dies und das

Schon seit Jahren wollte ich neue Krippenfiguren. Leider auch ganz bestimmte – und die sind teuer. Also sollte jedes Jahr eine Figur dazukommen.

Aber auch eine Figur ist sehr teuer und somit verschob sich das immer.

Ich hab Krippenfiguren, da fehlte aber der Hirte und auch sonst sind die schon mehrfach repariert.

Vor zwei Jahren schenkte mir MissMutig dann eine Figur bei unserem Lieblingsschnitzer – was relativ schnell auf „was zur Figur dazu“ runterreguliert wurde von mir, denn auch da sind Figuren teuer.

Trotzdem entschied ich mich dafür, mir einen Hirten zu kaufen, der zu meinen anderen Figuren passt. Und so haben wir den dann schon vor Monaten mal ausgesucht und abgeholt. Er ist zwar minimal größer, aber hey, auch damals gab es große und kleine Menschen und so passt das schon.

Jetzt ist es so, dass ich für diese Figuren keinen Stall hab. Ich hatte mir damals in der Tischlerei ja einen gebaut, aber entsprechend für die „neuen“ Figuren, die auch deutlich größer gewesen wären (weil es in kleiner nicht gab).

Also suchte ich nach passenden Krippenställen und merkte auch da – wird schwierig mit gefallen und bezahlbar.

Tja – in einer Hauruck-Aktion baute ich dann den Stall aus der Tischlerei wieder auseinander – bedeutet auch brechen, denn natürlich war gut geleimt. Der Gedanke war, dass ich da ja einfach unten ein paar Zentimeter abschneiden könnte und dann wieder aufbauen – oder so.

Im Medikamenten- und Dissoziationswahn ist sowas natürlich dann auch immer sehr unkoordiniert.

Also sägte ich weit über meine Schmerzgrenzen hinaus, schliff dann alles wieder einigermaßen grade und leimte alles wieder zusammen. Mehr oder weniger. Jetzt ist die Grundplatte etwas zu groß – aber das ist ja nun das kleinste Problem.

Den angeknabberten (Bonsai-Tiger und Holz – seufz) Zaun und Stern hab ich dann gleich mal neu gemacht – bzw beim Zaum reichte es, das angeknabberte abzusägen, dann passte er auch wieder größentechnisch. Der Stern war ungut – also entschloss ich, einen neuen zu machen.

Auch bei dünnem Holz ist da ein Cuttermesser nur bedingt hilfreich – aber irgendwann war er ausgeschnitten und nach viel schleifen gefällt er jetzt sogar.

Das Ganze hätte wohl ein bisschen höher noch sein können, aber ok.

Im Endeffekt fehlt jetzt nur eine Stichsäge um die Grundplatte etwas zu verkleinern. (Nachtrag: habjetzt für morgen eine bekommen und werde damit dann die Grundplatte verkleinern und neu schleifen)

*****

Dann wartete ich heute ja sehr ungeduldig auf mein Handy. Im Endeffekt kam es nach vier und ich war froh, denn ich hatte was auf dem Herd vergessen und konnte das somit noch retten als es klingelte.

Dummerweise wurde das Handy zurückgesetzt und die letzte Aktualisierung der Termine ist wohl schief gelaufen – die aktuellen sind nämlich weg.

Leider hab ich sie auch wirklich nicht auf dem Schirm und muss jetzt erstmal schauen wie ich das regel bzw in welchen Praxen ist überall anrufen muss um nachzufragen. Wo doch Anrufe mir eh so leicht fallen. Nicht.

Mich ärgert das vor allem auch deshalb, weil das allein meine Schuld ist. Zum einen hab ich schlicht vergessen zu synchronisieren vorm wegschicken (mir fehlen auch viele Telefonnummern leider) und zum anderen hab ich erst vor wenigen Wochen umgestellt – bisher hatte ich immer die Termine auch nochmal irgendwo auf einem Zettel.

*****

Aber immerhin: ich hab mein Handy wieder! Und somit morgen am Feiertag sicher auch genug Ablenkung mit Einrichten und so, heute nämlich nur das nötigste.

*****

Heute noch ein Termin und dann hoffentlich mal etwas eher ins Bett – die letzten Tage war es für mich schon arg spät (weil einfach kein zur Ruhe kommen möglich).

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7

Wow schon 7 Jahre würdest du heute werden, wie die Zeit vergeht.

Wie jedes Jahr versuche ich dich in Gedanken einfach mitzunehmen – egal wohin ich gehe. Für mich sind das immer sehr besondere Tage, für die ich sehr dankbar bin.

Happy Birthday, liebe Alina!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Dissoziation

Bin ein bisschen aus Raum und Zeit gefallen. Dauerdissoziiert, in unterschiedlichen Intensitäten.

Dabei entstehen immer wieder auch interessante Erkenntnisse.

Im Prinzip halt wie in einer Blase, die Sinneseindrücke verzerrt, teilweise leiser oder unscharf – wie durch einen Nebel. Gleichzeitig ein von außen zuschauen – also ich seh mich von oben da unten sitzen und machen, tun und sagen. Das war gestern während eines Telefonates interessant – mich da erzählen hören und irgendwie überrascht sein über das, was ich da so sage.

Gleichzeitig ist es aber auch so, dass mir viel Zeit fehlt – nicht wie sonst gewohnt mit einem plötzlichen wieder zu mir kommen oder „aufwachen“ – sondern eher schleichend.  Wenn es darum geht, was ich gemacht hab oder gegessen oder so – dass dann einfach viel Zeit auch weg ist, an die ich mich schlicht gar nicht erinner.

Wie heute zum Beispiel an den Einkauf mit dem Betreuer.  Dass wir da waren sehe ich an den Lebensmitteln, aber es gibt keine Erinnerung daran.

Das passiert aber auch so am Tag – dass eben einfach Zeit fehlt. Die Übergänge sind nicht klar, sondern fließend.

Das scheint eher in Wellen zu laufen. Mal etwas mehr da, mal wieder weiter weg. Ganz da gibt es aber grad nicht.

Mir waren so massiv dissoziative Zustände schon meist bewusst, aber da ging es dann halt auch mehr darum wieder ins hier und jetzt zu kommen und weniger darum die einfach mal etwas zu „beobachten“.

Aktuell geht es ganz klar nicht darum diese zu beenden, sondern sie aufrecht zu erhalten.

Es ist ungewohnt – da ich manchmal erst an den teils automatisiert einsetzenden Skills merke, dass ich gegensteuer – und das dann sehr bewusst wieder stoppe – das ist wirklich neu. Aber im Moment ist Dissoziation ein Schutzmechnanismus, den ich auch nutzen möchte, der aktuell einfach nötig ist.

Ehrlichgesagt bin ich gespannt wie viel ich dann noch von all dem weiß, wenn ich wirklich wieder „da“ bin.

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ich wünschte …

Ich wünschte, ich könnte solche Termine wie beim Gericht, einfach wahrnehmen.

Ich wünschte, ich könnte den zuständigen Menschen gegenüber treten und einfach für mich eintreten.

Ich wünschte, ich bräuchte das alles gar nicht – weil ich es auch ohne deren Hilfe hinbekomme.

