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Archive for the ‘Psycho-Somatik’ Category

März 6th, 2010 Comments off

Ich hab grade die dritte Maschine Wäsche drin, die ersten beiden kamen in den Trockner, nur ein Bettbezug, ein Leintuch, ein Pulli und eine Jeans – waren aufzuhängen, der Rest nur von der Maschine in den Trockner zu schaufeln.

Und ich lieg hier – die dritte Maschine wird bald fertig sein – und muss aufgehängt werden – was ich einfach nicht hinbekomme – ich fühl mich als hätte ich einen Marathon hinter mir.

Es war nicht mal so sehr die körperliche Anstrengung, die hielt sich in Grenzen – aber die psychische Anstrengung kostet die letzten Krafreserven.

Irgendwie ist es kaum zu glauben, dass es so anstrengend sein kann – nicht zu denken, nicht zu fühlen, sich abzulenken – und dabei mach ich nicht viel – fernsehen, ein bisschen lesen, Blogrunden drehen.

Und irgendwo tief in mir ist ein bisschen Traurigkeit und Frust – es gibt so vieles was ich gerne tun würde – doch ich hab Angst mich diesen Wünschen zu stellen – denn viele werden wohl nie erfüllt werden.

Meine Vergangenheit und meine Erkrankung machen vieles nicht möglich – schränken ein – und grade jetzt ist wieder mal so ein Moment, wo ich mit meinem Leben hader.

Es ist anstrengend, es ist mühsam, es ist schmerzhaft – aber es ist auch der richtige Weg – es ist mein Leben und ich bin auf dem Weg – zu einem Leben, das nicht nur mehr so anstrengend, mühsam und schmerzhaft ist. Ich muss mich erst suchen und offensichtlich neu kennenlernen – und irgendwann werd ich mich diesen Wünschen auch mal stellen – doch heute würde das nur damit enden, dass ich alles grad ziemlich satt habe – die Mühsal, den Schmerz – auch wenn ich weiß, dass ich das richtige mache, wenn ich sehe, dass es vorwärtsgeht und spüre, dass es notwendig ist, das noch mal durchzuerleben – ist es einfach echt eine Sch…. Zeit grade.

Und dabei geht es aktuell mehr darum, dass ich heute nicht all das machen kann, was ich gerne machen würde – und nicht um den alten Mist.

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umdisponiert

März 6th, 2010 Comments off

Statt Knödel machen Wäsche waschen, eine volle Maschine Bettwäsche, einmal hell, einmal dunkel, eine Bettdecke und noch eine Maschine Handtücher (und vermutlich noch ein Bettzeug, weil ich glaub ich nicht alles in eine Maschine bekomme – kommt davon wenn man sie 2 Wochen liegen lässt und mehrere waschen muss).

Schiebe ich schon seit einer Woche und ob ich alles heute schaffe muss ich sehen – aber wenigstens anfangen.

2 Ladungen Trockner sind ebenfalls eingeplant (schon allein wegen dem Bettzeug – das muss ich heute nämlich wieder beziehen).

Mal sehen wie weit ich mit dem Aufhängen heute komme, da die Arme nicht so mitspielen wie ich es gern hätte – wenn alle Stricke reißen gibt’s halt noch eine Ladung Trockner (bis auf 2 oder 3 Teile könnte glaub ich alles in den Trockner – aber ob ich so viele 50 Cent Stücke hab wag ich zu bezweifeln).

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gut

März 5th, 2010 Comments off

Mir geht es grade super gut!

Am Vormittag hatten wir hier in der Wohnung einiges gemacht – eine Stunde etwa – die Böden richtig und auch im Bad mal wieder etwas genauer – und es lief erstaunlich gut.

Dann hat mich der Betreuer zum Park runter gefahren und ich hab meine erste Nordic-Walking-Runde in diesem Jahr gemacht – leider machten die um eins zu, so dass ich nur 35 Minuten hatte (wobei das letztes Jahr teilweise eh mein Limit war – mehr als 45 hab ich nie geschafft und meist war es eh die kleine Runde die etwa 35 Min dauert) – leider deshalb, weil ich heute durchaus noch ein bisschen länger gekonnt hätte.

Es war einfach nur klasse – ok dort ist es auch einfacher weil der Weg eben ist, während er hier bei mir auf und ab geht – aber trotzdem – ich hab ja zur Zeit eher das Gefühl dass gar keine Kondition mehr da ist – und das zeigte mir heute, dass es eben doch geht – auch mit den Schmerzen ging es ganz gut (allerdings hab ich heute morgen auch die Höchstdosis an Schmerzmitteln genommen).

