Wohnungsfrust und Stopp

Ich musste ein Stopp setzen. Im Moment ist so Krisenmodus de Luxe, dass alles nur noch zuviel ist und gar nichts mehr geht.

Das hat sich die letzten Wochen so – angestaut. Ich hab das Gefühl ich mach nur noch Wohnungstermine und dabei wird es immer schlimmer. Die Wohnung ist ein einem Zustand, dass alles nur überfordert.

Es löst alte Erinnerungen aus. Ich komme aus einer Messiewohnung. Und zwar so richtig. Das konnte ich hier immer vermeiden. Wir bekamen es immer wieder in ein, höchstens zwei Terminen hin.

Durch das Umräumen und Umstellen von Möbeln usw ist das Wohnzimmer seit Wochen ein Chaos und im Messizustand. Ja wir schaffen immer wieder was, aber da ja nichts weggeräumt ist, sammelt sich dann halt alles wieder an. Oder ich brauch was aus den Kartons und schon hab ich wieder mehr Chaos als vorher.

Im Schlafzimmer ist es ja teilweise ähnlich. Wobei da ist es tatsächlich immer in einem Termin schaffbar und es ist – übersichtlicher. Durch Waschmaschine/Trockner, muss aber auch da etwas umgestellt werden. Trotzdem – das ist in einem Termin gut schaffbar.

Aber im Flur stehen dann die Wäsche oder Kartons und die Abstellfläche bordet über, weil ja alles grad noch keinen wirklichen Platz hat und irgendwo zwischengelagert werden muss.

Im Endeffekt schaffen wir dann immer nur sehr kurzfristig was, weil eben der Grund darin fehlt.

Deshalb war diese Woche so wichtig. Geplant war 3 Tage hintereinaner wirklich lange und jeweils Raum für Raum zu machen. Wenn dann erstmal alles sortiert ist und in Kartons, kann ich dann auch eigenständig nach und nach einräumen.

Damit eben einmal wirklich Grund drin ist und ich endlich einräumen kann.

Mit MissMutig wollte ich das Wohnzimmer machen, mit dem Betreuer einmal Schlafzimmer und einmal Flur/Küche.  Dann wäre einmal alles durch.

Allein verzettel ich mich und es sieht danach immer schlimmer aus als vorher. Der innere Druck steigt und ich dreh völlig durch. Dann hilft nur noch Abschiessen. Morgens werde ich dann wach und könnte ob der Zustände hier nur noch heulen.

Es muss was passieren. Das war für diese Woche geplant. Und ja ich hatte da auch Schiss vor, weil es heftig wird, aber ich hab mich auch drüber gefreut, weil ich endlich wieder meine Wohnung kriege. Mich wieder wohl fühlen kann hier.

Es war alles geplant und zwar so, dass es machbar schien. Aber eben mit dem Betreuer als Stützpfeiler.

Der brach weg und der eh schon sehr wackelige Boden brach gleich mit.

Vorhin musste ich mir eingestehen, dass ich grad im freien Fall bin und ich ein Stopp setzen muss.

Es wird quasi alles – verschoben. Nach Möglichkeit auf nächste Woche. Da müsste der Betreuer wieder gesund sein.

Diese Woche wird eine Auszeitwoche – möglichst runterfahren, Kräfte sammeln, in Kleinteilen versuchen hier in der Wohnung weiter zu kommen, aber eher in 5-10 Minuten Schritten. Das geht nur wenn ich auch Waschmaschine/Trockner-Einbau verschiebe – denn das machte natürlich auch Druck bis dahin die Wohnung soweit zu haben, dass wenigstens gearbeitet werden kann.

Wenn ich merke, dass es die nächsten Tage wieder aufwärts geht, werde ich vielleicht die Aktion mit MissMutig machen, aber auch das erstmal noch offen lassen: wenns geht, ja, wenn nicht, dann eben auch erst nächste Woche.

Aber auch: kein Verschieben ins Endlose.  Sondern nächste Woche und maximal noch übernächste. Also bis zum 7.

Absehbar. Es nimmt ewas Druck raus und sollte den Fall etwas bremsen. Mir die Zeit geben, mich wieder zu fangen, durchatmen und dann neu durchstarten.

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