Thera heute

Letzter Termin vor zweiwöchiger Pause. Bisschen blöd angefangen, weil der Thera eigentlich noch nicht fit, aber vergessen hatte Bescheid zu geben. Als ihm das heute einfiel, war ich schon auf dem Weg und so starteten wir mit Verspätung dann doch.

Dafür war es dann ein unerwartet intensiver Termin. Klar ist – mein Umgang mit Gefühlen ist aktuell sehr ungut.

Hilfe annehmen dann schwer, weil ich mich sofort in inneren Kämpfen verliere.

Es brodelt hinter der Mauer, also versuche ich mich davon fern zu halten, was im Alltag auch ganz gut klappt.

Jetzt erstmal Therapause für 2 Wochen

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik, Therapie | Kommentare deaktiviert für Thera heute

dies und das

Heute hatte ich seit langer Zeit wiedermal Besuch vom Junior, was mich sehr freute.

Mit dem Betreuer fuhren wir ihn dann wieder nach Hause. Eigentlich wollte ich Rezepte einsammeln, normalerweise ruf ich dann auf dem Weg an, damit das schon ausgestellt werden kann. Heute dann umplanen, weil die Praxis im Urlaub.

Kurz bevor wir losfahren wollten, meldete sich jemand von einer Kleinanzeige. Da hatte ich eigentlich jemand anderen markiert, aber als dann klar war, dass das eh fast auf dem Weg liegt, hab ich zugesagt es abzuholen.

Leider meldete sich dann diese Person nicht mehr rechtzeitig, so war es im Endeffekt doch ein kleiner Umweg – aber nicht schlimm.

Jetzt nur noch schauen wie ich das zu dem kriege, der es eigentlich haben wollte.

Immer noch auf der Suche nach eckigen stabilen Flaschen mit mind 800 und maximal 1000ml. Innocent Smoothie hab ich bisher, aber irgendwie sind die Flaschen nicht auf Dauer dicht sondern laufen dann im Laufe der Zeit aus.

Da ich es für das destillierte Wasser fürs CPAP-Gerät brauche, müssen die dicht sein (die Flasche liegt auf dem Regal neben dem Bett und kippt da durchaus häufiger um).

Eckig, weil ich die besser gegriffen kriege –  vor allem nachts um drei. Aus dem selben Grund auch diese Menge.

Heute mal einen Smoothie von Hohes-C mitgenommen, greifen sich gut, muss halt schauen ob man da auch gut das Wasser einfüllen kann. Vom Inhalt her sind die mit 800ml schon untere Grenze.

Ansonsten: heute nur noch ein Süppchen und im vorgewärmten Bett lesen. Morgen steht Thera auf dem Plan (letzter Termin vor seinem Urlaub) und im Anschluss treffe ich mich mit MissMutig zum Brille aussuchen (für sie, meine ist nämlich immer noch nicht fertig – seufz).

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | 2 Kommentare

Telefonate

Heute standen zwei sehr wichtige Telefonate an. Einmal Rezept anfordern (leider überfällig, ich bin aktuell schon beim „Ersatzmedikament“ – das hab ich, weil bei dem Medikamenten öfter mal die Wirkung nachlässt, man eben einen Ersatz nimmt für ein paar Wochen und dann wieder wechselt – also ich wechsel da eh ab und an hin und her und damit ist es jetzt nicht schlimm) und einmal beim Versorger fürs CPAP-Gerät, dass seit Freitag (klar Wochenende – logisch) extrem laut ist. Gemessen sind über 55 Dezibel.

Das macht Schlafen selbst mit Ohrenstöpsel schwierig. Außerdem ist ja immer noch das Maskenproblem, wobei ich aktuell halt zwischen zwei Masken wechsel. Die eine macht Probleme im Nacken (Verspannung und Abschürfungen) und die andere am Nasenrücken (Druckstellen bis hin zu offenen Blasen – wobei letzteres scheint mit dem Druckschutz zu gehen, aber halt nur, wenn ich zwischendrin auch mal ein paar Tage Ruhe gönne und die andere Maske nehme).

Beides sind Stellen, an denen meistens besetzt ist. Also ist eben ein immer und immer wieder anrufen nötig.

Ideale Vorraussetzungen für jemanden, für den telefonieren echt schwierig ist. Nicht.

Aber: es ist nichtmal zehn und ich hab es geschafft! Beide angerufen, bei beiden mein(e) Anliegen vorgebracht.

Rezept wird zugeschickt. CPAP-Gerät und Befeuchter werden getauscht (letzteres, um auszuschließen, dass der vielleicht nicht in Ordnung ist, weil ich ja so extrem viel Wasser brauche und oft morgens um 3 nachfüllen muss, dass wäre sonst wohl nicht – bin also gespannt) und neue Filter legt er auch gleich dazu. Er meinte, das klingt nach Lüfterproblem, was wohl häufiger vorkommt.

Beides sollte morgen ankommen. Wobei ich ja wieder gespannt bin ob das klappt oder ich die Teile wieder irgendwo in der Pampa abholen muss (ich muss zu Gute halten, dass es nach der 3. oder 4. Beschwerde ja tatsächlich ein oder zweimal geklappt hat, es gibt also durchaus Chancen).

 

 

 

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | 3 Kommentare

1000 Fragen an dich selbst – Fragen 401-450

Bei Frische Brise bin ich darüber gestolpert. Sie fand die Idee hier. Ursprünglich aus dem Heft „Flow“ (Ausgabe Nr. 18), das hier nachbestellbar ist.

Ich versuche jedes Wochenende einen Block zu beantworten.

 

401. Was isst du am liebsten, wenn du frustriert bist?
Süßkartoffeleintopf. Oder was Süßes.

402. Hast du mal etwas Übernatürliches oder Unerklärliches erlebt?
Ja. Ich saß in einer leeren Kirche (wie oft) und hatte plötzlich das Gefühl, dass mir jemand einen Mantel der Geborgenheit um mich legt, das Gefühl dass Gott in diesem Moment neben mir sitzt und den Arm um mich legt. Es war aussergewöhnlich und für mich was ganz besonderes.

403. Welche Herausforderung musst du noch bestehen?
Öffentliche Verkehrsmittel wieder nutzen können steht da ganz oben auf der Liste. Einkaufen meistern, mit mehreren Menschen klar kommen oder Gruppen stehen ebenfalls auf der Liste.

404. Wer hat dich in deinem Leben am meisten beeinflusst?
Ein Oberarzt in einer Klinik, der für mich die Wende brachte (einfach nur indem er jeglichen Druck rausgenommen hat – was ich damals echt doof fand).

405. Was ist kleines Glück für dich?
Alltagssituationen die ich genießen kann.

406. Tust du manchmal etwas aus Mitleid?
Ja schon.

407. Wann hast du zuletzt einen Abend lang nur gespielt?
Das ist sehr sehr lange her – ich bin abends nicht wirklich ansprechbar.

408. Bist du gut in deinem Beruf?
Ich war es.

409. Wen bewunderst du?
Sehr oft MissMutig, ich hab keine Ahnung wie sie das alles schafft. Aber auch andere Eltern, die für ihre Kinder da sind – ohne Wenn und Aber (und damit mein ich jetzt nicht nur verwöhnend oder dabei sich selbst aufgebend, sondern eben einfach da sein)

410. Hast du eine gute Gewohnheit, die du jedem empfehlen würdest?
Nö – wüßte ich jetzt nicht.

411. Was überspringst du in der Zeitung?
Die Zeitung. Ich lese sie nicht und schaue auch seit über zwei Jahren keine Nachrichten mehr. Das Wichtigste bekomme ich trotzdem mit – über Soziale Medien, Gespräche mit Menschen usw. Das einzige was ich in der Zeitung lese sind die Werbeblättchen.

412. Was machst du, wenn du graue Haare bekommst?
Hinnehmen – ist halt so. Ehrlichgesagt achte ich darauf auch nicht wirklich und bin sicher, dass ich auch einige habe.

413. Was war auf deinem letzten Instagram-Foto zu sehen?
Kein Instagram.

414. Stehst du lieber im Vordergrund oder im Hintergrund?
Ganz klar im Hintergrund!

415. Wie oft lackierst du dir die Nägel?
Einmal die Woche.

416. Bei welchen Nachrichten hörst du weg?
Ich höre/schaue seit Jahren keine Nachrichten mehr.

417. Bei welcher TV-Sendung würdest du gern mitwirken?
Bei keiner – ist ja im TV. Fotografiert oder gefilmt werden triggert mich massiv.