Jedenfalls geht es mir grade echt super – und ich genieße es sehr.

Ich bin stark übergewichtig – und doch zeigen mir solche Erfahrungen wie heute immer wieder, dass ich in mir doch noch die Sportlerin von damals bin – ich hab Spass an Bewegung – ich hatte eigentlich immer etwas gemacht – außer als ich damals mit dem Schifahren aufhören musste – da hab ich dann  nicht mal am Schulsport mitgemacht – doch schon als ich dann das erste Mal stationär war, hab ich sämtliche Sportangebote mitgenommen – und da auch immer was gemacht – hauptsächlich Badminton und Volleyball.

Bis es halt nicht mehr ging, erst weil die Knie einfach nicht mehr mitgemacht haben, schmerztechnisch ging es einfach gar nicht mehr – und die Schmerzen wurden auch immer schlimmer – erst konnte ich wenigstens noch stundenlang spazierengehen – doch auch das ging immer schlechter – bis ich kaum noch 10 Meter laufen konnte.

Für mich war das sehr heftig – grade als das Spazierengehen auch wegfiel – weil mir das schon als Jugendliche immer sehr wichtig war. Es gab Zeiten da kam ich kaum vom Bett ins Bad oder sonst irgendwo hin.

Erst vor wenigen Jahren konnte ich mir das “bewegen können” wieder zurückerobern. Angefangen hat es sicher mit der homöopath. Behandlung (also vor 5 Jahren etwa) – denn der erste Schritt war sicher das Reduzieren der Medikamente – die mich in ihre Masse ziemlich kaputt gemacht haben. Zum einen verdanke ich diesen Medis auch gut 30 – 40 Kilo meines Gewichtes (war aber vorher auch schon moppelig) in 2-3 Jahren – und das konnte durch das Reduzieren gestoppt werden. Ich bin immerhin von über 40 Tabletten am Tag auf 3 runtergekommen, was der Körper sehr wohl zu schätzen wusste.

Angefangen hab ich dann mit Schwimmen – 2 x die Woche – so schwer das auch fiel – denn ich fühl mich im Badeanzug überhaupt nicht wohl – und die Leute gucken da auch ziemlich. Damals hab ich mit knapp 10 Minuten langsamen Schwimmen angefangen. Es dauerte auch eine ganze Weile bis ich fitter war – nicht nur konditionsmäßig – das ging erstaunlich schnell, aber schmerztechnisch. Eigentlich hab ich nur durchgehalten, weil das Solebad die Schmerzen für eine Stunde um  2 – 3 Punkte auf meiner Schmerzskala senkte.

Ich laufe ja nun schon seit fast 4 Jahren ständig an Krücken – wobei die letzten 2 Jahre es in der Ebene auch ohne ganz gut geht – wenn es nicht zu weit ist – nur Treppen gehen gar nicht, selbst Gehsteigkanten sind ein großes Problem.

Vor zwei Jahren kam das Nordic Walking dazu – als eben Ebene ohne Krücken auch mal ging, aber eben nur 200 Meter oder so – kam die Idee auf es mit diesen Stöcken zu versuchen.

Das war mir so unglaublich peinlich – ich kann das gar nicht beschreiben. Aber es funktionierte – mit den Stöcken kam ich in der Ebene schon weiter – anfangs etwa 20 Minuten – das wurde ganz langsam immer mehr. Und irgendwann ging es eben auch etwas schneller – so dass ich nicht nur spazierenging, sondern wirklich walkte – wenn auch immer noch langsamer als andere.

Ich fing dann auch gleich an mit dreimal die Woche – anfangs über das AOK-Programm – gekoppelt mit Hörbüchern – indem ich nur beim Walken Hörbücher hörte – damals die drei Bände von Eragon – und wenn man wissen wollte wie es weiter geht – musste ich los – von daher war die Motivation auch da.

Überhaupt war die Motivation nur zeitweise ein Problem – wenn alles wieder zuviel war – da musste ich dann deutlicher aufpassen, dass ich meine Grenzen achte.

Im Winter fiel es ja immer weg – wegen dem Schnee – und meiner Fallangst.

