Klinik Tag 12

Da hab ich mich doch glatt ab Tag 7 verzählt, den ich zum zweiten Mal als Tag 6 eintrug – und keiner sagt was ;).

Jetzt sind die Tage aber richtiggestellt – und es ist tatsächlich schon der 12 Tag heute – und ich frag mich wo die Zeit geblieben ist. Denn so wirklich angefangen haben wir noch gar nicht mit der Arbeit – also inhaltlich jetzt.

Heute hab ich mich entschieden, dass ich Straßenbahn-Fahren als Angsttraining hier aufnehmen möchte. Das hat zwei Gründe:

Öffentliche Verkehrsmittel gehen nicht. Da gab es lange Angsttraining und dann leider während des Angsttrainings einen Übergriff im Bus – damals auf dem Weg zur Thera (schon viele Jahre her). Ab da ging dann gar nichts mehr – einfach zu viele Baustellen.

Das „im Bus“, dann das Ein-/Aussteigen (weil ich mit den Treppen nicht klarkomme dort und mir 3x Kreuzbänder/Miniskus/Kniescheibe verletzt hab, weil ich versuchte auszusteigen), natürlich  die Leute, die Enge und das nicht jederzeit aussteigen können. Vom Übergriff dann mal abgesehen – ab da war auch Angsttraining nicht möglich, wobei da im Raum steht, dass das was retraumatisiert haben muss, also vermutlich noch was anderes mit reinspielt.

Wie auch immer.

Vor Jahren ging es dann darum, dass es eigentlich schade ist, dass wir in Göttingen keine Straßenbahn haben. Denn früher fuhr ich gern Straßenbahn – es ist eben einzusteigen, die Stationen sind in der Regel recht nah und es wäre denkbar, dass die Trauma-Sache da raus ist, so dass ich den „Angsttrainings-Anteil“  da eventuell angehen könnte.

Nun – hier gibt es Straßenbahnen. Heute wollte ich das versuchen – also wenigstens runter gehen usw. Das ist ja bei Bus schon gar nicht möglich – da bin ich dann schon dissoziiert bevor ich an der Haltestelle bin.

Und siehe da – dass kann wirklich funktionieren. Ich bin heute tatsächlich ein (zugegeben nur sehr kleines) Stück gefahren. Klar hab ich mich da übernommen, aber hey – es war Samstag und es war jetzt nicht wirklich – vorbereitet.

Was aber für mich das besondere war: es wurde klar: das kann wirklich hinhauen – und damit erweitert es natürlich für mich sehr deutlich den Radius – inklusive Einkaufsmöglichkeiten.

Gar keine Frage – das wird hart und anstrengend und auch sicher nicht der Hauptpart hier – aber es gibt immer wieder Tage, an denen ich nichts hab – und ja – da würde ich diese Möglichkeit gerne nutzen. Das werde ich am Dienstag mal ansprechen.

Mir wurde heute auch klar warum: im Moment ist der Frust hoch – die Gruppensache läuft schwieriger als gedacht, irgendwie hab ich grad keine „Erfolgserlebnisse“ – ein „habs probiert“ ist für mich halt keins. Und im Einzel ist es halt immer noch Kennenlernen und noch kein wirkliches Einsteigen.

Ich brauche irgendwas, von dem ich auch das Gefühl habe, dass es klappen kann. Dazu darf (muss es vielleicht sogar) auch anstrengend und schwierig sein – aber eben machbar. Die ganzen Gruppensachen sind halt – „überlebbar“, aber nicht wirklich so, dass es für mich ein Erfolgserlebnis ist – denn im Endeffekt klappt das alles ja nicht wirklich so gut.

Mal sehen, was die Therapeutin am Dienstag dazu sagt (dann muss ich ihr auch beichten, dass ich das heute recht spontan und unabgesprochen probiert hab – eben weil ich dringend irgendwie ein „geschafft“ für mich brauchte um dem Frust was entgegen setzen zu können – und immerhin weiß ich jetzt, dass das wirklich funktionieren könnte – als Angsttraining ohne von vorn herein hoffnungslos überfordert).

Ansonsten hab ich heut Vormittag glaub ich meine vorläufige Nordic-Walking-Runde gefunden – bis dann die mit den Steigungen von gestern machbar ist. Und ich glaub, ich weiß jetzt, warum ich mich immer so verlaufen hab.

Und da es wieder mal Probleme mit den Playlisten gibt, hab ich jetzt mal die wichtigsten als Ordner erstellt – also alle Lieder der Playlist in entsprechenden Ordner kopiert. Vielleicht klappt es ja damit – auch wenn dann die Musik mehrfach auf dem Player liegt.

Heut Abend werde ich noch versuchen wenigsten die Grundierung auf die Nägel zu kriegen, wobei – vielleicht belasse ich es beim Unterlack und mach den Rest lieber morgen – ist ja eigentlich schon recht spät für solche Aktionen (für mich) und morgen steht außer der Nordic-Walking-Runde nichts an.

Von daher lieber noch etwas in Ruhe lesen.

 

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WMDEDGT 05/17 – Klinik Tag 11

Frau Brüllen fragt wie jeden 5. des Monats: Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Klinikalltag – Tag 11 in der (Trauma-)Klinik.

6:30 Uhr: Aufstehen, Bad, Anziehen. Die Nacht war sehr unruhig und mit eigenartigen und blöden Träumen. Entsprechend gerädert bin ich.

7:00 Uhr: rüber zum Pflegepersonal, Medikamente abholen und klären wie viel von dem einen noch da sind und ob das nun reicht, bis das eigentliche ankommt – mit etwas Glück kommt da heute endlich das Rezept, dass eigentlich schon letzte Woche kommen hätte sollten und dann wegen eines Missverständnisses leider ohne Rücksprache einfach nicht geschickt wurde – aber gestern – nach meinem Nachfragen – dann – hoffentlich.

7:15 Uhr: Speisesaal – über das sehr reichhaltige Buffett herfallen – wobei ich eigentlich immer ein dreieckiges Sesam-Könerbrötchen mit Butter und Aprikosenmarmelade und warmen Kakao früstücke – weil mir leider der täglich frische Obstsalat morgens nicht bekommt – den schaue ich nur jeden Tag sehnsüchtig an und gönne ihn mir nur, wenn ich vormittags keinen Termin hab. Dafür gibt es dazu etwas Paprika, Tomate und Gurke.

7:40 Uhr: Speisesaal überlebt – oder so. Bin jedesmal aufs Neue überrascht, wie sehr mich diese Situation stresst und auslaugt. Ansonsten steht nur ein Therapie-Einzel auf dem Plan heute – also erstmal hoch ins Zimmer, das vergessene Rücksendepäckchen holen, dass heute abgeholt werden und daher unten an der Rezeption hinterlegt werden soll – das wieder runter bringen.

Wieder auf dem Zimmer mache ich erstmal das Bett, verschwinde nochmal im Bad für die gründlichere Versorgung und schreibe dann die Ergänzung zur Verhaltensanalyse von gestern nochmal in lesbarer Schrift.

Weil ja später Einzel ist, konzentriere ich mich erstmal auf mich, aufs runterkommen und zu mir finden. Spiele etwas Klavier, lese mails, Blogs und Twitter nach und beantworte wo Antworten erwartet oder nötig werden. Um viertel vor zehn mach ich mich fertig und prüfe auf dem Weg zum Einzel das erste mal den Briefkasten (wird hier erwartet, dass man mehrmals am Tag reinschaut)

10:00 Uhr: Einzeltherapie – ist ja immer noch ein Kennenlernen, auch immer noch das eine oder andere organisatorische zu klären, aber nach wie vor denke ich, dass ich mit der Therapeutin gut arbeiten kann

11:00 Uhr: wieder über Postfach aufs Zimmer – nur kurz Sachen hochbringen und dann wieder los – nächsten Dienstag gibt es eine kleine Überschneidung der Termine mit Physio – schauen ob ich den Termin verlegen kann.

11:40 Uhr: Termin verlegen ging nicht, aber laut Computer soll der Termin davor auch nur eine halbe Stunde dauern und nicht – wie mir gesagt wurde – eine Stunde. Also glaub ich das jetzt mal und stell halt den Wecker – zur Not muss der vorige Termin eben etwas gekürzt werden.

Im Speisesaal dann das übliche – viele Leute, laut, für mich eine arge Stresssituation – aber mit Hörbuch auf den Ohren ging es irgendwie

12:15 Uhr: wieder mal kurz aufs Zimmer, umziehen, Tasche umpacken, dann rüber zur Pflege, mich im Buch austragen und dann runter zur Elbe. Einen gemütlichen Spaziergang machen und immer noch auf der Suche nach einer für mich machbaren Nordic-Walking-Strecke

14:00 Uhr: Ich glaub der heutige Weg könnte dafür tatsächlich klappen. Ich würde mir nur die eine oder andere Bank mehr wünschen – so als Sicherheit für alle Fälle – aber das könnte gehen. Allerdings vielleicht erstmal noch zwei-drei Mal als Spaziergang – für mich ist vor allem das rauf und runter ein Problem – dummerweise auch mit zum Schluss einem doch recht steilen Anstieg – da zicken Knie und Rücken doch sehr. Doch ich erhoffe mir da von der Physio die eine oder andere Übung um das zu trainieren.

Die andere Richtung ist aktuell noch nicht gut – weil ich mich da immer völlig verlaufe und leider komplett die Orientierung verliere – keine Ahnung warum. Finde mich aber völlig wo anders wieder (vor allem auch auf der anderen Seite der Klinik als gedacht). Aber das bleibt dann halt erstmal Spaziergangsgebiet – immerhin hab ich jetzt eine Strecke fürs Nordic Walking die zeitnah machbar scheint.