418. Womit belegst du dein Brot am liebsten?
Brot unterschiedlich, Brötchen mit hauchdünn geschnittener Lyoner und Essiggurken.

419. Was ist deine grösste Schwäche?
Dass ich mich nicht auf jemanden einlassen, nicht wirklich vertrauen kann.

420. Wie kumpelhaft bist du?
Och damit hatte ich nie Probleme.

421. Welches Ritual hast du beim Duschen?
Keines – halt Duschen.

422. Wie gefährlich ist deine Arbeit?
Gar nicht – ich arbeite ja auch nicht und in der Buchbinderei kann ich mich höchstens mal schneiden.

423. Welchen Kinofilm hast du sehr genossen?
Der letzte, der mich wirklich beeindruckte war im Fernsehen gesehen „Alles steht Kopf“.

424. Welches Brettspiel magst du am liebsten?
Backgammon – hab nur leider niemanden der es mit mir spielen würde. Mag aber Spiele generell und fände es klasse, wenn man so eine Spielerunde hätte, mit denen man gemeinsam regelmäßig Spiele spielt.

425. Wem hast du zuletzt eine Postkarte geschickt?
MissMutig.

426. Wie eng ist deine Beziehung zu deinen Verwandten?
Gar nicht – nur loser, aber regelmäßiger Kontakt zu einem Bruder, mit dem ich als Kind kaum Kontakt hatte und erst im Erwachsenenalter eine Beziehung aufgebaut habe – zum Rest gar keinen mehr.

427. Wann hast du zuletzt in ein Mikrofon gesprochen?
Beim vorletzten Nightfever – das übliche „Test – 1, 2“ beim Aufbau der Technik – ansonsten weiger ich mich ja ins Mikro zu sprechen. Singen geht da eher.

428. Hast du gelegentlich Freizeitspass?
Klar.

429. Was sind die drei schönsten Ereignisse des heutigen Tages?
Ich hab heute frei, was nach den anstrengenden letzten Tagen einfach nur gut tut. Habe hier leckeres zu Essen und zwei lebende Wärmflaschen, die mit mir kuscheln.

430. Macht du manchmal einen Mittagsschlaf?
Nur sehr sehr selten, wenn es nicht anders geht, sonst schlafe ich nachts nicht mehr. Aber das fällt manchmal wirklih schwer.

431. Findest du es wichtig, dass deine Meinung gehört wird?
Ja von Leuten die mir wichtig sind schon.

432. Was ist dir in Bezug auf das andere Geschlecht ein Rätsel?
Warum da so viele Männer einfach nur 12 werden und dann nur noch wachsen. Natürlich nicht alle, aber erschreckend viele.

433. Kannst du dich gut beschäftigen?
Ja sehr gut. Probleme habe ich aber, wenn ich mehrere Tage zu Hause festsitze, dann fällt mir die Decke auf den Kopf – hier hadere ich dann mit meiner fehlenden Mobilität am meisten.

434. Kannst du Dinge leicht von dir abschütten?
Hängt davon ab was es ist – manchmal schon, öfter nicht.

435. Wie voll ist dein Bücherregal?
Ich hab nur noch eine Handvoll Bücher, aber meine Ebook-Sammlung ist sicher einiges über 2000. Vor der Digitalisierung hatte ich aber auch sehr sehr viele Bücher und selbst mein Büchereiregal (also meine Ausleihen) waren meist zwei Regalböden. Insofern ist das mit Ebooks sehr viel einfacher.

436. Bist du mit deiner Handschrift zufrieden?
Ja, ich kann sehr schön schreiben wenn ich will und genug Zeit habe. Aber auch in Eile kann ich gut leserlich schreiben.

437. Können deine Hände machen, was dein Kopf will?
Verstehe die Frage nicht. Was sollen sie sonst machen?

438. Wie oft am Tag schaust du in den Spiegel?
Selten und es gibt durchaus Tage an denen ich gar nicht in den Spiegel schaue.

439. Klagst du schnell über körperliche Beschwerden?
Nein, die müssen dann schon heftig sein und sehr einschränkend. Alles bis dahin ist halt so. Habe seit über 20 Jahren keine schmerzfreie Minute und jammern macht es auch nicht besser – im Gegenteil – es rückt sie mehr in den Vordergrund und so wirken sie schlimmer. Das will ich nicht – also versuche ich körperliche Beschwerden eher zu ignorieren – und das gelingt mir auch meistens.

440. Klickst du auf Facebook manchmal auf „gefällt mir“, obwohl du anderer Meinung bist?
Nein.

441. Wie persönlich ist deine Einrichtung?
Och schon sehr individuell – zum Beispiel kein Sofa, keinen Stuhl – dafür eine Hängematte.

442. Welchen Songtext hast du jahrelang verkehrt gesungen?
Wüsste ich jetzt keinen.

443. Würdest du gern viele Höhepunkte erleben, auch wenn du dann viele Tiefpunkte erleben müsstest?
Ist das nicht das Leben?

444. Mit wem hattest du vor Kurzem ein gutes Gespräch?
Mit K. und ich freu mich sehr, dass es ihm besser geht.

445. Was trinkst du an einem Tag vorwiegend?
Aktuell Cola Zero.

446. Welches Lied hast du zuletzt gesungen?
Dreimal – Ohrwurm seit dem NF vorletzte Woche

447. Kannst du über dich selbst lachen?
Ja – Gott sei Dank.

448. Wann hast du zuletzt eine Kopfmassage gehabt?
Ähm – keine Ahnung, will ich aber auch nicht.

449. Wie sieht der ideale Sonntagmorgen aus?
Kein Termin, Ruhe, alles schön gemütlich.

450. Machst du manchmal ganz alleine einen langen Spaziergang?
Ja durchaus. Allerdings früher sehr viel häufiger und würde das gerne wieder regelmäßiger machen.

 

Fragen 1-20
Fragen 21-40
Fragen 41-60
Fragen 61-100
Fragen 101-150
Fragen 151-200
Fragen 201-250
Fragen 251-300
Fragen 301-350
Fragen 351-400

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Fragen, Leben, Psycho-Somatik | 2 Kommentare

Hr. L.

Gestern Abend erhielt ich eine mail vom Vermieter. Mein Nachbar ist verstorben.

Er war schon alt, ziemlich kautzig, aber ich mochte ihn. Er war hilfsbereit und erledigte alle „Außenaufgaben“ – also Rasen, Pflanzen gießen, Winterdienst und Mülleimer raus stellen zum Abholen.

Bei all diesen Aufgaben war er sehr sehr genau.

Zum Einzug damals hat er mir Papiertüten geschenkt. Weil ich doch Katzen habe und bitte das benutzte Streu dann in den Papiertüten entsorgen sollte, damit die Biotonne nicht so verschmutzt.

Wir diskutierten einmal sehr heftig über meine Begrüssung. „Hallo“ war für ihn Häftlings- und Gossensprache. Später kam er dann an und entschuldigte sich bei mir.

Seitdem begrüsste ich ihn mit „Guten Tag“ – und wenn mir mal ein „Hallo“ rausrutschte, entschuldigte ich mich und änderte die Begrüssung. Einfach weil ich wusste, wie wichtig ihm das war.

Er saß auch zweimal stundenlang  bei mir in der Wohnung, weil er sich ausgeschlossen hatte – und beim zweiten Mal fürchtete ich wirklich, er bekäme gleich einen Herzanfall. Er erzählte mir, dass er ja Medienkritiker sein (als eine Art Berufsbezeichnung) und dass er alles im Fernsehen auch entsprechend analysiert – und kritisiert.

Voller Stolz erzählte er mir dann was er sah, wie er es sah und wem er auch entsprechende Briefe schrieb.

Dabei war er gar nicht der Meckerer hier – es war eher eine Art – Hobby. Nicht böse oder grantig, er war halt pingelig und hatte da auch Spaß dran. Es ging ihm weniger um die Kritik, eher um das analysieren. Eher wie ein Detektiv, als versuche er seinen Geist und Verstand frisch zu halten.

Ganz am Anfang hatte ich Schwierigkeiten mit ihm, konnte ihn und seine kautzige Art nicht einschätzen/einornden. Er wollte nichts von anderen wissen, wiegelte sofort mit „ich ja nicht die Stasi“ ab.

Aber er war wirklich sehr lieb – es war halt seine Art.

Im Laufe der Zeit verstanden wir uns auch besser und wenn etwas war, wussten wir beide, dass wir beim anderen problemlos klingeln können.