Seit Wochen freu ich mich schon wieder drauf, dass es bald wieder losgeht – hier bei mir geht es leider noch nicht – die Wege zum Wald sind Schlammpisten und im Wald liegt immer noch Schnee. Deshalb bin ich zum Park des Krankenhauses gefahren – dort ist es eben, es gibt genug Bänke um mich zur Not hinsetzen zu können – und meistens ist es dort auch schön ruhig, so dass ich in Ruhe meine Runden laufen kann. Alternativ gibt es dort in der Nähe einen See um den man auch gut laufen kann – doch da sind in der Regel recht viele Menschen unterwegs.

Dass ich aber sozusagen die Zeit mit der ich letztes Jahr aufgehört hab – immer noch ohne Probleme mithalten kann – das freut mich sehr – und ich merke dass es mir einfach sehr gut tut – ich warte gespannt darauf, dass es auch hier wieder geht – denn bis dahin hab ich noch das Problem, dass ich zum Park erstmal hinkommen muss – das ist fahrtechnisch leider schwierig zu organisieren.

Aber ich werde versuchen es wenigstens einmal die Woche hinzukriegen – und freu mich schon sehr darauf!

PS:  das – ist alles immer noch da – doch die Auszeiten zu nehmen – gelingt zur Zeit auch – und ich glaube grade weil das alles auch da ist – kann ich das was mir das Nordic-Walking heute geschenkt hat, noch viel intensiver genießen. Ich kann da im Moment nicht viel machen – es gehört in die Thera – und ich brauche da auch die Hilfe des Theras bei – mein Job die nächsten Tage ist, möglichst im Augenblick zu leben – und ich bin sehr froh – und auch stolz darauf – dass es mir gelingt – in all dem Chaos das Schöne und Gute was mir passiert auch sehen und vor allem fühlen zu können :-)

Im Moment gibt es hier also hauptsächlich “Momentaufnahmen”.

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besser

März 4th, 2010 Comments off

Deutlich besser heute, ruhiger – solange ich nicht groß nachzudenken anfange.

Klappt aktuell ganz gut – weniger gut sind die Wetteraussichten die Schnee ankündigen – bei Temperaturen bis Minus 10 Grad – seufz. Dabei hatte ich ja überlegt morgen in den Park runterzufahren um die erste Nordic-Walking-Runde diesen Jahres zu drehen. Aber bei der Kälte weiß ich nicht – glaub da greif ich doch lieber auf die DVD zurück (obwohl morgen eher knapp 0 Grad erwartet werden – erst So wird es so richtig kalt – von daher mal sehen).

Ich werde die Tage bewusster darauf achten dass ich so zwischen 16 und 17 Uhr hier “technikaus” habe – also kein Fernseher, kein Computer, kein Telefon, außer um evt. mal mit D. zu telefonieren. Dafür lesen, Entspannungsübungen und Co. Wobei morgen da eine Ausnahme ist – da ist abends ja der Gebetskreis – zumindest wenn es mir nicht schlechter geht – denn aktuell bin ich nicht sicher, ob ich mir was eingefangen hab oder so.

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Stille

März 3rd, 2010 Comments off

Der Versuch nicht in Nebensächlich- und Oberflächlichkeiten zu flüchten – denn es wäre nur ein weglaufen, aber auch der Versuch, sich nicht im Durcheinander zu verlieren.

Es müssen keine Entscheidungen getroffen werden – nicht heute und nicht morgen – es reicht wenn ich mir da nächste Woche mit dem Thera Gedanken mache. Die Entscheidungen die getroffen werden, kann ich eh nicht erzwingen oder mit dem Verstand treffen, ich muss hier nach meinem Herzen, meinem Gefühl gehen – doch dazu muss ich diesen Gefühlen auch Raum geben um auch “zuhören” zu können.

Das muss ich nicht alleine tun, habe die Möglichkeit das zusammen mit dem Thera anzuschauen.

Er brachte das Beispiel mit der Umkehrbrille. Eigentlich sind die Bilder auf der Netzhaut ja auf den Kopf gestellt, das Gehirn dreht sie dann für uns um. Wenn man nun eine Brille aufsetzt die das umdreht – steht alles auf dem Kopf. Es dauert mehrere Tage (6-9) bis man sich daran gewöhnt hat – sofern man sich aktiv mit der Umwelt auseinandersetzt.

Meine Welt steht jetzt Kopf – alles wird hinterfragt und mir fehlen die Richtlinien zum orientieren.

Es wird länger als 6-9 Tage dauern, aber irgendwann wird es wieder einen Horizont geben an dem ich mich orientieren kann, wird es wieder ein oben und unten geben und damit auch der Rest sich finden.

