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Toll – das ganze kippt auch noch und ich hab Mühe nicht in extrem destruktives Verhalten zu fallen – mir auch noch bewusst zu schaden und das Knie jetzt zu versorgen, statt es erst recht zu ruinieren (so mit dem Hammer drauf rumhauen oder ähnliches).
Ja ich weiß – das alles wäre selbstverletzendes Verhalten und das hab ich ja hinter mir gelassen.
Doch ich hab wirklich Mühe das alles nicht einfach zu ignorieren, dem Knie damit zu schaden und all den körperlichen Mist einfach auszublenden.
So wie ein kleines Kind sich die Hände vor die Augen hält und meint, wenn es nichts mehr sieht, sieht man auch es nicht – den Körper, den Schmerz einfach ignorieren, dann ist er nicht da.
Alte Verhaltensmuster, die wieder an die Oberfläche drängen, die durchbrechen wollen und leider sehr sehr sehr verführerisch sind.
Dennoch klar als destruktives Verhalten erkennbar. Gäbe ja auch eine gute Ausrede – das was heute so in der Thera hochgekommen ist usw.
Sich selbst etwas vormachen.
- Ich werde dem nicht nachgeben!
- Ich werde jetzt das Knie bandagieren (und zwar weder zu fest noch zu locker)!
- Ich werde dann Skills anwenden – bewusst und zielgerichtet!
- Ich werde dem Drängen mir weh zu tun, mir zu schaden oder dem Knie den Schmerz auszuprügeln (oder draufzuhauen, damit es was hat das ihm weh tun kann) entgegenwirken und statt dessen, dem Knie irgendwas Gutes tun (wenn auch mit Todesverachtung)!
- Ich werde eine mail schreiben – um den Druck mir zu schaden zu mildern, diesem Druck ein Ventil zu geben, in dem er kanalisiert werden kann ohne dass er mir schadet!
- Ich werde die Krücken konsequent nutzen – egal ob ich grade glaube sie zu brauchen oder nicht – solange – bis ich mir wieder sicher bin, dass die Wahrnehmungen des Körpers auch etwas mit der Realität zu tun haben (keine Dissoziation oder sonst was Schmerzen ausblendet oder falsch darstellt)!
- Ich werde jetzt das Notfallmittel nehmen und versuchen mich wieder einzukriegen, der Verzweiflung und der Autoaggression Herr zu werden!
- Ich werde mich nicht von alten Verhaltensmustern verführen lassen! Sie kommen von den Widersachern – und ich werde mich nicht von ihnen beherrschen lassen!
Es hat zu viel Zeit und Kraft gekostet dem selbstverletzendem Verhalten einen Riegen vor zu schieben – viele Jahre – und ich werde diesen verdammten Riegen nicht wieder wegziehen und dem ganzen Mist die Tür öffnen!
Nicht heute!
Im Laufe des Nachmittags hab ich mich ganz gut gefangen – so dass es mir gegen Abend dann auch wieder ganz gut ging.
Also bin ich los zum Gebetskreis – trotz der Schneelage draußen. Schritt für Schritt tastete ich mich vor und freute mich darüber, dass es doch recht gut ging – sowohl des Schnees als auch des Knies wegen.
Konsequent die Schuhspikes an (anders würd ich es nicht schaffen) komm ich glücklich wieder zu Hause an, zieh die Schuhspikes aus und leg die Krücken zur Seite und will grade ins Bad um mich umzuziehen als ich ausrutsche – die Schuhe noch naß vom Regen rutsche ich mit dem linken Bein weg, das Knie verdreht sich nach außen und innen und ich liege auf dem Boden – und kann nur noch heulen.
Zum einen ist da der Schmerz, doch der ist nicht mal der Auslöser für die Tränen, es ist die Angst – gekoppelt mit dem Schmerz, das daliegen und nicht wissen wie ich wieder hoch kommen soll und diese Angst von damals – als ich da auf dem Feldweg lag im Schnee vor vielen Jahren.
Es dauerte eine Weile bis ich mich wieder etwas beruhigt hatte und erstmal eine Bestandsaufnahme machen kann. Aufstehen geht nicht (ok das ist auch ohne verdrehtem Knie nicht so einfach vom Boden) – also robbe ich zum in der Nähe stehenden Stuhl und hieve mich hoch.
Typische Bandsache – nach dem im ersten Moment heftigen Schmerz lässt er erstmal etwas nach, ich humple zu den Krücken und geh dann damit erstmal ins Bad. Solange ich das Bein gerade aufsetze geht es auch schmerztechnisch mittlerweile wieder gut – würde auch ohne Krücken gehen, doch die Angst steckt mir noch in den Knochen, so humple ich halt damit durch die Gegend.
