Thera heute

Die Oberärztin hat die wöchentliche Frequenz der Termine nach dem Urlaub des Theras abgelehnt.

Das hat mich ziemlich ausgehebelt – für mich hängt da so viel dran – an verschienen Themen und Ebenen und ich hatte mit Verzweiflung und Tränen zu kämpfen. Dabei hab ich diese Antwort sogar erwartet.

Ich schaffe es nicht die verschiedenen Sachen, die da dran hängen, aufzuschreiben – weil der Gedanke daran mich einfach – aushebelt.

Im Endeffekt hab ich mich zu Hause dann mit Medis abgeschossen und ich muss sehen, was wir morgen zum Thema machen. Denn ich will das erst nach seinem Urlaub aufgreifen – bis dahin hat es sich vielleicht gesetzt und vor allem etwas sortiert.

Viel krieg ich also grad eh nicht mehr mit, also Bonsai-Tiger-Kuscheln und früh ins Bett gehen.

Dieser Beitrag wurde unter Beziehungen/Kontakte, Bonsai-Tiger, destruktives Verhalten, Erinnerungen, Grenzen, kleine Schritte, Krisenmodus, Leben, Psycho-Somatik, Therapie veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Thera heute

  1. Hallo, ab und zu besuche ich seit Jahren ihren Blog. Dabei bekomme ich Gedanken von Mitgefühl, Bewunderung, aber auch Skepsis. Vieles von dem was sie schreiben kann ich nachvollziehen, manches nicht. Oft stelle ich mir die Frage, warum stigmatisieren sie sich selbst. Zur Verarbeitung verstehe ich diesen Blog, allerdings wünsche ich Ihnen, dass sie Menschen treffen die Ihnen mehr helfen können als sie momentan bekommen. Stationäre Therapien waren vor 30 Jahren besser, ob es diese heute noch gibt, weiß ich nicht. Allerdings leide ich mit ihnen, wenn ich hier lese, und ich frage mich, woher nehmen sie die Kraft sich so lange mit ihrem Leid in der Öffentlichkeit selbst zur Schau zu stellen. Weiterhin wünsche ich ihnen viel Kraft für ihren Weg und irgendwann eine passende Lösung.

    • Ilana sagt:

      Hallo,
      es ist mein Leben – mein Alltag. Und darum geht es mir auch – zum einen um es für mich niederzuschreiben, zum anderen ist es halt nichts, was mit ein bisschen Therapie irgendwann vorbei ist. Ich muss jeden Tag damit leben, muss jeden Tag schauen wie ich es am bsten hinbekomme. Es gibt bessere Phasen und schlechtere.
      Komplexte Posttraumatische Belastungsstörung ist etwas, mit dem man leben lernen muss. Im Verhältnis zu vor 10 Jahren bin ich um Welten weiter.
      Aber grade am Beispiel Therapie sieht man, dass das, was gebraucht wird, nicht so einfach verfügbar ist. Dass man darum kämpfen muss und selbst wenn man kämpft und selbst wenn man Fachleute an seiner Seite hat, die mit einem kämpfen – heißt das nicht, dass es Erfolg hat.

      Wer nicht selbst betroffen ist, kann es sich meist nicht vorstellen. Darüber bin ich froh, denn das bedeutet, dass derjenige zumindest diese Kämpfe nicht kennt – jeder hat seine eigenen Kämpfe. Für mich gibt es da kein besser oder schlechter, jeder hat seine Schwierigkeiten und Probleme und muss sich ihnen stellen bzw damit umgehen.

      Schreiben ist für mich ein Weg damit umzugehen, niederschreiben und abschicken – damit auch für diesen Moment einen Punkt setzen.
      Und zeigen wie der Alltag bei mir so aussieht. Wie ich mit all dem umgehe. Was mal besser und mal schlechter klappt.

Kommentare sind geschlossen.