Wochenende

Es war einfach nur toll gestern. Ich hätte den Jungs zwar mehr Publikum gewünscht, für mich war es aber gut so.

Davor waren wir essen – in einem Restaurant, bei dem wir jedes Mal sagen, dass wir nächstes Mal wo anders hingehen wollen.

3 Tische besetzt und über eine Stunde aufs Essen warten, das dann gestückelt kriegen (erst Reis, wenn der fast kalt ist das Löffelchen Sosse und irgendwann kommt dann auch der Rest) – war also nicht grad prickelnd – dafür war die Gesellschaft um so schöner und ließ die Zeit auch wie im Flug verfliegen.

Es war dann halb zwei, bis ich wieder zu Hause war und etwa halb drei bis ich so weit runter gekommen war, dass ich schlafen konnte.

Entsprechend bin ich heute auch erst mittags aufgestanden und hab gleich Mittag gegessen.

Den Nachmittag suchte ich nach Strickanleitungen für die bei der Schließung einer hießigen Wollfiliale ergattert hab. Leider hab ich tatsächlich ein doofes Knäuel zu wenig für alles, was ich damit gern machen würde.

Also wird es wohl doch ein abgewandelter Drachenschwanzschal, bei  dem ich mit anderer Wolle ergänzen kann.

Mich über Lang Yarns Anleitungen geärgert, die für das, was da geliefert wird, viel zu teuer sind. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich keine gekauft. Aber ich dachte bei 16 Seiten wird auch eine anständige Anleitung bei sein. Tja die Anleitung ist bei vierspaltigem A4-Blatt – etwa 10 Zentimeter von einer! Spalte. Fürs Stricken selbst genau 2 Absätze (mit denen ich bisher nicht wirklich was anfangen kann, aber da gibt es ja noch eine zweite Seite). Diese zweite Seite ist mit allgemeinen Anleitungen zum Anschlagen, abketteln usw. und dann gibt es noch eine Seite Größentabelle und eine für Abkürzungen. Diese drei Seiten werden aber wohl allen Anleitungen beigefügt (sind zumindest bei einer kostenlosen Schal-Anleitung auch dabei) und somit nicht wirklich auf das individuelle Stück ausgelegt.

Sowas ärgert mich und ich bin froh, dass ich erstmal nur diese eine Anleitung gekauft hab und mir die zweite, die mich interessiert hätte, verkniffen hab. Denn das ist den Preis bei weitem nicht wert.

Aber Gott sei Dank hab ich noch andere Anleitungen gefunden, die interessant aussehen und  somit ist das nächste Strickprojekt geplant. Außerdem festgestellt, dass noch ein anderer Schal, der mir sehr gut gefällt, machbar ist, weil ich dazu tatsächlich noch passende Wolle habe.

Leider hab ich aber auch da keine für mich verständliche Anleitung, die mir sagt, wie ich das Muster stricken kann. Werde also mal mit Restewolle selber rumprobieren müssen.

Aber soweit sollte dann – bis eventuell ein Knäuel – da bin ich unsicher ob es reicht – die diesjährige Stricksaison gesichert sein.

Dafür zickt der Computer extrem. Windows hängt sich immer wieder auf, jede Anfrage (ob nun im Browser oder einem Ordner, dauert mind 30 Sekunden und manchmal auch mehrere Minuten, weil der Explorer mal wieder neu starten muss oder so – es ist – nervig und anstrengend.

Muss da nächste Woche mal in einem Laden fragen was es kosten würde, wenn die sich den Laptop mal anschauen  und rausfinden können, woran das liegt. Ein neuer ist nicht drin, aber so wie es die letzten Tage läuft – ist das auch kein Zustand mehr.

Heute nur noch ein Eis (hab nicht wirklich Hunger, aber auch über den Tag verteilt eine halbe kleine Wassermelone gegessen) und dann ab ins Bett. Noch etwas lesen, aber mehr ist heut nicht mehr.

