dies und das

Irgendwie sind die letzten Tage nur so vorbeigeschwuppt.

Dienstag: mit Betreuer unterwegs, die restlichen Holzteile für die Regale zuschneiden lassen und Pflanzen getauscht (Zypergras in zwei Arten und Kärntner Minze gegen Fleischfressende Pflanzen), dann noch spontan den Betreuungstermin verlängert – die wichtige Leberwurst für die Bonsai-Tiger (im Moment gehen Medis nur damit) und Brille abgeholt.

Danach war ich platt. Aber auch da merke ich: ein Stündchen hinlegen (ohne dösen oder schlafen, nur etwas runterfahren) reicht und ich bin wieder fit.

Mittwoch: Wohnungstermin – den ich dann kurz vor Schluss beenden musste, weil mein Körper streikte. Durchfall de Luxe, Übelkeit, Zittern usw. Dummerweise hab ich nicht dran gedacht einfach Hydrocortison zu nehmen – das ist mir erst Stunden später eingefallen.

Tja.

Der Tag war trotzdem mehr oder weniger gelaufen. Abends noch ein Süppchen (das erste warme Essen seit längerem) und Bett.

Heute: Adipositasambulanz. War nett und hilfreich, ich hab eine dicke Mappe mitbekommen, muss nun einiges organisieren und mich leider nochmal ein halbes Jahr durch die Ernährungsberatung der Krankenkasse quälen (da hatte ich ja vor 3 oder 4 Jahren schon so meine Problem mit der Dame und ihrem System, aber als Vorgabe ist mind 6 Monate innerhalb der letzen 2 Jahre vor OP und von daher muss ich halt nochmal).

Vor allem muss ich ne Menge Arztberichte einsammeln, weil das bei mir leider nicht beim Hauszarzt zusammenläuft, aber der das alles braucht um dann seinen Schrieb schreiben zu können.

Aber: es klingt soweit alles gut und richtig und – für mich ja wichtig: machbar. Nächster Termin im Dezember und ich hoffe, dass ich bis dahin schon einiges an Unterlagen zusammen habe.

In gut einer Stunde geht es dann weiter – Therapie. Auch der muss einiges Schreiben, von daher haben wir für heute ja ein Thema.

 

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Erleichterung

Die Betreuungssituation ist nach wie vor unklar und ich hoffe und bete, dass J. beim Arzt gleich sein ok für ab Do bekommt.

Aber der Banktermin lief gut und somit entspannt sich die finanzielle Situation doch erheblich. Es ist halt eine Sache, ob ich halt knapp aber soweit noch gut über den Monat komme oder ob ich gleichzeitig  versuchen muss möglichst viel einzusparen, weil ich vor Monaten ein Loch reingerissen hab.

Trotzdem – für mich ist es schwierig und irgendwie auch ein „Versagen“, dass ich es anders eben nicht hinbekommen hab.

Aber ich bin jetzt auch sehr erleichtert, dass ich wieder relativ „normal“ weitermachen kann – ohne Rechnungen schieben zu müssen und ähnlichem.

Endlich kann ich  hier in der Wohnung nun auch noch die fehlenden Leisten und Bretter holen, damit ich hier wirklich alles fertig machen kann. Das ist alles keine große Sache, jedes Teil an sich sind nur ein paar Euro (alles zusammen vielleicht 30), aber es ist halt nicht lebensnotwendig und daher hab ich es mir verkniffen.

Das ist nur ein Beispiel. Schuheinlagen, neue Schiene, ein neues Buch oder Hörbuch – all das ist – etwas geplant – durchaus sonst machbar. Aber irgendwie hinke ich seit langer Zeit hinterher. Letztes Jahr schon mal, dieses Jahr nochmal – irgendwie weiß ich im Dauerdissoziativen Zustand schon sehr genau wie ich mir – langfristig! – schaden kann.

Nun gut – es ist wie es ist und ich hab jetzt eine Lösung und ja – ich bin wirklich unglaublich erleichtert darüber.

Wenn jetzt noch der Betreurer dieses Woche noch fit wird – dann wird es ein richtig guter Tag. Das liegt mir noch ziemlich auf dem Magen.

Es gibt eine Vertretung – aber im Moment macht das deutlich mehr Druck, weil ich ihn niht gut kenne und er sich hier auch nicht auskennt. J. kenne ich besser, vertrau ich da sehr viel mehr und glaube auch mit ihm das besser hin zu kriegen.