Immer noch gegen die Verzweiflung ankämpfend – die sich Bahn bricht, obwohl es für das Knie nach der Bestandsaufnahme ja nicht so schlecht aussieht.
Ein “ich hab es so satt!” schleicht sich ein und endlich guck ich mir das Knie an. Ein bisschen geschwollen, nicht arg viel, der Schmerz in Ruhe erträglich, eher in kleinen Wellen – zumindest solange ich das Knie grade halte – ganz gerade strecken geht nicht – aber ich komm auf gut 90 Grad beim Anwinkeln – also kein Blockieren wie das letzte Mal.
Der Kopf sagt: war das letzte Mal schlimmer und haste auch überstanden, das Gefühl dreht durch – ist in der Verzweiflung von damals drin und für verstandesmäßige Einwürfe nicht zu haben.
Ok – es war alles etwas viel heute – doch was bitte soll das mit dem Knie jetzt? Warum ist es mit Sturz und Verdrehen so viel schlimmer für mich?
Im Moment kann ich nicht sagen ob Innen- oder Außenband – es tut innen weh und ist außen dick und geschwollen. Irgendwelche Versuche das näher rauszufinden gehen grad gar nicht. Diesmal gibt es sogar noch – wenn auch nur sehr kurz – die Überlegung ins KH zu fahren – doch die Angst vor der Untersuchung, dem Schmerz, der Dreherei und Biegerei (von der Anfasserei ganz abgesehen und dem genervten Getue des Pflegepersonals und der Ärzte – die ja auch Recht haben – mehr als ruhigstellen und einem Salbenverband machen die auch nicht – das kann ich auch alleine) lässt mir wieder Tränen in die Augen steigen – ich schaff das im Moment einfach nicht.
Es bricht sich einiges Bahn – die ewigen Schmerzen – was gäbe ich für fünf Minuten ohne Schmerzen! Einfach mal tun und lassen können was ich möchte. Nicht immer Rücksicht nehmen müssen auf Einschränkungen und Folgen. Ich mag einfach nicht mehr!
Das Knie puckert nur noch so vor sich hin – solange ich es nicht bewege oder belaste (wobei nur das be- und entlasten das Problem sind – dann drauf stehen tut nicht viel mehr weh als eben nicht drauf stehen) – trotzdem – es ist im Rahmen – Glück gehabt – hoffe ich, denn mit etwas Glück ist das in wenigen Tagen wieder ok. Wirklich feststellen ob das so ist, werde ich morgen früh.
Es gibt sie – die Momente, wo ich am liebsten mit einer Axt das Bein abschlagen würde, weil ich die ewigen Schmerzen einfach nicht mehr ertragen will. Jetzt ist es grad so einer.
Dabei bin ich mir durchaus bewusst dass ich grad total überreagiere – völlig irrational und hysterisch bin. Nur das Knie mit einer Sportsalbe einschmieren (wobei die ist glaub ich alle – aber egal) und mit der Bandage etwas stabilisieren – und gut ist. Selbst das Stabilisieren ist mehr für die Psyche – und der Angst in der Nacht es wieder zu verdrehen (ich schlafe ja so extrem unruhig und wälze mich hin und her ohne Ende) – der Angst vor dem plötzlichen Schmerz der reinschießt bei der falschen Bewegung.
Sie ist da – die Angst vor morgen, dem evt. feststellen müssen, dass es doch nicht nur leicht überdehnt ist und in wenigen Tagen wieder ok.
Völlig unverständlich – vor 3 Wochen (genau sogar) hab ich ohne erkennbaren Grund ein blockierendes Knie, das die doppelte Größe annimmt und schmerztechnisch sich nach Bändern anfühlt (so wie die sich halt nach einem Tag oder so anfühlen, also nicht die Schmerzentwicklung an sich) – das erst etwas besser wird um dann schlimmer zu werden und irgendwann nach knapp zwei Wochen sich innerhalb weniger Tage recht gut erholt. Schmerztechnisch war das bei weitem Schlimmer – doch es hat deutlich weniger Angst ausgelöst – mehr Wut, Fassungslosigkeit und Widerwillen – aber nicht Angst.
Selbes Knie und ein Verdrehen mit erst scharfem Schmerz, der dann nachlässt – und ich dreh hier völlig ab – trotz der Feststellung von “ist ja nicht so schlimm”.
Was so ein Verdrehen und sozusagen “Wiederholen” des Schmerzempfindens, der Entwicklung – so ausmacht – schon erstaunlich was es da so für Bahnungen im Gehirn gibt.
Im Endeffekt ist es nichts anderes als ein Flashback – denn das was mir zu schaffen macht ist die Angst von d
amals – vor dem (wiederholten) Sturz und der endlos langen Zeit in der es einfach nicht besser werden wollte, der Fallangst die sich da extrem entwickelte und natürlich auch der Angst vor dem Schmerz an sich.