Auf dem Rückweg hatte ich auch eingekauft: PM Logic Trainer, Puzzel-Rätsel-Heft gabs leider keins (ich hasse Kreuzworträtsel), Bananen, Wasser, Küchenrolle und Minze. Letzere um Wasser zu aromatisieren und Küchenrolle, damit ich nicht ständig Servietten aus dem Speisesaal klauen muss oder ein Handtuch zum trocknen meiner Tassen und Flaschen opfern.  Also erstmal Einkäufe verräumen und mich dann mit Laptop aufs Bett verkrümeln. Diesen hab ich mit Kabelsalat mit dem Fernsehr verbunden (Internet geht auch nur über LAN) und nachdem ich den Eintrag hier aktualisiert hab, werde ich erstmal bei den Klaviernoten eine Reihenfolge suchen (also Aufnahmen anhören und dann entscheiden in welcher Reihenfolge ich sie lernen will) und dannach die letzten Folgen TBBT schauen und nebenher stricken.

16:30 Uhr: Klaviernoten sortiert und nach Reihenfolge markiert, Wochenbericht angefangen (muss am WE abgegeben werden) und dank hier auch mal aufgeschrieben, was ich so mache – vor allem was ich an Skills einsetze und wie ich den Tag gestalte

Gleich nochmal runter Post (da müsste noch was angekommen sein heute) und weil ich es vorhin vergessen hab noch rüber zur Pflege um mich wieder auszutragen (also dass ich wieder hier bin eintragen).

17:00 Uhr – wieder im Zimmer. Leider war das Rezept nicht da, also bin ich so halt statt durchs Haus zweimal außen rum gelaufen rüber zur Pflege zum austragen und dann auch wieder außen rum zurück – bescherte mir nochmal ne halbe Stunde Bewegung.

Wieder im Zimmer dann erstmal meine Aerobic-Einheit gemacht. Sind aktuell ja nur 15 Minuten, da ich das erst seit 3 Tagen wieder mache und die gehen aber auch ganz gut (ok meine Handkoordinationen sind da noch deutlich verbesserungsbedürftig, was aber daran liegt, dass ich wohl verlernt habe die Schritte jeweils mit der Ferse zuerst zu machen und mich grad wirklich voll darauf konzentrieren muss).

Dannach neue Playlist für Serien erstellen (TBBT ist jetzt zu Ende – hab noch 3 oder 4 Folgen Criminal Minds und dann werde ich wohl The Fosters nochmal anfangen, weil es da jetzt neue Folgen gibt und zwischendrin Rizzoli & Isles – da hab ich bisher nur sicher die 1. Staffel, die zweite und dritte vermutlich, weiter weiß ich gar nicht – aber ich erinner mich nicht mehr, also starte ich mit Staffel 2).

Bis zum Abendessen dann aber doch nochmal ans Klavier gesetzt an Berichten weiter geschrieben und etwa 10 Min vor der Essenszeit nach unten gegangen.

18:30 Uhr: Speisesaal war ausnahmsweise schon etwas eher auf – wieder reichhaltiges Buffet und aufgewärmte Reste von Mittag.

Jetzt hier weiter schreiben, den Tagesbericht fertig machen, nebenher läuft „Ein Käfig voller Helden“ und danach werde ich mich lesend ins Bett verkriechen – morgen geht es ja wieder um kurz nach halb sieben weiter.

 

 

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Tag 10

Die Ärztin und ich werden keine Freunde. Sie ist die einzige die auf Gruppe und Essen/Gewicht in die Therapie aufnehmen pocht.

Beides kann ich – aus ärztlicher Sicht – verstehen. Beides ist aber aus sehr gutem Grund hier NICHT Thema.

Gewicht natürlich schon – aber für mich. Das darf nichtt weiter hochgehen, ich möchte weitestgehend schauen dass das Essverhalten im Rahmen bleibt bzw den Richtlininen, die ich damals mit der Ernährungsberaterin erstellt habe möglichst nahe kommt (was hier auch umsetzbar ist) und natürlich steht weiterhin täglich Sport auf dem Plan – was ich bis auf zweimal auch durchgezogen hab – meist zusätzlich zu einem ausgedehnten Spaziergang. Nur gestern nicht, weil halt einfach halb krank und es reichte mir Mageninhalt hier im Zimmer zu verteilen – das musste nicht auch noch außerhalb sein. Also gab es nur eine kleine Runde (auch nur weil ich zur Apotheke musste, meine Medis abholen). Kam trotzdem auf deutlich über 3000 Schritte.

Tja und Sport in der Gruppe – auch wenn es ein Fitnessraum ist – ist sowieso völlig unmöglich – da nehme ich körperliche Befindlichkeiten überhaupt nicht mehr war und da hilft auch kein Trainingsplan, der in der Gruppe mit dem Trainer erstellt wird – eben weil da eh schon alles zuviel ist, ich nichts wahrnehme, kein Stopp setzen kann oder sagen was zuviel ist oder weh tut – und reden geht da auch nicht mehr – allso völlig für die Fisch.

Und da das tatsächliche Therapieziel ist eben Grenzen früher wahrzunehmen und zu WAHREN – ist das nun mal ein No-Go. Da hilft auch ein „da will ich mich auch gar nicht einmischen“ als Zusatz, wenn sie dann dennoch darauf pocht.

Physio einzel wollte sie erst nicht, weil das ist „hier“ ja nicht Schwerpunkt. Im Laufe des Gespräch stellte sich dann raus, dass sie das eigentlich nicht will, weil das meist auf passive Sachen rausläuft (Manuelle Therapie usw) – was für mich eh nicht geht – viel zu viel Berührung einer für mich Fremden – außerdem bringt mir das wirklich nichts – ich möchte gezielte Übungen für die hiesigen Bedingungen.

Im Endeffekt hat sie mir jetzt 6 Termine aufgeschrieben – die ja auch reichen sollten.

Ergotherapie hab ich nach etwa 15 Minuten Quälerei und immer weiter entfernen abgebrochen. Fing schon mit der Anfangsrunde an: wie es einem geht, was man hier machen möchte usw.

Dummerweise auch mit Nachfrage bei mir. Danach merkte ich dann, dass ich ja nicht weiß wo welche Materialien sind und was wie wo gemacht wird usw – sprechen aber im Gruppensetting nun mal nicht geht. Also erstmal kurz raus, runterfahren – und merken, das hat so keinen Sinn.

Vielleicht wenn erstmal 1-2 Einzel waren, ich weiß was ich wie machen kann, wo was liegt – und halt wirklich nur vor mich hin werkeln kann und nicht Sprache unumgänglich ist. Dazu kommt, dass wir alle zusammen an einem großen Tisch sitzen – also auch nicht die Möglichkeit die anderen auszublenden – da ja links und rechts und gegenüber wer sitzt. Morgen im Einzel also mal schauen ob ich das doch erstmal im Einzel oder in Kombination mit dem Einzel machen kann – im Einzel dann sozusagen klären was ich in der Gruppe mache, wo ich was finde usw – und dann da wirklich „nur“ machen müssen.

Ehrlichgesagt überfordern mich diese Gruppensachen hier massiv. Weit mehr als ich erwartet hatte – grade auch im Speisesaal. Mir war klar – wird schwierig, angstbesetzt usw – aber es fühlt sich an wie Hochleistungssport und Daueranspannung, aus der ich auch nur schwer wieder rauskomme und die schon anfängt, wenn es auf die Essenszeiten zugeht.

Ja ich krieg das hin – aber ich dachte ehrlichgesagt – es ist etwas – einfacher.

Aber es ist ja auch etwas, was mit der Zeit besser werden kann – grade das mit dem Speisesaal. Für anderes wird es Lösungen geben, die eine oder andere Idee dazu ist ja auch da.

Trotz der ganzen Schwierigkeiten – ich bin hier, weil ich was erreichen will. Für die vorgenommenen Ziele ist das mit den Gruppen nicht wichtig – und ich glaube nach wie vor, dass ich an meinen Zielen hier auch wirklich arbeiten – und was erreichen – kann. Dass es anstrengend wird, war mir vorher klar.

Alles in allem denke ich dennoch dass ich das hier gut nutzen kann. Und mit der Zeit auch die notwendigen Gruppensachen (Speisesaal, Visite usw) irgendwie gemeistert kriege. Das drumherum passt.

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Tag 9 – Technik und so

Erstmal ganz herzlichen Dank an euch für eure Mithilfe, so wie es aussieht klappt es weitestgehend, nur mit dem IE gibt es bei einigen Problemen und auf WindowsPhone – ich werde das erstmal so weiter geben. Bei Android sollte es eigentlich gehen – wer da noch Schwierigkeiten hat, bitte gerne noch mal melden.

Ich bin ja eigentlich technikaffin. Bedeutet ich mag Technik, setze mich damit auch gerne auseinander und komme gut zurecht.

Ok das Passwortproblem im Blog liegt jenseits meiner Kenntnisse, aber das geb ich dann weiter.

Ich hab heute kapituliert und unten in der Rezeption gebeten, dass jemand kommt und mir hier hilft. Die Technik hier macht mich kirre – und ich hab ungelogen schon mehr als eineinhalb Stunden damit verbracht.

Das fing mit der Nachttischlampe an – die ging nicht – also gemeldet, dann erfahren, da muss dieser eine Schalter an sein, dann der andere und dann geht die. Ok – funktionierte – muss man halt wissen.

Weiter ging es mit einer Steckdose, die ich nicht zum Laufen brachte. Clever wie ich dachte, machte ich also erstmal alle Lampen an – also alle in diesem Bereich – und nichts ging.

Nach TAGEN hab ich dann rausgefunden – damit diese Steckdose geht, muss das Licht ums Eck, direkt bei der  Tür eingeschalten sein – und NUR dann. Das Licht beleuchtet übrigens die Garderobe, ist für den Raum in den man sich sonst aufhält völlig unbedeutend und damit hier eher selten an – aber nun denn. Wenn es denn sein muss, mach ich es an. Denn nur wenn das an ist, geht auch die Stehlampe.

