wie es ist

Alles in allem ist es ok wie es grad ist. Von gut weit entfernt, aber auch nach unten ist grad Luft. Ich bin immer noch recht weit weg, dauerdissoziiert, aber aktuell gibt es kaum fehlende Zeiten und auch bei der Bedarfsmedikation hab ich noch etwas Luft (auch Dank dem Neuzugang).

Es ist halt ein warten. Inklusive Hoffen und Beten, dass die Bewilligung kommt. Wie die Chancen dafür stehen ist völlig unklar. Das macht das Warten nicht einfacher.

Ok heißt hier dann auch, dass es mir weitestgehend gelingt im hier und jetzt zu bleiben/sein. Kein Denken an morgen oder gestern. Viel Ablenken und irgendwie wohl ein weitestgehend „nicht sein“ (kein groß Denken, kein Fühlen, irgendwie halt die Zeit rumkriegen).

Flashbacks sind da, aber auch die irgendwie weiter weg als sonst – und mit Skills auch schnell wieder im Griff.

Als wäre alles irgendwie – unwirklich. Ich krieg mit was passiert und was ich mache usw – aber irgendwie nur als Zuschauer, als ginge mich das alles nicht an.

Nur wenn ich ganz im Moment bin, ist es manchmal anders, bin ich näher bei mir.

Es ist ein Funktionieren – nicht immer im guten Bereich, da ich Grenzen natürlich dann auch erst viel zu spät merke (oder eher, dass sie überschritten ist, weniger die Grenze an sich).

Auch wenn das für mich aktuell nichts mit Leben zu tun hat (sondern halt irgendwie Überleben), kann ich das im Moment so stehen lassen. Zur Zeit kann ich nichts tun außer abwarten und schauen, dass ich die Zeit bis zur Entscheidung irgendwie hin bekomme. Und zu diesem irgendwie gehört halt der aktuelle Zustand. Das ist immer noch das kleinere Übel, die Alternative wäre ein deutlich sebstzerstörrendes/selbstverletzendes Verhalten.

Ich bin froh, dass das nicht mehr mein Alltag ist, dass ich funktionierende Skills habe – und eben dieses komplett Ausblenden von gestern und morgen und mich in Ablenkung flüchten usw – ist eben eine Möglichkeit, die mir aktuell zur Verfügung steht und eben definitiv die bessere Alternative ist.

Wie es weitergehen soll, wenn eine Ablehnung kommt, weiß ich nicht – oder besser: da will ich gar nicht dran denken, denn dann könnte es gefährlich werden.

Also vorerst weiter im hier und jetzt bleiben.

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