Thera heute

Wir arbeiten wieder miteinander. Noch eher auf der Theorie-/Kopfebene, aber schon phasenweise auch mal intensiver.

Heute ging es um die Anteile, die mein „ich“ ausmachen. Die sind relativ klar, die arbeiten sich auch zu, aber paralell sind die nie – immer halt einer der „vorne“ ist und agiert.

Anteile sind für mich wie eigene Personen – die auch sehr eigenständig agieren. Ich bin also eher eine Art WG.

Früher war es auch so, dass ich auch nach außen sehr unterschiedlich agierte. Das betraf sowohl Stimme, Sprache, Auftreten, Schrift und auch Art und Weise wie aktiv/introvertiert/extrovertiert ich war.

Für mich war das immer normal – ebenso wie fehlende Zeiten. Ich wurde oft angsprochen, dass ich ja oft so extrem unterschiedlich sein würde.

Wie gesagt – damals war das für mich normal und auch wenn ich angesprochen wurde, teilweise auch weil sich Lehrer Sorgen gemacht hatten oder so – war das jetzt nie so ein in Schubladen gesteckt werden.

Damals fehlten auch gerne mal Monate – das ist heute ja nicht mehr. Selten fehlen mal ein paar Stunden, wenn halt alles nur noch zu viel ist – und auch diese extremen Verhaltensänderungen sind nicht mehr in diesem Ausmaß gegeben – das hat sich etwas angepasst. Es ist heute eben mehr ein „miteinander“ – WG halt.

Wobei die einzelnen Anteile dann nochmal ihre eigenen „Rollen“ haben, es ist auch oft eine Art „Zusammenfassung“ – so gibt es den Anteil „inneres Kind“, die aber wahrscheinlich aus mehreren Kindern besteht. Das weiß ich von den Anteilen, mit den ich mich näher beschäftigt habe natürlich genau – bei anderen, zu denen der Zugang noch fehlt (wie z.Bsp dem in nicht so. Entsprechend stimmt der Begriff „Anteil“ nicht und auch „Innenperson“ für mich nicht so wirklich.

Während die meisten Anteile sich für mich klar abgrenzen (und auch anders anfühlen), ging es auch darum, dass Täterintrojekte für mich gefüht eben kein Anteil sind – sie sind eher etwas, auf das die Anteile reagieren (müssen).

Wobei da heute die Frage/Möglichkeit aufkam, dass die durchaus zum Anteil des „inneren Kindes“ gehören könnten. Das ist möglich, weil das ist wirklich generell eher ein „grauer Fleck“ für mich – da fehlt der Zugang doch sehr.

Klingt jetzt irgendwie verwirrend, dabei fühlt es sich für mich sehr klar an, lässt sich auch gut von anderen Sachen abgrenzen.

Ich mein ich kenn es nicht anders – da sind x Personen, die zusammen mein „ich“ ausmachen, damit sind keine Rollen (Mutter, ARbeitgeber, Arbeitnehmer, Tochter, Kursleiterin usw) gemeint, sondern recht eigenständige Persönlichkeiten, die halt zusammen auf äußere Einflüsse reagieren. Mal ist der eine mehr gefragt bzw kann halt mit der Situation besser umgehen, mal der andere.

Wirklich steuerbar sind alle nicht, aber auch da gibt es einen, den ich bewusster „einsetzen“ kann – oder eher aktivieren oder so. Bei anderen ist klar – bei diesem oder jenem Auslöser springt eben derjenige an. Oder einer arbeitet halt eher zu, sorgt dafür, dass ich handlungsfähig bleibe/werde usw.

Es ist ein System mit dem ich leben gelernt habe, deren Ziel ist handlungsfähig zu bleiben und handlungsfähiger zu werden, da auch – freier – zu werden – irgendwie auch ein näher zusammenrücken, mehr „Einheit“ zu werden.

Bis hier hin war es schon ein weiter weg und ich  sehe da sehr wohl, was ich schon alles geschafft habe.

Ein wirkliches zusammenarbeiten – also alle an einen Tisch und parallel da sein und agieren können, klappt aber (noch) nicht – und da hab ich sicher noch einen langen Weg von mir.

Heute ging es ein bisschen darum wie wir da weiter machen können. Auch wo ich da aktuell wirklich stehe und was so  die nächsten Schritte sein könnte.

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