Freitag und Samstag

Gestern dann kurzfristig die neue „Arbeitsplatz-Brille“ abgeholt. Gefällt mir bisher wirklich super und zuhause aktuell die „Hauptbrille“.

Danach Treffen mit K. Ich freu mich so für ihn, dass es ihm so deutlich besser geht. Es war für ihn absolut die richtige Entscheidung und ist die passende Maßnahme.

So gut drauf war es schon so lange nicht mehr und ich finde das wirklich klasse.

Die nächsten beiden Wochen werden wir uns auch nicht sehen, weil er anderes geplant hat – und auch da freu ich mich sehr für ihn, dass er das auch wieder kann.

Im Anschluss noch kurzer Telefontermin und dann traf ich mich mit MissMutig und der kleinen Hundedame, die mittlerweile (naja eigentlich hat sich das schon in den ersten Tagen gemacht) auch klar gestellt hat, dass sie bitte bei vollem Namen gerufen werden möchte und nicht beim ursprünglich geplanten Rufnamen.

Besonders schön finde ich, dass Brunhilde schon so große Schritte gemacht hat, das ist ein ganz anderer Hund mittlerweile. Klar immer noch ängstlich – grade was Menschen angeht. Aber das ist ja auch kein Wunder, kommt sie doch – wie mittlerweile leider auch bekannt – aus einem den Tierärzten und auch dem Veterinäramt bekannten Tierquäler-Haushalt.

Deshalb war ich wirklich sehr überrascht, dass sie trotz anderer (ihr fremden) Menschen im Raum erstmal angelaufen kann, mir die Hand abschlabberte, Bauchkraulen einforderte um sofort wieder zu Frauchen zu laufen.

Sie muss halt alles erst kennenlernen und sie draußen durchaus auch mit aufgestellter Rute laufen zu sehen – da geht mir echt das Herz auf.

Da wir dann eigentlich zum Nachtflohmarkt wollten, der dann aber gar nicht stattfand, sind wir spontan noch in eine Kneipe/Bar, haben was getrunken und ne Kleinigkeit gegessen – die Kleinigkeit entpuppte sich dann aber als Riesenportion.

Gegen Ende wurde das dann mehr Angsttraining, weil sich die Bar langsam füllte, aber im Prinzip lief es soweit ganz gut.

Zeit mit MissMutig verbringen tut mir ja immer gut und es wurde dann auch etwas später als wir eigentlich geplant hatten.

Da ich dann zu Hause merkte, dass ich das Essen nicht wirklich vertragen habe, wurde es doch spät, bis ich wirklich ins Bett kam.

Saumüde und echt groggy wollte ich mich ins vorgewärmte Bett kuscheln – und merkte, dass meine Kleine Maus mir die Bettdecke vollgepinkelt hatte.

Mir ist klar warum sie es getan hat, war dennoch ziemlich „angepisst“.

Also Bettdecke ins Bad, Bett abgezogen und dann mit Fleecedecken erstmal notdürftig genächtigt.

Heute ging es dann mit Bettdecke und -wäsche (und den gestern eingesauten Sachen) in den Waschsalon, danach das Bett (also Matratze und Wärmeunterbett) mit entsprechendem Reiniger gereinigt und dann neu bezogen.

Entsprechend eingeschränkt bin ich jetzt, denn Bett beziehen ist etwas, was beide Handgelenke gar nicht mögen (und eigentlich hab ich das ja nur noch mit Betreuer gemacht – eben wegen der Hände, aber ich seh ihn zwar am Montag, aber da ist Großeinkauf geplant und bis Mittwoch wollte ich jetzt auch nicht warten mit neu beziehen).

Die rechte streikt völlig (auch mit Schiene), die linke ist mit Schiene soweit ok, ohne geht es da auch nicht.

Da ich während des Beziehens auch noch den Mp3-Player verlor (der ist sonst an den Klamotten angeclipt), durfte ich das Bett gleich nochmal auseinandernehmen. Ich fand ihn dann unter der Matratze zwischen dieser und dem Lattenrost.