Sonst so: Brille ist abgegeben (die ungetönten Gläser werden eingearbeitet), ich kann sie morgen wieder abholen, für morgen ist alles geplant und ausgedruckt (Zoll, Baumarkt, Arzt), mit dem Sanitätshaus telefoniert und fürs MRT alles in die Wege geleitet. Insofern ein sehr produktiver Tag.

Auch wenn das meiste mehr als Ablenkung diente, damit ich mich nicht verrückt mache, bis vom Betreuer klar wird, ob er diese Woche noch kann oder nicht.

 

Nachtrag: leider ist J. die ganze Woche krank, also doch Termin mit der Vertretung. Am Mittwoch. Mal schauen was wir da schaffen.

Nicht falsch verstehen – ich bin ja froh, dass er kommt, aber da es hier grad wirklich schlimm aussieht, wäre mir jemand vertrauterer lieber, wir schaffen einfach mehr, wenn der Betreuer weiß, wo die Sachen hingehören und auch selbst mal was entscheiden kann.

 

 

 

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Sonntag

Heute ist kein guter Tag.

Die finanzielle Situation, die Betreuungssituation und die Unklarheit, wer denn jetzt diese Woche überhaupt kommt und ob wir in die Wohnung wieder Grund kriegen, die Ungewissheit, wer den jetzt als gesetzlicher Betreuer zuständig ist bzw ab wann die Neue nun wirklich zuständig ist, Unsicherheiten was den regulären Betreuer angehen, ob das wohl klappen wird?

Dazu noch Sorge um den Bonsai-Tiger, grad sehr viel alter Mist (Flashbacks und Co), neuer Ämterkram (MRT Begleitung), total überfordert von der Wohnungssituation usw usf.

So sehr hoffen, dass J. wieder fit ist und die Wohnungstermine nächste Woche machen kann, weil es mit der  Vertretung so viel mehr Stress ist. Und so viel mehr Druck machen würde. Druck, der leider eh grad im Überfluss da ist.

So viel innerer Druck, dass ich Cutter und Co mal lieber meide grad.

Ein sicheres Zeichen für alles total zuviel und hoffnungslos überfordert. Da merke ich dann auch die fehlende Möglichkeit damit in die Therapie zu gehen – es da anzu- und besprechen können. Was natürlich auch das Thema wieder hochkocht.

Wer die nächste Woche kommt, sollte sich morgen klären, beim Finanziellen ist hoffentlich auch morgen mehr Klarheit und vielleicht sogar eine Lösung da.

Hauptsächlich ist natürlich wieder die Wohnung das, was mich am meisten aushebelt.

Nun denn – es ist wie es ist, das was ich tun kann, hab ich getan, der Rest: ein Schritt nach dem anderen.

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Samstag

Das hoffentlich letzte Regal aufgebaut – wobei da noch zwei Abschlussplatten oben fehlen und ein Regalboden – aber die muss ich mal im Baumarkt zugeschnitten besorgen.

Kaum zu glauben: die Bewilligung fürs Offene MRT ist da! Diesmal mit richtigem Betrag – so dass dem MRT nach 1 Jahr und 9 Monaten nichts mehr im Wege steht.

Theoretisch könnte ich jetzt also auch die Hand angehen – aber erstmal Kopf machen, dann abwarten was die Adipositasambulanz sagt (ob und wenn ja wie lange es bis zur OP dauert) und dann entscheiden, wann die Hand gemacht wird. Im Moment geht es ja wieder etwas besser damit.

Außerdem war eine liebe Karte im Briefkasten, die wohl etwas länger unterwegs war. Danke dafür!

Sonst so: Termin bei der Bank ausgemacht, dass ich mich da vor ein paar Monaten im dauerdissoziativen Zustand finaziell so reingeritten hatte, wirkt immer noch nach, da muss ich ein paar Sachen klären und das geht am besten direkt vor Ort. Also werde ich da Montag hingehen und schauen was es für Lösungen gibt. Ich dachte ja, ich krieg es so hin, aber das scheint grad nicht sehr realistisch. Theoretisch wäre es möglich es erstmal weiter so wie jetzt zu machen – dann würde ich das auch irgendwann (kann bisz u einem Jahr dauern) regeln, aber ich fühle mich damit nicht wohl und will schauen, ob es da noch andere Möglichkeiten gibt.

