weiter

Der Vormittag war ok, dann fiel mir eine Packung Quark runter – und platzte auf.

Den hatte ich hier, weil ich unbedingt Marillenknödel machen wollte – die Marillen lagen noch im Kühlschrank und auch sonst war alles da – aber so wirklich fit fühlte ich mich nicht.

Beim Aufwischen kippte es dann – und es endete mit Marillenknödel (nur echt mit Topfenteig) aus 1.5 Kilo Topfen.

Tja – und dann fiel mir das Brett mit dem Mehl runter – und verwandelte die Küche in ein Schlachtfeld.

Ich schaffte es noch die Marillenknödel nebeneinader in die Tiefkühle zu legen (sobald dann gefroren werden sie eingetütet und können einzeln entnommen werden).

Ein Teil liegt da noch, der Großteil ist aber mittlerweile eingetütet. Ebenso wie die restlichen Marillen – entkernt und brav zusammen – für die nächste Runde. Oder was es auch immer werden soll.

Aber es war klar – ich muss hier raus. Also auf den Betreuer gewartet und dann mit ihm losgefahren. Zur Post mussten wir sowieso, danach sind wir noch wo hingefahren und dort etwas gelaufen.

Das geht mit ihm gut – wir müssen nicht groß reden oder so – kein Druck, kein unangenehmes Schweigen – einfach nur gehen, mal auch unterhalten – aber alles wie es grad – passt.

Es tut mir gut. Und ich bin sehr froh, dass es möglich ist. Dass es aktuell auch so stabil läuft, dass wir auch Zeit für sowas haben, ohne dass wir dadurch wieder weit hinter her hinken.

Gleich muss ich noch was zu Essen machen, weil ich morgen früh einen Termin hab und daher vorher nicht frühstücken kann – mal sehen was es wird.

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WMDEDGT 07/17

Frau Brüllen fragt wie jeden 5. des Monats: Was machts du eigentlich den ganzen Tag?

Die Nacht war – unruhig. Aber das ist zur Zeit nichts neues. Dass ich morgens Schwierigkeiten habe aus dem Bett zu kommen, ist hingegen für mich als Morgenmensch neu und gefällt mir gar nicht.

7:30 Uhr – ich quäle mich aus dem Bett, freue mich aber auf das frisch gebackene Brot von gestern. Erstmal Bonsai-Tiger und danach mich versorgen und um acht sind wir dann alle im Wohnzimmer gelandet und ich starte den Blogeintrag hier.

10:30 Uhr – Klebereste vom Tape nerven mich seit Tagen – weder Öl noch Schrubben noch sonst was half. Erst Nagellackentferner sorgte heute endlich für Ruhe. Ja dieses Tape klebt wirklich klasse und hält  sehr lange, lässt sich tatsächlich auch mit Öl enfernen, nur die Klebereste, die sind echt hartnäckig. Jetzt weiß ich auch, dass Nagellackentferner gut klappt.

Ansonsten: gefrühstückt, neben her läuft die aktuelle Staffel von Grey’s Anatomy und im Kopf arbeite ich an einem Blogartikel, den ich eigentlich nicht schreiben will, aber denke, dass er – für mich! – wichtig wäre. Brauch da wohl noch etwas Zeit.  Aber es arbeitet – und es tut sich was.

Außerdem das ein oder andere am Computer abgearbeitet, zwei ausstehende Produkte getestet, endlich eine anständige Medikamentenliste erstellt (was dann das Stellen der Medis erleichtern sollte) und es geschafft den Betreuer NICHT anzurufen um abzusagen. Obwohl klar ist, dass ich nicht absagen soll und es auch nicht werde, beschäftigt es mich dennoch. Vermeidungsverhalten. Hier ganz klar – daher auch klar, dass ich eh nicht absagen werde – um dem nicht nachzugeben.

10:35 Uhr – Physio wurde grade abgesagt für heute.

15:30 Uhr – im Moment lebe ich in 2 Welten. Innerlich ist Chaos und Dauerdurchdrehen, nach außen funktioniere ich. Wobei ich bei weitem nicht so funktioniere wie ich gerne würde. Das ist nicht nur für andere – es ist auch für mich. Weil die andere Welt nicht aushaltbar ist grade.

Heute ist ein Tag, an dem die eine Welt die andere immer wieder – stört. Ohne dass ich es greifen kann – da ist einfach viel Druck und Unruhe und der Versuch zu flüchten. Mich ablenke und  – keine Ahnung, vielleicht liegt es daran dass die Physio ausfiel.

Termine helfen mich abzulenken – ich komme raus, zumindest für ne Weile.

Wie auch immer – es ist anstrengend, aber es geht wieder.

Gleich kommt der Betreuer – geplant ist in der Wohnung einiges zu machen. Mal sehen wie weit wir kommen, wie ich das heute hinkriege.

18:15 Uhr: Mit Betreuer etwas Chaos in der Wohnung beseitigt. Zumal ich da im Moment irgendwie nur Chaos zu stiften scheine. Gegen halb sechs haben wir dann aufgehört – besser wäre gut 20 Minuten eher gewesen, aber da ich es nicht gesagt bekam, war es so – war aber auch ok jetzt.

Gleich noch etwas zu Essen machen und dann ab ins Bett. Morgen erstmal recherchieren wie ich einen Maxi-Brief am günstigsten (und nachverfolgbar) nach Amerika schicken kann. Der Rest wird sich finden.

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Thera heute

Sehr intensiv, sehr aufwühlend.

Mich selbst blockierend. Immer noch in altem Mist gefangen.

Hilfe annehmen. Oder eher das nicht annehmen können. Feststecken im Koflikt – Hilfe zu brauchen und dem Gefühl, dass es mir nicht zusteht, ich es alleine schaffen müsste.

Im Kopf sind die Dinge klar, auf  Gefühlsebene jedoch leider nur Kuddelmuddel.

So viele Gefühle, so viele Tränen, so viel Druck in mir, so viel das raus will, aber nicht kann. Weil zusätzlich zu den Automatismen und Co eben auch grad viele Täterintrojekte kommen – und die Probleme Hilfe anzunehmen.

Wir arbeiten dran.

Gestern kurzfristig einen Termin beim Ersatzthera für Freitag bekommen. Inkl. ein paar Fragen, die er für ein Gutachten braucht. Was mich grad wieder völlig verunsichert. Hab mich nicht getraut zu fragen für was. Freitag dann.

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neue Woche – neues Glück

Termin in der Stadt – der dann wegen Krankheit ausfiel. Was ich über einen Zettel an der Tür dort erfuhr.

