Sonntag, 05. Februar 2012 - 15:01
Ilana
Als es Freitag zu schneien anfing – dachte ich nur “doof – wie soll ich nur mit dem Hund die Runden gehen?” – die Fallangst war wieder zentrales Thema und auch wenn ich wusste – zur Not kann ich Pebbels einfach ein paar Bälle werfen – fand ich es einfach nur blöd.
Es ist nur wenig, aber halt so, dass er überall liegt.
Freitag war eh eher voll der Tag und der Hund ja erst ab Mittag bei mir – abends in der Stadt (schneefrei) ging es dann auch gut.
Doch Samstag hier – war es schwierig – sehr.
Pebbels hatte auch nicht grad groß Lust – war wohl zu kalt – ich hatte die Spikes an den Schuhen und stiefelte halt los – die Angst war groß, aber es ging. Mit jedem Mal rausgehen, klappte es besser, ich merkte, es ist nicht rutschig – da ist zwar Schnee und alles weiß, aber es ist überhaupt nicht glatt und mit den Spikes ein rutschen gar nicht möglich.
Trotzdem reichte es zu sehen, dass alles weiß ist.
Die Sonne schien und ich versuchte mich darauf zu konzentrieren – wir gingen halt immer nur so lange es ging – und ich merkte, es wird besser.
Heute war es schon ziemlich gut – und so stellte ich irgendwann verblüfft fest: hey ich bin ja schon beim Wald und es geht mir grad gut!
Zwar war die Angst nicht weg, aber ich konnte trotzdem auch die Sonne genießen.
Mein Mp3-Player ist offensichtlich nicht kältetauglich
– und trotzdem war der Spaziergang super.
Wir liefen eine große Runde (wenn auch auf den Feldwegen, im Wald traute ich mich dann doch nicht – zumal der Boden unebener und auch auf und ab) und ich fühlte mich gut als ich wieder zu Hause war.
Es ist das ideale “Übungswetter” – zwar Schnee, aber überhaupt nicht glatt und so kalt, dass kaum jemand unterwegs war. Die Sonne schien und alles glitzerte – es war toll.
Und so waren wir eben nochmal eineinhalb Stunden unterwegs – und die letzte halbe Stunde – war auch fast angstfrei.
Ein tolles Gefühl!
Zwar war ich letztes Jahr auch einmal im Schnee unterwegs, aber da war ich auch auf den Schmerz konzentriert, den der gebrochene Zeh verursachte – und darauf, dass man mir die Panik nicht anmerkt – es war mehr ein funktionieren.
Heute hab ich das Gefühl dass ich mich ein Stück weit mit dem Schnee versöhnt habe. Früher mochte ich ihn gern, aber nach jährlich wiederholten Stürzen und kaputten Knien, blieb da nur noch Angst.
Mir ist durchaus klar, dass das nicht erledigt ist und wenn dann mehr Schnee liegt das eine ganz andere Sache ist – aber im Moment fühl ich mich einfach nur gut.
Es war richtig – es war grade die richtige Forderung, genug um an die Grenzen zu gehen, aber eben nicht drüber – es war genau das richtige um daran ein Stück zu wachsen. Dafür bin ich grad total dankbar und froh.
Sonntag, 05. Februar 2012 - 06:00
Ilana
Einen Tag ohne Uhr verbringen, sich nicht hetzen lassen, essen wann man Hunger hat, arbeiten, wann man Lust und Freude hat, zu Bett gehen, wenn man müde ist.
Nichts planen.
Nur leben.
Samstag, 04. Februar 2012 - 12:17
Ilana
Der gestrige Tag war definitiv zu viel – irgendwie ging es von neun Uhr vormittags bis abends halb 10 fast durchgängig rund.
Dafür ist mein Stepbrett jetzt zusammengeleimt und wartet nur noch auf die Matte zum draufkleben.
Von daher steht das Wochenende unter dem Motto: Ruhe!
Von A. bekam ich die DVDs der Serie “Brautschule” und ich find das lustig. Wie A. schon ankündigte, war der Anfang “holprig” – aber jetzt gefällt es.
