Donnerstag

Buchbinderei war ok, bisschen gefrustet, weil der neue Leim arg dünn ist und ich mich dann auch nochmal bei einem Maß vertan, da musste ich zwei Kisten also nochmal neu zuschneiden. Nicht weiter schlimm, weil Kisten kann man eh immer brauchen. Eher halt nervig.

Bin bei sowas auch ungeduldig, weil es halt so – unnötig – ist.

Danach mit Betreuer über Foodshare-Regal nach Hause. Mir war wichtig, dass wir uns mal hinsetzen und einfach schauen wie es so läuft, was gut, was nicht so gut, ob wir bzw was wir ändern oder ausprobieren wollen usw.

Das will ich eigentlich regelmäßig machen, aber meist fehlt die Zeit dafür. Daher war mir wichtig, dass wir uns die heute einfach mal nehmen.

Außerdem die Termine ausgemacht für Mai, dann ist er wieder im Urlaub.

Daheim dann erstmal die Lieder gesichtet, nochmal alles durchgespielt (weil vieles transponiert ist und ich schauen muss, dass wir mit tiefen Liedern anfangen und die ganz hohen auch eher hintereinander, außerdem hab ich am Ende meist Probleme mit der Tiefe und da ich mit dem Spielen auch hader, musste auch noch drauf geachtet werden, dass die schwierigeren (im Sinne von da spinnt irgendwann dann die Hand – irgendwann ist zum Beispiel ein C für mich kaum noch spielbar vor Schmerz, da merk ich dann eben doch, dass die Hände nicht in Ordnung sind, aber auch irgendwann geht die Kraft für Barree-Griffe aus usw) anfangs sind und am Ende eher die Lieder, die dann nur noch leicht spielbare Griffe haben, die ich eben auch mit schon schmerzender Hand gespielt kriege.

Im Endeffekt dann auch noch die, die ich nicht so mag eher hinten, weil vielleicht kommen sie dann ja nicht mehr dran.

Alles nicht so einfach und im Endeffekt hat mich das den Nachmittag gekostet.

Irgendwie halten die Nägel diese Woche auch nicht – also heute nochmal komplett neu gemacht, damit die bis morgen zum Gitarre spielen auch wirklich gut durchgetrocknet sind. Außerdem ist morgen Vormittag eh Wohnungstermin und danach brauch ich dringend die Pause, bevor es dann los geht. Und irgendwann lerne ich auch, DAVOR auf  Toilette zu gehen – seufz.

Immer noch irgendwie unter Strom, aber ich hoffe, dass das ab übermorgen sich von selbst wieder gibt.

 

Nachtrag: ich komm mit dem unter Strom stehen meist klar. Problematisch wird es dann, wenn ich alles tue um nicht runter zu kommen, abends meide den Abend einzuläuten usw. In der Angst (und manchmal leider auch dem Wissen), dass dann der gefühlsmäßige Absturz kommt, die Sorgen und Ängste sich kaum noch wegpacken lassen, die Gefühle nach Aufmerksamkeit drängen. Wenn das unter Strom stehen eigentlich eher ein weglaufen ist, weil ich mich damit nicht beschäftigen will/kann.

Es fängt dann damit an, dass erstmal abends ein Absturz kommt – oder am Wochende. Meist nur ein kurzer, einer, den ich noch gut abgefangen kriege. Dann werden sie häufiger und irgendwann ist das Abfangen schwierig. Die Gefühle fordern ihr Recht. Egal ob ich damit umgehen kann oder nicht.

Wegdrängen allein ist halt nicht die Lösung – zumindest keine dauerhafte. Trotzdem ist es die einzige, die ich aktuell habe.

Das sind die Tage oder Phasen, in denen deutlich wird, dass da noch einiges im Argen liegt für das ich professionelle Hilfe brauche.

Bis dahin bleibt es beim Wegdrängen, unter Strom stehen und irgendwann abstürzen bis ich dann wieder aufstehen kann und eben weitermache.

Noch ist es nicht so weit. Aktuell ist es eher das abends immer weiter rausziehen, möglichst nicht wirklich zur Ruhe kommen, nicht denken, nicht fühlen und ein Ventil für die innere Unruhe suchen – eher ein körperliches Ventil, der ist dann schon irgendwann so k.o, dass der Schlaf kommt.

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1 Response to Donnerstag

  1. ingrid sagt:

    Und jetzt, liebe Ilana, wüschen wir uns beide eine GUTE und ERHOLSAME NACHT!#Liebe Grüße
    Ingrid

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