Archive
Hat einer von euch Erfahrungen mit e-book-Readern? Wenn welche mit welchem?
Ich hab früher immer viel gelesen – grade auch unterwegs und da ich heute hauptsähclich Büchereibücher lese, fällt das für mich weg, denn im Rucksack ist das dann doch immer so eine Sache.
Dazu kommt, dass ich meist dicke Schwarten lese und mein Rucksack eh schon sauschwer ist.
Irgendwie liebäugel ich schon länger mit e-book-Readern, aber da es noch nicht so viele e-books gibt bzw diese dann gekauft werden müssen, hab ich das immer verworfen.
Kaufen ist jetzt die nächsten Monate eh nicht drin, aber eine Kombination von Weihnachts- und Geburtstagsgeschenk käme dem schon recht nahe – das wäre dann in einigen Monaten, sollte ich aber eben schon bald wissen, damit sich derjenige nicht nach einem anderen Weihnachtsgeschenk umschauen muss gg. Ich hab zugesagt mir was zu überlegen.
Alternativen zu E-Book-Reader sind natürlich auch gefragt – also nur her mit euren Ideen, Erfahrungen usw.
“Widersacher” oder “”Täterintrojekte”” sind – sehr stark vereinfacht ausgedrückt – Täter-loyale Anteile, die in der Regel der Abwehr von Ohnmacht und Scham und dem Erhalt der Bindung (zum Täter) dienen.
Die Folgen sind oft Selbstbestrafung, Autoaggression oder auch (gefühlte) eigene Täterschaft.
Sie zeigen sich oft durch übernommene Ansichten der Täter: du bist selbst schuld, bist nichts wert, verdienst es nicht anders, bist ein Nichts, hast es ja so gewollt, wolltest es doch auch, hat dir doch Spass gemacht usw. usf.
Diese Ansichten übernehmen Traumatisierte oft selbst, ihr Selbstbild ist oft von Verachtung, Wert- und Respektlosigkeit und manchmal regelrechtem Hass auf sich selbst geprägt.
Die Gedanken und Empfindungen die daraus entstehen werden in der (Trauma-)Therapie in der Regel “Widersacher” genannt.
Von der Theorie her ist es oft klar, dass diese Gedanken/Gefühle eben aus dieser Ecke kommen, gefühlsmäßig lässt es sich da nicht immer so leicht trennen. Diese übernommenen Ansichten sind so tief verankert, sie sind ein Teil von einem selbst.
So hat jeder Traumatisierte eben immer auch Anteile des Täters in sich, wie auch die Anteile des Opfers. Da fällt es oft schwer das trennen zu lernen und immer zu erkennen, wer da grade in einem das Sagen hat.
Ich wollte ja die Begriffe von Trauma und Traumatherapie mal zusammenschreiben und Laien – also weder Betroffene, noch Therapeuten – versuchen zu erklären.
Das ist gar nicht so einfach – sehr einfach ist mir zu unvollständig, und vollständig ist nicht mehr einfach, sondern sehr umfangreich.
Aus der Therapie kenne ich ja auch ein paar Leute die dazu selbst schon Bücher geschrieben haben – und so langsam versteh ich, warum das immer Bücher werden.
Als ich da erstmal sagte, dass ich überlege, da was zu schreiben – kam gleich ein: “Klasse, schreiben Sie ein Buch, diese Art fehlt noch auf dem Markt”. Nur – ich will kein Buch schreiben – ich wollte ein paar Zeilen zu einzelnen Begriffen schreiben.
Nun – vor ein paar Tagen bekam ich von einem ganz lieben Freund LaTeX nahegebracht. Also hab ich mich da ein bisschen eingearbeitet (und finde es Klasse!!!). Mit einem Therapeuten, der eben da auch einiges zu geschrieben hat, hatte ich ja schon vereinbart, dass er dann über meine Texte mal drüberguckt, damit ich nichts völlig falsches verbreite – nun – auch er will, dass ich da eher ein Buch daraus mache – er würde beim Verlag eine gutes Wort für mich einlegen.
Doch ich will das nicht – ich werde das weiterschreiben und mal schauen was daraus wird. Kurz wird es nicht – denn die Vollständigkeit war mir da doch wichtiger. So ist allein das Inhaltsverzeichnis eine gute Seite.
Eine grobe Struktur steht – doch mit “maximal 10 Seiten” wird das nichts – also hab ich die schon großzügig auf “maximal 25 Seiten” erweitert – sozusagen ein kleines Heftchen.