Für den entsprechenden Bonsai-Tiger bedeutet das jetzt erstmal Schlafzimmerverbot tagsüber. Im Prinzip dürfen die ja selbst entscheiden ob sie den Tag im Schlafzimmer oder im Wohnzimmer verbringen wollen, das ist jetzt die nächste Zeit erstmal vorbei. Auf so was hab ich gar keinen Bock, zumal ich weiß, dass sich das bei ihr da dann gern einschleicht und ich dann täglich damit rechnen darf.

Jetzt muss sie halt tagsüber erstmal mit rüber.

Heute dann nicht mehr viel: mittags ein Fertiggericht, dass ich unbedingt vor dem Großeinkauf testen wollte (um zu klären, ob das mehrfach in die Tiefkühle kommt für den Oktober), da stricken und Co ja grad nicht gehen, habe ich im Internet nach einer grünen Brille gesucht (keine Kunststoff und nicht so arg brav/dezent, aber auch nicht überzogen und überhaupt scheint grün grad nicht in zu sein), denn die neue Brille machte auch klar, dass ich mit der aktuellen Hauptbrille nicht klar komme und da wirklich schauen muss, dass eine komplett neu gemacht wird.

Da das aber dann für mich auch viel Geld ist, soll es natürlich auch eine sein, die mir gefällt, diesmal keine faulen Kompromisse.

Wirklich gemacht wird sie eh erst im Frühjahr, aber da ich seit über einem Jahr ja schon kein wirkliches Gestellt finde, das gefällt, denke ich, sollte ich da immer wieder mal auch die große Welt des Internets durchforsten.

Dann natürlich die obligatorischen Testberichte abgeliefert und Blogs und Co der letzten Tage nachlesen.

Alles in allem bin ich einfach wieder sehr viel stabiler, es geht stetig aufwärts. Zwar immer noch mit Rückschlägen und Überforderungsphasen, aber sie werden weniger und auch weniger intensiv. Wirklich spannend wird das eher am Dienstag in der Thera – ob ich da dann das was grad dringend geklärt werden muss auch geklärt bekomme oder ob da die Gefühle wieder überhand nehmen, weil es ja grad der einzige Ort ist, wo Gefühle – naja – sein dürfen.

Körperlich ist es schwieriger – die Schwäche-Phase ist vorbei – schon die ganze Woche bin ich da wieder recht fit, kann wieder – auch mal längere Strecken – laufen, fahre Rad oder eben sonst wieder viel Bewegung. Magen-Darm zickt noch – phasenweise auch sehr und die Dauerblasenentzündung, bei der ich doch grade letzte Woche (mit dem Arzt) entschiedne hatte, dass ich das mit dem Antibiotikum nochmal abwarte, flammte dann diese Woche so auf, dass ich entschied, dass ich das jetzt doch nehme (natürlich auch in Absprache mit dem Arzt). Also hab ich da heute mit angefangen.

Mein Zögern  bestand darin, dass die Symptomatik für mich nicht schlimm/für mich weitestgehend normal waren, ich Antibiotika in der Vergangenheit nicht so wirklich super vertragen habe (allerdings klappte das beim letzten Mal recht gut) und das auch psychisch für mich nicht ohne ist (Mutter mit Münchhausen-by-proxy führte ja auch zu Dauerantibiotikagabe zwischen 4. und 15. Lebensjahr, es triggert also auch alten Mist an, so dass es heute eben physisch und psychisch Probleme gibt/macht).

Seit heute also erstmal 5 Tage das eine und dann weitere 7 ein anderes Präparat und dann ist das erstmal auch wieder für eine Weile erledigt. Hoffe ich.

Dazu noch die Hormone und somit der „körperliche Cocktail“ grad nicht wirklich prikelnd.

Allerdings schränkt er mich in der Aktivität nicht ein – damit ist das für mich eh eher nebensächlich. Ich genieße die Bewegung wieder und muss mich eher etwas bremsen, damit ich nicht zu viel mache.