Ich wünschte, ich könnte anderen gegenüber einfach – sprechen.

Ich wünschte, Gruppen würden einfach nur bedeuten mit anderen Menschen gute Zeit zu verbringen.

Ich wünschte, ich könnte mein Leben eigenständig gestalten.

Ich wünschte, ich könnte einfach in den Laden gehen und einen Liter Milch kaufen, wenn mir danach ist.

Ich wünschte, ich könnte einfach vor die Tür gehen, auch ohne Begleitung.

Ich wünschte, ich könnte in den Bus steigen und zu Terminen oder dem Schwimmen fahren.

Oder einfach so zu einem Stadtbummel.

Ich wünschte, ich wäre so stabil und fit, dass ich einer geregelten Arbeit nachgehen könnte.

Ich wünschte, ich könnte meine Zeit einfach so gestalten, wie ich möchte – und nicht so, wie ich es eben mit Begleitung und Fahrten organisiert bekomme.

Ich wünschte, ich hätte eine Familie, Kinder – und könnten ihnen ein gutes Leben und Liebe bieten.

Ich wünschte, ich würde hier im Haushalt alles hinbekommen.

Ich wünschte, ich könnte den Bonsai-Tigern mehr gerecht werden – sie mehr beschäftigen.

Ich wünschte, ich könnte einfach das kochen oder zubereiten, was gesund und lecker ist, weil genug Kraft dafür da ist.

Ich wünschte, dass einkaufen einfach so ginge.

Ich wünschte,  dass nicht so viel Zeit für Alptträume, Flashbacks und Kämpfe gegen Täterintrojekte drauf ginge.

Und ich wünschte, die Kraft, die dafür draufgeht, stünde mir für anderes zur Verfügung.

Ich wünschte, ich wäre frei von all den inneren und äußeren Geistern und Dämonen.

Ich wünschte, ich könnte ganz im heute leben, ohne die Fesseln der Kindheit, die mich bis heute gefangen halten.

Ich wünschte, ich bräuchte keine (oder wenigstens nicht so viele) Medikamente um das Leben auszuhalten.

Ich wünschte, ich könnte einfach weinen. Oder Gefühle zulassen.

Oder Gefühle spüren.

Ich wünschte, „irgendwie überleben“ wäre nicht so vertraut.

Und der Kampf darum nicht so sehr Alltag.

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ein knapper Monat

Mittwochs ist mein voller Tag – da sind mehrere Termine, die – um es fahrt- und begleitungstechnisch organisiert zu kriegen – eben auch mit Pausen außer Haus ablaufen.

Entsprechend alle bin ich dann, wenn ich nach Hause komme.

Gestern hab ich noch in den Briefkasten geschaut und ab da war es dann schwierig (um das mal Milde auszudrücken). Denn darin war ein Brief vom Sozialgericht.

Allein ihn zu sehen hat schon gereicht, dass ich es nur noch mit viel Mühe  in die Wohnung schaffte. Dort dann erstmal zusammengeklappt. Irgendwann war ich so weit, den Brief zu öffnen (nachdem ich schon mit dem Betreuer telefoniert hab) – es ist eine Vorladung.

Und ich drehte durch. Um wenigstens das Nötigste hinzukriegen (Ersatzthera und gesetzlichen Betreuer informieren) hab ich erstmal sämtliche Notfallmittel inhaliert. Danach ging es nur noch darum irgendwie den restlichen Tag und die Nacht zu überstehen.

Da so abgeschossen ein Betreuungstermin keinen Sinn gemacht hätte, hab ich dem ambulanten Betreuer abgesagt – vor allem, weil mir klar war, dass ich ihm die Tür nicht aufmachen könnte – es ging einfach nichts mehr.

Der Anwalt wusste schon bescheid und war auch schon dran. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass ich da wirklich hin muss, zumal ja in allen schon eingereichten Artzbriefen drin steht, dass das nicht geht.

Trotzdem bleibt die Angst.

Dazu kommt der ganze Rattenschwanz, der da mitkommt: es gibt einen Termin, in dem – sehr wahrscheinlich – eine Entscheidung fallen wird. Ich hab aktuell ja schon arg mit zu kämpfen, dass das grade auch beim MDK liegt und natürlich ist es gut, wenn endlich mal eine Entscheidung vom Gericht fällt – aber sollte ein ablehnendes Urteil kommen – bekomme ich nicht erst zum 1.1. ein Problem, sondern entsprechend schon früher.

Dazu kommt, dass durch die MDK-Sache, da grad eh alles hochkocht und ich sehr schlecht mit umgehen kann – das hat sich deutlich verschärft.

Schon seit es um den MDK geht, merke ich, dass ich altes und aktuelles schwer getrennt kriege. Die Angst ist sehr ähnlich:  irgendjemand wird etwas entscheiden, was mein Leben drastisch verändern wird. Es wird dadurch fremdbestimmt.

Auch wenn es früher um was anderes ging, ist es dennoch etwas, was darüber entscheiden wird, wie es in Zukunft weiter gehen wird.

Es gibt einen Grund, warum wir das beantragt haben – wir haben alle anderen Optionen ausgeschöpft.

Ich bekomme es nicht getrennt. Diese existenzielle (Todes-)Angst von damals und die ebenfalls existenzielle Angst vor der Entscheidung heute – für mich ist es eins und oft weiß ich nicht, wo ich bin – im damals oder im heute.

Dazu die Gerichtssache – es gab in meiner späten Jugendzeit eine traumatische Situation mit einem Gericht. Ich rutsche ständig in Flashbacks und Co – und nein – ich bekomme es leider nicht getrennt. Denn es ist für mich auch heute eben wieder – existenziell.

Das ist kaum aushaltbar. Mit etwas Glück bin ich weit weg, dauerdissoziiert und schaffe es mich irgendwie abzulenken. Wir versuchen das (so paradox das auch klingt) auch medikamentös zu unterstützen.

Natürlich stand auch im Raum stationär zu gehen. Aber zum einen ist es nicht möglich da einen Monat zu bleiben (also von der Klinik her) und zum anderen bin ich alles andere als stabil genug für einen stationären Akutaufenthalt (inkl. damit verbundener Mehrbettzimmer, Gruppenaktivitäten und „möglichst schnell raus“-Mentalität der Akutstationen).

Eventuell werde ich kurz vor/zum Gerichtstermin stationär gehen. Doch das werden wir – diese Entscheidung kann ich nicht alleine treffen – dann entscheiden, wenn es so weit ist.

Im Moment haben wir die Medis massiv nach oben gefahren und das eine oder andere Bedarfsmedikament als Festmedikation eingesetzt. Damit hoffen wir, die Zeit einigermaßen hin zu bekommen.

Der Anwalt ist dran, dass meine Vorladung gegenstandslos wird – er ist sich auch sehr sicher, dass das durch geht, ehrlichgesagt meinte er, dass da wohl jemand nicht einen Blick in die Akte geworfen haben kann, denn das wurde ja schon mehrfach klar gemacht, dass sowas für mich nicht geht.