Da sich heute schon wieder dieses „mir fällt die Decke auf den Kopf“-Gefühl zeigte, entschied ich, das ich die Zeit und den Ort nutze und einfach laufe. Das ist ja immer auch etwas schwierig und mit Anspannung gekoppelt – manchmal auch mit Angst.

Von daher nutzte ich das dann gleich mal als „Angsttraining“. Wobei der Begriff für mich da nicht richtig passt.

Anfangs ist das immer besonders schwer, später geht es meist etwas besser – vor allem wenn ich dann an Orten bin, wo kaum Leute unterwegs und ich mit Musik oder Hörbuch auf den Ohren mich von den restlichen abgelenkt bekomme.

Es gibt mir natürlich auch Sicherheit, dass ich quasi jederzeit abbrechen kann und abgeholt würde.

Wie auch immer – es hat der Psyche gut getan, der Körper motzt immerhin nicht mehr als vorher und beim Laufen selbst ist es ja für eine zeitlang auch oft gut.

Ablenken ist nach wie vor mein Mittel der Wahl. Für zu Hause. Morgen in der Thera hoffe ich doch, da deutlich näher bei mir zu sein und etwas von dem Druck abbauen zu können. Denn Ablenken wird nicht auf Dauer funktionieren – und das möchte ich auch nicht.

Heute jedenfalls nur noch Bett, noch etwas lesen und dann hoffentlich gut schlafen.

 

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raus

Irgendwie ein komischer Tag. Die Nacht war – naja irgendwie wie immer zur Zeit. Nicht grad super, oft wach, unruhig usw. So ist es ja schon eine Weile und bisher wollte ich nicht mit einem Schlafmittel nachhelfen. Wobei das – einmalig – vermutlich Sinn machen würde. Aber noch bin ich nicht soweit.

Heute Morgen wurde ich nicht richtig wach, war schon im Halbschlaf eher unwillig und unruhig und genervt, was das wach werden nicht einfacher macht.

Es ist das Gefühl der Überforderung – schon allein damit mich umzudrehen oder so. Ähnlich wie gestern beim Großeinkauf – es gab diesen einen Artikel nicht – und ich hatte große Mühe nicht in Tränen auszubrechen. Nicht weil der Artikel so wichtig gewesen wäre oder alles durcheinander gebracht hätte – sondern einfach weil eh grad alles viel ist und das eben der Tropfen „zuviel“ war, der alles überlaufen ließ.

Dieses eigenartige Gefühl – das hab ich aktuell auch nachts immer wieder. Dass selbst das umdrehen oder so – schon – zuviel ist und überfordert. Ein echt doofes Gefühl, mit dem ich so gar nicht klarkomme.

Irgendwann stand ich dann auf, dann war es auch soweit ok.

Bis mittags – für mich sehr plötzlich – mir die Decke auf den Kopf fiel und es nur noch um eins ging: ich muss hier raus! Sofort!

Tja – wäre an sich kein Problem. Nur dass ich dann an der Haustür stand und es nicht schaffte raus zu gehen. Es war wie eine Blockade. Ich versuchte mich zu überlisten – was sonst oft klappt – aber nichts.

Der Druck war eh schon groß, die Unruhe ebenfalls und ich wusste, wenn ich wieder in die Wohnung gehe, drehe ich durch.

Nach langem hin und her hab ich entschieden mir ein Taxi zu rufen. Dann muss ich raus – das klappt auch in der Regel. Auch diesmal – bis ich im Taxi saß und auf die Frage „wohin“ keine Antwort wusste.

Im Endeffekt bin ich dann einfach ein Stück raus gefahren und dann gelaufen. 2 Stunden lang – mit Pausen, aber im Prinzip halb spazieren gelaufen, Pokemons gejagt, sofern welche auftauchten und auf den Ohren ein Hörbuch.

Für die Psyche war das gut – sehr gut sogar. Es war auch nötig. Für den Körper leider weniger gut. War ja schmerztechnisch eh schon schlecht aufgestellt durch den Großeinkauf heute – und naja – das wurde dadurch definitiv nicht besser.

Trotzdem: es war die richtige Entscheidung. Ich hätte es hier nicht ausgehalten und da half auch nicht mir zu sagen, dass ich ja morgen eh los muss.

Ich weiß nicht was es war, dass mir die Decke auf den Kopf fällt, kenn ich ja, aber das heute – war schon ziemlich extrem. Da war es dann auch egal, ob ich mir das grad leisten kann oder nicht – ich musste raus und alles andere hatte nicht funktioniert. Die Verzweiflung und der Druck waren so groß, dass klar war, dass ich das jetzt einfach machen muss – wenn es nicht in sehr massives destruktives Verhalten kippen soll. Zumal in solchen Situationen auch das medikamentös abschießen nicht wirklich was bringt.

Wie auch immer – ich war draußen, bin dann gelaufen und das war wirklich gut. Es war defintiv die richtige Entscheidung – egal ob ich verstehe warum oder wieso das jetzt so war wie es eben war.

Nach etwa zweieinhalb Stunden kam ich völlig fertig wieder zu Hause an. Schmerztechnisch nochmal ein Stück höher auf der Skala, aber dafür psychisch wieder deutlich besser.

Und ich bin hundemüde, was mir vielleicht eine etwas bessere Nacht bescheren könnte.

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Wochenende

Nachdem der Betreuer verschlafen hatte, sind wir mit Verspätung zum Großeinkauf los gefahren. Aber wir sind ganz gut durchgekommen – am Ende dauerte es aber leider doch über 4 Stunden.

Was aber daran lag, dass wir auch zum zweiten Kaufland mussten, weil der erste so gut wie leer gekauft war und ich von meinen Sachen nicht mal die Hälfte bekommen hab. Auch im anderen war einiges schon aus. Keine Ahnung was da heute los war.

Zu Hause hab ich dann erstmal die letzten Shirts gefärbt – sind wirklich toll geworden – nur bei einem ist noch ein Fleck geblieben, überlege, ob ich die anderen doch auch noch mal überfärbe, da man jetzt wirklich nichts mehr sieht.

Außerdem bisschen gestrickt und sonst versucht etwas zur Ruhe zu kommen. Was vor allem körperlich grad mehr als nur notwendig ist. Einfach wieder viel zu viel gemacht und auf der Schmerzskala nach oben katapulitert.

Nebenher liefen Serien und ich arbeitete ein paar Sachen am Computer ab.

Es tut mir gut, dass wieder mehr Rhythmus drin ist – abends wieder regelmäßig lesen und nicht allzuspät ins Bett, morgens wieder zu einer „normalen“ Zeit für mich raus.  Die Nächte sind – nicht grad toll, aber noch im Rahmen.