Für die nächsten Tage reicht es zu wissen, dass ich jetzt nichts entscheiden muss, dass egal welche Realität da damals nun dahintersteckte – ich heute atme, mir was zu essen machen kann und den Alltag über die Bühne bringen kann.

Und dass es wichtiger ist zur Ruhe zu kommen und aus dem “alles hinterfragen” rauszukommen – denn für mich allein kann ich da im Moment keine Antworten finden – was das Hinterfragen nur quälend macht.

Es ist wie es ist – ich versuche im heute zu bleiben, im jetzt und vielleicht ein bisschen im morgen. Zu leben für den Augenblick und was an Altem auftaucht – achtsam wahrzunehmen – und ziehen zu lassen.

Achsamkeitsübungen werden somit auf dem Tagesplan stehen – immer dann, wenn mir auffällt, dass ich mich in irgendetwas verliere.

Es wird kein “muss” geben – ich werde nicht mal in der Wohnung aufräumen oder abwaschen, wenn ich in dem Moment nicht will  – es wird ein darauf achten sein, was mir gut tun würde, was ich machen möchte, was ich brauche – um einfach in den Tag hineinzuleben.

Nicht als Dauerlösung – aber zur Überbrückung der Tage bis zur nächsten Thera.

Am Freitag werde ich mit den Betreuer in der Wohnung klar Schiff machen – vielleicht auch in einer größeren Aktion – das werden wir dann sehen. Und ich werde auch zum Gebetskreis gehen am Freitag.

Ansonsten weiß ich noch nicht genau – vielleicht fahr ich einmal runter in den Park und dreh meine Nordic-Walking-Runden, vielleicht mach ich mein Sportprogramm zu Hause, gehe schwimmen oder mach gar nichts.

Ich mag es eigentlich nicht so – einfach in den Tag hineinleben – ohne “Tiefe”, ohne wirklich leben, weil ich mich nur berieseln lasse. Doch es bringt auch nichts da jetzt zwanghaft zu suchen und unbedingt verstehen zu wollen was jetzt wie wo warum ist.

So wie sich das Gehirn nicht zwingen lässt – jetzt sofort alle auf den Kopf gestellten Bildern wieder umzustellen.

Es braucht Zeit – und es ist etwas, was ich ohne Hilfe nicht schaffen kann.

Doch ich habe das Glück, dass ich diese Hilfe habe.

Was ich jetzt brauche – ist wieder etwas Ruhe – und Stille – die ich auch als Ruhe und Stille wahrnehmen kann – und ich werde mich dieser Aufgabe jetzt widmen.

Die Möglichkeiten dazu, die hab ich – ich muss sie “nur” nutzen.

Erkenntnisse der Thera heute oder die Welt ist auf den Kopf gestellt

März 3rd, 2010 Comments off

Wenn ich mich von dem Monsterbild verabschiede,

  • muss ich mich von allem verabschieden, das mich ausmacht – alles was ich, bin, denke, tue – gründet darauf – und müsste in Frage gestellt werden
  • muss ich das Bild des Vaters ändern, und verlier auch das wenige was ich von ihm bekommen habe, er war die einzige Bezugsperson die ich hatte und ich will das nicht verlieren
  • muss ich auch das Bild der Mutter ändern – die Zusammenarbeit mit dem Vater – nicht mehr nur “sie böse, er hat mich aber lieb gehabt” oder so
  • muss ich mich damit auseinandersetzen, dass niemand was getan hat, Kindergärtnerin, Lehrer, Ärzte, Nachbarn, Jugendamtmitarbeiter
  • muss ich akzeptieren, das damals etwas Schlimmes passiert ist (und zwar mir)
  • muss ich damit umgehen, dass ich nichts hätte tun können, solange ich schuld habe, und wenn nur eine  Teilschuld – aber zumindest war ich dann nicht nur ohnmächtig und ausgeliefert – doch das würde viel zu weh tun – ich kann das noch nicht aufgeben – tut mir leid
  • muss ich das “bin nichts wert” den Eltern zuschieben – nur ich finde nichts was dem was entgegensetzen würde, finde keinen Wert
  • weiß ich nicht mehr was die Widersacher sind und was nicht – jetzt kann ich sie wenigstens meistens zu- und einordnen – doch wenn ich nicht mehr weiß wo oben und unten ist – wie soll ich dann wissen was woher kommt?
  • muss ich hinsehen – zu dem Kind von damals – zu dem was passiert ist und muss die Ohnmacht, den Schmerz, die Angst, den Ekel, die Sehnsucht, die Resignation, das Ausgeliefert sein, der Hilflosigkeit und was weiß ich noch alles – sehen – und fühlen
  • muss ich benennen was alles passiert ist
  • muss ich nochmal durcherleben was damals passiert ist – ohne den Schutz des “bin halt ein Monster und liegt an mir”

Davor hab ich Angst – was wenn ich das alles aufgebe und nur Schmerz finde, was, wenn ich nicht damit klar komme, was dem Kind alles passiert ist?