 

 

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Freitag

Der Betreuer ist krank. Das ist mehr als nur doof, weil hier echt Land unter ist und der Wohnungstermin dringend notwendig ist. Alleine krieg ich das nicht auf die Reihe, sorge immer für mehr Unordnung als vorher und muss mich dann medikamentös abschießen, weil ich mit dem ganzen inneren Druck gar nicht mehr klar komme.

Mein eigentlicher Betreuer kommt auch nicht nächste Woche, sondern erst ab 28. wieder. Als hätte ich es geahnt.

Vom Hausarzt hat der Betreuer die Order bis zum Wochenende abzuwarten wie es sich entwickelt –  also wird er entweder am Montag wieder arbeiten können (oder Di oder Mi) oder aber eine Vertretung wird kommen. Hoffentlich, denn erreichen kann man den auch erst ab Montag, der ist zur Zeit ja auch im Urlaub.

Also hoffe ich sehr, dass der Betreuer am Montag wieder soweit fit ist. Mit ihm klappt das mit den Wohnungsterminen am besten und hier ist grad wirklich was gut funktionierendes nötig.

Die Unterwegs-Vertretung hab ich auch angeschrieben für einen Termin nächste Woche – der geht ja auch davon aus, dass mein eigentlicher Betreuer da schon wieder da ist.

Gut geht es mir damit nicht. Aber ich hoffe, dass der Wohnungstermin-Betreuer nächste Woche wieder fit ist, wir vielleicht zwei Wohnungstermine unterkriegen und ich somit mit dem regulären Betreuer dann wieder mit Grund in der Wohnung starten kann.

Es reichte jedenfalls, um mich wi eder auszuhebeln. Erstmal also wieder viel Ruhe, Welt aussperren, runterfahren. Ablenken, ablenken, ablenken und hoffen, dass dann Sonntag Abend oder Montag die gute Nachricht kommt, dass er doch wieder fit ist und die Termine machen kann.

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Donnerstag

Die freien Tage waren für den Körper mehr als nötig und richtig gut. Für die Psyche – naja – ok. Wäre die Wohnung nicht, wäre es auch da gut, aber da kriegen wir hoffentlich morgen wieder alles soweit hin.

Seit gestern wieder den Feliway Friends Stecker drin – das macht hier alles friedlicher und lässt auch den energiegeladenen Jungspund und den durch das kaputte Herz doch arg angeschlangenen Wirbelwind gut miteinander auskommen. Vor allem beim Wirbelwind merke ich  deutlich dass ihr das gut tut – und von daher werde ich schauen, dass ich da noch Ersatz besorge (der aktuelle Stecker reicht noch 1-2 Wochen) und den dann dauerhaft nutzen. Sie soll es doch gut haben und sich auch wohl fühlen.

Den Effekt hatte ich schon vor einigen Monaten beobachtet, aber dann aus Kostengründen das wieder weggelassen.

Sonst halt Ruhe und Ablenken. Morgen dann Wohnungstermin, das wird heftig.

Gleich gibts aber noch ein paar Sauerkirschen und dann gemütlich lesen im Bett.

 

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Mittwoch

Im Prinzip hab ich jetzt fürs Wohnzimmer alles bis auf den „Servierwagen“. Der soll auch gar keiner sein, sondern drei Würfel, die dann zu einem Regal werden sollen. So ein Würfelregal hab ich schon und so würde das wenigstens zusammenpassen.

Sonst heute nicht viel – Daumen neu verbunden (darf immer noch nicht gebogen werden, ein  Hoch auf Strips und der Rest wird sich finden.

Will schauen, dass der Wirbelwind wieder regelmäßig mit ins Wohnzimmer kommt tagsüber, weil es dem Miteinander hier nicht gut tut, dass sie meistens lieber drüben bleibt. Revieraufteilung usw.

Medikamente hab ich auch gestellt, war dringend nötig. Da ist jetzt dann aber wieder für ne Weile Ruhe.

Noch ein bisschen Serien schauen und dann gemütlich lesend ins Bett.

 

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Dienstag

Erstmal gings zur Tierärztin – der Gnom sollte die dritte Impfung kriegen, damit die Grundimmunisierung abgeschlossen ist. Und hechelte dann erstmal beim aus der Box holen. Bäh.