Das ist das, was für mich immer am schwersten ist – wenn der Körper eben die Ruhe einfordert, dann rutscht auch die Psyche meist nach unten. Der Hinweis darauf, dass das vielleicht eher mit der Nebenniereninsuffizienz zu tun hat und weniger mit der Psyche (vor allem wenn es so massiv einbricht), war da wichtig – ich bin zwar immer noch nicht so recht sicher, ob das so ist, bzw. denke, dass grade was das Cortisol angeht das sich da nicht groß trennen lässt – Stress ist halt Stress, aber da ich dazu neige ja immer alles auf die Psyche zu schieben, ist es schon gut zu merken, dass ich eben auch was tun kann.

Und bisher war es halt grade die letzten Monate schon sehr deutlich, wie sehr das auch abhängig von der Hydrocortison-Dosis ist, die ich nehme (wobei vor allem einfach klar ist, dass ich mit der angedachten gut klar komme, aber das Reduzierversuche einfach da mehr durcheinander bringen und nicht nur „für ein paar Tage“). So sehr ich dieses Symptomtagebuch ausfüllen hasse – so sinnvoll ist es schon.

Da gab es schon den einen oder anderen Zusammenhang, den ich bisher nur auf die Psyche geschoben hab und der wohl doch mehr mit zu niedrigem Cortison-Spiegel zu tun hat.

Wie auch immer – ich genieße im Moment einfach nur sehr, dass es körperlich wieder geht. Klar fehlt jetzt wieder die Kondition, aber die lässt sich aufbauen. Die Freude daran, an der Aktivität, der  Bewegung, das merke ich erst jetzt, wie sehr die gefehlt hat.

 

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Donnerstag

Buchbinderei-Start lief nicht wirklich gut heute – ich war ehrlichgesagt ziemlich überfordert. Vor allem, weil das Geplante nicht machbar war.

Geplant war erstmal Schmuckpapiere zu machen und dafür zwei Techniken auszuprobieren: scheiterte daran, dass kein Papier mehr da war und ich es nicht auf anderen Papieren machen wollte (kenne mich, wenn ich dann wirklich alles einheitlich haben will, muss auch das Grundpapier passen, zumal die Alternative eben auch sichtbar anders ist).

Dann dachte ich ok – wenn das nicht geht, mach ich meine Schablone für die sechseckigen Stiftebecher: scheiterte an defektem Zirkel (der hatte gut 2 mm Spiel) – wobei ich dann mit dem Kreisschneider wenigstens eine grobe Vorlage hatte, nach der den Fotokarton zuschneiden konnte und mir halt jetzt entweder zu Hause die wirklich mm-genaue Vorlagen-Schablone mache oder meinen Zirkel nächstes Mal mit reinschmuggel.

Es waren nur wenig Leute da und von denen bekam ich auch nicht so viel mit, dennoch war ich definitiv heute überfordert. Bin also gespannt, wie sich das entwickeln wird.

Danach Termin beim Ersatzthera – beim nächsten Termin müssen wir erstmal dringend die Fahrtkostenübernahme (also den Antrag darauf) fertig machen und gleich losschicken.

Da der Betreuungstermin ja ausfiel, bin ich danach dann noch eine Runde gelaufen – das war gut so und half mir wieder runter zu kommen.

Den Nachmittag verbrachte ich dann mit der Suche nach einem 2-in-1-Ladekabel (Micro-USB und USB-C – und ja ich weiß, dass es dafür Adapter gibt, die hab ich auch, ich suche aber ein Kabel dass beides gekoppelt hat (damit ich den Adapter nicht immer verliere) und das auch noch maximal 30 cm lang sein soll) und einer günstigen Powerbank, die auch einem Pokemon-Tag standhält (durch die Buchbinderei gibt es jetzt ja wieder öfter Tage, an denen ich morgens um acht los fahre und erst abends wieder komme – und mit Pausen zwischendrin schreit das natürlich nach sehr viel Pokemon-Go).