Ich weiß nicht mehr was ich denken soll, was war und wie ich das alles einordnen soll, hab keine Richtlinie mehr – war ich nun selbst schuld oder nicht, war das was Schlimmes oder bild ich mir das nur ein? Was ist die Realität? Ich finde sie nicht – alles ist durcheinander und verwirrt.

Was soll ich denken, was glauben? An was festhalten?

Wenn das woran ich mich 37 Jahre festgehalten habe falsch ist – wie soll ich sicher sein, dass das Neue -was auch immer es ist – nicht auch falsch ist?

Ich funktioniere, kann mich auch ablenken, doch das nur für den Augenblick – ein Leben nur für den Moment, das auch mehr ein Funktionieren ist. Es fehlt das Fundament, das “wer bin ich”, ich habe mein “ich” erst vor 7 Jahren gefunden – bis dahin war ich nur eine Rolle – die Rolle der Tochter in die ich von klein auf gedrängt wurde – geformt und zurechtgestutzt wie es gewünscht war – bloss kein Individualismus, bloss kein bisschen von mir dabei.

Es war schwer dieses “ich” damals zu finden – herauszufinden wer ich bin, was ich eigentlich will. Und es war ein Kampf – doch es war nichts im Vergleich zu dem was grade los ist – damals musste ich mich nur von den äußeren Umständen abgrenzen, Kontakt zu den Eltern abbrechen und mich finden.

Jetzt muss ich die Eltern und all die Menschen und Ansichten aufgeben, die in mir verankert sind – die meine eigenen geworden sind, weil ich sie vorgelebt bekam, die meine eigenen geworden sind, ohne dass ich erkannte, dass sie von außen kamen.

Das kennt jeder – man übernimmt Ansichten, Wertvorstellungen – sie haben uns geprägt.

Meine haben mein Selbstbild geprägt – und plötzlich bröckelt das – immer wieder ein Stück, mit jedem Bild, jeder Erinnerung aus der Kindheit bröckel das Bild des Monsters, das ich ja gewesen sein musste – nur deshalb ist das alles passiert, weil ich halt so ein  Monster war.

Durch die Traumatherapie, die Erinnerungen geriet einiges ins Wanken, und es kam der Hauch der Vorstellung auf, dass dieses Mädchen damals vielleicht doch nicht nur Monster war – und deshalb alles normal und in Ordnung was ihm passierte. Dass Menschen wussten, das sie ihm schaden und mehr. Das die Eltern nicht nur das Beste im Sinn hatten, sondern zerstörten.

So bröckelte das Bild des Monsters – und manchmal blitzte ein kleines Mädchen durch (auch wenn ich große Schwierigkeiten habe in diesem Mädchen mich zu sehen – das gelingt auch heute nur in wenigen Momenten).

Und das Thema “Abschied” taucht auf – Abschied von der Vorstellung der “heilen Familie”, einem Vater, der auch Vater war, nicht nur Missbraucher, ein Abschied auch von dem im Schutz nehmen des Vaters – in vielen Bereichen, auch von der Mutter, hier mehr der Hoffnung, dass ihr vielleicht doch was an mir lag, ein Abschied von dem “ich bin schuld” – das implizierte, dass ich wenigstens was tun konnte, hätte können – und nur weil ich etwas gemacht oder nicht gemacht hab, ist es passiert – der Abschied vom “aktiv sein” – hin zum nur ausgeliefert, ohnmächtig und hilflos – was viel schwerer auszuhalten ist als die Schuld.

Ein Abschied von dem Monsterbild, aber (beginne wieder oben …..)

Ein Kreislauf der durcheinander wirbelt – nichts Festes, Klares – nichts zum Festhalten. Grün ist Rot, Rot ist Gelb und Gelb ist Blau – und außerdem steht alles auf dem Kopf. Keine Ahnung wo oben oder unten ist.