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samstags

Verstehe nicht recht, was aktuell los ist. Diese Müdigkeit – obwohl ich lang genug schlafe. Selbst wenn ich mich tagsüber hinlege und etwas schlafe – schlafe ich auch nachts. Das ist für mich sehr ungewöhnlich.

Es ist jetzt kein großes Problem, denn ich muss mich ja um niemanden außer mich und die Bonsai-Tiger kümmern. Kann mich bei Bedarf also hinlegen oder einfach den Tag etwas geruhsamer angehen.

Würde es nur sehr gerne verstehen (dann kann ich es in der Regel leichter akzeptieren).

Betreuungstermin ist heute geplant etwas später, wohl erst mittags, da der Betreuer vorher noch einen Termin hat.

Geplant ist da die Insektenschutztür fertig machen (dürfte in max 30 Minuten erledigt sein), mir eine Verschlussmöglichkeit überlegen, die auch den Bonsai-Tigern standhält und Küche. Wobei letzteres jetzt auch nicht so viel ist.

Und abends sammelt mich MissMutig ein. Wir wollen zu einem Auftritt der befreundeten Band und vorher dort vor Ort beim Chinesen was essen. Sie lädt mich ein – als Dankeschön fürs Kümmern um den Junior. Dabei mach ich das gerne, der Junior und sie bedeuten mir sehr viel.

Die beiden sind sowas wie meine Familie. Es gibt glaube ich nichts, was ich nicht für die beiden tun würde.

Das Konzert ist in einem kleinen Kaff, in dem in der Regel nicht viel los ist, so dass auch das „zu viele Menschen“ kein Problem sein sollte.

Wobei ich natürlich den Jungs wünsche, dass sie viele Zuhörer haben!  Da ich aber dort auch die Örtlichkeiten kenne, weiß ich, wo und wie ich mich etwas zurückziehen kann, sollte das nötig sein.

Abgesehen davon, dass zwischen MissMutig und mir auch klar ist, dass bei Bedarf jederzeit ein Abbrechen möglich ist – für beide Seiten.

Das allein gibt oft schon die nötige Sicherheit um es mit kleinen Auszeiten gut zu schaffen.

Ich freue mich wirklich tierisch auf heute Abend und bin sicher, dass es ein guter und schöner Abend in sehr toller Gesellschaft wird.

Morgen ist dann frei und ein geplanter „Ruhetag“ – nichts tun, kein „müssen“, aber alles „dürfen“.

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freitags-dies-und-das

Wie in letzter Zeit immer – sehr müde. Vormittags dann ein Termin in der Stadt und ich nutzte die Gelegenheit kurz Rad zu fahren und lief dann noch eine Weile. Unerwarteterweise klappte Laufen heute echt gut und das nutzte ich dann auch aus und genoss es.

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Wieder mal bei Fielmann wegen der Brille. Die bestellen jetzt nochmal neue Gläser und ich hoffe sehr, dass ich damit dann auch klar komme.

Allerding sieht es so aus, dass ich zusätzlich eine Bildschirm- und Lesebrille brauche. Mal abwarten ob ich darum rumkommen kann.

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Der zweite Burgerversuch (Reste mussten weg) lief dann schon sehr viel besser.

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Freue mich sehr auf morgen – treffe mich mit MissMutig und verbringe den Abend mit ihr.

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WMDEDGT 07/18

Es ist wieder der 5. des Monats und Frau Brüllen fragt: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“

Ich stecke ja mitten in Traumaexposition und bin entsprechend dünnhäutig und angeschlagen.

7:00 Uhr: der Wecker klingelt – ausnahmsweise mal zu früh für mich, nachdem die letzte Nacht erst sehr spät begann und nicht grad erholsam war.

Da mir aber gestern der Zusatzstundenbetreuer geschrieben hat, dass er nicht um 8 da sein kann, weil er das Auto erst um 8 abholen könnte, hab ich tatsächlich 3x die Snooze-Funktion genutzt.