Beides gefunden, wobei bei letzterer sogar eine günstige, die grad noch 50% runter gesetzt ist und die ich deshalb auch gleich zweimal geholt hab. Das nimmt nämlich den Stress sie zu vergessen, wenn sie geladen werden muss. So brauch ich sie einfach nur zu wechseln.

Heute noch: die restliche Linsensuppe, die ich gestern nicht mehr gegessen hab und lesen im vorgewärmten Bett.

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uff

Heute langer Wohnungstermin, war nötig undich bin wirklich alle. Dafür haben wir sowohl Küche, Wohnzimmer und das Verräumen all der Katzensachen (da kamen ja 5 Kartons Lieferung letztens) geschafft – für letzteres musste das Katzenregal teiweise auch erstmal geräumt werden.

Nächster Termin dann am Montag mit Großeinkauf.

Morgen startet die Buchbinderei und danach hab ich einen Termin beim Ersatzthera. Im letzteren müssen wir dringend den Antrag auf Fahrtkostenübernahme angehen, damit wir den im Oktober rausschicken können.

Auf die Buchbinderei bin ich gespannt, vor allem wie ich da mit dem ganzen drum herum wirklich klar komme.

Heute nur noch die restliche Linsensuppe, die ein oder andere Folge einer Serie  und gemütlich lesend den Abend ausklingen lassen.

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Dienstag

Heute ja wegen Urlaub keine Thera, was auch ok so war und ist.

Dafür hat MissMutig heute Geburtstag und so traf ich mich natürlich nach ihrer Arbeit zum Gratulieren und kleinen Umtrunk.

So viel Stress für sie heute, von mehreren Seiten – das tat mir total leid für sie. Und ich bewundere wirklich ihre Geduld.

Trotzdem war es sehr schön sie zu sehen und auch den neuen Vierbeiner so ausgeglichen zu erleben (sie scheint sich an mich jetzt gewöhnt zu haben und lässt sich sogar kraulen und fordert Streicheleinheiten ein – sie ist einfach nur zuckersüß).

Ansonsten war insgesamt ein recht guter Tag, ich schaffte es noch Rad zu fahren (Laufen war heute schwieriger) und kam somit auch heute gut auf ausreichend Bewegung.

Immer wieder schön wie gut mir das Radfahren tut und wie viel Spaß das auch macht.

Ich würde mir so wünschen, dass sich das mit dem E-Bike realisieren lässt. Dem Termin sehe ich ja auch mit etwas Angst entgegen, weil ich befürchte, dass das halt über meine Möglichkeiten geht.

Unterwegs dann wieder Angsttraining gemacht und somit heute eigentlich alles, was ich auch machen wollte, geschafft.

Nur den Urologenbesuch hab ich nicht hinbekommen, was dann aber heute einfach zeitlich nicht passte.

Morgen ist eigentlich geplant, dass ich zu Hause bleibe. Betreuungstermin (Wohnung) und sonst nichts.

Übermorgen startet ja die Buchbinderei für mich wieder.

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Montag

Seit dem letzten „Cortisolmangel“ kam ich nicht mehr richtig in das „täglich Bewegung“.

Gemeint mit täglich Bewegung ist entweder ca 1 Stunde gehen  (am Stück, nicht über den Tag verteilt, kleine Pausen sind erlaubt), so Rad fahren, dass ich deutlich merke, dass es auch anstrengt oder Crosstrainer/Aerobic-Einheit.

Dank der Nebenniereninsuffizienz gibt es zwei merkbare „Cortisonmangel“: 1. extrem flüssiger Durchfall, gern mit zittern und schwitzen und Übelkeit und Co und 2. (das ist – wie wir kürzlich erst feststellten – tatsächlich oft wenige Tage nach 1., wenn ich eigentlich schon wieder alles im Lot wähne) extreme Schwäche, schon nach wenigen Metern außer Puste usw.