Abschied nehmen würde auch bedeuten, das was jetzt schon länger  bröckelt, endgültig einzureißen und neu zu gestalten – doch ich hab große Angst davor, ich glaub ich kann das nicht – noch nicht. Denn der Schmerz und die Traurigkeit würden erstmal noch schlimmer werden, bevor sie weniger werden können – und ich habe keine Kapazitäten für dieses “schlimmer”.

Vor allem aber: es gäbe kein zurück mehr – und das macht mir am meisten Angst. Denn das “Alte” ist bekannt, da gibt es Strategien damit umzugehen, es handzuhaben und zu überleben. Für das “Neue” gibt es sicher auch schon einige, doch sind die tragfähig genug dafür?

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und wieder gut …

März 2nd, 2010 Comments off

Dem Zeigefinger geht’s wieder gut – vor 2 Minuten etwa – von jetzt auf gleich – klack und es ist wieder ok – war wohl einfach nur verhakt.

Über bleibt nur der “Grundschmerz” in sämtlichen Fingergelenken und die den zig anderen die der Körper so hat – Zehen, Fußgelenke (ganz schlimm!), Knie (weniger als erwartet), Finger, Handgelenke, Ellenbogen und Schultern. Der Rücken auch – aber das ist ja was anderes.

Als Kind – da erinner ich mich noch gut – hatte ich oft Schmerzen in den Fußgelenken – grade wenn ich lange in der Kälte war – beim Schifahren oder so – und ins Warme kam. Es schien keinen Grund zu geben, aber sie taten wirklich weh. Dann mit 13  hieß es ich muss das Schifahren lassen – weil die Knie schon starke Abnutzungserscheinungen zeigen würden – damals taten sie einfach ständig weh, ich hatte immer und immer wieder Schleimbeutelentzündungen und was weiß ich alles.

Dann kam eine Weile jedes Jahr was dazu – die Zehen, die Finger, Handgelenke, Ellenbogen usw – doch die letzten 2 Jahre etwa war Ruhe (davor war wirklich jedes Jahr etwas mehr). Im Herbst hakte die Schulter – beim Schwimmen irgendwie verrenkt hab ich halb heulend M., den Physiotherapeuen angerufen ob er mich zwischenschieben kann – konnte er und nach drücken (sehr großes AU!), bewegen und massieren – ging es erst schlechter und am nächsten Morgen war es aber auch wieder recht gut. Dann passierte es immer häufiger, dass die Schulter zickte – doch meist nur wenige Tage.

Bis vor ein paar Wochen kaum noch Pausen waren. Die letzten 2 Wochen war es dann deutlich schlimmer – allgemein – zu nass, zu kalt – ein Schub ausgelöst  – der auch ein Stück weit die körperliche Schwäche mitbrachte (Gott sei Dank nur wenig!) – und klar wurde, die Schultern gehören jetzt wohl dazu.

Vermutlich gehören sie schon ein paar Wochen länger dazu, aber es dauert immer etwas bis ich das für mich “akzeptieren” kann – bis dahin blend ich das immer sehr aus und weiger mich da einfach es zu “benennen” irgendwie.

Aber dem Finger geht es wieder gut!

Hmm – eigentlich wollte ich ja nur schreiben, dass ich wieder mit meinem 10 Fingern tippen kann – aber offensichtlich ist der Schmerz aktuell grad wieder mehr Thema für mich (und schon merke ich da in mir das Stimmchen das trotzig “will nicht!” ruft – so wie die lieben netten kleinen 2 Jährigen – sollte mir vermutlich mal wieder Gedanken machen wie ich damit besser umgehe)

Jetzt werde ich mal meine Katzen einsammeln gehen, damit ich das Fenster wieder zu machen kann (ist nämlich kalt so mit offenem Fenster und ich hab auch kein Interesse mehr an weiteren Mäusen und Co).

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Thera heute

März 1st, 2010 Comments off

Die Datei fertig gelesen und ein Absatz hat mich ausgehebelt.

Entsprechend hatten mich die Widersacher fest in ihren Klauen und die alte Angst – wie meine Mutter zu sein, mir alles nur einzubilden oder es “aufzubauschen” oder sonst was.

Es war ziemlich heftig und ich merke, dass nur sehr langsam zur Ruhe komme.

Deshalb werde ich jetzt doch zum Schwimmen fahren – um mich abzulenken und auch noch ein bisschen auszupowern – aber auch um mich ein Stück zu belohnen, denn das heute war schon sehr heftig.