7:15 Uhr – ich setze mich auf und versuche wach zu werden

7:25 Uhr – es klingelt. Die Leute vom Bestattungsunternehmen wegen des Schlüssels. Gestern hatte ich ihnen den der Garage gegeben, weil sie in der Nachbarwohnung die Küche einbauen wollten – und die stand halt in der Garage. Abends sollte der Schlüssel im Briefkasten sein – war er aber nicht. Deshalb wollten sie mir heute zeigen wo sie ihn eingeworfen hatten. Übrigens in meinem Briefkasten – da ist nur so eine Kante, auf der er liegen blieb und somit nicht „auffindbar“ war.

Danach Bad und ein Versuch zu frühstücken (Toast verbrannt und Wassermelone irgendwie auch zu viel), nebenher mails, Blogs, Twitter und Co nachlesen.

8:05 Uhr – ich sollte mich langsam mal fertig machen. Auf dem Plan steht der Großeinkauf mit dem Zusatzstunden-Betreuer und ich hoffe wirklich, dass ich das auf die Reihe kriege. Immerhin hat mein eigentlicher Betreuer angeboten sich mit ihm mal zu unterhalten – vielleicht wird es dann für mich besser.

8.35 Uhr – erst kam er nicht ans Auto, dann sprang dieses nicht an. Grade kann die Nachricht, dass er jetzt losfährt und ich hab Schiss, dass er den ganzen Stress bei mir ablädt, weil es Probleme hat zu spät zu kommen. Er ist eh schon so unsicher.
Mal schauen.

Kurz vor neun fahren wir los. Heute  ist Großeinkauf geplant – viele Läden. Mit ihm lief es heute etwas besser.

14 Uhr: Kurz nach 12 war ich wieder zu Hause. Körperlich absolut am Ende, Schmerzen aus der Hölle und der Kreislauf ist auch irgendwo auf der Strecke geblieben. Also erstmal nur hinsetzen, was trinken.

Irgendwo hab ich heute mehr ausgegeben als geplant. Weiß aber nicht wirklich wo oder was. Erinner nur die Erdbeeren, aber der Betrag ist deutlich höher. Hmm. Ist jetzt halt wie es ist.

Hab mir was zu Mittag gemacht – mein erster Burger-Versuch, geschmacklich nicht schlecht – organisatorisch definitiv verbesserungswürdig. Zum Nachtisch gab es Erdbeeren.

Der Körper streikt immer noch. Weggepackt sind nur die Kühlschrank- und Tiefkühlsachen, der Rest geht grad nicht. Vielleicht nach einer Pause. Vielleicht liegt es – wieder mal – auch an zu wenig Cortison. Werde ja sehen ob die Tablette wirkt.

Ich bin unglaublich müde. Dadurch, dass wir erst eine Stunde später los sind, waren wir halt auch dann in den Läden, wenn eh schon viele da sind. Bin immer wieder überrascht wie sehr man diese Stunde merkt. Auch unter der Woche.

Ansonsten war es halt viel funktionieren. Vermutlich ist das das, was es so anstrengend macht. Da heute aber eh nichts mehr geplant ist, ist das auch ok so.

Also bequem in die Hängematte legen und schon bald kommt einer der Bonsai-Tiger an. Das Schnurren im Ohr spüre ich der Vibrationen nach, finde immer wieder überraschend wie weit diese greifen in mir – wenn ich es zulasse.

17:30 Uhr – bin dann doch eingeschlafen.  Immerhin hat sich der Körper damit dann endgültig beruhigt. Nur der Kreislauf ist noch

Ich esse die restliche Wassermelone und versuche etwas wacher zu werden.