Heute hab ich das System begriffen – es soll wohl dazu dienen, dass man alle Lampen am Bett ausschalten kann. Das klappt auch – nur fürs anschalten braucht man dann wieder eine Reihenfolge – das muss man erstmal wissen.

Hier gibt es Rollos – die Schalter dafür sind auch direkt bei der Tür. In den letzten Tagen lief also jeden Abend und Morgen das Spiel – alle Lampen an, eine nach der anderen wieder aus (und natürlich die anderen wieder an) in allen Varianten. Irgendwann gingen dann auch die Rollos.

Ich verbrachte über eine halbe Stunde damit herauszufinden welche Konstellation die braucht – damit das läuft. Finde aber keine – mal ist die eine Lampe an, mal die andere, mal beide – aber irgendwie nichts, was darauf schließen ließe, dass das irgendwie – zusammengehört. Und nachdem ich die letzten Abende und Morgen hier immer etwa 5 Minuten hin und her laufe bis endlich das Rollo dahin fährt, wo es hin soll – hab ich mich da heute wirklich intensiv mit beschäftigt.

Rausgefunden hab ich nur, dass die Steckdose auch gehen muss – wenn die nicht geht, geht es nicht. Aber welche der Lampen da jetzt mit an sein muss – erschließt sich mir nicht.

Heute um etwa 18 Uhr kommt also jemand und versucht das mit mir rauszufinden (da sie neu ist, weiß ich nicht ob sie es wirklich weiß – es gibt wohl normalerweise eine Art „Einweisung“ wenn man aufs Zimmer gebracht wird, da hatte sie es jedenfalls nicht gemacht – aber sie ist sehr nett – also lass ich mich mal überraschen).

Ich sitze also die meiste Zeit mit Beleuchtung da – denn Steckdosen sind hier spärlich gesäht und jede wird gebraucht. Dafür dass man mit dem Licht ab Dämmerung aber eh nichts mehr sieht, ist das irgendwie – sinnfrei.

Bin also gespannt ob sich dieses Rätsel für mich heute löst.

Ansonsten: ich hab mir was eingefangen. Schon nachts war ja so ein bisschen übel, wobei ich das auf den Schlafmangel schob. Nach dem Frühstück wieder – was ich auf den Schlafmangel schob. Da ich eh keinen Termin hab, hab ich mich nochmal hingelegt, weil ich auch einfach sehr unfit war. Gegen Mittag war es nur noch so ein komisches Grummeln, aber ok.

Nach dem Essen dann vorbei. Übelkeit und Erbrechen. Also erstmal fürs Abendessen abgemeldet und gewartet bis wieder was im Magen blieb – dann erstmal Cortison eingeworfen – damit wurde es auch deutlich besser, aber halt nicht gut.

Mittlerweile ist nur noch etwas Übelkeit und leichte Magenschmerzen über – nicht mehr schlimm – aber jedes bisschen Bewegung lässt mich in Schweiss ausbrechen und schummrig werden. Also heute Ruhe, schlückchenweise trinken, später vielleicht etwas Zwieback und wenn ich ganz mutig bin und es besser wird (oder ich Hunger kriegen sollte, im Moment hab ich keinen) kann ich mir eine Brühe machen oder eben Zwieback essen.

Von daher war gut, dass heute kein Termin war. Und morgen hab ich eh – unabhängig davon  – einen Termin bei der Ärztin wegen der Phyiso (und das mit dem Schlafmittel  ganz absetzen hatte sie jetzt wohl einfach so eh schon gemacht – soll mir auch recht sein).

Morgen dann ist erstes Mal Ergo, direkt danach die Ärztin und ich glaub das wars. Achja, meinen Arzt anrufen, weil das Rezept, dass eigentlich Donnerstag rausgeschickt werden sollte, immer noch nicht da ist und langsam wird es eng – zumal das Mittel auch beim Hersteller bestellt werden muss und die Apotheke das nicht vorher machen möchte (kann ich irgendwie verstehen, dass die das Rezept eben wirklich erst haben wollen, sie kennen mich ja nicht – andererseits hatte sie mir selbst erzählt, dass sie noch andere Kunden haben, für die sie das auch bestellen müssten und daher wüsste sie auch, dass es 2 Tage dauert. Aber die sind sowieso etwas eigenartig und ehrlich gesagt unhöflich – so als wollten sie die Rezepte nicht bedienen (selbst die, die ich selbst zahlen muss) – warum auch immer – kundenfreunlich ist jedenfalls anders).

Heute dann früh schlafen gehen und hoffentlich wieder fit schlafen.

 

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Geschützt: Testbeitrag Passwort

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Bitte an die Leser – Test Passwort

Seit Monaten ist ja die Passwortfunktion hier sehr  – unzuverlässig bis unbrauchbar. Weil es nicht reichte nur das Passwort einzugeben und weil irgendwie selbst mit Registrierung usw das nicht wirklich klappte.

Also hab ich keine mehr geschrieben. Den Blog gibt es seit 2009 und ich habe Passworteinträge nur selten genutzt – eben grade wenn es auch um triggernde Sachen ging.  Dabei ging es mir darum, dass ich einfach wissen wollte, wer und wie viele das lesen – von daher bekam dieses Passwort eigentlich auch fast jeder.

Jetzt in der Klinik wäre mir wichtig wiede so einen Bereich zu haben. Da aber das so völlig unterschiedlich funktioniert, wollte ich euch bitten beim aktuellen Testbeitrag Passwort mit folgendem Passwort zu versuchen ob es klappt – und dann dort oder hier kurz Bescheid zu geben ob es klappt und wenn nicht evt welcher Browser und Betriebssystem verwendet wird (natürlich auf freiwilliger Basis oder auch per mail, wenn das lieber ist). Vielleicht finden wir so mal raus woran es hakt.

Das Passwort für den Testbeitrag lautet ganz lapidar:

Passwort

 

Wenn nach Benutzername und Passwort gefragt wird, bitte folgende probieren:

WP

WP

Ihr würdet mir sehr helfen, wenn ich da möglichst viele Rückmeldungen bekommen könnte um endlich mal zu klären was da das Problem ist.

Vielen Dank!

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Nacht

Die Nacht war/ist bescheiden. Vor gut zwei Stunden nach immer wieder wach werden oder hochschrecken auch nicht mehr einschlafen können. So wirklich kann ich gar nicht greifen was los ist.

Ich bin müde, aber  wenn ich das Licht aus mache und mich hinlege werde ich entweder arg unruhig oder Angst steigt hoch und lässt sich erst mit „Schafversuch beenden“ in Griff kriegen.

Irgendwas arbeitet mal wieder. Ist jetzt heute auch nicht das Drama, da ich außer Essen keine Termin hab und mich somit auch hinlegen könnte oder es eben einfach ruhiger angehen kann.

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Klinik Tag 8

Eine Woche bin ich nun hier – und ja – ich glaub ich bin angekommen.

Heute war dann wieder Einzel – auch da – ja ich glaube, ich kann mit dieser Frau arbeiten.  Sie meinte heute dann auch, dass sie die Verlängerung auf erstmal 6 Wochen schon beantragen möchte, wenn das ok ist (ist es natürlich).

Hatte heute auch angesprochen, dass es mir bei Frauen oft schwerer fällt altes von aktuellem zu trennen – und leider auch das dann anzusprechen.

Aber ich hab ein gutes Gefühl.

Was die Gruppen angehen haben wir uns geeinigt, dass ich erstmal nur Ergo versuche. Einführung Körperthera erstmal lasse (eventuell übernächste Woche – mal sehen), dafür werde ich für Körperthera-Einzel angemeldet, was aber auch wohl erst übernächste Woche frühestens starten kann, da die Therapeutin aktuell krank ist.

Die Einführung durch die Klinikleitung am Montag soll ich probieren (was auch ok ist für mich). Die anderen Gruppen sind raus.

Es ist immer noch ein kennenlernen – und auch so manches verzetteln. Zum einen sind immer noch so manche Fragebögen und Vereinbarungen zu erstellen und zu unterschreiben (heute zum Beispiel Ziele für den Aufenthalt und „Nebenwirkungen“ – also zum Beispiel eine Symtomverschlechterung, wenn man an best. Themen arbeitet usw).

Dann ging es noch darum, was ich sonst noch an Einzel haben möchte/könnte. Ergo hab ich ja schon in der Gruppe und wüsste ich nicht wirklich was ich machen sollte, käme aber in Frage. Kunsttherapie ist auch nicht so meins, Körperthera macht mir Angst, aber da bin ich jetzt angemeldet – denn ich glaube, dass könnte mich wirklich weiter bringen. Dann gibt es noch Drama – was glaub ich für mich gar nicht geht. Also dann wohl doch eher Kunst. Mal sehen. Erstmal muss die Körperthera anlaufen.

Muss eh mit der Ärztin sprechen – zum einen wäre gut wenn die Physiotherapie weiter laufen würde und zum anderen möchte ich das Schlafmittel ganz raus nehmen und nur noch bei Bedarf. Aber vor allem geht es mir um die Physiotherapie.  Andererseits reisse ich mich nicht um einen Termin bei ihr, hab keinen Bock auf weitere Diskussionen was das eine Schmerzmittel angeht.  Also werde ich das mit der Physio mal bei der Pflege ansprechen und schauen ob wir das so geregelt kriegen und sonst muss ich halt sehen.

So – jetzt geh ich erstmal noch eine Runde raus, auch wenn ich hier im Haus angekommen bin, in der Umgebung bin ich immer noch ziemlich orientierungslos – das will ich ändern (wobei ich dafür vielleicht lieber Umgebung schauen sollte und nicht Hörbuch und Pokemon Go oder so – aber ich hab ja noch etwas Zeit).

 

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Klinik Tag 7

Fast eine Woche bin ich nun schon hier – die Zeit ist wie im Flug vergangen und mir kommt es immer noch wie vorgestern erst vor.

