Lehrgeld

Mit dem Rad bin ich übers Ohr gehauen worden und ich bin selbst schuld daran.

So sehr ich sonst drauf achte und auch rate jemanden mit zu nehmen, der sich etwas mit der Materie auskennt, so sehr hab ich diesmal nicht mal dran gedacht.

Da Privatverkauf ist es auch ein Kauf wie gesehen und damit hab ich auch keinerlei Ansprüche. Abgesehen davon krieg ich das eh nicht hin – da hin zu fahren und zu reklamieren.

Die Werkstatt macht jetzt erstmal nur das Allernötigste und erstellt für den Rest einen Kostenvoranschlag.

Aber es müssen auch die Reifen getauscht werden, da die aktuellen sehr porös sind – zumindest zwei davon müssten möglichst schnell gewechselt werden – und da hinten wenn immer beide getauscht werden sollen und der eine auch porös ist (nur nicht so schlimm wie die anderen) – kommt da noch eine Rechnung im dreistelligen Bereich dazu.

Das wird aber aktuell nicht gemacht, weil ich das schlicht nicht habe. Im Juni dann hoffentlich.

Bis dahin einfach hoffen, dass sie halten und nicht schon beim Luft aufpumpen endgültig den Geist aufgeben (darauf wurde ich in der Werkstatt auch hingewiesen, dass ich das aufpumpen da auf mein Risiko nehmen muss bei den beiden schlechten Reifen).

Aber ich hoffe, dass ich danach ein wirklich anständiges und verkehrssicheres Fahrrad habe.

Heute war dann auch der Chef da und jetzt gibt es einen Preis für die Halbjahres- und Jahreskarte im Parkhaus. Halbjahres ist heftig, Jahres ist ok, trotzdem auch eine Menge. Das muss ich mir ernsthaft überlegen. Beides (Reparatur und Jahreskarte) sind im Juni eh nicht drin. Von daher muss ich entweder wo anders parken oder mir was anderes überlegen.

Ich bin zuversichtlich, dass ich das Fahren auch im Verkehr irgendwann hinbekomme – sonst würde ich das alles nicht machen. Trotzdem hält sich Frust und Freude da grad die Waage.  Für mich ist das alles sehr sehr viel Geld und dass es noch mehr werden soll  – ist bitter.

Das nächste Mal werde ich dann wieder dran denken, jemanden mit zu nehmen, der sich auch auskennt. Denn vieles davon ist für den FAchmann offensichtlich.

So wirklich verstehe ich da mich auch nicht – vermutlich war die Aussicht auf mehr Mobilität so berauschend, dass alles andere – unterging.

Lehrgeld das wirklich weh tut, aber so ein Fehler wird mir sicher nicht wieder unterlaufen.

Nachtrag: ich ärger mich grad echt schwarz über mich, weil ich es nicht hinbekomme da dem Verkäufer Kontra zu geben. Zumal ja noch Kontakt ist, weil der Kaufbeleg noch fehlt (kommt per Post jetzt) und es vielleicht sogar Erfolg hätte.

Da läuft grad irgend eine Schiene bei mir, die ich nicht verlassen kriege. Eine ziemlich untypische für mich – und ich verstehe es auch grad nicht wirklich. Wie fremdgesteuert – lieb lächelnd, „natürlich ist alles in bester Ordnung“ usw – das kriege ich sogar mit, krieg es aber nicht geändert.

Was auch immer da grad läuft ist was altes und destruktives. Und es macht mich kirre.

Trotzdem: der Reparaturauftrag ist erteilt, das Rad geht übernächsten Montag in die Werkstatt und danach hab ich hoffentlich ein gutes und tolles Rad. Nachdem schon mit dem Einstellen von Lenker, Sitz und genug Luft in den Reifen das Fahren sehr viel einfacher ist, ist es dann jetzt für mich so auch ok.

 

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Gitarre und sonst so

Beim letzten NF löste sich ja wieder die Einheit, in die ich das Kabel stecken muss um die Gitarre verstärken zu können. Also wurde wieder mal mit viel Thesa geklebt um Abhilfe zu schaffen. Diesmal etwas ruhiger als  beim letzten Mal, weil ich ja mittlerweile den Aufbau des Teils kenne.

Dummerweise griffen aber die Schrauben nicht mehr.

Nun denn. Erstmal ein Provisorium mit Thesa und dann dachte ich, ich machs wie die Tischler: Zahnstocher/Holzspies ins Loch und dann greift die Schraube wieder.

Tja – Pustekuchen. Die Schraube drückte das Teil einfach nur in die Gitarre. Trotz Leimen.

Also D. angeschrieben, der ja selber Gitarre und Ukulele gebaut hat, das Prinzip war schon richtig so, aber halt mit noch einem kleinen Trick – eben drinnen was gegenzu leimen.

Das war dann doch etwas, wo ich Muffensausen hatte. Angst, dass ich meine geliebte Bloggergitarre irgendwie verkratze oder sonst was anstelle. Hänge halt schon sehr an ihr.

Also schob ich das Woche um Woche vor mir her. Letzte Woche sprach ich nochmal mit D., er ist ja einer der „Jungs“, die ich letzte Woche nach so lange Zeit wieder sah.

Da ja im Mai Probe ist, musste das jetzt einfach mal gemacht werden.

Heute kamen dann die restlichen Liedvorschläge und somit war ich eh schon beim nächsten NF.

Ich schnappte mir die Gitarre, bereitete alles vor und fing an.  Alles ziemlich pfriemelig, aber machbar. Jetzt trocknet erstmal der Leim und heute Nachmittag werde ich dann sehen, ob ich die Einheit wieder befestigt kriege.

Ansonsten steht heue Physio an, dannach werde ich das Rad in die Werkstatt bringen und Sitz und Lenker einstellen lassen (den Sitz krieg ich schlicht nicht so fest, dass er nicht beim Fahren sich löst und ich werde den Lenker dann grad stellen und nochmal die Reifen aufpumpen – einfach weil das dringend nötig ist, wenn ich fahren will – alles weitere kann hoffentlich der Freund von MissMutig machen – dann ist es – mit etwas Übung – nämlich evt auch möglich mit dem Rad zu ihm hin zu kommen) und werde dort dann vom Betreuer eingesammelt.

Da steht heute Wohnung an. So viel ist da gar nicht zu machen heute, von daher schaffe ich es wohl auf dem Balkon die tausenden Melissewinzlinge zu rupfen. Überleg ernsthaft die Möhrenwinzlinge raus zu nehmen und nochmal alles neu zu topfen. Denn troz neuer Erde ist dieser massive „Befall“ nur in der großen Mörtelwanne. Dort dafür aber sehr sehr extrem.

Mal sehen.

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Feiertag

Heute also erstmal ausschlafen und dann wollte ich mich mit K. treffen und etwas Rad fahren.

Ich wollte schon etwas eher runter fahren und etwas üben – auch wenn das keiner glaubt  – es ist echt schwer.  Da ich dann immer nur milde belächelt werde, lass ich meine Begleiter damit fahren – und lächle dann milde – weil das Rad nicht dahin fährt, wo die hin wollen.

Es ist wirklich Übungssache und nach vielen vielen Kurven üben, traute ich mich wenigstens in einem Park eine Runde zu fahren.

Tja das Rad – ich bekomme den Sitz nicht fest – er rutscht, egal wie stramm man das anzieht – während des Fahrens sehr plötzlich nach unten.

Vor allem Linkskurven finde ich echt anstrengend – was vielleicht am nicht 100 prozentig gradem Lenker liegen können.

Mit Sitz unten kann ich tatsächlich besser lenken, aber das ist sauanstrengend für die Beine.

Ein Freund von MissMutig wird es mal anschauen und für mich einstellen – und auch schauen was da noch so gemacht werden müsste. Denn es eiert auch ziemlich. Je nachdem wieviel/was es ist, werde ich das dann im Juni vielleicht richtig machen lassen.

Es war echt anstrengend, aber es hat auch Spaß gemacht, und ich hoffe richtig eingestellt, komm ich damit noch besser klar.

Nur wenige Meter vom aktuellen Stellplatz entfernt ist ein kleiner „Park“, der ideal zum üben ist.

Die Grundidee ist definitiv gut – der Rest wird sich im Laufe der Zeit zeigen. Aber ich habe schon große Hoffnungen, dass ich das irgendwann auch im Straßenverkehr gut nutzen kann und mir damit deutlich mehr Bewegunsspielraum verschaffe.