19:00 Uhr – hab so vor mich hin gewerkelt – mich um aktuelle Produkttests gekümmert (vor allem bei einem gibts Probleme und so gibt es schon seit zwei Tagen Kommunikation mit dem Verkäufer/Hersteller, wobei wir jetzt eine Lösung gefunden haben), mich zu einem bevorstehenden Test etwas eingelesen und dann noch mit jemanden hin und her geschrieben, der ein eingestelltes Produkt von mir kaufen will (hoffe ich), aber bisher keine Zahlung ankam (obwohl laut ihm schon letzte Woche überwiesen) – hmm.

Bin da ja skeptisch, weil er letztes schon meinte, dass er davon ausging, dass ich das Päckchen schon längst losgeschickt hätte (also vor möglichen Zahlungseingang oder -nachweis).

War definitiv zu viel Kommunikation für heute – bin heute nicht menschentauglich.

Also werde ich jetzt sämtliche Technik aus machen. Das hab ich die letzten Tage und Wochen etwas schleifen lassen.

Zwei Stunden technikfreie Zeit vor dem Schlafengehen verhilft mir zu einem besseren Schlaf. Und der ist definitiv verbesserungwürdig.

Also werde ich jetzt den Abend einläuten und einen gemütlichen Leseabend starten.

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Mittwoch

Physio fiel aus, von daher hatte ich nur ein Treffen mit K. und den Betreuungstermin auf dem Plan.

Im Letzteren ging es zum einen um die Urlaubsvertretung bzw den Zusatzstundenbetreuer und vor allem darum das Wohnzimmer von Holzstaub zu befreien.

Achja und der Haarmond, den ich gestern stundenlang bearbeitet hab, ist heute gebrochen – an einer Stelle, an der ich nicht weiß wie ich ihn leimen soll, weil ich ihn nicht eingespannt/auf Zug gebracht kriege.

Immerhin die Wohnung ist wieder ordentlich, der Einkaufszettel für den Großeinkauf morgen fast fertig und der Tag ist Gott sei dank um.

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Thera heute

Irgendwie ein ziemlich schräger Termin  – mit viel Ringen um im „Miteinander“ zu bleiben oder wieder zu kommen.

Eigenartig wie das Gehirn manchmal arbeitet und auch erschreckend. Kann da grad nicht mehr zu schreiben.

Dafür dann ab zwi oder so versucht so einen blöden Haarmond selbst auszuschneiden – ich sags mal so: bei Sägen und vor allem Schleifen entstehen Holzspäne und -staub. Etwas, was ich eigentlich weiß, immerhin nicht mein erstes Holzobjekt und nach 5 Jahren Tischlerei usw – zeigt halt wie durchgeschossene ich grad bin.

Jedenfalls – jetzt ist es 10 nach neun und vor 10 Minuten hab ich den Rohling jetzt weggelegt. Er ist weitestgehend fertig.

Dafür sieht das Wohnzimmer nun aus wie eine Baustelle und meine Klamotten, die Hängematte und das Umfeld ist unter hellem Holzstaub vergraben (kommt davon, wenn man zentimeterdick mit feinem Schleifpapier abschleift. Viele Zentimeter).

Morgen also im Betreuungstermin mal schauen ob wir das Chaos wieder in den Griff kriegen.

Die Handgelenke tun übrigens auch höllisch weh – war also keine gute Idee heute.

Der Psyche geht es jetzt aber wieder besser, der schräge Theratermin, der mich doch auch sehr aufwühlte, ist wieder weit weg und ich gehe davon aus, dass ich gleich gut schlafen werde (nach einem weiteren Mal duschen, weil auch ich unter Holzstaub begraben bin.

Achja und doofe Rückmeldung von der Koordinatorin bekommen, nach dem Motto: entweder der macht die Vertretung oder eben keiner.  Bin dezent genervt ob des Tones.

Und nachdem ich das dann nochmal ohne eh schon am durchdrehen sein lesen – ist es auch gar nicht mehr blöd geschrieben, sondern nur von mir doof interpretiert. Alles gut alst.

