Hoffnung

Wohnungstermin mit Betreuer, weil wir morgen ja in die Tierklinik fahren.

Danach hibbeln und hoffen und beten. Der Ersatzthera hatte für heute Nachmittag einen Telefontermin mit dem vielleicht neuen Thera und ich war einfach nur – nervös.

Die letzten Tage war so überdeutlih, dass ich dringend Hilfe brauche – therapuetische Hilfe. Es muss nicht sofort sein, aber ich brauche dringend eine Aussicht. Es ist eine Sache eine gewisse Zeit zu überbrücken und zu wissen, dass es irgendwann anders werden wird, ich wieder eine – sinnvolle! – Therapie machen kann, das aktuell kein Dauerzustand wird, sondern es irgendwann wieder besser werden kann.

Da ich mit Frauen schlecht klar komme und Traumatherapeuten sowieso sehr rar – ist es schwierig. Selbst ein Therapeut ohne Traumaerfahrung  – ist unglaublich schwer zu finden.

Hier bei uns sind die Wartezeiten teilweise über 2 Jahre, die meisten haben nicht mal mehr Wartelisten, man soll sich alle 2-3 Monate melden um vielleicht irgendwann in ein oder zwei Jahren das Glück zu haben einen ersten Gesprächstermin zu bekommen.

Zu warten wäre ja ok, wenn ich schon wüsste, dass es klappen kann, dass das Miteinander stimmt, das Gefühl da ist, wirklich miteinander arbeiten zu können. Das weiß man erst nach einem Kennenlernen.

Dazu kommt, dass die meisten Therapeuten keine Traumapatienten nehmen wollen.

Und die wenigen Plätze, die es gibt, gehen dann intern weg. Vitamin B ist so wichtig dabei.

Ich hab/hatte dieses Vitamin B und bin unendlich dankbar dafür.

Heute ging es also darum.

Der Therapeut ist voll, hat eigentlich keine Kapazitäten zur Zeit. Aber wir haben einen Kennenlerntermin. Und mit entsprechender Flexibilität wäre es möglich, erstmal das Kennenlernen über sonst ausgefallene Termine zu machen.

Doch erstmal müssen wir schauen, ob wir miteinander können. Es uns vorstellen könnten.

Dann können wir schauen und entscheiden ob und wenn ja – wie wir das handhaben.

Nach dem Telefonat hätte ich am liebsten geheult. Ich bin so erleichtert. Es ist eine Chance, es wäre dringend nötig und hoffe sehr dass es klappt.

Hoffnung. Aussicht, dass es wieder besser wird, ich was ändern kann. Daran arbeiten kann, an meinem Umgang mit Gefühlen, an mir. Damit mein Leben anders werden kann – es nicht nur ein irgendwie aushalten ist. Es weiter geht. Bewegung rein kommt.

Etwas tun können. Aktiv gestalten und nicht nur – irgendwie überleben.

Leben.

Da will ich wieder hin. Und ich weiß, dass ich dafür professionelle Hilfe brauche.

Dafür gibt es grad eine Aussicht – eine Hoffnung.

 

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1 Response to Hoffnung

  1. Ingrid/ile sagt:

    Liebe Ilana,
    ich drück Dir ganz dolle die Daumen und hoffe mit Dir!
    Liebe Grüße und alles Liebe und Gute
    Deine Ingrid und Josef

    PS: Schreib Dir demnächst mal eine Mail den Marathonlauf von Josef hinsichtlich der Ärzte in Bezug auf PNP u.a. betreffend

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