger, diese Blockade zu überwinden, den Thera da nicht rauszuschmeißen, weil ich weiß, alleine schaff ich es erst recht nicht. Und das wie – tja – keine Ahnung.

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haarige Angelegenheiten

Dienstag, 24. Januar 2012 - 10:02 Comments off

Nach Überempfindlichkeit was das Hören angeht, kommt als körperliche Reaktion eine Überempfindlichkeit des Fühlens. Das ist auch ein Symptom der Fibromyalgie.

Bis vor 4 oder 5 Jahren hatte ich nur kurzsgeschorene Haare und wenn sie mal lang waren, meist nur kurz. Zum einen sind lange Haare einfach pflegeintensiver, zum anderen kann ich sie nicht offen tragen – meine Haare entwickeln ständig ein Eigenleben und haben sich innerhalb von einer Stunde in einen Wischmop verwandelt.

Ich kann sie bürsten und hab doch ständig Knoten drin – bin ich bei der anderen Seite angekommen, ist die erste schon wieder durcheinander.

Was aber das schwierigste war, war eben die Überempfindlichkeit – wenn die Kopfhaut nur höllisch weh tut und man fast jedes Haar einzeln spürt – als ziehe es weil es fliehen will.

Die letzten Jahre war das besser, nur selten, nicht länger als ein bis zwei Tage und dann war wieder Ruhe.

Aber ein bis zwei Tage reichen meinem Haar um ein Vogelnest draus zu flechten.

Diesmal war es schwieriger – seit Freitag war es mir unmöglich die Haare auch nur anzufassen, geschweige denn zu bürsten, waschen, flechten oder sonst was.

Die ersten 2 Tage ist das dann ein “na warten wir mal ab” – danach wechsel ich eher in den Krisenmodus.

Auch die Dusche geht dann nicht auf dem Kopf – Gott sei Dank aber sonst – wenn auch hier mit fast schmerzhaften Empfindungen.

Gestern war dann Notstand – also durchbürsten – dann einölen, hoch am Kopf einen Zopf und dann Knoten (locker!) und dann eine Mütze drüber, die das alles festhält, dass nichts wackelt und das ganze eher wie ein Helm sitzt.

Und heute entsprechend dann das Öl wieder rauswaschen.

Warum das Öl? Tja – ohne hätte ich es keinesfalls geschafft es wieder zu bürsten heute – weil schon wieder viel zu verwuschelt. Öl mindert das gewaltig. Dummerweise sind geölte Haare nicht saloonfähig ;) .

Ohne Bewegung im Haar ist es erträglicher. Dafür ist das Haare waschen dann umso schmerzhafter.

Ich bin grad wieder kurz davor mir die abzusäbeln. Obwohl ich durchaus wahrnehme, dass es heute schon viel besser ist als am WE und es auch gestern schon besser war.

Am Körper ist die Überempfindlichkeit fast weg, doch am Kopf – die wird mir noch ein paar Tage erhalten bleiben fürchte ich.

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How could anyone

Dienstag, 24. Januar 2012 - 07:05 1 comment

für uns (und ja liebe Regenfrau – du bist auch gemeint ;) )

aus: Songs for the Inner Child – von Shaina Noll

 Übersetzung (von hier)

Wie kann irgendwer

Wie kann irgendwer jemals sagen,

dass du geringer bist als wunderbar,

Wie kann irgendwer jemals sagen,

dass du anders bist als ganz (vollständig, vollkommen, heil)?

Wie kann irgendwer nicht erkennen,

Das Geheimnis deiner Liebe

Wie tief du meiner Seele verbunden bist.

 

die Sängerin entdeckt über Seelenfarben – Engelbert stellte das Stück: “Peace be with you” vor.

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Leben

Dienstag, 24. Januar 2012 - 06:00 Comments off

Entweder man lebt,

oder man ist konsequent.

 

Erich Kästner

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dies und das

Montag, 23. Januar 2012 - 12:18 Comments off

Ein weiteres Telefonat mit dem a….-Kundencenter wegen meiner Bestellung vom 21. Dezember, die immer noch nicht versandt wurde. Marketplace-Anbieter, weshalb wohl auch Amazon ziemlich die Hände gebunden sind – was ich doof finde.

Da hängt nämlich ein Gutschein mit drin – sonst wär mir das ja egal.

Nach 30 Tagen sollte es eine automatische Stornierung geben, die aber irgendwie nicht funktioniert hat – weshalb ich jetzt wieder mal auf einen Rückruf von Amazon warte, in der Hoffnung dass da bald eine Klärung möglich ist.

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Festgestellt, dass ich die anspruchsvolleren Aerobic-Kurse lieber mag – auch wenn ich da immer fluche, weil alles zu schnell und kompliziert gg – aber am Ende, wenn es dann klappt oder entsprechend angepasst ist – will ich nicht aufhören. Muss also nur die ersten 40 Min durchhalten ;)

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Aus unerklärlichen Gründen ist ein Maronenbäumchen und der Kakibaum eingegangen – stehn nebeneinander – so frag ich mich woran das wohl liegt – beim letzteren hatte ich ja noch zu viel Wärme von unten gedacht, aber beim anderen ist keine, schade.

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Tischlerei für heute abgesagt – zu viele Reize, zu viel inneres Chaos, zu viele Täterintrojekte/Widersacher – selbst das Absagen bekam ich heute nicht hin (das übliche “stell dich nicht so an”), so dass ich das über den Ersatzthera laufen lassen musste (immerhin das hab ich hinbekommen).

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Schwimmen und Betreuung hab ich ebenfalls abgesagt – ist heute einfach zuviel.

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Dafür einen Körper, der der Meinung ist, mir sagen zu müssen, dass es mir nicht gut geht, alles zu viel ist – wär mir ja sonst überhaupt nicht aufgefallen

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Von daher wird es heute ruhig zugehen, zu Essen wird es Nudeln mit Mandeln geben und später Salat und ansonsten lesen, Computer spielen, Monster bearbeiten (wer wollte die eigentlich noch haben ? – sind jetzt bis auf einzelne komplett), vielleicht auch ein bisschen Fernsehen, wobei ich glaube, das ist zuviel an Reizen heute.

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Auszeit – wieder einmal.

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