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es geht weiter

Im Moment geht es einfach immer weiter. Tag für Tag – und das ist gut so.

Heute traf ich mich mit K. Bei ihm hat sich viel getan und das freut mich sehr.

Der Tag heute war ok. Hoffe heute auf eine gute Nacht, da wir morgen sehr früh zum Großeinkauf los wollen – in der Hoffnung durch zu sein, bis die Leute aufstehen und die Läden stürmen.

 

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lecker-schmecker

Vormittags erstmal den Einkaufszettel fertig gemacht.

Nachmittags hab ich mich mit MissMutig und ihrem Sohn zum Eis essen getroffen. Trotz Dauerregen hatte ich vor, mich durch einige Eissorten zu probieren.

Es war wirklich sehr sehr lecker.  Neben meinem Standartfavoriten Pfefferminz fand ich vor allem Ingwer-Cream unglaublich lecker – wenn auch nicht sehr nach Ingwer schmeckend.

Aber am Schönsten war es, das mit den beiden zu machen. Sie haben mir wirklich sehr gefehlt und es war einfach nur schön mit den beiden und ich freu mich sehr drüber, dass ihr Sohnemann es kaum erwarten kann, wieder mal bei mir zu übernachten oder wenigstens auf Pokemon-Jagd zu gehen. Beides werden wir in den Ferien sicher unterkriegen. Für mich ist das ein Geschenk.

Trotz der Kälte, weil wir nämlich drinnen keinen Platz bekamen und so unterm Schirm im Regen draußen saßen, war es wirklich sehr schön mit den beiden.

Morgen treffe ich mich mit K. Übermorgen dann Großeinkauf.  Dann hab ich 2 Tage frei, da der Betreuungstermin vom Montag auf Donnerstag verschoben wurde (was mir aber ganz gut passt).

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Mittwoch

Erster Physiotherapie-Termin nach der Klinik. Eigentlich wollten wir nächste Woche starten, aber nachdem das Knie dermaßen zickt und Probleme macht, hatte ich ihn letzte Woche angeschrieben, ob wir doch schon eher starten könnten.

Letzte Woche wäre es nur eine Stunde später als sonst gegangen und da ist der Geräteraum nicht frei – das war mir aber wichtig – also starteten wir heute.

Das Knie zickt immer noch (und sogar etwas mehr als mir bewusst war, was dort sehr schnell klar wurde) und ich hoffe sehr, dass wir das schnell wieder in Griff kriegen. Die haben einen neuen Crosstrainer, der leider fürs Knie gar nicht gut ist. Was jetzt aber ja nicht schlimm ist, weil ich ja selbst einen passenden habe – und ihn auch nutze.

Vorher versuchte ich in einem Raid einsam und alleine einen deutlich über 34 Tausender Despotar zu bekämpfen, was natürlich völlig umsonst war. Als Verstärkung kam, muss ich aber leider los – und nach der Physio standen die vier noch immer da und versuchten vergeblich den zu knacken. Ich bekam leider keine Verbindung mehr – erst als dann die Zeit um war.

Es hat mir gut getan raus zu kommen.

Wieder dahein ging es weiter mit eher ungesundem Essen (und trotzdem geht das Gewicht grad deutlich nach unten, was ich nicht verstehe, denn bei relativ gesundem Essen stagnierte es) – sprich Pommes und Berner Würstel, weil letztere weg mussten und irgendwie gehören da für mich halt Pommes dazu.

Da die Betreuungsstunden für mich grad sehr schwierig sind (Hilfe annehmen versus „du musst das doch alleine hinkriegen und überhaut!“ gekoppelt mit schlechtem Gewissen, Zweifel usw), war heute eher kleines Programm. Da die Friteuse immer noch die Küche blockierte (und ich Schiss hatte, dass es noch zu heiß ist und irgendwas passiert beim umstellen), stellte der Betreuer erstmal die Medis für die nächsten 4 Wochen und ich versuchte dem Chaos im Bad Herr zu werden. Da standen nämlich die Kliniksachen noch in Beutel und Eimer verpackt rum.

Danach noch kurz Küche und auch kurz mit Betreuer reden und erklären, warum das grad so schwierig für mich ist und dass es nicht an ihm liegt – im Gegenteil – seine Art ist mir eine große Hilfe es dennoch annehmen zu können. Trotzdem hab ich gestern und heute oft das Telefon in der Hand gehabt mit dem Vorsatz ihm abzusagen. Nur aus – Angst irgendwie. Und es nicht geschafft ihn zu bitten, mich in den nächsten Wochen einfach nicht absagen zu lassen. Samstag dann Großeinkauf. Und nächste Woche ist ein Termin anders – wahrscheinlich.

Egal.

Beim Pflägermeister hatte ich über eine Doku-Serie gelesen – Feuer und Flamme –  und mir diese dann heute über die Mediathek gleich mal reingezogen. Der Rettungsdienst ist das einzige aus meiner Vergangenheit, was mir wirklich fehlt. Hatte ich nach dem Umzug nach Göttingen sogar überlegt wieder aufzunehmen – bzw wenigstens das Halten von Erste-Hilfe-Kursen – aber dann schnell gemerkt, dass ich das leider nicht mehr schaffe. Rettungsdienst war sofort klar, das mit den Kursen erst etwas später.

Das hab ich immer gern gemacht und ja – das fehlt mir. Entsprechend interessiert mich das Thema an sich natürlich auch sehr.

So ist es auch kein Wunder, dass mich diese Doku heute gut abgelenkt hat.

Ansonsten hab ich die Angebote jetzt durch, mir rausgeschrieben was für mich interessant ist und das muss ich in den nächsten zwei Tagen zu einem Einkaufszettel zusammenschustern. Die nächsten zwei Monate werden etwas enger, aber machbar. Ist halt immer ein Schieben und Schauen und Rechnen – doch das ist es ja jeden Monat und ich bin mir auch sicher, dass das auch diesmal schon klappen wird.

Aber nicht mehr heute – morgen dann – oder übermorgen.

Morgen freu ich mich auf ein Treffen und Eis essen (und zwar da wo ich noch nie war und es sehr viele und auch eigenartige Eissorten wie „Tanne“ geben soll) – und ich hab fest vor, da morgen wirklich zuzuschlagen und lieber viele kleine als ein großes Eis zu testen. Das wird Mittag- und Abendessen zusammen und auch am Frühstück werde ich  sparen.