Merken tu ich das eher an den Aerobic- oder Crosstrainereinheiten – weniger im Alltag. Also merken schon, aber zuordnen können nicht. Denn diese Einheiten sind klar definiert – da weiß ich wie der aktuelle „Fitnessstand“ ist. Klar gehen die x Minuten mal besser und mal schlechter, aber in der Regel schauen wir (der Physiotherapuet und ich), dass wir eine Mindestminutenzahl finden, die eben auch an den schlechten Tagen geht und dann gibt es noch ein Maximum, dass sich an den durchschnittlichen Tagen orientiert (also was da so das maximum wäre).

Wenn dann von sagen wir 20 Minuten plöztlich nur noch 5 gehen und ich halb tot vom Crosstrainer falle – dann ist da was faul. Und ich rede nicht vom inneren Schweinehund, der ja grad nach den ersten Minuten nochmal motzt, sondern wirklich nicht mehr können – mit schlecht Luft kriegen und Schwindel, Übelkeit und Co usw.

Wie auch immer – das direkte merken mit Durchfall und Co ist in der Regel schnell im Griff – eine Tablette einwerfen und die nächsten Tage schauen, dass ich wirklich morgens und mittag nehme und die Symptomatik ist weg. Allerdings ist manchmal dann nach einigen Tagen symptomfrei der massive Leistungsabfall – nur noch müde, schlapp, groggy und eben nichts geht mehr.

Da hilft dann tatsächlich nur sehr viel Ruhe (und wie wir jetzt seit kurzem Wissen dabei drauf achten, dass die Mittagsdosis auch wirklich eingenommen wird).

Es gibt sicher Vorzeichen, eines hab ich grade im Blick – so wird die Reizdarmsymptomatik wieder deutlich mehr. Aufgefallen auch nur, weil sie dann eben wenn ich mehr Cortison nehme plötzlich weg ist.

Also geht es aktuell darum über Symptomtagebuch eben diese Vorzeichen zu erkennen (und nicht immer alles auf die Psyche zu schieben) – ohne da irgendwie hypochondrisch zu werden (wobei die Gefahr bei mir nicht wirklich besteht) – um im Idealfall dann schon früh genug gegensteuern zu können und es gar nicht zu diesem Mangel mit Symptomen kommen zu lassen.

Das wollte ich jetzt aber gar nicht alles schreiben.

Normalerweise komm ich nach sowas wieder rein ins tägliche Bewegung, diesmal fällt es schwer. Zum einen mehr Gewicht, mehr Schmerzen usw – zum anderen ein deutlich weiteres Absinken des Fitnesslevels als sonst so – dazu dann noch die dauerhafte psychische Überforderung (die sicher auch mit reinspielt, warum es diesmal länger gedauert hat, bis der Körper durchaus wieder in der Lage war was zu machen, aber auch, dass ich die Grenzen eben leider nicht wirklich wahrnehme in solchen Zuständen) und ich wusste eben nicht mehr wie und wo und was.

Grenzen wahrnehmen ging auch nicht – weil ich ja permanent über meinen (psychischen!) Grenzen war und dann leider auch den Körper nicht mehr so wahrnehmen kann.

Langer Rede, kurzer Sinn: jetzt, wo ich nicht mehr dauerdissoziiert bin und so ewig weit weg von mir, geht die Körperwahrnehmung wieder  besser – nicht gut, aber besser.

Damit ist auch das Bewegen wieder besser möglich, weil ich das „Zuviel“ halt merke wenn es zuviel ist und nicht wenn ich schon drei Tage über der Grenze gelatscht bin. Zeitnah bemerkt reicht dann auch ein 2-3 Tage kürzer treten (also Bewegung nach Zeitplan sozusagen – dieser wird mit dem Physiotherapeuten abgesprochen – wie oben geschrieben – und ist dann eben Mindestminutenanzahl von oben (und die ist dann fest – nicht mindest-, sondern genau diese Minutenanzahl wird gemacht).

Das klappt seit Jahren recht gut.

