WMDEDGT 08/19

Fast vergessen heute.

Jeden 5. des Monats fragt Frau Brüllen: „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

6:00 Uhr: ich werde wach, schalte das CPAP-Gerät aus und kuschel noch ein bisschen mit dem kleine Gnom* (die hat nämlich Angst vorm CPAP-Gerät und wartet immer gespannt, wann das Teil endlich still ist) um dann Schnurrend die ersten Kuschel- und Spieleinheiten einzufordern.

* da ich sie doch mehr (kleiner) Gnom nenne – wird jetzt doch das ihr Blogname

6:30 Uhr: der Wecker klingelt, ein Blick aufs Handy zeigt, dass die Buchbinderei heute ausfällt und ich theoretisch weiterschlafen könnte. Ich informiere MissMutig, dass sie mich nicht abholen muss und den Betreuer, dass wir uns später dann bei mir treffen, nicht bei der Klinik.

Dann versuche ich weiter zu schlafen, bin aber eindeutig zu wach.

Also aufstehen, Bonsai-Tiger versorgen, alle ins Wohnzimmer scheuchen und fürs Frühstück vorbereiten.

7:30 Uhr: Endlich alle(s) im Wohnzimmer, ich verkrümel mich in die Hängematte und bin wieder hundemüde. Irgendwie ist die Hängematte auch nicht so bequem, also entschließe ich mich den kleinen Gnom wieder mit ins Schlafzimmer zu nehmen, damit die beiden großen Bonsai-Tiger mal ein bisschen Ruhe bekommen.

7:45 Uhr: lege mich wieder ins Bett, während der Gnom die Höhen erkundet (und das ein oder andere Mal sich den Sprung nach unten dann doch nicht traute und gerettet werden wollte).

8:15 Uhr: Entschließe mich doch das CPAP-Gerät wieder zu nehmen, ohne krieg ich auf dem Rücken liegend einfach schlecht Luft und dank der Matratze lieg ich halt doch häufiger auf dem Rücken – und schwups schlief ich dann auch schon ein.

10:45 Uhr: offensichtlich war der Schlaf noch nötig. Der Wecker erinnert mich, dass ich mich langsam fertig machen sollte – der Betreuer wollte mich zwischen viertel nach und halb zwölf einsammeln.

Ich schnapp mit also den kleinen Gnom und pack ihn zu den anderne Bonsai-Tigern, mache mich dann fertig und bin grade rechtzeitig fertig.

11:30 Uhr: fahre mit dem Vertretungs-Betreuer zum Einkaufen – einerseits als Angsttraining, aber auch das holen, was wir Donnerstag nichts bekommen hatten.

13:00 Uhr: sind wieder zu Hause, ich räume die Einkäufe weg und mach ein paar Wraps zum Essen, schnapp mir noch die Nektarinen und verkrümel mich nach ausgiebigen Begrüßen der Bonsai-Tiger in die Hängematte.

Zwischendrin bestärkte ich die Kleine Maus und den Gnom bei den ersten Annäherungen, die ohne Gefauche stattfanden. Überhaupt kommt die Kleine Maus wieder mehr heraus (die neigt ja dazu sich in ihre Box zurückzuziehen und „Störungen“ einfach auszusitzen und scheint jetzt langsam zu merken, dass der Gnom wohl doch bleibt)

Ich freue mich sehr über die Fortschritte – hätte nicht gedacht, dass die Zusammenführung so friedlich abläuft.

15:00 Uhr: der Gnom ist müde gespielt,  der Wirbelwind ausgiebig  bekuschelt und die Ausflüge der Kleinen Maus außerhalb ihrer Box groß gefeiert und so kommen alle mal etwas zur Ruhe und schlafen. Der Gnom auf mir und ich schau Fernsehen, lese bisschen im Internet und spiele auf dem Handy Scrabble.

18:30 Uhr: Lese Blogs nach, werde dadurch an WMDEDGT erinnert, fasse meinen Tag zusammen und schaue noch bisschen Quiz.

Gegen 19 Uhr sammel ich die Bonsai-Tiger ein, wandere mit ihnen ins Schlafzimmer und werde langsam den Abend einläuten. Dort gibt es dann noch mal Spielstunde und dann gemütliches Lesen im Bett.

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