Archive

Archive for the ‘Therapie’ Category

Geschützt: Thera heute

Januar 19th, 2012 Comments off

Dieser Artikel ist passwortgeschützt. Um ihn anzusehen, trage das Passwort bitte hier ein:


Categories: Therapie Tags:

Thera gestern

Januar 18th, 2012 Comments off

Wir hatten den Do nachbesprochen.

Es ging da ja um eine MB-Erinnerung, die bisher im dunkeln lag – zwar da war, aber nicht deutlich oder benennbar.

Schon nachdem ich die Do nach dem Theratermin aufgeschrieben und weggeschickt hatte, war es irgendwie weg – nicht der Inhalt, aber es war abgespalten – kein Gefühl mehr dazu, es beschäftigte mich auch nicht, keine Flashbacks – einfach nichts.

Am WE wurde dann auch mal deutlich, dass ich daran grad einfach nicht arbeiten will, dass eher das Gefühl da ist “das gehört (noch) nicht zu mir” – ist mir grad zu viel und will ich nicht.

Das hatte ich dann am Di auch gesagt, dass ich an diesem Punkt grad nicht weiter arbeiten möchte, dass ich dafür noch Zeit brauche, dass es sich erst “setzen” muss.

Im Moment ist es ja eher so, als wäre ich einfach “voll” – als hätten keine Gefühle, keine Gedanken, keine Wahrnehmung mehr Platz – als wäre der Speicher jetzt einfach voll und kann nichts neues mehr aufnehmen.

Am Donnerstag arbeiteten wir ja auch etwas mit dem Kind und das “lief” über, hatte die Tränen nicht mehr unter Krontrolle und es war einfach das Gefühl es ist voll mit Erlebnissen, Gefühlen, Gedanken, das hat alles gar nicht Platz und läuft jetzt halt über.

Und gestern wurde mir dann klar, dass es das auch ist – es ist grad einfach zu viel – nicht das heute, sondern das was so alles war – und so kommt nichts Neues mehr “an”.

Ich merke es an einer Geräuschüberempfindlichkeit (dazu in einem anderen Beitrag noch mehr) und dass ich auch sonst irgendwie “dicht” bin.

Also werden wir am Do mit dem Kind arbeiten und schauen wo es uns hinführt.

Es geht auch nicht darum diese Erinnerung zum Tabu zu machen oder ganz auszusperren, sondern nur darum es nicht konkret aufzugreifen, damit einzusteigen – wenn uns das Kind da hinführt – werde ich das anschauen, aber ich werde es nicht darauf anlegen oder das als Ziel im Hinterkopf haben.

Auffallend war gestern auch, dass ich zwar das Thema weit weg geschoben hatte, es nicht zu mir gehörte, als später aber ein paar Dinge benannt wurden (allgemein), das schon viel auslöste – was schon lange nicht mehr so ist.

Das Benennen ist einfach wieder deutlich mehr Thema grade, das fiel schon eine Weile auf, aber dieses Ausmaß hat mich gestern dann doch – überrascht. Passt aber – denn das ist meistens so, wenn grad das Kind wieder mehr dran wäre.

Categories: Leben, Psycho-Somatik, Therapie Tags:

Überleben – Leben

Januar 16th, 2012 4 comments

Für den morgigen Arzttermin sind die Befunde sortiert und was nötig kopiert (aber ehrlichgesagt war da wenig bei, was nicht schon für die Schmerzambulanz war).

Außerdem die Patientenverfügung und Vollmacht aktualisiert bzw neu geschrieben (und an die neuen Gesetzesvorlagen angepasst). Am schwierigsten war die “Persönliche Wertvorstellung” – wobei ich dann mit der Hilfe von Fragen anfing und dann lief es von selbst – und das Fazit hat mich erstaunt:

Selbst entscheiden zu können, selbst Grenzen setzen, klar machen zu können, sagen können was man möchte oder nicht, für sich selbst einstehen können, selbst bestimmen können was ich mache, wie ich lebe – ich sein, mich selbst kennen, spüren, wissen wer ich bin, was ich möchte, was mir gut tut und was nicht. (Natürlich im Rahmen der Möglichkeiten und ohne anderen zu schaden!)

Das ist für mich der Unterschied zwischen “Leben” und “Überleben”.