Ich kann drei Jahre mit offener Wurzel im Zahn rumlaufen – höllische Zahnschmerzen – doch damit komm ich besser klar als mit diesem popeligen Schmerzchen das aktuell im Knie ist.
Seit vielen Jahren leb ich mit Schmerzen, kenne das “Zähne zusammenbeissen” ebensogut wie eben das Leben damit – doch so ein popeliges Verdrehen des Knies und deshalb Puckern darin – lässt mich schier verzweifeln.
Ich weiß dass ich verrückt bin – aber ganz ehrlich: ich hab es echt satt!
Wie erwartet war der Einstieg nicht das Problem. Das Ergebnis eher – unerwartet und sehr heftig – leider auch nicht nur einmal. Der Termin war dadurch deutlich länger und ich bin heilfroh, dass es diese Möglichkeit gibt.
Wir brauchten die Zeit nämlich um da einen einigermaßen handhabbaren Abschluss zu finden. Ausgangspunkt war eine nicht näher definierte Missbrauchssituation, die recht schnell zu der anvisierten führte – tja – was daraus entstand war nicht erwartet und das mich wohl noch eine ganze Weile beschäftigen wird.
Ich befand mich da danach auch in einer Art “Schockzustand” – zwar gut funktionierend, aber eher distanziert. Hatte den Vorteil, dass ich den Beinah-Unfall, in dem ich bei der Heimfahrt verwickelt war, nicht mehr groß schockieren konnte (und es war wirklich so richtig knapp – der Taxifahrer war auch beim Aussteigen hier bei mir nach 20 Minuten immer noch total fertig – und er ist einiges gewohnt).
So langsam lässt dieser “Schockzustand” nach – das “Erlebte” recht weit weggeschoben, denn das muss ich mit dem Thera aufarbeiten (und ein Stück weit in die Theorie flüchtend)
Langsam frag ich mich, was da noch so alles kommt – schon seit einigen Monaten denk ich immer wieder: jetzt kann ja nichts groß Schlimmes noch kommen.
Offensichtlich gibt es aber immer “noch schlimmeres” – wobei die einzelnen Sachen denk ich nicht immer “schlimmer” sind – das gibt es da auch nicht so – eine wirkliche “Reihenfolge” oder “Wertung” gibt’s da nicht, ein schlimm und schlimmer ebenfalls nicht – die Situationen sind alle schlimm.
Trotzdem treffen die einen mehr, die anderen weniger – oft liegt das daran, dass manches eben schon bekannt oder auch erwartet ist – die unerwarteten Dinge, die sind dann immer für eine ganze Weile ein heftiger Schock.
Aktuell ist es ja so, dass sich das schon vor ein paar Wochen angedeutet hat – aber eben in mir immer die Hoffnung war “so weit sind sie nie gegangen” oder so. Dabei kenne ich die Abgründe meiner Eltern ja.
Es ist auch eher eine persönliche “Wertung” – für jemand anderen ist das für mich ganz schlimme vielleicht weniger tragisch, und das was ich als eher “Kleinkram” empfinde was ganz schreckliches.
Trotzdem trifft es mich immer sehr, wenn ich dann feststelle, dass die Abgründe meiner Eltern offensichtlich keine Grenzen kennen. Dabei geht es oft weniger um das “was” als viel mehr um das “wie”.
Die waren echt gut darin Realitäten zu verdrehen und die Schuld für ihre Übergriffe auf mich abzuwälzen.
Die Schuldgefühle kennt jeder Traumatisierte, oft geht es dabei auch darum, daß man, wenn man Schuld daran hat, wenigstens nicht nur ausgeliefert war – denn dieses Ausgeliefertsein fühlt sich viel schlimmer an als das Schuld haben. Natürlich neben den Schuldgefühlen, die jahrelang eingeredet wurden.
Ich hab die Täter in mir – mein Leben lang – denn vieles hab ich von ihnen übernommen, grade auch was mein Selbstbild angeht. Auch das ist “normal” – nennt sich Täterintrojekt.
Da mag vom Kopf her noch so sehr klar sein, dass die Frage eines kleines Kindes, was “lieb haben” bedeutet, nicht dadurch erklärt wird, indem man es missbraucht und dies dann mit “das ist lieb haben” erläutert. Der Verstand sagt da ganz klar, da kann das kleine Kind nichts für, die Frage war keine Aufforderung usw.
Doch gefühlsmäßig ist das anders. Damals wurde gesagt, dass ich es ja gewollt hab, danach gefragt habe und überhaupt. Diese Anteile des Täters hab ich noch in mir, die Stimmen der Widersacher.