Die letzten Jahre hat er abgebaut. Er lief immer noch seine 2 Stunden durch die Gegend, hatte einen sehr sehr strikten Ernährungsplan, weshalb er nie zum gemeinsamen Grillen kam, aber man merkte ihm an, dass alles schwer ist. Rasen mähen übernahm irgendwann dann einfach der Vermieter (der wohnt weiter entfernt), seine Körperhygiene lies zunehmend zu wünschen übrig.

Vorletztes Jahr bat ich den Vermieter, wenn er denn Zähler ablesen ginge, mal drauf zu achten, ob mit meinem Nachbarn alles soweit ok ist. Wir sahen ihn ja immer nur außerhalb der Wohnung – und ich machte mir Sorgen um ihn. Manchmal roch er nach Urin und auch sonst sah er eher verlottert aus.

Das war in den letzten Monaten wieder besser – zwar rasierte er sich nicht, aber sonst wirkte er wieder ein bisschen fitter.

Vor knapp 3 Wochen sprach mich ein anderer Nachbar an, ob ich wisse, dass Herr L. in der Klinik sei. Er hätte am Tag vorher spät abends (gegen 23 Uhr) einen Anruf von einer Krankenschwester bekommen, Hr. L. bat darum, dass er sich um den Müll kümmern würde. So war er – das war ihm wichtig.

Auch schon früher, wenn er mal im Krankenhaus war, bekam der andere Nachbar einen Anruf oder ein Brief mit der Bitte, dass er sich für die Zeit um den Müll kümmern könnte.

Die beiden leben schon ewig hier – schon lange bevor hier alles saniert und die Wohnung neu aufgeteilt wurden. Früher wuschen sie sogar ihre Wäsche gemeinsam – um Geld zu sparen. Der zweite Nachbar ist nämlich auch für den Innenbereich zuständig  – also Flur und Treppenhaus kehren und wischen.

Beide taten das für einen Preis, der mir schon lange im Magen liegt. Also gab es mal eine Tafel Schokolade oder ein anderes Dankeschön vor der Tür. Wobei das dann ja nicht mehr erwünscht war, weil ja strikter Essenplan usw.

Als er vor eineinhalb Jahren so abgebaut hatte, hatten andere Nachbarn (die leider nicht mehr hier wohnen) und ich uns oft Sorgen gemacht. Auch darüber, dass er irgendwann mal in seiner Wohnung verstirbt und wir das gar nicht mitkriegen.

Alle Hilfsangebote damals hat er sehr regide zurückgewiesen. Dabei waren das eher allgemein gehaltene – da wir wussten, dass ihm sowas sonst sehr unangenehm ist.

Das war auch der Grund, warum ich damals dann den Vermieter ansprach. Er ist der einzige, der einmal im Jahr in die Wohnung kommt und sich dann auch unterhält.

Als er nach 2 Wochen immer noch nicht wieder da war und auch keiner mehr was erfuhr, machten wir uns Sorgen. Ich glaube ab da hab ich gar nicht mehr geglaubt, dass er wieder kommen wird.

Und trotzdem ging/geht  sein Tod nahe. Er gehörte hier einfach dazu.

Es ist unklar, ob ich erfahren werde ob und wann eine Beerdigung/Trauerfeier stattfinden wird. Er hat eine sehr alte Schwester und wohl Neffen/Nichten, das hat der Vermieter von der Polizei erfahren. Letzere sollen sich auch nächste Woche bei ihm melden.

Ich bin froh, dass er nicht alleine war, ich hoffe, dass er nicht alleine war. Er wollte nie jemanden zur Last fallen – und ich bin froh, dass er fast bis zum Ende sein Leben so gestalten konnte, wie er es mochte. Dass es kein lange Kampf oder Leidensweg war.

Er wird mir fehlen.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | 3 Kommentare

immer wieder freitags

Freitags hab ich in der Regel frei. Im Moment sowieso, weil ja eh fast alle Termine ausfallen.

Immerhin war die letzte Nacht tatsächlich etwas besser.

Ansonsten: für die aktuellen Umstände (fehlende Struktur durch viele ausfallende Termine) geht es mir immer noch recht gut.

Crosstrainer klappt wieder – auch ohne groß überwinden müssen. Was leider gar nicht klappt ist mein Essverhalten.

Permanenter Heißhunger auf irgendwas, der sich durch nichts stillen oder ausblenden lässt. So extrem, seit das mit dem permanent Durchfall wegfiel. In der Not bin ich schon auf Kohlrabi, Karotten und Popkorn umgestiegen. Was zumindest einen Teil abfedert.

Mich irritiert, dass all meine Mechanismen, die ich aus meiner akuten Essstörungszeit kenne, nicht greifen. Es gestaltet sich aber auch anders als damals – keine Fressanfälle, sondern eher das Gefühl ständig was zuführen zu müssen. Wie eine Sucht, durch nichts ablenkbar.

Hoffe jetzt einfach auf ein hormonelles Ding und werde halt weiter dranbleiben. Kein „jetzt ist es auch schon egal“, sondern wirklich –  naja – eben dranbleiben. Und erstmal beim Einkaufen drauf achten, dass da nicht Kekse oder sonstige Süßigkeiten bei sind.

So sehr die sonst bei mir im Regal über Monate unbeachtet liegen – im Moment ist es das Gegenteil.

Für mich aktuell das Wichtigste: mir dessen bewusst sein und bleiben, dranbleiben und nicht in eine Negativspirale rutschen/aufgeben und täglich auf den Crosstrainer oder etwas vergleichbares. Und zwar wirklich täglich, diesmal ohne Joker (normalerweise hab ich 1-2 Joker die Woche, meist hab ich höchstens 1 genutzt und erstmal ist der aber auch raus).

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | Kommentare deaktiviert für immer wieder freitags

soweit

Heute Termin beim Ersatzthera. Geplant war die Fragen für den Sachbearbeiter zum Antrag der Betreuungsverlängerung (übrigens lief die letzte Bewilligung Ende November letzten Jahres aus) durchzugehen, das was es auslöst abzufangen und das Ganze „absendfertig“ zu bekommen.

Im Prinzip so übernommen, wie ich es formuliert hatte, nur um die Bitte ergänzt, wenn noch was offen ist, sich dann direkt an den Ersatzthera und nicht an mich zu wenden.

Es hat mich doch deutlich mehr ausgehebelt als ich gedacht hatte.

Aber jetzt ist es raus geschickt und ich hoffe sehr, damit dann auch erledigt.

Und ich hoffe sehr, dass bei mir da jetzt mehr Ruhe einkehrt – vor allem hoffe ich wieder auf etwas mehr Schlaf.

 

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik, Therapie | Kommentare deaktiviert für soweit

geschafft

Auf dem Plan stand Waschsalon. Wir haben hier im Haus für alle eine Waschmaschine. Diese ist schon sehr sehr alt und wäscht bei niedrigen Temperaturen nicht wirklich sauber. Nachdem dann der Preis erhöht wurde (von 1,50 auf 2,50 pro Ladung) hab ich entschieden, dass ich das lieber im Waschsalon mache.

Da ist eine Maschine nach spätestens 45 Minuten durch, ich kann alle auf einmal anstellen und muss nicht wie vorher dann einen ganzen Tag einplanen, weil natürlich auch pünktlich gewechselt werden muss.

Insgesamt kommt es mich im Waschsalon inklusive Trockner (der ist dort teurer) nicht teurer als hier, aber ich hab halt in 2 Stunden alles erledigt. Dazu kommt, dass man während die Maschine wäscht ja auch noch einen kleinen Einkauf erledigen kann.

Ansonsten gibt es dort kostenfreies WLAN und genug Sitzgelegenheiten und bei Bedarf auch ein Cafe.

Wie auch immer. Heute stand das auf dem Plan und zwar dringend, das letzte mal ist schon etwas her.

Insgesamt 5 Maschinen, wobei eine ein 10 Kilo Maschine war und alle waren doch voll.

Anstregend ist es natürlich trotzdem. Aus dem Trockner werden die Klamotten schon soweit zusammengelegt wie sie dann auch in den Schrank sollen – was dann bei dieser Menge etwas dauert.

Aber wir haben es heute geschafft und ich bin völlig alle, aber auch erleichtert es hinter mir zu haben.

Morgen Termin beim Ersatzthera. Ich werde ihn bitten, dass er dann die Antworten auf die Fragen direkt an den Sachbearbeiter schickt, da es hier immer schwieriger wird damit umzugehen. Dir Rückmeldung vom Koordinator bekam ich heute, so dass wir das morgen hoffentlich fertig kriegen und ich danach das einfach hinter die Mauer packen kann.