Und da gibt es nicht so sehr den Einfluß ob der Körper grad funktioniert oder nicht (für die Patientenverfügung beschränkt sich das natürlich darauf, dass der Körper das nicht mehr kann, dass ich wegen körperliche Prozesse nicht mehr in der Lage bin meinen Willen zu äußern oder verständlich zu machen. An diesem Punkt will ich dann nicht das alles getan wird damit dieser Körper überlebt. Da ich es da dann nicht mehr kann, ist es mir wichtig, das im Vorfeld klar zu machen, deutlich zu formulieren was dann mit mir passieren soll) – denn die ersten 30 Jahre meines Lebens war auch nur “Überleben” und bis vor gut 3 Jahren war es fast immer nur “Überleben” und nicht Leben – auch wenn ich es da dann schon kennengelernt hatte, dass es da einen Unterschied gibt.

Natürlich gehört für mich auch ein genießen können, einfach dastehen und das Gesicht in die Sonne oder den Wind halten, was leckeres essen oder trinken oder mich bewegen können dazu – zum Leben – aber der wirkliche Unterschied, das Minimum – ist für mich das oben – das “ich” sein, mit Grenzen, die ich selbst einhalte und anderen klar machen kann, nichts überstülpen lassen, selbst entscheiden  – und äußern – können.

Nicht nur irgendwie überleben, irgendwie über den Tag kommen – das eher ein dahinvegetieren ist.

Das geht nicht nur körperlich, wenn man nichts mehr mitkriegt, sondern auch psychisch, wenn man am Leben gar nicht mehr richtig teilnehmen kann.

Grade weil ich mir das so hart erarbeiten musste, ist es für mich so wichtig, dass das auch so bleibt. Natürlich gibt es immer mal Phasen die schlechter sind und wieder mehr “Überleben” als “Leben” – das sind dann Phasen, in denen ich durchhalten muss und hoffe, dass ich Menschen hab die mir helfen, die das mit “durchstehen”, Wege aufzeigen, die ich nicht sehe – ohne zu überfordern, weil ich grad eh keinen Schritt mehr gehen kann – und zur Not auch Medikamente.

Aber mir geht es auch nicht darum dass “nachgeholfen” wird beim Sterben, sondern dass es nicht hinausgezögert wird, dass der Natur da ihren Lauf gelassen wird.

Ich bin froh, dass ich heute lebe und nicht nur überlebe. Und ich stellte fest – eigentlich leb ich sogar ganz gerne – und das ist immer noch eher “neu” – das Gefühl – nicht dass es so ist, sondern sich dessen so bewusst sein.

Trotzdem hab ich keine Angst vor dem Tod – aber ich sehne mich auch nicht mehr nach ihm. Kein “ach lass es einfach nur vorbei sein bitte” – sondern Leben.

Ohne Therapie, ohne Homöopathie und ohne Medikamente hätte ich das nicht geschafft. Auch wenn es 20 Jahre gedauert hat – 20 Jahre Therapie und Medikamente, über 30 Jahre nur kämpfen und “überleben”.

Der Preis war oft hoch und so manchesmal auch deutlich zu hoch.

Doch heute lebe ich – und das macht mich sehr glücklich und zufrieden.

 

Und für die, die grad hadern was es bringen soll:

Es lohnt sich weiter zu kämpfen, weiter auszuhalten.

 

Nur wer aufgibt, hat schon verloren.

Categories: Leben, Psycho-Somatik, Therapie Tags:

Thera heute

Januar 12th, 2012 Comments off

Heftig.

Ich bin müde.

Wir arbeiteten mit dem Kind.

Es ging um Erinnerungen und Situationen, inkl. einer weiteren die das “ich darf nicht weinen” deutlich machte (auch wenn es in der Situation genau darum ging – das Weinen und Trösten, weil es und damit ich Mittel zum Zweck wurde um selbst Befriedigung zu bekommen).

Aber es ging auch um das sehr negative Selbstbild des Kindes, dass sich als Monster fühlt und die Überzeugung hat, wenn die anderen wissen was es getan hat, werden sie genauso reagieren wie die anderen.

Die anderen – das sind 2 Gruppen – die eine, die es als Lügner und Wichtigtuer abstempelt, die andere, für die es damit das gefundende und gefressene Opfer war/wird.

Gegen diese Überzeugung kommt nichts an.

Es wurde auch deutlich, dass das Kind das aber gar nicht fürchtet – es erwartete es ja, das einzige was es fürchtet, ist das “zurück müssen” – von dem es aber überzeugt ist, dass wenn erst bekannt ist was es getan hat, es zurück geschickt wird.

