Ich heiße Ilana, bin 36 Jahre alt – und psychisch krank.
Das einzugestehen bedeutet in unserer Gesellschaft sich auszugrenzen. Sie packt einen in eine Schublade, die Leute reagieren vorsichtig bis abweisend.
Es ist schwierig Kontakte zu knüpfen – denn ich habe weder Familie noch Karriere vorzuweisen – und dennoch weigere ich mich, mich in irgendwelche Schubladen packen zu lassen.
Lange Zeit hab ich versucht die psychische Seite zu verstecken – das ging so weit, dass ich mich selbst vor der Welt versteckte.
Heute will ich mich nicht mehr verstecken und hier soll es um meine Erfahrungen gehen – als psychisch Kranke (die dazu steht) in unserer Gesellschaft.
Möchte dir für deinen schweren, aber auch starken Weg alles Gute und viel Kraft und Durchhaltevermögen wünschen…
Herzlichen Gruß
artista
Vielen Dank!
Ich grüße dich Ilana. Bin heute durch die Seelenfarben auf deinen Blog gekommen.
War eher ein Zufall. Dann bin ich aber nicht wieder davon losgekommen. Jedes deiner geschriebenen Worte habe ich gelesen. Es hat mich alles sehr betroffen gemacht. Es kann wohl kaum ein Außenstehender erfassen, was dir wiederfahren ist,
bevor es ist wie es heute ist.
Ich bin doppelt so alt wie du und durch manches tiefe Tal gegangen. Deshalb schreibe ich dir weil ich dich zum einen bewundere und dir von ganzen Herzen alle Kraft wünsche die du auf den gewählten Weg brauchst.
Ich werde nicht jeden Tag zu Besuch in deinem Blog sein, aber meine Gedanken sind bei dir.
Von Herzen Miranda
vielen Dank für deine Worte
Mein Blog bewegt sich in die selbe Richtung wie deiner, ich leide seit vielen Jahren unter Depressionen, oft sehr stark, aber ich habe mal bessere Phasen.
Über psychische Erkrankungen darf nicht weiter geschwiegen werden. Es muss ein Umdenken und eine Veränderung in der Gesellschaft stattfinden, psychisch Kranke nicht auszugrenzen.
Aber meisten werden sie aus dem Arbeitsleben verbannt und in Behindertenwerkstätten gesteckt.
Ja da hast du recht – es darf einfach nicht weiter ein Tabu sein. Mir kam da immer eher unter, dass die Leute meinen, dass ich eher faul sein muss, weil wegen der Psyche nicht arbeiten – das tun doch nur völlig Irre – und so wirke ich ja nicht. Mich störte dann eher die Frage “und was tust du dann den ganzen Tag? Fernsehen?” – weil kein Nichtbetroffener verstehen kann, dass Therapie harte Arbeit sein kann. Das war natürlich immer dann der Finger in der Wunde – da das “nicht arbeiten können” auch für mich schwierig ist.
Es ist ein Tabu in unserer Gesellschaft und ich hab auch schon einige gebrochen und hörte ‘So was tut eine Tochter nicht!’ und wer hat mich gefragt, als mit mir was getan wurde….dachte ich so bei mir…und ich ging meinen Weg. Nur so offen im Netz bin ich nicht mehr, weil ich es einfach nicht möchte. ich lebe relativ gut mit meinem Leben, ich lache viel mehr als früher und eigentlich bin ich meinen langen Weg nicht umsonst gegangen. Ich bin achtsam und herzlich, und liebenswert, liebe meinen Beruf und freue mich einfach riesig, dass ich leben darf und genau dies wünsche ich dir auch von herzen. Seelenbalsam
Ich bin auf dem Weg dahin
Liebe Ilana, sei gegrüßt
möchte dich ganz herzlich auf meinem Blog willkommen heißen, schön, dass du mitliest.
Die lieben Pflanzen! Mir gehn auch grad ein, meine Erdbeeren hatten n Sonnenbrand und hängen jetzt nur noch da. Kein Witz. Das gibts wirklich
Ich wünsch dir eine kraftvolle Zeit…
… die Traumfängerin
Hallo, herzlich Willkommen hier
Das mit den Erdbeeren kenn ich auch – hatte ich in der alten Wohnung mal – und dann mit sehr sehr viel gießen gerettet (und dann der Nachbarin vermacht
)
Sorry, wollte nen Schreibfehler korrigieren, jetzt hab ich ein ganz schönes Nachrichten-Chaos bei dir hinterlassen
@Traumfängerin
alles halb so wild – musste ja erst freischalten (beim ersten Kommentar) und hab daher nur einen freigeschalten – wenn du mir sagst was ich ändern soll, kann ich das machen – oder ich lösch den Kommentar und du schreibst ihn neu – oder du lässt es einfach so wie es ist
Hallo Ilana!
Durch deinen lieben Kommentar bin ich auf deine Seite aufmerksam geworden und habe gleich begeistert gelesen. Vieles von dem was du über dich schreibst kenne ich selber. Ein Schwerbehindertenausweis ist beantragt, eine “Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben für Jugendliche” ebenfalls. Das anderen erklären? Fast unmöglich. Jeden Tag stoße ich selbst in meinem Freundeskreis(? Ich zweifle immer mehr daran) auf Ablehnung und Ignoranz. Das tut weh und ich fühle mich von der Gesellschaft ausgegrenzt.
