Selbstfürsorge

Die Nacht war – gruselig. Alpträume, Flashbacks, Körpererinnerungen die mich immer mit Panikattacke hochschrecken ließ und zwar in Griff zu bekommen waren, aber es dauerte immer, bis ich wirklich wieder im hier und jetzt war. Dann schlief ich wieder ein und das ganze ging von vorne los.

Die Alpträume waren sehr eigenartig, vermischten sich teilweise mit Flashbacks oder Körpererinnerungen, im Prinzip ging es immer um den Versuch zu fliehen und absolute Todesangst. Gekoppelt mit Verantwortung für kleine Kinder, die gar nicht verstehen was los ist und dem Wissen, dass deren Panik ein (zusätzliches) Risiko darstellt.

Die Flucht nie wirklich erfolgreich, das Hochschrecken beim „entdeckt“ werden usw.

Entsprechend gerädert war ich heute morgen.  Ausgelaugt und ziemlich mies beinander.

Irgendwann war klar, dass ich den Termin heute absagen muss. Will. Ja ich hätte ihn irgendwie hinbekommen, aber das war es mir dann nicht wert. Er war nicht sooo wichtig.

Wichtiger war mir wieder runter zu kommen, mich wieder zu finden, in all dem inneren Chaos.

So schwer mir das fällt – Termine sind für mich halt verbindlich – so richtig war die Entscheidung heute.

Wobei – ehrlichgesagt fiel es mir schwerer das Radfahren damit auch loszulassen als den Termin. Der war in dem Moment, in dem er eben abgesagt war, dann auch ok so.

Viel Ablenken und Welt aussperren.

Jetzt geht es wieder.

Morgen dann wieder Buchbinderei. Und Rad.

 

Dafür aber gute Nachrichten von R. Ihr Lebensgefährte kann ab Mittwoch in die Kurzzeitpflege. Sie hat das sooooooo dringend nötig und ich hoffe, dass es ihm dort gefällt, er ist da nämlich auch für einen Dauerplatz angemeldet.

Ich bin so erleichtert, sie braucht diese Auszeit wirklich so nötig, ist selbst so am Ende ihrer Kräfte. Hoffentlich nutzt sie die 3 Wochen auch wirklich für sich und nicht nur für Erledigungen für andere.

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