Vor allem aber freu ich mich auf MissMutig und ihren Sohn – ob ihr Lebensgefährte mitfährt, weiß ich immer noch nicht – werde ich morgen ja sehen. Ich würde mich freuen, wenn er dabei ist.

Und weil das wohl falsch rüberkam: ja es ist viel Mist gelaufen in der Klinik, aber ich glaube nach wie vor, dass die an sich gut sind, es bei mir an der Konstellation lag.

Ich bin noch am sortieren, es gab vieles, was Altes angetriggert hat und das macht aktuell auch Probleme, aber es gab auch Sachen, die ich mitnehmen konnte, die mich ein Stück weiter gebracht haben. Damit ich diese auch nicht nur sehen, sondern auch entsprechend würdigen und nutzen kann, muss ich da eben sortieren. Weil sonst das Negative das Positive auf Dauer irgendwann „auffrisst“.

Im Kopf sind die Dinge klar, auf der Gefühlsebene mischt sich da leider grade sehr viel – auch auf ungute/destruktive Weise – daran arbeite ich. Das will ich nicht zulassen und ich bin mir auch sicher, dass ich das – mit der Hilfe des Theras – geklärt kriege.

Dass da aktuell natürlich viele Täterintrojekte und Widersacher das Sagen haben, die dafür sorgen, dass es ein chaotisches Mischmasch wird/bleibt ist zwar klar. Dass es klar ist, bedeutet aber leider nicht automatisch auch, dass man denen was engegengesetzt oder sie ganz in ihre Schranken verwiesen bekommt.

Aktuell ist mir vor allem wichtig, dass es im Kopf klar bleibt. Denn wenn es sich auch da zu vermischen beginnt, hab ich ein großes Problem. Und Gefühlsebene und Widersacher machen das manchmal wirklich schwer.

Im Endeffekt ist das ein Nachbearbeitungsprozess, der fast immer nötig ist. Sortieren, nochmal mit Distanz drauf schauen und dann eben auch schauen wo man jetzt steht. Im Moment arbeite ich an dieser Distanz – vor allem zu bestimmten Dingen aus dieser Zeit.

Das heißt nicht, dass alles nur schlimm oder Katastrophe war oder es mir jetzt nur wegen des Aufenthaltes so geht  wie es halt grad ist.

Es ist viel in Bewegung geraten – was an sich gut ist – sehr gut sogar. Weil es bedeutet, dass es auch weiter geht – und eine Entwicklung da ist. Kein Stillstand. Wir müssen nur das gute noch vom nicht so guten trennen.

 

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Thera heute

Irgendwie nicht in Worte zu fassen. Ein ziemliches emotionales Chaos, mit Vermischen von Dingen auf eine Art und Weise die gar nicht gut ist. Das weiß ich und krieg es dennoch nicht gestoppt oder gar sortiert.

Verirrt in Satzfetzen, die aus Zusammenhängen gerissen zu einem unguten Mischmasch werden und Bedeutungen kriegen, die noch mehr Chaos stiften.

Immer wieder über bestimmte Worte stolpernd, die völlig verunsichern und Täterintrojekte/Widersacher füttern – so sehr, dass ich nicht mehr weiß was wirklich real war und ist.

Entsprechend ein sehr intensiver Termin. Und ein sehr chaotischer.

Irgendwie wohl grade an einem wichtigen Punkt, einem zentralen Punkt, der Altes in Frage stellt und doch noch nichts Neues greifbar hat. Der vielleicht irgendwann einen neuen Ansatz ermöglicht. Zumindest wenn ich in dem Chaos die Orientierung wieder finde.

So kryptisch wie es hier steht, so unklar ist es auch für mich. Was mich kirre macht, weil ich sowas hasse.

Alles weil ich so verunsichert bin, dass ich alles in Frage stelle. Vor allem mich und meine Gefühle, Gedanken, mein Wahrnehmen, Erleben.

So sehr, dass ich es nicht schaffe das Chaos in Worte zu fassen. Als würde bei jedem Denken und Fühlen alles von bestimmten Stichworten, die laut zwischengebrüllt werden, blockiert. Was noch mehr Durcheinander und Vermischen und nicht mehr getrennt kriegen zur Folge hat.

Das was ist – ist der Grund, warum ich mich im Moment versuche abzulenken, einfach nicht nachzudenken oder gar hinzuspüren, in der Hoffnung nicht noch mehr undurchdringbares Chaos zu schaffen. Dann lieber weit weg und hoffen, dass ich es mit dem Thera zusammen schaffe da wieder Durchblick zu kriegen.

Da arbeitet grad was – auf vielen Ebenen – und ich hoffe, dass die konstruktiven im Endeffekt überwiegen werden – und gewinnen.  Und dass es bis dahin wenigstens so bleibt, dass ich vom Kopf her weiß, dass da grad einiges in falschen Zusammenhängen läuft. Dass es mir bewusst bleibt und damit irgendwann das Gute vom Negativen getrennt werden kann.

Bis ich wieder an dem Punkt bin, dass ich meiner Wahrnehmung, meinem Erleben, meinen Gefühlen wieder trauen kann. Denn aktuell traue ich ihnen zu recht nicht.

Kein schöner Gedanke. Nichts worauf ich stolz bin und etwas, bei dem ich aktuell sehr froh bin, dass ich einen Thera habe, dem ich vertrauen kann. Der mir helfen kann, da wieder Realität rein zu bringen, wo ich sie grad zu verlieren drohe.

Bis dahin auf das konzentrieren was klappt, was geht, was funktioniert. Eben funktionieren, ablenken, damit es nicht noch undurchdringbarer wird. Was gut klappt, solange ich mich eben möglichst nicht mit mir beschäftige. Denn allein stifte ich da grad nur noch mehr Chaos. Das kann ich mir grad nicht leisten.

Also bleibt es dabei – im Alltag im hier und jetzt bleiben, ablenken, nicht groß denken oder fühlen. Nur sein. Balance halten zwischen Ruhe und Aktivität. Ruhe und Funktionieren.

Wenn es dann für mich klarer wird, formulierbarer, werde ich es auch hier klarer schreiben können.

 

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Wochenstart

Der Montag startete recht ruhig, ein paar Produktbewertungen abarbeiten, die eine oder andere mail beantworten, bisschen was nachlesen, die Angebote dieser Woche durch gehen (Samstag ist Großeinkauf) usw. Außerdem hab ich dem Thera eine mail geschickt – weil mich ein (oder zwei) Themen nicht in Ruhe lassen und ich glaube, dass da was dran ist und es vielleicht ein neuer Ansatzpunkt sein könnte.

Mittags gabs Süßkartoffel-Pommes und kurz vor vier kam dann der Betreuer. Erst holten wir Rezepte ab, dann übernahmen wir 2 Arenen und gingen eine Runde spazieren bevor wir die Rezepte dann in der Apotheke einlösten.

Einfach raus kommen – das hat sehr gut getan.

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Sonntag

Viel Ruhe, sehr viel Bonsai-Tiger-Kuscheln, Nägel machen (wobei es wohl so aussieht, dass ich die morgen nochmal machen darf), nebenher lief erst Cesar Milan und später dann Serien.

Das Essen ist grad nicht das gesündeste, aber auch nicht nur ungesund – und ich schaff es regelmäßig auf den Crosstrainer.

Ein eher guter Tag, trotzdem bin ich froh, dass morgen die neue Woche anfängt und ich mal raus komme. So viel Zeit zu Hause tut mir auf Dauer nicht gut.

 

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Wochenende

Mit dem Betreuer wieder einiges geschafft – leider nicht alles, aber ich denke das war auch unrealistisch.

Dennoch ist es jetzt ein Level, mit dem ich auch klar komme und nicht schon damit überfordert bin, weil da Sachen rumstehen und allein deshalb schon gar nichts geht hier.

Montag hol ich mit dem Betreuer Rezepte und bring die auch gleich zur Apotheke, ansonsten würde ich einfach nur gern wo spazieren gehen. Mir fällt hier grad wieder die Decke auf den Kopf – und unerklärlicherweise ist alleine rausgehen wieder schwierig.

Das war ja auch in der Klinik eine Überwindung, aber jetzt nicht wirklich angstbesetzt – keine Ahnung warum das hier wieder ein Problem ist (war es vor der Klinik ja auch schon). Dabei ist es kein Problem wenn ich einen Termin hab.

Insgesamt ein Tag, der durchaus ok war, mehr Mittelfeld – nicht gut, aber auch nicht schlecht. Ohne große Höhen oder Tiefen, was für mich grad auch passt – ist gut aushaltbar.

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es wird

Es wird langsam. Immer noch mit viel Ablenken, aber insgesamt wieder etwas näher bei mir – aushaltbar bei mir.

Die Bonsai-Tiger sind friedlich – bisher kein aufmuken oder ähnliches. Aber mal noch abwarten ob da nicht noch was kommt.

Die Garage wurde gestern leider tatsächlich geflutet – mal schauen ob der Kratzbaum bis morgen wiede soweit trocken ist um ihn in der Wohnung aufzustellen.

Da ich Rezepte einsammeln musste, hab ich auch gleich mal versucht rauszufinden, wie das jetzt mit den neuen Arenen so läuft. Mich dabei wirklich nett mit mir fremden Mitspielern unterhalten. So verging die Wartezeit dann sehr schnell

Es ist grad ok so wie es ist. Darüber bin ich wirklich sehr froh. Ein zur Ruhe kommen.

 

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wieder komplett

Nachdem der Vermieter dann die Armatur getauscht hat, rief auch schon MissMutig an, dass sie jetzt losfahren würde.

Wir brachten dann erstmal die Katzen ins Wohnzimmer, das Nötigste nach oben und den  Rest lagerten wir wieder in der Garage – das kann dann die nächsten Tage so nach und nach hoch in die Wohnung.

Die Bonsai-Tiger waren bisher sehr friedlich – genaugenommen waren sie, sobald MissMutig dann weg bald auf ihre Schlafplätze verschwunden und seitdem nicht mehr aufgetaucht.

Vor allem hab ich mich aber gefreut MissMutig wieder zu sehen. Ich hab sie echt vermisst. Nächste Woche wollen wir – zusammen mit ihrem Sohn, ob auch ihr Lebenspartner mitkommt weiß ich grad nicht – Eis essen gehen. Übernächste Woche fahren sie ja weg.

Seit ich wieder hier bin, hab ich wieder mit Gitarre angefangen – wieder brav nur 5 bis maximal 10 Minuten – und bisher geht es tatsächlich ganz gut.

Im Moment sind Maler im Haus, die im Flur die Türen und auch die Garagen und Teile der Außenwand streichen . Wird bei der nächsten Nebenkostenabrechnung wohl nichts zurück geben. Ich hoffe nur, dass die jetzt bei dem heftigen Gewitter die Tür der Garage wieder zugemacht haben, sonst sind nämlich meine Sachen nass.

Nebenher liefen Waschmaschinen. Ich hatte ja in der Klinik versucht mit Dylon-Farbe Shirts zu färben und diese völlig versaut.

Da wollte ich jetzt probieren, ob es mit einem sehr dunklem Braun (oder zur Not auch Schwarz, aber das trag ich nicht so gerne) möglich ist, die doch wieder „nutzbar“ zu machen.

Dazu wollte ich noch die vom vorletzten Mal übrig gebliebene grüne Farbe für ein Shirt und eine Hose nutzen. Die sind jetzt auch fertig und es läuft grad die zweite Ladung in dunkelbraun.

Bei der ersten sieht man noch dunklere Stellen, allerdings muss ich es erst trocknen lassen, erst dann kann ich sagen, ob man das so noch tragen kann oder nicht. Aber zumindest für zu Hause ist es so ok.

Gegen halb sechs müsste die letzte Ladung fertig sein und dann muss ich nur noch einmal Restfarbe auswaschen und dann aufhängen.

Ich hab es auch geschafft bei Ärzten anzurufen und mich um die Rezepte zu kümmern.

Insgesamt war es heute ein guter Tag, er war anstrengend und manches war auch schwierig, aber ich hab alles geschafft, was ich machen wollte.

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Wohnung

Zusammen mit dem Betreuer hab ich beim Auspacken der Sachen wirklich viel geschafft heute. Den Rest sollten wir am Samstag hinbekommen.

Außerdem hab ich den Vermieter angerufen. Mein Wasserhahn in der Küche sprudelt überall,  vor allem an mehreren Stellen, an denen er definitiv nicht soll. Ich trau mich ihn so gar nicht nutzen, auch wenn der Betreuer heute geschaut hat – es läuft nichts in den Schrank. Das hab ich mich gestern nämlich nicht mal nachschauen getraut.

Da der Vermieter Anfang der Sommerferien meist in Urlaub fährt, war halt nötig, ihn auch zeitnah anzurufen. Er will jetzt morgen Vormittag vorbeikommen.

Ich hoffe einfach auf Funktionieren und dass es recht schnell vorbei ist.

Morgen kommen ja auch die Bonsai-Tiger – das könnte in etwa zur selben Zeit sein, was für mich aber dann auch gut ist – lenkt ab – und vor allem freu ich mich wirklich sehr MissMutig zu sehen und ich hoffe einfach, dass sich die Katzen hier schnell wieder einleben und es nicht das Chaos wird, was ich befürchte.

Denke nämlich dass die Kleine Maus, die plötzlich so extrem dominant ist, die Umstellung mit vielen Pinkeleien quittieren wird. Für übernächste Woche ist aber großes Waschen angesagt – und da es eh so heiß ist, kann ich auch die Bettdecke in Sicherheit bringen.

Die Koffer und Kisten sind soweit leer. Wir haben für jeden Raum jetzt eine Kiste – so dass alles zumindest in den Räumen ist, in denen es hin soll. Bad, Wohnzimmer (vor allem die Hobby- und Skillsachen) und eine Kiste mit Klamotten müssen noch verräumt werden – wobei ich eigentlich nur vor der Wohnzimmer-Kiste Schiss hab – das werde ich dann am Samstag mit dem Betreuer machen, alleine schaff ich die nicht.

Die anderen Sachen sollten klappen.

Zum Schluss haben wir noch den Ventilator aus der Garage hoch geholt. Wobei ich sagen muss, dass ich – solange ich nicht raus muss – mit der Hitze ganz gut klar komme.

Morgen also Vermieter in Wohnung lassen, hoffen, dass er es repariert bekommt und es möglichst schnell erledigt ist (wobei ich ja die Befürchtung habe, dass es nicht nur um Dichtungsring geht, sondern wirklich um Armatur).

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Licht und Schatten

Ich bin immer noch sehr froh wieder daheim zu sein – und ich freu mich auf MissMutig und die Bonsai-Tiger morgen.

Solange ich mich ablenke geht es mir gut.

Da ist viel Licht und Sonne und genießen können.

Ich darf nur nicht hinspüren, dann schwindet das Licht und die Schatten übernehmen.

Zweifel, Ängste, Täterintrojekte und Co.

Manchmal ausgelöst durch Flashbacks. Denn dummerweise bekomme ich das blöde Fass nicht zu, dass letzte Woche doch angedacht war. Dass ich aufgemacht hab, als es um die Frage nach einer Traumaexposition ging.

Es ist nicht wirklich offen, nur leider auch nicht zu. So als reines Bild – krieg ich es gut hin. Schwieriger sind die Körpererinnerungen.

Die krieg ich auch hin, aber dann sind die vielen Themen da – der Klinikaufenthalt, die Schwierigkeiten dort aber auch die Themen die dort waren.

Sobald dann die Traurigkeit dazu kommt – blockiere ich. Konzentriere ich mich wieder aufs Ablenken, merke wie die Schatten zurückweichen und es wieder heller wird.

Irgendwann wird es auch da wieder ein „dazwischen“ geben. Im Moment ist es gut so – ist für mich das mit dem Ablenken auch in Ordnung.

Denn es fehlt noch die Struktur – es fehlen die vertrauten Termine, der vertraute Alltag. Den wird es in nächster Zeit auch nicht geben. Also schaue und suche ich nach Alternativen. Auch das ist gut so.

Vielleicht ist es die Angst in ein Loch zu fallen – zu viel Zeit allein, zu  viel unverarbeitetes und brodelndes im Inneren, ein zu sehr ans Funktionieren klammern – damit ich es mit mir selbst aushalten kann.

Es ist eine Übergangszeit – und für diese Zeit ist es so auch ok. Es wird wieder Alltag geben, es wird ein sortieren und damit umgehen können geben. Und es wird auch wieder sein, dass Licht und Schatten da sein können ohne einem „entweder-oder“.

Ich brauche Zeit, für manches brauche ich auch Hilfe. Mir diese zugestehen – das ist das, woran ich grad zu knabbern hab. Aber auch das wird sich wieder regeln.

Viel Kopf, wenig Gefühl und der Versuch dem Körper trotzdem genug Raum zu geben. Sei es mit Crosstrainer oder raus gehen oder einfach gut für ihn sorgen.

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Thera heute

Es ging natürlich um die Klinik, was ich da mitgenommen hab, was nicht gut war und im Endeffekt dann ums differenzieren.

Das hatte mir in der Klinik ja gefehlt. Ja es gibt Vermeidungsverhalten – auch nicht zu knapp. Aber bei den Gruppen ist es nicht nur das und an anderen Stellen auch nicht.

Das selbe gilt für Krankheitsgewinn – wobei da deutlich weniger da ist, als die immer behaupteten.

Es war irgenwie schwarz-weiß – nur entweder komplett und mit allem – oder eben nicht. Nur dass es nicht so einfach ist.

Und dass ich gemerkt hab – bis vor zwei Wochen war mir dsa auch klar, konnte ich gut differenzieren – trotz dem äußeren schwarz-weiß-Denken. Aber in den letzten Wochen kamen immer mehr Zweifel.

Nicht daran, ob sie recht hätten, sondern daran, ob ich meinem Gefühl – trauen kann. Es bediente alte Muster, es bedienter einen Täterintrojekt-Komplex und ich merkte, dass mir das differenzieren immer schwerer fiel.

Auch weil kein Raum für da war – ich das Gefühl hatte so sehr dafür kämpfen zu müssen, dass es eben nicht immer nur schwarz und weiß gibt, dass ich selbst das grau nicht mehr klar definiert bekam – es – verschwamm, wurde zu „einer“ Farbe, statt zu einer Farbpalette.

Ein bestimmer Komplex an Widersachern/Täterintrojekten, der für mich eigentlich klar ist, wurde immer schwieriger in seine Schranken zu weißen, weil er sich auf Aussagen von „Fachleuten“ berief. Aussagen, die ich in der Klinik immer wieder zu hören bekam und so sehr auch bis heute das Gefühl klar sagt: hier und hier stimmt es, hier und hier aber überhaupt nicht – so sehr fing ich an diese Gefühle in Frage zu stellen.

Das war heute Thema, dass es ja nicht darum geht, dass das Gefühl sich verändert hätte, sondern darum, dass ich es in Frage stelle, ihm nicht traue.

Wir versuchten dann ganz konkret an Beispielen einfach zu – differenzieren. Wo könnte was dran sein, so ist es auch ganz klar so und wo eben nicht.

Das war gut und wichtig.

Bis wir dann zu einem Punkt kamen – den wir vorher auch hatten – aber der Thera nachfragte. Es ging um den Blog – was er für mich ist usw.

Er fragte dann nach ob es da wirklich um Krankheitserhaltung geht oder ob es auch was gibt, was gut tut und mich auch weiter bringt.

Seine Frage war so gestellt, dass ich eben auch aussprechen sollte, dass es nicht um Erhaltung geht, sondern um Reflektion, Dokumentation, auch mal Luft machen und dass ich ja auch von euch Lesern immer wieder mal einen Tipp bekomme, den wir dann in der Thera auch gut und sinnvoll umsetzen konnten.

Es war diese Frage, dieses hinsehen, gesehen werden und eben – differenzieren. Im ersten Moment wusste ich nicht recht was los war – zu viel Gefühl, zu viel Tränen, zu sehr um Fassung ringen.

Da kam einfach einiges zusammen – dass mal wirklich jemand auch sieht und interessiert ist auch daran – zu differenzieren, dass es ok ist, dass ich einfach sein kann – ohne Druck, aber auch der massive Druck der da war – und ist. Dass ich den grad gar nicht wirklich los lassen kann, weil er grad alles noch zusammenhält.

Da war so viel Druck, so viele Tränen, so viel Gefühlsmischmasch, dass in diesem Moment kaum noch handhabbar war und mir bewusst machte, warum auch ich den Druck aufrechterhielt: weil er den Decken auf das Gefühsfass drückte. Das Fass so voll, dass es viel Druck braucht um den Deckel drauf zu halten.

Dazu das Gefühl des – sein dürfen – und auch des erwünscht seins. Das hatte ich die letzten Wochen nämlich in der Klinik nicht mehr – es war eher ein sich Zeit erkämpft haben, aber gefühlt auch ein „eigentlich wollen die ich hier nicht mehr haben“. Das mag Interpretation sein – keine Ahnung.

Das erklärt auch, warum für mich mit immer mehr Druck, immer weniger bei mir sein möglich war – es ja doch immer wieder nur ums nach außen funktionieren ging. Wahrscheinlich wäre ich zusammengeklappt, wenn dieser Druck plötzlich rausgenommen worden wäre.  Aber das sind was wäre wenn Fragen – die bringen mich auch nicht weiter.

Es fing schon an als ich auf den Thera wartete – und er, als er kam, sagte: Schön, dass Sie wieder hier sind. Und zwar so, dass das auch ankam, es war ehrlich.

Das Gefühl, dass einfach wirklich Interesse da ist zu verstehen und auch die graue Farbpalette sowohl sein darf, aber vor allem auch gesehen und genutzt wird. Dass auch klar ist, dass es die gibt – und ein hinschauen wo ist wie viel von was – auch Sinn macht.

Es geht nicht darum, dass ich recht kriege, aber dass etwas da sein kann und an anderer Stelle aber auch klar nicht da sein kann. Dass es Vermeidungsverhalten gibt – die ganzen Automatismen, die Gefühlsausdruck blockieren gehören da rein, aber dass das nicht automatisch bedeutet, dass es bei Gruppen genauso ist.

Und es gab einen Raum für die Zweifel, für das „ich weiß grad gar nicht was ich diesem Komplex entgegensetzen soll, was ich dem verbal entgegen könnte“, dass ich selbst anfing immer weniger Grau-Töne zu sehen und gleichzeitig wusste – sie sind dennoch da und haben nach wie vor ihre Gültigkeit.

Es ging auch um den Kurzarztbrief. Darin geht es darum, dass dringend empfohlen wird das Helfernetzwerk zu reduzieren.

Damit hatte ich den Termin angefangen. Und es hatte erstmal ein irritiertes Kopfschütteln des Theras zur Folge. Ja ich hab viel Hilfe. Hilfe die ich brauche.
Hilfe, bei der wir immer wieder mal schauen, was davon noch nötig ist. Bei der ambulanten Betreuung ist es ja so, dass wir durchaus auch Situationen ausprobieren – also auch beim Einkaufen mal schauen, dass ich alleine im Laden bin, er draußen im Auto wartet oder ähnliches.

Wenn das mit dne Terminen klappt – komme ich ja auch mal eine Woche ohne klar. Das war vor gut einem Jahr noch anders – da klappten ja auch die Termine nicht.

Für mich ist es eh schon schwierig diese Hilfe anzunehmen.  Ja ich hab sie und ich nutze sie – und ich bin sehr froh darüber. Aber im Moment fällt es mir sehr schwer. Ich hatte sehr große Probleme meinen ambulanten Betreuer anzuschreiben, ob er ab dieser Woche die Termine wieder machen kann.

Das ist etwas, was aktuell durch den Aufenthalt deutlich schlechter ist als davor – die Anspannung, die Schuldgefühle, Scham und Versagensgefühl – weil ich die Hilfe brauche. Das Niedermachen, weil ich es nicht alleine hinkriege, das Reduzieren der Hilfe auf das Minimum.

Auch das haben wir heute angeschaut. Da werden wir wohl noch den einen oder anderen Termin mit verbringen.

Was besser klappt ist andererseits Grenzen wahrzunehmen und auch dafür einzustehen. Zumindest dann, wenn ich dem Gefühl auch traue.

Mir ist im Termin einiges klarer geworden. Erstmal müssen wir schauen, wie ich den Druck rauskriege – den mach ich mir ja selbst. Wobei es da für mich halt auch ums funktionieren geht.

Insofern ist vielleicht gar nicht schlecht, dass in den nächsten Tagen nicht viel außer Haus ansteht – ein auch irgendwie gezwungen sein es mit mir selbst auszuhalten. Mit mir und nicht nur mit der Fassade nach außen.

Nach wie vor glaube ich, dass die Klinik an sich nicht schlecht ist. Dass bei mir einfach ungünstige Umstände zusammentrafen, die das so laufen ließen wie es halt lief. Dass es in der Kostellation, die ich dort hatte, für mich nicht funktionieren konnte, es anders gelaufen wäre, wenn andere Therapeutin oder Oberärtzin gewesen wäre.

Es passte einfach nicht. Von mehreren Seiten – und dieser Konstellation durchaus auch von meiner Seite her.

Ich konnte die Umstände auch benennen, die sind für ich klar. Ob ich die hier mal aufschreibe – weiß ich nicht. Aktuell hab ich dazu zu wenig Distanz. Aber mir ist wichtig, dass sie für mich klar sind und aus Sicht meines Theras auch – verständlich.

Es war ein guter Termin, ein sehr intensiver und teilweise aufwühlender, aber auch an vielen Stellen klärender.

Ich bin heilfroh, wieder daheim zu sein – und auch dass das mit der ambulanten Therapie so schnell weitergeht.

Erschreckt hat mich, dass das Interesse und das gesehen werden – so viel auslöste. Mir wurde einiges erst im Nachhinein klar, Dinge, die mir während ich noch dort war, nicht auffielen. Und ich hab die Befürchtung, dass da noch einige andere dazu kommen werden.