Eigentlich wollte ich Trudes Tip beherzigen und mir die Elbdamperparade anschauen. Zwar rechnete ich mit vielen Leuten, aber irgendwie nicht mit so vielen. Ich merkte, wie die Angst mehr wurde, versuchte noch mit einfach gehen und Musik etwa in Griff zu kriegen (und vielleicht eine ruhigere Stelle zu finden), was aber nicht klappte. Da aber irgendwie alle zur Elbe wollten, entschied ich mich dann eben in die andere Richtung zu gehen und das war dann auch gut so – es wurde ein schöner Spaziergang, der mich eher unverhofft wieder bei der Klinik ausspuckte (ich hab echt nicht die geringste Ahnung wie ich da hinkam – hatte mich wohl hoffnungslos verlaufen und bin – Gott sei Dank – unbemerkt eher im Kreis gelaufen).

Das fand ich dann auch  gut – denn ich war ziemlich alle und begann grade mir Sorgen zu machen wie ich jetzt wieder wo hin finde (Pokemon Go klappte interessanterweise, während GoogleMaps immer „kein GPS-Signal“ meldete). Tja – dann um die Ecke gelaufen und plötzlich sah ich vertrautes Gebiet (also „erweiteretes“ Klinikgelände) – wenn auch von einer völlig anderen Seite als gedacht.

Heute Morgen dann wieder beim Pflege-Termin, bei dem ich immer noch nicht weiß, was ich da sagen soll – aber immerhin ist das wohl unter der Woche nicht, nur am Wochenende. Dann hab ich ja Zeit bei der Therapeutin anzuregen, dass ich den nicht brauche. Denn mich zu melden bei Bedarf – kann ich ja.

Der Plan für diese Woche ist ziemlich leer – zweimal Thera-Einzel und einmal Ergo (Gruppe – da gruselt es mir jetzt schon). Theoretisch stehen auf dem Plan noch zwei Einführungen (Imagination und Körpertherapie), aber bei ersterer war ich ja schon (auch wenn ich mich nicht dran erinnern kann) und letztere fällt aus und findet erst nächste Woche statt. So hab ich Mittwoch gar keinen Termin (außer Essen). Mal sehen wie sich das entwickelt.

Bisher krieg ich mich gut beschäftigt, merke aber auch, dass ich irgendwie „loslegen“ will, arbeiten. Zur Not finde ich sicher ein Angsttraining oder so.

Neben rausgehen läuft hier im Hintergrund heute 3Sat-Thementag – den mag ich ja am 1. Mai (und Silvester) immer sehr gerne. 24 Stunden Rock- und Popkonzerte.

Da alle Aufgaben erledigt und alle Fragebögen ausgefüllt sind, hab ich heute nichts mehr was ich machen „muss“ (außer halt Essenszeiten einhalten).

Also werde ich das zweite Calorimetry fertig stricken, dann ist das Nötigste erledigt und ich kann mit dem einen oder anderen „nicht-Basis-Modell“ beginnen. Anfangs hab ich mich ja geärgert, dass ich die zuhause vergessen hab, aber zum einen kann ich davon eh nie genug haben und es schadet wirklich nicht noch das eine oder andere schlichte zu haben und zum anderen ist das sehr entspanntes Stricken. Auch wenn ich gestern 3x auftrennen musste.

Das liegt aber eher daran, dass mir hier Licht fehlt – beim Bett ist so eine kleine Lampe, mit der nur im Liegen gelesen werden kann und wenn man jetzt nebenher fern sieht – ist es zum stricken zu dunkel – vor allem bei schwarz. Entsprechend schlichen sich Fehler ein, die ich dann nur im Licht sah.

Da muss ich mir dringend eine Lampe zum Umhängen oder an die Brille clippen besorgen, da ich sie ja beim Handarbeiten nirgends „anclippen“ kann sonst.

Im Haus bin ich angekommen denk ich – mein Zimmer, selbst Speisesaal – das läuft, was den Therapiealltag angeht muss ich erst sehen, das ist ja dann doch nochmal was anderes. Aber um sich da einlassen zu können muss das Zimmer „meins“ sein, ich mich dort sicher fühlen – und ich denke, dass ist jetzt mit dem verlängerten Wochenende auch passiert. Es ist mein Rückzugsort, aber eben auch ein Ruheort. Ein Ort, bei dem ich ganz bei mir sein kann und den Rest aussperren kann. Damit hatte ich ehrlichgesagt gar nicht so schnell gerechnet, bin aber sehr froh drüber.

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Klinik Tag 6

Die Ruhe tut gut  und so langsam komme ich hier an.

Eigentlich wollte ich heute Nachmittag raus, aber ich glaube das lass ich heute – mir tut das im Zimmer sein und mich mit meinem Kram beschäftigen grad gut. Vielleicht gehe ich später noch ne Runde raus. Sonst halt morgen.

Zwischendrin erledige ich die noch ausstehenden Aufgaben und bin fast fertig.

Obwohl es da auch um sehr schwierige Themen geht, geht es mir damit recht gut. Auch da merke ich, dass mir die Ruhe hilft mich zu erden – eben auch hier anzukommen.

Da Frühstück auch am WE schon um viertel nach sieben ist, ist nichts mit ausschlafen. Das stört mich persönlich jetzt weniger – im Gegenteil, da ist der Speisesaal dann doch etwas leerer als unter der Woche.

Morgen hab ich dann nochmal wirklich Ruhe und am Dienstag geht es dann wieder los. Ehrlichgesagt bin ich etwas gespannt – ich will arbeiten, will loslegen. Auch wenn es die nächste Zeit noch eher um Diagnostik gehen wird.

Gefühlsmäßig ist es heute stabiler und in Ordnung – ich bin auch nicht wieder weiter weg oder so.

 

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Klinik Tag 5 – Endlich Wochenende!

Gestern war ja dann schon etwas mehr Ruhe drin und ganz ehrlich – ich freute mich riesig auf das Wochenende.

Heute war außer morgens Medis abholen, Essen im Speisesaal und um 9 Termin bei der Pflege – nichts. Und ich genoss das sehr.

Pflegetermin ist quasi ein dort melden und mit denen reden. Nur dass ich schlicht nicht weiß, was ich da groß reden soll. Also bin ich meist nach 2 Minuten wieder draußen. Im Prinzip soll das die Scheu abbauen, damit ich mir leichter tu, mich dort zu melden. Allerdings hab ich kein Problem damit mich zu melden wenn etwas ist. Aber ich hab jetzt auch kein Problem mit diesem Termin. Von daher alles gut.

Ruhe hatte ich dann wirklich genug – und ich merke auch jetzt schon, dass das für den Körper auch grade sehr wichtig ist. Ohne Termine – nur mit Essen und Medis holen sind es knapp 3000 Schritte. Die sind auch kein Problem.

Ich war heute auch kurz spazieren – nicht weit und sehr gemütlich. Einfach nur mal raus. Da hatte ich den Schrittzähler allerdings am Ladegerät – daher wurden die nicht mitgezählt. Find ich auch gut, so weiß ich was eben mit absolutem Minimum so zusammenkommt.

Neben dem zur Ruhe kommen merke ich auch, dass ich mich mir wieder annäher – was zwar einerseits gut ist (und auch Ziel), aber manchmal auch nicht so angenehm. Es stehen in den nächten Tagen Termine an, die mich auch traurig machen.

Dann kam heute noch ein Päckchen von MissMutig – ich weiß ehrlich nicht was ich ohne sie machen würde. Sie hat mir auch die Rezepte geschickt. Jetzt fehlt nur noch eins – die anderen sind da – und ich hoffe das das fehlende dann am Dienstag eintrudelt, damit ich alle zusammen einlösen kann.

Heute hatte ich einen Alptraum von der Visite. Ich träumte, dass in der Visite entschieden wurde, dass die Schmerzmittel jetzt abgesetzt werden – wohlwissend dass ich da ja eh nichts sagen kann und mich damit auch nicht groß wehren.  Der Traum hat mich heute den ganzen Tag nicht wirklich losgelassen. Dabei ist das ja jetzt nicht wirklich realistisch und vor allem gibt es ja danach durchaus Möglichkeiten mich zu wehren.

Irgendwie ist das hier sein grad eigenartig, zwischendrin so „normal“ als wäre ich schon Wochen hier und dann wieder so völlig fremd. Wobei das „normal“ immer nur dann ist, wenn ich eben alleine bin und kein Termin wartet – und das andere, sobald ich mich quasi aus dem Zimmer begeben muss.  Ich schätze, ich brauch da einfach noch ein bisschen Zeit.

Insgesamt bin ich einfach wieder fitter. Nicht schon mittags völlig alle und nur noch aufs Schlafen gehen fixiert. Kann auch abends noch was lesen oder machen. Auch die Schmerzen werden langsam weniger (Ruhe halt, was nicht bedeutet keine Bewegung, sondern gemäßigte und achtsame Bewegung).

Die Nächte sind – im Rahmen – sag ich mal, dürfen gerne besser werden, keine Frage, aber es hält sich noch im Rahmen.

Mit den Mitpatienten hab ich so gut wie keinen Kontakt. Außer mal die eine oder andere grüßen (zumindest grüßend nicken) läuft nichts. Was hauptsächlich daran liegt, dass für mich Kontakt im Speisesaal nicht geht und außerhalb ist es gar nicht so einfach hier. Das ist vielfach doch an Gruppen gebunden.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich den Kontakt jetzt auch nicht suche – das hab ich in Kliniken meistens nicht gemacht. Der eine oder andere hat sich meist ergeben, aber es war immer eher wenig. Da ist meine Gruppenunfähigkeit leider doch sehr im Weg, aber auch, dass ich halt wirklich auch viel Ruhe und Auszeiten brauche.