(nochmal zur Info: wir haben das Kind  in einem sicheren Haus, mit “Pflegeeltern” (wobei da nur der “Pflegevater” P. auftritt, da eine Frau noch nicht ginge – so schwierrt die eher im Hintergrund rum) wo es das bekommt was es braucht, an Zuneigung, Sicherheit, Stabilität – von diesem Haus aus arbeiten wir mit dem Kind und dahin geht es auch wieder zurück – um eben die Sicherheit zu haben, dass es nicht mehr ins Elternhaus oder in die Situationen damals zurück muss; P. ist Bezugsperson und derjenige, der Sachen mit dem Kind unternimmt und versucht langsam – sehr sehr langsam – Vertrauen aufzubauen und das zu sein, was ein Kind eigentlich braucht – jemand der für es da ist, ohne es auszunutzen, der klar ist, verlässlich, verständnis- und liebevoll – der es ernst nimmt und respektiert und im Wissen was dieses Kind durchgemacht hat immer richtig reagiert – was nicht heißt dass er keine Fehler macht, aber eben die auch einsieht und entsprechend reagiert – also im Sinne von meiner Definition der “idealen Eltern” – mittlerweile sind zwar einige Eltern dazugekommen, aber vielleicht mach ich das mal in einem eigenen Artikel)

Es scheint ein weiteres Puzzlestück gefunden (eigentlich sogar zwei).

Sehr anstrengend, so dass auch heute nur noch Auszeit ansteht (nach 2 Telefonaten), aber auch insofern gut, weil wir damit auch weiterkommen, weil es wieder ein “arbeiten” ist und wir nach einem Jahr unsere Therakrise  (die im letzten Januar begann) überwunden scheinen.

Das ist trotz dem ganzen Mist der da ist – ein gutes Gefühl.

Categories: Therapie Tags:

Wartzeit auf Therapieplatz verkürzen

Januar 12th, 2012 3 comments

Auf den Therapieplatz wartet man ewig. Es gibt jedoch einen Weg der schneller geht (aber auch aufwendig ist).

Ein Artikel der Ärztezeitung online vom 12. Januar 2012:

 

Thera heute

Januar 5th, 2012 Comments off

Wie häufig bei einem Thema gelandet, das wir so gar nicht geplant hatten.

Wir wollten ja die Therakrise letztes Jahr aufgreifen bzw. die Gefühle dazu, wobei sich da schon abzeichnete, dass es darum eigentlich nicht so geht, es sich mit altem vermischt und es eher um das Gefühl generell geht – das “verraten und verkauft” und “im Stich gelassen” usw.

Gelandet sind wir bei der Situation mit der Mutter von damals – was mich anfangs erschreckt hat, denn damit hatte ich nun nicht gerechnet.

Aber wir konnten damit arbeiten und haben einen Einstieg gefunden, werden diese Situation in drei aufteilen und uns die dann einzeln anschauen – aktuell eher als “Rückblende” – mit sehr viel Distanz, aus heutiger Sicht, später dann durchaus auch aus der Sicht des Kindes – doch da müssen wir uns erst rantasten (was aktuell gut klappt).

Wir arbeiten wieder – und das ist ein gutes Gefühl!

Categories: Therapie Tags:

Gedanken

Dezember 31st, 2011 Comments off

Viele schwirren durch den Kopf.

Dass es eigentlich gar nicht um den Jänner in der Thera geht, sondern dass da Gefühle ausgelöst wurden, naja – mit denen ich aufgewachsen bin – das im Stich gelassen sein, nicht gesehen werden, dass es nicht um mich geht sondern umeine Art Rolle usw.

Dass ich heute keine Schlaftablette nehmen kann, weil ich nicht weiß wie die kleine Maus reagieren wird – denn sie reagiert sehr empfindlich auf Geräusche – vermutlich weil sie nicht richtig sieht und riecht und somit nur noch die Geräusche bleiben um sich zu orientieren – und eine kurze Knallerei gestern hat da doch panisches hin und her rennen ausgelöst – von daher muss ich das etwas abffangen und möchte sie damit nicht allein lassen.

Dass ich im Moment echt blöde Träume hab und die mich bis zum Aufstehen im Griff haben – also auch die im Halbschlaf morgens – und das Schlafen grad eher Glückssache ist.