Ansonsten ist es kalt aber sonnig, es liegt nur wenig Schnee, so dass ich mit den Schuhspikes wirklich gut klar komme draußen – die Spaziergänge mit Hund machen damit auch viel Spass. Pebbels findet es zwar zu kalt – aber nur bis sie andere Hunde sieht mit denen sie spielen kann und mag – dann geht es rund und nichts mehr zu kalt. Vaseline an den Pfoten hilft auch.
Die Bonsai-Tiger und Hund haben sich auch wieder aneinandergewöhnt – dauert ja immer ein paar Stunden bis die Bewegungen des anderen nicht mehr erschrecken
.
Schneien wird es wohl auch nicht – dazu ist es zu kalt – von daher – ich freu mich auf dieses Wochenende.
Samstag, 04. Februar 2012 - 06:00
Ilana
Schließe die Augen und stelle dir vor, dass du zu einem Stern reist, auf dem alles genauso ist, wie du es dir wünscht.
Freitag, 03. Februar 2012 - 06:00
Ilana
Schenke dir eine Pause.
5 Minuten – in denen du nicht an das denkst was noch getan werden muss, sondern nur an das hier und jetzt.
Konzentriere ich auf das was du hörst, was du siehst, was du riechst, was du fühlst und sei einfach.
Donnerstag, 02. Februar 2012 - 16:52
Ilana
Glück muss man haben.
Ich überlege ja schon eine Weile so ein Stepbrett zu besorgen – aber – bei den kleinen hab ich Angst daneben zu treten, die großen sind zu teuer und auch zu hoch dann gleich und so überlegte ich mir das Teil selber zu bauen.
Gestern bekam ich Multiplex-Platten – die liess ich mir gleich auf 90 x 40 zuschneiden und Streifen von 90×10 – die dann die Höhe bringen sollen.
Auf gut Glück hab ich bei ebay einen Fitnessmattenverkäufer angeschrieben, ob sie eine 2. oder 3. Wahl hätten, die entsprechend günstiger wäre, da ich ja nur einen Teil von 90 x 40 brauchen würde und wenn da Flecken drauf ist – ist das nicht so tragisch – sollen ja nur meine Füße in Turnschuhe drauf.
Heute bekam ich eine mail – ich könne eine Airex Coronella für 10 Euro inkl. Versand bekommen – sie sei etwas verstaubt und in der Mitte geknickt, da sie falsch versandt worden ist. Die Teile kosten sonst über 80 Euro und sind toll (kenne sie aus der Physio) – und so hab ich zugesagt – ich dachte erst zu den 10 Euro käme noch Versand hinzu, aber der ist da schon bei. Zwar in rot – aber hey – was besseres kann ich mir gar nicht vorstellen um die Oberfläche des selbst gebauten Stepbrettes sowohl rutschfest als auch etwas abfedernd zu machen.
Ehrlichgesagt hab ich überhaupt nicht mit gerechnet, dass da jemand was hat oder es so viel günstiger würde – aber ich hatte da einfach – wieder einmal – Glück.
Jetzt muss ich die Holzteile nur noch zusammenleimen und mich für eine Größe entscheiden (ich dachte ich fang mal mit 6 cm an) – wegen Knie ist ja sowieso 10 maximal und mit dem Physiotherapeuten abgesprochen lieber mit 5 – 6 cm anzufangen und zu schauen wie das geht.
Eilt nicht so sehr, da ich gestern leider gestolpert bin und mir das Band im Knie gezerrt hab – nur leicht – so hoff ich, dass es in einer Woche wieder vollkommen ok ist – im Großen und Ganzen kann ich schon wieder ganz gut laufen. Gestern war es schlimm und auch sehr dick, heute ist es auch nur noch wenig geschwollen.
******
Ansonsten so:
Ich hab meinen Gehörschutz bekommen und find ihn toll – auch wenn ich noch nicht so ganz sicher bin ob er nicht nachgearbeitet werden muss.
Hab gleich noch einen Hörtest gemacht – inkl. Knochenschall und Empfindlichkeitstest – den wollte ich letzte Woche nicht machen weil eh grad so überempfindlich gewesen, das hat sich seit dem Wochenende aber wieder auf ein Normalmaß reduziert, so dass es eine recht günstige Gelegenheit war, das mal im “Normalmaß” zu testen (bisher meist in einer eher empfindlicheren Phase).