Wieder daheim hab ich erstmal was gegessen und mit ein paar Übungen versucht die Verspannungen zu lösen, die das aktuell noch sehr einseitige Fahren noch mit sich bringen.

Nebenher läuft eine Folge einer Serie und nach Ende der aktuellen Folge, werde ich noch ein Süppchen machen und mich dann Richtung Bett bewegen. Bin einfach nur alle.

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Dreirad

Heute hab ich es abgeholt. Und war nah einem kurzen Test sehr froh, dass der Verkäufer anbot, es mit seinem großen Auto bis zum Bahnhof zu bringen.

Denn leider fuhr das Rad nie in die Richtung, in die ich wollte.

Dass es bei der Umstellung Schwierigkeiten geben kann, wusste ich. Es ist ein anderes fahren, als auf einem normalen Fahrrad – dort macht man auch mit Gewichtsverlagerung Richtung, beim Dreirad ist genau diese Verlagerung aber der Grund, warum man in die entgegengesetzte Richtung fährt.

Ich war ja froh, dass es dem Betreuer nicht anders ging.

Jetzt steht es also in einem Parkhaus für Fahrräder – ein Platz, den ich jetzt für einen Monat habe, aber auf Dauer ist das zu teuer. Denn entgegen der Auskunft am Telefon, zählt das Dreirad nicht als „normales“ Fahrrad, so kostet der Stellplatz deutlich mehr.

Heute hatte ich nicht wirklich eine Wahl – also hab ich das jetzt für einen Monat eben hingenommen. Aber auf Dauer ist das zu teuer – war ja der Preis für ein „normales“ Fahrrad schon obere Grenze.

Einen Monat habe ich jetzt also um mir zu überlegen, wo ich es dauerhaft abstellen kann.

Und morgen treffe ich mich mit K. zu einer kleinen Radrunde. Ich werde wohl schauen, dass ich schon eher da bin und auf dem Bahnhofsplatz (der morgen hoffentlich leer ist) etwas üben.

Auch den Versicherungstermin heute Vormittag hab ich geschafft. Das Fahrrad ist mit bei und im Endeffekt zahl ich nicht mal einen Euro mehr.

Ich bin total alle. Trotzdem freu ich mich auf einen Abend mit MissMutig und dem Junior.

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„Gebrauchsanweisung“

Bei den 1000 Fragen an dich selbst wurde danach gefragt, ob es eine Art „Gebrauchsanweisung“ für mich gäbe.

Die gibt es tatsächlich. Für Termine (Ärzte, Krankenhaus, Therapie) hab ich tatsächlich eine „Gebrauchsanweisung“ zusammengestellt, die beim Erstkontakt übergeben wird.

In den Kommentaren wurde ich dann gefragt, ob ich mal schreiben könnte, wie diese aussieht bei mir.

Sie wird – je nach Art des Termins und was eben für die andere Person wichtig ist – abgeändert bzw mit mehr oder weniger Details verknüpft.

Neben der „Gebrauchsanweisung“ (eine für ärztliche Untesuchungen und eine mehr für den Psycho-Bereich) gibt es eine „Notfallkarte“ – diese hat jeder Arzt, bei dem ich häufiger Termine habe oder in denen es um körperliche Untersuchungen gibt, in der Akte.

Was steht da nun drin?

Die Notfallkarte ist im Prinzip immer die Gleiche – der Name und die Telefonnummer von Ersatzthera oder Thera wird nur dann geändert, wenn eben nur der eine oder der andere erreichbar ist. Bei körperlichen Untersuchungen kläre ich vorab ab, wer im Notfall erreichbar ist. War bisher nur einmal nötig und erleichtert auch für den Arzt den Umgang damit.

Außerdem kläre ich vorab noch ab ob das mit dem „allein lassen“ überhaupt möglich ist und wenn nicht, dass sich der andere dann abwenden und was anderes machen sol

Notfallkarte:

Im Notfall:

Sollte ich nicht mehr auf Ansprache reagieren (auch kein Nicken auf Ja/Nein-Fragen), lassen Sie mich bitte für 2 Minuten alleine.

Sagen Sie das auch so und kommen Sie nach den 2 Minuten einfach wieder in den Raum – in der Regel können wir danach weiter machen und ich auch wieder reagieren.

Danke!

Folgendes wird wohl nicht benötigt werden – für den unwahrscheinlichen Fall:

 Sollte es Probleme geben: in meinem Rucksack ist in der rechten Seitentasche Tavor Expidet – einfach  aus dem Rucksack holen und mir zwei Tabletten (2mg) reichen. Sie wirken innerhalb weniger Minuten.

Im Notfall ist mein Arzt/Therapeut – Name – unter folgender Nummer zu erreichen: 123456789

Die Gebrauchsanweisung ist im Groben auch immer die Gleiche – nur dass bei bestimmten Untersuchungen ein Absatz mit drin ist, der etwas mehr Details über den Missbrauch beinhaltet, da dies das Verstehen meiner Reaktionen doch sehr deutlich erleichtert.

Ich habe das jetzt hier als Beispiel auch mit diesem Absatz drin – es gibt also keine Sternchen oder ähnliches – daher kann das weiterlesen triggern – bitte seid da achtsam mit euch.

Gebrauchsanweisung für ärztliche Untersuchungen (hier am Beispiel einer urologischen Untersuchung):

Hallo,

ich bat darum, dass Sie dies hier vorab lesen, weil dies für alle Beteiligten die Situation erleichtert und beschleunigt. Arztbesuche und vor allem Untersuchungen sind für mich aufgrund von sexuellem Missbrauch von früher Kindheit an, und einer Mutter mit Münchhausen-by-Proxy-Syndrom sehr problematisch.

[sofern etwas für einen bestimmten Fachbereich wichtig ist, dass da mehr Infos über Missbrauch nötig sind, werden die hier eingefügt – das ist zum Beispiel bei gynäkologischen und urologischen Untersuchungen bei mir wichtig, das betrifft jetzt den nächsten Absatz , der dann in diesem Fall mit drin wäre, aber bei allen anderen Sachen natürlich nicht nötig ist und einfach rausgenommen wird]

Da es grade für ihren Fachbereich wichtig zu wissen ist um etwas besser verstehen zu können: meine Mutter hat dafür gesorgt, dass ich über 10 Jahre (im Alter von 4–15) mind 1-3 x wöchtentl. ambulant und mind 1-2x jährlich für mehrere Wochen stationär in der urologischen Klinik war, hauptsächlich indem sie Harnwegsinfekte und Nierenbeckenentzündungen auslöste.  Was in Kombination mit dem Missbrauch Untersuchungen nur sehr schwer möglich machen.

Darüber zu reden und Fragen beantworten ist mittlerweile sehr gut möglich (und auch das Grenzen erkennen und setzen), aber körperliche Untersuchungen lösen immer noch massive Körpererinnerungen und Flashbacks aus.

Mehrere Leute im Raum erschweren die Situation für mich erheblich, daher sollte wenn irgend möglich außer Ihnen und mir niemand mit im Raum sein.

Bitte kündigen Sie alles was sie machen an – vor allem Berührungen, keine große Erklärungen, aber kurz Bescheid geben – bevor sie mich berühren.

Ich kann gut Stopp sagen – das gilt sowohl für Fragen als auch für Untersuchungen – von daher – bitte fragen Sie wenn Ihnen etwas unklar ist (ein Verhalten oder eine Reaktion oder auch eine Ursache) – das antworten erleichtert auch mir die Situation  erheblich (nicht nur Ihnen das Verstehen).

Da fast alle Arztbesuche einen dissoziativen Zustand auslösen, ist es wichtig, dass wichtige Informationen am Ende noch einmal zusammengefasst und wiederholt werden.

Aus dem selben Grund zählt im Zweifel auch IMMER das was ich SAGE, nicht wie ich wirke.

Da „nichts anmerken lassen“ jahrzehntelang überlebensnotwenig war, merkt man mir auch heute oft nichts an oder ich wirke sehr gefasst/normal oder sogar aufgedreht. Mittlerweile kann ich aber dann auf Fragen meist ehrlich antworten. Auch wenn die Antwort allem widerspricht was Sie wahrnehmen/sehen, trifft das Gesagte zu, nicht wie ich wirke.

Daher sind mir Fragen sehr viel lieber als aus Unsicherheit entstandene Verständigungsprobleme und Missverständnisse. Es fällt mir leichter Vertrauen zu fassen und mich auf Dinge einzulassen, wenn ich weiß, dass mein Gegenüber schon nachfragt wenn was unklar ist und berücksichtigt, dass ich oft anders wirke. Lieber eine Frage zuviel als zu wenig.

