meine persönliche Schmerzskala

Schmerzen gehören zu meinem Leben. Seit über 10 Jahren gibt es keine schmerzfreie Minute. Daher hab ich eine eigene Schmerzskala – die halt nur für mich gilt:

0 – kein Schmerz (daher geht meine nur von 1-10)

1 – leichter Schmerz, wahrnehmbar, aber nicht weiter störend oder einschränkend

2 – leichter Schmerz, deutlich wahrnehmbar, leicht störend, aber nicht groß einschränkend

3 – leichter Schmerz, der leichte Einschränkungen (einzelne Bewegungen meidend, leichte Unkonzentriertheit usw) mit sich bringt – kann aber immer noch alles machen, wenn ich möchte

4 – mittlerer Schmerz, mit deutlicheren Einschränkungen, kann nicht mehr alles machen – auch wenn ich wollte, muss best. Aktionen meiden, der Schmerz ist ständig präsent, braucht erhebliche Ablenkung um den Schmerz nicht ständig im Vordergrund zu haben

5 – mittlerer Schmerz, mit einigen Einschränkungen, der Schmerz ist ständig – auch bei Ablenkung – deutlich wahrnehmbar, (Bsp: stehen kaum noch länger als wenige Min möglich)

6 – mittlerer Schmerz, stark einschränkend, es gibt keine Position mehr, in der es weniger schmerzhaft ist, (Bsp: stehen nur noch kurz, gehen ebenfalls nur noch über kurze Distanzen möglich), „Zwangs“-schonung (ob ich will/es passt oder nicht)

7 – starker Schmerz der leichte Übelkeit auslöst

8 – starker Schmerz, der starke Übelkeit und Erbrechen und/oder Schwindel auslöst

9 – sehr starker Schmerz, der „Sterne vor den Augen“ und „schwarzwerden vor Augen“ auslöst

10 – sehr starker Schmerz, der mich umkippen lässt

Dabei gebe ich den „Dauerschmerz“ an – also das was die meiste Zeit da ist – nicht die Schmerzspitzen.

Was bedeutet das nun (eher allgemein für Schmerzpatienten):

1-3: sehr gutes Ergebnis, Schmerzlevel mit dem man gut Leben kann und der in etwa normalen Schmerzen eines jeden Erwachsenen mit einschließen (sogenannte Weh-Wehchen)

4-5: immer noch gutes Ergebnis, jetzt aber eher das gute Ergebnis eines Schmerzpatienten. Das bedeutet, dass man seine Schmerzen gut im Griff haben kann, den Tag mit Medikamenten weitestgehend ungestört (bzw. angepasst) leben kann und für unsere Verhältnisse kein großer Grund zum klagen. Natürlich sind wir immer ein wenig belasteter, aber dieser Level ist mein Ziel.

6: hier sind schon größere Belastungen vorhanden. Der Tag kann nicht mehr ungestört verlaufen und die Schmerzphasen werden deutlich wahrgenommen als störend und belastend. Vergleichbar mit erheblichen Zahnschmerzen z.B. oder mit einer konkreten frischen Verstauchung (als Bsp) Das zeigt aber auch, dass dieses Schmerzlevel durchaus auch in der „normalen“ Welt vorhanden ist!

7: jetzt geht nix ohne Medikamente und die Schmerzen behindern den Alltag durchgehend. Auch Medikamente zeigen kaum noch Wirkung mehr. Der Schmerzlevel stört auch das Allgemeinbefinden und teilweise die Psyche, da man nicht abschalten kann.

8 – 10: das sind die Level, in dem ich mich nicht mehr oder nur noch sehr geringfügig bewegen kann. Das bedeutet z.B. das schon das geringfügige Drehen um ein Glas Wasser zur Hand zu nehmen äußerst schwierig ist oder ich mir dreimal überlege, ob ich wirklich zur Toilette muss. Diese Level sind kaum bzw. nicht mehr erträglich.

3 Antworten auf meine persönliche Schmerzskala

  1. Seelenteil sagt:

    danke für diese einstufung. ich habe mich (leider) wiedergefunden. Ich kann mich glücklich schätzen, dass ich mich meißt in Level 4-5 befinde (wenn es mir gut geht) und in phasen in level 6-8 (Wenn es mir nicht gut geht)- ich werde diese worte meinem Mann zeigen. sie sind geeignet andere besser verstehen zu lassen. vielen dank!

    • Ilana sagt:

      Hallo und herzlich Willkommen hier. Die Skala ist aus dem Internet zusammengesucht und auf mich angepasst, weil auch so eine skala viel Spielraum bietet und ich das klarer haben wollte.

  2. Pingback: schwieriger |

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