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Fahrrad

Das mit dem Fahrrad hatte ich nicht zu Ende gedacht.  Dachte nur an die Anschaffungskosten, die mein Limit ausreizten. Aber dass dann Parkgarage, zwei Reparaturen (davon eine im zwei- und eine im dreistelligen Bereich), Fahrradschlösser, -lampen, neue Lenker und Griffe usw dazukommen – daran hab ich nicht gedacht.

Aktuell steht es in der Stadt, denn das Parkhaus ist zur Zeit in unerreichbarer Ferne. Stotter ich doch noch die eine Reparatur ab.

Dem gegenüber steht meine Freude am Fahren. War es anfangs Angsttraining pur, macht es heute wirklich Spaß und wenn nicht grad eine Straße mit mehr Verkehr, ist auch keine Angst mehr dabei.

Aktuell mach ich es unterschiedlich – entweder eben nur Freude am Fahren, durchaus auch auf Straßen, aber halt keine Hauptverkehrststraßen.

Allerdings bemühe ich mich auch darum das hin zu bekommen – also durchaus auch auf Hauptverkehrstraßen zu fahren.

Radwege gehen nur teilweise, weil sie nicht auf Dreiräder ausgerichtet sind und wenn mich jemand überholen möchte oder mir entgegenkommt, muss auf den Gehweg ausgewichen werden.

Das reicht zur Zeit noch nicht dafür um wirklich Kondition auf zu bauen – dazu muss ich ja immer erst mal zum Rad hin kommen, was auch erstmal organisiert werden will.

Klar ist mittlerweile: Radfahren tut mir gut und es ist realistisch mir Gedanken um ein Elektro-Dreirad zu machen. Das würde tatsächlich die aktuell bestehenden Beschränkungen lösen.

MissMutig wird mich zu einem Dreiradcenter fahren und dort wird hoffentlich etwas mehr Realität  reinkommen welche Kosten da auf mich zukommen würden. Erst dann kann mich mir um die Finanzierung Gedanken machen.

Mir wichtige Personen wissen Bescheid und wurden schon gebeten von Geschenken zu Weihnachten/Geburtstag usw Abstand zu nehmen und mir lieber was für ein Elektro-Dreirad dazu zu geben.

Wenn dann klarer ist in welcher Preisklasse wir uns befinden (aktuell schwankt das zwischen 2,5 und 6 Tauschend) kann ich mir überlegen ob und wie ich das umgesetzt bekommen könnte.

Es würde die mobile Einschränkung zumindest bei Fahrradwetter deutlich mindern. Etwas – worauf ich schon lange nicht mehr zu hoffen wagte.

Daher ist es ein großer Schritt zu mehr Eigenständigkeit und ich werde alles dafür tun, damit ich ihn umsetzen kann.

Es war also durchaus die richtige Entscheidung ein Dreirad zu kaufen. Trotzdem hat das ziemliche Engpässe verursacht, da einfach sämtliche Reserven drauf gingen.

Das macht mir natürlich auch Angst beim Gedanken an ein E-Bike. Die Folgekostne werden da nicht weniger sein. Allerdings sind die aktuellen Folgekosten auch hautpsächlich wegen des Anschaffungspreises „zu  viel“.

Trotzdem weiß ich jetzt, dass ich darauf auch achten muss und ehrlichgesagt macht mir das schon auch Bauchschmerzen beim Gedanken daran, wie das dann mit so einem teuren Rad klappen soll. Denn da kommen dann ja Raten dazu, die erstmal auch gestemmt werden müssen.

Klar ist, dass es die richtige Entscheidung wäre und mir deutlich mehr Selbstständigkeit  bescherren würde. Vielleicht sogar soweit, dass es – über die Jahre – zu einem sehr deutlich niedrigerem Betreuungsbedarf führen kann.

Die Mobilität (oder eher die fehlende) ist sicher die Einschränkung, die am meisten meinen Alltag beeinflusst.