Egal wie nett der Sachbearbeiter ist oder auch wie bemüht – es ist so sehr in der Gutachterecke, dass es mittlerweile wirklich massiv triggert. Daher will ich die Antworten auch gar nicht bei mir zu Hause haben.

Ich hoffe, dass ich danach wieder etwas mehr zur Ruhe komme.

Daher heute nur noch ein Süppchen und eine Schlaftablette – denn ich brauch dringend  mehr Schlaf – die Nächte sind – der Unruhe geschuldet – naja eben unruhig. Die ersten 2 Stunden gehen noch, danach mit mind 1-2x die Stunde wach . So wird das natürlich nichts mit Tiefschlafphase.

Aber dafür klappt es – mit Druckstellenschutz – tatsächlich seit 3 Tagen mit der neuen Maske, die mir ja bisher immer offene Blasen über den Nasenrücken beschert hat.  Da die andere mir ja Nackenprobleme beschert (und in Folge dann auch Kopfschmerzen), bin ich darüber wirklich froh und hoffe natürlich, dass das auch so bleibt.

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | Kommentare deaktiviert für geschafft

besser – und Neustart

Heute ist es wieder besser. Das war mir auch gestern schon klar, was im Endeffekt dann auch den Ausschlag für „Abschießen“ gab.

Trotzdem, die viele Zeit zu Hause tut mir nicht gut. Rausgehen schaff ich alleine nicht.

Was aber geht – und vor allem auch gehen muss! – ist, dass wieder mehr Konsequenz bei Bewegung rein kommt. Ich hab nämlich ein Gewicht erreicht, dass ich noch nie hatte und mir schwer zu schaffen macht (körperlich und psychisch).

Im Prinzip hab ich es seit vorm Klinikaufenthalt schleifen lassen, da war einfach auch keine Kraft dafür da. Nach Entlassung zwar für eine Weile drauf geachtet (wobei auch nur auf mehr Bewegung/regelmäßig Sport und nicht so sehr aufs Essen), aber spätestens ab Mitte Feber ist es dann wieder völlig aus dem Ruder gelaufen. Zu viel Torte, Kuchen, Kaminwurzen und Co und gleichzeitig immer häufiger die Bewegung wegfallen lassen.

Weil es – wegen dem Gewicht – auch schwieriger wurde, schmerzhafter und anstrengender.

So weit, dass ich mich eben nicht auf die Waage stellte, weil ich Angst hatte, was sie anzeigt. Hilft nur nichts – ist ja dann nur ein nicht hinsehen wollen.

Heute mich also sehr bewusst dafür entschieden, dass ich das so nicht will und da aktiv gegensteuern möchte und muss. Gestartet mit dem rauskramen der Waage.

Und mehr als nur schlucken müssen. Klar war, es ist mehr, aber ich dachte, maximal das, mit dem ich im Januar entlassen wurde. Nur dass da nochmal ein paar Kilo dazukamen. Das sind über 10 Kilo seit November.

Kein Wunder dass meine (Blut-)Werte nicht ok sind und sowohl Kreislauf als auch Schmerzen große Probleme machen.

Wenn ich das so grad nicht hinkriege, dann muss ich halt mit Trainingsprotokollen und Absprachen nachhelfen.

Mit täglich Bewegung/Sport fang ich an und in ein paar Tagen, wenn ich den passenden Rhythmus damit gefunden habe, werde ich mich auch wieder deutlich mehr um das Essen kümmern. Bis dahin „nur“  drauf achten nur zu essen, wenn ich wirklich Hunger hab und eben auch aufzuhören, wenn dieser gestillt ist.

Und dass ich erstmal schaue, ob es nicht doch eher Durst ist, denn das Trinken ist grad auch zu wenig.

Es ist auch ein Versuch der Passivität hier was entgegen zu setzen. Zu viel Zeit in der Wohnung, zu wenig Termine. Wenn ich dann wieder fitter bin, möchte ich auch angehen, dass das alleine rausgehen so schwierig ist – dann kann ich das Sportprogramm wieder um Nordic Walking erweitern, was mir sehr gelegen kommt.

 

 

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | 1 Kommentar

und cut

Angefangen hat es schon kurz vorm Betreuungstermin – Wohnung ist grad echt schwierig für mich, weil ja immer noch die Umräumerei im Gange ist und durch Großeinkauf und Wäsche waschen und Ausfallen des Termins da nicht wirklich was voran geht.

Zumal ja neben der Umräumerei auch noch die anderen Räume sich nicht von selbst erledigen.

Ich merkte, dass sich immer mehr Druck aufbaute. Zwar gelang es auch den wieder zu senken und weiter zu machen, aber es wurde halt auch deutlich, dass das Ende hier noch nicht absehbar ist.

Dann kam wieder mal eine mail und die Thera für morgen ist aus gesundheitlichen Gründen schon wieder abgesagt. Da kippte es endgültig. Dieses hin und her, immer die Unsicherheit ob der Termin stattfinden wird, wann er auftauchen wird, ob doch noch abgesagt oder verschoben usw – dann war/ist er halt auch oft krank in diesem Jahr. Zusätzlich stand darin, dass er um Ostern herum die beiden Wochen Urlaub hat.

Selbst wenn er nächste Woche gesund sein sollte, fällt es danach also wieder zweimal aus.

Damit kann ich grad überhaupt nicht umgehen. Zumal ich die Thera grad wirklich brauche um im Alltag klar zu kommen.

Außerdem bedeutet es einen weiteren Tag die Woche zu Hause – davon gibt es eh schon viel zu viele.

Und ja mir ist durchaus klar, dass ich das schon irgendwie hinkriegen werde, aber im Moment lässt es mich einfach nur verzweifeln.

Also erstmal Welt aussperren, Fritattensuppe, warmes Bett und mit Medis abschiessen.

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik, Therapie | Kommentare deaktiviert für und cut

Brillendesaster

Meine Brille muss ja getauscht werden. Eigentlich hätte ich die neue Anfang letzter Woche abholen können sollen.

Da keine SMS kam, war ich am Donnerstag dort und fragte nach: die Gläser sind schon am 27. angemahnt worden, aber noch nicht da. Ein Anruf später: die Gläser sind im heutigen Paket und morgen da – ich könne die Brille also Samstag abholen.

Gut – Samstag ging für mich eh nicht, also war das für heute geplant. Aber ich hatte immer noch keine SMS – also angerufen.

Tja – es ist nur ein Glas da, dass passt, das andere zu klein/falsch/was auch immer – wurde heute also neu bestellt. Dauer mindestens 7-8 Tage, aber das hieß es ja letztes Mal auch.

Das Problem dabei: die aktuelle Brille löst sich auf. Der Rahmen, der die Gläser hält, löst sich vom restlichen Rahmen – was der Grund für den Austausch ist, da das nämlich schon mehrfach war.

Es löst sich – auf der einen Seite – jeden Tag ein Stück mehr, weshalb ich überhaupt erst nachgefragt habe.

Sehr sehr nervig. Mir ist klar, dass der Optiker da nichts für kann – mehr als bestellen, anmahnen, nachfragen kann er ja auch nicht – und wenn dann ein falsches Glas kommt, kann er auch nicht zaubern.

Also hoffen und beten, dass das alte Gestell wenigstens so lange hält bis das neue da ist.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | Kommentare deaktiviert für Brillendesaster

wie es ist

Ich merke, dass ich mit dem so viel zu Hause sein schlecht klar komme. Mir fehlt auch die Arbeit in der Buchbindere, nicht fehlen tun mir die vielen Menschen.

Was mich im Moment tierisch annervt ist meine Inkonsequenz. Ich kenne es nicht von mir, dass ich den Sport/die Bewegung schludern lasse oder auch das Essen. Klar kenne ich es, dass das irgendwann halt nicht mehr so klappt, weil einfach die Kraft dafür fehlt. Aber Kraft und Energie wäre durchaus da – trotzdem krieg ich es grad nicht auf die Reihe – und das ist neu für mich.

Da ist Unruhe und es baut sich Druck auf. Wenn ich dann in der Wohnung was machen möchte – ist der Druck so massiv, dass nur noch radikales Stopp und Skills helfen, dass es nicht in was destruktives kippt. Wobei ich vermute, dass eben zum Beispiel das irgendwie ständig was essen durchaus in diese Ecke gehört.

Es fällt mir auf und trotzdem bekomme ich das dann nicht in den Griff. Spüre den inneren Druck, die Unruhe und selbst Skills und Co greifen dann nicht wirklich, verschieben das Problem nur auf später.

