Erleichterung

Die Betreuungssituation ist nach wie vor unklar und ich hoffe und bete, dass J. beim Arzt gleich sein ok für ab Do bekommt.

Aber der Banktermin lief gut und somit entspannt sich die finanzielle Situation doch erheblich. Es ist halt eine Sache, ob ich halt knapp aber soweit noch gut über den Monat komme oder ob ich gleichzeitig  versuchen muss möglichst viel einzusparen, weil ich vor Monaten ein Loch reingerissen hab.

Trotzdem – für mich ist es schwierig und irgendwie auch ein „Versagen“, dass ich es anders eben nicht hinbekommen hab.

Aber ich bin jetzt auch sehr erleichtert, dass ich wieder relativ „normal“ weitermachen kann – ohne Rechnungen schieben zu müssen und ähnlichem.

Endlich kann ich  hier in der Wohnung nun auch noch die fehlenden Leisten und Bretter holen, damit ich hier wirklich alles fertig machen kann. Das ist alles keine große Sache, jedes Teil an sich sind nur ein paar Euro (alles zusammen vielleicht 30), aber es ist halt nicht lebensnotwendig und daher hab ich es mir verkniffen.

Das ist nur ein Beispiel. Schuheinlagen, neue Schiene, ein neues Buch oder Hörbuch – all das ist – etwas geplant – durchaus sonst machbar. Aber irgendwie hinke ich seit langer Zeit hinterher. Letztes Jahr schon mal, dieses Jahr nochmal – irgendwie weiß ich im Dauerdissoziativen Zustand schon sehr genau wie ich mir – langfristig! – schaden kann.

Nun gut – es ist wie es ist und ich hab jetzt eine Lösung und ja – ich bin wirklich unglaublich erleichtert darüber.

Wenn jetzt noch der Betreurer dieses Woche noch fit wird – dann wird es ein richtig guter Tag. Das liegt mir noch ziemlich auf dem Magen.

Es gibt eine Vertretung – aber im Moment macht das deutlich mehr Druck, weil ich ihn niht gut kenne und er sich hier auch nicht auskennt. J. kenne ich besser, vertrau ich da sehr viel mehr und glaube auch mit ihm das besser hin zu kriegen.

Sonst so: Brille ist abgegeben (die ungetönten Gläser werden eingearbeitet), ich kann sie morgen wieder abholen, für morgen ist alles geplant und ausgedruckt (Zoll, Baumarkt, Arzt), mit dem Sanitätshaus telefoniert und fürs MRT alles in die Wege geleitet. Insofern ein sehr produktiver Tag.

Auch wenn das meiste mehr als Ablenkung diente, damit ich mich nicht verrückt mache, bis vom Betreuer klar wird, ob er diese Woche noch kann oder nicht.

 

Nachtrag: leider ist J. die ganze Woche krank, also doch Termin mit der Vertretung. Am Mittwoch. Mal schauen was wir da schaffen.

Nicht falsch verstehen – ich bin ja froh, dass er kommt, aber da es hier grad wirklich schlimm aussieht, wäre mir jemand vertrauterer lieber, wir schaffen einfach mehr, wenn der Betreuer weiß, wo die Sachen hingehören und auch selbst mal was entscheiden kann.

 

 

 

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