dies und das

Ich schaffe es noch nicht wieder täglich zu schreiben. Dabei geht es langsam wieder besser und es gibt auch eine – wenn auch kleine – Hoffnung, was die Therapie angeht (noch Gerüchteküche).

Der Flummi brachte Würmer, Flöhe und Ohrmilben mit. Letzeres hab ich erst heute gesehen und so geht es nächste Woche zum Tierarzt – auch wenn gegen Flöhe und Würmer schon Behandlungen laufen.  Aber das wird mir dann zu – unübersichtlich und da soll dann lieber sie den Kleinen mal durchchecken. Vor allem weil ich auch nicht sicher sagen kann, ob da auch eine Ohrentzündung mit im Spiel ist oder nicht und er schon wieder eine Hechelkatze ist – aber auch bei ihm hab ich nicht das Gefühl es kommt vom Herz – wie beim Gnom auch schon.

Der wird natürlich mitbehandelt, da die zwei doch sehr engen Kontakt haben.

Nach zwei Tagen war die Zusammenführung zwischen dem Gnom und dem Flummi durch, seitdem sehe ich die beiden fast nur verknäult oder schlafend – letzerers getrennt, ersters sind permanentes toben und raufen und spielen, sobald einer der beiden die Augen offen hat.

Die Kleine Maus (meine Oma hier) fand das ganze weniger toll, zumal der Flummi ihr Knurren und Fauchen einfach ignorierte. Es dauerte noch zwei Tage bis der das wirklich ernst nahm und seitdem läuft es hier sehr entspannt. Noch bleibt die Kleine Maus etwas reserviert, aber ich denke, es wird nicht mehr lange dauern. Denn die Begrüssungen morgens sind schon direkt Nase an Nase und freundlich und der Flummi wird auch noch lernen nicht alles anzugreifen (spielerisch!) was sich bewegt. Die Kleine Maus ist da auch sehr direkt und hat mit Kitten da in der Regel keine Probleme.

Die Wurmkur nimmt er noch relativ problemlos, was aber daran liegt, dass ich ihn noch überraschen kann. Im Anschluss ist er dann erstmal sauer.

Und er liebt meine Haare – da wird dann getretelt und genuckelt und mit den arg spitzen Krallen beim Treteln gern mal das halbe Gesicht punktiert.

Auch wenn alles deutlich anders geplant war – es ist wieder so wie schon beim Gnom: er ist genau der Richtige für meine beiden und es läuft nach nur 4 Tagen Zusammenführung schon rund und er tut uns allen sichtlich gut. Vor allem für den Gnom ist er die beste Medizin – sie spielt wieder, ist wieder aktiv und neugierig und ich hab einfach meinen Gnom wieder. Ihr hat der Tod vom Wirbelwind wirklich sehr zugesetzt.

Der Name steht jetzt auch fest: Don Caos – unser Herr Chaos.

Sonst so: es gehen wieder Kleinigkeiten – mir einen Salat machen oder was kleines Kochen oder ähnliches. Körperlich geht es nicht so gut – in Krisen geht meist das Gewicht hoch und das kann ich mir einfach nicht mehr leisten. Nur noch wenige Schritte laufen, nur sehr kurz stehen usw – weil die Schmerzen sonst so massiv werden, dass nichts mehr geht. Die Luft wird natürlich auch nicht besser dadurch.

Also läuft iweder ein gewissens Bewegungsprogramm, damit sich das wieder etwas einspielt. Auch das geht langsam wieder.

Trotzdem ist es immer noch ein arg niedriges Niveau – dauerdissoziiert und halt ständig nur ablenken, nicht denken, nicht fühlen – nicht sein. Aber immerhin geht das wieder.

 

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik | Schreib einen Kommentar

dies und das

Die letzten Tage waren sehr ereignisreich. Daher war es hier dann still.