Das würde im Winter immer noch so sein – aber wir haben hier bei uns nur wenige Wochen, in denen es dann eben nicht mit dem Rad machbar wäre .

Allein der Gedanke daran, dass ich unabhängig von jemanden der mich fährt zum Schwimmen oder einfach so in die Stadt oder zum nächsten Laden fahren könnte – macht fast euphorisch.

Natürlich würde es nicht all meine Probleme lösen, aber es würde mein Leben schon ungemein erleichtern.

Für mich wäre das ein so riesen großer Schritt in die richtige Richtung, dass es fast nicht vorstellbar ist. Eher weil ich nicht darauf hoffen möchte und es dann finanziell doch nicht umsetzbar ist.

Ein weiterer Grund, warum da erstmal Realität rein muss. Wir haben hier sehr steile Hügel, es geht eigentlich nur bergauf und bergab, dazu kommt, dass ich ein großes Gewicht zu bewegen habe. Ein normales E-Bike kommt da nicht hinter her.

Deshalb freu ich mich auf den Besuch des Dreirad-Centers. Voller Hoffnung, dass es wirklich klappen kann. Dass ich tatsächlich nach so vielen Jahren, mal eigenständig zu einem Termin komme. So viel Eigenständigkeit zurück gewinnen könnte.

Aber auch voller Angst, dass wir in einer Preisklasse landen, die utopisch wird, weil ich das niemals abbezahlt bekommen würde.

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Wochenende

Das Wochenende war dann soweit schön ruhig. Heute spielte dann auch der Körper wieder mit und somit hab ich auch daran nichts zu meckern heute.

Innerlich etwas aufgewühlt, was ich aber ehrlichgesagt eher am äußeren Zustand der Küche ablesen kann. Da ist wohl was eskaliert – hmm.

Trotz der Hitze war mir heute Abend nach Linsensuppe. Hatte ja noch eine Portion über und so war das mein Abendessen heute.

Das war dann wohl auch schon das „aufregendste“ heute.

Nebenher hab ich angefangen des Großeinkaufszettel zu schreiben – geplant für Donnerstag früh und mich auf die Suche begeben nach jemanden, der ir ein paar Moonde aussägen kann (da trau ich mich selbst mit der Stichsäge nicht ran, weil sie doch recht klein sind und ich das Holz nicht gut fixiert kriege – außerdem zickt seit Freitag das rechte Handgelenk so sehr, dass ich fürchte, dass ich damit die Stichsäge eh nicht wirklich zielführend einsetzen könnte)

Jetzt noch eine Folge einer Serie und dann ein gemütlicher Leseabend.

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Samstag

Die Nacht war soweit ok, aber ich hatte morgens Schwierigkeiten wach zu werden.

Im Betreuungstermin ging es einerseits um Wohnung und andererseits darum mit der Insektenschutztür weiter zu kommen. Beides klappte auch soweit – die Tür ist jetzt auch so weit montiert. Es fehlt noch Bausilikon (wir kamen leider mit der einen Kartusche nicht aus) um die zweite Tür wieder zu fixieren und dann müssen wir nur noch das Insektenschutzgitter anbringen, sollte dann also in relativ kurzer Zeit zu schaffen sein.

Vormittags hatte ich ziemliche Kreislaufprobleme – allein stehen lies den Puls schon hochschießen. Doch im Laufe der Zeit hat sich das gebessert und nachmittags war es weitestgehen gut (so im Alltag kein Ding, Sport ging aber nicht und alles was ich trank/aß führte zu sehr sehr viel Bauch- und Darmgrummeln und scheuchte mich ins Bad – ist ja immer so ein Zeichen von „Körper überfordert – Ruhe jetzt!“ – aber das kann ich ja heute und morgen dann auch mal machen).

Immerhin weiß ich jetzt, dass es gestern nicht nur die sommerliche Temperatur war, sondern schlicht ein „zuviel“. Da muss ich wirklich noch genauer schauen, wie ich das früher mitbekomme – denn beim Radfahren passiert es mir sehr oft, dass ich halt nur das „jetzt geht gar nichts mehr“ merke.

