Das Jahr 2018 und 2019

Wie jedes Jahr blicke ich zurück auf das letzte Jahr, vergleiche es mit dem letzten Rückblick (kursiv geschrieben) und schaue wo ich hin will, was ich ändern möchte. Nicht als „Vorsätze“ – eher wie ein Innehalten und schauen ob der Weg auf dem ich bin auch der ist, auf dem ich sein möchte.

Aber auch meine Wünsche – was würde ich gerne versuchen, ausprobieren, neu/ganz anders machen, eher spielerisch für mich neu entwickeln oder ähnliches. Nicht als Vorsatz – eher als Wunsch oder Traum, der aber auch realistisch ist, also durchaus umsetzbar. Wobei weniger das Ergebnis zählt, sondern mehr das ausprobieren, mir neue Horizonte erschließen.

 

Das Jahr 2018

körperlich:

– Gewicht wieder nach unten! Das ist wirklich wichtig, da ich hier in der Klinik wieder deutlich zugenommen habe – Medikamente hin oder her – weiter nach oben darf es nicht!

Es ist wieder weniger als zu diesem Zeitpunkt, aber es war zwischendrin auch deutlich höher – die letzten Monate konnte ich es aber wenigstens wieder halten.

– regelmäßige Bewegung – sei es draußen mind. 1 Stunde gehen oder Crosstrainer. Von mir aus auch Nordic Walking oder ähnliches – Hauptsache regelmäßige Bewegung. Ziel wäre da, weniger/kürzere Pausen.

Nordic Walking nicht, aber ansonsten hat das deutlich besser geklappt und in den letzten Monaten auch ziemlich gut. Vor allem, seit wir auch diese Schwankungen dank der Nebenniereninsuffizienz deutlich besser im Griff haben.

– Tavor und Schlafmittel, die beide leider seit ein paar Wochen wieder fester Bestandteil sind, wieder ausschleichen. Das hatte ich ja dieses Jahr auch geschafft und ich hoffe, dass ich das im Januar auch wieder weitestgehend hinbekomme – wenn ich wieder zu Hause bin.

Jep – beides wieder komplett raus. Tavor auch schon im Februar, Schlafmittel war dann eine Weile noch 1-2x die Woche drin, aber auch das ist schon seit Monaten nicht mehr.

Betreuung, Wohnung und Zwischenmenschliches

– mit dem Betreuer das mit der Wohnung noch etwas besser hinbekommen. Klappt ja zwischendrin immer mal wieder auch gut, wäre nur schön wenn das häufiger wäre.

Jein – durch den unerwarteten Betreuerwechsel hat sich das erstmal deutlich verschlechtert und wir kriegen das erst in den letzten Wochen wieder einigermaßen hin.

– Einkaufen soll wieder ohne Angsttraining möglich sein.

Wirklich Angsttraining ist es nicht mehr so oft, aber angstfrei ist es auch nicht. Trotzdem – ich kann auch wieder alleine kleinere Einkäufe hinbekommen.

– weiterhin Gitarre spielen und auch das Klavier nicht ganz vergessen.

Beides eher gar nicht – Gitarre nur zum NF und Klavier wüsste ich ehrlichgesagt gar nicht, ob ich da dieses Jahr mal dran war.

Aber dafür geht Gitarre spielen auch wieder und wenn ich spiele – spiele ich auch gerne und häufiger.

– Vielleicht klappt es ja dieses Jahr mit der Matratze – nötig wäre es allemal.

Dank der lieben M. hab ich Anfang des Jahres eine tolle neue Matratze bekommen. Und immer noch bin ich da sehr dankbar für – der Schlaf ist besser und ich kann auch wieder auf dem Rücken schlafen.

Therapie

– weiter Buchbinderei mit 2-3 Terminen die Woche

Da hatte ich eine sehr lange Pause, auch weil durchgehend ja nicht möglich ist. Bin erst seit Oktober glaub ich wieder dabei.

– in der Therapie weiter an Gefühle zulassen arbeiten

Das hat nicht wirklich so geklappt. Ich glaube da hat die Situation letztes Jahr einfach zu viel kaputt gemacht. Dazu die vielen Kommunikationsprobleme.

– das Thema „Bus“ angehen – im Idealfall auch abschließen

Ich kann mittlerweile mich an Bushaltestellen aufhalten, ohne durch zu drehen. Bus selbst wurde leider recht schnell klar, dass wir das nicht schaffen werden und so haben wir das wieder auf Eis gelegt.

Mir persönlich war aber wichtig, dass ich Bushaltestellen nicht nur sehr fluchtartig quere, sondern mich da auch mal aufhalten kann, weil es oft ja auch idealer Treffpunkt ist.