Am Dienstag zog – wie immer sehr spontan und ungeplant – ein kleiner Flummi hier ein, der uns ziemlich auf Trab hält (vor ner Stunde hat er den Elefantenfuß entdeckt und seitdem tobt und spielt er darin rum – wie ein kleines Äffchen)

Sonst so: Montag hatten wir die Garage gemacht und den Sperrmüll rausgestellt, Dienstag wurde dieser dann abgeholt und dann gabs ja schon das Vorbereiten auf den Einzug. Nachmittags waren wir dann doch etwas länger als geplant deshalb unterwegs, wobei der Flummi echt  brav war im Auto.

Mittwoch war dann Physio und ich musste zum Einkaufen. Das ist ohne Betreuer für mich schon nochmal ne andere  Hausnummer.

Der zweite Teil des Einkaufs war dann heute – inkl eines neuen Mülleimers für die Küche, der echt dringend nötig war, weil der alte mittlerweile wirklich schlimm aussieht (auch rostig).

Davor noch Termin beim Arzt – da stand ja einiges an heute zum Besprechen und ich denke wir haben nichts vergessen.

Psychisch ist es etwas besser, wobei es immer noch ziemliche Tiefs gibt und keine wirklichen Hochs – eher ein – aushaltbarer. Es ist – ok.

 

 

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik | Kommentare deaktiviert für dies und das

Flummi

Am Dienstag, den 10. November, zog hier ein kleiner Flummi ein.

Der junge Kater ist am 20. August geboren, war schon mal vermittelt, was ein ziemliches Desaster war und nicht gut ging und musste dort dann weg, zog wieder zur Ursprungsfamilie und nun eben zu mir.

Er ist ein Frechdachs, hat extrem viel Energie (also selbst für ein Katzenkind!), tobt und spielt und ignoriert gekonnt jedes Murren, Knurren oder Fauchen der Großen, lässt sich nicht die Butter vom Brot nehmen und versucht sie weiterhin regelmäßig mit Scheinangriffem zum Spielen zu animieren (was beim Gnom durchaus ab und an kurz Erfolg hat). Der Gnom lässt ihn jedenfalls nicht eine Sekunde aus den Augen.

Knuddeln findet er doof (das war wohl eins der Probleme bei der Familie, dass er eben ständig von den vier kleinen Kindern hochgenommen und zwangsbeknuddelt wurde, gar nicht zur Ruhe kam), aber da darf er entscheiden, wann und wie viel er will. Er macht auch sehr deutlich, wenn ihm was nicht passt.

Lieber rumtoben und die Bude zerlegen, eine wilde Hummel und und Energiebündel de Luxe, das uns drei Mädels hier auf Trab hält.

 

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, Leben, Psycho-Somatik | Kommentare deaktiviert für Flummi

Montag

Wie schon beim letzten Mal, die ersten zwei Tage sehr anstrengend, am dritten pennt die Trulla überwiegend und dann ist alles gut. So war es dann auch gestern wirklich gut.

Nur am Leute anbellen müssen wir noch arbeiten.

Heute dann Garage geplant – für morgen ist nämlich Sperrmüll angemeldet.

Da auch der Vermieter kommen will (ich hab nur einen Teil der Garage gemietet), werde ich die Trulla wohl vorher nochmal rausbringen und dann in der Wohnung lassen. Denn wenn sie den dauernd anbellt, krieg ich vermutlich doch noch Ärger (hier im Haus ist Hundehaltung ja verboten, Besuche darf er ja nicht verbieten, aber ich muss es ja nicht drauf anlegen).

Ich bin froh, dass endlich Sperrmüll ist. Auch wenn das ganze für mich sehr anstrengend wird.

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik | Kommentare deaktiviert für Montag

Wochenende

Seit gestern ist die Trulla hier – und ja ich gestehe – es ist diesmal etwas anstrengend. Was daran liegt, dass sie sich mittlerweile so wohl fühlt, dass sie eben auch deutlich mehr Blödsinn macht und nicht mehr nur gefallen will. Aber sicher auch, dass ich aktuell einfach nicht so die Nerven und Geduld habe.

Dazu kommt, dass ich körperlich grad alles andere als fit bin und ihr somit auch nicht den nötigen Auslauf bieten kann.