Heute war sicher eher ein guter Tag, was Schmerzen usw angehen – aber somit weiß ich jetzt auch, was maximal geht und mehr ist aktuell schlicht nicht. Die nächsten Tage werden dann auch zeigen was das Maximal bei Durchschnittstagen ist – und dann hab ich erstmal wieder einen Richtwert, an dem ich mich orientieren kann – ein „das wäre schon gut“.

Ansonsten hab ich jetzt (nach der Suche nach einer App, die mich regelmäßiger an die Tabletten erinnert, also auch so: hab ich genommen oder erinner mich in einer Stunde noch mal – mit normalem Wecker klappt das bei mir leider nicht so – trotz Snooze-Funktion) eine App gefunden, die auch das Symptom-Tagebuch vereint – dazu kann ich die Bewegungsgeschichten eintragen und die Medis-Erinnerung gibts auch. Schicht, einfach – und ich kann abends (oder auch tagsüber schon) schauen, was noch fehlt heute.

Heute nur noch bisschen Linsensuppe, noch das ein oder andere Wassereis und morgen dann mal schauen. Theoretisch müsste ich beim Urologen vorbei. Praktisch muss ich sehen, ob ich das morgen hinbekomme.

 

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Sonntag

Sehr viel Ruhe, aus zwei Strickprojekten eins machen, dafür natürlich beide erst aufribbeln und das aktuelle dann noch 4x umgeplant.

Die Ruhe tut gut, kann jetzt auch wieder ankommen und isngesamt ist es deutlich stabiler. Immer noch relativ weit weg, aber nicht mehr dauerdissoziiert.  Lässt sich auch wieder gut aushalten – ohne auf zusätzliche Medis zurückgreifen zu müssen.

Sehr viel Bonsai-Tiger-Kuscheln, was heute teilweise so intensiv war, das Stricken nebenher nicht mehr ging – aber ich gestehe: das hab ich auch vermisst. Wird halt wieder kühler drußen und dann kommen auch die Bonsai-Tiger wieder an.

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Wochenende

Geplant ist ja nur viel Ruhe. Bisher läuft das auch ganz gut.

Die Tierbedarf-Lieferung habe ich einfach mal unten bei den Postfächern stehen lassen – das kann ich dann Montag mit dem Betreuer machen . Vier 30-Kilo-Pakete muss jetzt echt nicht sein.

Ansonsten versucht eine Wollzusammenstellung zu finden, die sich auch zusammen verstricken lässt, festgestellt, dass die mit Nadelstärke 6 angeschriebene dicker ist als die mit 10-12 – warum auch immer.

Das erste Strickobjekt mit so dicker Wolle gestartet und festgestellt – geht zwar natürlich schneller, ist aber kräftemäßig auch anstrengender.

Vielleicht hätte ich auch an einem Teststück probieren sollen, ob das mit dem Maschenstich bei dem Zick-Zack-Muster überhaupt machbar ist (also für mich, für Profis ist das vermutlich nicht mal schwierig, ich hab aber schon bei glatt rechts da schon meine Schwierigkeiten) – statt mit der dicken Wolle einfach so zu starten und zu denken: wird schon irgendwie oder so.

Heute nur noch ein bisschen fern sehen, stricken, später noch ein Süppchen oder so und das wars dann.

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lang

Heute wird es ein langer Tag, wobei ich bis halb zwei frei hab. Dann muss ich mich fertig machen und dann treffe ich mich mit K.

Danach hab ich einen Telefontermin und wenn alles gut geht (was eher bedeutet, dass ich bis dahin noch nicht über meinen Grenzen bin), sehe ich danach MissMutig.

Danach geht es zum NF, wobei ich die Abendmesse für eine Pause nutzen und mich alleine in einen Raum zurückziehen werde, in der Zeit kann ich dann auch für die anderen das Essen etwas appetitlicher anrichten (gibt nur kalt).

Lange werde ich dann aber auch da nicht bleiben, geplant ist eine halbe Stunde, was ich aber flexibel gestalten werde – einfach schauen wie lange für mich heute geht.