Tja – drüber lieg ich trotzdem, was aber nicht verwundert – auffallend war, dass ich über Knochenschall hohe Töne höre, die andere nicht hören – also weit über der Norm, was auch erklären würde, warum ich bei denen dann deutlich empfindlicher reagiere – ich hör die früher und auch lauter als andere.
War auch bei dem normalen hören so, aber beim Knochenschall extrem auffallend und über der Norm.
Im Vergleich zur Empfindlichkeitskurve mit exakt den selben Steigungen und Kurven – was auch das erklärt und eindeutig macht.
Im Prinzip war das heut eher aus Jux – aber ehrlichgesagt hat der mir das sehr viel besser und verständlicher erklärt als der Arzt.
Außerdem hab ich beim Türken Riesenoblatten bekommen – 37×27 cm groß – als Kind liebte ich ja die Buttercreme-Torte – also dies Oblatten und darin eine Butter-Sahne-Schoko-Creme – das ganze in den Kühlschrank und ich könnte mich reinlegen.
Die werde ich am WE machen, da ist ja Pebbels da und ich eh viel unterwegs und eine Bekannte hat Geburtstag, da werde ich dann damit auflaufen.
Eine Matratze bekam ich gestern auch geschenkt (ebay-Kleinanzeigen) – somit bin ich diese Woche echt super gut und vor allem sehr günstig weggekommen.
So jetzt noch Fleisch und Brot einfrieren und dann ein Salat und den Tag ausklingen lassen.
Donnerstag, 02. Februar 2012 - 10:55
Ilana
Mehr oder weniger blockiert.
Verschiedene Ansätze – am besten ging noch die Aufstellung – bis zu dem Punkt mit den Widersachern – dann war vorbei.
Donnerstag, 02. Februar 2012 - 06:00
Ilana
Einmal am Tag den Blick auf das richten, was einem selbst wichtig ist:
Sich Zeit nehmen fürs Frühstück, für ein Gespräch mit Kollegen oder Nachbarn, draußen stehenzubleiben und einfach tief durchzuatmen, ein Musikstück ganz bewusst hören usw usf.
Mittwoch, 01. Februar 2012 - 13:30
Ilana
Ich hatte grade Lust auf das Quittengelee, das ich Mo auch mitgebracht hatte – einfach nur lecker.
Dummerweise ist mein Brot hart – und so kamen Erinnerungen.
Gute – ja ich hab durchaus auch gute Erinnerungen an die Kindheit.
Und doch ist es so, dass es auch hier so ist, dass wir von anderen blöd angeguckt werden wenn wir das erzählen – ähnlich wie mit dem Zuckerbrot (oder Senf- oder Ketchup-), das wir durchaus auch als Abendessen bekamen – und wir mochten das – fanden das nicht schlimm.
Aber irgendwie ist das doch nicht üblich und ich wei z.Bsp dass meine Schwägerin damals total entsetzt war – nicht wegen des Zuckerbrotes (also Brot mit Magarine und Zucker drauf), das kannte sie auch – aber nicht als Mahlzeit – eher mal zwischendurch – als Extra.
Wie auch immer – ich schweife ab.
Wenn wir tagsüber Hunger hatten, gab es nichts extra – zwar gab es durchaus mal eine Jause, aber dann für alle – einfach so, weil jemand grad was möchte – gab es nur Scherzl.
Brot wurde bei uns nicht alt – dazu waren wir zuviele – aber die Endstücke mochte wohl niemand – keine Ahnung – gab es halt nie. Die wurden gesammelt – in einem Korb – ebenso wie Brot dass getrocknet war – wenn sowas mal vorkam.
Und wenn also jemand Hunger hatte und was wollte – hieß es, man könne sich ein Scherzl holen (Scherzl sagt man in Österreich zu den Brotenden allgemein) – was wir auch taten.
Alle auch durchaus gerne – so als Kinder. Da knabberten wir dann an den steinharten Scherzl und waren zufrieden.
Ich erinner mich an Tageskinder (gerne aus Ärztefamilien), die total gierig auf dieses trockene Brot waren und sich drum stritten.