Ich würde gerne deine Seite in mein Blogroll mitaufnehmen und dann häufiger bei dir lesen
Ich halte es für wichtig das man sich vernetzt.
Alles Gute,
Silberaugen
Hallo und herzlich Willkommen hier
– schön dass es dir hier gefällt. Ja die Erklärungen nach außen – ist oft schwer. Aber ich merke, je offener ich damit umgehe, desto besser fühl ich mich. Ich drück dir die Daumen für den SBA und das andere (das kenn ich gar nicht). Liebe Grüße
Ilana
Hi Ilana,
Das andere ist, wenn ich erklären darf, ein spezielles Angebot unseres lieben Staates für “Jugendliche wie mich.” Konkret ist das im wesentlichen eine Berufsrehabilitation für Jugendliche:
Ich habe mehrfach versucht zu arbeiten, zuletzt wieder eine Ausbildung angefangen scheiter aber immer an den Anforderungen (Depressionen, Suizidgedanken, dissoziative Ausfälle sind die Folge). Da ich aber arbeiten möchte versucht man mich in ein Programm zu bekommen wo ich in einem geschützten Umfeld eine reguläre Ausbildung machen kann.
Also mit psychologischer und sozialarbeiterbetreuung, reizarm, max. 8 Stunden täglich, am Ende steht ein regulärer IHK Abschluss. Und damit kann ich mich dann auch regulär bewerben. Ist allerdings ein sehr, sehr langer Amtsweg (~1 Jahr Bearbeitungsdauer).
Alles Gute,
Silberaugen
Ahja – sowas gibt es hier auch – allerdings auch für Erwachsene. Ich drück dir die Daumen dass es klappt!
hallo!
mutiger und guter schritt, an die öffentlichkeit zu gehen. du kennst ja auch meine geschichte. für mich war es auch notwendiger schritt, der viel mit heilung zu tun hat. sicher erfährst du auch feedback von menschen, die dir dankbar für deine offenheit sind.
ich wünsche dir viel kraft und mut und auch viel glück und spaß im dschungel leben, alles liebe, katerwolf
Hallo katerwolf, schön dass du hier her gefunden hast. Ja ich lese bei dir schon länger mit – sehr gerne. Danke dir für deine Wünsche
Hallo Ilana! Bin durch Zufall auf dein Blog gestossen und finde es klasse. Nicht deine “Krankheit”, sondern deine offene Art. Wie so viele war ich auch betroffen von diesen “nur psychisch” Geschichten, bin jetzt, nach anderthalb Jahren aber aus dem Schlimmsten raus und kann mein Leben wieder genießen.
Ich wünsche dir viel Glück und weiter viel Kraft.
Danke sehr – und herzlich Willkommen
Hallo Ilana,
ich bin durch Sab (mutismusblog.de) auf Dein Blog aufmerksam geworden und werde jetzt hier auch regelmäßig vorbeischauen.
Ich wünsch’ Dir alles Gute und ganz viel Kraft!
Danke dir und herzlich Willkommen
Huhu Ilana!
Ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und wollte dir einfach mal sagen, dass ich es wahnsinnig toll finde wie du mit deinen Krankheiten umgehst. Ich war als Jugendliche im Alter von 11 bis 17 wegen Depressionen, selbstverletzendem Verhalten und anderen Problemen in Therapie, 2 Jahre auch stationär. Mittlerweile ist alles gut, habe keine Probleme mehr – aber ich weiß, wie anstrengend so etwas sein kann. Du schreibst an einer anderen Stelle, dass das viele nicht verstehen können, so nach dem Motto: Man redet ja nur eine Stunde mit einem Arzt und das war’s. Nein, es ist unglaublich anstrengend und ich finde es so klasse, dass du das so durchhälst und immer weiter kämpfst!
Bitte mach weiter so, ich glaube du hilfst nicht nur dir selbst, in dem du dir den Frust von der Seele schreibst, nein du machst garantiert auch vielen anderen Menschen mit ähnlichen Problemen Mut!
Ganz liebe Grüße,
Sarah
Herzlich Willkommen Sarah
. Schön dass du hier her gefunden hast und es dir gefällt und vielen Dank für deinen Kommentar.
. Ich habe ja auch schon viel erreicht und da kämpfe ich dann weiter.
Für mich ist es aktuell eher ein: wenn ich was ändern will, muss ich was tun, es ist mein “Job” damit ich irgendwann freier leben kann. Vielleicht auch weil nichts tun für mich irgendwie nicht in Frage kommt
Hallo Ilana,
bin diese Nacht beim Rumsurfen im Netz auf deine Seite gekommen, und finde es toll, dass du mit deiner Erkrankung hier so offen umgehst. Ich bin ebenfalls davon betroffen, und kenne all das was du schreibst auch.
LG und mach weiter so. Tränenherz.
Hallo Tränenherz – schön dass du hergefunden hast
Herzlich Willkommen!