Aber Herz hört sich gut an und ich bin relativ sicher, dass es irgnedwas im Nasenbereich ist, was ihr halt das Atmen durch die Nase erschwert.

Wieder daheim dann eine große Überraschung: ich hatte ja über die Kleinanzeigen ein gebrauchtes Aquarium für lau bekommen, da waren auch zwei schöne Wurzeln noch mit bei und das Aquarium selbst sieht im Prinzip aus wie neu.

Also die Fleischfressenden Pflanzen mal gleich umgesetzt und sehr sehr glücklich damit. Es fehlen jetzt noch zwei oder drei Pflänzchen (zu großes Aquarium gg), aber insgesamt bin ich wirklich sehr froh das zu haben. Ist schon eine Art neue Leidenschaft geworden. Es fehlt noch etwas Moos (das kann ich draußen holen) und dann ist es vorläufig fertig. Vielleicht zeig ich dann auch mal Fotos.

Beim Einrichten hab ich mich dann auch gleich ganz blöd am Daumen geschnitten – so dass hier das Blut nur so spritze. Im wahrsten Sinne des Wortes – ich find immer noch diverse Spritzer von denen ich nicht weiß, wie die da hin kommen konnten.

Geblutet wie Sau, was sich erst mit Druckverband dann auch stillen liess – aber im Endeffekt ist es nur ein gut 1cm langer Schnitt – nur halt sautief.

Eigentlich müsste ich die Hängematte jetzt wieder waschen, aber mal schauen, ob ich die Flecken auch so rauskrieg. Reicht ja, dass ich hier Regale, Boden, Kissen, Decken und Co waschen musste.

Muss jetzt noch einen verstellbaren Tischfuß besorgen, als Sicherung, weil durch das Terrarium bekommt das eine Regal eine leicht kippelige Seite – hab da Angst, dass das bei blöd springenden Bonsai-Tiger mal kippen könnte.

Außerdem so nebenher erfahren, dass wohl ab nächster Woche mein Betreuer wieder da ist. Hoffe das stimmt auch.

Heute nicht mehr viel: bisschen fernsehen und später dann gemütlich schlafen im Bett.

Nachtrag 18:30 Uhr: ich darf übrigens den Daumen nicht abbiegen, weil es sonst sofort wieder zu bluten anfängt. Ohne Abbiegen ist es aber gut (beim Abbiegen klafft es aber auch  echt weit auseinander). Also wird jetzt nochmal mit Strips fixiert und über Nacht halt gut verbunden. Wenns bis morgen nicht besser ist, gehts zum Hausarzt, gehe aber von aus, dass das nicht nötig wird.

 

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Thera heute

Wir sprachen über die Patientenverfügung (weil ich die ja geändert hatte, neuer gesetzlicher Betreuer) und ich lass mir das ja immer auch mit unterschreiben, dass ich die bei klarem Verstand aufgesetzt hab.

Dann ging es nochmal darum, warum das mit dem Thema Gefühlen mit den 14-tägigen Terminen eben nicht geht.

Es ist schwierig und ich hader immer noch damit. Ich weiß nicht genau wie es da weitergehen kann oder weitergeht.

 

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Samstag

Spontan mit MissMutig getroffen und ein Eis essen gegangen – war sehr schön und wir sind wieder auf dem Laufenden. Irgendwie passiert ja so viel bei uns beiden, dass wir meist nicht hinter her kommen mit erzählen.

Hat sehr gut getan.

Bin grad dabei nochmal zwei Haken für den Rollator zu nähen – also eigentlich nicht Haken, sondern Klipp-Verschlüsse. Denn an der Tasche hab ich da welche und die Überlegung war, die Tasche dann an denen dran zu hängen – dann lässt sie sich schneller wieder lösen.

Gegenstücke hatte ich noch, Gurtband auch noch – von daher steht das am Wochenende auf dem Plan – gern vier, weil ich die dann an den entsprechendne Stellen dran lassen kann. Nervig ist ja immer her den Klettverschluss da dran zu nähen. Beschäftigungstherapie sozusagen.

Heute nicht mehr viel – bisschen fernsehen, bisschen nähen und vielelicht auch noch ein Stück stricken und später dann gemütlich lesend ins Bett.

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