Klar hätten wir alle auch zu einem Stück Kuchen nicht nein gesagt, aber so ein Scherzl hatte was.
Heute trau ich mich das kaum zu erzählen, weil es dann heißt: Oh Gott, ihr armen Kinder, wenigstens ein Brot hätte man euch doch schmieren können – gefolgt von mitleidigen Blicken.
Aber ich fand das nicht schlimm – es war so – ich kannte es nicht anders – und oft genug haben wir das nicht aus Hunger geholt, sondern weil wir grad Lust auf ein Scherzel hatten.
Eben sitz ich hier und knabber an hartem Brot – mit Butter und Quittengelee – und muss grinsen – weil ich mir vorstelle wei da jemand ganz mitleidig guckt, weil ich mich mit hartem Brot begnügen muss. Ja ich würde vermutlich frisches essen wenn welches da wäre (Großeinkauf ist heut Nachmittag geplant und hart ist es nur, weil ich gestern vergessen hatte den Römertopf zu schließen) – aber irgendwie bin ich auch grad froh um das harte – weil es mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert, weil es mich dran erinnert, dass ich auch gute Erinnerungen an die Kindheit habe – grade jetzt, wo die negativen grad so einnehmend sind und so schwer auszuhalten.
Klar wurde das damals gemacht, weil wir kaum Geld hatten – ebenso wie das Zucker-, Senf- oder Ketchupbrot gab es das, weil für Alternativen nix da war. Es gab Äpfel – doch da die meist kistenweise im Herbst gekauft wurden (oft auch selbst gepflückt) und dann auf dem Balkon gelagert wurden, waren die bald mehlig – und damit kann man mich jagen.
Bananen gab es für die Kleinkinder – zum zerdrücken und füttern – und sonst – war Obst zu teuer – wir bekamen einen Apfel oder eben das Scherzl (was fast alle vorzogen gg).
Wenn ich so überlege – ich mag viele der “Arme-Leut-Essen” auch heute noch und mach sie mir auch:
- Polenta – mit Zucker drüber und Buttermilch dazu (oder drüber)
- Zuckerbrot (wobei ehrlichgesagt das ess ich nicht mehr, wegen der Zähne)
- Senfbrot (also Brot mit Butter und Senf – früher wars Margarine – und ja die mag ich nicht mehr)
- Ketchupbrot (und heute gerne auch mal mit der BBQ-Honey-Grillsosse – yammi)
- geröstete Haferflocken (Haferflocken in einer Pfanne anrösten – ohne Fett, wenn man will, kann man einen Klecks Butter nehmen – und dann Zucker dazu am Ende – noch in der Pfanne – gut rühren und dann in eine Schüssel – und dazu ein Glas Milch)
was ich auch sehr mochte war das Tiroler Mus – allerdings hab ich es bisher nie selbst gemacht – wurde dann doch eher ein Griesbrei
Oder was super lecker war – Tiroler Gröstel – auch hier in Ermangelung der Rindfleischreste – nicht selbst gemacht leider.
Klar war das nicht immer so toll – ich weiß, dass mein Bruder oft hungrig war – dass er zwar sein Lehrgeld abgeben musste, aber dann abends vor dem leeren Kühlschrank stand und nichts fand, was er grad essen wollte.
Aber für mich – ich fand diese Abendessen nicht schlimm – egal ob ich es nicht anders kannte oder so – und klar erinner ich mich auch an Abende, wo ich gern was anderes gehabt hätte – doch im Großen und Ganzen mochte ich das – und war zufrieden.
So und jetzt ess ich weiter mein hartes Brot mit Butter und Quittengelee.
Mittwoch, 01. Februar 2012 - 06:00
Ilana
Im Februar möchte ich eine etwas andere Art des Tagesimpulses bringen.
Statt eines Sprichwortes oder Zitates soll es eine kleine “Tagesaufgabe” sein – ein Impuls etwas für sich zu tun, Stress abzubauen, Innezuhalten, die Welt – vielleicht neu – zu entdecken.
Die meisten der Ideen sind aus “Gönn dir einen Stern – Himmlisches im Alltag finden” vom Herder-Verlag
Und heute starten wir mit:
Bastle einen Papierflieger und lass ihn ganz langsam durch den Raum gleiten.