Es ist nicht grad angenehm da hinzuschauen und noch unangenehmer, die eigenen „Fehler“ dabei zu sehen. Aber mir ist das wichtig und ich glaube auch dass es nötig ist, damit ich mit dem Aufenthalt irgendwann abschließen kann.

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wieder daheim

Eigentlich wollte ich das Zimmer räumen und dann noch drüben auf dem Marktplatz etwas sitzen und auf den Fahrer warten. Allerdings rief er an, dass er in 15 Min da sei – und ich hatte das Zimmer noch nicht an die Dame der Rezeption übergeben können, die war noch auf dem Weg zu mir – Zimmerabnahme und eben helfen meinen Kram nach unten schaffen.

Bis ich alles unterschrieben und meine Briefe bekam, stand auch schon das Taxi vor der Tür.

Die Heimfahrt dauerte dann wegen einer Sperrung der Autobahn wegen eines Unfalls doch deutlich länger als gedacht.

Gegen halb drei war ich dann zu Hause, wurde von einem liebevollen Plakat an der Wohnungstür willkommen geheißen und fand auch auf dem Balkon noch sehr liebe Gesten – liebe MissMutig und Familie – vielen lieben Dank für alles!

Mein Kram ist – bis auf zwei Kisten, in denen eben das wichtigste drin ist – in der Garage – das mach ich dann nach und nach die nächsten Tage.

Der Kurzbrief ist – amüsant – aber mit was ähnlichem hab ich ja gerechnet. Ehrlichgesagt bin ich gespannt was mein Ersatzthera dazu sagen wird.

Da ich aber da eh noch keinen Termin hab, wird das wohl noch etwas dauern und er vermutlich vorher sogar noch den ausführlichen Arztbrief zugeschickt bekommen, bevor ich ihn sehe.

Aber ich merke jetzt zu Hause auch, dass die mich in manchen Bereichen wirklich arg verunsichert haben und ich zwar klar weiß, was mein Gefühl sagt, aber das auch sehr in Frage stelle – wieder einmal. Da ist doch noch das ein oder andere auch aufzuarbeiten.

Ich vermisse die Bonsai-Tiger – und überlege ernsthaft, ob ich sie nicht doch eher hole (geplant war ja am Wochenende).

Heute nicht mehr – das ist klar – ich bin einfach nur platt und muss wenigstens die nötigsten Sachen noch auspacken. Aber ich überlege schon, ob ich das nicht morgen oder Mittwoch machen möchte – wenigstens die Katzen, den Kram können wir dann ja die Tage mal nachholen, wenn bei MissMutig der Stress weniger wird. Erstmal die heutige Nacht abwarten.

Morgen hab ich dann den ersten Thera-Termin nach der Klinik – und bin heilfroh, dass das so schnell geklappt hat. Danach muss ich mich um einige Rezepte kümmern, da Ende der Woche die Sommerferien und damit auch die Urlaubszeiten anfangen.

Was mir hier am meisten auffiel – ich bin rein gekommen, hab erstmal die Fenster aufgemacht und stand einfach nur da und – atmete. Tief ein und aus. Mit dem Gefühl endlich wieder atmen zu können.

Dabei war mir nie aufgefallen, dass das in der Klinik für mich nicht wirklich ging, dass da permanent auch die Anspannung so hoch war und das Atmen halt aufs „allernötigste“ begrenzt war. Ehrlichgesagt hat mich das im ersten Moment etwas erschreckt.

Nicht dass es so war, sondern dass ich das absolut gar nicht wahrgenommen habe, mir erst dann hier auffiel, wie ich einfach dastehe und tief ein und ausatme, dieses tiefe Atmen können einfach nur genieße und da erst merke, wie sehr mir das auch gefehlt hat. Obwohl mir das vorher wie gesagt gar nicht auffiel – und damit eben auch nicht bewusst gefehlt hat.

Es ist und tut gut wieder hier zu sein. Daheim. Zuhause.

Nachtrag: die Bonsai-Tiger kommen am Donnerstag – ich freu mich schon sehr.

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Klinik Tag 54

Nachdem die Nacht sehr unruhig war, hab ich mich nach dem Frühstück nochmal hingelegt und auch nochmal bis halb elf geschlafen.

Davor wollte ich eigentlich noch packen oder zumindest das gestern produzierte Chaos etwas aufräumen, aber ich war damit total überfordert. So war das Schlafen dann auch ein wenig Flucht.

Nach dem Mittagessen hab ich mich noch länger mit einer Mitpatientin unterhalten und bin dann aufs Zimmer und hab gepackt. Im Prinzip ist jetzt fast alles gepackt, so dass ich morgen dann nach dem Frühstück noch in Ruhe Duschen kann, die aktuellen Sachen einpacken und um neun mit allem fertig sein werde. Bis dahin soll ich ja fertig sein und da für mich unten im Eingangsbereich warten immer noch problematisch ist, werde ich die Zeit auf dem Zimmer auch noch nutzen.

Das was jetzt noch hauptsächlich rumfliegt sind kleine Kartons und Dinge, die entsorgt werden sollen. Papier/Pappe müssen wir ja selbst rüber bringen, der Rest ist grad schwierig, weil der Mülleimer schlicht voll ist. Werde da gleich einen der größeren von den kleinen Kartons zu einem zusätzlichen Mülleimer umfunktionieren.

Bisher unschlüssig bin ich, was ich mit den einzelnen Getränkeflaschen machen soll – in einem Karton werden die zu schwer, aufgeteilt ist irgenwie auch doof. Im Moment tendier ich dazu sie in den Rucksack zu packen. Mal sehen.

Nach dem Abendessen wollte ich noch mit den vier Mitpatientinnen, mit denen ich mehr zu tun hatte mich einfach zusammensetzen – ob wir dann runter an die Elbe gehen oder wo anders hin – weiß ich nicht. Im Moment bin ich eh ausschließlich im Funktionieren und mir ist es schon wichtig, zumal ich die vier wirklich auch gerne mag. Irgendwo was Trinken krieg ich nicht hin, aber eine Runde spazierengehen und sich dann vielleicht auch ins Gras setzen oder so – sollte gehen.

Lange wird es eh nicht werden – dazu bin ich abends einfach zu sehr hinüber. Aber tagsüber haben wir schlicht keine Zeit gefunden, in der alle gekonnt hätten.

So – jetzt noch Musik anmachen, den Rest hier machen und dann nochmal etwas Ruhe tanken vor Abendessen und los gehen.

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