Heute wird es nachher noch was warmes zu Essen geben (hätte grad Lust auf Linsensuppe – mal schauen ob ich das mache) und sonst nur noch gemütlich lesen im Bett. Vorher noch eine weitere Folge der aktuellen Serie – nach der aktuellen Folge.

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uff

Der Tag startete früh, aber soweit gut. Geplant hatte ich, dass ich heute etwas Rad fahren übe (in der Stadt!) und eventuell noch ein paar Kleinigkeiten bei Kaufland hole.

Allerdings war es auch so geplant, dass ich kurzfristig entscheide ob oder ob nicht.

Gleich morgens war klar, dass ich das durchaus will. Am späten Vormittag ging es los.

Ich stolperte über Wolle Rödel, die morgen hier zumachen und daher die Wolle auf 1-2 Euro reduziert hat. Der nächste Strickwinter ist also gesichert.

Dann sammelte ich das Rad ein und fuhr los. Und wieder stellte ich fest: ich fahr sehr gerne Rad! Allerdings noch nur eben, aber ich greife vor.

Nach einer Runde fahren, einer weiteren mit vielen Pokemon-Stops fuhr ich zum Kaufland und wagte mich ins Getümmel. Das war – schwierig aber soweit ok. Angsttraining halt.

Dummerweise hab ich nicht bedacht, dass die Einkäufe (ging um sehr sehr viel laktosefreie Milch aus dem Angebot) ja auch transportiert werden möchte.

Am Rad ging das ja noch – bis ich zu der doofen Umleitung kam, die ich immer wieder aufs neue vergesse. Denn das bedeutet Steigung – vermutlich für andere ein Klacks, für mich ist es heftig.

Am Abstellort angekommen ging nichts mehr – außer hinsetzen und atmen. Übelkeit, Frieren, Zittern und Schwindel, der Kreislauf halt.  In der Öffentlichkeit! Was für mich ja dann besonders schwierig ist – wenn ich da nicht mehr „funktionieren“ kann.

Da ich eh erst deutlich später wieder eingesammelt werden sollte, saß ich dann also eine gute halbe Stunde einfach nur da – unfähig den schweren Rucksack irgendwo hin zu tragen – aber immerhin war ich dann (hatte auch noch was getrunken) wieder fähig zu stehen und zu gehen.

Daheim dann wurde es wieder schlimmer – aber ich schaffte es in die Wohnung und dann war halt schicht – nichts ging mehr. Auch nicht, die Tiefkühlsachen weg zu räumen – was aber – da ich ja später als geplant abgeholt wurde – eh schon egal war. Damit steht der Speiseplan für die nächsten 2 Tage auch fest.

Es dauerte dann etwa 2 Stunden bis ich wieder ohne wanken und Schwindel sicher laufen konnte, der Puls ssich wieder normalisierte und der Blutdruck wieder bei etwa 100 ankam.

Dafür stehen die restlichen Katzensachen noch unten und ich hoffe, dass es nicht regnet bis morgen.

Danach war ich viel in einer Facebook-Gruppe unterwegs, weil ich günstig kurze Hosen und Shirts brauchte. Hosen hab ich jetzt, Shirts noch nicht. Allerdings waren die Hosen auch wichtiger, denn da hab ich aktuell nur noch eine die „tragbar“ ist.

Gleich gibt es noch was zu Essen – denn das kam heute dann wegen Übel und Co doch zu kurz – dafür schaffte ich es tatsächlich mal wieder mehr zu trinken. Also mehr heißt aktuell mehr als 500ml – denn nach wie vor ist Trinken schwierig (Trigger) und ich versuche die nötige Flüssigkeit über Nahrung zu mir zu nehmen.

Und ich freue mich heute schon sehr auf mein Bett.

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