Und grade im Moment, heute, hab ich damit wieder deutlich mehr zu kämpfen, machen sich diese Widersacher selbstständig und es ist ein ewiger Kampf ihnen nicht nachzugeben (die sind nämlich verdammt hartnäckig).
Es war eine gefühlsmäßige Bindung zu dem Kind in der Situation damals da – ein “Nachempfinden” dessen, was das Kind damals fühlte – und es war eine Situation in der etwas in diesem Kind endgültig zerbrochen ist.
Um dieses Kind kann ich mich im Moment nicht kümmern – es tut zu weh und es tut mir unendlich leid – ich kann da nicht hinschauen und mittragen. Denn im Moment hab ich mit mir selbst im hier und heute genug zu tun. Ich weiß, dass dieses Kind versorgt ist – dass sich jemand darum gekümmert hat – die Situation selbst macht mich auch heute noch sprach- und fassungslos. Da gibt es noch keine Weg mit umzugehen. Den werde ich in den nächsten Therapieterminen gemeinsam mit dem Thera suchen müssen.
Bis dahin versuche ich mich auf das hier und heute zu konzentrieren und werde daran arbeiten, mir Gutes zu tun und zu schauen, dass ich mich nicht im Kampf gegen die Widersacher verliere (möglichst ohne mich überhaupt auf Diskussionen mit ihnen einzulassen).
“Widersacher” oder “”Täterintrojekte”” sind – sehr stark vereinfacht ausgedrückt – Täter-loyale Anteile, die in der Regel der Abwehr von Ohnmacht und Scham und dem Erhalt der Bindung (zum Täter) dienen.
Die Folgen sind oft Selbstbestrafung, Autoaggression oder auch (gefühlte) eigene Täterschaft.
Sie zeigen sich oft durch übernommene Ansichten der Täter: du bist selbst schuld, bist nichts wert, verdienst es nicht anders, bist ein Nichts, hast es ja so gewollt, wolltest es doch auch, hat dir doch Spass gemacht usw. usf.
Diese Ansichten übernehmen Traumatisierte oft selbst, ihr Selbstbild ist oft von Verachtung, Wert- und Respektlosigkeit und manchmal regelrechtem Hass auf sich selbst geprägt.
Die Gedanken und Empfindungen die daraus entstehen werden in der (Trauma-)Therapie in der Regel “Widersacher” genannt.
Von der Theorie her ist es oft klar, dass diese Gedanken/Gefühle eben aus dieser Ecke kommen, gefühlsmäßig lässt es sich da nicht immer so leicht trennen. Diese übernommenen Ansichten sind so tief verankert, sie sind ein Teil von einem selbst.
So hat jeder Traumatisierte eben immer auch Anteile des Täters in sich, wie auch die Anteile des Opfers. Da fällt es oft schwer das trennen zu lernen und immer zu erkennen, wer da grade in einem das Sagen hat.
Grade jetzt beim Schnee draußen sieht man sie häufig, die älteren Damen, die vorsichtig Schritt für Schritt laufen und in jedem Geschäft erstmal sagen, wie viel Angst sie haben bei dem Wetter.
Das kann ich ja nun mal sehr gut nachvollziehen – geht mir nicht anders.
Fakt ist aber, dass man auch einiges tun kann um sich sicherer zu fühlen:
- Schuhspikes oder Schuhketten – kriegt man im gut sortieren Sportgeschäft oder im Sanitätsfachhandel – für mich wichtig, nicht nur im Vorderfußbereich zwei Stifte, sondern auch hinten – also über die ganze Fußsohle verteilt (vier reichen da) – und das ganze sollte recht problemlos an- und ablegbar sein. Mittlerweile gibt’s die auch häufiger mal bei Lebensmittelketten oder Kaffeeröstern im Angebot. Kosten nicht die Welt (ca 10 Euro) und sind Gold wert bei diesem Wetter das aktuell herrscht (gute greifen selbst auf blankem Eis – logisch – entstanden sind die ja auch aus den Steigeisen vom Bergsteigen – die man grade auf Eis anzog)- auch im Internet gibt’s einige Bezugsquellen, bei Auktionshäusern oder “der modernen Hausfrau” z.Bsp.
- für Krücken und Stöcke gibt es Eiskrallen – die sind verordenbar (also einfach vom Arzt aufschreiben lassen) und werden im Sanitätsfachhandel auch gleich montiert. Da gibt’s verschiedene Varianten, Aufsätze die die Spikes aus- und einfahren können oder Krallen die man hoch und runterklappen kann. Ich nutze diese zum hoch und runterklappen, da ich rutschfeste Gummifüße nutze (dazu unten noch mehr!)