Diese Angst – also dass ich da hin muss – ist tatsächlich seit gestern deutlich weniger geworden – einfach aufgrund der Tatsache, dass es für mich gar nicht umsetzbar ist. Es geht also nicht darum wie ich das schaffen soll da teilzunehmen, weil es schon im Vorfeld scheitert. Das ist auch mit Begleitung völlig undenkbar.

Aber der Rest bleibt. Inklusive halt auch, dass damit die Fahrtkosten nicht bis Ende Dezember, sondern eben auch nur bis zum Gerichtstermin gesichert sind – also noch einen knappen Monat.

Aktuell bin ich dank Medis irgendwie wie in Watte gepackt. Alles weit weg, ein mir von außen zuschauen, der Versuch alles auf Sparflamme runter zu fahren – keine stressigen Termine, schauen dass die Daueranspannung (die im Körper immer noch da ist) runterfährt und der Körper nicht mehr so massiv reagieren muss.

Nachher gibt es noch ein Telefonat mit meinem Arzt, in dem es nochmal um die Medikation gehen wird. Eher ein schauen ob die erstmal so bleiben soll oder was angepasst werden muss.  Schon gestern war klar, dass das Abhängigkeitspotential des einen oder anderen Medikamentes für den kommenden Monat wohl eher das kleinere Problem ist. Erstmal geht es nicht mal um diesen Monat, sondern einfach nur Tag für Tag. Kleine Schritte. Irgendwie überleben.

Ich bin froh, dass ich da ein Hilfsnetzwerk habe, Leute, auch fachliche!, bei denen ich mich melden kann, dass ich einen Arzt habe, der dann auch mit den Medis nicht geizt und das auch pragmatisch sieht, Therapeuten, die das durchaus auch unterstützen und Leute, die sich da jetzt auch mit dem Gericht auseinander setzen und für mich einsetzen.

Ohne würde ich das grad alles nicht überstehen, ich bin schon genug damit beschäftigt, mich von Blödsinn abzuhalten (und damit mein ich nicht mal Suizidalität in erster Linie, sondern destruktive Verhaltensweisen, wie selbstverletzendes Verhalten usw). Dank der Hilfe und Unterstützung kann ich mich aber eben auch darauf konzentrieren – und es hoffentlich auch weiterhin hinbekommen.

 

 

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Thera heute

Es ist nach wie vor schwierig, da ich weit weg von mir funktioniere,  was natürlich ein wirkliches Arbeiten in der Thera unmöglich macht.

ES fing schon damit an, dass mir die Frage des Theras, was ich im Alltag so mache, weil ich mich ja ablenke und aktiv versuche Termine zu setzen, nicht beantworten konnte.

Ich verlor mich in: meint er jetzt die letzte Woche und soll ich gestenr anfangen oder letzten Dienstag? Lass ich den Freitag aus?  Was hab ich überhaupt gemacht (und weil nicht die Frage war wann – überfluteten mich die Aktivitäten und übrig blieb Erstarren und irgendwann Blackout.

Natürlich mischten dann Täterintrojekte und Widersacher mit: stell dich nicht so an, ist doch eine einfache Frage, antworte einfach, was soll das jetzt usw usf.

Ich hatte ziemliche Probleme im hier und jetzt zu bleiben, mein Blick verschwamm ständig und phasenweise gelang es mir auch nicht wieder scharf zu sehen. Immer ein Zeichen von Dissoziation.

Es war – anstrengend – sehr. So sehr, dass ich mich mittags dann doch nochmal hinlegen musste.

Nächste Woche fällt aus wegen Feiertag/Urlaub.

 

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montags-dies-und-das

Buchbinderei hab ich mich heute weiter mit Nadelköcher beschäftigt und einen Prototyp fertig gemacht (das sind diese Röhrchen für Stricknadeln für unterwegs).  Der Schlitz muss noch etwas breiter und die Innenverkleidung in einem gemacht werden, aber sonst ist der schon ok so.

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Daheim war es heute etwas schwieriger, was aber vor allem daran lag, dass ich einfach unglaublich müde bin. Gleichzeitig war klar, hinlegen beschert mir nur eine noch gruseligere Nacht.

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Also bisschen Bonsai-Tiger bekuscheln, stricken und nebenher hab ich Birnenkuchen mit Lavendel geschaut.

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Mit Betreuer dann Wohnung gemacht. Vor allem die Ablagefläche im Flur ist in letzter Zeit arg überfüllt gewesen, da auch vier größere Teile grade dort stehen (drei Zitronenbäumchen, die ich in Pflege hab und meine Fritteuse, die auf das Filtern des Öls wartet). Da sich natürlich auch sonst immer einiges dort ansammelt, stand da heute mal gründliches Ausmisten an.

Ansonsten Termine für nächste Woche abgesprochen (Di Wohnung, Mi Wäsche und Sa Großeinkauf)

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Heute Abend gibt es nur ein Süppchen (Frittaten!), noch etwas lesen (im Moment den dritten Teil vom Magisterium) und eine hoffentlich gut wirkende Schlaftablette. Morgen dann Thera.

 

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bäh

Morgens schob ich den Marmorkuchen in den Ofen. Danach machte ich ein paar faschierte Laibchen und weil ich grad keinen Bock auf Pfanne, stehen, wenden und Co hatte, schob ich die dann einfach in den Ofen.

Danach noch Rosmarinkartoffel vorbereiten, die dann mittags in den Ofen kamen – die letzten 20 Minuten kamen die faschierten Laibchen nochmal mit rein.

Auf dem Herd in der Pfanne machte ich Bratenfond heiß, zauberte eine Sosse daraus und weil die faschierten Laibchen irgendwie komisch schmecken (nein schlecht war das Hackfleisch nicht), packte ich die nochmal mit in die Sosse und köchelte das nochmal ne Weile, während ich mich schon mit den Rosmarinkartoffeln und Sosse abfütterte.

Sosse blieb sehr viel in der Schüssel (ja, ich esse aus Melanimschüsseln, weil alles was zerbrechlich ist auch schnell zerbrochen wird bei mir – von mir oder den Bonsai-Tigern), da ich das ja gern mag, wenn die Kartoffel eher schwimmen.

Beim Abstellen dann passierte es – es kippte, die Schüssel fiel runter und tränkte erst den Kuchen von heut morgen, die Katze, die neben mir auf der Decke schlief, natürlich auch die Decke, mich, die Hängematte, das Ersatzhandy und den Laptop und den Boden mit Sosse.

Beim Aufwischen sah ich dann: auch die Tür, das E-Piano (inkl Ständer und natürlich auch der darauf liegenden Noten) und die Wand großflächig gesprenkelt waren. Offenbar ist die Schüssel wie ein Flummi nochmal hochgesprungen oder so.

Dass waren natürlich auch mein „Tisch“ (also das Brett über der Hängematte) und mein Regal (der ja eigentlich als Ablagefläche fungiert und natürlich auch noch eine offene Schublade hatte) voll Sosse.

Von der Wand bekam ich es leider auch nicht fleckenlos wieder ab, was mich wirklich ärgert.

Kurz davor bekam ich einen Anruf, der mich wütend auf den Arzt vom Dienst und etwas sorgenvoll zurück lässt. Da wünsche ich wirklich alles Gute und dass es irgendwie bis morgen klappt. Da kommt im Moment auch wirklich alles zusammen.