Mir ist durchaus klar, dass es in mir arbeitet. Die Fragen vom Sachbearbeiter vom Landkreis machen mir schwer zu schaffen – mehr im Hintergrund, aber doch deutlich. Dazu kommt, dass es ja grade so gar nicht klappt ein Gefühl zu oder gar mal eine Träne fließen zu lassen. Denn die Gefühle sind da und dieses innere Meer aus Tränen ebenfalls. Es findet nur keinen Weg nach draussen.

Vielleicht auch aus Angst – mir ist der letzte November noch sehr präsent. Und auch das eben nicht mehr funktionieren können – was das erste Mal so passiert ist.  Es war eben nicht mehr auszuhalten.

Buchbinderei usw halfen natürlich auch die Woche besser zu strukturieren und waren auch eine gute Ablenkung.

Ich war noch nie jemand, der viel zu Hause rumsitzen konnte. Klar find ich auch da Sachen mich zu beschäftigen, aber es ist dennoch was anderes.

Es kippelt einfach wieder mehr. Für die Umstände ist es immer noch gut – keine Frage, es ist also nicht so, dass ich sagen müsste, es ist jetzt schlecht. Aber es ist wieder anstrengender, die inneren Geister und Dämonen haben wieder mehr Raum gewonnen, sind lauter geworden. Sie verlangen wieer mehr Aufmerksamkeit.

Weg waren sie ja nie, ebenso wie Flashbacks oder Alpträume nie weg waren. Es ist grad nur wieder etwas anstrengender – immer noch im grünen Bereich, zumindest die Basics laufen weitestegehend immer noch gut, mal mit kleinen Abstrichen, aber alles immer noch im grünen Bereich.

Klar ist, dass ich dringend schauen muss, dass ich in der Therapie einen Weg finde, mit den Gefühlen, die ja da sind – umzugehen. Und zwar anders als einfach nur hinter eine Wand packen und ignorieren.  Denn auch klar ist, dass der Druck und die Unruhe, die da sind – durchaus damit zu tun haben.

Außerdem hängen sehr viele Flashbacks und Alpträume mit dem letzten Jahr zusammen – auch da muss ich dringend ran. Das geht aber erst wenn ich einen Weg gefunden habe, die Gefühle handzuhaben.

Immerhin ist klar woran ich zu arbeiten habe.

Was die freien Tage angeht – ich weiß ja, dass ich mich in der Buchbinderei jederzeit wieder anmelden kann. Im Moment hab ich nicht das Gefühl es ohne hinzukriegen und die Angst, dass es ohne halt immer schlimmer wird.

Aber ich weiß nicht ob das wirklich so ist oder nur meine Angst – daher werde ich da defintiv noch 2-3 Wochen abwarten. Diese Woche und dann in knapp 3 Wochen hab ich eh einen Termin beim Ersatzthera, also werde ich das diese Woche ansprechen, damit wir dann in 3 Wochen da wirklich nochmal drüber sprechen (ich neige ja dazu, dass dann „auszulassen“) und eine Entscheidung zu treffen.

 

 

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | Kommentare deaktiviert für wie es ist

1000 Fragen an dich selbst – Fragen 351-400

Bei Frische Brise bin ich darüber gestolpert. Sie fand die Idee hier. Ursprünglich aus dem Heft „Flow“ (Ausgabe Nr. 18), das hier nachbestellbar ist.

Ich versuche jedes Wochenende einen Block zu beantworten.

351. Wie eitel bist du?
Nicht sehr.

352. Folgst du eher deinem Herzen oder deinem Verstand?
Mehr dem Verstand, aber ich arbeite dran, mehr dem Herz zu folgen.

353. Welches Risiko bist du zuletzt eingegangen?
So wirkliches ernstes Risiko: der letzte Klinikaufenthalt (der unerwartet richtig gut gelaufen ist – zum ersten Mal!)

354. Übernimmst du häufig die Gesprächsführung?
Nur, wenn ich merke, es geht nicht voran.

355. Welchem fiktiven Charakter aus einer Fernsehserie ähnelst du?
Es gibt zwar klar einen Monk in mir, aber so wirklich ähneln – weiß ich nicht.

356. Was darf bei einem guten Fest nicht fehlen?
Menschen, die man sehr mag.

357. Fällt es dir leicht, Komplimente anzunehmen?.
Nein.

358. Wie gut achtest du auf deine Gesundheit?
Auf die psychische ganz gut, auf die körperliche könnte es deutlich besser sein.

359. Welchen Stellenwert nimmt Sex in deinem Leben ein?
Keinen.

360. Wie verbringst du am liebsten deinen Urlaub?
Irgendwo in Ruhe, wenig Programm, wenig Menschen.

361. Was war deine schlimmste Lüge?
Ich bin immer für dich da (zu meinem kleinen Bruder).

362. Erweiterst du deine eigenen Grenzen?
Ja. Daran arbeite ich aber auch sehr.

363. Kannst du gut Witze erzählen?
Nein.

364. Welches Lied handelt von dir?
Wüßte ich keins. Es gibt keins, dass ganz passt, aber einige, bei denen (große) Teile passen.

365. Welche kleinen Dinge kannst du geniessen?
Obstsalat, Süßkartoffeleintopf, vorgewärmtes Bett, gutes Buch, frisches Obst und Gemüse, Zeit mit MissMutig und dem Junior usw.

366. Wofür darf man dich nachts wecken?
Gute Freunde jederzeit, wenn sie mich brauchen – und sei es nur als Gesprächspartner oder um nicht allein zu sein. Alle anderen in einem Notfall.

367. Was würdest du gern an deinem Äusseren ändern?
Vor allem das Gewicht.

368. Was soll bei deiner Beerdigung mal über dich gesagt werden?
Nichts – ich möchte eine anonyme Bestattung und keine Trauerfeier.

369. Lässt du dich leicht zum Narren halten?
Nein.

370. Was würdest du gerne einmal tun, vorausgesetzt dass es keinesfalls schiefgehen könnte?
Lotto spielen und gewinnen natürlich.

371. Muss man immer alles sagen dürfen?
Nein, nicht wenn man damit nur verletzt. Aber schlimmer ist etwas nicht sagen zu dürfen.

372. Wem solltest du mehr Aufmerksamkeit schenken?
Der einen oder anderen Person (Freunde).

373. Kannst du gut loslassen?
Nein – leider.

374. Wofür bist du dankbar?
Für mein aktuelles Hilfsnetzwerk das trägt.

375. Sind Komplimente von Leuten, die du nicht gut kennst, wichtig für dich?
Nein, aber freuen tut es denk ich schon.

376. Vor welchem Tier hast du Angst?
Alles was größer ist als ein Hund. Und massiven Ekel vor Fruchtfliegen.

377. Weswegen warst du zuletzt vollkommen verwirrt?
Über mich, mein Verhalten, mein Denken.

378. Was hast du immer im Kühlschrank?
Der ist durchaus häufiger mal leer. Senf und so hab ich nicht im Kühlschrank, zählen also nicht.

379. Genierst du dich dafür, dass du bestimmte TV-Sendungen schaust?
Nein.

380. Wann hattest du die beste Zeit deines Leben?
2008

381. Wen hast du zu Unrecht kritisiert?
Einen Freund.

382. Machst du manchmal Spässe, die du von anderen abgeschaut hast?
Ist das nicht meistens so? Wobei ich eh nicht so die „Spassige“ bin.

383. Bestellst du im Restaurant immer das Gleiche?
Zumindest schon ähnliches – nichts was ich nicht kenne (der Gedanke, dass ich da dann vielleicht nicht mag reicht da schon – dafür ist es zu teuer).

384. Gibt es etwas, dass du insgeheim anstrebst?
Mehr Selbständigkeit.

385. Wie würdest du deine Zeit verbringen, wenn du alles tun dürftest, was du willst?
Wollen oder können? Wollen erfülle ich schon, ist halt vom Können arg eingeschränkt.

386. Was begeistert dich immer wieder?
Leuchtende Kinderaugen, das Vertrauen der Katzen, wenn sie mir den Bauch zum Kraulen entgegenstrecken und schnurren.

387. Welche Sachen kannst du geniessen?
Oft die Kleinigkeiten mehr als großes.

388. Findest du es schön, etwas Neues zu tun?
Ja – ist interessant.

389. Stellst du lieber Fragen oder erzählst du lieber?
Ich glaub das hält sich in etwa die Waage.

390. Was war dein letzter kreativer Gedankenblitz?
Wie ich das Problem mit dem Kuli in meiner Jackentasche lösen kann: er bekam einen maßgeschneiderten Köcher.