- ohne Krücke kann man sich aber auch mit den Nordic Walking Stöcken behelfen – kosten nicht so viel und haben in der Regel auch spitze Aufsätze – kenn ich von früher noch von den Schistöcken – die geben schon deutlich mehr Halt als ohne
- für Krücken gibt es aber auch rutschhemmende Gummifüße – die sind zweigeteilt – aus dem härteren Kunststoff (ähnlich dem der “normalen” Gummifüße) ist der obere Teil, auf dem unten noch mal aus deutlich weicherem Kunststoff was aufgesetzt ist. Diese Teile sind absolut Gold wert, denn damit rutscht man auch in der Dusche nicht (oder im Schwimmbad) – allein in Geschäften, mit ihren schmierigen und nassen Böden im Eingangsbereich muss man damit trotzdem noch etwas vorsichtiger sein. Diese rutschhemmende “Gummifüße” sind ebenfalls verordenbar und ehrlichgesagt, mit “normalen” Krücken würd ich mich kaum raus trauen (auch ohne Schnee) – wenn man diese rutschfesten Gummifüße erstmal kennt, gibt man sie nicht wieder her, denn nasse Böden gibt’s immer und überall mal.
Oft reichen diese Kleinigkeiten schon aus – wenn man dann mehrfach merkt, dass da kein wegrutschen mehr passiert – nimmt die Angst langsam ab. Zumindest mir geht es so.
Auch wenn ich jetzt viele Jahre schon mit der Fallangst zu tun habe, merke ich auch Jahr für Jahr dass es besser wird. Wichtig ist aber nach wie vor, dass ich meine Schuhspikes anhabe (auch wenn nur ab und an Schnee, auch bei überfrierender Nässe oder selbst freien Asphaltflecken). Die Eiskrallen an den Krücken nutze ich nur bei viel Schnee, Eis oder sonstigem Boden, an dem sie besser Halt finden als die rutschhemmenden Gummifüße.
Für mich unverständlich ist, dass es diese Dinge nicht in der Apotheke gibt – die würden sich dabei dumm und dämlich verdienen (kosten die im Einkauf sicher nicht so viel und könnten sie deutlich teuer wieder verkaufen – grade in Apotheken) – meine würde das zwar besorgen, wenn man will – aber ich hab ja schon
Olivenöl ist ausgespült und die Haare trocknen so vor sich hin.
Das Ok des Nachbarn für die Funkklingel hab ich nun auch.
Der Laptop des Theras macht deutlich: uns fehlt der Schlüssel – ansonsten läuft das Programm aber (und wenn wir je den Schlüssel kriegen – wie krieg ich diese entschlüsselte Datei auf einen anderen Computer – denn die USB-Sticks laufen nicht unter 98).
Kann man Sachertorte nach 3 Tagen noch essen (wurde Mo Abend aufgetaut und liegt seitdem hier in Plastikdose rum)
Ich mach mir Gedanken wegen morgen – die nächste Traumaexposition steht an. Was mir dabei durch den Kopf geht ist, dass ich diesmal nicht so genau weiß um was es mir dabei geht: entweder um diese eine Situation, die ständig da ist und doch nicht greifbar oder um den gefühlsmäßigen Bezug – auch zu dem Kind von damals.
Im Endeffekt wird sich das morgen schon zeigen – ich finde nur keinen rechten “Einstieg” – also weiß nicht recht wie wir anfangen könnten.
Auch das wird sich morgen dann schon zeigen – doch ich als alter Kontrollfreak wüsste das halt schon zu gerne schon heute.
Traumaexposition macht mir immer Angst – wäre auch eigenartig wenn nicht, denk ich – denn wer rührt schon gerne in schlimmen Dingen rum. Diesmal ist es mehr – was – wie ich sehr wohl weiß – an der Pause von 3 Wochen liegt, die seit dem letzten Mal vergangen ist.
Denn durch die Regelmäßigkeit davor, war ich einfach drin – und das bin ich jetzt nicht mehr – ich muss erst wieder einen Einstieg finden.
Da ist einerseits die Angst vor dem was hochkommt, aber auch davor, dass diese Abspaltung zu groß ist. Ich hab mich in Theorie geflüchtet und das war letzte Woche gut. Aber es ist eben auch die Angst, dass ich da keinen Einstieg finde.
Eigentlich idiotisch – denn ich weiß ja nun wirklich (aus reichlich Erfahrung) – das das selten ein Problem ist – wenn sich kein Einstieg von selbst ergibt (was selten genug ist), haben der Therapeut und ich da schon ein paar auf Lager die auf jeden Fall funktionieren.
Beim letzten Termin war es aber eben auch so, dass ich nicht hinschauen wollte, es war kein “nicht können” – sondern ich hatte Angst und wollte das alles einfach nicht sehen. Das hab ich mir sehr lange vorgeworfen, auch wenn ich weiß, dass ich da alle Zeit der Welt habe und niemand mich drängt.
Vielleicht ist es also nur die Angst dass ich wieder nicht hinschaue, dass ich wieder kneife.
