wie es ist

Die Fahrtkostengenehmigung ist gut – keine Frage.

Trotzdem hat sich auch eine heftige Krise ausgelöst. Eine, die manchmal gefährliche Wege ging und geht und  bei der ich noch versuche (mit Hilfe) herauszufinden, was eigentlich los ist.

Es waren 6 Jahre hin und her, zittern und nie wissen was im nächsten Monat, der nächsten Woche ist. Jetzt habe ich ein Jahr sicher.

Doch das kommt gar nicht an. Löst nicht nur gute Gefühle aus.

Denn es bedeutet auch ein weiter. Eine Ablehnung, hätte dem ganzen auch mal ein Ende bereitet, dem immer wieder bangen müssen, immer wieder zittern ob es durchgeht oder nicht usw.

Es hätte dieses Kapitel halt auch – beendet. Und nun geht es weiter.

Anders als vorher, aber das ist noch nicht angekommen.

Es ist Krisenmodus de Luxe, der Ersatzthera ist gar nicht so verwundert, hat auch versucht mir zu erklären was da Ursache sein könnte/wahrscheinlich ist, dass es eine realtiv normale Reaktion ist usw. Das mag sein, ich verstehe es noch nicht.

Es geht wohl ums „sein“. Nach so lange „nicht sein“. Aber auch darum, dass da viele Jahre Dauerstress, Daueranspannung, extreme Existenzängste und Co – eine Rolle spielen.

Er verglich es mit einer richtig großen Prüfung.

Da lernt man, ackert man, die Anspannung ist extrem hoch und dann ist die Prüfung endlich geschrieben. Aber man kann sich gar nicht freuen, weil man erst jetzt merkt, wie ausgelaugt man ist, wie hoch die Anspannung vorher war usw.

Nur dass es bei mir halt eher expontionell war.

Da ist sicher was dran. Ich bin – körperlich – tatsächlich müde, ausgelaugt, angestrengt, schneller außer Puste usw. Und psychisch ja eh im Ausnahmezustand.

Und vielleicht ist das „sein“ noch gar nicht dran, weil eh grad alles nur überfordernd ist.

Es geht grad ums aushalten. Sacken lassen. Aushalten – damit irgendwann ich wieder lernen kann – auch mal zu „sein“.

Und bis dahin eben „nicht sein“ – nicht denken, nicht fühlen, Ablenken, versuchen im hier und jetzt zu bleiben (in der Ablenkung). Und wenn das Überfordert sein in die gefährlichen Richtungen geht – eben mit Skills gegensteuern.

Aber es ist grad wieder oft schwierig Worte zu finden. Weil ich dann ja denken sollte. Daher kann es wieder sein, dass es eine Weile stiller hier ist, eben auch mal kein Blogeintrag kommt.

Es sind die Zeiten, in denen die fachlich geschulte Hilfe nötig ist und auch der Ansprechparter sein muss/sollte, weil es Dinge sind, die an anderer Stelle überfordern oder da schlicht nicht hin-, sondern eben in professionelle Hände gehören.

Ich bin im engen Kontakt mit Betreuer, Therapeuten, Ärzten – es gibt Absprachen und Abmachungen, an die ich mich halte und somit ein großes Sicherheitsnetz. Es muss sich also keiner Sorgen machen nur weil hier mal wieder weniger oder auch mal nichts steht.

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