hmm

Der Nachmittag war noch ok, so ab 17 Uhr rum ging es dann wieder abwärts. Druck, Unruhe, destruktive Verhaltensweisen usw usf.

Zwar konnte ich es immer wieder unterbrechen, stoppen oder abfangen, aber halt nicht auf Dauer.

Angefangen hat es, als es um die Wochenplanung ging. Morgen Wohnung, Mittwoch Wäsche (davor graut mir so richtig, weil es ca 8 – 10 Maschinen sein werden), dann fast direkt zur Thera, Donnerstag dann wieder Wohnung und Freitag Arzttermin.

Allein der gedanke daran überfordert schon. Aber es muss sein. Die Wäsche MUSS endlich mal komplett gewaschen werden, da gibt es Wäschekörbe, die da seit letztem Jahr rumstehen (weil dann wurde es ja kühler und kurze Hosen und Co wurden nicht mehr benötigt).

Ich hab keine Waschmaschine, muss also jedesmal entweder in den Waschsalon oder Münzen für den Keller holen – allerdings wäscht die Maschine dort nicht wirklich gut, weshalb ich da nur in Not- und Ausnahmefällen wasche.

Waschsalon war früher so alle 6-8 Wochen, aber letztes Jahr wurde das dann immer weniger bzw dann halt nur das nötigstes dort gewaschen und so sammelte sich immer mehr an – in die Garage gestellt war es auch schnell aus den Augen aus dem Sinn.

Seit diesem Jahr war klar, das wird ein Großaufgebot – dann fehlte es am Geld (da gehen dann doch so 40-50 Euro dann drauf), dann an Möglichkeiten (Waschsalon zu, Betreuer im Urlaub/krank/eh schon reduzierte Stundenzahl) oder an nötiger Stabilität.

Letzeres hab ich immer noch nicht – aber wenn ich es jetzt nicht mache, ist das dafür angesparte Geld wieder woanders ausgegeben und naja – es wird wärmer, so langsam brauch ich die kurzen Hosen und Co halt wieder.

Aber es ist nicht nur die Wäsche, es ist das jeden Tag ein Termin, jeden Tag auch ein anstrengender Termin – körperlich und psychisch. Und überhaupt: wieder mit Menschen zu tun haben, kommunizieren müssen, Idioten ausblenden müssen.

So sehr ich für die Masken an sich bin, so skeptisch sehe ich mittlerweile die Stoffmasken. Nicht wegen Stoff und so – sondern weil die meisten, mit denen ich spreche oder wo ichs mitkriege – die Dinge NICHT waschen, geschweige denn mal auskochen, sie runterwerfen, auf- und absetzen und vollrotzen um sie dann unters Kinn zu packen und wieder hoch. Oder ein Loch rein schneiden über Nase und Mund – weil sonst kriegt man ja schlecht Luft. Oder Menschen die dann halt gleich mit Hand/Finger vor Nase und Mund meinen die Masken umgehen zu können.

Vor allem – das sind durchaus auch gebildete Leute. Aber das „ich hatte die doch nur kurz/einmal/imLaden auf – da brauch ich die doch nicht waschen“ und  Einmalmundschutz, der schon diverse Flecken hat und wie ein viel zu lange genutztes Schwammtuch aussieht mit einem „der ist doch noch gut, ich nehm den schon seit Wochen, kann doch nicht immer einen neuen nehmen – der hier muss reichen“ quittiert – das lässt mich alles doch sehr am Nutzen von Masken zweifeln.

Egal – ich wollte gar nichts zu Masken schreiben – es ist eher einfach das Miteinander, der Umgang miteinander und das Solidarität oft dann aufhört, wenn es bei einem selbst damit mal etwas ungemütlicher wird.

Dazu kommt – dass ja jede Anforderung an sich mich schon überfordert – auch ohne Menschenkontakt. Und nächste Woche gibt es einige.

Dabei würde ich mich am liebsten einschließen und die Welt aussperren.

Während mir jetzt  beim Schreiben wenigstens klarer wurde, warum es heute abend dann so bergab ging, kann ich glaub ich damit besser umgehen.

Wird schon werden. Und das nächste Wochenende kommt ja dann auch irgendwann.

 

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