391. Bei welchem Song drehst du im Auto das Radio lauter?
Da wüsste ich keinen.

392. Wann hast du zuletzt enorm viel Spass gehabt?
Wenn ich mit MissMutig auf Shopping-Tour gehe.

393. Ist dein Partner auch dein bester Freund oder deine beste Freundin?
Kein Partner.

394. Welchen Akzent findest du charmant?
Wenn Italiener deutsch sprechen.

395. In welchen Momenten des Lebens scheint die Zeit wie im Flug zu vergehen?
In den schönen.

396. Wann hast du zuletzt deine Frisur geändert?
2003 habe ich sie mir das letzte Mal komplett abrasiert, eher aus der Not geboren, da ich nach einer Gallenblasen-OP in sehr sehr schlechtem Zustand entlassen zu Hause war, niht duschen durfte (es aber auch nicht gekonnt hätte) und die Kopfhaut einfach nur juckte. Eigentlich wollte ich mit dem Haarschneider nur kürzen, der ging dabei kaputt und so musste ich dann doch mit einem Nassrasierer ran. Es war eine Katastrophe.

Seitdem sind sie jetzt lang (also natürlich erst wachsend und mit 2-3x im Jahr Spitzen schneiden, da sich sonst die Haare so extrem verknoten bei mir).

Tragen eigentlich ausschließlich mit Pferdeschwanz/Zopf/Zöpfen – da sie offen in wenigen Minuten wie ein Wischmopp aussehen.

397. Ist an der Redensart „Aus den Augen, aus dem Sinn“ etwas dran?
Oh ja – merke ich vor allem bei Lebensmittel – das was verbraucht werden muss, muss auch sichtbar für mich sein. Alles was ich nicht sehe – ist sofort aus dem Kopf verbannt.

Leider passiert mir das auch oft bei Menschen.

398. Wie nimmst du Tempo aus deinem Alltag?
Welt aussperren (kein Telefon, Fernsehen usw), kein „muss“ und Ruhe.

399. Machst du jeden Tag etwas Neues?
Nein, das schaffe ich nicht.

400. Bei welchen Gelegenheiten stellst du dich taub?
In der Buchbinderei oder sonst wenn andere Menschen rum sind – die versuche ich auszublenden und eben nicht zu hören/wahrzunehmen.

 

Fragen 1-20
Fragen 21-40
Fragen 41-60
Fragen 61-100
Fragen 101-150
Fragen 151-200
Fragen 201-250
Fragen 251-300
Fragen 301-350

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Fragen, Leben, Psycho-Somatik | 2 Kommentare

sehr müde

Das NF gestern lief soweit gut. Ich war sogar früher daheim, bis ich aber dann geschlafen hab war es dennoch fast zwei. Mit halbstündlichen wach werden quälte ich mich dann kurz nach sieben aus dem Bett.

Übernächtigt bin ich alles andere als stabil. Entsprechend war der Großeinkauf heute eher gruselig – dabei hab ich tatsächlich mal alles  bekommen.

Wir waren auch um kurz nach zehn fertig und eigentlich wollte ich mich danach etwas hinlegen, aber trotz der Müdigkeit fand ich keine Ruhe.

Dafür dann viel zu viel gegessen und auch irgendwie ständig und was auch üblich ist, wenn ich zu wenig Ruhe finde: schmerztechnisch jenseits von gut und böse.

Das Gute daran: ich weiß, dass das mit Schlaf dann auch wieder ins Lot kommt. Morgen und übermorgen kann ich auch ausschlafen und habe auch tagsüber nur Ruhe eingeplant. Wird also alles wieder werden – und dieses Wissen macht auch das aushalten einfacher.

Außerdem muss ich mich ja um niemanden außer mich kümmern und kann entsprechend alles langsam angehen lassen.

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | Kommentare deaktiviert für sehr müde

Ah – so!

Die letzten Tage bin ich unruhig, schlafe schlecht und bin komisch drauf. Nicht dass ich sagen könnte es ist schlecht – es ist einfach nur – eigenartig. Und mit der Unruhe und den blöden Nächten doof.

So wirklich konnte ich es an nichts festmachen, nur dass es halt seit Anfang der Woche so ist.

Die Nächste schob ich auf den Mond oder was auch immer und der Rest lang sicher nur am schlechten Schlaf.

Abends  bin ich dann um 19 Uhr schon so alle, dass ich es kaum noch schaffe die Augen offen zu halten. Körperlich bin ich nicht fit, Dauerdurchfall, generell Magen-Darm-Beschwerden, der Kreislauf und ich sind auch eher zu unterschiedlichen Zeiten wach, Crosstrainer geht mal gut, mal kipp ich nach wenigen Minuten fast um.

Liegt alles sicher nur am schlechten Schlaf. Oder so.

Heute Nacht wieder – ab Mitternacht mindestens stündlich wach, gern auch mal alle 20 Minuten und um halb vier gab ich dann auf.

Ich krabbelte ins Wohnzimmer, machte mir eine Fritattensuppe, weil mir danach war und als ich dann so durchs Netz las, schoss es mir in den Kopf.

Die Fragen!

Der Sachbearbeiter vom Landkreis, der über den Antrag der ambulanten Betreuung entscheiden soll, hatte sich ja letztes Jahr an meinen Betreuer gewandt, ob es nicht eine Möglichkeit gäbe mit mir in Kontakt zu treten, er hätte ein paar Fragen.

Wir einigten uns darauf, dass ich erstmal aus der Klinik raus sein muss und dass er dann per mail fragen könne. Dass das immer noch schwierig ist und sicher auch von den Fragen abhängt.

Irgendwann kam dann eine – wirklich nette – mail, in der das „wie“ geklärt wurde. Er wollte mir dann – auf meinen Wunsch hin – alle Frage auf einmal schicken.

Dann kam lang nichts – und ich wurde nervös. Sehr. Weil sowas kann ich nicht gut und löst immer viel aus und ist eh nur mit Panik irgendwie hoffentlich machbar. Aber das dann auch noch drauf warte – ungut.

Nun gut – er war krank, konnte also nicht eher mailen.

Montag  Nachmittag kamen sie dann – die Fragen. Alle sind legitim und verständlich, sorgten dennoch dafür, dass ich keine Luft mehr bekam.

Abgesprochen war eh, dass ich sie zusammen mit dem Betreuer oder dem Ersatzthera beantworte/durchgehe, also legte ich sie zur Seite. Und verdrängte.

Das war das was rumorte, was so viel Unruhe verbreitet und mir den Schlaf raubt. Dafür sorgte, dass die Panikattacken wieder mehr waren.

Dabei sind es nicht die Fragen an sich – die Antworten sind da relativ klar – sondern naja – er ist jemand, der entscheidet – für oder gegen mich, der beurteilt. Auch wenn er sehr nett wirkt und bemüht ist – rutscht er da in eine Ecke, die vom Gutachter nicht weit entfernt ist. Und es ist ein Amt.

Allein das hier zu schreiben sorgt für zitternde Hände und Panik.

Der Versuch die Fragen zu beantworten machte deutlich, dass ich das wirklich nur mit Absicherung des Ersatztheras schaffe. Weil es zu viel auslöst.

Also hab ich eine mail geschickt, dass es mit den Antworten leider noch dauern wird, da ich erst Ende nächster Woche einen Termin beim Ersatzthera habe.

Ein Zweizeiler, wissend, dass das für den Empfänger auch ok sein wird. Und trotzdem hat es mich über 3 Stunden gekostet. Sehr sehr viel Panik, Übelkeit und Überforderung. Wegen eines Zweizeilers.  Nur weil der eben an ein Amt geht, an einen Sachbearbeiter, der entscheidet und es mich somit in einer Situation katapultiert, die mich aushebelt.

Aber die mail ist raus. Ich hoffe, ich schaffe es, die Fragen vorab schon ein bisschen zu beantworten – denn an den Fragen selbst liegt es gar nicht so. Klar sind auch die nicht schön, weil es halt mal wieder um die Deffizite geht und die damit wieder in den Vordergrund rückt. Aber im Prinzip sind die Antworten klar, die Fragen nicht das erste Mal gestellt. Die haben wir uns selbst vor dem Antrag natürlich auch gestellt.

Es geht übrigens um die Verlängerung ab 12/17 – auch so was, was ungut  für mich ist – zu wissen, dass wir aktuell gar keine Bewilligung haben, der Antrag noch nicht entschieden ist. Das macht aber eher mir Druck – Druck eben so schnell wie möglich zu antworten, aber auch: eben Unsicherheit, weil noch keine Entscheidung da.

All das zusammen – kein Wunder dass ich schlecht schlafe, unruhig bin, Panikattacken schieb und komisch drauf bin.