Aber ich bin irgendwie auch – dankbar. Das mag eigenartig klingen, aber ich freue mich über dieses Vertrauen, dieses Miteinander, dass eben nicht nur oberflächlich ist und grade weil ich weiß, dass das nicht selbstverständlich ist, sondern grade hier wirklich großes Vertrauen bedeutet – von beiden Seiten – bin ich dankbar, dass es da ist – auch von beiden Seiten.

Für mich ist das ein sehr wertvolles Geschenk und was ganz besonderes

Vor allem aber hoffe ich, dass es irgendwie klappt, dass es aushaltbar wird – es reicht ja erstmal bis morgen – da gibt es ja dann Ansprechpartner und Hilfe.

Außerdem hab ich heute den Hashtag metoo geblockt. Nicht weil ich es nicht lesen will oder so, sondern weil ich merke, dass es triggert. Solche Tweets sind ok wenn sie mal kommen – dann ist es auch für mich kein Problem, aber diese Häufung, inkl. der Diskussionen dazu – sind mir grad zu viel.

Es heißt oft früher war das alles seltener oder zumindest die Auswirkungen nicht so ausgeprägt. Aber ich glaube nicht dass es häufiger oder weniger oft vorkommt, sondern dass es heute schwieriger ist Triggern zu entkommen. Das Thema wird in den (auch sozialen) Medien immer wieder aufgegriffen, im Fernsehen  kann man kaum entkommen usw. Es ist also so, dass Trigger, die eben daran erinnern – heute Alltag sind. Das war früher anders.

Natürlich ist es gut, dass es aus der Tabu-Ecke geholt wird – das ist gar keine Frage. Es ist auch gut, dass da heute mehr Aufklärung herrscht – aber für Betroffene ist es eben auch ein – immer wieder dran erinnert werden, weil das Thema überall ist.

Verdrängen ist kaum noch möglich.

Im Alltag ist das für mich mittlerweile auch ok, aber so geballt muss ich es grad nicht haben.

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Start ins Wochenende

Nach nur knappen 5 Stunden war ich heute wirklich sehr müde.

Betreuungstermin lief dann ganz gut – aufgrund der Gitarrensache von gestern, stand als oberster Punkt an der Versuch diese zu reparieren – zumal ich wusste, dass ich da evt ein zweites Paar Hände brauchen könnte.

Die Reparatur lief dann tatsächlich recht problemlos, mit entsprechendem Werkzeug und sicher mehr Ruhe als gestern, klappte das ganz gut.

Danach ging es darum 18 (teils überreife) Sharons zu schnibbeln und in den Dörrapparat zu schichten. Der Betreuer hat außerdem meine Medis für die nächsten 4 Wochen gestellt.

Nach dem Termin bin ich mit MissMutig los zu Wiglo – das wohin war recht spontan und ich hab da heute wirklich viele Schnäppchen machen können – vor allem im Lebensmittelbereich. Damit ist dann auch alles bis Ende des Monats da.

Mit dem Ersatzhandy hab ich so meine Schwierigkeiten – weil mit Müh und Not WhatsApp geht, Pokemon Go stürzt immer ab und fürs telefonieren braucht es auch einfach viel Zeit.  Aber ich bin erreichbar und kann anrufen – das muss reichen.

Wir waren auch erst nach 16 Uhr wieder da – ich hab dann noch die Gitarre mit neuen Saiten versehen und neben her meinen USb-Stick mit neuen Serien versehen.

Ansonsten heute Abend dann nur noch eine Kleinigkeit essen (hab ja erst am Nachmittag mit MissMutig was gegessen), evt auch nur „Nachtisch“ – mal sehen – und dann im vorgewärtem Bett gemütlich lesen. Über Nacht gibt es dann mal für Hände und vor allem Nägel eine Intensivkur.

Für morgen dann wirklich nur noch Ruhe – dank Fibroschub vor allem körperlich auch alles mal etwas gemächlicher angehen lassen.

 

 

 

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Entscheidung abgenommen

Schon ne Weile ist klar, dass sich wieder was bei meinem Handy ins Display gebrannt hat – noch fällt es nur auf, wenn man genau schaut und weißer Hintergrund ist – daher schob ich es vor mir her, überlegte auch, ob ich das überhaupt machen will – also das erneut einschicken.

Seit zwei Tagen löst sich immer wieder der Clip meines Cases – also hab ich das heute abgenommen und gesehen, dass sich die hintere Abdeckung löst – also die Klebestellen – und zwar rundum und richtig – nicht nut bisschen oder stellenweise.

Also muss ich das jetzt heute einschicken. Ursache kann – wie beim Display – eigentlich nur die in letzter Zeit wieder häufig auftretende hohe Hitzentwicklung beim Akku sein.

Wie auch immer – offensichtlich war ich heute schon so jenseits aller Grenzen und weit weg, dass ich das zwar wahrnahm, mir auch Sorgen machte (ob das die Garantieleistung überhaupt abdeckt, ist ja jetzt über ein Jahr usw), aber im Endeffekt einfach nur weiter weg rutschte, das Ersatzhandy zum Laufen brachte und das andere jetzt eingetütet hab.

Heute ist ja NF und ich wollte etwas eher runter fahren um mich wegen Festnetz zu erkundigen – jetzt bringe ich halt das Handy erstmal zur Post und hoffe sehr, dass es möglichst schnell wieder bei mir eintrudelt.

Nachtrag: im Endeffekt doch ein Tag zum in die Tonne kloppen: Handy kaputt, beim Aufbau krachte der Keyboardständer wegen mangelnder Schraube samt Keyboard zu Boden – letzeres ist Gott sei Dank heile, ersteres natürlich nicht (gesagt hat mir natürlich der, der das so hingestellt hat auch nichts), dann Gitarre kaputt – Probe ging noch, ich wollte stimmen für unseren „Auftritt“ – fehlt die Buchse fürs Kabel. Mir war in der Kirche noch eine Mutter aufgefallen, dachte noch, die gehört wohl zum defekten Keyboardständer und sie zur Seite gelegt. Gehörte aber wohl zur Gitarre und wir suchten dann in der kerzenerleuchteten Kirche zu mehrt diese blöde Schraube (die fand sich übrigens dann erst deutlich später woanders wieder).

Also alles gesucht, Saiten abgemacht, Buchse versucht so mit einem Kabel zu verbinden (weil ohne Verstärkung ging es nicht), mit sehr sehr sehr sehr viel Thesa versucht Kabel zu fixieren, Saiten wieder aufgezogen, gesamtes Musikprogramm umgestellt (weil ich stimme natürlich erst wenige Min vor Autritt), noch ein Versuch – also wieder Saiten runter, dabei riss dann auch noch eine Saite – wieder alles mit (noch mehr) Thesa fixiert – mit einer Saite weniger wieder aufgespannt und dann horrormäßig gespielt (ich kann nicht mit einer fehlenden Saite, da vergreif ich mich immer – und außerdem sind so neu aufgespannte Saiten nicht wirklich stimmstabil – sie war also auch noch höllisch verstimmt).