Dafür habe ich dann mehr Zeit und Kraft investiert um mir das Rad fahren wieder zu erarbeiten! Einfach weil das eben – im Gegensatz zum Bus – auch Aussicht auf Erfolg hatte.

– Stationäre Aufenthalte vermeiden!

Das habe ich tatsächlich geschafft!

Wünsche

– Ich wünsche mir wieder mehr Stabilität, mehr Boden unter den Füßen und dass ich die Sicherheit, dass die Fahrtkosten für ein Jahr übernommen werden, mir hilft, mich da mehr einlassen zu können.

Ja – sehr viel mehr Stabilität – trotz genug Krisen, die es auch dieses Jahr gab. Und vor allem durch diese Sicherheit auch mir das Rad fahren erarbeiten können!

– Dieses Jahr ist sehr viel zerbrochen und verloren gegangen. Ich hoffe und wünsche mir, dass wir es schaffen das wieder etwas zusammensetzen/kitten zu können.

Da bin ich immer noch dabei – aber ja – es ist wieder mehr Boden unter den Füßen, auch wenn es gedauert hat und immer noch andauert – es rüttelt sich so langsam zurecht.

Trotzdem merke ich auch, dass da so viel kaputt gegangen ist und ich vieles, was ich mir in den letzten Jahren mühsam erarbeitet hatte, wieder verloren ging.

Mein Umgang mit Gefühlen ist wieder weit zurückgefallen in alte Muster, die ich auch nicht wirklich durchbrochen kriege. Das ist nur ein Beispiel von vielen.

Ich bin immer noch dabei mir da wieder einiges an Basics zurück zu erobern.

– Auch wenn es blöd klingt – eine gute neue Matratze.

Liebe M, wenn du das hier liest – ich bin dir unendlich danbar und genieße es sehr auf der ja nicht mehr ganz neuen Matratze zu schlafen. Ich denke sehr oft an dich und drehe mich dann kuschelnd auf die andere Seite :). Die Matratze ist toll und ich danke dir sehr dafür.

Das Jahr 2019

körperlich:

– mehr Bewegung! Entweder zu Fuß oder Crosstrainer oder sonst etwas.

– ich würde gerne das mit dem Radfahren so weit hinbekommen, dass ich auch gut in die Stadt und wieder zurück schaffe

– das Dauerthema – Gewicht: das muss deutlich runter und vor allem – ich hätte gerne, dass es auch nicht kurzzeitig hoch geht.

– die Hand-OP gut überstehen und hoffentlich eine große OP vermeiden können.

– weiterhin das mit dem Cortison auch so konsequent durchziehen und damit die diesbezügliche Stabilität erhalten und nach Möglichkeit weiter ausbauen. Eventuell (sofern es die Stabilität nicht gefährdet!) auf das andere Medikament umstellen.

 

Betreuung, Wohnung und Zwischenmenschliches:

– mit dem neuen Betreuer eine Routine entwickeln, so dass das mit der Wohnung in einem Termin gut schaffbar ist

– die Regalumgestaltung und das Umräumen in der Küche abschließen

– weiter daran arbeiten, dass ich alleine Einkaufen gehen kann und das auch in Phasen, die nicht super sind

– wieder mehr Musik in den Alltag integrieren – gerne auch selbst gemachte!

Therapie:

– da die Therapie im Januar ausläuft: es auch ohne Therapie hinbekommen

– Buchbinderei weiter nutzen und hoffentlich den Stresslevel für mich dort reduzieren

– daran arbeiten, dass ich mit dem Rad mehr Mobilität zurück gewinne und damit auch das „alleine außer Haus“ kommen üben und erarbeiten.

– vor allem: stationäre Aufenthalte vermeiden!

– eventuell gegen Ende des Jahres mich nach einem neuen Therapeuten umsehen anfangen.

Wünsche:

– mir die aktuelle Stabilität erhalten und vielleicht sogar erweitern

– dass ich auch ohne Therapie soweit klar komme, ohne viel Stabilität zu verlieren

– mir mit dem Rad Selbständigkeit und Mobilität zurück erobern

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3 Responses to Das Jahr 2018 und 2019

  1. Ingrid/ile sagt:

    All das, was DU Dir wünschst, wünschen auch wir Dir, liebe Ilana!
    Liebe Grüße senden Dir
    Josef und Ingrid

  2. Liebe Ilana,
    ich wünsche Dir für das neue Jahr 2019
    alles Liebe, Gute und vor allem Gesundheit
    und dass sich alle Deine Wünsche und Träume
    erfüllen mögen.
    Liebe Grüße
    Webschmetterling

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