Denn was ganz klar ist: es geht nicht um ein “zuviel” oder so – auch nicht um die Angst, dass ich damit nicht klar käme. Denn diese Angst ist nicht da – gar nicht.
Ich weiß, dass meine Stabilisierungsfähigkeiten da sind – und zwar mehr als ausreichend, ich weiß auch, dass ich der Thera mich da nicht hängen läßt – also selbst wenn was unvorhergesehenes passiert, kann der mich auf jeden Fall rausholen, sollte ich das alleine nicht schaffen.
Von daher ist wirklich gar keine Angst da, dass ich mit dem Ergebnis nicht umgehen könne, es zu viel wäre.
Das ist auch der Grund für die “Vorwürfe” – weil es eben kein Schutz ist, sondern einfach ein kneifen.
Das klingt jetzt vielleicht härter als es ist – ich versinke da nicht in Schuldgefühlen oder so. Mir ist auch klar, dass das mit dem letzten Termin vor Weihnachten vielleicht sogar gut so war.
Ich hab dennoch Angst, dass mir dann in diesem Moment wieder der Mut fehlt – denn ich WILL hinschauen, ich WILL mich damit auseinandersetzen und ich weiß ich KANN es auch. Dieses “will” ist völlig ohne “muß” – es ist einfach ein wirklich wollen.
Nur dann in dieser Situation, in diesem entscheidenden Moment – gewinnt oft mal die Angst.
Auch da weiß ich, dass der Thera hinter mir steht und mich unterstützt – ich muß mich dem nicht alleine stellen (das könnte ich glaub ich auch nicht).
So paradox das klingt – aber wenn ich e s dann geschafft hab, fühl ich mich besser – egal wie schlimm das war was ich dabei “gesehen” hab, erlebt hab – es gibt mir das Gefühl da wieder selbst zu agieren und nicht von der Angst und dem was passiert ist – fremdbestimmt zu werden.
Ich will mich damit auseinandersetzen, weil ich weiß, dass ich nur so die Auswirkungen verändern kann. Das hab ich nun wiederholt und oft erlebt und das ist ein gutes Gefühl. Nur so kann ich dahin kommen, dass meine Vergangenheit nicht mehr mein heutiges Denken und Handeln bestimmt.
Dem ganzen alten Mist – ich will dem nicht mehr so viel Macht einräumen – doch das erreiche ich nur, wenn ich mich dem ganzen auch stelle.
Die Vorraussetzungen dafür sind da – ich bin in Sicherheit, habe fest verankerte Skills, die so automatisiert ablaufen, dass ich mich dazu nicht überwinden muss oder ähnliches, ich hab einen Therapeuten dem ich diesbezüglich absolut vertraue, der mich damit nicht allein lässt und ganz egal was passiert, kein Problem haben wird, mich da wieder rauszuholen wenn ich das alleine nicht schaffen sollte (was eh schon unwahrscheinlich ist), ich hab die Möglichkeit mich danach auf mich zu konzentrieren, muss nicht “funktionieren”, arbeiten oder für jemanden sorgen und ich fühle mich sicher und stabil – so dass ich keine Sorge habe, dass mich das was ich da sehe und erlebe umhauen wird.
Und trotzdem ist da dieser kleine Mann im Ohr, der stetig versucht Zweifel, Angst und Sorge zu sähen.
Kleiner Mistkerl – dich werd ich auch noch los!
Ich sitze grade mit Alufolie um den Kopf – festgebunden mit einem Tuch. Darunter triefen die Haare von Olivenöl (das auch einen schönen Fleck auf dem T-Shirt hinterlassen hat, da ich zu schwungvoll das Öl mit den Händen in die Haare schaufelte). Grund: ich hab sehr trockene Haare. Später muss ich eh unter die Dusche – also bot es sich an.
Diese “warmes Olivenöl in die Haare”-Kur mach ich etwa zweimal im Jahr, normalerweise mit Frischhaltefolie, nur leider hab ich keine mehr im Haus. Ein altes Hausmittel gegen trockene Haare, das auch funktioniert (allerdings sollte man es alle 2 Monate oder so machen – ich vergess es nur immer).
Der Vermieter kommt die Tage doch nochmal vorbei, meine Zählerstände erscheinen zu hoch (wobei ich denke, die stimmen schon – ich hab extrem hohe Heizkosten – wegen meiner beiden Süßen, die immer durchs Fenster raus und rein wollen und weil ich es im Bad auch im Sommer kuschelig warm mag). Außerdem ölt er dann vielleicht auch den einen Heizungsregler, der mir immer fast das Handgelenk bricht beim drehen.
