Thera gestern – Thera-Ende

Gestern war also der letzte Therapietermin.

Wir sprachen über die 3 Baustellen, die es immer noch gibt und die irgendwann vermutlich nochmal therapeutische Hilfe nötig machen könnten.

1. mein Umgang mit Gefühlen bzw, dass Gefühle für mich immer noch „gefährlich“ sind. Dabei geht es hauptsächlich um die Angst die Kontrolle darüber zu verlieren – was bei mir schon da anfängt, wenn zu Tränen noch ein Schluchzen kommen sollte oder so.

Da ich die noch nicht sortiert oder gesteuert bekomme, ist es halt immer noch ein „am besten gar kein Gefühl“ – was natürlich nicht grad hilfreich ist.

2. Widersacher/Täterintrojekte – dass ich mich denen aktuell nicht stellen kann, mir meines „ichs“/selbst nicht sicher genug bin und die Aussagen der Widersacher/Täterintrojekte sofort übernehme – nix mit irgendwas entgegengesetzt bekommen. Da bin ich ein gutes Stück weiter, keine Frage – aber noch nicht so weit, dass ich das mit den Anteilen usw klar genug zugeordnet bekommen hätte um dann als „Einheit“ mich den alten Aussagen stellen zu können.

3. Schuld/Scham – ein Thema, das wohl jeder mit Posttraumatischer  Belastungsstörung kennt – in unterschiedlichen Ausprägungen. Da blockiert noch sehr viel. Laut Thera geht es da (zumindest auch) darum sich dem in diesen Situationen mangelnden Handlungsspielraum zu stellen oder den zu akzeptieren.

Im Endeffekt haben alle drei was mit Angst vor Kontrollverlust zu tun.

Das trifft es ziemlich genau – und ja – das sind auch Baustellen, die ich alleine nicht sinnvoll ausräumen kann und irgendwann mit professioneller Hilfe angehen werde und möchte.

Aber nicht jetzt. Jetzt ist erstmal eine Therapiepause und ich glaube die ist auch ganz gut so.

Ich finde es auch sehr schön, dass wir einen so guten Therapieabschluss hin bekommen haben. Es fühlt sich richtig und gut an.

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