Brauche nicht zu sagen, dass die Ersatzsaiten, die ich sonst immer mit habe – wirklich immer! – heute im Briefkasten sein sollten, aber bei Abfahrt halt leider noch nicht waren.

Statt viertel vor neun, starteten wir also um kurz vor zehn und brachen dann auch noch etwas eher ab, weil für mich das Spielen kaum noch ging (fehlende Saite, verstimmt und der Hand hat das alles leider auch nicht gut getan, bei jedem C hätte ich an die Decke springen können – von Rücken und Co ganz zu schweigen).

Mal schauen ob ich morgen mit dem Betreuer die Gitarre repariert bekomme – hoffentlich!

 

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sein

Die Tage sind aktuell voll mit Panikattacken im Wechsel mit sehr weit weg sein. Wobei es handhabbar ist. Die Nächte sind unruhig, immer wieder hochschrecken und leider nicht erholsam. So manchesmal frag ich ich mich tagsüber, ob ich heute überhaupt schon mal wirklich wach war – und viel zu oft ist die Antwort: nicht wirklich.

Tagsüber klappt es aber soweit, zwar ist die Kraft meist vor dem Tag zu Ende, aber irgendwie geht es – vor allem das weit weg sein ist da sehr hilfreich und mir aktuell der liebste Zustand.

Die Nächte sind da leider schon schwieriger – vor allem merke ich zunehmend den Mangel an erholsamen Schlaf.

Klingt jetzt irgendwie arg ungut – und es ist sicher auch nicht gut, aber es ist im Moment noch handhabbar.

Solange keine Anforderungen an mich gestellt werden, geht es wirklich ganz gut, dummerweise gibt es immer wieder Anforderungen – sei es eine Dusche, Kochen, Aufräumen oder ähnliches. Termine sind unterschiedlich – manche gut und wichtig und notwendig, andere zwar notwendig, aber auch etwas anstrengend.

Ich versuche ein Gleichgewicht zu finden, aktuell läuft das aber nicht wirklich gut – was auch daran liegt, dass ich – weit weg von mir – meine Grenzen natürlich erst merke, wenn ich schon meilenweit drüber bin. Also arbeite ich dran.

Gleichzeitig hoffe ich jeden Tag aufs Neue, dass das „weit weg sein“ heute möglichst dauerhaft da ist. Denn das ist eben am besten auszuhalten. Und es gibt Tage, da ist das auch so. Es sind diese Tage, die aktuell „gut“ sind, die auch mal einen anderen Tag aushaltbar machen.

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puh

Morgens gleich zur Buchbinderei, danach zur Physio und dann heim.

Beide Termine liefen heute wirklich gut. Zwar kam ich in der Buchbinderei mit dem Auftrag nicht weiter, weil dafür Kopien benötigt wurden, die aktuell aber wohl nicht so einfach zu beschaffen sind, aber dafür hab ich sonst einiges dafür vorbereitet und dann spontan entschieden, dass ich versuchen will diese Nadelspielhalter für aktuell Gestricktes selbst zu machen – die gekauften sind auch nur aus Karton.

Theoretisch könnte ich sie auch eckig machen, als einfach längliche Kisten, aber das Runde hat es mir angetan, also hab ich da das ein oder andere probiert und evt eine Lösung gefunden.

Physio war so dringend nötig – das fiel ja jetzt ne Weile aus und ich merke es an allen Ecken und Enden. Da ich seit ca. einer Woche auch ständig Kopfschmerzen hab (Verspannungen Nacken/Schulter/Kiefer) stand das heute auf der Liste ganz oben.

Statt Übungen gab es dann heute ausnahmsweise Heiße Rolle und Massage. Er darf das bei mir – ich kenne ihn schon über 12 Jahre und ich vertraue ihm – etwa ein bis zweimal im Jahr machen wir das dann – meist spontan. Heute hat das wirklich gut getan (trotz eines Flashbacks) und die Kopfschmerzen sind heute fast weg. Hoffe sehr das bleibt so.

Danach war Termin mit Betreuer – Wohnungstermin. Samstag dann endlich Balkon winterfest machen, Medis stellen und die Sharons in Scheiben schneiden und dörren.  Danach treffe ich dann MissMutig.

Dann hab ich mich heute mit O2 und Telekom  beschäftigt. Ich brauch einen neuen Internetanschluss Anfang Januar und muss mich da jetzt langsam drum kümmern. Das hat mich heute leider ziemlich überfordert – weniger inhaltlich, eher das Zwischenmenschliche.

Heute also nur noch irgendwas zu Essen machen (schätze mal es wieder wieder ein Süppchen), noch etwas lesen und mich mit den Bonsai-Tigern beschäftigen.

 

 

 

 

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Thera heute

Der Alltag klappt, weil ich sehr weit weg von mir bin. Dummerweise klappt das in der Therapie dann natürlich nicht – also Therapie mit weit weg sein.

Es war ein sehr aufwühlender und heftiger Termin, der aber auch zeigt, wie gut mein Thera ist – denn er schaffte es immer wieder mich so weit zu erden, dass ein Miteinander möglich war.

All die Gefühle, die das auslöst – das mit den Fahrten – sind für mich nicht aushaltbar – da ist mir jeder Flashback lieber – so blöd das auch klingt.

Aber dafür hab ich Strategien, für diese Gefühle, vor allem in dieser Intensität – hab ich keine Strategien. Die zerreissen mich, ich ertrinke darin – und kann nichts entgegensetzen.

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Wochenstart – wieder mal

Ich hab Schiss vor der Thera morgen. Und – wieder einmal – wegen was Altem. Er war letztes Mal wegen etwas etwas ärgerlich. Das war auch verständlich.

Aber sofort war ich in Altem gefangen – völlig. Sortiert bekam ich es erst nach dem Termin irgendwann. Trotzdem merke ich, dass da viel Unsicherheit ist. Unsicherheit, die mit dem Aktuellen nichts zu tun hat.

Es geht nicht um den Thera oder was letzte Woche war, sondern um irgendwas aus der Kindheit – als jemanden verärgern gefährlich war.

Und obwohl ich das weiß, auch klar als „altes“ zuordnen kann – bleibt die Unsicherheit und Angst.

Ansonsten ist jetzt die Zooplus-Lieferung bei mir, auspacken werde ich dann am Mittwoch mit dem Betreuer. Heute mussten wir doch das ein oder andere erledigen.

Heute nur noch eine Folge der Serie und dann lesen und hoffen, dass das Schlafmittel wirkt und ich etwas Schlaf bekomme.

 

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Sonntags-Ruhe

Zur Zeit bin ich körperlich  wieder angeschlagen, Laufen geht nur begrenzt, wobei das schon noch ganz ok ist. Stehen ist schwierig und immer wieder Übelkeit, die sich heute auch mal wieder erst mit dem Übergeben besserte. Für mich noch nicht eindeutig genug für zusätzliches Cortison. Ehrlichgesagt tippe ich eher auf einen Fibroschub. Und fehlende Phyiso – aber Mittwoch geht die ja wieder los.

Von daher war heute geplant wirklich nichts zu tun, den Körper zur Ruhe kommen lassen und ein „kein-muss“-Tag.