Aber auch: es hebelt nicht vollständig aus – es bringt Unruhe und Panik, aber es ist machbar. Was so ein bisschen Boden unter den Füßen ausmacht.

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | Kommentare deaktiviert für Ah – so!

Donnerstag

Heute lief es etwas besser als gestern, allerdings war ich auch unterwegs – nicht lange, aber eben doch draußen.

Sonst eher ruhiger Tag – bisschen rumkruschteln, Testberichte abliefern, Einkaufszettel für den Großeinkauf fertig gemacht, letzten Schliff für das Liedprogramm morgen gemacht und sonst halt bisschen dies und das.

Es wird auch ruhig weiter gehen. Morgen und Samstag wird anstrengend werden.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | Kommentare deaktiviert für Donnerstag

frei

Die Nacht war heute nicht gut – irgendwann hab ich dann wohl auch die CPAP-Maske abgenommen – auch wenn ich mich dran erinnere.

Entsprechend schwer viel das Aufstehen, wobei es nicht spät war, es war eher ein noch zu müde zum Aufstehen, aber auch nicht wirklich müde genug um schlafen zu können.

Da Physio wegen Urlaub ausfiel und auch der Betreuungstermin heute nicht stattfindet, hatte ich heute frei. Im Laufe des Tages merkte ich dann sehr oft, dass mich das ziemlich durcheinander bringt – es sich eher wie Wochenende anfühlt und ich mit Erschrecken merkte, dass das Wochenende noch vor mir liegt.

Zumal mir schon heute teilweise die Decke auf den Kopf fiel.

Sonst so: nochmal die Liedliste für Freitag neu zusammengestellt – die Reihenfolge musste dringend geändert werden – was die Höhe angeht. Eines hab ich dann auch nochmal transponiert, zwar zum Spielen jetzt deutlich blöder, aber hoffentlich besser singbar. Außerdem mir genau aufgeschrieben was als Vorspiel und welche Zupfmuster Sinn machen. Das kann ich zwar so spontan, aber beim NF vertue ich mich dann da manchmal was das Tempo angeht.

Dann weiter mit dem ganzen Kleinkram für die Regale geplant/umgesetzt. Ich hatte bei den Planungen nämlich nicht wirklich berücksichtigt, dass ich ja Stifte und Co nicht einfach so reinlegen kann – und es ist sehr, sehr viel Kleinkram (Unmengen an Stiften, die auch nicht alle einfach zusammen können, Bastelkram, Nagellackzeug, lose Blätter, Testprodukte, Fernbedienungen, Computerkram usw usf).  Aber so langsam wird es.

Trotzdem wird es wohl noch etwas dauern. Ich hab mir vorgenommen tatsächlich die Noten erst zum Schluss zu machen – denn die gehen schnell und dann kann ich das wirklich – abschließen.  Den Rest hab ich wirklich unterschätzt.

Heute läuft nicht mehr viel – es wird ein Fritattensüppchen geben, das Bett wird vorgewärmt und es wird ein gemütlicher Leseabend werden.

Die Bonsai-Tiger kriegen den Rest vom Suppenfleisch (roh, das kriegen die häufiger mal, hatten es aber auch schon gestern und ich hab vergessen den Rest einzufrieren, also müssen sie heute nochmal). So sehr sie das lieben, wenn es das mal gibt, so ungern mögen sie es zwei Tage hintereinander – ist ja auch sehr viel mühsamer als das Dosenfutter.

Morgen ist auch nochmal frei – wobei ich eigentlich noch bei zwei Ärzten vorbei müsste. Freitag dann NF und Samstag Großeinkauf (da fehlt auch noch der Einkaufszettel).

Von daher wird das schon alles werden.

 

 

 

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, kleine Schritte, Leben, Psycho-Somatik | 1 Kommentar

Thera heute

Es ging um Gefühle und um Tränen – ums zulassen, was so gar nicht klappt.

Um diesen Kampf der entbrennt – ein Kampf in dem ich mich verliere. Wie in einem lauten Cafe, Musik läuft, laute Stimmen versuchen dennoch Gespräche und so ist alles einfach nur noch laut – eine Geräuschkulisse, die es unmöglich macht einzelne Geräusche rauszufiltern, mich darauf zu konzentrieren.

Verliere mich im Konflikt – der Teil, der zulassen will, der hinspüren will, der Tränen zulassen können will – der geht unter – in all dem „darf nicht“ und „kann ich niemandne zumuten“ und „ist grad nicht die Zeit“ und „geht ja gar nicht!“ und „darf auf keinen Fall!“ – und den noch hundert anderen Stimmen.

Der Blick verschwimmt, erst nur am Rand, dann immer mehr, ich höre noch wie der Thera was sagt, aber was er sagt – kommt schon lange nicht mehr an – weil auch er in der Geräuschkulisse untergeht.

Ich ringe um Kontrolle, darum, dass bloss keine Träne fließt, ich bloss nicht so weit abdrifte, dass ich nichts mehr mitkriege, irgendwie einfach zu funktionieren.

Wobei funktionieren da schon nur noch heißt wenigstens zu atmen.

Mir fehlt ein Anker, ein Orientierungspunkt in all dem Chaos. Früher war es das Turmzimmer oder das Tappen. Selbst wenn sehen und hören nicht mehr funktionierte, nahm ich die Hände die auf meinen Handrücken „trommelten“ noch war, konnte mich an diesem Sicherheitsseil wieder langsam ins hier und jetzt hangeln.

Das Angebot zu Tappen ist da, aber ich verliere mich im „ich weiß nicht was dann passiert“ – und schaffe es nicht, es dann anzunehmen. Bin da schon zu sehr verstrickt in altem Mist und in Ängsten.

Frustrierend. Zumal klar ist, dass ein „Aufdrängen“ von Seiten des Theras da auch kontraproduktiv ist. Weil ein Annehmen können grad nicht  geht.

Wir arbeiten dran, es tut sich ja auch was, aber halt in so mikroskopisch kleinen Schritten und der Bedarf ist da, die Sehnsucht ist da – zulassen zu können.

Ich fühl mich dann wie ein Versager, weil ich es nicht hinkriege, weil Fühlen und Zulassen für mich so anders ist als für andere – so – fremd. Dann bin ich wieder die Außerirdische, die verzweifelt versucht den Menschen zu verstehen und zu imitieren – aber es an diesem Punkt schlicht nicht kann, nicht verstehen kann und es ebne auch nicht hinbekomme.

Dann tröstet auch ein „wir sind auf dem Weg“. Weil das Ziel so unendlich weit weg – unerreichbar – scheint.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, Leben, Psycho-Somatik, Therapie | Kommentare deaktiviert für Thera heute

WMDEDGT 03/18

Frau Brüllen fragt wie jeden Monat: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

5:00 Uhr – so das erste Mal so weit wach um mich zu fragen, ob ich jetzt aufstehen will

6:30 Uhr – mich fürs weiterschlafen entschieden und eben erst jetzt aufstehen

7:30 Uhr – nach Bonsai-Tiger versorgen, Bad und schon mal alles fürs Frühstück ins Wohnzimmer bringen, lese ich Einträge im Internet nach – Twitter, Blogs und Co

9:30 Uhr – Produkttestrecherge lief neben dem Frühstück und ich packte viel Kokosöl in meine Haare und Haut.

9:55 Uhr – Ich sortierte endlich mal den großen Stapel loser Blätter im kleinen Notenregal – da landeten nämlich auch Rechnungen und Arztbriefe usw – alles was halt keinen richtigen Platz hatte. Da ich das ja in die neuen Regale, die wir Samstag angebracht haben, nicht so übernehmen will, war klar, dass ich da sortieren und ausmisten muss.

12:30 Uhr – zwischendrin noch schnell unter die Dusche, aber ansonsten ging die Zeit für die Sortiererei drauf. Nebenher lief Undercover Boss.

12:45 Uhr – eigentlich hätte nich noch eine halbe Stunde Zeit bis zur Abholung, aber ein Anruf vom Taxiunternehmer, ob ich nicht etwas eher könnte, brachte grad alles durcheinander – ich hab also noch 10 Minuten um mich fertig zu machen.

Geplant ist um halb zwei kurz in der Ambulanz vorbei und mich dann mit K. treffen.

13:30 Uhr – erst Termin, dann Treffen mit K. Wir unterhielten uns ne Weile und um 15:15 Uhr ging ich dann wieder los. Geplant war Angsttraining Einkauf – Aldi ist von der Klinik in Fußweite, also bin ich da hingelaufen.