Körperlich merke ich, dass mir die Hängematte fehlt – das lange Sitzen (ich wechsel ständig zwischen Stuhl, Hocker und sehr, sehr weichem Bett) mag der Rücken nicht so – aber das ist halt auch einfach eine Umstellungssache.  Sie fehlt aber auch durch das leichte Schaukeln und das „eingehüllt“ sein.

Im Prinzip ist heute das passiert, womit ich gerechnet und worauf ich auch gehofft habe: endlich etwas zur Ruhe kommen, vor allem auch körperlich – und auch etwas näher an mich ran rücken – nicht das permanente nach außen funktionieren (das war ja in den letzten Tage auch da wenn ich alleine war).

Dabei war mir durchaus klar, dass ein näher bei mir eben auch ein näher und spürbarer an Gefühlen dran sein bedeutet. Aktuell klappt das aber mit Ablenken soweit ganz gut.

Jetzt werde ich noch einen Film zu Ende sehen und dann schauen was ich mit dem Abend mache.

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Klinik Tag 4

Heute hatte ich zum ersten Mal auch Ruhe. Ich meine damit nicht mal keinen Termin für ne Weile, sondern auch nichts zu organisieren, auszufüllen, klären oder sonst was.

Bisher war es ja eher so, dass ich zwar mal für ne Stunde aufs Zimmer kam, hier aber Fragebögen, Hausaufgaben und Sonstiges lagen, dass halt erledigt werden möchte. Und ja eine Hausaufgabe liegt immer noch hier und ich weiß jetzt schon, dass die Therapeutin sich das wohl anders vorgestellt hat – aber für meine Zeichenkünste reichen nicht aus.

Es sollte nämlich ein Lebensfluss sein – mit allen Ereignissen, die halt förderlich oder hinderlich waren (jetzt mal einfach ausgedrückt).

Soweit so gut – die Liste mit Jahreszahlen bekam ich noch gut hin, theoretisch auch eine Vorstellung wie der Fluss aussehen soll – aber über blieb irgendwie nur die Verzweigung. Im Kopf ist das Bild mit vielen vielen Steinen die eben im Weg liegen, aber ein Bach schafft das ja auch – und sucht sich da seinen Weg, wird mal enger, weiter, flacher, tiefer usw. Aber ich krieg das nicht umgesetzt zu Zeichnen – und so ist das eben nur mehrere verzweigte „Bahnen“, die sich auch mal wieder treffen – aber es hat gar nichts von Fluss oder so.

Ist dann halt so – ich werde das Wochenende versuchen, ob ich die aktuell ja eher gleichbleibenden Bahnen noch etwas „angepasst“ kriege. Ansonsten halt nicht.

Aber ich merke vor allem, dass es diese Ruhe war, die fehlte – das einfach mal nichts tun müssen, nichts regeln, klären oder suchen (außer dem Tante-Emma-Laden gibts hier nichts für mich erreichbares und so musste dann doch einiges bestellt werden. Wer denkt auch dass ein LAN-Kabel oder HDMI-Kabel nötig ist, oder Seife, destilliertes Wasser und Inkontinenzeinlagen schlicht nicht zu kriegen sind (fürs Wasser zahl ich ja auch in der Apotheke, die Einlagen würden da leider so ziemlich mein ganzes Budget aufbrauchen, daher doch lieber bestellen). Mittlerweile hab ich alles Nötige, muss nicht mehr mit Shampoo Hände waschen, Internet geht auch dank LAN-Kabel, Getränke, Äpfel und Bananen sind gekauft.

Und was ganz Tolles: der Laden hat echt nur das allernötigste – aber er hat Pfefferminzeis! Sucht man sonst in so Läden ja vergeblich. Ok – die Preise sind dann doch auch so als würde mal zwei Kugeln kaufen, aber hey – Pfefferminzeis! Das wird definitiv eine der Belohnungen für  besondere Leistungen.

Im Großen und Ganzen ist es ok. Heute war der Termin beim „Leiter“. Davon gibt es zwei und ich bin eigentlich der anderen zugeteilt, die ist aber heute nicht da, also war  Begrüßung/Erste Visite eben beim anderen. Schiss hatte ich da deshalb sehr, weil ich ihn von einer anderen Klinik kenne und da klappte es zwischen uns gar nicht – das war eine der großen negativen Erfahrungen damals. Allerdings war mir auch klar: andere Klinik, anderer Ansatz, ich mit anderem Namen – er wird mich also nicht erkennen und so können wir neu starten. Trotzdem – Angst war da.

War dann aber ganz ok – zumal eben diese erste Visite auch alleine ist. Sonst sind Visiten alle 14 Tage mit vielen Leuten – da muss ich noch klären wie wir das machen. Wenn sie Antworten wollen, braucht das klar ein anderes Setting – mal sehen.

Dieses einfach mal 2 Stunden Zeit haben, ließ auch erstmals ein „so langsam kann ich ankommen“ aufkommen. Nicht nur hier in der Klinik, sondern auch bei mir. Mal durchatmen.

Heute hab ich außer Abendessen nur noch zwei Termine in der Pflege – einmal geht es darum, dass sie mir deren Notfallkoffer vorstellen (da könnte man sich dann auch Sachen mal holen  bei Bedarf) und abends dann noch mal Pflegekontakt, da kann ich mir immer noch nichts drunter vorstellen, aber dafür ist der dann die nächste drei Tage auch um neun am Vormittag und nicht abends um acht – das ist mir einfach zu spät.

Ansonsten werden abends manchmal Gruppen angeboten: Medidation, Qi Gong, Kunsttherapie, Singen usw, zwischen 17 und 19 Uhr ist aber auch der Ergoraum offen – so dass man den nutzen kann, wenn man möchte – und sollte man was machen wollen, was sonst eingeschlossen ist, reicht ein Zettel hingelegt und es liegt für einen beim nächsten Mal bereit. Am Wochenende ist der Raum wohl ganztags offen und nutzbar.

Ehrlichgesagt freu ich mich aufs Wochenende – weil dann halt wirklich außer dem Pflegetermin nur Ruhe ist. Dann komm ich auch mal zum Stricken, Lesen oder sonst irgendwas von den zig Sachen, die ich mir als  Beschäftigung mitgenommen habe.

Nächste Woche hab ich – vermutlich wegen dem Feiertag Montag auch nur zwei Theratermine, einmal Ergo (Gruppe – ist eher ein Versuch), eine Einführung Körpertherapie und ich glaub noch eine in – weiß ich grad nicht – und halt täglich Pflegetermin – also deutlich überschaubarer und ich glaub das ist für mich auch gut so – auch wenn ich den dritten Theratermin schon gern gehabt hätte.

Seit ich den Wandplatz im Speisesaal habe, geht auch das deutlich besser.

Was bisher zumindest so war ist klar, dass hier alles auf Trauma ausgerichtet ist – für mich merk ich das am deutlichsten, dass ich eben nicht irgendwie angesprochen werde, wenn ich im Speisesaal mit Kopfhörern sitze (oder in der Ergo) und dass es weitestgehend kein Problem ist wenn ich sage, dass Sprechen halt nur im 1-zu-1 Kontakt wirklich geht (jetzt Small-Talk und Co mal ausgenommen).  Natürlich wird irgendwie auf Gruppen hingearbeitet – aber es verlangt auch keiner mehr, als es eben zu versuchen – was für mich dann auch ok ist.

Ich hatte nicht damit gerechnet, dass so viel vor Ort nicht zu kriegen ist. Andererseits hätte ich eh nicht alles auch mitbringen können. Für die meisten Sachen hab ich da jetzt Lösungen gefunden (Internet sei Dank kann man ja wirklich das Meiste auch liefern lassen). Genauso hab ich nicht mit gerechnet, dass vieles halt „verboten“ ist – so darf Handy nur im Zimmer oder außerhalb der Klinik genutzt werden – was im Prinzip kein Problem ist, wäre es nicht mein mp3-Player.

Aber ehrlichgesagt hält sich eh keiner dran und so hab ich halt Klingeltöne aus (und vergesse abends regelmäßig sie wieder anzumachen – für eventuelle oder ausgemachte Anrufe). Noch keine Lösung hab ich für Alarme – also rechtzeitig erinnern lassen für Termine. Da kann ein vergessen wieder auf laut zu schalten problematisch werden und da muss ich noch sehen wie ich das vielleicht geregelt kriege.

Überlege da aktuell, ob ich mir die Uhr nicht einfach nochmal kaufe (Uhrband hab ich dann ja jetzt in ausreichender Länge hier) – sie hat zwei Alarme, die dann hier auch reichen würden – einfach immer für die nächsten zwei Termine eingestellt. Mal sehen.

Bisher kann ich nichts Schlechtes über die Klinik sagen. Ich bin ganz optimistisch, dass ich das hier für mich gut nutzen kann.

 

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Klinik Tag 3

Die Umstände hier schaffen mich. Körperlich völlig am Ende, weil halt viel zu viel statt mehr Ruhe (mir fällt auch erst immer Mitte der Treppe auf, dass ich ja eigentlich den Lift nehmen sollte, weil Knie usw), die vielen Leute schaffen mich auch.

Heut Mittag sollte ich einen Wandplatz im Speisesaal kriegen – wurde mir auch zugeteilt, plötzlich von allen am Tisch Theater, weil jemand anderer sich morgens wohl für den Platz gemeldet hatte.

Tja – ich schon am Dienstag. Also versucht das zu klären, ging nicht gleich und so eskalierte es für mich erstmal wieder. Ich floh irgendwann ins Zimmer, merkte, dass ich nicht ganz runterkomme, weil ich ja immer noch nicht weiß, was jetzt mit dem Platz ist. Also wieder runter in den Speisesaal um das mit dem Küchenpersonal zu klären – es bleibt mein Platz (was mich unglaublich erleichterte, der Gedanke, dass ich wieder die Leute im Rücken hab, hab mich echt verzweifeln lassen). Und wegen Dissoziation eine Verhaltensanalyse abgegeben (wobei ich ja die Auslöser da meist benennen kann).