Zählen tut das heute mich klar als Angsttraining (eigentlich wollte ich ja „Menschentraining“ schreiben, im Sinne von: andere Menschen aushalten üben, Geduld haben, menschentauglicher werden – sozusagen auch Frustationstoleranz erhöhen oder so, aber irgendwie klang das so „böse“ und da es durchaus auch Angsttraining ist (leider), sag ich halt das – und ihr wisst jetzt trotzdem was ich meine).

Wird also später heute, wobei ich eh die letzten Tage auch immer eher später erst zur Ruhe kam, also so viel anders wird es nicht sein.

 

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es wird

Langsam und mühsam, aber es wird besser.

Heute lief sowohl der Wohnungstermin deutlich besser, das direkt danach in der Stadt war nicht wirklich so clever, aber auch das lief immerhin ohne dass mir Zeit fehlt.

Danach war ich wirklich alle, versuchte mich an einem neuen Kürbisrezept (das nicht wirklich klappte, weil ich statt 1/8 Rahm 1/4 gelesen hab, schmeckte trotzem und mit dem Rest mach ich es halt nochmal oder so) und kümmerte mich dann um die neue Bestellung an Katzen- und Hundekram. Diese fiel diesmal größer aus, zum einen weil MissMutig mit bestellte, aber vor allem, weil mein Plan vorsieht erst im Januar wieder zu bestellen.

In gut drei Monaten braucht man dann doch so einiges.

Der Junior ist heute unfassbare 12 Jahre alt geworden. In den letzten Wochen hat er mich an Größe ja fast eingeholt und hat sich ganz klar vom Kind zum Teenie entwickelt.

Er ist ein wirklich toller großer Junge und ich wünsche ihm alles nur erdenklich Gute!

Ich hab also sein Geschenk noch fertig eingepackt und sonst den Nachmittag eher ruhig laufen lassen.

Morgen steht ein Treffen mit K. auf dem Plan und dann muss ich noch entscheiden ob ich im Anschluss erst zu MissMutig fahre und dann beim NF vorbeischaue oder ob ich das ausfallen lasse. Fürs NF hatte ich ja schon lange abgesagt, weil nicht klar war, ob ich morgen überhaupt kann. Da wo sie mich bräuchten kann ich morgen eh nicht und ob ich danach wenigstens kurz vorbei schaue, muss ich dann spontan entscheiden.

Bin halt immer noch nicht wirklich „menschentauglich“ und kann das dann eben erst morgen schauen ob es geht oder eben nicht.

Wochenende ist dann tatsächlich frei bisher und das ist diesmal bisher auch ok so.

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Mittwoch

Im Moment ist ja nicht wirklich Struktur im Alltag, viele Termine fallen aus, andere sind noch nicht fest, sondern von Woche zu Woche unterschiedlich.

Heute war also Betreuungstermin auf dem Plan – einkaufen (vor allem Basic-Sachen),  nach Möglichkeit noch die Medis aus der Apotheke abholen und wenn noch Zeit ist eine Runde spazieren gehen oder uns draußen zusammensetzen. Denn noch gibt es kein Miteinander – ist halt immer noch ein Kennenlernen und da finde ich das Reden auch wichtig.

Dafür brauchen wir grade anfangs eben Zeit, weil Reden neben Einkauf oder Wohnung mich total überfordert.

Abgesehen vom Einkauf war der Termin heute dann auch deutlich besser, was nur zeigt wie wichtig es ist, dass wir uns die Zeit fürs hinsetzen und Reden auch nehmen.

Die Tage sind anstrengend, aber durch das weiter weg sein, sind sie auch aushaltbar. Es macht aber auch viel aus, ob ich eben einigermaßen geschlafen habe oder nicht. Die letzten beiden Tage hab ich da ja mit Medis nachgeholfen, das ist auch ok, nur halt keine Dauerlösung.

Außerdem hab ich jetzt einen neuen Termin für die Beratung zu Elektro-Dreirädern. Am 22. Oktober.  Bin ja gespannt, ob das diesmal klappt.

 

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