Dass ich eigentlich stolz sein sollte, denn ich hab gestern nach dem Beitrag immerhin sämtliche Wäsche gewaschen und getrocknet und das Wohnzimmer aufgeräumt – sogar den Tisch und die Pappschubladen und -kästen die ich gekauft hatte endlich gefüllt. Außerdem das Bad gemacht und das Bett neu bezogen. Aber irgendwie kann ich nur die nicht aufgeräumte Küche sehen. Dabei war ich gestern wirklich fleißig, denn nach den kleineren und größeren Unfällen im Haushalt gestern, sah es hier im Wohnzimmer wirklich schlimm aus.

Dass ich mich sehr auf meine neuen Schüsseln freue – ich ess ja bekanntlich selten von Tellern, sondern lieber aus Schüsseln und meine “Hauptschüssel” – naja da löst sich innen schon lange das Plastik, die wurde also ersetzt und die neue bekommt jetzt noch Geschwister aus der gleichen Reihe, damit ich tatsächlich mal da aufräumen kann und die wirklich unansehnlichen endlich entsorgen. Eigentlich mehr eine Vernunftentscheidung, weil ich merkte, dass ich ständig mit irgendwelchem Billigkram nach Hause komme, den ich dann eh nicht lange nutzen kann, weil er nicht hält und schon seit über einem Jahr die alten ersetzen möchte – und mir nachdem ich den Rucksack verkauft hatte dachte, dass das doch die Gelegenheit wäre – vielleicht klappt es dann in der Küche besser.

Dass mir gestern auffiel, wie schwer es mir fiel die andere bettwäsche aufzuziehen und dass es eine neue Erkenntnis ist, dass auch die Farbe und das Aussehen für mich eine Rolle spielt (bisher war das nämlich ziemlich egal), dass zur Wohlfühlbettwäsche mehr gehört – und ich eben die eine Garnitur die ich bei ebay mal ergattert hab seit Monaten drauf hab – natürlich regelmäßig gewaschen – dann halt abgezogen, gewaschen, in Trockner getrocknet und wieder auf. Und dass ich mir wohl eine schöne in meinen Farben als Flanellbettwäsche holen sollte.

Dass mir dabei aber auch auffiel wie glücklich ich mit meiner neuen Bettdecke ist – ja für mich immer noch neu obwohl es Anfang  Ende Juni/Anfang Juli war als sie hier ankam. Sie ist einfach nur toll – ich liebe kuschelige und leichte Decken.

Dass dieses Jahr nicht toll war, und ich hoffe, das nächste wird deutlich besser.

Dass es total nervt, dass mein Computer ruckelt – grade der Firefox (und deshalb werde ich den nach diesem Artikel neu aufsetzen – es reicht jetzt).

 

Categories: Bonsai-Tiger, Leben, Psycho-Somatik, Therapie Tags:

Thera heute

Dezember 22nd, 2011 3 comments

gut gelaufen.

Alles geklärt, alle Fragen besprochen und beantwortet – wir wollen immer noch das Gleiche, sind auch am selben Ausgangspunkt.

Das einzige was – immer wieder – aufkommt ist, dass ich Donnerstags “anders” bin – klar – während wir Tappen, wenn es ums Zulassen geht – regiert das Gefühl – naja nicht wirklich, aber der Verstand wird möglichst rausgenommen – da geht es nicht um Kontrolle oder analysieren – sondern um Fühlen.

Da das für mich eben nicht “normal” ist, wird das schwierig – denn wenn es nicht darum geht bin ich reflektiert, sehr klar, spreche Sachen an, sage was ich brauche, möchte und bin einfach auf “Augenhöhe”.

Wenn das Gefühl mitspielt bin ich das verängstigte, unsichere Etwas von früher, mit der Überzeugung nichts wert zu sein und das Gefühle gefährlich sind, dass gleich was Schlimmes passieren wird und Tränen bestraft werden. Da bin ich die, die sich im Schmerz und in der Ohnmacht verliert und die gegen die Widersacher kaum ankommt – und entsprechend reagier ich dann auf Gesagtes auch anders – weil der Kopf mir zwar sagt, dass das anders gemeint ist, aber es leider durch einen Filter aufgenommen wird, der früher überlebensnotwendig war – und somit alles eingefärbt ist.

Und in diesen Momenten nützt es nichts das zu wissen, denn der Verstand hat halt grad mehr als genug mit anderem zu tun.

