Montag

Buchbinderei war heute superbäh. Fing schon damit an, dass mir unterwegs einfiel, dass ich den Einkaufszettel leider zu Hause liegen gelassen habe.

Den konnte ich dann in der Klinik noch soweit rekonstruieren (meine Zettel sind ja immer auf den Cent genau, daher ist das nicht so einfach) und ich kam etwas später in die Buchbinderei  – das war für mich aber auch ok so.

Dann die Arbeit wollte einfach nicht gelingen. Dinge, die ich schon zig tausendmal gemacht hab – misslangen. Und ich wusste nicht mal wirklich warum. Aber irgendwie war alles knitterig und faltig und der Leim prinzipiell da, wo er nicht hin soll.

Nachdem ich den Deckel der Kiste so richtig versemmelt hab, machte ich eine Pause. Packte den erstmal unter Gewicht (in der Hoffnung, dass Pressen den Großteil der Falten weg bekommt) und schnaufte einmal durch, machte die andere Kiste (erstmal ohne Deckel) und kam so langsam auch wieder runter.

Mir war auch klar dass ich den ersten Deckel nicht nochmal machen kann. Ich hätte natürlich gedurft, es wurde auch gesagt, aber irgendwie wusste ich, dass das heute nicht die Lösung ist. Zumal er eh für eine Kiste war, bei der man ihn dann im Endeffekt im Regal nicht sieht – weil die Kiste passgenau war – auf den mm.

Dank Pressen war er dann auch so, dass es zwar sichtbar war, aber für mich dann ok, die meisten Falten waren raus und der Rest soweit ok.

Ich machte die beiden Kisten fertig und da noch Zeit war, dann auch noch die Schmuckpapiere an ein Ikeateil. Das sollte eigentlich schon fertig zugeschnitten sein, war aber irgendwie völllig falsch (ist so treppenartig zugeschnitten und irgendwie hab ich das wohl in die falsche Richtung gemacht – wie auch immer – weil ich das eigentlich direkt angelegt hatte – hmm) – egal. Ich machte die Einfach-Variante und packte dann mal alle Kisten zusammen, die noch in der Buchbinderei lagen (insgesamt 7 oder 8), die heute mit sollten.

Abgeholt wurde ich vom Urlaubsvertretungs-Betreuer. Ich mag den, komm mit dem auch gut klar und denke auch Wohnung würde mit ihm gehen. Allerdings war heute eben viel unterwegs dran.

Zum einen wollte ich ja den Maschendrahtrest abholen, dann standen 3 Läden für kleine Einkäufe an (auch als Angsttraining), weiter über den Fairtailer und dann beim Fahrradladen den Akku tauschen (das Rad wird dort Mittwoch abgeholt, es passiert also wenigstens was).

Es war – viel. Aber wir haben alles geschafft.

Noch schnell die Einkäufe weggeräumt und dann war Schicht – also erstmal wieder runterkommen.

Der Körper signalisiert ein „es reicht“ – aber ich wollte erstmal schauen ob ich mit Ruhe und runterkommen eine zusätzliche Cortisongabe vermeiden kann (ist noch grenzwertig von der Symptomatik her und solange es mit anderen Mitteln geht, versuche ich das).

Heute also nicht mehr viel – das übliche Abendritual – noch ein bisschen fersehen und dann gemütlich lesend ins Bett.

 

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