Leider eskalierte es dort, ich kann nicht mal den Auslöser benennen. Ich sah ja auch den Betreuer vor der Tür, schaffte es aber auch nicht mehr ihn anzurufen und rein zu bitten (wie in diesem Fall vereinbart).

Wir fuhren danach nach Hause, ich brauchte auch die ganze Fahrt um zum einen die Panik wieder los zu werden, zum anderen aber auch wieder ins hier und jetzt zu kommen, den dissoziativen Zustand zu beenden.

17:00 Uhr – wieder zu Hause kümmerten wir uns um die Wohnung – ich fing an die Regale einzuräumen, was ja grade mit den ganzen Kleinteilen echt schwierig ist. Da fehlt noch viel System.

18:00 Uhr – wir fuhren los, der Betreuer brachte mich zur Probe zu V.

18:30 Uhr – wir starteten die Probe fürs nächste NF, dass ja schon am Freitag stattfindet. Ich mag die beiden, mit denen ich aktuell singe, wirklich sehr gern.

20:30 Uhr – Probe ist durch, wir unterhalten uns noch ne Weile

21:45 Uhr – haben uns verquatscht und starten jetzt den Rückweg – V. fährt uns liebenswerter Weise.

Kurz nach 22 Uhr  bin ich dann wieder zu Hause, mach mir noch schnell ne Fleischkassemmel als Abendessen und kuschel mich ins bereits vorgewärmte Bett.

Gegen 23 Uhr mach ich dann das Licht aus und hab auch bald geschlafen.

 

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, Erinnerungen, Fragen, Leben, Psycho-Somatik | Kommentare deaktiviert für WMDEDGT 03/18

1000 Fragen an dich selbst – Fragen 301-350

Bei Frische Brise bin ich darüber gestolpert. Sie fand die Idee hier. Ursprünglich aus dem Heft „Flow“ (Ausgabe Nr. 18), das hier nachbestellbar ist.

Ich versuche jedes Wochenende einen Block zu beantworten.

301. Worin bist du ein Naturtalent?
Ich kann gut vermitteln und mich von Problemen anderer gut abgrenzen, zumindest solange ich selbst stabil und „menschentauglich“ bin.

302. Welche Person um dich herum hat sich in letzter Zeit zum Positiven verändert?
MissMutig – sie wird einfach wieder sie selbst und das freut mich sehr.

303. In welcher Situation warst du unfair?
Meinem kleinen Bruder gegenüber, als ich den Kontakt zur Mutter abbrach.

304. Fühlst du dich fit?
Nein, aber ich arbeite dran.

305. Sind deine finanziellen Angelegenheiten gut geregelt?
Naja – ich komm halt irgendwie hin, wenn nichts außergewöhnliches passiert.

306. Von welchem Buch warst du enttäuscht?
Herr der Ringe – alles sprachen davon und fanden das super – und ich quälte mich da einfach nur durch.

307. Welchen Grund hatte dein letzter Umzug?
Die Wohnung, die ich wollte, wurde frei. Raus aus dem Keller.

308. Neigst du zum Schwarz-Weiss-Denken?
Nein – eigentlich nur grau.

309. Was fühlst du, wenn du verliebt bist?
Keine Ahnung, war ich noch nie.

310. Gehört es zum geselligen Beisammensein, viel zu essen und zu trinken?
Nein.

311. Welche Dinges stehen noch auf deiner To-do-Liste?
Einige – es gibt ja immer was zu tun.

312. Hegst du oft Zweifel?
Ja – vor allem an mir.

313. Womit bist du unzufrieden?
Mit meinem Körper und meiner Unselbständigkeit.

314. Mit welchem Gefühl besteigst du ein Flugzeug?
Vermutlich mit ziemlichem Bammel. Weiß nicht, ob es überhaupt ginge, wäre aber mal interessant heraus zu finden.

315. Gilt für dich die Redensart „Eine Hand wäscht die andere“?
Ja schon, aber nicht wenn man sie so auslegt, dass man etwas nur tut, wenn auch eine Gegenleistung kommt oder alles aufgerechnet wird.

316. Bist du schon mal schikaniert worden?
Ja.

317. Wie spontan bist du?
Wenn ich stabil bin – kann ich sehr spontan sein, wenn nicht – nicht.

318. Unterstützt du bestimmte Menschen bedingungslos?
Ja.

319. In welcher Angelegenheit hast du Schuldgefühle?
In viel zu vielen im Heute, in denen es eigentlich um (eingeredete) Schuldgefühle aus der Kindheit geht.

320. Wie viele Jahre schon dauert deine längste Freundschaft?
Aktuell 10 Jahre etwa.

321. Was gibt dem Leben Sinn?
Zu leben und sich weiter zu entwickeln.

322. Was hättest du gern frühzeitiger gewusst?
Wer ich wirlich bin, was ich mag und gern tue und was nicht.

323. Wie alt fühlst du dich?
Älter als ich bin.

324. Was siehst du, wenn du in den Spiegel schaust?
Leider viel zu oft meine Mutter.

325. Kannst du gut zuhören?
Ja schon.

326. Welche Frage wurde dir schon zu häufig gestellt?
Wie machst du das nur?

327. Ist alles möglich?
Alles sicher nicht, aber deutlich mehr, als wir uns vorstellen können.

328. Hängst du an Traditionen?
Nur an sehr wenigen – die Krippe im Advent zum Beispiel.

329. Kennt jemand deine finstersten Gedanken?
Ja – mein Therapeut.

330. Wie sieht für dich der ideale Partner aus?
Miteinander auf Augenhöhe, ein „Wir“, dass aus einem „du“ und „ich“ besteht und nicht schluckt.

331. Wonach sehnst du dich?
Lieben zu können und Liebe annehmen zu können

332. Bist du mutig?
Kommt drauf an wen man fragt. Die, die mich und meine Ängst kennen sagen klar „ja“, andere sehen mich wohl eher als „ängstlich“.

333. Gibt es für alles einen richtigen Ort und eine richtige Zeit?
Nicht für alles, aber für vieles.

334. Wofür bist du dir zu schade?
Fußabtreter für jemanden zu sein.

335. Könntest du ein Jahr ohne andere Menschen aushalten?
Puh – ein Jahr ist schon viel. Früher hätte ich klar „ja“ gesagt, heute bin ich mir nicht sicher.

336. Wann warst du zuletzt stolz auf dich?
Insgesamt mache ich schon so viel wie möglich aus meinem Leben – das macht mich stolz.

337. Bist du noch die Gleiche wie früher?
Nein – überhaupt nicht mehr. So sehr, dass alte Freunde auch nichts mehr mit mir anfangen können, weil „ich mich zu sehr verändert habe“. Für mich war diese Veränderung überlebensnotwendig und daher bin ich froh darüber.

338. Warum hast du dich für die Arbeit entschieden, die du jetzt machst?
Gibt keine Alternative – aber sie gefällt mir auch gut.

339. Welche schlechte Angewohnheit hast du?
Frustessen. Alles zu analysieren.

340. Verfolgst du deinen eigenen Weg?
Ja.

341. Worüber kannst du dich immer wieder aufregen?
Machtspielchen, Ungerechtigkeit

342. Kann jede Beziehung gerettet werden?
Nein! Und sollte es auch nicht.

343. Mit welchem Körperteil bist du total zufrieden?
Meine Haare mag ich.

344. Womit hältst du dein Leben spannend?
Dafür sorgen schon die äußeren Umstände – leider.

345. Kannst du unter Druck gute Leistungen erbringen?
Nein. Früher ja, mittlerweile gar nicht mehr, wenn der Druck von außen kommt.

346. Welche Lebensphase hast du als besonders angenehm empfunden?
2008 – das erste Mal erlebt was „leben“ heißt und nicht nur „überleben“. Aber auch aktuell geht es mir gut.

347. Findest du andere Menschen genauso wertvoll wie dich selbst?
Ja – meist wertvoller.

348. Hast du immer eine Wahl?
Ja – aber ob die Alternative auch lebbar ist, ist damit nicht gesagt.

349. Welche Jahreszeit magst du am liebsten?
Den Herbst und den Früsommer.

350. Wie hättest du heissen wollen, wenn du deinen Namen selbst hättest aussuchen dürfen?
Da ich mir meinen Namen selbst ausgesucht habe, erübrigt sich die Frage.

Fragen 1-20
Fragen 21-40
Fragen 41-60
Fragen 61-100
Fragen 101-150
Fragen 151-200
Fragen 201-250
Fragen 251-300

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Fragen, Leben, Psycho-Somatik | 1 Kommentar