Heute z.Bsp: Gemüse mit Schnitzel gemacht, leider beim Anbraten vergessen die Schlafzimmertür zuzumachen, was zur Folge hat, dass dann – als schon alles auf dem Tisch stand – der Feuermelder los ging (wenn ich die Tür nicht zumache zieht der Rauch/Dampf dann eben leider darüber Richtung Fenster). Also dafür gesorgt, dass der wieder ausgeht und in der Zwischenzeit hat der Hund mein Essen (plus eine Salatschüssel) auf dem Boden verteilt.

Oder es werden dann doch mal Bonsai-Tiger gejagt oder versucht den Kratzturm hochzuklettern oder mich aus der Hängematte zu schmeissen oder dem Nachbarn fast einen Herzinfarkt beschert, weil der vor der Tür stand, die ich grad öffnete (ich sah ihn nicht und er uns nicht) und sie plötzlich nach vorne schoss und losbellte (wobei heute wirklich alles und jeder massiv verbellt werden musste).

Ich hab sie trotzdem lieb, genieße aber grad auch sehr die Phasen, in denen sie einfach schläft.

Ansonsten: einfach nur sehr müde.

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik | Kommentare deaktiviert für Wochenende

WMDEDGT 11/20

Es ist wieder der Fünfte des Monats und Frau Brüllen fragt wieder: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“

Um zwei Uhr das erste Mal wach, dann um halb drei und und drei und um halb vier und um vier hab ich ernsthaft überlegt aufzustehen, bin dann aber doch bis halb fünf noch liegengeblieben.

Aufgestanden, weil mir danach war, mir einen Salat zum Frühstück gemacht, bisschen ferngesehen, bisschen Internet lesen, irgendwann war es sieben und dann lohnte sich hinlegen auch nicht mehr. Achja  – und ich hab die Medis gestellt – für 6 Wochen! War mehr als nötig und es ging dann heute früh besser als sonst. Sollte ich wohl häufiger mitten in der Nacht machen.

Um acht war ich dann sauber und angezogen, hatte alle Unterlagen parat und sogar noch schnell Strickzeug eingepackt und dann wurde ich schon abgeholt.

Heute war der Termin im MVZ – Lungenfacharzt. Das Prozedere war – mühsam, aber der Durchlauf war vor Ort echt hoch – dabei ging es zu wie in einem sehr aktiven Bienenstock.

Wartenummer ziehen, Anmelden, Lungenfunktionstest, Arzt, Prick-Test, Arzt, dazwischen natürlich immer warten, aber alles in allem war ich um zehn fertig (Termin war um halb neun).

Ich habe Asthma gewonnen – yeah. Oder so. Mit Rezept bin ich dann rüber zur Apotheke (ca 600m, aber mir Päuschen und sitzen und Pokemon und viel Zeit ging das ganz gut),  Spray abgeholt und dann noch was zu Essen mitgenommen.

Mittlerweile war es 11 – bisschen blöd, aber nun denn. Es ging nach Hause, dort erstmal gegessen, mich umgezogen, Corona-Fragebogen ausgefüllt und dann ging es um 12 schon wieder los.

Diesmal zur Thera.

Das Corona-Aufnahme-Ritual dort macht mir ja arg zu schaffen, jedesmal wenn ich mich der Ambulanz näherte, geriet ich in Panik, also schrieb ich eine mail an den Thera, dass er mich doch bitte draußen einsammeln soll.

In dem Moment kam er auch schon raus, mit Fieberthermometer und holte mich rein (die mail hat er immer noch nicht gelesen – aber dass das ganze ein Problem ist, weiß er ja vom letzten Mal).

Tja – dann ging es ums Wochenende – um die wahnhaften Phasen und dass ich da ja sehr kompetent mit umgehe usw. Wir sprachen darüber, dass das ganze Abspaltungszeug ja auch für was gut sein muss und dann ging es noch um die Neurobiologie (Hydrocortison und überhaupt Hypophyse, Nebennierenrinde, Cortison usw).

An den Terminen bzw der Frequenz wird sich nichts ändern und auch wenn jetzt noch die Hälfte der  Betreuung wegfällt – ich muss halt irgendwie klar kommen. Notfalltermine gheen ja auch nicht, weil das könnte an bestimmter Stelle dann als „erzwingen wollen“ ankommen und noch mehr Schwierigkeiten bereiten. Und nein am Thera und an mir liegt es nicht.

Frustrierend. Sehr.

Aber ehrlichgesagt war mir klar, dass sie da nicht nachgeben wird (dafür laufen da viel zu viele Machtspielchen von dieser Seite) , ich kann also nur hoffen, dass diese Person möglichst bald kündigt oder sonst wie da einfach aufhört (sieht nur leider nicht danach aus).

Ich wusste es auch schon, weil sonst hätte sich der Thera letzte Woche sicher gemeldet, wenn es positive Nachrichten gegeben hätte.

Na gut. Geht es halt weiter um irgendwie überleben und schauen möglichst nicht stationär zu müssen (wobei das bei der aktuellen Situation eh keine Option ist, also bleibt es dann wieder beim „überleben irgendwie“).

Ich bin müde. Hab das Kämpfen so satt. Das Hilfsnetzwerk ist komplett weggebrochen und der verwzeifelte Kampf da was neues aufzubauen wird von einzelnen Personen (die mich übrigens nicht mal persönlich kennen) boycottiert. Dazu noch Corona und die Einschränkungen dadurch und im Endeffekt bedeutet es:

Statt Hilfsnetzwerk stehe ich bis auf meinen Homöopathen alleine da. Er ist als einziger verblieben. Kann aber natürlich auch nur begrenzt helfen  – denn nötig wäre einfach eine sinnvolle Psychotherapie, Buchbinderei, regelmäßige Termine und Struktur – achja – und funktionierende Betreuung – mit den dafür eigentlich angedachten (und nötigen) 3 Terminen die Woche.

Egal.

Mittlerweile ist es 16 Uhr, ich bin wieder zu Hause, hundemüde, habe versucht den Heizkörperthermostat anzubringen (was aber nicht klappte – grummel – muss da doch nen neuen besorgen, der alte hält einfach nicht mehr), diesen Beitrag angefangen und gleich werde ich mich auf die Suche nach einem neuen Heizkörperthermostat machen.

Mittlerweile ist es nach halb  sieben – ich schaue meine abendliche Quizsendung, hab nochmal Salat gegessen (und als Nachtisch TK-Sauerkirschen mit Sahne und Karamellsosse), Bonsai-Tiger bekuschelt (grade der Gnom trauert immer noch sehr), Heizkörperthermostat bestellt, bei zwei Absendern angefragt, wann was geschickt wird (beide Sendungen scheinen verschollen, einmal unversichert, einmal versichert), mit MissMutig geschrieben (die Trulla kommt morgen am Vormittag schon und ich freu mich sehr – sie bleibt nämlich bis Montag), mit Entsetzen Schimmel in der Wohnung gefunden (da wird morgen dann deutlich gegengearbeitet!) und halt versucht nicht einzuschlafen. Ich bin nämlich müde.

Nach der Quizsendung geht es Richtung Bett (das diesmal leider nicht vorgewärmt ist, weil ich vergessen hab das Wärmeunterbett an zu machen, auch wenn ich genau deshalb schon zweimal ins Schlafzimmer, aber dann immer irgendwo anders gelandet bin) und noch etwas lesen und dann hoffentlich auch bald gut schlafen.

 

 

 

 

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik, Therapie | Kommentare deaktiviert für WMDEDGT 11/20

Mittwoch

Der Versuch wieder zurück zum täglichen Schreiben – fällt schwer irgendwie.

Heute war ein schwieriger Tag – müde, schwerfällig, trübe – sowohl in Gedanken als auch körperlich.

Aber es war auch einer meine „wenig Luft“-Tage – und die schlagen mir häufiger aufs Gemüt. Für das braucht es glaub ich zur Zeit dann eh nicht mehr viel.

Der Gnom macht mir Sorgen – will nicht spielen, sitzt viel einfach nur teilnahmslos da und wirkt plötzlich – alt. Sie trauert, das ist mir klar. Aber wenn es den Bonsai-Tigern nicht gut geht, mach ich mir halt Sorgen.

Die Kleine Maus dafür dreht auf, versucht zum Spielen zu animieren, spielt selbst dann mit der Angel und will gar nicht verstehen, warum der Gnom das nicht macht – ist ja eigentlich dessen Job sozusagen.

Wir brauchen alle noch etwas Zeit. Wobei für den Gnom wäre ein schneller Neuzugang gut. Ein paar Wochen muss sie sich da aber noch gedulden.

Morgen ist der Lungenfacharzt-Termin, von daher hoffe ich, dass das mit der Luft morgen auch noch so ist. Mittags dann Thera, was mir im Moment ziemlich Bauchschmerzen macht (die neuen Corona-Regeln bedeuten für mich da einige zusätzliche Hürden, die mir schon seit Tagen Alpträume bereiten, mal schauen wie das wird).

Immerhin – die Nächte gehen zur Zeit eigentlich (und wehe ich verschreihe es hiermit).

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik, Therapie | Kommentare deaktiviert für Mittwoch

Corona-Regeln für ambulante Betreuung

Ich weiß grad gar nicht was zu sagen:

– nicht zusammen in einem Auto (also keine unterwegs-Termine)
– er darf die Sachen auch nicht für mich erledigen – Betreuung zählt nur zu zweit, er darf ja nur unterstützen und nicht etwas für mich machen
– der Betreuer darf nicht in die Wohnung, gar nicht.
– wenn überhaupt, darf man sich nur draußen, mit Mindestabstand und Mundschutz zu zweit aufhalten

das heißt:
– keine Fahrten zum Arzt, Apotheke, Einkauf, Tierarzt oder was auch immer
– keine Wohnungstermine (immerhin, die Garage nächste Woche dürfen wir – das zählt als im Freien)

Also alles, wofür ich die Betreuung brauche – darf grad nicht. Alternativen gibt es übrigens auch keine.

Theoretisch darf der Betreuer das selbst entscheiden, aber es darf halt niemand wissen und – und das ist das Problem: die Versicherung greift dann nicht.

Für einen Wohnungstermin die Woche haben wir eine Lösung gefunden, für den Rest leider nicht.

Die Koordinatoren versuchen noch Lösungen zu finden, sind aber mittlerweile da alles andere als optimistisch.

Im Endeffekt fällt damit die Betreuung für mich weitestgehend weg.

Kann grad gar nicht so viel fressen wie ich kotzen könnte.

 

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik | 2 Kommentare

dies und das

Sie fehlt.

*****

Die Entscheidung, dass ein weiterer Bonsai-Tiger hier einziehen wird, war schon vor einem Jahr gefallen. Das bin ich dem Gnom schuldig, die ist zu jung und braucht einfach noch einen Spiel- und Tobekameraden.

Das ist auch eine gewisse Erleichterung – dass ich das jetzt nicht entscheiden muss, dass das klar ist.

*****

Sowohl die Kleine Maus als auch der Gnom sind grad verändert. Bei der Kleinen Maus kenne ich das – sie war nie gut Freund mit den anderne, aber schon als Noa damals weg war, fand sie das doof. Das ist diesmal nicht anders. Sie braucht die anderen Bonsai-Tiger, aber halt auf Abstand. Der Gnom weiß grad gar nicht recht was los ist und beide sind grad extrem anhänglich.

*****

Der Wirbelwind war für mich immer eine ganz besondere Katze. Sie war die erste Katze oder überhaupt das erste Lebewesen, mit dem ich wirklich eine Bindung eingehen konnte. Sie hat mich da einiges gelehrt und das war für mich was ganz besonderes.

Es war leider ein sehr unschöner Abschied, sie hatte eine Aortenthrombose (die Hinterbeine sind plötzlich gelähmt und es sind höllische Schmerzen). Ich wurde von ihren Schreien wach und es war eine ungünstige Zeit, da ich weder Taxi noch Tierklinik sofort erreichte. Es dauerte eine gute halbe Stunde, bis ich endlich Taxi und Tierärztin erreicht hab – weitere 20 Min bis das Taxi endlich da war und wir mussten vor der Tierklinik noch etwas auf die Tierärztin warten).

Der Wirbelwind tat mir so leid, sie schrie vor Schmerzen und ich konnte sie nicht mal im Arm halten, weil ihr das noch mehr weh tat. Erst nach  einer Stunde konnte sie endlich erlöst werden.

Der Taxifahrer war super – denn hier in der Gegend sind die Geldautomaten alle erst ab 6 Uhr zugänglich. Er ersparte mir dann sogar den großen Umweg zur Zentrale (da kommt man auch nachts an Geld) und er holte sich das Geld dann abends bei MissMutig ab.

Zuhause wich der Gnom dem Wirbelwind nicht von der Seite, sie hat mich auch immer wieder angesprungen, damit ich aufstehe und helfe. So sehr der Gnom den Wirbelwind auch immer wieder nervte, hier war ihre Verbindung sehr deutlich spürbar.

Das Schlimme ist für mich nicht so sehr der Tod an sich – sondern das wie. Das verfolgt mich immer noch und hat am Wochenende große Probleme bereitet  (z.Bsp auch massive Flashbacks ausgelöst). Mittlerweile geht es wieder besser, bekomme ich das wieder besser getrennt.

*****

Der Wirbelwind hat mir nach ihrem Tod eine Botschaft geschickt und MissMutig und ich werden dieser auch folgen. (Ja ich weiß, dass das arg schräg klingt, ich hab das auch als wirklich arg schräg empfunden, aber es ist mir wichtig).

MissMutig und ich werden uns heute Abend einen Wurf Kätzchen anschauen, die aber erst Ende November ausziehen dürfen (was mir persönlich ganz recht ist – es ist noch etwas früh für mich).

Ich bin gespannt und kann das grad gar nicht wirklich einschätzen, ich weiß nur, es ist wichtig.

*****

Im Anschluss werden wir dann auch einkaufen fahren.

*****

Am Wochenende bekomme ich wieder die Trulla und ich freu mich drauf. Ablenkung ist grad gut und ich merke auch an den Bonsai-Tigern – ihre Anwesenheit hilft mir über diese Zeit.

*****

Ich kämpfe mich so durch, versuche mich so gut wie möglich abzulenken. Gleichzeitig bin ich ziemlich weit weg von mir.

Es wird werden.

 

 

Veröffentlicht unter Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik | Kommentare deaktiviert für dies und das

Murphy

Grade erfahren, dass die Betreuer mich nicht im Auto mitnehmen dürfen. Also kein (sehr dringendes!) Rezept beim Arzt abholen (der braucht erst die Karte) und das dann in der Apotheke einlösen, kein Großeinkauf, kein CPAP-Gerät-Schlauch umtauschen oder Treffen mit der gesetzlichen Betreuung um alles zu regeln usw usf.

Wieder mal zu Hause eingesperrt.

Einkauf hat sich MissMutig angeboten und ich bin ihr sehr dankbar – aber es bedeutet dennoch, dass das mit den regelmäßgen Terminen nicht klappt (denn dreimal Wohnung ist definitiv zu viel!) und auch sonst mal wieder alles auf den Kopf gestellt ist.

Also erstmal telefoniert und die ganzen Termine, die schon geplant waren, abgesagt.

Und das nach einem sehr sehr heftigen Wochenende mit einigen wahnhaften Zügen (die jetzt wieder im Griff sind) – scheint ich muss meine Krisenskala irgendwie neu erstellen – das bisherige 10 (maximale Krise, nicht aushaltbar) – wird bei weitem übertroffen.

 

Nachtrag: wir haben eine inoffizielle (und nicht wirklich erlaubte) Lösung für die Medis und das CPAP-Gerät gefunden, wofür ich auch unendlich dankbar bin. Aber es ändern nichts daran, dass damit die  Betreuung für mich wieder nur teilweise nutzbar ist und ich zuhause festsitze.

Veröffentlicht unter Betreuung, Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik | 2 Kommentare