Vom Therapeuten hab ich hier nun einen alten Laptop – bisher leider ohne Erfolg, die Datei konnte ich nicht entschlüsseln – fürchte ohne den Schlüssel vom Ex-Therapeuten wird das nichts – also großes Hoffen, dass der nichts wegschmeißen kann und nach über 10 Jahren noch funktionierende Disketten findet.
Bücherei war wieder mal wie immer – mehr Bücher mitgenommen als abgegeben – aktuell hab ich aber “nur” 30 Bücher von dort hier (waren auch schon mal mehr). Dabei war ich nur bei einem Regal (Fantasy) – bin gar nicht erst zu den Romanen gegangen.
Einkauf war anstrengend – die Stadt rappelvoll. Die Wege richtig doof. Dafür hab ich wieder Joghurt und Brot (irgendwie schaffe ich es zur Zeit nicht das selbst zu machen – aus Brotbackmischungen – ist halt grad so).
Ich bin richtig stolz auf mich: denn ich bin von der Ambulanz die ca 400 oder 500 Meter trotz Schnee und co zum Frisör gelaufen (oder auch grad deswegen – fand das in dem Moment eine gute Möglichkeit für Angsttraining) – dabei festgestellt: festgetretener Schnee geht ziemlich gut – wenn es diese aufgeweichte Pampe auf der Strasse ist – gar nicht gut (da greifen auch Spikes nicht recht), das Eis dass vor allem bei Kurven auf den Strassen liegt kostet viel Überwindung (aber Spikes greifen da sehr gut) – ich bin außen herum gegangen, etwas länger, dafür keine groß abschüssigen “Trampelpfade” – und das Beste: es lief echt erstaunlich gut.
Zwar weiß ich, dass es jeden Winter grad anfangs ein Riesenproblem ist und wenn ich dann konsequent dran bleibe und eben nicht in Vermeidungsverhalten rutsche – dann wird es besser – immer noch sehr schwierig, aber besser. Offensichtlich ist viel Schnee wie dieses Jahr für mich weniger beängstigend als diese halb Schnee, halb Eis, halb irgendwas, denn so richtige Schneewege – gehen am besten (natürlich nur wenn überhaupt Schnee sein muss – jeder trockene Asphaltweg ist mir lieber – eh klar).
Doch auch im Vergleich mit letztem Jahr – es ist dieses Jahr besser – nicht groß einfacher, aber ich bin einfach gesamt deutlich stabiler, das wirkt sich auf Angsttrainings immer deutlich aus. Da ich nicht schon von vornherein knapp an der Grenze bin, ist mehr Spielraum da – und ich kann auch mehr probieren und eben bewusster an die Grenze gehen.
Jedenfalls heute war es – trotz viel Angst und Panik – ein sehr gutes Angsttraining – mit tollem Erfolgsgefühl.
Von dem Verkäufe des mp3-Players kam heute eine mail, dass die im Dezember ein Paket losgeschickt haben – bin gespannt wann es hier eintrifft. Wäre ja klasse, wenn das so klappt, ich befürchtete ja, dass die das erstmal einschicken und reparieren lassen. Ich hoffe nur der meinte damit auch, dass er es an mich geschickt hat – nicht an den Hersteller.
Hier gefunden – die Videos find ich total klasse und da ich selbst zwei solche Exemplare hier hab – es ist einfach nur sehr treffend!
Das Buch ist auf meiner Kaufliste, da werd ich auf jeden Fall reinschauen und wohl auch kaufen. Denn es soll dann zu den Büchern kommen, die in die “Wohlfühlkiste” kommen (die Videos sind da so schwer reinzupacken, aber gehören schon lange zu den Dingen die ich anschaue, wenn es mir nicht gut geht)
Da sind nämlich Bücher für Zeiten, in denen es mir nicht gut geht, die mich aufmuntern, mich zum lachen bringen.
Bisher sind da die Bücher von Christian Moser: “Monster des Alltags” und “Die Geheimnisse der “Monster des Alltags” – die sind sehr zu empfehlen (der dritte Band steht auch auf der Kaufliste) – näheres zu diesen “Monstern” gibt’s hier.
Der Vermieter kommt nicht, ich hab ihm die Zählerstände grade per mail geschickt. Eine grobe Hochrechnung ergab, dass es sich ausgehen müsste – mit der Nebenkostenvorauszahlung – naja zumindest wenn ich die selben Kosten für Wasser und Strom nehme wie letztes Jahr.
Wie erwartet ist mein Heizverbrauch extrem hoch – da die Katzen durchs Fenster raus und rein kommen. Allein von den Heizkosten sollte das aber in etwa gleich sein (da es ja Gott sei Dank heizfreie Monate gibt)
Doch sicher bin ich nicht – und ich hoffe sehr, dass keine Nachzahlung fällig wird – schlicht, weil ich dringend eine Jacke für die Übergangszeit brauche (die aktuelle wurde schon zu klein gekauft und ist daher nur mit T-Shirt drunter tragbar, die zweite ist nicht wasserfest – da nur Canvas).