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Durcheinander

Februar 27th, 2010 Comments off

Heute morgen 5:47 zuletzt auf die Uhr geguckt – also kurz vor sechs eingeschlafen – um um 10 nach 7 geweckt zu werden. Sehr griesgrämig aufgestanden und den Einkauf erledigt (lief ganz gut) – um kurz nach halb10 etwa war ich wieder zu Hause, bin unter die Dusche und um halb 11 wieder ins Bett – wobei sehr lange nicht eingeschlafen – erst kurz vor 12 etwa – um dann um halb eins geweckt zu werden (da war bei ebay die Pflanzenlampe – aber wurde eh überboten).

Jetzt die Überlegung ob nochmal hinlegen – bin schweinemüde – hab keine Ahnung wie ich bis abends durchhalten soll, andererseits wenn ich noch mehr schlafe jetzt tagsüber wird die Nacht lustig.

Magenschmerzen – könnte sein vor Hunger – hmm – letztes Essen war irgendwann kurz nach Mitternacht (als ich mal dachte, vielleicht tut mir was Warmes im Bauch gut) – also wohl vor dem wieder hinlegen kurz was essen.

Tag-Nacht-Rhythmus noch mehr durcheinander bringen als er eh schon nicht – ist nicht gut – kostet mich wieder einige Zeit das wieder einzupendeln – andererseits schaffe ich es heute einfach nicht – bin viel zu müde.

Früher machten mir durchgemachte Nächte nichts aus – heute ist das deutlich anders.

Dazu kommt, dass die Schmerzen heftig sind – ich muss mich wohl damit abfinden, dass die ständigen Gelenkschmerzen nun auch die Schultern erreicht haben – denn seit dem letzten Schub (der nicht so richtig einer war) tun die ebenfalls sehr weh und schon seit Herbst zicken die ja immer wieder mal.

Generell schmerztechnisch nicht gut beisammen – was aber – vermutlich – an dem nass-kalten Wetter liegt (auch wenn 6 Grad hier ja schon fast warm ist). Im Moment auch unklar ob ein weiterer Schub – wobei ich eher denke nicht, sondern eben die schlaflose Nacht (und ja nicht so viel mehr, dass es das abfangen hätte können in den Nächten davor).

Schlafmangel wirkt sich da immer sehr schnell sehr deutlich aus. Neben Schmerzen auch diese Schwäche und Kraftlosigkeit (wobei das eben nicht in dem Ausmaß ist wie ich es von Schüben kenne).

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Turmzimmer

Februar 27th, 2010 Comments off

Ein runder Raum, ein Turmzimmer, nur eine stabile dicke Holztür. Nur ein Kissen oder kleiner Sitzsack – sonst keine Einrichtung – es ist wichtig, dass ich den Raum spüren kann, den Boden, die Wand – den direkten Kontakt. Die Wände sind Natur, unterschiedliche Steine, überwiegend hell, unregelmäßig, stark – hauptsächlich in beige, sand, hellem braun, mal fast weiß. Es ist sonnendurchflutet.

Kein Fenster, wobei die da sind wenn ich sie brauche – Fenster die nach aussen gehen – eine Landschaft zeigen. Die Anzahl der Stockwerke weiß ich nicht – aber das Zimmer ist ziemlich weit oben, direkt unterhalb des Daches.

Der Boden mal ein Holzdielenboden (seltener mal aus Stein) [mittlerweile nur noch Holzbohlen]- so wie ich es jeweils brauche, sowohl der Boden als auch die Wände sind mal kühl, mal warm, meist recht glatt, nicht rau und doch auch nicht wirklich glatt – Natur halt – vom jahrelangen Gebrauch “glatt genutzt”.

Wenn ich in dem Raum bin – bin ich sicher – nichts kann passieren, niemand die Tür öffnen, so sehr sie auch dran rütteln. Nur wenn ich die Türe aufmachen möchte – kann ich sie öffnen.

Nicht mal die Widersacher können da rein – sie können draußen toben – doch in den Raum kommen sie nicht.

Ich kann meine Gedanken “ausschicken” – in die Vergangenheit – jederzeit mich wieder “zurückziehen” – in meinen Körper. Oder ich kann wie auf einer Leinwand sehen was passiert – auf die Mauer projiziert. Oder es erscheinen Fenster – durch die ich sehen kann, was war. Kann damit beobachten – mich in verschiedenen Situationen z.Bsp – auch für best. Vorstellungen (z.Bsp mit den Idealen Eltern).