Also schälte und schnibbelte ich Gemüse in der Hängematte, während ich Der Super-Doc schaute, machte die Nägel nochmal komplett neu (weil „ich wollte doch mal diese andere Kombi probieren“ – die übrigens nicht klappt, aber ich fand eine Alternative), trennte meine Mütze im Entrelac-Stil wieder komplett auf (weil „och das wäre mit je 9 statt 8 Maschen sicher bequemer und außerdem hab ich ja eh zu große Nadeln gewählt) und startete neu.

Außerdem endlich mal die Liedauswahl und -reihenfolge fürs nächste NF festgelegt – das ist ja kommenden Freitag und die Gruppe ist grad völlig neu zusammengewürfelt. Also neue Gruppe und neue Lieder.

Es war der erste gute Tag – seit es ab Dienstag irgendwie eher unterirdisch war. Gut im Sinne von Ablenken funktioniert wieder und auch wenn es kein wirkliches zur Ruhe kommen ist, näher ich mich dem wieder an.

Gestern schrieb ich noch an den Thera, was wir Dienstag vielleicht machen können. Denn die aktuelle Situation soll dort keinesfalls thematisiert werden – dann ist eine Therapie nicht mehr möglich, weil ich so in Täterintrojekten oder Flaschbacks feststecke, dass schlicht nichts mehr geht. Aber es gibt anderes, was wir angehen können, wir wollten schon lange zwei Situationen anfangen zu bearbeiten.

Das mag unlogisch erscheinen ob der mangelnden Stabilität grade, aber für mich geht es immer noch darum der Ohnmacht und dem Ausgeliefertsein einer Entscheidung durch Gericht oder MDK/Krankenkasse etwas aktives entgegen zu setzen.

Vielleicht liegt es auch am „nichts-muss“-Tag – keine Anforderung, die es zu erfüllen gibt oder ähnliches.

Ganz egal – ich genieße dieses „gut“ sehr.

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Wochenende

Heut Vormittag war ich mit dem Betreuer unterwegs, danach hab ich mit Produkttests beschäftigt, dabei ist aktuell auch wieder ein aufwendigerer, aber auch interessanter. Den einen oder anderen Testbericht hab ich dann auch gleich geschrieben.

Nachmittags kam MissMutig kurz vorbei. Ich hatte wieder Katzenbedarf bestellt und die Lieferung (immerhin 4 schwere Kartons) ist bei ihr gelandet. Als die Bonsai-Tiger bei ihr waren, wurde ja auch an sie geliefert und da ist wohl was schief gelaufen.

Eigentlich sind nur zwei Kartons bei ihr gelandet, die anderen zwei wurden „beim Nachbarn“ – einer Poststelle etwas weiter weg – abgegeben.

Zwei sind nun also hier, die anderen beiden muss ich nächste Woche einsammeln, nachdem ich die Abholkarte bei MissMutig geholt hab.

Muss mit dem Betreuer eh einiges erledigen (hab keine gelben Säcke mehr und die kann man nur an sehr wenigen Stellen abholen), da können wir das gleich mit machen.

Ansonsten bisschen gestrickt, eine „Nadelgarage“ genäht (damit unterwegs die Maschen auch auf den Nadeln bleiben) und wie üblich die Nägel gemacht.

Alles in allem ruhig und gemütlich – was auch gut so ist.

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Das Glück Hilfen/Unterstützung zu haben

Es gibt vieles bei dem ich Hilfe brauche. Dass ich alleine in einer eigenen Wohnung leben kann, geht nur mit  dieser Unterstützung – sowohl im, als auch außerhalb der Wohnung. Im Moment ist diese gegeben – wofür ich täglich sehr dankbar bin.

Aktuell sind das: ambulanter Betreuer, gesetzlicher Betreuer, Therapeut, Ersatzthera, Buchbinderei (inkl. der Leiterin dort), mein „Hauptarzt“ und Freunde. Auch nicht zu unterschätzen ist natürlich die Medikation.

So kann ich allein nicht das Haus verlassen. Egal wohin. In Begleitung klappt es mittlerweile zuverlässig (das war früher auch anders), aber alleine hat sich das in den letzten Jahren leider sogar verschlechtert – da war früher der ein oder andere Spaziergang oder Nordic Walking möglich, das ist seit der Unsicherheit wie es weitergeht (was ja von der Entscheidung des Gerichts abhängt) leider nicht mehr möglich.

Auch öffentliche Verkehrsmittel gehen nicht – hier greift auch kein Angsttraining, da es ein traumatisches Erlebnis im Bus gab und da erstmal die Situation aufgearbeitet werden müsste. Gleichzeitig sind aber noch drei andere Baustellen, die öffentliche Verkehrsmittel betreffen, so dass das ein Langzeitprojekt ist, dass – wegen der Umstände – auch nur dann machbar ist, wenn kein Druck dabei. Bisherige Versuche in dieser Richtung machten deutlich, dass dafür deutlich mehr Stabilität gegeben sein muss und wir wohl die einzelnen Baustellen bei diesem Thema nach und nach angehen müssen.

Von daher kann ich nur irgendwo hin, wenn mich jemand begleitet/fährt. Zur Therapie (Klinik)  übernimmt das aktuell die Krankenkasse, das ist das, was ab Januar leider sehr unklar ist (die übernehmen das ja seit Jahren aus Kulanz, da es von der Entscheidung des Gerichts abhängig ist – das zieht sich ja jetzt insgesamt schon über 5 Jahre).

Einkäufe, Rezepte, Arzttermine usw – also alles was eben nicht über die Klinik geht, läuft entweder mit dem Betreuer oder mit Freunden.

NF und Co in der Regel mit Freunden oder Taxi, dass ich dann selbst zahle. Bei bestimmten kirchl. Veranstaltungen werde ich auch abgeholt und wieder zurück gebracht.

Da ich immer mit dem selben Taxiunternehmen fahre, reicht mittlerweile für unterwegs die Begleitung des Fahrers – ich kenne sie, die kennen mich und da ich auch da in der Regel immer mit den selben Fahrern fahre, klappt das mittlerweile ohne weitere Begleitung.

Auch Arzttermine oder Physio gehen mittlerweile ohne direkte Begleitung beim Termin, nur hin und zurück brauch ich da immer noch jemanden.

Einkäufe gehen nur mit dem Betreuer, zwar versuche ich immer wieder mal kleine auch ohne Begleitung, doch das ist aktuell wieder schwieriger. Dennoch – kleine Einkäufe gehen – sofern der Einkaufszettel in der Reihenfolge ist, wie die Artikel im Laden zu finden sind – zunehmend auch so, dass der Betreuer da auch draußen warten kann (das üben wir grade auch).

In der Wohnung ist die Küche für mich immer noch schwierig – diese und Bad sind Trigger, gehen nur mit massivem inneren Druck, der sich früher regelmäßig in selbstverletztendem Verhalten entlud. Heute schaffe ich es meist früher ein Stopp zu setzen – was aber auch zur Folge hat, dass es im Haushalt nicht wirklich klappt.