Vormittags war der erste Theratermin – da geht es ja immer noch viel um Formales und Kennenlernen – das mit den Gruppen bleibt weiter Thema, ich hab jetzt gesagt, dass ich Ergo probiere – aber dann ist für mich auch Schluss mit Gruppen.

Nachmittags war dann eine Einführungsveranstaltung für Ergo – das sollte ich ja probieren – die Einführungsveranstaltungen. Nach dem Fiasko gestern, bat ich die Ergotherapeutin vorher kurz um ein Gespräch, klärte, ob wir was sagen müssen (ja – vorstellen, Name und Station) und dass ich das eben nicht kann in der Gruppe – was dann dort auch ok war. Von daher viel Panik, aber da geblieben.

Lustigerweise bieten  die Buch binden an – mal schauen.

Dann soll ich tägliche Termine beim Pflegepersonal kriegen. Heute um 20 Uhr den ersten, was mich schon nervte, weil halt spät – wurde dann auch fast halb neun, weil die vergessen hatten den Zettel „Bitte nicht stören – Dienstübergabe“ abzunehmen. Da hier aber gilt, dass ein „Bitte nicht stören“-Schild auch genau das heißt – nicht stören, nicht klopfen usw – saß ich da und war ziemlich genervt.

Im Endeffekt wussten die erst nichts von, dass ich da Auflaufen sollte, dann fand sich ein Vermerk, dass ich nur Termine ausmachen sollte – ähm – und das geht nicht wenn ich tagsüber mal da bin, sondern es braucht dafür nen eigenen Termin?

Wie auch immer – morgen nochmal 20 Uhr und am WE um 9 Uhr. Was ich da machen soll, weiß ich noch nicht.

Im Moment überwiegt die Überforderung – sowohl körperlich als auch psychisch. Eigentlich bin ich permanent überm Limit – und interessanterweise grade dann nicht, wenn das von hier erwartet würde – zum Beispiel beim stichwortartigen Aufschreiben der Lebensgeschichte oder Fragebögen beantworten, inkl. eben der Traumasachen.

Da weiß ich, ich hab jetzt erstmal Ruhe, ich bin hier im Zimmer, und brauch mich nur um mich kümmern und nicht um sonst jemanden.

Mir ist schon klar, dass das einfach einige Zeit braucht – das ständig mit Menschen zusammen zu treffen einfach unglaublich anstrengend ist und es hier halt wenig Ruhemöglichkeit gibt, weil der nächste Termin schon steht und man zwischendrin die Fragebögen oder „Hausaufgaben“ macht.

Ich kam bisher weder zum Fernsehen noch zum lesen und selbst zum hier Schreiben knapps ich mir das grad vom Drang ins Bett zu fallen ab – dafür fallem mir ständig die Augen zu. Daher: jetzt nur noch Bett. Ich war schon sehr sehr lange nicht mehr so lange so alle.

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Klinik: 1. und 2. Tag

Gestern also ging es früh morgens los, kurz nach zehn glaub ich waren wir dann hier.

Anmeldung an der Rezeption und um halb gab es dann schon das erste Gespräch. Eigentlich bin ich am ersten Tag von einem Gespräch zum nächsten: Pflege, Ärztin, Mittagessen, Therapeutin, Pflege,  Patin (Patientin, die mich dann im Höllentempo durch die Anlagen führte), Abendessen.

Mit der Ärztin hab ich mich dann gleich angelegt. Sie will die Schmerzmedikation ändern. Was ich defintiv nicht mitmache – dazu hab ich zu lange und zu viel durch und wir haben ja vorher wirklich alles andere probiert. Und nein mein Schmerzarzt hat nicht das aktuelle Medikament als erste Wahl gehabt, sondern war da auch nicht begeistert.

Wir einigten uns dann nach ner Weile, dass Sie da dran bleibt, erstmal aber nichts geändert wird. Dafür wurde das Schlafmittel gleich mal auf jeden 2. Tag für eine Woche und dann absetzen gesetzt und Tavor auch gestrichen.

Ähm – ja. Beides wollte ich auch, letzteres war eh nur Bedarf – aber nicht in dem Tempo. Aber nun denn – darauf kann ich mich einlassen.

Dann ging es darum, dass ich ja die Medikamente stellen muss – was mir nur leider niemand gesagt hat, also muss ich von hier aus jetzt organisieren, dass meine Ärzte die Chipkarte kriegen und mir dann Rezepte schicken, was bei manchen schlicht nicht geht.

Also bekommt MissMutig eine Vollmacht, meine Karte und holt die Rezepte ab und schickt sie mir dann.

Die Therapeutin wirkt nett. Allerdings ist auch da der Fokus mich irgendwie „gruppentauglich“ zu kriegen (was den Zusatz: ich werde Sie zu nichts zwingen etwas eigen macht – denn locker lässt sie da auch nicht).

Ich sollte heute also zu einer Einführung für Imagination gehen. Da müsste ich nichts sagen, es sind wenig Leute, weil nur die Neuen und so könnte ich „ja mal schauen“.

Tja – versucht hab ichs, es eskalierte dann auch gleich. Ich kam an, hörte dann nur, dass sich jetzt jeder vorstellen soll – und ab da fehlt mir die Zeit. Keine Ahnung ob ich da war (wenn ja, hab ich sicher gut funktioniert und auch alle Fragen beantwortet) oder gegangen bin oder sonst was.

Das nächste war, dass ich in meinem Zimmer saß und Klavier spielte. Immer noch auf recht hohem Spannungslevel, aber wieder da.

Also kurz rüber zur Pflege, da saßen sie zu dritt – was nicht ging und so blieb ich draußen. Mit Tränen kämpfend, weil einfach nur hoffnungslos überfordert.

Allerdings kam dann auch bald eine der drei und fragte, ob ich in den einen Raum durchgehen möchte. Ich klärte das mit dem einen Rezept (bei einem Arzt bekam ich es einfach nicht organisiert, das stellte dann eine benachbarte Praxis aus. Ursprünglich hieß es, das ginge nur im Notfall, weil man das nicht alles dem Arzt anhängen wollte – der Arzt meinte dann nur: „Sie brauchen wirklich nur das eine? Wenn noch weitere – sagen Sie einfach Bescheid – ich schreib sie Ihnen dann auf“ – das hätte mir sehr sehr viel Arbeit und Telefoniererei und Bettelei erspart) und meldete zum einen dass ich nicht weiß, ob ich bei der Veranstaltung war und nicht wusste, ob das jetzt gemeldet werden musste, wenn Zeit fehlt (da das ja nicht so oft vorkommt bei mir und eher meine Art „Eskalation“ ist) – und eben auch mich abmelden – ich musste einfach raus.

Dringend.

War dann alles ok und ich lief zu Konsum. Der wirklich nahe liegt – aber weder meine Einlagen hat/verkauft noch destilliertes Wasser. Und der Rest ist auch eher Tante-Emma-Laden-Preis. Generell ist der Laden auch nicht größer als ein Tante-Emma-Laden.

Ich darf jetzt also destilliertes Wasser in der Apotheke kaufen (kostet ja nur das dreifache – ist aber noch erschwinglich) und die Einlagen musste ich mir bestellen. Auch sonst ist das eher – schwierig. Es gab genau zwei Cola Zero Flaschen – und auf meine Nachfrage auch die Antwort, dass sie da nie viel mehr hätten.  Also die erstmal geschnappt und gesagt, dass ich da gerne auch regelmäßig für komme oder auch gezielt für mich bestellen lassen würde (was aber nicht geht wohl).

Wie auch immer.

Alles in allem merke ich, dass ich schlicht hoffnungslos überfordert bin aktuell. Es ist neu, viele Leute und arg chaotisch – weil es mehrere Hausnummern betrifft – also mehrere Gebäude – und irgendwie ist hier für mich noch kein Durchblick, wann was wo ist.

Das Essen ist super – morgens frischer Obstsalat, alle Sorten von Milch (normale, laktosefreie, Reis-, Soja, Mandel- usw usf – da stehen knapp 10 Sorten), natürlich viel Käse und Wurst, verschiedene Müslisorten zum selbst mischen, verschiedene Brot- und Brötchensorten, Marmeladen usw usf.

Mittags wars für mich aktuell noch schwierig – da erst ab nächster Woche ausgewählt – und ich brauche aktuell viele Lactasetabletten. Oder esse nur Reis oder so. Es gibt aber verschiedene Salate und von daher werde ich schon satt. Lecker ist es jedenfalls.

Abendessen gibt es aufgewärmt Reste vom Mittag, ein großes und umfangreiches Buffet mit verschiedenen Salaten und wirklich allem drum und dran.

Getränke gibt es zum Essen – Säfte, Tee, Kaffee, Wasser und Eistee.

Die Zimmer sind riesig. Wirklich riesig – etwa doppelt so groß wie in der anderne Klinik die 3-Bett-Zimmer.

Die Angestellten sind wirklich nett und bemüht und bisher sehe ich das doch optimistisch (der Ärztin spreche ich an dieser Stelle einfach ab, dass sie besser einschätzen kann welche Schmerzmedikation ich brauche als mein Arzt der mich seit 17 Jahren kennt und der Arzt der Schmerzambulanz – auch wenn ich dessen Art dann auch nicht in Ordnung fand).

Morgen dann der erste Einzeltermin – wobei das mit den dreimal die Woche hier wohl wirklich eingehalten wird.

Durch die Weitläufigkeit des Klinikgeländes komme ich auch mit wenigen Terminen schon auf 7000 Schritte. Heute war theoretisch nämlich so gut wie nichts – trotzdem bin ich absolut alle.

Dummerweise merke ich, dass ich mich die letzten Tage körperlich auch hoffnungslos übernommen habe. Nicht wegen der weiten Wege, sondern wegen alles zig mal laufen, dann Koffer packen und schleppen und da ja vor der Klinik die Unruhe so groß war hab ich da natürlich auch die Ruhe nie ganz eingehalten.