In dem Turmzimmer – kann nichts passieren, ich bin absolut sicher und das Wichtigste: es wird keine – negativen – Konsequenzen haben – keine Bestrafungen oder sonst was – alles darf sein.

Auch – oder grade – die Gefühle dürfen sein – ohne Angst, dass dann etwas Schlimmes passiert.

Das Turmzimmer vermittelt Sicherheit, Schutz – und Ruhe. Ein “getragen” und auch ein “geborgen” sein.

Ich begrüße es, muss es im wahrsten Sinne auch “begreifen” – um dort anzukommen, die Hand ausstrecken und rundherum gehen und die Hand an der Wand entlangstreifen, mich auf den Boden setzen (ob in der Mitte oder an der Wand oder wo auch immer), die Hand auf den Boden legen und ihn fühlen, spüren, mit allen Sinnen “aufnehmen”.

In dieses Turmzimmer darf außer mir niemand – auch nicht der Thera – aber ich kann Verbindung halten – zu ihm, dem inneren Helfer – es gibt die Möglichkeit eines Kontakts – ein gedankliches “Ausstrecken” und Berühren, das eine Verbundenheit darstellt – eine “Erweiterung” des Raumes für Menschen, denen ich wirklich vertraue und die durch diese Verbundenheit helfen können, dabei, dass dieses Turmzimmer sicher bleibt – auch wenn ich Unangenehmes anschaue.

Eine Verbundenheit, die nötig ist, damit ich lernen kann wie ich damit umgehe – mit dem Ausstrecken nach dem Negativen, dem Alten, dem Belastenden ohne mich dabei zu verlieren.

Dieses Turmzimmer stammt aus einer Triologie (“Das verbotene Land” von Margaret Weis) – die Bücher selbst, die Geschichte – war ok, aber nicht so superklasse – doch dieses Turmzimmer fand ich in diesen Büchern – es ist das Zimmer von Markus, in das er als Kind eingesperrt wurde, weil ihn die Drachenmagie “verrückt” machte – da er nicht damit umgehen konnte. Und in diesem Zimmer lernt er es – das Umgehen mit dieser Magie.

Das hatte mich damals fasziniert (und ich habe die Bücher grade kürzlich nochmal aus der Bücherei ausgeliehen um sie nochmal zu lesen) – weil dieses Turmzimmer etwas ansprach in mir.

Ich fand nie den “sicheren” Ort – den absolut sicheren Ort für mich – es gab den Ort der Ruhe und den Ort der Gefühle und der Ort, wo alles so sein darf wie es ist, es gab den Ort der Begegnung und den sicheren Ort – doch der war irgendwie nie ganz ideal (heute ist das übrigens meine Oase und ein wichtiger Bestandteil für mich). Bis ich das Turmzimmer fand.

Mittlerweile etabliert und sicher – und immer wieder mit der Erfahrung dass selbst Widersacher nicht rein können – gehe ich mit was auch immer an Gefühlen da rein – bleiben nur die Gefühle über, kein “darf nicht” oder “stell dich nicht so an” oder was den Widersachern sonst noch so einfällt – wie von selbst fallen die da einfach weg.

Trotzdem wird der Raum dosiert aufgesucht – beim EMDR ist er fester Bestandteil – wir beginnen dort und wir beenden es dort.

Und zur Zeit ist es auch der Ort der Arbeit, denn zu Hause um nur runterzufahren oder zur Ruhe zu kommen oder mich zu stabilisieren – nutze ich ihn nicht – das passt irgendwie dann nicht – dafür wird dafür die Oase dann genutzt – mit Erfolg.

Das Turmzimmer ist was ganz besonderes – und es passt sich immer dem an, was ich in dem Moment brauche – ohne dieses Zimmer, diesen Turm – könnte ich nicht in der Art an den Traumata arbeiten wie ich es jetzt mache – und ich schätze mein Thera könnte es auch nicht, denn mittlerweile ist dieses Turmzimmer auch für ihn in unserer Arbeit wichtig geworden (obwohl es für ihn vermutlich anders aussieht als für mich).

In diesen Raum darf niemand hinein – ausser mir – und vielleicht noch der Helfer, der weiss von selbst wann er darf und wann nicht.

Nachtrag vom 20. Januar 2012: mittlerweile ist der Raum etwas “aktiver” – ich habe es hier genauer beschrieben. Als wäre das Turmzimmer der Helfer oder eine Gruppe von Helfern, die auch Namen haben und für best. Sachen zuständig sind.

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