Es ist der Unterschied zwischen wahrnehmen und zulassen – denn beim wahrnehmen läuft das über den Kopf, da wird analysiert, benannt und alles auseinandergepflückt, die Widersacher erkannt und in die Ecke gestellt und ich kann dann sehr klar sein.

Beim Zulassen klappt das nicht mehr – da hab ich dann Mühe die Widersacher in Schach zu halten und mich nicht im Gefühl (vor allem der Angst) zu verlieren, da laufen zig Automatismen an und ich bin damit beschäftigt die auch nicht Überhand nehmen zu lassen – um überhaupt ans Gefühl ran zu kommen – und nicht zuletzt – bin ich auch mit dem Gefühl beschäftigt – und zwar nicht nur dem von jetzt – sondern dem der letzten 30 Jahre – und da hat sich sehr viel angesammelt.

Doch es katapultiert mich dann in die Zeit von damals, es mischt sich und plötzlich hab ich zig Situationen in denen ich  traurig war oder wütend oder mich nach etwas gesehnt habe. Immer gekoppelt mit der Angst, weil Fühlen einfach nach wie vor sehr angstbesetzt ist.

Wenn ich es dann noch schaffe die Widersacher im Blick zu behalten bin ich einfach ausgelastet.

Und auchwenn ich dann verletzt reagiere oder dicht mache – ist mir wichtig zu wissen, dass der Thera da schon auf sich achtet – oder auf die Zeit – weil nur deshalb kann ich das  außen vor lassen – nur mit dieser Gewissheit, kann ich mich da überhaupt drauf einlassen, die Kontrolle ein Stück weit an ihn abgeben.

 

Nur mit dieser Sicherheit ist ein einlassen möglich -  auch wenn es dann in dem Moment (und dem Zustand) erstmal weh tut – ist das irgendwie “notwendig” – weil es auch zeigt, dass er das ernst nimmt und eben wirklich drauf achtet – was ich in dem Moment ja nicht kann und ihm überlasse.

Er übernimmt einen Teil dessen was sonst mein “funktionieren” übernimmt – damit ich hinspüren, zulassen kann. Dazu muss ich mich drauf verlassen können, dass er dabei auf sich achtet – so dass ich mir da keine Gedanken machen muss – denn ich hab ja genug mit mir zu tun.

Und wenn es auch in dem Moment weh tut – ist es später gut – weil ich weiß und gespürt habe, dass er Grenzen wahrt – auch seine eigenen, dass es auch Grenzen gibt – dass es auch ein “außen” gibt, wenn ich mich im inneren verhedder.

Zurückbleibt im Endeffekt nicht die Verletzung, sondern das Gefühl der Sicherheit, die die “Begrenzung” bietet. Nur die bekommt er ja nicht mit – er bekommt dann nur die Verletzung mit – und das ist schade – und irgendwie doof – weil es für ihn damit schwieriger ist.

Nur konnte ich ihm das heute nicht erklären – oder glaubhaft machen.

Categories: Therapie Tags:

Ruhe vor dem Sturm?

Dezember 21st, 2011 2 comments

Ich bin grad recht ruhig – müde ruhig, aber nicht resigniert ruhig.

Bei der Regenfrau las ich dann “auch das wird vergehen” und stellte fest – genau das leb ich grade.

Große Krise letzte Woche und anfangs viel Angst ob wir da überhaupt hinkriegen, irgendwann dann klärte es sich für mich ein Stück und diese Angst verschwand.

Nicht dass wir nichts klären müssen, aber irgendwie auch eine Gewissheit: kriegen wir schon hin.

Und bewusst geworden: ich leb das meistens – ganz automatisch – es hat sich verankert – das “auch das wird vergehen” – meistens zumindest.

Gut so – und sicher ein Erfolg der Therapie – Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Skills, aber auch Vertrauen darauf, dass es sich auch wieder ändern wird (wenn auch unklar wohin – denn kann ja auch schlechter werden, nur irgendwann – ist es unten und irgendwann kann es nur noch bergauf gehen).

Dieses Verändern – verdanke ich den Erfahrungen mit EMDR – denn das Prinzip dahinter ist ja, dass eine stetige Veränderung stattfindet, kein “steckenbleiben” möglich ist – ein neurobiologisch nicht möglich.

Nachdem die Angst es nicht hinzukriegen weg war (und auch da war klar, dass ich grad in altem feststecke) – wurde ich ruhiger, gelassener.