Da muss ich jetzt deutlich achtsamer sein, sonst streikt der Körper endgültig.

Arg blöd finde ich, dass es hier sehr sehr schlechten Empfang hat – selbst fürs Telefon. Internet kann man völlig vergessen.

In der Klinik kann man das über LAN kostenpflichtig nutzen – was seit heute auch geht – ich finde es dafür, dass es sehr sehr langsam ist und wenn mehr als eine Seite im Browser lädt, geht gar nichts mehr  usw – sehr teuer. Aber immerhin geht Schreiben (und es lehrt mich dann immer erst den Text zu markieren und kopieren – weil sonst ist er halt auch oft weg).

Aktuelles Fazit: Pflege wirkt sehr kompetent, mitdenken und bemüht (sofern man das von den paar Kontakten jetzt sagen kann), Therapeutin erstmal auch nett – wie das mit dem Drängen zu Gruppen wird muss ich sehen – das hatten wir ja nicht umsonst eigentlich im Vorfeld schon abgesprochen, dass das nicht geht), mit der Ärztin hab ich so ja nicht viel zu tun – was die Medikamente ihres Fachgebietes angehen ziehe ich klar mit beim Schlafmittel und Tavor – beim Rest erstmal nicht. Auch merke ich dass da plötzlich mehrere wegfällt, das schon deutliche Auswirkungen hat. Klar will ich Alternativen finden, aber im Moment merke ich vor allem Überforderung.

Mit Mitpatienten hatte ich jetzt nicht viel zu tun – finde es aber sehr angenehm, dass zum Beispiel ein Kopfhörer beim Mittagessen da völlig ok ist (für mich hilfreich das überhaupt hinzukriegen, wenn ich da auf Musik zurückgreifen kann – auch wenn ich mich das bisher erst zweimal getraut hab und das erste Mal einfach aus einer Notsituation heraus war).

Das Ankommen wird wohl noch ein bisschen dauern – aber da Montag ja eh Feiertag ist – hab ich da ja dann bald ein paar Tage um wirklich anzukommen.

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letzter Tag zu Hause

Die Nächte sind im Moment eher kurz, aber noch im Rahmen.

Nach außen ist auch gar nicht so viel Angst oder Unruhe da – aber körperlich kann ich beides in Massen ablesen. Leider auch sehr deutlich.

Mein Ersatzthera kennt mich ziemlich gut. Schon seit gestern mach ich mir den Kopf was passiert, wenn die mir in der Klinik den Transportschein nicht ausstellen wollen (warum auch immer) und überhaupt und sowieso.

Als ich dann den Schein für hin abholte, hatte er mir schon den für zurück dazugelegt.  Dass es nicht anders geht ist ja klar, die Angst auch eher unbegründet, aber bisherige Traumaklinik-Erfahrung waren ja eher ziemliche Katastrophe.

Mittlerweile sind alle Schlüssel (außer die für MissMutig) und Telefonnummern verteilt und auch sonst alle informiert, die informiert werden müssen. Ebenso sind die Arzttermine alle abgesagt bzw für nach dem Aufenthalt neu vereinbart.

Der Nachsendeantrag sollte ab Ende der Woche dann auch laufen, alle Adressen für Bestellungen sind auf Klinikadresse geändert, so dass auch Bestellungen dann richtig ankommen sollten.

Jetzt hab ich noch drei Stunden, dann kommt der Betreuer, wir machen nochmal die Wohnung komplett und räumen die Sachen für die Bonsai-Tiger zusammen.

Als würden sie es ahnen, sind beide heute sehr „kuschelbedürftig“, was ich natürlich genieße.

Direkt im Anschluss geht es dann ja schon zu MissMutig und dann mit ihr, ihrem Freund und ihrem Sohn zum Essen. Ich freu mich riesig darauf die beiden wieder zu sehen – ihren Freund sah ich ja zwischendrin auch, aber MissMutig und den Jungen hab ich seit sie in die Reha sind nicht mehr gesehen (außer auf einem Foto, dass sie mir zu Ostern geschickt hatten). Beide haben mir unheimlich gefehlt und werden mir sicher auch in Dresden sehr fehlen.

Tja und dann geht es ins Bett – denn morgen früh wollen wir um halb sieben losfahren – also so ab viertel nach Sieben schauen dass ich die vielen Koffer und Taschen schon mal rüberfahre (wir bringen bis auf den Rucksack heute schon alles runter in die Garage, teilweise ist es ja auch schon dort). Es ist viel. Wirklich viel.

Schon allein weil das CPAP-Gerät samt Zubehör, der Klavierhocker und das E-Piano schon jeweils eine eigene Tasche haben – den Keyboardständer hab ich auf die Tasche des E-Pianos gebunden. Dann noch zwei Koffer und der Rucksack – in dem natürlich die Sachen drin sind, die ich zum einen heute noch brauche (Laptop) und zum anderen, was halt für die Anmeldung und Erstgespräche benötigt wird (ärztliche Unterlagen, Medikamente (das ist eine Riesentüte geworden, ich hab mich für Blister plus Beipackzettel bzw Karton entschieden, aber da einige ja in diesen Glasflaschen ist, ist es halt trotzdem noch viel), Skillsliste und wie sie auf best. Situationen – Flashbacks, Panikattacken usw – reagieren sollen.

Den Rucksack möchte ich dann heute schon weitestgehend fertig machen, wenn ich auch für die Katzen alles zusammenpacke – Laptop brauch ich dann heute nicht mehr und der muss ziemlich zuerst eingepackt werden, sonst passt das alles nicht. So dass ich da morgen nur noch die beiden Kissen draufschnallen muss.

Online werde ich wohl erreichbar sein, zwar muss ich noch schauen wie das vor Ort geht, aber bis dahin kann ich übers Handy online gehen. Es wird also hier weiter Einträge geben – wie viele oder welche weiß ich noch nicht.

So – jetzt noch zweieinhalb Stunden Kuschelzeit.

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Sonntag

Eine Mischung aus Ruhe und Unruhe – irgendwie immer noch im Funktionier- und Organisier-Modus. Ein wirklich zur Ruhe kommen ist grad nicht möglich, dazu ist zu viel Unsicherheit da.

Es ist aktuell nicht wirklich Angst – wobei das wohl eher daran liegt, dass ich Gefühle grade nicht so wahrnehme. Dafür motzt der Körper etwas mehr – aber noch im Rahmen.

Im Prinzip ist alles vorbereitet – alle medizinischen Infos zusammengeschrieben, ebenso die Medikamentenliste und was für mich wichtig ist (also wie reagieren wenn ich nicht mehr reagiere/Flashbacks habe usw, eine Skillsliste usw usf.), dann eine Gießanleitung für die Pflanzen und das Wichtigste für die Bonsai-Tiger.

Morgen dann um elf nochmal zum Ersatzthera – Transportschein und Co einsammeln und wenn ich es schaffe danach zur Bücherei – wenn nicht hoffe ich, dass es für MissMutig in Ordnung ist (sie hatte es ja schon angeboten).

Um 16 Uhr kommt der Betreuer  und ich möchte mit ihm wirklich alles schon fertig packen – außer dem CPAP-Gerät, dass ich dann am Dienstag früh einpacke – aber alles andere – inkl. Laptop und Kissen – soll dann schon fertig sein.

Um 18 Uhr holt MissMutig und ihre Familie die Bonsai-Tiger, den ganzen Katzenkram und mich ab. Wir bringen die Bonsai-Tiger in ihre Wohnung und lassen sie in einem Zimmer frei – wir selbst verschwinden dann alle wieder und gehen essen. So haben die beiden Zeit sich erstmal mit dem neuen Raum vertrauter zu machen.

Eine Briefmarke (für die Post die bis Donnerstag noch kommt, die mir dann MissMutig nachschicken wird) und einen Nagellackentferner muss ich noch besorgen – das krieg ich aber da, wo wir essen gehen wollen – ist also auch kein Problem.

Tja dann noch eine Nacht schlafen (und hoffen, dass das auch klappt) und Dienstag früh geht es dann los.

Morgen noch zu klären ist ob dem Taxiunternehmer der Transportschein reicht oder er noch was von der Krankenkasse schriftlich will  (dann muss ich dort anrufen, damit sie es mir gleich mailt oder ihm faxt) – und ob das mit dem Auto am Dienstag so klappt wie geplant (wegen E-Piano benötige ich da ja einen Kombi, was eigentlich kein Problem sein sollte).

Zum morgigen Termin fahre ich dann eh mit dem selben Fahrer wie übermorgen und kann so die restlichen Sachen direkt klären. Und ich darf nicht vergessen zu schauen, dass ich einen einzelnen 5-Euro-Schein in der Tasche hab – Trinkgeld wegen viel Gepäck und so.

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Samstags-Dies-und-Das

Heute war der Betreuer wieder da – er hatte ja Urlaub und ich merkte heute deutlich den Unterschied – mit ihm ist es einfacher, ich muss mir keinen Kopf machen, was er macht, kann mich auf meinen Kram konzentrieren, meine Sachen machen. Das ist sehr erleichternd.

*****

Den restlichen Tag versuche ich jetzt möglichst viel Ruhe zu geben. Der Körper streikt sehr, da war die letzten Tage einfach zu viel. Das fällt mir irgendwie grad sehr schwer.

*****

Die noch zu packenden Sachen möchte ich Montag fertig machen – sind halt Dinge, die ich auch jetzt noch brauche. Theoretisch sollte das auch alles klappen. Nur über die Kissen mach ich mir noch nen Kopf – das ist so ein mondförmiges und ein halbrundes – beide sind dringend nötig, da ich mit normalen Kissen nicht gut klar komme und Nackenschmerzen bekomme. Aber zur Not werden die halt irgendwo draufgeschnallt.

