Erinnerungen

Beim Abendessen machen etwas gestrauchelt (zu lange in der Küche gestanden beim Kochen und das ist für Rücken halt mehr als ungut) und mit der Handfläche auf die heiße Herdplatte gepackt (war zwar schon ausgeschalten, aber Topf halt grad erst zur Seite gestellt).

Holla tut das weh. Dank deutlich über 25 Minuten kühlen nur noch rot und leichte Ansätze von Blasen (allerdings waren die sofort da, von daher sind das eher die Überreste und ich hoffe, die füllen sich nicht doch noch), die Haut etwas gespannt, aber sonst ok. Vielleicht pack ich da heute noch sicherheitshalber Brandsalbe über Nacht drauf, dann sollte da morgen aber wirklich erledigt sein.

Aber es löste Erinnerungen aus. Früher war Verbrühen sozusagen die bevorzugteste Selbstverletzungsart. Da hatte man länger was von.

Da ich phasenweise tatsächlich nichts spürte, kam es durchaus auch vor, dass ich die Hand auf die heiße Herdplatte gelegt und zugesehen wie das schmurgelt – ohne was zu spüren. Bei der Erinnerung gruselte es mir heute dann sehr.

Denn es tat heute echt sch…. weh! Und das war ja nur ne Sekunde oder so und mit brav wirklich sofort ewig lange kühlen usw.

Irgendwie schon erschreckend wie krass ich früher drauf war – und wie weit das mittlerweile doch weg ist. Auch wenn ich natürlich Dissoziation immer noch als Alltagszustand kenne – so extrem ist es selbst wenn mir Zeit fehlt dann doch nicht mehr. Ja ich geh über Grenzen, nehme Schmerzen weniger (oder eher später) erst wahr. Aber ich nehme sie wahr.

Irgendwie hab ich also doch schon ganz schön viel erreicht.

Das hätte mir trotzdem gern auch ohne verbrannte Pfoten klar werden können.

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