Die Gefühle sind nach wie vor da, aber nur noch abgeschwächt. Ab und an brechen sie mal wieder mehr durch, aber nur kurz.

In Wellen – und die Abstände werden größer, die Wellen kleiner.

Der Staudamm hält wieder.

Und morgen werde ich mich mit dem Thera hinsetzen, eine Bestandsaufnahme machen, einiges klären, neu vereinbaren, Klarheit schaffen – denn die Krise letzte Woche hat wieder viel Unsicherheit reingebracht, was Vereinbarungen angehen.

Tja und dann werde ich mich wohl den Gefühlen stellen müssen – und anfangen sollten wir wohl im Januar.

Denn was auch deutlich wurde – ich hab die Therakrise nicht so hinter mir gelassen, wie ich dachte. Die Gefühle sind nicht wirklich geklärt, auch wenn es im Kopf sehr wohl klar ist.

Doch erstmal gilt es die Fragen zu klären – Fragen die ich an den Thera habe, was ihn angeht, Fragen die ich an uns stelle, an die gemeinsame Arbeit, den Erwartungen die da sind, wo die Gemeinsamkeiten sind, aber auch wo wir grad auf unterschiedlichen Planeten stehen und am wichtigsten – Fragen die ich mir stellen muss (und da brauche ich denk ich seine Hilfe um das wirklich klar zu kriegen).

Fragen wie:

an uns:

  • haben wir uns wieder in was verwickelt oder ist etwas in der Arbeit unklar/verwischt?
  • sind für beide die jeweiligen “Erwartungen” klar, sowohl die an sich selbst, als auch die dem anderen gegenüber?
  • und stimme die überein?
  • sind die eigenen Positionen klar und auch wo der andere steht?
  • wurde es zu kompliziert und wenn ja – wie können wir es vereinfachen (denn verwickelt ist es teilweise schon)
  • wo liegt der Frust?
  • wo liegt das miteinander, was sind die Gemeinsamkeiten?
  • wo gibt es Probleme, stehen wir an unterschiedlichen Stellen, befinden wir uns an unterschiedlichen Punkten

 

und die Fragen an mich:

  • eskalierte das grade so, weil ich Angst vor dem Thema “Mutter” habe?
  • oder holte es mich ein, weil das damals im Januar ja auch mit dem Thema “Mutter” zu tun hatte – er bei diesem Thema ausstieg
  • oder wurde die Krise damals damit so eng mit dem Thema “Mutter” verknüpft, dass ich das nicht mehr getrennt bekomme, so dass es sich zwangsläufig wiederholen muss
  • reagiere ich auf etwas beim Thera ohne es zu fassen zu kriegen und mache das nur an den “Veränderungen” fest (Veränderungen in seinem Verhalten) – wobei mir die Veränderungen schon klar sind – die Frage ist da eher wie kommt es dazu und wo hat es dann angefangen, denn aufgefallen ist es ja eher “mittendrin”
  • oder hat es sich so verwoben, dass ich diese Veränderungen oder das Verhalten unbewusst herausfordere (und wenn ja – wie kriege ich das dann klarer und vor allem getrennt?)
  • was ist aktuell wirklich gelaufen und was davon gehört in den Januar (wobei diese Frage für mich glaub ich geklärt ist, das möchte ich nur absichern).

Die Fragen an ihn betreffen mehr das “wie arbeiten wir miteinander” und “wie wirkt mein Verhalten auf ihn” bzw. “kann er seine Grenzen klar sagen – ohne Angst, dass ich dann verletzt bin oder ähnliches”

Letzteres weiß ich, dass es ihm schwerfällt und von daher geht es da vor allem darum auch nochmal zu klären, ob es da mehr an mir liegt, weil ich wirklich so reagiere (verletzt und qasi nicht mehr in der Lage dann drüber zu reden) oder ob er auch mehr mitmacht und weniger sagt, aus der Angst heraus dass es mich sonst aushebelt (was ich definitiv nicht möchte). Vom Gefühl her geht es grad mehr um letzteres, aber sicher bin ich mir nicht.

Da das aber auch Thema war im Januar – und zwar seins – möchte ich es einfach nochmal ansprechen und nachhaken – auch für mich als Sicherheit und vor allem um den doofen Widersachern da  die Grundlage ihrer Argumente zu entziehen.