Zusammen mit dem Betreuer mache ich dann ein bis zweimal die Woche Wohnung – ohne diese Hilfe ist Küche und Bad bald nicht mehr nutzbar. Das haben wir aber mit Betreuung gut im Griff, nur Urlaubszeiten sind da etwas schwierig.

Wenn es mir generell nicht gut geht oder viel Instabilität da ist geht es auch weiter – da brauch ich Unterstützung bei der Planung von Einkäufen oder was ich wann essen kann, aber auch Erinnerung an Duschen, Termine usw.

Auch die Wäsche mache ich zusammen mit dem Betreuer im Waschsalon.

Die Medikamente stellt mir mein Betreuer in der Regel für 4 Wochen. Ich hatte einfach den Überblick verloren – manche Medis sind nur alle x Tage und ich vergaß/übersah auch regelmäßig mir rechtzeitig Nachschub zu besorgen, so dass die Einnahme zunehmend chaotischer wurde. Seit er sie mir stellt ist da wieder Regelmäßigkeit drin.

Er erinnert auch an Arzttermine, Medikamente (auch an die Einnahme, aber auch wenn neue Rezepte nötig, hat aber auch ein Auge mit drauf bei der Bedarfsmedikation, außerdem spricht er auch an, wenn da seiner Meinung nach mit dem Arzt geschaut werden soll wegen Anpassung der Medikation) und unterstützt mich dabei einen entsprechenden Termin auszumachen.

Alles was mit Behörden oder Ämtern zu tun hat, macht mein gesetzlicher Betreuer, ebenso wie die Gerichtssachen. Ich hab es nicht mal geschafft mich mal mit dem Anwalt zu treffen. Hier bin ich wirklich froh, dass ich da einen so zuverlässigen gesetzlichen Betreuer habe, der das für mich erledigen kann.

Desweiteren geht es natürlich in Krisenzeiten auch darum dissoziative Zustände, Flashbacks und sonstige Zustände in Griff zu kriegen. Alle meine Helfer wissen mit solchen Zuständen umzugehen, was ich dann brauche, was hilft oder auch was sie dann tun müssen/können. Das ist für alle Beteiligten ein Lernprozess – auch hier hab ich das Glück, dass alle damit umgehen können.

Das sind die wichtigsten „direkten“ Hilfen.

Ansonsten geht es hauptsächlich darum Stabilität aufzubauen. Dazu gehören regelmäßige Termine – vor allem Psychotherapie, Buchbinderei und die Termine beim Ersatzthera. Außerdem natürlich die 3 Termine mit dem ambulanten Betreuer.

In der Regel bin ich 4-5x die Woche bei Therapien/Klinik (die meisten meiner Termine sind über diese organisiert und auch dort). Bin ich stabil und geht es mir gut, ist es auch ok, wenn mal der eine oder andere Termin ausfällt. Wenn eh schon alles drunter und drüber geht, wird es aber schon schwierig, wenn was ausfällt – egal warum.

Hier geht es hauptsächlich um Regelmäßigkeit.

Vor ein paar Jahren ging es darum, welche Hilfen nötig sind, damit ein alleine leben machbar ist. Seitdem haben wir immer wieder versucht die Hilfen entsprechend anzupassen.

Stützsäulen sind da natürlich die Psychotherapie, die ambulante Betreuung und die Buchbinderei. Das sind die Dinge, deren Wegfall wirklich problematisch wird – da wäre ein alleine wohnen bleiben nicht mehr möglich.

In den letzten Monaten waren die  Säulen recht stabil – zumindest bis Ende des Jahres.

Gleichzeitig kommt aber betreutes Wohnen auch nicht in Frage – zu viele Leute, zu wenig Ruhe und Rückzugsmöglichkeiten und das Problem mit der Mobilität bliebe ja auch bestehen.

Alles in allem: ich weiß, dass ich alleine sehr vieles nicht hinbekomme, dass ich eine eigene Wohnung habe, geht nur weil ich diese Hilfen und Unterstützung habe. Das ist mir bewusst, deshalb löst der Gedanke, dass eine dieser Hilfen wegfällt, Panik aus.

Wir versuchen ja immer wieder ob es mit weniger Unterstützung geht. Das ist ein auf und ab und hängt einfach davon ab, wie stabil ich grade bin oder wie viele innere und äußere Dämonen auch grad da sind.

Gleichzeitig haben wir auch schon einiges erreicht – so reicht die Begleitung zu den Terminen, es muss niemand mehr während der Termine vor der Tür auf „Abruf“ warten.

Was die Regelmäßigkeit angeht komm ich mit mal einem ausgefallenen Termin mittlerweile gut klar – schwierig wird es nach wie vor, wenn das regelmäßig wird oder eben sich häuft. Mehrere Feiertage hintereinander sind nach wie vor problematisch.

Bei Einkäufen kommt es nur noch selten zu „Abbrüchen“ oder Erstarren oder ähnlichem. Ein Einkaufszettel in der falschen Reihenfolge löst keine unlösbaren Krisen mehr aus – auch wenn da die Begleitung dann nötig ist.

War die Wohnung quasi Dauerkatastrophe, schaffen wir es in der Regel sie mittlerweile so zu halten, dass wir auch in einem Termin sie wieder „vermietertauglich“ bekommen.

Seit dem Umzug in die neue Wohnung gab es keinen längeren Messi-Zustand mehr. Da sind mir die Bilder der alten Wohnung vor 10 Jahren noch deutlich vor Augen – mit grade mal noch einer Schneisse von Bett zur Toilette. Hier hat sich wirklich viel getan – auch wenn es nach wie vor die regelmäßige Hilfe des Betreuers  dafür braucht. Gott sei Dank!

Es kam schon lange nicht mehr vor, dass ich den Betreuer oder die Freundin nicht in die Wohnung lassen konnte – oder dass ich mit Begleitung es nicht schaffte, die Wohnung zu verlassen. So sehr das allein noch problematisch ist, klappt das mit Begleitung mittlerweile zuverlässig.

Post wird jeden Tag rein geholt und auch abgearbeitet – keine Poststapel, die sich über Wochen ansammeln. Genauso wie das Finanzielle mittlerweile alleine gut klappt. Da hat der gesetzliche Betreuer – auf meinen ausdrücklichen Wunsch – immer noch die Möglichkeit zu übernehmen, aber das klappt auch seit Jahren jetzt schon sehr zuverlässig eigenständig. Klar gibt es mal die eine oder andere vergessene Rechnung oder gemachten Mist in dissoziativem Zustand, aber nichts, was zu einem ernsthaftem Problem würde.

All das war vor noch gar nicht so langer Zeit auch nicht möglich – wir schauen also schon auch immer, wo wir meine Eigenständigkeit verbessern und erweitern können.

Das Erreichte mag für viele gering sein, für mich ist es oft ein sehr großer Schritt.

Auch klar ist, dass ich natürlich Sachen besser hinbekomme, wenn ich stabil bin und es mir gut geht. Gut im Sinne von: ich krieg den Alltag mit Hilfen soweit gut hin, dass ich nicht  beim Nötigsten priorisieren muss (z.Bsp Duschen oder was zu Essen machen).