Außerdem lösen sich die Winterschuhe auf – das letzte Paar was ich überhaupt noch für den Winter habe (das Zweite hat schon letztes Jahr den Geist aufgegeben, indem sich der “Innenschuh” auflöste) – ich werde nass und außerdem sieht es nicht so toll aus, wenn man mit löcherigen Schuhen rumrennt (auch wenn die Stellen teilweise von den Schuhspikes verdeckt werden) – ein Glück dass ich nicht eitel bin.
Das Problem ist – ich finde keine Winterschuhe die passen, in denen ich gut laufen kann, die eine griffige Sohle haben und noch dazu warm und möglichst wasserdicht. Zumindest keine die unter 100 Euro kosten.
Außerdem steht immer noch die Matratze auf der Liste – hinter der Jacke und den Winterschuhen (aber wenigstens brauch ich keine für den Sommer). Genaugenommen bräuchte ich auch noch Arbeitsschuhe für die Tischlerei, denn die, die ich gestellt bekomme, kann ich nicht tragen, die sind viel zu schwer und nach spätestens einer Stunde kann ich nicht mehr stehen oder gehen, weil mir die Füße und der Rücken extrem weh tun. Aktuell arbeite ich also mit den “normalen” Schuhen – die natürlich keine Stahlkappe haben. Naja – das kann ich wenigstens so lange schieben bis sich jemand ernsthaft aufregt – und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass dies nicht so bald passiert, dafür bin ich zu wenig dort.
All das sind Gründe, warum ich sehr hoffe, dass nicht noch eine Nachzahlung wegen der hohen Nebenkosten fällig wird.
Übrigens hab ich das ok des Vermieters am Seiteneingang eine Funkklingel anzubringen – muss jetzt nur noch mit dem Nachbarn gegenüber klären, denn die müsste an seinem Briefkasten angebracht werden (nur dort ist es regensicher) – den erwisch ich nur nie.
Wenn das klappt muss ich all den Krempel (Pakete und so) nicht immer die Treppen runterschleppen (und Besuch müsste deutlich weniger laufen um zu mir zu kommen).
Achja – die Wohnung ist immer noch aufgeräumt! Ich bin echt stolz auf mich und hoffe sehr dass es so bleibt.
Schon seit einigen Wochen geht mir eine uralte Datei durch den Kopf. Damals hab ich mein Tagebuch und sonst so einiges auf meinem Computer verschlüsselt. Das Verschlüsselungsprogramm lief nur unter Win95 und 98 – wobei bei manchen es wohl auch unter XP “machbar” war.
Ich habe sowohl die Datei, das Passwort als auch das Programm – doch ich bekomme die alten Dateien nicht entschlüsselt.
Diese eine spezielle, die mir da durch den Kopf geht – wäre mir wichtig. Ich hab keine Ahnung was drin steht – gefühlsmässig war es damals ein erstes “Aufschreiben” von Missbrauchserinnerungen – doch ich kann mich nicht daran erinnern. Was ich noch weiß ist, dass diese Datei in dissoziativen Zuständen entstand – also in Zeiten die mir komplett fehlen – und dass ich sie immer bei den Tagebüchern mit bei hatte (während andere, auch mit sensiblen Inhalt da wo anders abgelegt wurden).
Grade in den letzten Wochen, in denen ich immer um eine best. Situation kreise, mit der ich mich nicht recht abfinden will/kann, geht mir diese Datei ständig durch den Kopf.
Da ich aber keinen Computer mehr mit Win95 habe (und auch keinen mit 98) – wollte nun der Therapeut versuchen sie auf seinem alten Laptop zu entschlüsseln und damit wieder “verfügbar” zu machen. Ich fürchte jedoch, dass dies nicht mehr möglich ist, da die Diskette mit dem Originalschlüssel defekt ist.
Das macht mir im Moment ziemlich zu schaffen. Diese Datei ist über 10 Jahre alt – und vielleicht ist es nur ein Satz oder ganz was anders – aber sie ist mir wichtig – sehr sogar.
Es ist wie ein Puzzlestück – ein Puzzlestück meines Lebens – und die Angst, dass ich mein Leben nie zusammengepuzzelt kriege, wenn dieses Stück fehlt.
Das geht so weit, dass ich den Therapeuten von damals angerufen habe (und auch noch direkt erreicht, war total überrascht!) – denn ich glaube, dass ich dem damals die Datei samt Schlüssel gegeben habe. Er will sich die Tage mal bei mir melden, da er erst schauen muss, ob er das noch hat (ist immerhin über 10 Jahre her!). Die Chance ist aber sehr gering.