*****

Montag muss ich irgendwann den Transportschein abholen – da weiß ich noch nicht wann das möglich sein wird und warte entsprechend noch auf Antwort. Eigentlich würde ich gern noch Wäsche waschen, aber das kriege ich wohl nicht mehr unter.

Am Nachmittag werde ich dann mit dem Betreuer die Katzensachen zusammenpacken (ist ja mit allem drum und dran was die halt brauchen auch eher eine größere Menge), dann möchte ich noch die restlichen Lebensmittel in ein Foodshare-Regal packen und vielleicht noch die letzten Sachen erledigen, wenn ich das vorher nicht geschafft hab.

Und abends geht es dann erst mit den Katzen zu MissMutig und dann mit ihr, ihrem Freund und ihrem Sohn zum Essen – sozusagen ein Willkommens- (für sie und Sohnemann) und Abschiedsessen.

*****

Morgen wäre tatsächlich wirklich Ruhe geplant. Zu tun ist dann nichts mehr – also nichts was morgen machbar wäre. Vielleicht einen schönen Spaziergang – mal sehen.

*****

Es ist bei mir immer noch nicht angekommen – dass mit der Klinik. Dazu war auch zu viel funktionieren in den letzten Tagen – auch nötig. Vielleicht hab ich auch Angst zur Ruhe zu kommen, weil damit natürlich auch die Ängste mehr in den Vordergrund rücken. Solange ich also was organisieren/erledigen muss, muss ich mich nicht mit mir und dem Rest auseinandersetzen.

 

 

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Thera heute und sonst so

Da ich vor der Klinik gerne noch einen Termin mit meinem Thera wollte, fragte ich ihn, ob wir den Termin vorverlegen könnten. Zwar war mit der Klinik abgesprochen, dass ich eventuell erst am Nachmittag komme (für den Fall dass das Verschieben niccht geklappt hätte, wäre ich erst nach meinem regulären Termin losgefahren), aber so war es mir lieber und deutlich weniger Stress.

Mir ging es zum einen darum meinen Turm abzuholen, aber auch nochmal meine Ziele und Ängste vor der Klinik anzusprechen.

Wir haben jetzt ausgemacht, dass ich mich bei ihm melden kann, wenn es vor Ort schief läuft und für mich nicht mehr klar ist ob das jetzt grad alter Mist meinerseits ist oder eben nicht – oder zumindest wie viel davon.

Für mich ist das oft schwer auseinander zu halten – vor allem Frauen gegenüber vermischt sich da alter Mist oft ganz gewaltig und ich schaffe es da auch nicht immer das dann anzusprechen und zu klären.

Den Thera da als „Mailjoker“ zu haben ist für mich hilfreich und  beruhigend. Er kennt mich, kennt die Vorgeschichte und auch die Fallstricke die da sind und kann auch die andere Seite sehen – so dass er dann vielleicht für mich mehr Realität reinbringen kann, wenn ich das allein nicht schaffe und es auch nicht direkt geklärt bekomme.

Natürlich hoffe ich, dass ich ihn nicht brauche.

Auch sonst ist für mich das ein oder andere klarer geworden.

Ich finde es schade, dass ich grade jetzt in die Klinik gehe, weil wir grad wirklich gut gearbeitet haben und in einem guten Prozess waren. Und ich hoffe, dass wir das danach wieder aufgreifen können.

Die Ängste sind nicht neu, es wird nicht einfach werden, aber das wusste ich vorher. Ich hoffe nur, dass es trotzdem passt. Für beide Seiten.

Jetzt wo das meiste organisiert ist (es fehlt nur noch die Fahrtkostenübernahme), merke ich, dass es noch nicht angekommen ist bei mir. Ich pendel zwischen Angst und „geht mich nichts an“ und „wie krieg ich den Rest alles in den Rucksack“ hin und her.

Heute hoffe ich nur auf Schlaf. Die letzten beiden Nächte waren ne Katastrophe – gestern voller Alpträume und hin und her wälzen, heute war ab Mitternacht Schicht – hätte vor zwei Tagen nicht schreiben sollen, dass der Schlaf grad gut klappt.

Aber so bin ich wenigstens wirklich müde – und schlafe hoffentlich auch ohne zusätzliche Unterstützung.

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to-Do-Liste

  • Termine absagen: Endokrinologie, mein Hauptarzt – der Rest ist schon abgesagt – bei den beiden Praxen erreich ich keinen
  • dringend Shampoo, eine neue Bürste, neuen Rasierer, schwarzes und dunkelblaues Garn und Nackenhörnchen kaufen (sollte morgen nach der Thera klappen – alles schon länger fällig, hoffte auf Mai)
  • Büchereien – zumindest die eine, wenn ich die andere nicht schaffe, würde das zur Not MissMutig für mich erledigen
  • Vorbestellungen in der Bücherei stornieren!
  • mir überlegen wie ich den Karton Medis mitnehme – sollen ja „originalverpackt“ sein
  • Liste für die Katzen schreiben
  • und dann für die Bonsai-Tiger alles zusammenstellen
  • Schlüssel verteilen – und Telefonnummern für Ersatzleute
  • Pflanzen zusammenstellen und Gießanleitung schreiben und dranpappen
  • Passfoto organisieren (wo krieg ich das auf die Schnelle her?)
  • Montag Foodshare-Regal anfahren und Vorräte abliefern
  • Adressen ändern (Amazon, Testprodukte usw) – teilweise schon erledigt
  • einen Satz Schlüssel an den gesetzlichen Betreuer schicken (für alle Fälle)
  • Hoffen dass die Fahrtkostengenehmigung rechtzeitig kommt
  • Transportschein abholen
  • Liste machen mit Leuten, die informiert werden müssen
  • Bankunterlagen mitnehmen!

Die Liste ist sicher noch nicht vollständig – aber ein Anfang.

 

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und plötzlich

Heute sollte frei sein. Auch dringend nötig frei. Ich versuchte erst einen Termin beim Handchirurgen zu kriegen – was unmöglich war. Erst im August dann. Ok.

Dann kam eine WhatsApp – Kostenübernahme ist in der Klinik angekommen, ich könnte am 25. April kommen, sonst wird es deutlich später werden. Ich muss möglichst schnell zusagen, da die Klinik schon mehrfach angerufen hat.

Ich schrieb zurück, dass ich eine Stunde brauche, dann kann ich sicher zu-/absagen.

MissMutig ist ja grad auf dem Weg von der Mutter-Kind-Reha, die alles andere als erholsam war leider, zurück nach Hause. Telefonisch war sie erst nicht zu erreichen. Aber davon hängt es hauptsächlich ab – kann sie ab Montag die Katzen schon übernehmen?

Aber auch sonst: der MRT-Termin – da hängen einige Anträge ab, die Fahrtkostenübernahme muss noch bestätigt/beantragt werden (ist zwar nur Formsache, aber eben dennoch – eng), da ich unbedingt noch einen Termin bei meinem Thera möchte (zumal bei ihm noch mein Turm steht), auch da angefragt, ob wir vorher einen Termin machen können bzw in der Klinik, ob es reicht wenn ich bis 15 Uhr auflaufe (dann würde ich am Di nach meinem regulären Termin losfahren). Für beides gab es später ein Ja und ich entschied mich für den vorverlegten Termin auf morgen.  Zumal ich dringend noch zur Bücherei muss – eigentlich in zwei Büchereien – die eine kann ich morgen nach der Thera erledigen.

Mit der Buchbinderei musste ich klären was ich morgen alles mitnehmen muss bzw dort lassen kann und ob ich den aktuellen Auftrag wirklich anfangen soll – da ich ja nur morgen noch da bin (und da ja eh früher gehen muss).

Mit dem Taxifahrer musste ich auch absprechen ob das alles klappt. Da der Chef diese Woche nicht da ist, muss ich da noch klar stellen, dass ich wirklich mit diesem einen Fahrer fahren möchte (und dass er an dem Tag nen Kombi braucht).

Doof ist, dass tatsächlich die eine oder andere Sache noch finanziert werden muss: Nachsendeantrag, ein paar Sachen für die Katzen, die sie mitnehmen sollen, Wäsche waschen usw. Das war natürlich alles erst für Mai eingeplant.

Nun denn – mal sehen wie ich es jetzt mache, zur Not muss ich eine andere Überweisung verschieben.

Also erstmal die Klinikliste ausgedruckt. Das E-Piano ist verpackt und verschnürrt, ein Koffer ist mit Strick-, Zeichen-, Malzeug vollgepfropft. Ein weiterer mit Klamotten und Technikkram wartet noch auf Befüllung.

Achja und der ganze Kosmetikram muss auch noch irgendwie untergebracht werden. Das wird – eng.

Für Montag muss ich dann auch noch hier die Lebensmittel wegbringen – schätze wir werden das im Betreuungstermin machen und bei einem Foodshare-Regal abgeben – zumindest das was MissMutig nicht möchte oder nicht eingefroren werden kann.

Wie ich das K. morgen  beibringe, weiß ich noch nicht. Bei ihm fiel grad eh so viel weg und jetzt auch noch der regelmäßige Termin mit mir. Das tut mir für ihn wirklich sehr leid.

Die NF-Sachen sind abgesagt/weitergegeben/geklärt.  Einige Arzt- und sonstige Termine stehen noch auf der Liste zum Absagen.

Dann fehlen natürlich noch sonstige Sachen wie Zimt, Tasse, Trinkflaschen, Ohrenstöpsel, medizinischer Kram usw. Wie ich das alles in einen Koffer kriegen soll, ist mir ein Rätsel.

So Pause beendet – jetzt erstmal weiter schauen – vor allem welche Klamotten evt doch noch gewaschen werden müssen.

Wohnung kann ich am Samstag mit dem Betreuer soweit fertig machen. Das ist auch zu schaffen, so schlimm ist es grad gar nicht.

 

 

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