In diesen Phasen testen wir dann in der Regel auch mehr an. Wenn eh schon alles mehr als wackelig ist und im Krisenmodus, geht es mehr um Stabilisierung und Schauen, dass ich nicht endgültig abstürze.  Da geht es dann in erster Linie darum einen stationären Aufenthalt zu vermeiden und das Nötigste für die Versorgung zu erledigen. Grade dann sind die vielen und regelmäßigen Termine besonders wichtig, die für die Stabilität das A und O sind.

Mir ist durchaus klar, dass ich Glück habe. Glück, dass es uns gelungen ist ein so gutes und funktionierendes Netz aufzubauen. Mit Helfern, die auch Hand in Hand arbeiten können – das ist alles andere als selbstverständlich.

Und ich bin da wirklich sehr dankbar für.  Ich habe dieses Netz, weil es nötig ist. Das einzusehen ist – schwer. Gleichzeitig bin ich froh drüber, weil es so halt auch geht – ich alleine wohnen bleiben kann.

Das ist auch für meine Freunde wichtig zu wissen, dass es ein Netz aus Fachleuten gibt, das trägt, mit denen es entsprechende Absprachen gibt und die mich auch engmaschig sehen – grade in schlechten Phasen.

Ich bin mir dieses Glückes immer bewusst und ich hoffe sehr, dass es nie selbstverständlich für mich wird. Es hat viele Jahre gedauert und der Weg war oft sehr steinig. Keine dieser Hilfen wurde uns einfach in den Schoß gelegt, für manche mussten wir auch kämpfen. Hier bin ich froh, dass meine Helfer da auch zusammenarbeiten und für mich kämpfen, denn allein könnte ich das gar nicht.

Mir ist auch klar, dass ich diese Hilfe nur bekomme, weil sie eben auch nötig ist. Das ist die Kehrseite, das sich eingestehen müssen, dass es eben alleine nicht geht, dass sie nötig ist. So ist jeder Antrag auch zwiegespalten – natürlich brauche ich es, deshalb beantragen wir ja, aber mit jedem genehmigten wird halt auch nochmal bestätigt, dass ich es alleine nicht kann.

Fällt etwas weg, merke ich das natürlich auch schnell, aber solange es gegeben ist, können wir uns halt auch mit dem beschäftigen was geht. Das ist natürlich angenehmer.

 

 

 

 

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uff

Heute früh erstmal Buchbinderei – was gut war, weil ich quasi allein war und auch den aktuellen Auftrag fertig bekommen habe.

Vor allem ging es mir aber um Ablenkung und in Kombination mit Hörbuch hören klappte das sogar.

Dann kurze Pause und dann Termin beim Ersatzthera – wir wollen ja alles für die Krankenkasse fertig machen. Das haben wir dann – mit deutlichem Überziehen – auch geschafft. Jetzt wird das nur ausgedruckt, was dazu gelegt wird kopiert und muss dann noch von der Oberärztin unterschrieben werden – dann kann es morgen auf die Reise gehen.

Ich hatte mich im Vorfeld ja schon abgeschossen, was klar die richtige Entscheidung war.  Nur dass ich jetzt unglaublich müde bin und wir ja heute Abend noch einen Termin bzw eine  Probe haben. Trotzdem werde ich mich jetzt erstmal nochmal hinlegen und hoffe, danach bin ich etwas fitter.

Mir ist natürlich immer klar, dass ich nur MIT all der Hilfe meinen Alltag gestaltet bekomme, dass es ohne nicht möglich wäre alleine zu wohnen. Trotzdem ist es immer schwierig, wenn es eben mehr um die Defizite geht.

Mir ist aber noch was klar geworden – die meisten kriegen die Hilfe gar nicht so mit, schätzen mich oft fitter ein als ich bin, weil halt vieles davon auch eher im Verborgenen geschieht. Nicht weil es für mich so selbstverständlich ist, sondern weil ich es nicht anders kenne – es ist mein – Alltag. Dadurch dass die Hilfe aber da ist, ist es nicht so im Vordergrund – mit klappt es ja.

Daher möchte ich in der nächsten Zeit mal einen Beitrag schreiben, in dem es darum geht, was alleine eben nicht geht, wo ich Hilfe brauche.

Ich glaube das geht nämlich wirklich oft unter – auch für mich. Es ist natürlich schöner sich mit Dingen zu beschäftigen die klappen und dem was nicht geht, gar nicht so viel Aufmerksamkeit zu schenken.

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mittwochs-dies-und-das

Den heutigen Tag wieder mit dem Junior verbracht. Von dort holte mich dann der Betreuer ab und wir fuhren über die Apothek nach Hause. Dort machen wir dann Wohnung und er stellte für ein Woche die Medikamente.

Dann schickte ich noch die Zooplus-Bestellung auf den Weg, die ich schon ne Weile vor mir herschiebe.

Ansonsten: sehr müde, Kopfschmerzen, kaputter Lieblings-Bluetooth-Kopfhörer (für unterwegs), feststellen, dass beim Ersatz plötzlich nur noch eine Seite geht und ich daher doch auf den uralten, mit Klebeband geklebten zurückgreifen muss und das mit dem Duschhocker wird wohl auch noch dauern. Zwar kam der jetzt an, ist aber dermaßen rutschig, dass jedes Aufstehen in Sturzgefahr endet – geht gar nicht. Also ging der heute zurück. Der neue ist schon ausgewählt, kann aber erst bestellt werden, wenn das Geld wieder gut geschrieben ist (sollte als Gutschein eigentlich schnell gehen und ich wartete heute auf die entsprechende mail – scheints dauert es jetzt aber doch noch etwas).

Die Grenze ist sehr nah, das „zuviel“ sehr schnell erreicht, aber Termine helfen – da greift halt doch Funktionieren.

Morgen wird ein gruseliger Tag – erst Buchbinderei (mit noch jemanden, mit dem ich Raum und Tisch morgen teilen muss, auch wenn die sehr nett ist), dann eine knappe Stunde Pause und dann Termin mit dem Ersatzthera – das Schreiben für die Krankenkasse erledigen und was sonst noch so mit eingereicht werden muss. Termin mit open end (so lange wir halt für alles brauchen), da die Frist übermorgen ist.

Vor dem Termin hab ich richtig Schiss – denn da geht „wegschieben“ und „einfach nicht dran denken“ und „geht mich nichts an“ nicht. Es geht ja genau darum und da gibt es keine Möglichkeit zu Kneifen. Immerhin ist dann aber auch alles getan, was ich da jetzt noch tun kann.

Schiss hab ich deshalb, weil es das Thema nach oben und vorne holt und ich nicht weiß wie damit umgehen. Viel Bedarfsmedikation und einfach Hoffen, dass das Funktionieren und Dissoziieren greift.

Leider ist auch völlig Abschießen nicht drin, da abends noch ein Termin (der übrigens auch noch völlig unklar und ich bin kurz davor das alles zu canceln).

Heute – noch ein Süppchen mit den restlichen Frittaten und dann nur noch Bett (das ich vergessen hab vorzuwärmen, also hoff ich dass es in der Zeit bis Bonsai-Tiger versorgt und Suppe heiß gemacht und selbst soweit bettfertig dann auch warm genug ist).

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Geschützt: Thera heute

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