Nun – auch die werden wohl nicht reichen. Ich werde jetzt einfach mal weitermachen – was es dann wird oder ob ich es in die Tonne kloppe – entscheide ich dann. Bis dahin werde ich die Begriffe wohl doch einfach weiter verlinken.
Wenn es fertig ist – muss ich für mich entscheiden wie ich es mache – oder ob es reicht, es einmal möglichst “vollständig” zu haben um dann kleine Ausschnitte und Zusammenfassungen daraus zu nehmen um hier best. Begriffe zu erläutern. Für mich – denn das Problem von “einfach und kurz erklären” hab ich – ich kann das nicht. Nicht ohne im Hintergrund zumindest auf weitere Informationen verweisen zu können.
Fakt ist: wenn ein Begriff hier auftaucht, der jemanden unbekannt ist oder unter dem er sich nichts vorstellen kann – kann er googlen – und findet Unmengen Infos dazu. Irgendwann wird es einfacher sein und ich werde eine kleine Erklärung mitliefern.
Das Interview mit Prof. U. Sachsse, den ich in der Sidebar in drei Teilen verlinkt habe – gibt erstmal einen ganz guten Über- und Einblick.
Mir ist in den letzten Beiträgen aufgefallen, dass ich immer wieder spezielle Begriffe nutze, die für Laien oder Aussenstehende nicht klar definiert sind.
Selbst ist man da so drin, dass mir das oft gar nicht mehr auffällt.
Deshalb will ich versuchen im Laufe der nächsten Monate die Grundbegriffe der Traumatherapie zu erklären – immer aus meiner persönlichen Sicht und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Auch die Reihenfolge wird willkürlich sein. Teilweise versuche ich bis dahin best. Begriffe auf externe Seiten mit Erklärungen zu verlinken (hab ich heute hier gelernt, wie ich verlinken kann
).
Wenn ihr also best. Begriffe erklärt haben möchtet – gebt Bescheid, vielleicht stehen sie ja noch nicht auf meiner Liste.
Offensiv damit umzugehen, dass man psychisch krank ist, ist schwer.
Das liegt nicht mal so sehr an Vorurteilen, sondern viel mehr daran, dass Menschen, die nicht betroffen sind (und oft genug auch Betroffene) zu wenig Informationen haben.
Es gibt unzählige Erkrankungen und jede Erkrankung zeigt sich bei jedem einzelnen wieder anders.
Nachfragen ist immer eine “heikle” Sache, es gibt Menschen, da ist es kein Problem, für andere jedoch ist es ein Riesenproblem, weil sie ihre Grenzen noch nicht so recht abstecken können. Das gilt für alle Beteiligten.
Darf ich da nachfragen? Trete ich da nicht zu nahe? Ist das zu persönlich/zu peinlich?
Was wenn der nicht antworten will oder auch, wenn grade das wieder etwas auslöst?
Da gibt es auch keine Regeln für, denn es ist von Mensch zu Mensch verschieden.
Für mich kann ich sagen:
- ich kann “Stopp” sagen, wenn mir etwas (auch eine Frage) zu viel wird
- ich kann auch sagen, wenn ich etwas nicht beantworten will
- mir persönlich sind Fragen lieber – denn dann gibt’s keine Missverständnisse (die Vorraussetzung dafür ist, dass ich dann eben auch Stopp sagen kann, was ich erst nach vielen Jahren erlernt hatte)
- ich kann Grenzen setzen und auf mich achten, auch wenn mein Gegenüber da eher “unsensibel” ist
- ich möchte aufklären und darüber reden
Das alles waren und sind Gründe warum ich diesen Blog angefangen hab, und das alles waren und sind Gründe, warum ich auffordern möchte: Frag bei mir nach, wenn dir etwas unklar ist oder du etwas wissen möchtest!
Die Möglichkeit dafür ist hier gegeben: hinterlasse einen Kommentar (wenn der nicht veröffentlicht werden soll, einfach im Kommentar dazuschreiben) und ich werde mich bemühen ehrlich und soweit mir möglich zu antworten – jeweils in einem neuen Blogeintrag.
Kommentare schalte ich erst frei – in der Regel innerhalb von 24 Stunden-
Wer keinen Kommentar schreiben möchte kann mich auch an mailen:
alles-nur-psychisch [at] gmx.de