 

Ich weiß, dass es diesmal an mir liegt -dass ich auf etwas reagiert habe,was von ihm kam, aber es auch ein überreagieren war – es mich in den Januar katapultiert hat und obwohl mir das bewusst war, bekam ich es nicht mehr auf die Reihe.

Und ich glaube es ist auch ganz gut, wenn wir nochmal genauer schauen, wo wir stehen, was wir da eigentlich machen und ob das alles noch klar genug ist.

Es wird anstrengend, sicher schmerzhaft und gefühlsbetont – es wird einiges durcheinanderwirbeln – in mir – und gewaltig nacharbeiten – aber wir werden es klären können – hoffe ich jetzt mal – gehe ich eigentlich von aus.

 

Und irgendwann – werden Gefühle, wird das fühlen, das wahrnehmen, hinspüren – für mich was normales werden – das nicht angstbesetzt undmit  tausend Zensuren und “darf nicht” versehen ist.

Manchmal frag ich mich wirklich wie das ist – wie das Fühlen für andere Menschen ist, wenn es mit Erfahrungen wie Trost gekoppelt ist – oder so – quasi wie sich “normales fühlen anfühlt” (klingt jetzt doof).

Wie es ist wenn man fühlen nicht erst lernen muss und von den zig Automatismen befreien, die dazu da sind es zu unterdrücken, bloss nicht zu fühlen, bloss nicht zu zeigen – und ich meine jetzt nicht in der Menschenmenge – sondern auch allein für sich im Kämmerchen mit allen Absicherungen die es gibt – wie es sich anfühlt einfach zu fühlen ohne dass imer Angst und Entwertung und Bewertung mit reinspielt – und schlechte Erinnerungen.

 

Und ich erinner mich, wie ich vor Jahren mir diese Frage auch stellte – mit dem “wie es sich wohl anfühlt, wenn man weiß ob die Hand die einem grade gereicht wurde wärmer oder kälter ist, wie es sich wohl anfühlt zu fühlen – wie die Gefühle wohl sind” – denn damals gab es außer Panik kein Gefühl – oftmals nicht mal Angst – da war nur nichts oder Panik.

Heute kann ich mir das kaum noch vorstellen, wie das damals war.

So wird es hoffentlich in einigen Jahren auch sein wenn ich an die Zeit jetzt zurückdenke.

Thera gestern

Dezember 21st, 2011 Comments off

Naja – wie zu erwarten war, reichte die Zeit nicht – und so geht es Do weiter – mit klären.

Gut läuft es nicht, aber ich weiß, dass es diesmal an mir liegt und nicht an ihm. Dass er sich zwar auch anders verhalten hat, aber eher als Reaktion auf mein Verhalten und dass ich das nachvollziehen und verstehen kann (und vermutlich eh egal gewesen wäre wie er reagiert hätte – seufz).

Eine blöde Situation, mal schauen was draus wird (tja und die passende Zeit dafür hab ich mir auch ausgesucht – wie immer halt).

Wir werden es hinkriegen.

Seit Wochen geht es darum, dass sich alles hinter einem Staudamm sammelt und es schon seit Wochen mehr darum geht einen völligen Bruch zu verhindern und Löcher zu stopfen – und jetzt ist es halt ein großes Loch, ein ganzes Stück gebrochen.

Immerhin – ich hab es überlebt und wie meist nach einer Krise, bin ich einfach nur extrem müde und nehme außer dem müde sein kaum was wahr (also auch keine Gefühle – und das ist grad eher gut).

Aus dem Januar bin ich wieder raus – doch die letzte Woche hat Schäden hinterlassen – auch in der gemeinsamen Arbeit in der Thera – also geht es darum eine Bestandsaufnahme zu machen und dann darum die Schäden wieder zu beseitigen.

Froh bin ich vor allem darüber, dass die Angst wieder weg ist, dass wir es nicht hinkriegen, dass dieses im Alten feststecken wieder weg ist – dass Kopf und Gefühl wieder zusammenkommen können (wenn auch manchmal etwas widerwillig ;) ).

Der Rest wird sich finden.

Das war jetzt mehr ein “so ist es halt” als ein “Thera gestern” – er hat die mails gelesen, und es gibt für best. Sachen Klärungsbedarf – auch was ihn angeht, aber wie sind beide wieder “da”. Diesmal war halt ich diejenige die ausgestiegen ist (tja – kommt in  Therapien häufiger vor).

Categories: Therapie Tags: