Archive
zu viele Änderungen im Ablauf – von daher war ich schon ¨ausgestiegen¨als ich in Seinem Zimmer ankam.
Erst kam ich zu spät – ich hatte vorher einen Termin und kam daher 8 Min zu spät – konnte auch erst um 6 nach anrufen – was für mich schon Katastrophe genug ist.
Aber da ich ja später kam, ging ich davon aus, dass ich oben nicht dem Patienten der anderen Therpeutin über den Weg laufe – nur dass die erst mit fast 15 Min Verspätung anfing – also stand ich da im Treppenhaus und nichts ging mehr.
Als die dann endlich in ihrem Zimmer verschwunden sind konnte ich rein – aber nicht in den Gruppenraum (in dem ich normalerweise meinen Rucksack und meine Jacke lasse und die Ohrenstöpsel reinmache und eben ¨ankomme¨, denn dieser andere Patient hat da wohl seine Tasche gelassen und da ich nicht wusste ob vergessen oder geplant, bekam ich das alles nicht mehr hin.
Endlich im Therapiezimmer angekommen, war ich schon froh, nicht völlig durchzudrehen – wirklich ansprechbar war ich nicht mehr.
Zu viel des ¨normalen¨ Ablaufes war durcheinander und weggefallen.
Zum Glück hatten wir nicht wirklich was zu besprechen, da wir weitestgehend Donnerstag schon alles klären konnten, so wie auch klar ist was am Donnerstag anstehen wird.
s
Heute waren es für mich einfach zu viele Punkte, die durcheinandergeraten sind, zu viel neu und unerwartet, zu wenig vertraut – einfach zu chaotisch im Ablauf.
es ist kompliziert. Schon seit Wochen blockiert eine Erinnerung jede Gefühlsäußerung – besonders Tränen.
Immer mehr kristallisiert sich heraus, dass wir diese Situation mit EMDR immer wieder aufgreifen müssen – bis sie ihre Macht verliert.
Es ist eine Situation in der Missbrauch als Trost deklariert und zelebriert wurde – jedesmal wenn Tränen aufsteigen, ist sie da und blockiert alles.
Da aktuell auch andere MB-Situationen da sind mit denen wir arbeiten/gearbeitet haben, dachten wir erst, dass sich das einpendeln wird. Aber tut es nicht.
Von daher kommen wir wohl darum nicht herum.
Warum wir das bisher nicht so gemacht haben? Ein gefühlsmäßiges anschauen der Situation ist nur mit Gefühlen möglich, diese werden aber von der Situation blockiert – von daher müssen wir da einfach sehen wie wir es jetzt machen, denn offenbar kommen wir nicht darum herum.
Vermutlich bedeutet es, dass wir die Situation immer und immer wieder durchgehen müssen. Bis sie irgendwann hoffentlich ihre Macht verliert.
Nachbesprechung vom Donnerstag und kurz besprochen was wir kommenden Do machen werden. Und erfahren dass der Thera im Mai nicht eine Woche, sondern zweieinhalb (und somit drei Do) weg sein wird – was mich doch leicht in Panik versetzt hat – weil nicht erwartet – dabei kann das auch ganz gut so sein.
Auch heute war ich nur eine Stunde dort. Im Moment schaff ich einfach nicht mehr - es fällt mir wahnsinnig schwer da wieder reinzukommen.
Dabei ist es von der Arbeit her ok – ich mach diese Tigerenten und pro Ente ist es ca eine Stunde schleifen – und so kann ich da recht in Ruhe vor mich hinarbeiten.
Trotzdem fällt es mir schwer – ich hab nicht das Gefühl wirklich angekommen zu sein oder wieder dabei zu sein – was aber nicht an den Leuten dort liegt.
Wieder zu Hause wieder mal Umtopfaktionen als Übersprungshandlung und jetzt bin ich alle.
Viel zu wenig getrunken, viel zu viel gemacht, der Körper streikt und eigentlich bräuchte ich Ruhe. Aber es steht noch Apotheke und Tierarzt an – beides auch dringend nötig, da die Medikamente ausgehen.
Der Betreuer hat heute etwas mehr Zeit, so dass wir danach noch bei Jawohl vorbeifahren werden, denn eigentlich war gedacht, dass ich mir eine Sacher-Torte als Belohnung oder “was Gutes tun” hole.
Da es die in der Nähe des Tierarztes häufiger für 3-4 Euro gibt, wollten wir das damit verbinden.
Was mich ärgert ist, dass ich nicht rausfinde, was es bei der Tischlerei wirklich ist. Dass ich schwer wieder reinfinden kann, hatte ich gedacht, aber eher wegen der Leute und der Arbeit usw. Doch das läuft – und trotzdem ist da irgendwas, was ziemlichen Druck aufbaut.
Eine Überlegung war, dass das mit dem Ersatzthera nicht wirklich geklärt ist und für mich auhc nicht wirklich klärbar – denn die Unzuverlässigkeit wird sich nicht ändern. Aber ich hab mit ihm ja sowieso kaum etwas zu tun.
Auch das mit der Tafel ist weiter unklar – es hatte sich da niemand gemeldet (die wollten sich ja Ende letzter Woche melden). Da weiß ich grad nicht ob ich da jetzt nochmal anrufen soll/kann oder wie es weitergehen wird.
Im Endeffekt bin ich einfach nur sehr müde. Dabei hab ich heute nicht so viel gemacht.
Bis vorhin ging es mir gut – bis ich in der Tischlerei merkte, wird grad wieder zuviel. Doch ich hab es dann auch ernst genommen und bin eben nach Hause gegangen.
Von daher versteh ich nicht recht, warum es nicht besser geht.
Wie auch immer. Apotheke und Tierarzt werden gehen und ob wir danach noch was machen entscheide ich spontan. Kann auch sein, dass ich grad im “Nachmittagstief” bin – normalerweise zwischen drei und vier ist eine Phase wo ich sehr müde bin und am liebsten schlafen gehen würde – was ich nicht mache, weil ich sonst nachts nicht schlafe.
Vielleicht ist diese Phase grad nur später und durch die Müdigkeit natürlich auch eher das Gefühl des “zuviels”.
Wie auch immer: es ist wie es ist und ich werd jetzt das Beste draus machen.
Wir drehen uns grad ziemlich im Kreis.
Einerseits sind viele Gefühle, Unmengen Tränen und gleichzeitig geht das grad nicht. Es blockt und ich sitz dann mit dem Mist da, sperr den Thera aus und das wars.
Dazu kommt, dass ich aktuell sowieso in einer Krisenphase stecke (wobei das seit dem Akutmittel gestern und heute etwas gebessert hat – hoffen wir mal dass das so bleibt).
Zum Kind gab es keinen Zugang – wobei irgendwie doch, doch dann war sofort ein nicht atmen können und Panik und damit ich mehr damit beschäftigt wieder Luft zu kriegen.
Es ist im Moment einfach frustrierend, weil wir nicht so recht den Ausgang finden.
Im Prinzip geht es aktuell um ein dranbleiben, durchhalten und hoffen, dass es irgendwann weitergehen kann, genug Sicherheit da, dass wir die Themen nach und nach ausräumen können.
das mit der Tafel, der kaputte Computer, gestern musste ich schon die Tischlerei abbrechen weil nichts mehr ging, dann noch dem Ersatzthera über den Weg gelaufen (Termin am 11. April um alles zu “klären”), heute die Stadt, Thera und dann Physio – alles zuviel und der nächste “overload” (der war schon in der Stadt – selbst beim Thera war da schon absolut nichts mehr möglich) – achja und grad Mausteile in der Wohnung einsammeln – bzw das muss ich noch hab ich grad gesehen.
Irgendwann erklär ich mal was ich mit tilt meine.
Jetzt – Auszeit – Welt aussperren und aufs Beste hoffen.
Verwirrend und im Vordergrund stand wohl das “ich versteh das nicht”.
Wir arbeiteten mit dem Kind was anfangs gut klappte – bis irgendwann die Erwachsene blockte, als Tränen drohten und dummerweise steckte das Kind da grad mitten in einer Erinnerung.
Danach ging es ziemlich doof weiter, weil ich zwar merkte “irgendwas brodelt und macht Druck und dreht durch” – da aber nicht rankam (und auf die Idee dass das das Kind sein könnte, kam ich schlicht nicht).
Der Thera versuchte alles mögliche, aber da ich in dem “ich versteh das alles nicht” feststeckte – fanden wir keinen Ansatzpunkt. Anfangs versuchte er noch ans Kind ranzukommen, was nicht klappte – später hat er dann daran auch nicht mehr gedacht – was verständlich war.
Ich hatte das Gefühl das egal was ich denke, sage – nichts ankommt – als gehörte mein Körper, mein Fühlen grade nicht mir und wusste – irgendwas tobt – aber wir kamen da nicht ran.
Erst nach dem Termin machte es Klick – das Kind – klar – das wurde ja eher unschön abgewürgt – an äußerst ungünstiger Stelle.
Jetzt ist es ja so, dass ich mit EMDR das Kind sehen und hören kann und damit auch sagen was es macht/denkt – aber für mich kein direkter Kontakt möglich ist (wird von beiden Seiten blockiert) – ich kann also nicht einfach sagen: liebes Kind, doof gelaufen, tut mir leid, du bist hier sicher usw – oder es schlicht in den Arm nehmen – geht nicht – da ist keine Verbindung.
Als wäre der Thera da eine Art “Medium” oder “Dometscher” oder besser noch “Mediator” – der vermittelt. Der nötig ist, damit überhaupt Kontakt möglich ist.
Aber immerhin – das klappt hervorragend (war vor zwei Jahren noch völlig undenkbar – von daher schon sehr sehr großer Schritt nach vorne, weil wir so auch mit dem Kind wirklich arbeiten können ohne dass sich die Erwachsene groß einmischt – meistens jedenfalls – das klappt ja auch erst einige Wochen jetzt – von daher bin ich optimistisch dass das irgendwann auch direkt gehen wird).
Im Moment hab ich keine Ahnung was daraus entsteht – ob dadurch auch was “kaputt” gegangen ist oder Vertrauen verspielt oder was auch immer. Ich weiß dem Kind geht es nicht gut und ich komm nicht an es ran.
Aber ich kann versuchen das über mich zu machen – gezielt Dinge machen, die gut tun, die vielleicht auch einem Kind Freude machen und ablenken – und hinspüren – in der Hoffnung dass ich spüre ob es richtig oder falsch ist – ob es sich gut anfühlt oder nicht.
Für mich als Erwachsene kann ich das ja ganz gut – und vielleicht überträgt sich da etwas auch aufs Kind.
Herzlich hat zu dem gestrigen Theraartikel etwas geschrieben, was ich lieber hier als in den Kommentaren aufgreifen möchte – einfach weil da ein “ja genauso ist es” war und die Antwort doch länger ausfällt:
Hm schwierig jetzt die richtigen Worte zu finden. Ich glaube zu verstehen was du meinst.
Dennoch ein paar Gedanken die mir zusätzlich kamen: Also eine Decke ist für mich auch nur eine Decke. Aber sie verkleinert die Aussenreize. Also die Funktion spielt eine Rolle. Es kann auch nicht jede Decke sein, sondern sie muss vertraut sein. Schutz bietet sie nicht. Die Anspannung fällt nicht ab.
Manchmal ist es auch eine Art Begrenzung um mich selbst zu spüren um nicht verloren im Raum zu sein. (was ich nun auch nicht genau erklären kann)Eine Kerze ist eine Kerze. Der Gedanke den ich habe wenn ich sie anzünde oder ansehe, ist der Gedanke. Und doch ist er nicht weniger wichtig.
Gefühle könnte ich da jetzt gar nicht hinsortieren. Ich kann ja nichtmal meine eigenen Gefühle wahrnehmen oder benennen.
Es ging darum die Hand im Rücken (als Beispiel) – als Halt, Unterstützung – wahrzunehmen – also eine Verbindung zwischen “Symbol” und “Gefühl” – was für mich ganz unmöglich ist – ich kriege da keine Verbindung hin.
Auch für mich ist die Decke da die Aussenreize zu mindern (kleinerer sichtbarer Bereich, gedämpfte Geräusche usw – wenn sie über den Kopf ist) – sozusagen “meine Welt zu verkleinern, damit ich mich besser zurechtfinde” – eben die “Außenwelt aussperren”.
Das mit der Begrenzung kenn ich eher von der Wand – da geht es um das mich spüren, wo hör ich auf, wo fängt die “Umwelt” an usw. Von daher glaub ich weiß ich was du meinst.
Und ich weiß nicht wie ich diese Verbindung hinkriegen soll – in einem Buch über Stimmbildung wird (um dort den weiteren Übungen und Erklärungen besser folgen zu können) zwischen Empfindung und Gefühl unterschieden.
Empfindungen sind: warm, kalt, rauh, glatt, weich, hart usw
Gefühle sind: Trauer, Wut, Ärger, Freude, Scham usw usf.
Empfindungen kann ich wahrnehmen und auch mit einem Gegenstand in Verbindung bringen (die Decke ist weich, warm) – aber es beschreibt nur den Gegenstand.
Die Gefühle krieg ich da nicht zusammen – einzeln sind sie ok und auch klar, aber eine Decke bietet mir keinen Schutz (innerlich – im Regen kann sie durchaus vor dem Regen/Wind schützen, aber das gehört dann wieder mehr zu den Empfindungen).
Sie hat eine Funktion – ja – aber sie kann für mich nicht zu einem Symbol für Schutz werden (auch nur ein Beispiel) – da fehlt in mir irgendwie die “Verbindung”.
Mein Thera meinte gestern nur, dass ihm immer wieder auffällt, wie wenig er sich vorstellen kann, was in mir vorgeht oder wie ich empfinde – denn für ihn ist das “normal” – solche Verbindungen herzustellen.
Die Lieblingshose die Glück bringen soll – und damit zum Talisman wird oder ähnliches.
Ich hab zur Thera auch immer die selbe Hose an – aber aus Gewohnheit – weil es vertraut ist – wenn die kaputt ist, wird es die nächste.
Solange die Eigenschaften, die der Gegenstand für mich erfüllen soll, erfüllt werden - ist es austauschbar.
Es ist kein Symbol oder Talisman oder ähnliches.
Donnerstag nachbesprochen, kurz besprochen wie wir das mit den Karteikarten handhaben und dann noch eine Weile über mein Wahrnehmen von Gefühlen.
Für mich ist eine Decke eine Decke. Die kann warm sein und kuschelig – und wenn ich die Welt aussperren will zieh ich sie über den Kopf und der “sichtbare” Bereich wird kleiner (und damit für den Moment auch meine Welt)
Aber sie ist nicht Schutz oder Geborgenheit oder Trost – sondern eine Decke.
Ich kann Symbolen keine Gefühle zuordnen – da fehlt bei mir völlig die Verbindung.
Ich kam heute später (weil ja die zweite auch um 12 anfängt und ihc niemanden über den Weg laufen kann) – und die Stühle waren vertauscht. Und ich drehte fast durch und musste erstmal die Stühle richtig hinstellen – denn es wäre mir unmöglich gewesen in seinen Stuhl zu sitzen – ich brauch “meinen” – zu viel Neues auf einmal geht nicht – und das später kommen ist schon schwierig genug.
Mir sind viele Sachen wichtig, aber ich verbinde damit nicht Schutz oder Stabilität oder Kraft oder so. Wenn ich eine Kerze anzünde für jemanden – ist das ein Symbol – und ich denke dann an denjenigen und lege ein Kärtchen mit einem Wunsch drunter – aber für mich ist es immer noch eine Kerze und ein “an jemanden denken” und nicht mehr.
Ich kann das schlecht erklären.
Jedenfalls kamen wir da heute drauf und haben das kurz besprochen – es ging um die Körperübungen (Hand im Rücken usw) und dass ich da grad nicht das “Ziel” sehe – weil ich nicht weiß wie die für mich zu “Halt” oder “Unterstützung” werden soll – es ist halt einfach nur eine Hand.
Bevor wir da nicht klarer sehen, werden wir das auch pausieren.