Sie sollten außerdem wissen, dass bei Untersuchungen meine Schmerzwahrnehmung stark verzerrt sein kann (nicht muss), da ich dann oft Körpererinnerungen und das aktuelle/reale dann nicht auseinanderhalten kann. Reale Schmerzen nehme ich in der Regel bei Untersuchungen nicht oder sehr stark gedämpft nur wahr.

Für den Fall, dass ich nicht mehr auf Ansprache reagiere, halten Sie sich bitte an die Notfallkarte – dieses Vorgehen hat sich in den letzten Jahren bestens bewährt und erleichtert sowohl Ihnen als auch mir die Situation. Solange ich noch auf Ja-/Nein-Fragen nicken kann, ist alles noch im Rahmen.

Vielen Dank, dass Sie das gelesen haben!

 

Gebrauchsanweisung für Therapeuten oder Klinikaufenthalte in Psychiatrie/Psychosomatik – hier gibt es die Notfallkarte nur mit dem ersten Teil (dem allein lassen):

Hallo,

ich bat darum, dass Sie dies hier vorab lesen, weil dies für alle Beteiligten die Situation erleichtert und beschleunigt.

Sprechen (über mich und mein Befinden) ist meist nur im 1-zu-1 Kontakt möglich.   Mehr Personen führen zu Panik und Erstarren, das sich erst wieder löst, wenn der Auslöser (weitere Person) weg ist. Daher bitte nur 1-zu-1-Kontakte.

 

Bitte auf keinen Fall anfassen! Schon gar nicht wenn angespannte Situation für mich.  Auch laute Geräusche oder schnelle Bewegungen oder das Auffordern zu Bewegung verstärken die Panik.

Einfach in Ruhe und nach Möglichkeit alleine lassen, dann kann ich mich auf Skills konzentrieren und das auch wieder runterregulieren.

Wenn ich auch im 1-zu-1-Kontakt nicht mehr ansprechbar bin, mich bitte für 2 Minuten alleine lassen (wenn das nicht möglich ist, bitte von mir abwenden und was anderes machen – solange ich beobachtet werde, bleibt ein großer Teil in „Hab-Acht-Stellung“ und ich  bekomme es nicht in den Griff.) Wenn ich nicht mehr beobachtet werde, kann ich mich auf die Skills konzentrieren und zu 99% greifen die dann auch in diesen 1-2 Minuten.

Das auch so sagen und dann nach 1-2 Minuten weiter machen.

Da Sprechen in emotionalen Situationen oft sehr schwierig und manchmal auch nicht möglich ist, sollten Sie Fragen stellen,  die mit Ja oder Nein beantwortbar sind. Sollten Sie genauere Antworten brauchen, dann reichen Sie mir bitte ein Blatt Papier und einen Stift.

Schreiben ermöglicht zum einen eine Antwort, die über ein Nicken hinausgehen, zum anderen dient das Schreiben auch als Skill, so dass ich danach wieder mehr im hier und jetzt bin und oft auch Sprechen dann wieder besser möglich ist.

 

Ich kann gut Stopp sagen – das gilt sowohl für Fragen als auch für Untersuchungen – von daher – bitte fragen Sie wenn Ihnen etwas unklar ist (ein Verhalten oder eine Reaktion oder auch eine Ursache) – das antworten erleichtert auch mir die Situation  erheblich (nicht nur Ihnen das Verstehen).

Da „nichts anmerken lassen“ jahrzehntelang überlebensnotwenig war, merkt man mir auch heute oft nichts an oder ich wirke sehr gefasst/normal oder sogar aufgedreht. Mittlerweile kann ich aber dann auf Fragen meist ehrlich antworten. Auch wenn die Antwort allem widerspricht was Sie wahrnehmen/sehen, trifft das Gesagte zu, nicht wie ich wirke.

Aus diesem Grund zählt im Zweifel auch immer das was ich SAGE, nicht wie ich wirke.

Daher sind mir Fragen sehr viel lieber als aus Unsicherheit entstandene Verständigungsprobleme und Missverständnisse. Es fällt mir leichter Vertrauen zu fassen und mich auf Dinge einzulassen, wenn ich weiß, dass mein Gegenüber schon nachfragt wenn was unklar ist und berücksichtigt, dass ich oft anders wirke. Lieber eine Frage zuviel als zu wenig.

Vielen Dank, dass Sie das gelesen haben.

 

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1000 Fragen an dich selbst – Fragen 701-750

Bei Frische Brise bin ich darüber gestolpert. Sie fand die Idee hier. Ursprünglich aus dem Heft „Flow“ (Ausgabe Nr. 18), das hier nachbestellbar ist.

Ich versuche jedes Wochenende einen Block zu beantworten.

701. Wie zufrieden bist du mit deinem Körper?
Ich mag meinen Körper nicht, aber ich kann mich immerhin um ihn kümmern.

702. Wenn du für eine Wand in deiner Wohnung eine Farbe aussuchen solltest: Für welche Farbe würdest du dich entscheiden?
Vermutlich grün. Oder gelb-orange.

703. Was hast du gestern Schönes getan?
Mit den Bonsai-Tigern gekuschelt.

704. Was machst du, wenn dir etwas nicht gelingt?
Meistens es neu versuchen. Oder nach Anleitungen googeln.

705. Was ist das Unheimlichste, das du jemals getan hast?
Im Winter bei Sturm im Wald übernachtet, weil ich es in der Wohnung nicht aushielt. Das war gruselig

706. Sind andere gern in deiner Nähe?
Manche ja, andere sicher nicht.

707. Was schwänzt du manchmal?
Termine sind für mich Termine, vielleicht am ehesten mal mein Sportprogramm, aber maximal 1x die Woche

708. Wann ist die Welt am schönsten?
Früh morgens, wenn die Menschen noch schlafen.

709. Was hast du erst vor Kurzem herausgefunden?
Puh, da fällt mir nichts ein.

710. Magst du Kostümpartys?
Nein!

711. Wie schnell weichst du vom vorgegebenen Pfad ab?
Von wem vorgegeben? Wenn von mir – eher selten, wenn von außen: ich passe meine Wege in der Regel schon an mich und meine Leistungsfähigkeit an.

712. Was ist das beste Gefühl der Welt?
Die Freude, wenn man jemanden eine große Freude bereiten konnte.

713. Was machst du meistens um drei Uhr nachmittags?
Da bin ich meistens zu Hause und oft zwischen zwei Terminen, also mich sortieren und zur Ruhe kommen.

714. Mit welcher berühmten Persönlichkeit würdest du dich sehr gut verstehen?
Keine Ahnung.

715. Was würdest du servieren, käme die Königin von England zum Tee?
Vermutlich nichts, weil ich vorher schon durchdrehen würde. Nicht wegen der Königin, aber wegen dem Drumherum (und Kameras – das ist ja ein massiver Trigger für mich).

716. Was kannst du einfach auf morgen verschieben?
Je nachdem – was in der Wohnung zu machen oder einkaufen usw. Ich schätze fast alles kann ich auf morgen verschieben.

717. Was macht ein Spaziergang durch die Natur mit dir?
Früher kam ich da zur Ruhe oder ich hab gesungen (zu Playbacks auf den Ohren). Grade im Wald konnte ich da sehr viel freier singen als zu Hause (da hört man mich ja). Es war meist ein der Welt entfliehen. Aktuell schaff ich es leider nicht alleine – und damit ist der Effekt nicht wirklich so, sondern eher ein „Unruhe mindern“ ohne wirklich zur Ruhe zu kommen.

718. Welches Lied passt am besten zu deiner Beziehung?
Welche Beziehung?

719. Wie sieht deine ideale Welt aus?
Ein Miteinander auf Augenhöhe, Toleranz, ohne Machtspielchen.

720. Was bedeutet für dich Geselligkeit?
Mit anderen Menschen zusammensein, sich unterhalten, gemeinsam lachen.

721. In welchem Beruf wärst du wahrscheinlich ebenfalls gut?
Ich war gut in der Sterbebegleitung und auch als Sani. Heute wohl eher in Berufen, die nichts mit Menschen (und nicht mit Büro) zu tun haben.

722. Was waren die liebsten Worte, die du jemals zu einer Person gesagt hast?
Ich hab dich lieb.

723. Was von der Einrichtung deiner Wohnung hast du selbst gemacht?
Den großen Kratzturm der Katzen, das Stufenregal, das Gestell des E-Pianos, die Regale na der Wand, den Lampenständer für die Pflanzenlampen, das große Pflanzregal, den Aufsatz für das TV-Regal, Schubladenregale und Kästen und Kisten für Noten, Wolle und Co, die Balken für die Hängematte – und das ist nur das im Wohnzimmer.

Ich mach viel selbst, sowohl aus Holz als auch aus Pappe – daher beschränke ich mich jetzt auch aufs Wohnzimmer.

724. Wie würden dich Leute beschreiben, die dich zum ersten Mal sehen?
Stark übergewichtig (vermutlich mit anderen Begriffen), freundlich, nett.

725. Was würdest du mit einer zusätzlichen Stunde pro Tag anfangen?
Wenn es möglich wäre – sie verschenken.

726. Welchen Film würdest du für einen Filmabend mit Freundinnen aussuchen?
Och mit MissMutig vielleicht die Brüder-Reihe, vor allem das „Auf dme Jakobsweg“.

727. Fühlst du dich anders, wenn du ein Kleid trägst?
Ich hasse Kleider – sehr. Also ja. Damit fühl ich mich extrem unwohl.

728. Welcher Geruch erinnert dich sofort an früher?
Viele Gerüche sind Trigger für mich, daher will ich das nicht beantworten.

729. Was würdest du anders machen, wenn du auf niemanden Rücksicht nehmen müsstest?
Nichts – ich muss auf niemanden wirklich Rücksicht nehmen. Sollte es etwas wo anders sein, müsste jemand die Bonsai-Tiger versorgen, aber das ist mit Planung durchaus möglich.

730. In welcher alten Kultur hättest du leben wollen?
Hmm – in keiner glaub ich.

731. Denkst du lange über Entscheidungen nach?
Je nachdem wie wichtig sie sind – bei wichtigen (oder teuren Dingen) sehr lange, bei Kleinem (ob nun diesen oder jenen Saft zum Beispiel) nicht wirklich lange, das was mich dann halt grad anspricht.

732. Hast du schon einmal vor dem Ende eines Films das Kino verlassen?
Nein. Ich erinnere mich als Jugendliche in einem (christlichen) Film gewesen zu sein über El Salvador und ich war sehr froh um eine Ameise am Boden, weil ich den Film nicht aushielt, mich aber nicht zu gehen getraute.
Und dass ich in der Schule eine Film über Konzentrationslager verweigert und draußen gewartet habe.
Gehen wäre nicht möglich (fällt zu sehr auf).

733. Über welche unangemessenen Witze lachst du insgeheim doch?
Ehrlichgesagt kann ich mit Witzen nicht viel anfangen und mit unangemessenen noch weniger. Es ist eher so ein Pseudolachen in Gesellschaft.

734. Findest du, dass die schlechten Tage auch zum Leben gehören?
Ja, sonst würde man die guten nicht mehr zu schätzen wissen.

735. Was müsste in der Gebrauchsanweisung zu deiner Person stehen?
Es gibt sogar eine. Da stehen die wichtigsten Sachen drin für Ärzte/Therapeuten und Co, wie sie sich verhalten sollen, wenn ich in Panik gerate oder Erstarre usw. Ist äußerst hilfreich für beide Seiten.

736. Wie gross ist unsere Willensfreiheit?
Ich bin katholisch und glaube an den freien Willen – und dass deshalb es auch schlimm wäre, wenn Gott nur bei Naturkatastrophen oder Gewalt eingreifen würde – dann würde ja er entscheiden was ok ist und was nicht – und das hätte mit freiem Willen nichts mehr zu tun.
Aber ich glaube auch, dass es gesellschaftliche Normen gibt und diese auch nötig sind.
Und das wichtigste: Willensfreiheit geht nur, solange niemand anderer darunter zu leiden hat!

737. An welchem Kurs würdest du gern teilnehmen?
Bogenschießen. Das wünsch ich mir schon seit 15 Jahren, ist aber leider nicht umsetzbar.

738. Machst du manchmal Scherze auf deine eigenen Kosten?
Ja, öfters.

739. Welche Blumen kauft du am liebsten für dich selbst?
Bitte keine Blumen. Bin ein Grünpflanzen- und Bäume-Fan. Meine Lieblingspflanze ist der Papyrus (Cyperus Papyrus).

740. Welche Eigenschaft eines Tieres hättest du gern?
Ich wäre gerne geschmeidig und schnell.

741. Darf man einer Freundin von einem Gespräch mit einer anderen Freundin erzählen?
Kommt auf den Inhalt an und ob das für die andere Freundin in Ordnung ist oder nicht.

742. Wem erzählst du, was du geträumt hast?
Eigentlich niemanden.

743. Ist Neues immer besser?
Nein. Nicht immer.

744. Was machst du, wenn eine Party nicht so richtig in Schwung kommt?
Naja ich mag keine Partys – also wohl nichts.

745. Was hast du in der Schule gelernt, wovon du immer noch profitierst?
Kopfrechnen. In der Hauptschule hat unser Mathelehrer (und Klassenlehrer) darauf bestanden, dass wir alles im Kopf rechnen – inklusive Wurzel ziehen usw, während die Nachbarklassen Taschenrechner nutzen durften.
Heute bin ich froh darüber – denn das braucht man häufiger als man denkt.

746. Sagst du immer die Wahrheit, auch wenn du eine Person damit verletzen könntest?
Ja, wobei es darauf ankommt um was es geht und ob es wichtig ist. Wenn es wichtig ist, versuche ich Verletzendes durch die Blume zu sagen oder eben es so zu formulieren, dass es auch angenommen werden kann.

748. Bist du in der virtuellen Kommunikation anders als von Angesicht zu Angesicht?
Oh ja – schreiben fällt mir sehr viel leichter als Reden.

749. Was machst du, wenn du dich irgendwo verlaufen hast?
Mein Handy zücken und schauen wo ich hin muss.

750. Wann bist du zuletzt im Theater gewesen?
So richtig ist das schon sehr lange her – fast 30 Jahre. Damals hatten die Eltern meine Freundin Dauerkarten, so kam ich öfter in den Genuss, heute würde es sowohl an Mobilität, aber vor allem „viel zu viele Menschen um mich rum“ scheitern.

Fragen 1-20
Fragen 21-40
Fragen 41-60
Fragen 61-100
Fragen 101-150
Fragen 151-200
Fragen 201-250
Fragen 251-300
Fragen 301-350
Fragen 351-400
Fragen 401-450
Fragen 451-500
Fragen 501-550
Fragen 551-600
Fragen 601-650
Fragen 651-700

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Samstag halt

Nachdem es gestern sehr spät war (oder eher heute sehr früh), stand ich heute sehr spät erst auf.

Toll wars gestern! Ich hab mich sehr gefreut viel Zeit mit MissMutig zu haben und die Jungs mal wieder zu sehen, war ja schon ein Jahr her seit dem letzten mal.

Gegessen hab ich heute hauptsächlich Sachen aus dem Foodshare-Regal – da gab es Brot und sehr sehr viel Salat. Das war auch so ziemlich das einzige, was ich heute gemacht hab – Salat waschen, schlechte Blätter aussortieren und noch ein oder zweimal waschen um auch alle Reste von den schlechten loszuwerden.

Dazu gabs Fladenbrot – auch aus dem Verteiler.

Ansonsten: Nägel neu lackiert – in etwas arg bunt, mal sehen ob ich das morgen so lasse, Bonsai-Tiger beschäftigt und bekuschelt, Sportprogramm ausfallen lassen heute, gleich gibt es noch was Warmes zu Essen (vermutlich ein Süppchen, aber mal schauen was der Kühlschrank so hergibt), noch etwas lesen und dann hoffenltich gut schlafen.

Morgen ist ebenfalls frei – und ja das ist grad gut so.

Bin etwas hibbelig, weil ich ja am Montag das neuer Fahrrad abholen kann und das muss ja erstmal irgendwie zum Bahnhof kommen (oder wenn es ins Auto passt auch erstmal zu mir nach Hause oder auf eine Übungsfläche – mal sehen). Bin froh, dass ich das mit dem Betreuer machen kann, der von seinem Glück noch nichts weiß.

Vormittags ist dann ja auch noch der Termin bei der Versicherung, der mich nur minimal weniger hibbelig macht.

Aber schon gut so.

Achja – heute sind auch der nächste Schwung Testprodukte gekommen und meine „Fahradsachen“ (Helm, Schloss, Licht, letzteres als Produkttest), also hab ich sowohl Helm eingestellt, als auch die Produkte schon angetestet (zwei sogar schon ausgiebig, so dass ich nur noch die Bewertung schreiben muss).  Also eigentlich gar nicht nichts gemacht.

Passt also schon so wie es grad ist.

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schwierig und doch auch gut

Dieses so in den Tag hineinleben fällt mir schwer. Auch wenn ich durchaus diese Woche jeden Tag auch raus kam – es hinterlässt so ein „sinnlos“-Gefühl und es reiht einfach nur Tage anneinander – ohne wirkliche Struktur, ohne Werk- oder Sonn-/Feiertag usw. Es wirkt so – endlos.

Auch wenn das raus kommen es etwas erleichtert – ist es so gar nicht meins.

Heute hab ich mein Ersatzhandy für K. eingerichtet. Eher zum schauen, ob er damit klar kommt. Aber auch, weil zwei der gewünschten Apps auf seinem nicht gehen und ich mein Tablet, dass er dafür hatte, grade selbst brauche. Da noch der eine oder andere Wunsch bei war, hab ich mich mal durch christliche Apps geackert.

Dann auch noch eine Nachricht bekommen, dass das mit den 20 Extrastunden Betreuung jetzt endgültig genehmigt ist. Sie müssen zwischen 15. Mai und 15. Juli genommen werden. Es ist auch schon klar wer es macht, nicht meine bevorzugte Wahl, aber durchaus ok. Ich hatte ja gehofft, dass es auf 3 Monate aufgeteilt wird, aber so ist es jetzt auch ok.

Vor allem wird es wieder etwas Luft in die „normalen“ Betreuungsstunden bringen, so dass wir wieder sehr viel gezielter auch Angsttraining machen können (die letzten Wochen war das ja eher mit viel Zeitdruck, so dass es nicht wirklich geklappt hat und das ein oder andere auch vernachlässtigt wurde).

In eineinhalb Stunden geht es dann los – erst zu K., dann hab ich einen Telefontermin (bei mir zu Hause, weil unterwegs krieg ich das grad nicht in dem Umfang hin, wie ich es da benötigt) und dann treff ich mich mit MissMutig – und das wird heute sicher spät. Darauf freu ich mich wirklich sehr. Ich freu mich auch darauf die Jungs mal wieder zu hören – das letzte Mal ist schon viel zu lange her! Da nehme ich auch sehr gerne in Kauf, dass ich dann morgen und übermorgen zum Erholen brauchen werde.

Also mach ich jetzt gleich noch mein Sportprogramm, denn sonst hab ich da heute keine Zeit mehr für.

 

 

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donnerstags-dies-und-das

Heute hab ich weitestgehend frei – in einer Stunde ist Vertretungs-Betreuer-Termin, der aber unterwegs statt finden wird. Einmal Rezpet einsammeln und ein Paket zur Post bringen.

Ich habe – wieder einmal – beim Beerdigungsinstitut angerufen. Leider steht immer noch kein Beerdigungstermin für meinen Nachbarn statt – weil die Angehörigen sich noch auf keinen Termin festgelegt haben. Das zieht sich ja schon eine Weile.

Letzte Woche hatte dann auch der Mitarbeiter dort sich meine Nummer notiert, aber da wieder eine gute Woche um war, wollte ich nochmal nachfragen.

Denn ich möchte wirklich zu seiner Beerdigung. Für ihn und für mich.

Ansonsten nach Fahrradhelmen und -schlössern gesucht und sehr viel gelesen. Hätte ja nicht gedacht, dass das so schwierig ist.  Zumal bei uns in der Stadt sehr viele Räder geklaut werden.

Vorerst wird es wohl tatsächlich das Fahrrad-Parkhaus werden. Aber auf Dauer hoffe ich auf eine andere Möglichkeit.

Die Nächte sind im Moment sehr unschön. Mindestens einmal die Stunde wach werden, sehr viel rumwälzen und Co. Entsprechend bin ich zur Zeit wieder mal sehr müde.

Dafür weiß ich jetzt, dass das „plötzlich“ hohe Gewicht (plötzlich im Sinne von innerhalb weniger Tage, ca 1 Woche) tatsächlich an den Hormonen liegt und dann auch wieder innerhalb ca. vier Tage wieder runter ist – ohne was zu verändern. Trotzdem werde ich das beim nächsten Endokrinologie-Termin ansprechen, denn aus den sonst üblichen 2 Kilo sind es jetzt zwischen 4 und 5 – und ja die merke ich leider sehr deutlich und führen zu deutlichen Einschränkungen und gesundheitlichen Problemen.

Wie auch immer – gleich geht es mit dem  Vertretungs-Betreuer los und dann werde ich heute nicht mehr alt.

Morgen treff ich mich mit K. und hab direkt im Anschluss einen Telefontermin.

Abends bin ich dann mit MissMutig unterwegs und da freu ich mich schon sehr darauf.

 

Nachtrag: Betreuungstermin lief gut, schafften sogar noch ein bisschen in der Wohnung (da war nicht viel) und ich habe zwei Kartons Sachen (vor allem Handyzubehör und Testprodukte, die einzeln zum Einstellen nicht lohnen oder eben nicht abgeholt wurden) mitgegeben – die haben so einen Verschenktisch für Bedürftige.

Danach noch schnell was zu Essen gemacht und jetzt zu unruhig fürs Lesen im Bett. Also läuft noch eine Folge Serie (aktuell NCIS, da bin ich damals nachder 3. Staffel ausgestiegen, aktuell irgendwo in der fünften) und dann erst Lesen im Bett.

 

 

 

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dies und das

Ich habe den, seit Juli letzten Jahres vorgenommenen, Termin beim  Versicherungsvertreter ausgemacht – telefonisch!

Längst überfällig, weil meine Versicherung total veraltet ist (die Dame sagte was von 1992, was aber nicht stimmen kann, denn ich bin erst 1995 nach D gekommen und habe erst in der Wohnung, in die ich 1998 gezogen bin eine Versicherung abgeschlossen, nicht  gleich nach Einzug, daher kann ich tatsächlich nicht sagen wann genau – aber trotzdem – schon zu lange her).

Der Grund ist tatsächlich das Fahrrad, denn in der aktuellen ist keins mit drin (obwohl ich damals eins hatte und auch gefahren bin – hmm). Und natürlich auch, dass ich das wirklich schon lange möchte, aber entweder am Telefon niemand erreichte, per mail war das mit Termin ausmachen nicht möglich und dann war ich wieder nicht fit genug für sowas oder hatte keine Fahrmöglichkeit.

Montag also.

Ansonsten den Termin beim Physiotherapeuten wahr genommen, in der Hoffnung, dass er die Kopfschmerzen in den Griff kriegt (verspannter Kiefer hauptsächlich), wobei er anmerkte, dass die rechte Seite im Nacken-Schulter-Bereich auch verspannt ist.

Also gab es nach Crosstrainer (den wollte ich unbedingt) noch eine Massage. Das darf bei mir auch nur er – ich kenne ihn schon etwa 15 Jahre und nach etwa 10 durfte er dann auch das erste Mal massieren. Mittlerweile darf er das – so richtig nur etwa einmal im Jahr, aber auf der Matte  Muskelgruppen lockern/drücken/was auch immer – bei Bedarf.

Wieder zu Hause hab ich dann doch mal die Papyrussamen-Anzucht wieder in die Wohnun geholt – draußen ist dafür zu kalt, drinnen fürchte ich nun die Insekten“flut“ – weil das jetzt ja doch ne Weile draußen stand.  Mal sehen wie es wird.

Bisher seh ich eh nur einen Setzling und einen zögerlichen Versuch eines Blättchens oder so.

Magen hat sich soweit beruhigt, dass Essen und Co wieder gehen, dafür Brustschmerzen, die eigentlich Sodbrennen sind.

Von daher gibt es heute später dann nur noch ein Süppchen.

Die nächsten Stunden bis zum Abend werde ich mit Ruhe, Serien schauen und Bonsai-Tiger-Kuscheln verbringen.

 

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Fahrrad-Gedanken

In der Früh kam eine Nachricht, dass der Termin beim Ersatzthera ausfällt.

Passte mir ehrlichgesagt nicht schlecht, da ich den Morgen/Vormittag wieder mal mit Übelkeit und Erbrechen im Bad verbrachte.

Das nahm ich dann auch zum Anlass den Vertretungs-Betreuer-Termin abzusagen – auch wenn der Magen sich beruhigt hat, bin ich völlig alle und so wirklich weiß ich nicht, was ich heute machen wollen würde (es soll ja auch schaffbar sein).

Dafür hab ich mich nach langem hin und her in den letzten Tagen/Wochen entschieden, doch ein dreirädriges Fahrrad zu kaufen. Wird in den Kleinanzeigen grad angeboten und ich hoffe, damit etwas mehr Mobilität zu gewinnen. Es gab viele viele mails und Nachrichten und jetzt kann ich es am Montag abholen.

Ich freu mich sehr drüber!

Zwar ist es utopisch das von meinem Wohnort aus nutzen zu können (hier geht es NUR auf und ab mit großer Steigung), aber ich hoffe in der Stadt damit etwas mobiler zu werden. Wird also spannend.

Noch ist unklar wo ich es genau abstellen kann. Es gibt ein Parkhaus für Fahrräder, von dem aus dann auch „Radtouren“ im Flachen gestartet werden könnten. Evt kann ich es auch zu Hause unterstellen, weil es wohl klappbar ist (ich weiß aber nicht, ob das dann auch in jedem Auto transportierbar wäre).

Da immer deutlicher wird, dass wir das Thema „Bus“ in diesem Jahr nicht gelöst kriegen, hoffe ich so eine Alternative zu schaffen und wenigstens ein bisschen mehr Mobilität zu schaffen.

Sollte es möglich sein, dass ich dann innerhalb der Stadt damit gut klar komme (was ich eigentlich innerhalb kurzer Zeit erwarte), käme natürlich auch ein entsprechender Umzug in betracht. Wobei ich da das Problem sehe eine finanzierbare Wohnung zu finden, daran scheiterte ich ja schon vor 10 Jahren, als ich nach über 2jähriger Suche eben hier hin zog. Die Preise sind in dieser Zeit leider gestiegen, nicht gesunken und wegen Steigungen kämen ja nur bestimmte Stadtteile in Frage.

Ich setze große Hoffnungen in diesen Schritt und wünsche mir sehr, dass das mit der Zeit auch so klappt, wie ich mir das vorstelle.  Auf jeden Fall werde ich mein möglichstes tun.

Vielleicht ist damit langfristig auch möglich tatsächlich auch die Steigungen zu bewältigen. Oder wenn das das einzige Problem ist, auf ein elektrisches Dreirad hin zu sparen. Aber das wäre dann sehr sehr langfristig.

Die nächsten Tage werde ich mich also um Fahrradhelm und -schlösser kümmern müssen und entscheiden, wo ich das Teil erstmal – möglichst sichter – abstellen kann.

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Thera heute

Uff.

Vor allem das Ende war – intensiv und ehrlichgesagt auch verwirrend.

Es ging wieder mal darum, was diese Automatismen, die jedes Gefühl fühlen und vor allem zulassen so massiv blockieren, zu verstehen.

Sie sind kein Schutz, eher Täterintrojekte – zumindest empfinde ich sie ausschließlich als schädigend und Täter. Sie übernehmen jegliche Kontrolle und ich kann nichts mehr tun. Ich weiß, dass ich das so nicht will, hab aber keine Chance – als übernähme jemand den Körper und agiert.

Es ist frustrierend und hinterlässt Verzweiflung und Ohnmacht.

Schon länger ist klar, dass sie keinerlei Schutzfunktion haben und in die Täterintrojekt-Ecke gehören.

Für mich fühlt es sich jedesmal so an, als würde mich jemand – auch körperlich – niederringen. Bis ich mich keinen Millimeter mehr rühren kann.

Der Thera sagte dann was von „sadistischen Anteilen“ (nachdem wir Schuld und Angst und noch ne Menge anderer ausgeschlossen hatten) – und da war schon was. Dann ging es um innere Monster und auch ums Buch „Wo die wilden Kerle wohnen“ und alles zusammen löste irgendwie  einen Domino-Effekt aus.

Danach wirbelte alles durcheinander, Bilder, Flashbacks, Themen (inkl. das Schuldthema), Gefühlschaos und im Vordergrund hauptsächlich Verwirrung. So schnell, nicht wirklich greifbar und sehr turbulent.

Mittlerweile ist das alles wieder hinter einem Schleier. Irgendwas wurde heute angestoßen und ist in Bewegung geraten. Im Moment hoffe ich nur, dass das in 14 Tagen noch so weit ist, dass wir damit arbeiten können und nicht wieder in der Versenkung verschwunden.

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Start in die Woche

Ich hatte erst mittags einenTermin, den ich mit einem Angsttraining koppelte. Lief so mittelmäßig.

Außerdem versuchte ich das extreme Chaos in der Küche deutlich zu minimieren, das klappte auch soweit. Den Rest mach ich dann mit dem Ersatzbetreuer.

Alles in allem ein bisher sehr gemischter Tag, kein schlechter, eben gemischt.

In einer halben Stunde kommt die Urlaubsvertretung des Betreuers. Ich kenne ihn, mag ihn, kann mit ihm gut arbeiten. Aber es geht auch darum noch etwas zu klären, denn er wird einer von zweien sein, die die zusätzlichen Betreuungsstunden im Mai und Juni mit übernehmen. Da steht das wie und wann noch aus.

Außerdem ist es halt jemand anderer, den ich auch hier in der Wohnung habe. Das ist bei ihm die ersten zwei bis drei Termine immer – eigenartig. Aber lieber er als jemand anderer, denn ich komm mit ihm wirklich gut klar.

Danach wird heute nicht mehr viel laufen. Zwar muss ich morgen erst eine Stunde später los (Theratermin wurde verschoben), aber ich brauche abends etwas mehr Zeit. Zeit ohne Technik, ohne Welt da draußen. Zum runterfahren.

Manches, was mir im Moment viel durch den Kopf geht, gehört nicht hier her. Trotzdem kreiselt es und bereitet Sorgen.

Heute Vormittag kam dann ein Anruf, der im Endeffekt für die betreffenden Personen natürlich doofe Infos brachte, mich aber etwas beruhigte – es geht in die richtige Richtung. Das wird sich auch sehr auf meinen Alltag auswirken, aber dennoch bin ich froh darum.  Alles andere wird sich finden.

 

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1000 Fragen an dich selbst – Fragen 651-700

Bei Frische Brise bin ich darüber gestolpert. Sie fand die Idee hier. Ursprünglich aus dem Heft „Flow“ (Ausgabe Nr. 18), das hier nachbestellbar ist.

Ich versuche jedes Wochenende einen Block zu beantworten.

651. Wie würdest du dein Leben mit drei Stichwörtern beschreiben?
Kämpfen, überleben, entwickeln.

652. Was ist das Beste am Erwachsensein?
Man kann selbst entscheiden, ist nicht mehr von den Eltern/Erwachsenen abhängig.

653. Bist du ein Kämpfertyp?
Ja.

654. Wie viel Fantasie hast du?
Früher viel, heute weiß ich nicht wirklich.

655. Könnten sich Menschen ändern?
Ja.

656. Versuchst du, ein Problem zuerst selbst zu lösen?
Ja, auf jeden Fall!

657. Was hättest du gern zehn Jahre früher gewusst?
10 Jahre früher als heute? Hmm – dass es sehr schwierig werden würde, sich aber irgendwann auch wieder einrenken wird.

658. Was wird dein nächstes Projekt?
Als größeres – in der Buchbinderei Ordner, Sammelmappen und Kisten in einer Art zu machen um ein einheitliches Bild im Wohnzimmer zu kriegen. Als kleineres: der Versuch Papyrus aus Samen zu ziehen.

659. Machst du häufig mehrere Dinge gleichzeitig?
Ja meistens

660. Was liegt dir immer noch im Magen?
Die Situation vom letzten Jahr (Gericht und Folgen).

661. Magst du es, wenn man sich um dich kümmert
Hmm es ist eigenartig – unangenehm. Aber ich wünschte, ich könnte das einfach annehmen und genießen.

662. Welchen Wunsch wirst du dir nie erfüllen?
Ein Elektro-Drei-Rad. Das ist jenseits meiner Möglichkeiten.

663. Was war die interessanteste Einladung, die du jemals bekommen hast?
Da fällt mir auf die Schnelle nichts ein.

664. Wie würden dich deine Freunde beschreiben?
Zuverlässig, ehrlich, immer für einen da, guter Zuhörer.

665. Wer hat dir in deinem Leben am heftigsten wehgetan?
Meine Mutter. Sie hat mich kaputt gemacht. Da war der Missbrauch durch den Vater „Kleinkram“ dagegen. Und nein – ich verharmlose die Taten meines Vaters nicht und es war absolut nicht in Ordnung. Aber im Verhältnis hat meine Mutter weit mehr zerstört. Unrett- und unreparierbar zerstört.

666. Was war ein Wendepunkt in deinem Leben?
Mein Klinikaufenthalt 1995 – der Oberarzt, der komplett den Druck raus nahm (was ich damals richtig sch… fand) und mir viel Zeit gab – es war der Wendepunkt in meinem Leben.

667. Glaubst du, dass Menschen die Zukunft vorhersagen können?
Nein, aber ich glaube an Ahnungen

668. Was kannst du fast mit geschlossenen Augen tun?
Tippen.

669. Auf welchem Platz in der Klasse hast du am liebsten gesessen?
Entweder ganz vorne (da wurde man am meisten übersehen, weil die Lehrer meist eher neben einem standen) oder ganz hinten.

670. Vermeidest du bestimmte Musik, weil du davon traurig wirst?
Nein.

671. Bist du ein Mensch der Worte oder ein Mensch der Tat?
Ich hoffe eigentlich beides.

672. Welcher deiner fünf Sinne ist am besten entwickelt?
Das Gehör. So sehr, dass beim Hörteste plötzlich alle Mitarbeiter mit im Raum standen, weil sie es nicht glauben konnten, dass ich sowohl in den Tiefen, als auch in den Höhen was höre, was sonst wohl keiner hört.

673. Wann hast du Mühe, dir selbst in die Augen zu schauen?
Meistens.

674. Wer kann dich am besten trösten?
Ich weiß nicht wirklich was Trost ist.

675. Was war deine grösste Dummheit?
Ich hätte fast jemanden geheiratet, den ich gar nicht liebte und der auch mich nicht liebte. Das Schicksal verhinderte diese Dummheit – aber die Planungen allein hatten für mich sehr lange unangenehme Folgen.

676. Über welches Unrecht kannst du dich sehr aufregen?
Manipulatives Verhalten, Ungerechtigkeit und Intoleranz.

677. Was war das schönste Kompliment, das du jemals bekommen hast?
„Du hast ja eine tolle Stimme“

678. Was entscheidet, ob dir jemand sympathisch ist oder nicht?
Mein Gefühl.

679. Was geht zu langsam?
Mein Angsttraining, mein Weg in mehr Selbstständigkeit.

680. Welches Musikstück soll auf deiner Beerdigung gespielt werden?
Ich möchte keine Beerdigung.

681. Was war deine letzte gute Tat?
Da sein und zuhören für einen Freund – zu einer für mich sehr unguten Zeit.

682. Siehst du deine Lieblingsmenschen jede Woche?
Leider nein.

683. Was war deine beste Entscheidung im vergangenen Jahr?
Stationär zu gehen.

684. Was war das beste Konzert, das du jemals besucht hast?
Ich schätze das war das Michael Jackson Konzert mit damals 15 oder so. Ansonsten liebte ich die Konzerte von Jonatan & Laurent.

685. Womit belohnst du dich am liebsten, wenn du hart gearbeitet hast?
Ruhe, Wärme, was leckeres zu Essen.

686. Hast du schon mal jemanden zum Weinen gebracht?
Ja. Als Kind. Da war ich teilweise ein richtiger Giftzwerg.

687. Zählt für dich Qualität oder Quantität?
Kommt drauf an um was es geht. Bei kleinen Sachen oft eher Quantität, bei großen die Qualität.

688. Was ist die beste Medizin gegen Liebeskummer?
Keine Ahnung, hatte ich nie.

689. Welche fünf Dinge würdest du in einen Picknickkorb tun?
Getränke, Servietten oder Teller, was zu essen, was Süßes, Besteck.

690. Hast du viel Selbstvertrauen?
Nein, aber ich arbetie dran.

691. Wen fragst du, wenn du einen weisen Rat brauchst?
MissMutig in der Regel.

692. Was ist das Schönste am Nach-Hause-Kommen?
Welt aussperren, keine Leute, kein Kontakt.

693. In welchem Unterrichtsfach warst du in der Schule gut?
Musik und Blockflöte (aber eher weil ich durch das Instrument den Lehrer austricksen konnte).

694. Wann hast du zuletzt ein Baby in den Armen gehalten?
Puh, das ist sehr lange her – würde ich aber gerne.

695. Würdest du jemanden wie dich gern zur Freundin haben?
Ich glaube schon.

696. Kannst du gut warten?
Kommt auf die Situation an.

697. Welches Problem würde dich veranlassen, zum Psychologen zu gehen?
Tja – bin ich ja. Wenn ich im Alltag, im Leben nicht klar komme, merke, dass ich so wie es grad ist, nicht leben möchte, es aber alleine nicht geändert bekomme.

698. Was möchtest du irgendwann noch lernen?
Klavier spielen.

699. Worauf kannst du keinen einzigen Tag verzichten?
Aufs Atmen. Nein im Ernst – es gibt nichts, worauf ich nicht einen Tag mal verzichten könnte, außer es ist üerlebensnotwendig im körperlichen Sinn. Mehr als ein Tag wäre da schon was anderes.

700. Wie oft beginnst du einen Satz mit: „Als ich so alt war wie du …“?
So gut wie nie.

Fragen 1-20
Fragen 21-40
Fragen 41-60
Fragen 61-100
Fragen 101-150
Fragen 151-200
Fragen 201-250
Fragen 251-300
Fragen 301-350
Fragen 351-400
Fragen 401-450
Fragen 451-500
Fragen 501-550
Fragen 551-600
Fragen 601-650

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Samstag

Ein sehr ruhiger Tag. Aber auch ein sehr müder.  Was nicht wirklich verwundert, da die letzte Nacht sehr unschön war.

Das hab ich dann heute auch einfach mal so stehen lassen und eben nichts gemacht.

Gegen späten Nachmittag schlich sich dann Unruhe ein, aber durchaus noch im Rahmen.

Mit Ablenken blieb es auch dabei.

 

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dies und das

Vormittags hatte ich frei. Allerdings quälte ich mich heute sehr sehr lange mit Übelkeit und Brechreiz – irgendwie ist das in letzter Zeit sehr sehr häufig morgens. Und nein ich bin nicht schwanger, dafür hab ich die Zuckerwerte in Verdacht. Denn meistens wird es nach dem Essen (dass ich aber erstmal reinzwingen muss) besser.

Es nervt einfach. Heute noch dazu mit kaum vorhandenem Blutdruck. Hormone tun grad ihr übriges dazu.

Da blieb nicht viel Spielraum – also hinlegen, Ruhe geben.

Danach wurde es besser und ich kümmerte mich um die restlichen Testberichte, mittags war es dann auch wieder gut und ich machte mein Sportprogramm.

Dann schrieb ich meinen Einkaufszettel und traf mich mit K. Im Anschluss traf ich mich kurz mit MissMutig und wagte den – leider dringend nötigen – Einkauf.

Keine gute Idee. Abgesehen davon, dass ich das was ich eigentlich wollte, nicht bekam (weil alle oder aus dem Sortiment genommen), war der Laden auch voll und wird grad umstrukturiert, so dass das meiste wo anders stand.

Abbrechen ging irgendwie auch nicht und dann weiß ich nicht mehr viel.

Wieder daheim war ich am Limit, vor allem kreislaufmäßig – ich hatte große Probleme die Einkaufstüte die wenigen Stufen hoch zu tragen, immer kurz vorm zusammenklappen.

Also erstmal hinsetzen, was trinken und – Atmen. Dann das Tiefkühlzeug weggeräumt und entschieden, dass Radieschen auf Brot heute als Abendessen reichen müssen.

Nebenher gegoogelt woher ich meine geliebte Eis- & Dessert-Creme Joghurt von Komet her bekomme. Bisher hatte ich sie nur in einem Laden gefunden und die haben sie aus dem Sortiment genommen. Theoretisch kann ich sie direkt bei Komet bestellen (oder bei Amazon zum mehrfachen Preis), trotzdem hoffe ich, dass ich vielleicht doch noch einen Laden vor Ort finde, der sie anbietet.

Ich mag nur die Joghurt-Variante davon – die dafür sehr gern. Mit Tiefkühlfrüchten vermischt und als Eis. So viel weniger süß als das gekaufte.

Nun denn. Da das Abendbrot dann heute nicht grad üppig ausfiel (mehr würde nun aber auch nicht untenbleiben, bin ja schon froh wenn das jetzt klappt), leg ich mir eine Banane auf den Nachttisch – für alle Fälle.

Morgen und übermorgen steht aktuell nichts an. Mal schauen was ich machen werde.

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Sonnentag

Auch heute war es körperlich wieder so wie gestern – also besser.

Am Vormittag kam MissMutig vorbei und wir saßen auf dem Balkon und quatschten. Das war wirklich schön und erholsam.

Danach hab ich noch etwas die Sonne genossen und kümmerte mich dann um Produkttests.

Außerdem suchte ich nach einer Handyhülle, da bin ich ja arg eigen und da es dafür keine einheitlichen Suchbegriffe gibt, ist das immer eine ziemlich langwierige Sache.  Vor allem weil ich da sehr konkrete Vorstellungen habe.

Dann hab ich angefangen mich über Handytarife zu informieren – denn in den nächsten Wochen muss ich mich da für einen anderen als den aktuellen entscheiden. Der aktuelle läuft aus und da die kein LTE anbieten, bei uns in der Stadt aber UMTS nach und nach abgeschalten wird und ich daher zunehmend keine Internetverbindung in der Stadt habe.

Also geht es jetzt eher darum zu schauen was wird grad angeboten um überhaupt einen Überblick zu bekommen – und dann auch zu sehen, wie sich das die nächsten Wochen entwickelt – bevor ich mich dann endgültig entscheide.

Außerdem hab ich mal wieder einen Schwung E-Books in Calibre eingepflegt.

So insgesamt also ein ruhiger Tag, der mir sehr gut getan hat.

 

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besser

Heute ist es körperlich ein bisschen besser. Mal sehen ob das nach dem Betreuungstermin (wir wollen da ja nochmal intensiv Wohnung/Balkon machen) auch noch so ist.

Physio lief heute aber schon ganz gut und auch sonst fühl ich mich ein bisschen fitter. Allerdings ist auch mein Kreislauf heute deutlich stabilier. Hatte ja – bis auf die letzten Monate – immer Probleme mit zu niedrigem Blutdruck. Die letzten Monate war das nicht mehr, aber seit ein paar Tagen muss ich morgens dann beim Aufstehen doch erstmal etwas sitzen bleiben.

Wie auch immer – es ist noch lange nicht gut, aber heute ist es besser.

Ansonsten hab ich heute mal wieder ein paar Rezensionen fertig gemacht, eine Entscheidung für den noch fehlenden Balkonhocker/Aufbewahrungshocker getroffen, auch zu dem ein oder anderem Produkt genauer informiert (und eine kleine Vorauswahl getroffen), die endgültigen Vertretungstermine für die Betreuung nächste Woche vereinbart und sonst noch etwas Kleinkram erledigt.

In spätestens einer halben Stunde kommt der Betreuer und vielleicht schaffen wir sogar die eine Balkontür zu montieren. Allerdings ist das noch nicht wirklich eingeplant, ich muss da erst schauen ob wir das ohen Akkuschrauber überhaupt schaffen können, meiner ist ja kaputt.

Die hab ich letztes Jahr mal bei Aldi stark reduziert mitgenommen in der Hoffnung, dass sie die aktuelle ergänzen kann. Das ist nämlich eine Schiebetür und da ist das Netz unten nur lose in einer Schiene – so dass die Bonsai-Tiger einfach den Kopf durchstecken können, damit das Insektengitter hochschieben und einfach raus spazieren können.

Die jetzige ist eine normale Tür – und ich hoffe sie so montieren zu können, dass das Schlupfloch der einen nicht mehr zum Ausbüchsen reicht.

Dann könnte auch ich den Balkon sehr entspannter genießen.

Wenn wir das heute nicht schaffen, schau ich mal ob ich das am Wochenende hin bekomme.

Danach werde ich dann heute nicht mehr viel machen – denn auch wenn es sonst besser ist, ist die Müdigkeit durchaus noch da.

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dies und das

Körperlich so im A…, dass ich heute selbst das Durchqueren der Innenstadt nach realtiv kurzer Zeit abbrechen musste.  Es ist grad einfach nur frustrierend.

Es liegt vermutlich am Gewicht (und wahrscheinlich auch an einem Fibro-Schub), nur dass ich grad überhaupt nicht verstehe wo das Gewicht grade herkommt. Wasser? Hormone? Essen kann es eigentlich nicht sein, ich hab die Kalorienzufuhr ja weiter reduziert und der Sport lief auch weiter.  Aktivität ist sogar deutlich mehr. Hmm.

Dazu kommt eine unglaubliche Müdigkeit. Obwohl die Nächte gar nicht so schlecht sind, hab ich mittags Mühe nicht einzuschlafen. Das will ich ja nicht, weil sonst die Nächte noch schwieriger würden.

Die körperliche Verfassung schlägt mir mittlerweile auch aufs Gemüt.

*****

Insofern bin ich froh über meinen Sturkopf. Denn  so kommt es nicht in Frage den Sport wieder raus zu nehmen.  Auch wenn ich mich da grad nur durchquäle – solange ich das etwas moderater mache, geht das auch.

*****

Gestern hab ich ja einen Hochlehner supergünstig bekommen (1/6 des Preises), weil eine Latte gebrochen war. Diese ist nun repariert und der Stuhl ist klasse und wurde heute gleich zum Sonne tanken genutzt.

*****

Balkon werden wir wohl morgen fertig kriegen. Dann fehlt nur noch ein Hocker (mit wasserdichtem Stauraum), der ist aber schon geplant und kommt dann in den nächsten Wochen dazu.

Ich freu mich da wirklich drauf  – endlich wieder den Balkon wirklich nutzen können.

*****

Die Vertretungstermine für die Betreuung nächste Woche stehen auch schon fast.

*****

Ehrlichgesagt bin ich wirklich froh, wenn dieser Monat um ist.

*****

Heute läuft nicht mehr viel. Noch ein oder zwei Folgen einer Serie und dann Bett und eventuell noch lesen, aber das ist noch unsicher heute, bin dafür glaub ich zu müde.

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Morgen ist Physio und später dann Betreuungstermin – der letzte vor seinem Urlaub und daher auch eher ein anstrengendes Räumen hier.

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Thera heute

Wir starteten mit 40 Minuten Verspätung, diesmal leider ungeplant. War jetzt aber nicht so schlimm.

Im Prinzip knüpften wir an letzer Woche an.

Es ging halt um die Anteile – um die „kooperativen“, die ein Miteinander hinbekommen und den/die „unkooperativen“, die für mich eher Automatismen sind und laufen, obwohl ich das gar nicht will. Die erst den Thera rausschmeissen und dann mich.

Normalerweise ist es so, dass die „kooperativen“ eine gemeinsame Entscheidung treffen – in diesem Fall eben für oder gegen das hinspüren, an Gefühlen und dem Zulassen arbeiten usw.

Tja und im Endeffekt scheitern wir dann an den unkooperativen, den Automatismen.

Dieses Scheitern – tut unglaublich weh. Da sind Gefühle und Tränen und dürfen nicht, ich weiß, dass der Thera da ist und doch kann ich seine Hilfe dann nicht mehr annehmen.

Das Schlimmste ist: es geht nicht mehr darum was ich will oder hoffe – die Automatismen übernehmen einfach. Sie sind destruktiv, kein Schutz, sie mögen alt sein, aber sie verweigern jegliche Kommunikation.

Heute war es etwas anders, denn es war klar, dass ich heute nicht hinspüren will. Dass es heute nicht geht – wir zu wenig Zeit haben (obwohl das nicht stimmt) und dass ich heute den Schmerz des erneuten Scheiterns nicht aushalten könnte.

Am Ende des Termins klingelte es. Das Klingeln dort hebelt mich immer aus, es löst extreme Panik aus und Flashbacks und Co. Heute Panik und Körpererinnerungen. Aber leider nicht greif- oder gar benennbar. Eher in Kombination mit Entsetzen.

Es war eine Patientin der Kollegin meines Theras, aber ich bekam das alles nicht mehr wirklich in Griff.

Wir müssen an dieses Thema wirklich mal ran, weil ich es absolut nicht verstehe – zu Hause hab ich kein Problem mit dem Klingeln und auch wenn ich vor der Tür des Theras stehe und klingle – hab ich kein Problem damit.

Aber während des Termins hebelt es massivst aus.

Das war jetzt in den letzten Monaten kein Problem, weil die Kollegin erst später anfing. Daher haben wir das als Thema auch geschoben.

Nächste Woche dann schauen wir weiter. Übernächste fällt die Thera ja aus.

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